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Vorrichtung zum Überführen von gleichartigen, vorzugsweise tafelförmigen
Gegenständen, insbesondere Schokoladentafeln Zur rationellen Weiterverarbeitung
einzelner gleichartiger, vorzugsweise tafelförmiger Gegenstände bedient man sich
im allgemeinen sowohl zur Anlieferung als auch zum Weitertransport, beispielsweise
zu einer oder mehreren Verarbeitungsstafionen, besonderer Fördereinrichtungen. Üblicherweise
findet hierbei die Anlieferung der Gegenstände durch einen gemeinsamen Hauptförderer
statt, von dem sie dann der entsprechenden Querfördereinrichtung einer oder mehrerer
Verarbeitungsstationen zuzuführen sind.
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Dieses Zuführen der Gegenstände vom Hauptförderer zu einem oder mehreren
Querförderern gestaltet sich dann schwierig, wenn es sich um Gegenstände handelt,
deren Oberfläche leicht beschädigt werden kann und die sich lediglich von einem
Band-oder Plattenförderer transportieren lassen.
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Um derartige Gegenstände handelt es sich z. B bei Schokoladentafeln,
die, gruppenweise von der Austafelanlage bzw. vom Kühlschrank kommend, vom Hauptförderer
weg in den Querförderer einzelner Einwickelmaschinen zu transportieren sind.
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Es sind nun verschiedentlich Einrichtungen entwickelt worden, um
das Zuführen von Gegenständen von einem Hauptförderer auf einen Querförderer zu
erreichen. Bei einer bekannten Konstruktion hat man hierbei den Querförderer unmittelbar
unterhalb des Hauptförderendes angeordnet, so idaß die Gegenstände auf den Querförderer
herunterfallen. Durch die so geschaffene Fallstufe ist die Verwendung solcher Einrichtungen
zum Transport von leicht zerbrechlichen Gegenständen, wie Schokoladentafeln, nicht
möglich.
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Bei einer weiteren bekannten Konstruktion handelt es sich um einen
Bandförderer, der zwischen zudem Haupt- und dem Querförderer anzuordnen ist. Dieser
Bandförderer transportiert die Gegenstände in eine Ebene oberhalb des betreffenden
Querförderers; treffen die Gegenstände in der Übergabestellung ein, so weicht das
Transportband mit großer Geschwindigkeit zurück, was mit Hilfe einer Ausgleichvorrichtung
zur Regulierung der Bandlänge geschieht, worauf die Gegenstände auf Grund ihrer
Trägheit auf den betreffenden Querförderer hinunterfallen.
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Abgesehen davon, daß die Gegenstände' durch diese Fallbewegung oft
beschädigt und auf dem Querförderer jeweils nachträglich auszurichten sind, wird
durch Zwischenschalten solcher Einrichtung in den Hauptförderer der gegenseitige
Abstand einzelner Verarbeitungsstationen bzw. der Abstand der diesen Stationen zugeordneten
Querförderer erheblich vergrößert, was unter den gegebenen Raumverhältnissen bei
Verwendung mehrerer Hauptförderer
gegebenenfalls dazu zwingt, auf verschiedene Stationen
zu verzichten.
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Ferner ist eine Konstruktion bekannt, bei der sich die Übergabe lediglich
mit Hilfe eines speziellen Plattensförderers erreichen läßt, dessen oberhalb von
Querförderern vorgesehene Förderbahn sich durch einen aufwendigen, lcurvengesteuerten
Mechanismus derart in Richtung der betreffenden Querförderer schrägstellen läßt,
daß die diese Stellen passierenden Platten in einer Richtung absinken und die auf
ihr abgelegten Gegenstände auf den betreffenden Querförderer abrutschen. Hierbei
ist es notwendig, daß während der Übergabe die betreffenden Querförderer stillstehen,
um eine Mitnahme von noch teilweise auf der Platte des Förderers liegenden Gegenständen
bzw. ein Übereinanderfallen Derselben zu vermeiden.
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Ein kontinuierlicher Transport durch den Qiuerförderer und beispielsweise
eine ebenso kontinuierliche Verpackung der angeförderten Gegenstände ist daher nicht
möglich.
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Schließlich ist eine Vorrichtung bekannt zum Überführen von durch
einen Hauptförderer in Querreihen einer Übergabestation angelieferten Schokoladetafeln
zu einem im Abstand vom Hauptförderer angeordneten Querförderer mit einem an Transportelementen
hängenden, in einem Führungsgestell gesteuert aus einer tYbernahmestation in eine
in einer höheren Ebene liegende Übergabestation bewegbaren, jeweils eine Querreihe
von Schokoladentafeln tragenden Transportglied, das in der Übergabestellung oberhalb
des Querförderers an einem die Schokoladentafeln über dem Querförderer abstreifenden
Abstreifglied vorbeibewegt wird, wodurch die Tafeln auf Iden Querförderer abgeschoben
werden. Diese Vorrichtung gewährleistet weitgehend Schonung wider
Gegenstände
bei der Übergabe vom Haupt- auf den Querförderer. Das Transportglied dieser bekannten
Vorrichtung wird jeweils durch vom Hauptförderer angelieferte, mit Schokoladentafeln
belegte Platten gebildet, die durch seitlich am Hauptförderer in Leitschienen eines
Führungsgestells geführte Mitnehmer erfaßt, vom Hauptförderer abgehoben und nach
der Tafelübergabe wieder abgelegt werden. Diese Konstruktion erfordert eine spezielle
Ausbildung des Hauptförderers, damit eine genaue Plazierung der einzelnen, mit Schokol
adetafeln beladenen Platten möglich ist. Des weiteren sind die zur Abnahme der Platten
dienenden Mitnehmer synchron zum Hauptförderer in Bewegung zu halten, damit die
Platten an der richtigen Stelle erfaßt bzw. abgelegt werden, und schließlich sind
die durch Idie Mitnehmer gebildeten Transportelemente an jeder Seite des Hauptförderers
entlang einer geschlossenen Kurvenbahn zu führen, um sie wieder in ihre Ausgangsstellung
zu bringen. Die Transportvorrichtung muß Isomit seitlich vom Hauptförderer über
jeweils eine Führungseinrichtung für die Mitnehmer verfangen. Insgesamt gesehen
handelt es sich !daher um eine verhältnismäßig aufwendige Anlage, wobei der Querförderer
stets höher als der Hauptförderer liegen muß.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
letzteren Art noch vorteilhafter zu gestalten und schlägt hierzu vor, das Transportglied
als zur Übergabe der Gegengstände aus einer Aufnahmestellung in eine Abgabestellung
bewegte, gesteuert abkippbare Ladeschaufel auszubilden, sie an den Transportelementen
schwenkbar anzuordnen und an Führungsgestellstangen aus wider am Ende des Hauptförderers
und unterhalb dessen Förderebene gelegenen Übernahmestation in die in Förderrichtung
des Hauptförderers im Abstand angeordnete tÇbergabestation geradlinig zu bewegen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt £ich sowohl in Verbindung mit Band- als auch
Kettenförderern verwenden, d. h., der Hauptförderer selbst hat keinen unmittelbaren
Bestandteil der Vorrichtung zu bilden. Außerdem lassen sich mit Hilfe des Hauptförderers
Querförderer beschicken, die sowohl oberhalb als auch unterhalb oder hinter diesem
liegen, wobei auf Grund dessen, daß die Ladeschaufel einen Bestandteil des Transportmechanismus
bildet, äußerst kurze Transportstrecken möglich sind. Schließlich ist eine Synchronsteuerung-der
Ladeschaufel mit dem Hauptförderer überflüssig. Bei der lerfindungsgemäßen Konstruktion
bilden somit lediglich noch ,die Ladeschaufel in Verbindung mit dem sie führenden
Führungsgestell die eigentlichen Bestandteile der Vorrichtung.
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Diese Teile lassen sich zu einem verhältnismäßig kleinen Mechanismus
vereinen, der sich in jedem Fall vorteilhaft oberhalb eines Haupt- und eines Quer
förderers anbringen läßt, so daß sich Vorrichtufig raumsparend in bereits vorhandene
Förderanlagen einordnen läßt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß bereits eine
Übergabevorrichtung bekannt ist, die mit einer Ladeschaufel zur Übergabe der Gegenstände
ausgestattet ist. Bei dieser Konstruktion bildet diese Schaufel lediglich eine stationäre
Kippschaufel, so daß eine Übergabe von Gegenständen stets nur auf tiefer liegende
Förderer und vom Ende des Zuförderers aus möglich ist. Mehrere Querförderer lassen
sich damit von einem den Querförderern gegenüber nicht höher gelegenen Hauptfönderer
nicht beschicken. Außerdem gehört bereits eine Vorrich-
tung zum Überführen von tafelförmigen
Gegenständen zum Allgemeingut der Technik, bei der in in Verlängerung des Hauptförderers
hin und her bewegliches Transportglied vorhanden ist, welches in eine Übergabestellung
oberhalb des zu beschickenden Querförderers bewegt wird, von ,dem dann der Gegenstand
über eine Rollenbahn auf den Querförderer unter Einwirkung der Schwerkraft gelangt.
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Auch diese Konstruktion ist nur funktionsfähig, wenn der Querförderer
am Ende eines Hauptförderers und in einer tiefer liegenden Ebene angeordnet ist.
Für die Übergabe von Schokoladentafeln ist dabei die Verwendung einer sich zum Querförderer
neigenden Rollenbahn denkbar ungeeignet, da ein Zerbrechen der Schokoladentafeln
beim Auftreffen auf den Querförderer nicht zu verhindern ist.
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Was nun die Erfindung betrifft, so ergibt sich eine vorteilhafte
Konstruktion, wenn die Ladeschaufel in Verbindung mit ihren Transportelementen einen
auf Rundstangen geführten und druckmittelgesteuerten Transportschlitten bildet,
wobei als Steuermittel zur Steuerung der Kippbewegung der Ladeschaufel aus der Aufnahme
in die Übergabestellung mindestens eine im Führungsgestell angeordnete, stationäre
Kurve dienen kann.
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Erfindungsgemäß ist die Ladeschaufel in ihrer Lage relativ zur Förderebene
des Hauptförderers höheneinlstellbar, so daß sich ihre Lage relativ zur Förderebene
auf einfache Weise so orientieren läßt, daß insbesondere bei bruch- und druckempfindlichen
Gegenständen, wie Schokoladentafeln, deren Obernahme bei größtmöglicher Schonung
lerfolgt.
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Zur Übergabe wider auf der Ladeschaufel liegenden Gegenstände auf
den Querförderer wäre es denkbar, diese in ihrer Übergabestation mit geringem Abstand
über den Querförderer zu bringen und anschließend die Transportbewegung mit einer
wesentlich erhöhten Geschwindigkeit fortzusetzen, so daß die Eigenreibung der Gegenstände
überwunden wird und diese von der Ladeschaufel völlig frei kommen und im wesentlichen
gleichzeitig und in der gleichen gegenseitigen Zuordnung auf den Querförderer auftreffen.
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Eine wesentlich vorteilhaftere und exaktere Übergabe der Gegenstände
läßt sich jedoch erzielen, wenn, in Weiterbildung oder Erfindung, längs dem Querförderer
eine an sich bekannte, stationäre Fang-und Ausrichtvorrichtung - vorgesehen ist,
die eine in ihrer Länge mindestens der Breite der Ladeschaufel entsprechende Anschlagleiste
aufweist, ,deren Anschlagfläche eine der Ladeschaufel zugerichtete Auflagerfläche
zugeordnet ist, die sich in einer Ebene unterhalb der Förderebene des Querförderers
befindet, so daß die Gegenstände unmittelbar bei ihrer Übergabe abgefangen, jedoch
vom Querförderer noch nicht weiterbefördert werden. Durch die spezielle Anordnung
der Auilagiefläche wird somit erreicht, sodaß beim Abrutschen der zunächst mit ihrer
Vorderkante an der Anschlagfläche auftreffenden Gegenstände der Förderer von den
Gegenständen zwar überdeckt ist, jedoch ein Weitertransport der letzteren erst erfolgen
kann, wenn sich die Ladeschaufel aus ihrer Freigabestellung herausbewegt hat, worauf
die Gegenstände um die der Anschlagleiste benachbarte Kante des Querförderers kippen
und auf diesem zur Mitnahme zu liegen kommen. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt,
daß die Gegenstände nicht eher vom Querförderer erfaßt werden können, bis sie von
der Ladeschaufel völlig frei sind. Es wird
somit nicht der Fall
eintreten, daß die Gegenstände vom Querförderer erfaßt und ungeordnet abtransportiert
werden.
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Zur Sicherung der auf der Ladeschaufel vorhandenen Gegenstände während
ihrer Transportbewegung wird man in Weiterbildung der Erfindung an ihr einen schwenkbaren
Anschlag vorsehen, der zur Freigabe der Gegenstände an der Übergabestation, beispielsweise
durch Kurven, schwenkbar ist.
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Da bei der erfindungsgemäßen Transporteinrichtung lediglich die Ladeschaufel
als bewegliches und in seiner Bewegung zu steuerndes Teil vorhanden ist, kann diese
denkbar einfach gestaltet sein, so daß sich eine übersichtliche und leichte Bauausführung
ergibt, die ohne weiteres als Baueinheit ortsverä,nderlich ausgebildet werden kann.
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Sollen mit Hilfe eines Hauptförderers mehrere Verarb eitungsstationen
bzw. !deren Querförderer mit Gegenständen beliefert werden, so ist lediglich der
Hauptförderer bei den Querförderern mit mehreren Fallstufen auszustatten. Bei Verwendung
von Lichtschranken kann darauf verzichtet werden, den Warenausstoß beispielsweise
einer Austafelanlage für Schokoladentafeln mit dem Arb eitsrhythmus einer oder mehrerer
erfindungsgemäßer Transporteinrichtungen genau abzustimmen, da durch die Verwendung
von Lichtschranken die Transporteinrichtungen in Abhängigkeit des Warenausstoßes
solcher Anlagen erst dann in Funktion treten, wenn auf Grund der angeförderten Gegenstände
ein entsprechender Steuerimpuls den Antrieb der Ladeschaufel in Bewegung setzt,
wobei durch entsprechende Endschalter die Übernahme bzw. Übergabe- und Freigabestellung
und gegebenenfalls eine geeignete Bereitschaftslstellung der Ladeschaufel fixiert
wird.
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Durch Verwendung von Lichtschranken läßt sich somit die Ladeschaufel
derart steuern, daß zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Beschickung der betreffenden
Verarbeitungsstation einzelne Warengruppen hintereinander auf den betreffenden Querförderer
so abgelegt werden, daß dadurch eine fortlaufend geschlossene Warenreihe entsteht.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf eine erfindungsgemäße,
dem Überführen von Gegenständen dienende Transportvorrichtung in Verbindung mit
einem Querförderer, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, wobei die
Ladeschaufel der Transporteinrichtung in ihrer Übernahmestation gezeigt ist, Fig.
3 eine Darstellung gemäß F i g. 2, wobei die Ladeschaufel der Transporteinrichtung
in ihrer Bereitschaftsstellung gezeigt ist, F i g. 4 eine Darstellung gemäß der
F i g. 2 und 3, wobei die Ladeschaufel der Transporteinrichtung in ihrer Übergabestation
gezeigt ist, Fig. 5 eine Darstellung gemäß der Fig. 2 bis 4, aus der die Ladeschaufel
der Transporteinrichtung in ihrer Freigabestation zu ersehen ist, F i g. 6 eine
schematische Darstellung mehrerer hintereinander angeordneter, von einem gemeinsamen
Hauptförderer beschickter, !erfindungsgemäßer Transporteinrichtungen, in Verbindung
mit zu entsprechenden Verarbeitungsstationen führenden Querförderern.
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Mit Hilfe der in Fig. 1 und 2 gezeigten, als Ganzes mit 10 bezeichneten
erfindungsgemäßen Über-
führungsvorrichtung sollen von einem als Ganzes mit 12 bezeichneten
Hauptförderer gruppenweise angeförderte Gegenstände, beispielsweise Schokoladentafeln
14, zu einem als Ganzes mit 16 bezeichneten Querförderer transportiert werden, mit
dessen Hilfe die Gegenstände einer Verarbeitungsstation, beispielsweise einer Verpackungsmaschine
für Schokoladentafeln, zuführbar sind.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist über dem Querförderer 16 angeordnet
und weist ein Gestell 18 auf, das beispielsweise von Gestellfüßen 20 und 22 mit
Höheneinstellbarkeit getragen ist. Das Gestell 18 besitzt einen Rahmen, der im wesentlichen
aus zwei parallelen Längsseitenteilen 24 und 26 und aus zwei diese Seitenteile miteinander
verbindenden Querseitenteilen 28 und 30 besteht. An ,der Innenseite jedes Längsseitenteiles
ist eine Führungsstange 32 bzw. 34 mit Hilfe von Haltestücken 36 bzw. 37 befestigt,
und auf ,diesen zueinander parallel angeordneten Führungsstangen ist ein als Ganzes
mit 38 bezeichneter Schlitten venschiebbar angeordnet, der seinerseits eine als
Ganzes mit 40 bezeichnete, zum Überführen Ider vom Hauptförderer angeförderten Gegenstände
auf den Querförderer 16 dienende Ladeschaufel trägt. Der Schlitten 38 weist auf
jeder Führungsstange je einen Führungskörper 42 auf, die miteinander durch eine
Verbindungsstange 44 starr verbunden sind. Ungefähr am mittleren Teil der Verbindungsstange
ist ein Verbindungsstück 46 angeordnet, das den Schlitten 38 über eine Betätigungsstange
48, die als Kolbenstange ausgebildet ist, mit einem nicht näher gezeigten, druckmittelgesteuerten
Zylinderaggregat 50 zum Antrieb ,dles Schlittens 38 verbindet. Zur Befestigung der
Ladeschaufel 40 am Schlitten 38 ist an dessen Führungskörper 42 je ein gemäß Fig.2
nach unten gerichteter Tragarm 52 angeordnet, die gemeinsam eine Schwenkachse 54
tragen. Auf dieser Schwenkachse sind die Seitenteile 56 und 58 der Ladeschaufel
schwenkbar angeordnet.
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Je Seitenteil ist dabei auf der Schwenkachse 54 eine Drehfeder 60
mit Vorspannung angeordnet, deren eines Federende an der Schwenkachse 54 verankert
und deren anderes in F i g. 1 mit 62 bezeichnetes Federende, wie deutlich in Fig.2
gezeigt ist, das betreffende Seitenteil 56 bzw. 58 der Ladeschaufel untergreift
und deren wirksame Kräfte Idadurch versuchen, die Ladeschaufel 40 in die in F i
g. 2 gezeigte Lage zu schwenken, in welcher diese durch einen an den Tragarmen S2
vorgesehenen Anschlag 64, an welchem die Seitenteile anliegen, fixiert wird.
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Wie aus Fig. 1 deutlich zu ersehen ist, ist die Ladeschaufel 40 in
Art eines Rechens ausgebildet, dessen einzelne Zinken 66 an einem mit den Seitenteilen
56 und 58 verbundenen, beispielsweise aus einem Winkeleisen gebildeten Tragkörper
68 auswechselbar befestigt sind.
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Der Ladeschaufel werden, wie eingangs erwähnt, über den Hauptförderer
12, der beispielsweise ein Bandförderer sein kann, die Gegenstände 14 zugeführt,
wobei die Ladeschaufel lediglich, wie in Fig. 2 gezeigt, in dem Bereich einer durch
Umlenken mittels einer Umlenkrolle 70 des Förderbandes gebildeten Fallstufe anzuordnen
ist. Um zu verhindern, daß beim Transport die Gegenstände von der Ladeschaufel abrutschen,
ist der Ladeschaufel ein sich über deren gesamte Breite erstreckender Anschlag,
beispielsweise in Form eines Rohres 72, zugeordnet, der bei jeder Übernahme bzw.
Übergabe
der auf der Ladeschaufel liegenden Gegenstände aus seiner
Anschlagstellung herausbewegt wird. Zu diesem Zweck ist an beiden Enden der Schwenkache
54 je ein Schwenkhebel 74 vorgesehen, die beide mit dem Teil 72 verbunden sind.
Zur Steuerung des so gebildeten Anschlages ist jedem Schwenkhebel 74 an den Längsseitenteilen
24 und 26 eine Anschlagssteuerkurve 76 auswechselbar zugeordnet, mit deren Kurvenfläche
die Schwenkhebel 74 mittels leinen Kurvenrolle 78 zusammenwirken. Um sich;erzustellen,
daß diese Kurvenrolle stets an der Kurvenfläche der betreffenden Anschlagsteuerkurve
76 anliegt, ist an den Tragarmen 52 jeweils ein Drehfederaufnahmebolzen 80 vorgesehen,
dessen vorgespannte Drehfeder 82 mit ihrem einen Federende 84 einen Schlitz 86 das
betreffende Seitenteil 56 bzw. 58 durchgreift und auf Iden Schwenkhebel 74 wirkt.
Um die Ladeschaufel in ihrer Üb ergab estation, oberhalb des Querförderers 16, in
eine Übergabestellung zu schwenken, ist an jedem der Seitenteile 56 bzw. 58 eine
Kurvenrolle 88 vorgesehen, denen je eine Ladeschaufelsteuerkurve 90, die jeweils
von der benachbarten Anschlagsteuerkurve 76 getragen und auf dieser auswechselbar
angeordnet ist, zugeordnet. Des weiteren ist der Ladeschaufel in ihrer Übergabestation
eine Abstreifvorrichtung 92 zugeordnet, die stationär z. B. auf dem Gestell des
Querförderers 16 angeordnet ist, und deren Abstreiffinger 94 zwischen die Zinken
66 der Ladeschaufel eingreifen und Idie auf ihr abgelegten Gegenstände gleichzeitig
auf den beispielsweise als Plattenförderer ausgebildeten Querförderer abstreifen.
Außerdem ist der Ladeschaufel gegenüber der Abstreifvorrichtung 92 am Querförderer
eine Anschlagleiste 96 zugeordnet, die parallel zu den einzelnen Förderplatten 99
des Plattenförderers angeordnet ist und in ihrer Länge der Breite der Ladeschaufel
entspricht. Diese Anschlagleiste weist eine im wesentlichen senkrechte Anschlagfläche
98 auf, der eine waagerechte Auflagefläche 100 zugeordnet ist, die in einer Ebene
unterhalb der Förderebene des als Plattenförderer ausgebildeten Querförderers vorgesehen
ist.
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Im folgenden soll nun die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Transporteinrichtung
des näheren erklärt werden.
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In Ruhestellung befindet sich die Ladeschaufel in der in F i g. 3
gezeigten Bereitschaftsstellung, und durch eine aus einer Lichtquelle 102 -und einer
Fotozelle 104 bestehenden, am Hauptförderer 12 angeordneten Lichtschranke, welche
anspricht, sobald eine angeförderte Warengruppe deren Lichtstrahl unterbricht, wird
die Ladeschaufel in die in Fig. 2 gezeigte Obernahmestation Igefahren. Durch entsprechende
Neigung der gesamten Transporteiurichtung befindet sich die Ladeschaufel relativ
zur Förderebene des Hauptförderers in einer solchen Ebene, daß die angeförderte
Warengruppe, beispielsweise Schokoladentafeln, selbsttätig vom Hauptförderer auf
die Ladeschaufel .aufgeschoben werden. Ein Zeitrelais läßt die Ladeschaufel in dieser
Stellung so lange verharren, bis die vom Hauptförderer angelieferten Warengruppen
vollständig auf der Ladeschaufel abgelegt ist. Hierauf wird nun die Ladeschaufel
zur Übergabestation 16 gefahren, und durch die Anschlagsteuerkurven 76 sowie die
Ladeschaufelsteuerkurven 90 erfolgt ein Verschwenken des Anschlages 72 gemäß F i
g. 4 nach oben bzw. ein Abkippen der Ladeschaufel 40, und durch die Abstreifvorrichtung
92
werden nun sämtliche auf der Ladeschaufel abgelegten Gegenstände gleichzeitig von
dieser hleruntergeschoben und treffen auf der Anschlagfläche 98 der Anschlagleiste
96 auf, wodurch sie ausgerichtet und,durch die Auflagefiäche 100 schräg über dem
Querförderer gehalten werden. Aus Fig.4 ist ersichtlich, daß zu diesem Zeitpunkt
der Querförderer die Ware noch nicht erfassen und somit ein ungeordnetes Zuführen
zu Ider betreffenden Verarbeitungsstation nicht erfolgen kann. Bewegt sich nun die
Ladeschaufel in ihre in Fig.5 gezeigte Freigabestellung, so kommen die ausgerichteten
Waren von der Ladeschaufel völlig frei und kippen nun um die der Anschlagleiste
benachbarte Kante 106 der Förderplatten des Querförderers und kommen auf diesem
ausgerichtet zu liegen. Nach erfolgter Freigabe fährt dann die Ladeschaufel selbsttätig
in ihre in F i g. 3 gezeigte Bereitschaftsstellung zurück.
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In Fig.6 ist gezeigt, wie sich mit Hilfe erfindungsgemäß er Transporteinrichtungen
eine Mehrzahl von Querförderern mit von einem einzigen Hauptförderer angeförderten
Gegenständen beliefern läßt.
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Um dies bewerkstelligen zu können, ist es notwendig, das Förderglied
des Hauptförderers so umzulenken, daß sich je Transporteinrichtung eine Fallstufe
110 ergibt, was sich beispielsweise im Fall eines Bandförderers mit Hilfe von Umienkrollen
114, 116 und 118 erreichen läßt. Es wind dadurch eine solche Umlenkung des Förderbandes
geschaffen, daß die von einer Transporteinrichtung nicht abgenommene Warengruppe
über die entsprechende Fallstufe gleiten und zur nächsten weitertransportiert werden
kann, wofür dann die Transporteinrichtung bzw. der betreffende Querförderer zu unterfahren
ist. Mit Hilfe weiterer Umlenkrollen 120, 122 und 124 läßt sich hierbei das Förderband
so umlenken, daß die einzelnen Fallstufen in gleicher Ebene angeordnet sind. Durch
die Anordnung einer Lichtschranke am Querförderer, die in F i g. 1 strichpunktiert
angedeutet und mit 126, 126' bezeichnet ist, kann in diesem Fall die Zufiihrung
von Warengruppen zu den einzelnen Querförderern zuverlässig gesteuert werden, wobei
in diesem Fall dann jeweils bei Verlassen des Bereiches der Transportvorrichtung
einer in den betreffenden Querförderer abgelegten Warengruppe durch diese Lichtschranke
die Ladeschaufel der betreffen den Transporteinrichtung erneut zur Übernahme einer
Warengruppe in ihre Übernahmestation und daraufhin in ihre Übergabestation gefahren
wird.