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DE1217036B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines hohlen Glaskoerpers - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines hohlen Glaskoerpers

Info

Publication number
DE1217036B
DE1217036B DEO8766A DEO0008766A DE1217036B DE 1217036 B DE1217036 B DE 1217036B DE O8766 A DEO8766 A DE O8766A DE O0008766 A DEO0008766 A DE O0008766A DE 1217036 B DE1217036 B DE 1217036B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ram
atmosphere
glass
mold
batch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO8766A
Other languages
English (en)
Inventor
Howard Chester Wallar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OI Glass Inc
Original Assignee
Owens Illinois Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Owens Illinois Inc filed Critical Owens Illinois Inc
Publication of DE1217036B publication Critical patent/DE1217036B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/04Other methods of shaping glass by centrifuging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines hohlen Glaskörpers Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines hohlen Glaskörpers, wie beispielsweise eine Kathodenstrahlrohrhülle, bei dem eine Charge geschmolzenen Glases auf den übergangsabschnitt einer Form, welcher ein rohrförmiges unteres Ende und sich nach oben erweiternde Wände verbindet, gelegt wird, worauf dann das rohrförmige Ende und der übergangsabschnitt durch Eindrücken eines Preßstempels in die geschmolzene Glascharge in die endgültige Gestalt gepreßt wird.
  • Nach einem bekannten Verfahren wird eine Charge von geschmolzenem Glas in den unteren Scheitelbereich einer Schleudergußform eingebracht, die dann mit hoher Drehzahl angetrieben wird, um das Glas nach außen und aufwärts entlang der Formwandung in Fluß zu bringen, wobei während der Drehung der Form ein Preßstempel in die plastische Glasmasse gedrückt wird, die sich im unteren Scheitelbereich der Form befindet. Auf diese Weise wird bei sich drehender Form ein Glasabschnitt gebildet, der kreisförmigen Querschnitt aufweist und der den unteren Scheitelbereich der herzustellenden Kathodenstrahlröhre ergibt.
  • Dieses bekannte Verfahren ist insofern mit Nachteilen behaftet, als sich an der übergangsstelle zwischen dem unteren, rohrförmigen Ende und den sich anschließenden, divergierenden oberen Wänden der Röhre häufig Lufteinschlüsse bilden. Durch letztere ist bei dem hier beschriebenen Verfahren der Anteil an Ausschuß recht erheblich. Es kommt fernerhin der Umstand hinzu, daß oftmals Kathodenstrahlröhren gefordert werden, die im Scheitelbereich einen nichtkreisförmigen Querschnitt aufweisen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren zu schaffen, mit dessen Hilfe die zu Ausschuß führenden Lufteinschlüsse verhindert werden, und wobei überdies gewährleistet ist, daß der Scheitelbereich der anzufertigenden Röhren jeden beliebigen Querschnitt aufweisen kann. Zum Lösen dieser Aufgabe ist zunächst vorgesehen, daß beim Eindrücken des Preßstempels in die geschmolzene Glascharge etwaige sich zwischen der Glascharge und dem Preßstempel in der Zone des übergangsabschnittes befindliche Lufteinschlüsse zur Atmosphäre hin abgeführt werden.
  • Dieses ebenso einfache wie einen überraschenden Erfolg zeitigende Verfahren zeichnet sich in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch aus, daß am Umfang des Übergangsabschnittes verteilte Stellen über das Innere des Preßstempels zur Atmosphäre entlüftet werden. Es kann indes auch vorgesehen sein, daß am Umfang des übergangsabschnittes verteilte Stellen entlang dem Äußeren des Preßstempels zur Atmosphäre über der Berührungszone des Preßstempels an der Glascharge entlüftet werden.
  • Während nach dem bekannten Verfahren der Preßstempel in die sich deckende Form hineingedrückt wird, ist nach der Erfindung vorgesehen, daß der Preßstempel zwar auch in die sich im unteren Bereich der Form befindliche, geschmolzene Glasmasse hineingedrückt wird, indessen bei stillstehender Form. Erst nachdem dieser so gebildete Röhrenabschnitt erstarrt ist, wird die Form in Drehung versetzt, um den verbleibenden, noch nicht erstarrten oberen Anteil der Glascharge über die oberen Formwände zu verbreiten. Auf diese Weise ist es möglich, den unteren Röhrenabschnitt anstatt kreisrund auch mit einer anderen Formgebung versehen zu können.
  • Der Preßstempel zum Ausüben des Verfahrens nach der Erfindung weist zum Formen der mittleren Innenfläche des Glaskörpers in bekannter Weise ein unteres rohrförmiges Ende auf, das einteilig in sich nach oben,erweiternde, etwa pyramidenstumpfförmige Wände übergeht. Von einem solchen bekannten Preßstempel ausgehend, zeichnet sich derjenige nach der Erfindung dadurch aus, daß an der zwischen dem rohrförmigen Ende und den pyramidenstumpfförmigen Wänden gelegenen übergangsstelle mehrere am Umfang verteilte, mit der Atmosphäre verbundene Entlüftungsöffnungen vorgesehen sind. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der Zeichnung, die mehrere Ausführungsbeispiele zum Inhalt hat. Es zeigt F i g. 1 eine Stirnansicht mit einer Formbeschikkungsanlage, F i g. 2 eine Teilansicht in vergrößertem Maßstab mit in Arbeitsstellung befindlichem Preßstempel, F i g. 3 einen Längsschnitt durch die Form in vergrößertem Maßstab, F i g. 4 eine perspektivische Ansicht auf die Form, F i g. 5 eine Teilansicht auf den unteren Bereich der Form im Längsschnitt, F i g. 6 eine Draufsicht auf den Preßstempel von unten, F i g. 7 eine Seitenansicht auf den Preßstempel in abgewandelter Ausführungsform, F i g. 8 eine Draufsicht auf den Preßstempel in einer weiteren Ausführungsform.
  • Obgleich nachfolgend nur von der Herstellung hohler Glasgegenstände wie Trichterkörper von Kathodenstrahlbildröhrenkolben die Rede ist, so ist doch klar ersichtlich, daß die Erfindung ebenso anwendbar ist für die Herstellung vieler anderer Arten hohler Gegenstände mit kegelstumpfförmigen, abgewandelten kegelstumpfförmigen oder pyramidenstumpfförmigen Umrissen. Außerdem dient die hier verwendete Terminologie sowie die Ausdrucksweise lediglich zur Beschreibung und nicht zur Begrenzung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • In F i g. 1 ist eine Beschickungsanlage 10 mit einer oben angeordneten Beschickungsöffnung 12 dargestellt, durch welche die Chargen 13 aus geschmolzenem Glas nach unten in die darunter angeordneten, oben offenen Formen 14 abgegeben werden.
  • Mehrere solcher Formen 14 sind mit gleichmäßigem Abstand auf einem besonderen Ständer 15 angeordnet, der auf einem umlaufenden Drehtisch 16 angeordnet ist. Die verschiedenen Stationen des Drehtisches sind vorgesehen, um bei den in den Formen 14 gebildeten Gegenständen nacheinander die verschiedenen Vorgänge durchführen zu können. Diese Arbeitsgänge erstrecken sich beispielsweise auf ein anfängliches Beschicken der jeweiligen Form 14 mit der Charge 13, Schleudergießen der teilweise vorgeformten Charge, Ausstoß- und Kühlvorgänge u. dgl. In Anbetracht dessen, daß- die Erfindung ausschließlich auf die Herstellung der vorgenannten Gegenstände gerichtet ist, wird nur eine mit dem Bezugszeichen F versehene, auf dem Drehtisch 16 angeordnete Station ausführlich beschrieben.
  • Der Drehtisch 16 wird vorzugsweise im Uhrzeigersinn durch einen nicht dargestellten Antrieb um einen mittleren Stützpfosten angetrieben. Jede der einzelnen Formen 14 kann durch einen z. B. mit Strömungsmitteldruck arbeitenden Antriebsmechanismus, beispielsweise einen unterhalb des Drehtisches 16 an der Station F angeordneten Strömungsmittelmotor um ihre senkrechte Achse gedreht werden.
  • Die in den F i g. 1 und 2 schematisch dargestellte Vorrichtung besitzt einen Preßstempe120, der auf einer Traverse 21 horizontal verschiebbar gelagert ist. Wie in F i g. 1 gezeigt, befindet sich der Preßstempel 20 während der Beschickung der Form 14 mit einer Charge 13 seitlich der Beschickungsöffnung 12. Die Charge 13 gelangt durch die hohl ausgebildete Traverse 21 in die jeweilige Form 14. Der Preßstempel 20, der auf einem Schlitten 22 angeordnet ist, wird durch z. B. einen Druckluftzylinder 23 in den Bereich der Form 14 gebracht, so daß er mit der senkrechten Umlaufachse der Form 14 ausgerichtet ist. Die in Querrichtung verlaufende Bewegung des Preßstempels 2 wird durch eine Schiene 24, die auf dem unteren Rand der hohlen Traverse 21 angeordnet ist, geführt. Der Preßstempel 20 wird sodann durch Abwärtsbewegung der Traverse 21 nach unten bewegt, um nur einen mittleren Teil der Charge 13 zwischen dem Preßstempe120 und den Innenwandflächen der Form 14 in ihrem Scheitelbereich durch Pressen zu verformen. Die in Ständern 26 geführte Traverse 21 wird durch die gleichzeitige Tätigkeit von z. B. zwei Druckluftzylindern 25 abgesenkt. Der Preßstempe120 und die Traverse 21 sowie die Form 14 sind in F i g. 2 in Preßstellung dargestellt.
  • In F i g. 3 wird in vergrößertem Maßstab eine Form 14 gezeigt, die trichterähnlich ausgebildet ist und einen hohlen Hauptteil 17 und einen kurzen rohrförmigen Schaft 18 aufweist, der in eine senkrechte Welle 19 übergeht, die antreibbar ist. Die Welle 19 ist vorzugsweise mit einer hydraulischen Kupplung (nicht dargestellt) kuppelbar, die mit einem Motor in Verbindung steht.
  • Der Preßstempel 20 ist im Bereich der Form 14 so angeordnet, daß er sich - wie oben beschrieben -in den offenen Formhohlraum hinein- und aus ihm herausbewegen kann. Zu diesem Zweck ist der Preßstempel 20 auf einer starren, senkrechten Welle 27 angeordnet, die in einem Gehäuse 28, das durch den Schlitten 22 festgehalten wird, drehbar gelagert ist. Die F i g. 3, 4 und 5 zeigen einen Preßstempel, bestehend aus einem kurzen, rohrförmigen Ende 30, das an einen kegelstumpfförmigen Abschnitt 31, welcher der Formgebung des unteren Scheitelbereiches der Form entsprechend ausgebildet ist, aasgeformt ist und sich in diesen kegelstumpfförmigen Abschnitt 31 hinein nach oben erstreckt. Letzterer hat entweder eine genaue kreisförmige Querschnittsform oder wahlweise eine grundsätzlich kreisförmige Gestalt mit mehreren auf Abstand gehaltenen, radial und .auf denn Umfang angeordneten Vorsprüngen 32, die sich vom unteren Bereich der kegelstumpfförmigen Oberflächen nach außen erstrecken. Diese Vorsprünge 32 werden bei der Verformung der mittleren .Oberseiten der Glascharge 13 a insofern wirksam, als sich ein rechteckiges Muster von nach oben gerichteten und auf dem Umfang auf Abstand gehaltenen radialen Nuten oder Vertiefungen ergibt. Der Preßstempel 20 hat im wesentlichen pyramidenstumpfförmige Wände 33 oberhalb der kegelstumpfförmigen Flächen 31, die in Verbindung mit den Wänden 33 dem Zweck dienen, eine Verteilung der Charge vorzunehmen, sobald die Flächen 31 und Wände 33 während des Pressens mit einem oberen Abschnitt der Charge 13a in Berührung kommen. Der untere Rand der pyramidenstumpfförmigen Wände 33 geht glatt in den oberen Rand der kegelstumpfförmigen Oberflächen 31 über und erstreckt sich von dort nach oben und nach außen.
  • Die pyramidenstumpfförmigen Wände 33 des in F i g. 4 gezeigten Preßstempels 20 weisen einen Verteilungsrand zum Bilden eines fließfähigen, noch verarbeitbaren Oberteiles der Charge 13 bzw. 13 a zu einem rechteckigen Muster auf. Dieses Oberteil wird gleichzeitig beim Formen des unteren Teiles der Charge gebildet, wobei das Oberteil in einen starren, nicht fließfähigen Zustand übergeht. Der Verteilungsrand besitzt ein allgemein rechteckiges Muster von auf Abstand gehaltenen, konkaven Ausnehmungen 34, die innerhalb der im wesentlichen abgeflachten Seiten des Stempels in dessen Mitte angeordnet sind, wobei diese Seiten entsprechenden, mit ihnen fluchtenden Seiten des oberen, rechteckigen Endes der Form 14 zugewendet sind. Es sind also sowohl die zylindrischen Preßformabschnitte als auch die kegelstumpfförmigen Abschnitte des Preßstempels 20, die zum Pressen des Scheitelbereiches des Gegenstandes benötigt werden, wie auch der Verteilungsrandabschnitt desselben vorzugsweise hohl ausgebildet, um die Oberflächentemperatur des Stempels steuern zu können, wobei indes das Abkühlen. der noch zu verarbeitenden Charge weitgehend verhindert werden soll.
  • Das große offene Ende des trichterförmigen Hauptteiles 17 hat eine rechteckige Form mit einem Wandteil 17 a, dem sich nach oben gerichtete Wände 37 anschließen. Die Wandteile 17 a des Hauptteiles und die Wände 37 dienen gemeinsam der Zurückhaltung des oberen Abschnittes des Glases während des Schleuderns zur Bildung einer zusammenhängenden Abfallschicht und verhindern eine unbeabsichtigte Abgabe irgendeines Teiles dieser Glasbeschickung aus der Form 14 während des Rotierens derselben.
  • Wie in einem älteren Vorschlag bereits erläutert, kommt zum Einstellen der Form in die richtige Winkellage mit Bezug auf den Preßstempe120 eine Feststellvorrichtung (nicht gezeigt) zur Anwendung. Der Stempel wird dann zur Zusammenwirkung mit der Form 14 ausgerichtet, wobei die Diagonalen sowohl des Formhohlraumes als auch des kegelstumpf-und pyramidenstumpfförmigen Verteilungsrandabschnittes des Stempels im wesentlichen senkrecht miteinander ausgerichtet sind, wie es im vorhergehenden umrissen ist. Um nun zu verhindern, daß es beim Bilden des mittleren Abschnittes zu einer mit in ihrem unteren Bereich hohlen, allgemein kegelstumpfförmig ausgebildeten Form kommt und die eingangs erwähnten Lufttaschen zwischen dem zu verformenden geschmolzenen Glas und den Formflächen des Stempels entstehen, ist in den kegelstumpfförmigen Oberflächen des Stempels zu dessen Belüftung wenigstens eine Entlüftungsöffnung 40 vorgesehen. Wie in den F i g. 3 bis 6 gezeigt, werden bei einem Stempel 20 vorzugsweise zwei kleine Entlüftungsöffnungen 40 in Form kleiner Schlitze vorgesehen, die sich durch die Stempelseitenwände jeweils zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 32 hindurcherstrecken. Die Entlüftungsöffnungen 40 gestatten es dem Glas, während des Preßformvorganges in jede einzelne Öffnung nur über eine ganz geringe Entfernung einzudringen, bevor es sich verfestigt, so daß es die darin eingefangene Luft heraustreibt und einen Bereich in der Form eines Sektors zwischen den benachbarten Vorsprüngen 32 füllen kann. Die Öffnungen haben gleiche, geringe Durchmesser in der Größenordnung von einigen tausendstel Zentimetern, so daß die Oberflächenform des Glases an diesen Öffnungen nur durch ganz geringe Erhöhungen gekennzeichnet ist, die in dem fertigen Erzeugnis fast nicht wahrnehmbar sind.
  • In einer wahlweisen Anordnung nach F i g. 7 sind die kegelstumpfförmigen Abschnitte 31 mit mehreren flachen, in Längsrichtung verlaufenden Entlüftungsöffnungen 41 versehen, die das Belüften der Fläche zwischen den zylindrischen und kegelstumpfförmigen Oberflächen des Stempels erleichtern. Die Nuten bewirken die Bildung leicht angehobener, geradlinig verlaufender Erhebungen an der Oberfläche des Glasgegenstandes, die eine Höhe von einigen tausendstel Zentimetern haben. Die geradlinigen Erhöhungen oder angehobenen Linien sind nur so klein, daß die Oberflächen des Glaskörpers nicht ungünstig beeinflußt werden. Die Entlüftungsöffnungen 41, die in den kegelstumpfförmigen Abschnitten 31 vorhanden sind, werden in F i g. 8 in Draufsicht gezeigt.
  • Entweder die Anzahl der Entlüftungsöffnungen 40 oder die Reihe der sich radial erstreckenden Entlüftungsöffnungen 41 ist an dem kleinen Ende der kegelstumpfförmigen Abschnitte 31 verwendbar, um die Bildung des Glases an diesen Flächen mit genau' abgemessenen Seitenwanddicken zu gestatten, die frei von Fehlern sind. Die Oberflächen- oder Seitenwandcharakteristik des Erzeugnisses wird durch die Belüftungsöffnungen, die in den Preßformoberflächen des Stempels gebildet sind, nicht nachteilig beeinflußt.
  • Zusammenfassend besteht das Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß die Charge 13 an geschmolzenem Glas in der hohlen Form 14 in deren Bodenscheitelbereich abgesetzt wird, während die Form stillsteht oder sich mit sehr geringer Geschwindigkeit dreht (F i g. 1). Während des kurzen Zeitraumes, während dessen sich die Beschickung in den Formscheitelbereich absetzt, werden der Preßstempel 20 und die Form 14 in die richtige axiale und Winkelstellung zueinander gebracht. Dies wird durch eine Beschickung der Form gemäß der obigen Beschreibung und anschließende Seitwärtsbewegung des Stempels oberhalb der Form erreicht, so daß sich der Stempel axial mit der Form ausrichtet und die gleiche Winkelstellung einnimmt.
  • Der Stempel 20 wird durch die zwei Druckluftzylinder 25 nach unten bewegt, die die Traverse 21 absenken, um einen örtlich begrenzten Mittelbereich der Charge 13 durch Preßformen entweder in eine kreisförmige oder nichtkreisförmige Formgebung je nach Wunsch zu verformen. Das rohrförmige Ende 30 des Stempels dringt nunmehr in den unteren Scheitelbereich der Form ein, der durch die zylindrische Verlängerung 18 der Form 14 begrenzt ist. Die Formflächen des Scheitelbereiches sind vorzugsweise kreisförmig und zylindrisch oder aber von rechteckigem Querschnitt. Somit wird der untere Mittelabschnitt der Charge im Formboden durch Preßformen bis zu einem im wesentlichen starren Zustand verformt, wobei mindestens die durch den Stempel 20 geformten, nach oben gerichteten Oberflächen eine vorzugsweise nichtkreisförmige Formgebung haben. Die Erfindung ist jedoch ebenso anwendbar beim Preßformen der Innenflächen des Gegenstandes mit einer kreisförmigen Querschnittsform.
  • Gleichzeitig mit der Formung des nach oben gerichteten Mittelabschnittes der Charge werden die Stempelflächen zwischen seinen zylindrischen und kegelstumpfförmigen Formoberflächen entweder durch eine Anzahl kreisrunder Entlüftungsöffnungen 40 oder durch mehrere nach außen radial verlaufende Entlüftungsöffnungen 41 entlüftet. Während des obenerwähnten Entlüftens der betreffenden Bereiche wird das verbleibende Obertai1 der Charge aus geschmolzenem Glas zu einem rechteckigen Muster l ' tstarrer und noch fließfähiger konzentrierter Massen verteilt, die unmittelbar oberhalb des gepreßten Abschnittes angeordnet sind. Dies wird durch die voneinander auf Abstand gehaltenen konkaven Ausnehmungen in dem Verteilungsrandabschnitt des Stempels bewerkstelligt, welche den abgeflachten oberen Rändern des Oberteiles der Form zugewandt sind.
  • Dann wird der Stempel wenigstens teilweise aus seinem Kontakt mit dem starr gepreßten Teil der Charge zurückgezogen, und die Form wird dann schnell um ihre senkrechte Achse gedreht, so daß die fließfähige verteilte Charge über die ausgedehnten Hauptoberflächen der Form durch Zentrifugalkraft verteilt und verformt wird. Der Umlauf der Form wird fortgesetzt, bis alle Teile der Charge im wesentlichen starr sind, wonach der Umlauf der Form unterbrochen und die Form angehalten wird. Der neugeformte Gegenstand wird dann zur Durchführung weiterer Bearbeitungsvorgänge weitergeleitet, z. B. zum Entfernen des Abfallabschnittes und zur Abkühlung des Gegenstandes vor dem Herausnehmen aus der Foren. Dies wird durch ein Anheben des Gegenstandes nach oben um eine kurze Entfernung mittels einer Auswerfvorrichtung 36 bewirkt.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung eines hohlen Glaskörpers, wie beispielsweise eine Kathodenstrahlrohrhülle, bei dem eine Charge geschmolzenen Glases auf den Übergangsabschnitt einer Form, welcher ein rohrförmiges unteres Ende und sich nach oben erweiternde Wände verbindet, gelegt wird, worauf dann das rohrförmige Ende und der Übergangsabschnitt durch Eindrücken eines Preßstempels in die geschmolzene Glascharge in die endgültige Gestalt gepreßt wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß beim Eindrücken des Preßstempels in die geschmolzene Glascharge etwaige sich zwischen der Glascharge und dem Preßstempel in der Zone des übergangsabschnittes befindliche Lufteinschlüsse zur Atmosphäre hin abgeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Übergangsabschnittes verteilte Stellen über das Innere des Preßstempels zur Atmosphäre entlüftet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des übergangsabschnittes verteilte Stellen entlang dem Äußeren des Preßstempels zur Atmosphäre über der Berührungszone des Preßstempels an der Glascharge entlüftet werden.
  4. 4. Preßstempel zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welcher zur Formung der mittleren Innenfläche des Glaskörpers ein unteres rohrförmiges Ende aufweist, welches einteilig in sich nach oben erweiternde, etwa pyramidenstumpfförmige Wände übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß an der zwischen dem rohrförmigen Ende (30) und den pyramidenstumpfförmigen Wänden (33) gelegenen übergangsstelle mehrere am Umfang verteilte, mit der Atmosphäre verbundene Entlüftungsöffnungen (40; 41) vorgesehen sind.
  5. 5. Preßstempel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungsöffnungen (40) die Stempelwand des hohl ausgebildeten, mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Preßstempels durchsetzende Löcher sind.
  6. 6. Preßstempel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungsöffnungen (41) sich entlang der Stempelwand von der ü'bergangsstel'le-bis zur Atmosphäre über die Berührungszone zwischen Stempel und Glascharge erstrekkende Nuten sind. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 861394.
DEO8766A 1961-05-22 1962-05-21 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines hohlen Glaskoerpers Pending DE1217036B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2861394A (en) * 1953-09-02 1958-11-25 Owens Illinois Glass Co Forming glass articles

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2861394A (en) * 1953-09-02 1958-11-25 Owens Illinois Glass Co Forming glass articles

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