DE1217058B - Verfahren zur Herstellung hochelastischer Folien oder Faeden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hochelastischer Folien oder Faeden nach dem Isocyanat-PolyadditionsverfahrenInfo
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C08g
Deutsche Kl.: 39 b-22/04
1217 058
F 40705 IVc/39 b
7. September 1963
18. Mai 1966
F 40705 IVc/39 b
7. September 1963
18. Mai 1966
Es ist bekannt, hochelastische Folien oder Fäden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren herzustellen,
indem man im wesentlichen lineare, höhermolekulare Polyhydroxylverbindungen, wie z. B.
Polyester oder Polyäther, mit Polyisocyanaten umsetzt und das NCO-Gruppen aufweisende Voraddukt
in Lösung mit Kettenverlängerungsmitteln weiter umsetzt. Das in Lösung vorliegende Elastomere
wird dann unter Entfernung des Lösungsmittels unter Formgebung, z. B. im Naß- oder Trockenspinnverfahren,
zu Fäden versponnen, zu Folien gegossen oder auf Unterlagen wie Textilien aufgetragen.
So günstig die mechanischen und elastischen Eigenschaften von solchen Elastomeren zum großen
Teil auch sind, so besitzen sie doch je nach zu ihrer Herstellung ausgewählter Polyhydroxylverbindungen
eine Reihe von störenden Mängeln.
Auf Grundlage von Polyestern, Polyesteramiden oder Polyacetalen aufgebaute Fäden oder Folien
liefern relativ hydrolyseanfällige Produkte, wobei für Polyester oder Polyesteramide ein alkalisches Medium
bzw. für Polyacetale ein saures Medium besonders schädlich ist. Polyäther oder Polythioäther liefern
zwar verseifungsfeste Fäden oder Folien, diese zeigen aber auf Grund der gehäuften Äthergruppen
eine beträchtliche Oxydationsanfälligkeit, die im Licht noch gesteigert ist. Die Festigkeit von auf dieser
Grundlage hergestellten Fäden oder Folien nimmt bei Belichtung unter Verbräunung stark ab.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung hochelastischer Folien oder Fäden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren
durch Umsetzung von NCO-Gruppen aufweisenden Voraddukten aus Polyisocyanaten und im wesentlichen linearen, höhermolekularen,
Polyäthergruppen aufweisende Verbindungen mit endständigen Hydroxylgruppen, mit Kettenverlängerungsmitteln in polaren Lösungsmitteln
und Entfernung des Lösungsmittels unter Formgebung zu Folien oder Fäden gefunden, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Polyäther N-hydroxyalkyl-N-alkylurethanmodifizierte Polyäther
der Formel
HO-R/'-N-CO-COR/ -)aO-CO-N-R"-OH
R'"
R'"
mit einem Molekulargewicht von etwa 500 bis 5000 und Schmelzpunkten unter 7O0C verwendet, wobei
R' einen zweiwertigen aliphatischen, cycloaliphatisehen
oder araliphatischen Rest, R" einen zweiwertigen aliphatischen Rest, R'" einen einwertigen
Verfahren zur Herstellung hochelastischer
Folien oder Fäden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren
Folien oder Fäden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Wilhelm Thoma, Köln-Flittard;
Dr. Harald Oertel,
Dr. Wolfgang Heydkamp,
Dr. Heinrich Rinke,
Dr. Erwin Müller, Leverkusen
gesättigten oder ungesättigten aliphatischen, cycloaliphatischen
oder araliphatischen Rest und χ eine ganze Zahl größer als 3 bedeutet.
Gegenüber Folien oder Fäden auf Grundlage von Polyestern, Polyesteramiden oder Polyacetalen besitzen
die erfindungsgemäß hergestellten Verfahrensprodukte eine wesentlich gesteigerte Hydrolysebeständigkeit.
Gegenüber Fäden oder Folien auf Grundlage von Polyäthern oder Polythioäthern zeichnen sie sich durch eine stark erhöhte Licht- und
Oxydationsbeständigkeit aus. Das zeigt sich in einer deutlich geringeren Abnahme der physikalischen
Eigenschaften sowie in einer geringeren Vergilbung bei Belichtung und atmosphärischen Einwirkungen,
insbesondere Verbrennungsabgasen. Ferner zeigt sich gegenüber vergleichbaren Elastomeren auf
Polyäthergrundlage häufig eine erhöhte Reißfestigkeit.
Es ist überraschend, daß die ansonsten unter dem Einfluß von Licht und Sauerstoff leicht zu
Vergilbung und zum Rückgang der physikalischen Eigenschaften neigenden Elastomeren auf Polyätherbasis
nach Einführung von nur zwei N-substituierten Urethangruppen pro Polyäthermolekül zu derart
lichtbeständigen Formkörpern führen.
In der USA.-Patentschrift 3 044990 wird zwar beschrieben, N-alkylsubstituierte Hydroxylendgrup-
609 569/4721.
pen enthaltende Polyurethane aus Ν,Ν'-Dialkyldiaminen
und Bis-chlorkohlensäureestern für die Umsetzung mit Polyisocyanaten und Kettenverlängerungsmitteln
zu verwenden. Die Hydrolyse- und Lichtbeständigkeit solcher aus Polyäthergruppen
aufweisenden Verbindungen mit praktisch nur N-alkylsubstituierten
Urethanbindungen in der Kette hergestellter Elastomeren ist zwar gut, jedoch werden
die elastischen Eigenschaften, insbesondere die bleibende Dehnung und der Spannungsabfall, durch die
Anwesenheit dieser Gruppen stark beeinträchtigt, wodurch diese Materialien nur geringwertige gummielastische
Eigenschaften aufweisen.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Polyäthergruppen aufweisenden Verbindungen der Formel
H0-R"-N-C0-(0R'-),O-C0-N-R"-0H
R/
haben Schmelzpunkte unter 700C, insbesondere aber
unter 5O0C, und Molekulargewichte von 500 bis 5000.
Der bevorzugte Molekulargewichtsbereich liegt zwischen 800 und 2000. Ihre Herstellung kann beispielsweise
aus 1 Mol Bis-chlorkohlensäureester eines Polyäthers HO — (OR'-)OH mit 2MoI Aminoalkohol
HO — R" — NHR3 in wäßrig-organischem Medium in Gegenwart von Salzsäureakzeptoren in
bekannter Weise erfolgen. Genannt seien beispielsweise Bis-chlorkohlensäureester von Polypropylenglykol,
Polytetramethylenglykol, Polyhexamethylenglykol oder deren Gemischen, ferner auch die Bischlorkohlensäureester
von Mischpolyäthern aus Propylenoxyd und Tetrahydrofuran oder aus Hexandiol-1,6,
Methylhexandiol-1,6 und Bis-hydroxymethylcyclohexan,
die beispielsweise mit den folgenden Aminoalkoholen: N-Methyläthanolamin, N-Äthyläthanolamin,
N-Propyl- bzw. Isopropyläthanolamin, N - Cyclohexyläthanolamin, N - Benzyläthanolamin,
N - Methylpropanolamin -1,3, N - Methylpropanolamin-1,2 oder N-Alkylbutanolaminen, umgesetzt
worden sein können.
Für die beschriebene Modifizierung eines Polyäthers zur Herstellung des erfindungsgemäß zu verwendenden
Ausgangsmaterials lassen sich auch technisch weitverbreitete und gebräuchliche Polyäther
mit vorwiegend sekundären Hydroxylgruppen, z. B. Polypropylenglykole in Polyhydroxylverbindungen
mit primären Hydroxylgruppen für das Isocyanat-Polyadditionsverfahren umwandeln, welchen
man stets den Vorzug gibt. Man wird dadurch in die Lage versetzt, auch technisch leicht zugängliche
Polyäther als Basis zur Herstellung verseifungsfester Elastomerer zu nehmen.
Geringe Mengen anderer gebräuchlicher PoIyhydroxylverbindungen,
wie Polyester oder Polyäther, können selbstverständlich mit den erfindungsgemäß zu verwendenden Polyhydroxylverbindungen gemeinsam
als Ausgangsmaterial eingesetzt werden. Ihre Umsetzung mit einem Überschuß an Polyisocyanaten
erfolgt in bekannter Weise in der Schmelze oder in Lösung.
Geeignete Polyisocyanate sind z. B. 1,4-Phenylendiisocyanat,
4,4'-Diphenylendiisocyanat, 4,4'-Diphenyldimethylmethandiisocyanat,
Dibenzyldiisocyanat oder deren Substitutionsprodukte, ferner 1,4 - Cyclohexylendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat
oder 4,4' - Hexahydrodiphenylmethandiisocyanat. Besonders genannt seien Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat
oder die isomeren Toluylendiisocyanate. Weitere geeignete Polyisocyanate finden sich z. B. in der USA.-Patentschrift 2 957 852.
Die Umsetzung dieser NCO-Voraddukte mit Kettenverlängerungsmitteln erfolgt in Lösung. Als
Kettenverlängerungsmittel kommen alle dafür bekannten Verbindungen in Frage, die im Molekül
mindestens zwei mit NCO-Gruppen reagierende Wasserstoffatome besitzen. Es seien beispielsweise
genannt: Glykole, wie Butandiol oder 1,4-Phenylenbis-oxyäthyläther,
Diamine, wie Äthylendiamin, Piperazin oder 3,3-Dichlorbenzidin, Aminoalkohole,
wie Äthanolamin, Hydrazine, wie Hydrazinhydrat oder Ν,Ν'-Diaminopiperazin, Dihydrazide, wie Carbodihydrazid,
Adipinsäuredihydrazid, Resorcinbispropionsäurehydrazid oder Cyanursäure-1-dimethylamido-3,5-dihydrazid,
Hydroxyhydrazide, wie <5-Hydroxybuttersäurehydrazid, Bis-semicarbazide, wie
1,6-Hexamethylen-bis-semicarbazid oder. Biscarbazinsäureester,
wie Butylen-l,4-bis-carbazinsäureester. Daneben können aber auch Verbindungen, wie Trimethylolpropan,
Diäthanolamin, Diäthylentriamin, Zitronensäuretrihydrazid, N - Tripropionsäuretrihydrazid
oder Wasser mitverwendet werden. Besonders geeignete Kettenverlängerungsmittel sind
Dihydrazide (z. B. Carbodihydrazid) oder Hydrazin. Die damit hergestellten Elastomeren zeigen gute
Löslichkeit und eine lange Lagerzeit der daraus hergestellten Spinnlösungen ohne die Tendenz zu
pastenartiger Verfestigung, im Gegensatz zu besonders solchen Elastomerlösungen, die mit aliphatischen
Diaminen, wie z. B. Äthylendiamin, als Kettenverlängerungsmittel hergestellt wurden.
Die Umsetzung mit dem Kettenverlängerungsmittel in Lösung erfolgt ebenfalls in bekannter Weise.
Im einzelnen läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise wie folgt ausführen: 1,0MoI
der Polyäthergruppen aufweisenden Verbindung laut Formel wird in der Schmelze oder in Lösung mit
1,5 bis 3,5 Mol eines Diisocyanates bei 80 bis 1500C, insbesondere 90 bis 1200C, zur Reaktion gebracht.
Das hierbei entstehende NCO-Voraddukt wird, sofern es nicht schon in Lösung vorliegt, in polaren
organischen Lösungsmitteln, z. B. Dimethylformamid, Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon oder
Dimethylsulfoxyd, gelöst, daneben können Lösungsmittel, wie Methyläthylketon, Dioxan, Tetrahydrofuran
oder Chlorbenzol, mitverwendet werden. Anschließend wird mit einer im wesentlichen auf die
durch Titration ermittelten NCO-Gruppen äquivalenten Menge eines Kettenverlängerungsmittels umgesetzt.
Die Reaktionstemperaturen liegen je nach Wahl des Kettenverlängerungsmittels zwischen —20
und +1200C, insbesondere zwischen 0 und 8O0C.
In manchen Fällen ist es zweckmäßig, z. B. bei Verwendung von Glykolen, das Kettenverlängerungsmittel
im Unterschuß, bezogen auf die vorhandenen NCO-Gruppen, einzusetzen, da eine gewisse Menge
der NCO-Gruppen für Verzweigungsreaktionen an den Urethan- und Harnstoffgruppen zur Verfügung
stehen soll. Außerdem führt die Reaktionsfähigkeit des Dimethylformamids mit NCO-Gruppen dazu,
daß eine nicht exakt zu erfassende Menge der NCO-Gruppen sich bei erhöhter Temperatur der PoIyadditionsreaktion
entzieht. '
Eine andere bekannte Methode der Herstellung
der Folien oder Fäden unter gleichzeitiger Formgebung besteht darin, daß das NCO-Voraddukt in
ein Kettenverlängerungsmittel enthaltendes Bad eingesponnen wird und die dabei gebildeten Fäden oder
Folien aufgewickelt werden.
Die Verformung aus der Lösung ist ganz allgemein nach bekannten Verfahren möglich, z. B. durch
Trocken- oder Naßspinnen oder durch Vergießen der Lösungen zu Filmen und Abdampfen des Lösungsmittels
und Schneiden von Formkörpern, z. B. Fäden aus den erhaltenen Folien.
Eine bevorzugte Verformung liegt im Trockenspinnprozeß. Man spinnt dazu die Lösungen mit
Viskositäten von mindestens 300P/20°C durch Spinndüsen in einen auf etwa 150 bis 250°C geheizten
Schacht, in den etwa 150 bis 33O°C heiße Luft oder inerte Gase eingeblasen werden, wobei durch Verwendung
von Mehrlochdüsen multifile Fäden mit niedrigen Einzeltitern erhalten werden. Durch geeignete
Führung des Spinnprozesses können die Einzelfasern entweder unverklebt erhalten werden,
oder man läßt die Einzelfäden am unteren Ende des Spinnschachtes oder nach dem Austritt aus dem
Schacht in Berührung kommen, so daß ein scheinbar monofiler Faden entsteht, der sich bei mechanischer
Einwirkung mehr oder weniger leicht wieder in seine Einzelfäden zerlegen läßt.
Bei einer Verformung nach einem Naßspinnverfahren wird die viskose Lösung (etwa 0,5 bis
1000P/20°C) in heißes Wasser oder Lösungsmittelgemische, ζ. B. in wäßrige Lösungen mit Anteilen von
Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd oder Glykol eingesponnen.
Zu einer kontrollierten Fadenbildung — vor allem bei Naßspinnprozessen — ist es manchmal vorteilhaft,
wenn die Spinnlösung außer den polaren Lösungsmitteln, wie Dimethylformamid, noch andere
Lösungsmittel, wie z. B. Dioxan, Chlorbenzol, Nitrobenzol, Benzylalkohol oder Tetrachloräthan, enthält.
Die Fäden werden durch intensives Auswaschen, gegebenenfalls durch längeres Stehen in heißem
Wasser, von Lösungsmittelresten befreit.
Die mechanischen und elastischen Eigenschaften der Elastomerfäden lassen sich teilweise durch thermische
Nachbehandlung, z. B. Ausheizen der Fasern bei 90 bis 1500C oder durch kurzes Auskochen in
Wasser, verbessern. Besitzen die Fäden aus dem Spinnprozeß oder durch Vordehnung eine Orientierung
bzw. eine Verstreckung, so kann diese Orientierung durch thermisches Ausheizen auf den Spulen
(z. B. 6 Stunden/80°C oder 4 Stunden/100°C oder 1 Stunde/130°C) fixiert werden, wobei sich die
mechanischen und elastischen Eigenschaften der Fäden ändern. So nimmt die Bruchdehnung der
Fäden etwas ab, dagegen der Modul der Fäden in Abhängigkeit von der Vordehnung stark zu. Durch
thermisches Fixieren kann auch die Schrumpftendenz von vororientierten Fäden vermindert oder
beseitigt werden.
Bei gleichzeitiger Vernetzung der Fäden mit Polyäthylenimidverbindungen unter Verstreckung
nach dem Verfahren der veröffentlichten Unterlagen zum belgischen Patent 629 235 werden in Lösungsmitteln,
wie Dimethylformamid, oder Lösungsmitteln, wie sie zur Trockenreinigung benutzt werden, unlösliche
Fäden mit günstigeren elastischen Eigenschaften, besonders mit verbesserter elastischer
Rückkehr nach Ausdehnen der Fäden, erhalten.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen hochviskosen Lösungen lassen sich nach
der belgischen Patentschrift 586 958 auch durch geeignete Düsen gemeinsam mit einer anderen fadenbildenden
Lösung, z. B. Polyacrylnitril, in Dimethylformamid zu einem Zweikomponentenfaden verspinnen.
Die durch Verspinnen der Elastomerlösungen erhaltenen hochelastischen Fäden besitzen ausgezeichnete
Festigkeiten, hohe elastische Dehnungen (400 bis 900%), relativ hohe Elastizitätsmoduli sowie eine
gute elastische Rückkehr nach mehrmaliger Ausdehnung. Da die Fäden sehr abriebfest und gegen
Oxydation und Einwirkung von kosmetischen ölen stabil sind und sich außerdem leicht anfärben lassen,
können sie mit Vorteil an Stelle der Fäden aus vulkanisiertem Kautschuk zur Herstellung von
gummielastischen Geweben verschiedenster Art verwendet werden. Derartige Gewebe finden, besonders
in der Miederindustrie, zur Herstellung von elastischen Bändern, Strumpfbändern, medizinischen
Strümpfen, Badeanzügen und anderen Artikeln Verwendung.
Die hochelastischen Polyurethanfaden lassen sich in Mischung (3 bis 50%) in üblichen Textilfasern, wobei sich der Elastomerfadenanteil gegebenenfalls in höhergestrecktem Zustand befinden kann, verarbeiten, wodurch man Gewebe mit hoher Elastizität, gutem Knittererholungsvermögen und geringer Pillingneigung erhält. Auch mit Textilfasern und endlosen Fäden umsponnene hochelastische Polyurethanfäden lassen sich mit großem Vorteil als Beimischung zu normalen Geweben und Gewirken verwenden, wodurch deren Knittererholungsverhalten überraschend verbessert werden kann.
Die hochelastischen Polyurethanfaden lassen sich in Mischung (3 bis 50%) in üblichen Textilfasern, wobei sich der Elastomerfadenanteil gegebenenfalls in höhergestrecktem Zustand befinden kann, verarbeiten, wodurch man Gewebe mit hoher Elastizität, gutem Knittererholungsvermögen und geringer Pillingneigung erhält. Auch mit Textilfasern und endlosen Fäden umsponnene hochelastische Polyurethanfäden lassen sich mit großem Vorteil als Beimischung zu normalen Geweben und Gewirken verwenden, wodurch deren Knittererholungsverhalten überraschend verbessert werden kann.
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
Zu einer Lösung von 184 g N-Methyläthanolamin
in 1,51 Benzol und 245 g Kaliumcarbonat in 300 ml Wasser tropft man bei 25 bis 300C Innentemperatur
unter kräftigem Rühren 1165g Bis-chlorkohlensäureester
des Polytetrahydrofurans (OH-Zahl 138) zu und erwärmt anschließend 3 Stunden auf 6O0C.
Nach Abtrennen der wäßrigen Phase wird die Benzollösung zweimal mit Wasser gewaschen und das
Lösungsmittel abdestilliert. Es hinterbleibt ein gelbes, viskoses öl, das nach 6stündigem Trocknen bei
80°C/0,l Torr einen OH-Gehalt von 3,185% aufweist.
b) Erfindungsgemäßes Verfahren
1000 g Ausgangsmaterial werden mit 81,5 g ToIuylen
- 2,4 - diisocyanat (Molverhältnis OH : NCO = 2 : 1) 1 Stunde bei 85 bis 900C umgesetzt und das
Reaktionsprodukt mit 199,5 g Dimethylmethan-4,4'-diisocyanat (Molverhältnis OH : NCO = 1 : 1,7)
in 550 g Chlorbenzol 1 Stunde auf 98 0C erhitzt. (NCO-Gehalt des NCO-Voradduktes 1,29%).
In eine 700C heiße Lösung von 8,91 g Carbodihydrazid
in 1010 g Dimethylformamid werden unter intensivem Rühren 600 g der NCO-Voradduktlösung
in 10 Minuten eingegossen, wobei eine viskose Elastomerlösung (90P/20°C) entsteht. Die Lösung
wird durch Zugabe von 32 g einer 33%igen Paste aus Titandioxyd (Rutil) und Dimethylformamid pigmen-
tiert. Durch Einrühren von 0,66 g Hexylendiisocyanat-1,6
in die 700C heiße Lösung steigt die Viskosität stark an, (550P/20°C).
c) Vergleichsversuch
500 g Polytetramethylenätherglykol (OH-Zahl 138) werden einer gleichartigen Reaktionsfolge mit gleichen
Molverhältnissen der Reaktionspartner wie das Ausgangsmaterial in b) unterworfen: lstündige Um-Setzung
mit 54,4 g Toluylen-2,4-diisocyanat bei 85 bis 900C, lstündige Umsetzung bei 98°C mit 133 g
Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat in 295 g Chlorbenzol. NCO-Gehalt der Voradduktlösung nach dem
Abkühlen: 1,44%.
In eine 700C heiße Lösung von 13,30 g Carbodihydrazid
in 1350 g Dimethylformamid werden 791g der NCO-Voradduktlösung unter intensivem Rühren
innerhalb von 15 Minuten eingetragen und" die Lösung mit 43 g einer 33%igen Titandioxydpaste
(Rutil) versetzt. Die Viskosität der Lösung beträgt nach dem Abkühlen 300 P/20 0C. Durch Zugabe von
0,30 g Hexylendiisocyanat-1,6 steigt die Viskosität der Lösung auf 520 P/20°C an.
d) Verformung und Meßergebnisse
Die Lösungen b) und c) werden unter den gleichen Spinnbedingungen nach dem Trockenspinnprozeß
zu elastischen Fäden versponnen. Man spinnt dabei die auf etwa 400C erwärmte Lösung durch eine Düse
mit sechzehn Bohrungen von 0,2 mm Durchmesser in einen etwa 5 m langen, auf 2100C geheizten und mit
Luft von 280 bis 3000C durchströmten Spinnschacht ein, zieht die Fäden mit einer Galette mit 80 m/Min.
ab und wickelt diese nach Präparation mit einer wäßrigen Talkumaufschlämmung, gegebenenfalls unter
Verstreckung (0,50, 100%) auf Spulen auf. Die Fäden werden anschließend auf den Spulen 1 Stunde
bei 1300C ausgeheizt. Die Eigenschaften der Fäden
aus den Lösungen b) und c) werden vergleichsweise in der folgenden Tabelle 1 angegeben.
Verstreckung, %
Reißfestigkeit, g/den
Bruchdehnung, %
Reißfestigkeit, bezogen auf
Bruchtiter, g/den
Bruchtiter, g/den
Modul 300% (erster Zyklus), mg/den
Modul 150% (dritter Zyklus), mg/den
Elastische Erholung, %
50
100
0,85 0,92 1,02
700 625 550'
6,8 6,7 6,6
100 115 170
23 20 25
88 85 85
c)
(Vergleichsversuch)
50
100
0,75 0,83 0,86
700 600 480
6,0
5,75 5,0
90 125 190
19
24 25
86 85 84
Werden die Fäden mit einer Abzugsgeschwindigkeit von 400 m/Min, aus dem Schacht nach Talkumierung
direkt auf Spulen aufgewickelt und 1 Stunde bei 1300C auf der Spule ausgeheizt, so werden praktisch
die gleichen Eigenschaften wie bei 100%iger Verstreckung erhalten.
Aus den Lösungen werden etwa 0,15 bis 0,20 mm dicke Folien hergestellt und in Form von etwa 1 cm
breiten Streifen in einem Atlas-Fade-O-meter belichtet.
Dabei zeigt sich eine deutlich verminderte Verfärbung bei den Folien nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren (Tabelle 2).
Stunden
10 20
30
50
110
Folien aus b)
Folien aus c)
Vergleichsversuch
farblos farblos
farblos
schwachgelblich farblos
gelblich
gelblich
fast
farblos
farblos
gelb
schwachgelblich
gelb
braungelb gelb
Auch bei Zusatz von Lichtstabilisatoren nach den deutschen Patentschriften 1 184 947 und 1 184 948 zeigt
sich eine bessere Stabilität der Produkte.
Aus den Folien werden Fäden mit rechteckigem Querschnitt geschnitten und vor und nach Fade-O-meter-Belichtung
auf ihre Festigkeit untersucht (Tabelle 3).
Fäden aus b).
Belichtung Stunden
0 10 40 60
Reißfestigkeit g/den
0,72 0,78 0,28 0,16
746
705
565
435
705
565
435
Reißfestigkeit, bezogen auf
Bruchtiter
g/den
6,10 6,24 1,80 0,62
Fortsetzung
10
| Belichtung Stunden |
Reißfestigkeit g/den |
Bruchdehnung °/o |
Reißfestigkeit, bezogen auf Bruchtiter g/den |
|
| Fäden aus c) ί Vergleichsversuch j |
0 10 40 60 |
0,67 0,66 0,07 0,05 |
745 685 280 210 |
5,80 5,10 0,25 0,14 |
Meßverfahren
Die Messung der elastischen Eigenschaften von Fäden oder Filmen erfolgt mit dem in Chimia, 16,
S. 93 bis 105 (1962), beschriebenen Elasto-Tensographen. Man bestimmt dabei den Spannungswert
bei 300% Dehnung (M300) in der erstmaligen Ausdehnung des Fadens mit 400%/Min. Ausdehnungsgeschwindigkeit, ferner den Spannungswert bei
150% Ausdehnung im dritten Entlastungszyklus (Miso) nach dreimaliger Ausdehnung auf 300% mit
einer Geschwindigkeit von 400%/Min. sowie die elastische Erholung nach dreimaligen Dehnungs-Entdehnungs-Zyklen
(300% Ausdehnung, 400%/Min. Dehnungsgeschwindigkeit) 30 Sekunden nach Entlastung
des Fadens.
Beispiel 2
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
Zu 300 g N-Methyläthanolamin in 2,01 Benzol fügt man 345 g Kaliumcarbonat in 500 ml Wasser
und tropft 2250 g Bis-chlorkohlensäureester des Polypropylenglykols (Molekulargewicht 1000) bei
25 bis 300C zu. Nach 2stündigem Erwärmen auf 6O0C
wird die organische Phase abgetrennt, mit Wasser salzfrei gewaschen und vom Lösungsmittel befreit.
Ausbeute 96 bis 97%, hellgelbes, schwach viskoses öl (OH-Zahl 93).
b) Erfindungsgemäße Umsetzung
100 g Ausgangsmaterial werden 60 Minuten im Vakuum bei 1300C entwässert. Die getrocknete
Polyhydroxylverbindung wird mit 7,3 g Toluylendiisocyanat 60 Minuten bei 1000C und das Reaktionsprodukt
mit 21,0 g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat 60 Minuten bei 1000C zum NCO-Voraddukt
umgesetzt und anschließend in 100 g Dioxan gelöst (NCO-Gehalt 1,55%). In eine 7O0C heiße Lösung
von 2,60 g Carbodihydrazid in 170 g Dimethylformamid werden unter intensivem Rühren 150 g NCO-Voradduktlösung
in 3 bis 5 Minuten eingegossen, wobei eine viskose Lösung entsteht. Die Folien aus den Lösungen b) und c) besitzen
folgende Eigenschaften:
c) Vergleichsversuch
55
100 g eines linearen Polypropylenätherglykols (Molekulargewicht 1000) werden wie unter b) mit
8,75 g Toluylendiisocyanat und 22,0 g Diphenylmethan - 4,4' - diisocyanat zum NCO-Voraddukt
umgesetzt, das in 120 g Dioxan gelöst wird (NCO-Gehalt 1,14%).
Zu einer heißen Lösung von 1,85 g Carbodihydrazid in 170 g Dimethylformamid werden unter gutem
Rühren 150 g NCO-Voradduktlösung rasch zügegössen,
wobei eine viskose Lösung entsteht.
Aus beiden Lösungen b) und c) werden etwa 0,15 bis 0,20 mm dicke Folien hergestellt.
| Folie | Folie aus c) | |
| ausb) | (Vergleichs versuch) |
|
| Reißfestigkeit, kg/cm2 | 260 | 90 |
| Bruchdehnung, % | 680 | 770 |
| Reißfestigkeit, bezogen auf | ||
| Bruchquerschnitt, kg/cm2 .. | 2030 | 780 |
| Spannkraft, kg/cm2 | ||
| 20% 1 bei der ersten ί | 16 | 8 |
| 300% J Ausdehnung \ | 107 | 56 |
| Weiterreißfestigkeit nach | ||
| Graves, kg/cm | 35 | 17 |
| Mikrohärte | 55 | 49 |
| Belichtung | ||
| 50 Stunden Fade-O-meter .. | leicht | braun |
| gelb |
Beispiel 3 a) Herstellung des Ausgangsmaterials
Zu einer Lösung von 159 g N-Methyläthanolamin in 2,01 Benzol und 290 g Kaliumcarbonat in 350 ml
Wasser tropft man bei 25 bis 3O0C unter kräftigem Rühren 1655 g Bis-chlorkohlensäureester des PoIytetrahydrofurans
(Molekulargewicht 1580) und erwärmt 3 Stunden auf 6O0C. Nach Abtrennen der
wäßrigen Phase wird die Benzollösung mit Wasser gewaschen, das Lösungsmittel abdestilliert. Es hinterbleibt
ein viskoses öl, das nach 6stündigem Trocknen bei 80°C einen OH-Gehalt von 2,03% aufweist.
b) Erfindungsgemäße Umsetzung
600 g Ausgangsmaterial werden mit 144 g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat
und 186 g Chlorbenzol 2 Stunden auf 980C erhitzt und besitzen nach dem
Abkühlen einen NCO-Gehalt von 1,71%.
In eine frisch hergestellte Lösung von 4,55 g 96,4%igem Hydrazinhydrat in 824 g Dimethylformamid
werden etwa 30 g festes Kohlendioxyd unter starkem Rühren eingeworfen. Zu der Suspension der
Hydrazincarbonsäure werden 403 g der NCO-Voradduktlösung unter starkem Turbinieren der Lösung
innerhalb von 10 Minuten zugegeben. Durch Zugabe von 24,5 g einer 33%igen Paste von Titandioxyd in
Dimethylformamid wird die Lösung pigmentiert, und anschließend werden durch Aufgießen auf Glasplatten
und Abdampfen des Lösungsmittels etwa
609 569/472
0,2 mm dicke hochelastische Folien hergestellt. Die Folien zeigen folgende Eigenschaften:
Reißfestigkeit 440 kg/cm2
Dehnung 760%
Spannkraft bei 300% Dehnung 112 kg/cm2
Einreißfestigkeit nach Graves 42 kg/cm
Einreißfestigkeit nach Graves 42 kg/cm
Beispiel 4
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
Zu einer Lösung von 181 g N-Methyläthanolamin
in 2,01 Benzol und 250 g Kaliumcarbonat in 300 ml Wasser tropft man bei 300C unter kräftigem Rühren
1925 g Bis-chlorkohlensäureester eines Polyäthers aus etwa 15% Propylenoxyd und 85% Tetrahydrofuran
mit einem Molekulargewicht von 1610 und erwärmt 3 Stunden auf 600C. Nach Abtrennen der
wäßrigen Phase und Waschen mit Wasser wird die organische Phase vom Lösungsmittel befreit und
das verbleibende öl im Vakuum bei 800C getrocknet
(OH-Zahl 67).
b) Erfindungsgemäße Umsetzung
600 g Ausgangsmaterial werden mit 151,5 g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat
und 188 g Chlorbenzol 4 Stunden bei 96 bis 98 0C erhitzt und besitzen
nach dem Abkühlen einen NCO-Gehalt von 1,98%.
In eine etwa 700C heiße Lösung von 7,75 g
Carbohydrazid in 726 g Dimethylformamid werden unter starkem Turbinieren 360 g des NCO-Voradduktes
eingerührt und durch Zugabe von Titandioxyd ein Pigmentgehalt von 4% (bezogen auf den
Festgehalt der Lösung) eingestellt. Nach dem Vergießen der Lösung und Abdampfen des Lösungsmittels
werden etwa 0,2 mm starke Folien erhalten, die folgende Eigenschaften besitzen:
Reißfestigkeit 472 kg/cm2
Dehnung 790%
Spannkraftbei300%Ausdehnung 92-kg/cm2
Einreißfestigkeit nach Graves 34 kg/cm
Einreißfestigkeit nach Graves 34 kg/cm
Beispiel 5
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
a) Herstellung des Ausgangsmaterials
Zu 121g N-Cyclohexyläthanolamin in 750 ml
Benzol fügt man 88 g Kaliumcarbonat in 120 ml Wasser und tropft 562 g Bis-chlorkohlensäureester
eines Mischpolyäthers aus Hexandiol-(1,6) und (β,γ) - Methylhexandiol - (1,6) (Molverhältnis 9 : 1,
Molekulargewicht 1200), gelöst in 500 ml Benzol, bei 25 bis 300C zu.
Nach 3stündigem Erwärmen auf 65° C wird die organische Phase abgetrennt, mit Wasser salzfrei
gewaschen und vom Lösungsmittel befreit. Ausbeute 95%, hellgelbe halbfeste Masse (OH-Zahl 72).
b) Erfindungsgemäße Umsetzung
100 g Ausgangsmaterial werden nach Zusatz von 0,2 ml einer 30%igen Schwefeldioxydlösung in Dioxan
60 Minuten im Vakuum bei 1300C entwässert. Die getrocknete Polyhydroxylverbindung wird mit
5,6 g Toluylendiisocyanat 50 Minuten bei 100° C,
das Reaktionsprodukt mit 16,2g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat 50 Minuten bei 1000C zum NCO-Voraddukt
umgesetzt und anschließend in 100 g Dioxan gelöst (NCO-Gehalt 1,02%).
In eine 70° C heiße Lösung, von 1,68 g Carbodihydrazid in 170 g Dimethylformamid werden unter intensivem Rühren 150 g NCO-Voradduktlösung eingegossen. Die Viskosität der entstehenden Lösung wird durch Zusatz von 0,4 g Hexylendiisocyanat-(1,6) in 10 g Dioxan weitergesteigert.
In eine 70° C heiße Lösung, von 1,68 g Carbodihydrazid in 170 g Dimethylformamid werden unter intensivem Rühren 150 g NCO-Voradduktlösung eingegossen. Die Viskosität der entstehenden Lösung wird durch Zusatz von 0,4 g Hexylendiisocyanat-(1,6) in 10 g Dioxan weitergesteigert.
c) Vergleichsversuch
g eines Mischpolyäthers aus Hexandiol-(1,6) und β,γ - Methylhexandiol - (1,6) (Molverhältnis
9 : 1, Molekulargewicht 1200) werden wie unter b) mit 7,25 g Toluylendiisocyanat und 20,8 g Diphenylmethandiisocyanat
zum NCO-Voraddukt umgesetzt, das in 100 g Dioxan gelöst wird (NCO-Gehalt 1,30%).
In eine 700C heiße Lösung von 2,20 g Carbodihydrazid in 200 g Dimethylformamid werden unter
gutem Rühren 150 g NCO-Voradduktlösung. eingegossen,
wobei eine viskose Lösung entsteht. Durch Zusatz von 0,4 g Hexylendiisocyanat-(1,6) in 10 g
Dioxan wird die Viskosität der Lösung weiter erhöht.
Aus den Lösungen b) und c) werden 0,15 bis 0,20 mm dicke Folien hergestellt und in einem Atlas-Fade-O-meter
50 Stunden belichtet. Die Folie b) ist dann leicht gelb gefärbt, während die Folie c) stark
braun geworden ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung hochelastischer Folien oder Fäden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren durch Umsetzung von NCO-Gruppen aufweisenden Voraddukten aus Polyisocyanaten und im wesentlichen linearen, höhermolekularen, Polyäthergruppen aufweisende Verbindungen mit endständigen Hydroxylgruppen, mit Kettenverlängerungsmitteln in polaren Lösungsmitteln und Entfernung des Lösungsmittels unter Formgebung zu Folien oder Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polyäther N-hydroxyalkyl-N-alkylurethanmodifizierte Polyäther der FormelHO-R"-N-CO-(OR/-)a:O-CO-N-R"-OHR'"R'"mit einem Molekulargewicht von etwa 500 bis 5000 und Schmelzpunkten unter 700C verwendet, wobei R' einen zweiwertigen aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Rest, R" einen zweiwertigen aliphatischen Rest, R'" einen einwertigen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Rest und χ eine ganze Zahl größer als 3 bedeutet.In Betracht gezogene. Druckschriften:
Deutsche Auslegesehrift Nr. 1 153 161.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
| DEF40705A DE1217058B (de) | 1963-09-07 | 1963-09-07 | Verfahren zur Herstellung hochelastischer Folien oder Faeden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren |
| CH1075864A CH431805A (de) | 1963-09-07 | 1964-08-17 | Verfahren zur Herstellung hochelastischer Folien und Fasern nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren |
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|---|---|
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|---|---|---|---|---|
| WO2007122124A1 (de) * | 2006-04-25 | 2007-11-01 | Basf Se | SEGMENTIERTE POLYURETHANELASTOMERE MIT HOHER REIßDEHNUNG |
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