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DE1214677B - Verfahren zur Herstellung von 17alpha-Acyloxy-21-hydroxysteroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 17alpha-Acyloxy-21-hydroxysteroiden

Info

Publication number
DE1214677B
DE1214677B DEV22593A DEV0022593A DE1214677B DE 1214677 B DE1214677 B DE 1214677B DE V22593 A DEV22593 A DE V22593A DE V0022593 A DEV0022593 A DE V0022593A DE 1214677 B DE1214677 B DE 1214677B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
acyloxy
hydrocarbon radical
carbon atoms
dioxane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV22593A
Other languages
English (en)
Inventor
Alberto Ercoli
Dr Rinaldo Gardi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Francesco Vismara SpA
Original Assignee
Francesco Vismara SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Francesco Vismara SpA filed Critical Francesco Vismara SpA
Publication of DE1214677B publication Critical patent/DE1214677B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο-25/05
Nummer: 1214677
Aktenzeichen: V 22593IV b/12 ο
Anmeldetag: I.Juni 1962
Aaslegetag: 21. April 1966
17-Monoester von 17«,21-Dihydroxysteroiden wurden bisher nicht beschrieben.
Es ist bekannt, daß die Veresterung von 17«,21-dihydroxylierten Steroiden stets zur Bildung von 21-Estern oder, wenn die Veresterung unter drastischen Bedingungen durchgeführt wird, zu 17«,21-Diestem fährt. In Gegenwart einer 11-Hydroxygruppe liefert die milde Veresterung nur den 21-Monoester, während unter drastischen Bedingungen vorzugsweise ein ll,17a,21-Triester erhalten wird. Im allgemeinen kann irgendwelche Hydroxygruppe im Steroidmolekül mit den Acylierungsmitteln zur Reaktion gebracht werden, wobei man immer Estergemische erhält.
Es wurde nun eine allgemeine Methode gefunden, die gestattet, die 17-Monoester von 17a,21-Dihydroxysteroiden selektiv herzustellen. Solche Verbindungen sind durch die folgende allgemeine Formel gekennzeichnet:
CH8OH
ι ao
CO
>r-O—CO-R
Verfahren zur Herstellung von 17o-Acyloxy-21-hydroxysteroiden
Anmelder:
Francesco Vismara S. p. A.,
Casatenovo, Como (Italien)
Vertreter:
DipL-Ing. H. Leinweber
und Dipl.-Ing. H. Zimmermahn, Patentanwälte,
München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
Alberto Ercoii, Mailand;
Dr. Rinaldo Gardi, Carate, Brianza (Italien)
in der S das Cyclopentanopolyhydrophenantbrengerüst ergänzt und R einen aliphatischen, 1 bis 9 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, einen cycloaliphatischen, 4 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, einen araliphatischen, 7 oder 8 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest oder einen Phenyl-, jS-Carboxyäthyl-, $-Carbomeflioxyäthyl=· oder /S-Garbäthoxylthylrest bedeutet
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man Γ-sübstituierte i7a,21-fl'-Alkoxy)-methylendioxysteroide der allgemeinen Formel
OR1
II
in der S und R die obengenannte Bedeutung haben und R1 einen 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise den Methyl- oder Äthylrest bedeutet, mit einer organischen oder einer Mineralsäure behandelt.
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 24. Juni 1961 (14 224)
Das erfindungsgemäße Verfahren ist ganz allgemein auf 1'-substituierte 17«,21-Alkoxymethylendioxy-20-ketopregnane anzuwenden. Im allgemeinen tragen die Ausgangsverbindungen in 3-Stellung eine oxygenierte Funktion; ferner können sich Siubstitüenten, wie die Hydroxy-, Keto-, Halogen-, Äther- oder Methylgruppe, z.B. in 1-, 2-, 3-, 4-, 6-, 7-, 9-, 11- und/oder Iß-Stellung des Cyclopentanöpolyhydrophenanthrengerüstes befinden; bevorzugte Verbindungen enthalten eine Sauerstoffunktion sowohl in 3- als auch in 11-Stellung und gegebenenfalls ein Hälogenatom, vorzugsweise Fluor, in 9«-Stellung. Die Ausgangsverbindungen können gesättigt sein oder können eine oder mehrere Doppelbindungen, beispielsweise in 1(2)-, 4(5)-, 5(6)- und oder 9(11)-Stellung, enthalten.
Die !'-substituierten ^«^l-Alkoxymethylendioxysteroide der Formel II, die als Ausgangsstoffe für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden, können nach dem Patent 1 195 748 leicht hergestellt werden, indem man die freien
609 559/429
17«,21-Dihydroxysteroide mit einem Orthoester der einigen Minuten., 'höch'SfenS 'naph -wenigen · Stunden,
Formel R — C(OR1)^, in der R und R1 die oben- vollständig. Das einzige Reaktionsprodukt der sauren
genannte Bedeutung haben, in einem organischen Hydrolyse eines l'-substituierten 17a,21-(l'-Alkoxy)-
Lösungsmittel bei 60 bis 13O0C und in Gegenwart methylidendioxysteroids ist im allgemeinen die ent-
eines sauren Katalysators umsetzt. . 5 sprechende, •17^-^cylQxy-21-hydi:Qxyjerbindung>i' <üe
Die Substituenten und die Doppelbindungen werden beispifäsT^ejsk durch. .Eiodarripfen,*' deis. V£rd,ünnunjgs.-
beim Verfahren zur/Umwandlung der? l'-substituierten mittels, vorzugsweise bei Unterdruck, und Um-
17«,21-(l'-Alkoxy)-methylendioxysteroidederPregnan- kristallisieren aus geeigneten Lösungsmittehi oder
reihe zu den entsprechenden 17o^Acylo'xyr21-hy<iroxy- durch < ^Chromatographie an einem geeigneten
steroiden nicht beeinflußt.. ■■' ·*■' ■'.'·" *° Absorptionsmittei isoliert werden kann. Wenn man
Wie den vorstehend genannten Formern zu ent- als Ausgangsstoff ein 17«,21-Orthoacetat verwendet,
nehmen ist, hängt die R — CO-Gruppe des er- können manchmal neben dem 17-Monoacetat
haltenen 17a-Adyloxy-21-hydroxysteroids vom beson- Spuren des entsprechenden 21-Monoacetats ent-,
deren Orthocarbonsäurealkylester. ab, mit. "welchem . stehen, die aus dem Reaktionsgemisch-durch ein-
das 17oi,21-Dihydroxysteroid umgesetzt wurde. Wird 15 fache Filtration nicht abgeschieden werden können,
beispielsweise Orthoessigsäuremethyl- bzw. -äthylester Die Struktur der erfindungsgemäß erhaltenen
verwendet, so erhält man ein 17«,21-(l'-Methoxy- 17a-Acyloxy-2l7hydroxysteroide wurde, auf. ,Grund
bzw. Äthoxy)-äthylidendioxysteroid, das ^rfindungs- der infraroten Spektra nachgewiesen und durch. Um:
gemäß zum entsprechenden Köc-Acetoxy^l-hydroxy- Wandlung zu-den entsprechenden I7.a,21-Diacyloxy-
steroid umgewandelt wird. 20 .verbindungen bestätigt. Die so. erhaltenen 17a,21rDi-
Ebenfalls wird ein. 17a,21-(l'-Äthoxy)-propyliden- ester.smd mit den durch direkte, drastische Yeresterung
dioxy-, " 17«,21-(l'-Äthöxy)-bütylidendioxy-, ΥΙα,,ΙΙ- in den -beiden 17- und 21-SteUungen.' erhaltenen Verr
(l'-Äthoxy)-pentylidendioxy-, 17a,21-(l'-Äthoxy)- bindungen identisphJ · -
hexylidendioxy-bzw. 17«,21-(l'-Methoxy-3'■'Carboxy)- ..Wegen der, Anwesenheit einer freien Hydroxy-
propylidendioxysteroid, ■ das durch Umsetzung des 25 gruppe in 21-Steuung sind die neuen 17^-Acyloxy-
17oc,21-Dihydroxysteroids/mit Orthopropionsäure- 21-hydrbxysteroide der .Bregnanreihe als Zwischen-
äthylester, Orthobutter'sätireäthylester, Orthovalerian- yerbhidungen.. zur Herstellung, von physiologisch
säureäthylester, Orthocapronsäureäthylester .bzw, wirksamen SteroidVerbindungen .nützlich. Zum Bei-
jS-Carboxyorthopropionsäuremethylester erhalten wur- spiel kann die .,21-Hydroxygruppe durch Halogen-
de, durch saure Hydrolyse zu dem 17-Propionat, 30 atoine,' insbesondere Chlor oder Fluor, üblicherweise
17-Butyrat, 17-Yalerianat, 17:Capronat bzw. 17-Bern- . !ersetzt,.wenden, wobei _man 17Oc-ACyIoXy^l-ChIOr-
steinsäürehälbester des "verwendeten 17aj21-Dihy- bzw.,-fluorsteroidej.wie lta-Acyloxy-^l-chlor- bzw..
droxysteroids umgewandelt. -; ■· ' - - -...-.- -. -fluorprogesteron und 6-Methyiverbindungen de's-
Bevorzugte l'-substituierte 17a,21-(l'-Alkoxy)-me- selben, die als gestagene Agenzien sehr ^wirksam sind,
thylendiöxysteröide, "die zu den entsprechenden 35 erhält.
^a-Acyloxy^l-hydroxysteroiden^ erfindungsgemäß Ferner kann die 21-Hydroxygruppe durch ein
umgewandelt werden könheii,' sind die cyclischen Wasserstoffatom ersetzt werden, indem man das
17«,21-Orthoester, insbesondere- die * Orthoacetate, 17«-Acyloxy-21-hydroxysteroid zuerst mit p-Toluol-
Orthöpropiöhate,- örthobutyrate, .'Orthovaleriänate sulfonsäure zum.21-Tpsylat.umsetzt und dann dieses
und Orthoönanthate, des Cortisons, Cortisols, Predni- 40 mit Jodwasserstoff zu dem entsprechenden 17a-Acyl-
sons und Prednisolöns und'deren 6-, "9- und/oder, oxy-21-desoxysteroid, wie z.B. 17«-Acyloxyprogeste-
16-Halogen-, Hydroxy- odeg Me.tjb.ylabkörnmlinge. ' ron, behandelt. Die Herstellung der Ester des
Zur Durchführung des. .erfindungsgemäßen"Ver- 17«-Hydroxyprogesteron ist oft durch direkte Verfahrens wird dio "AüsgangsVerbinaung mit einer örga- esterung schwer, insbesondere wenn man in 17-Stellung .mschen oder einer Mineralsäure in einem organischen 45 die Acylgruppe: einer .hochmolekularen Fettsäure,, wie Lösungsmittel behandelt..Als Säuren, die bei der z.B.Valeriansäure, Capronsäure^Önanthsäure, Capril-Umsetzung verwendet werden können, kommen säure u!-ä., einführen soll. ·
. beispielsweise Schwefelsäure, > Phosphorsäure, Bor- ... -Die 21-HydrQxygruppe der 17a-Acyloxy-21-hydroxy- -S^iufe^i'^erchlorsäure. ,.,und : vorzugsweise^, Salzsäure steroide kann -üblicherweise verestert werden. Die •unter, den -Mmeraisäuren; und:·Ameisensäure,. Essig- 50 Veresterung, in 21-Stellung in. Gegenwart einer yor- -säure, .-Bernsteinsäure -unck..vorzugsweise Oxalsäure . gebildeten 17a-Acyl9xygruppe.-..gestattet, gemischte ■unter'.den. organischen; Säuren* in Frage., , . ' I7.«,2'l-Diester zu erhalten, worin die Acylgruppe in . Das organische Lösungsmittel-.ist vorzugsweise em .17,-Stellung rvon ,der in 21-Stellung verschieden ist. Alkohol,, wie Methanol, Äthanol,. ^Propanol, Cyclq,- Durch Äcetylierung können -z. B. 'Cortis.ol-17-valeriahexanpl, Benzylalkohol u. ä. Man kann auch andere 55 nat und Prednisolon-lV-valerianat" zu Cortisol-Lösupg§mittel,-' wie:. Benzol, .-Toluol* Äther, oder 17-valerianat-21-acetat und Prednisolpn-17-valerianatgegebeiienfalls: ■ halpgenhaltige', ^Kohlenwasserstoffe, 21-acetat umgewandelt werden. Die gemischten Diester •Verwenden.; ferner ikann- dieselbe; Säure: sowphl als bewirken eine Steigerung der Löslichkeit der Steroid-Verduntiungsmittel^als ajich, als.; Umsetzungsbestand- hormone in deffi lipoidischen Überträgern, die zur ;feii verwendet werden·. ;.>«i' . ■ - «':'-_ 6o Herstellung von pharmazeutischen Zubereitungen
Die saure Hydrolyse-des !'-substituierten 17«,2,1- ^ üblich verwendet werden.
.(l'-Alkoxy)-methylendioxysteroids kann, bei einer "' ■ Außer der Nützlichkeit als Zwisqhenverbindungen
Temperatur zwischen 0 und 1000C,-vorzugsweise zur Herstellung von physiologisch wirksamen Steroid-
zwischen 20 :und · -8OfC, ^durchgeführt ·. werden. Die yerbindunge.n zeigeneinige erfindungsgemäße Πκ-AcyX-
.Reaktionszeit kann vpn der Umsetzungstemperatur 65 .oxy^Thydrpxysteroide besonders Wertvolle Horrno'n-
spwie auch von' .;der/ besonderen Art der Ausgangs- . .eigenschaften, Zum Beispiel stellen die 17-Ivionp.esteE,
verbindung abhängen:; im allgemeinen bei einer insbesonderei das.l7-ya.lerianat des Cpriisons, Cpftispls,
Temperatur von 20 bis 8O0C ist die Reaktion nach Prednisbns undl Prednisolöns,, sehr, wirksajae,''. anti-
1 214B77
entzündliche Verbindungen dar. Ferner weisen die 17-Monoester, insbesondere das 17-Acetat, 17-Valerianat, 17-Capronat und 17-Bernsteinsäurehalbester, des 4-Pregnen-17a,21-diol-3,20-dions und dessen 9a-Fluor-U/?-hydroxyverbindung eine hervorragende gestagene Wirkung auf.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
Beispiel 1 . · .
1,5 g 17öi,2i-(l'-Methoxy)-n-pentylideindioxyrZl1'4-pregnadien-3,ll,20-trion werden in 40 cm3 Methanol gelöst, und die so "erhaltene Lösung wird bei 35 bis 400C 10 Minuten mit 30 cm3 methanolischem Chlorwasserstoff behandelt. Man dampft im Vakuum ein und kristallisiert aus wenigem, verdünntem Methanol um. So erhält man mit quantitativer Ausbeute Prednison-17-valerianat; F. 198 bis 2010C; [Ct]1S = +69° (Dioxan).
Beispiel 2
25 g 17«,21-(l'-Methoxy)-pentylidendioxy-Zl ^-pregnadien-ll/3-ol-3,20-dion werden in 60 cm3 Methanol gelöst und mit einer Mischung von 10 cm3 1On-SaIzsäure und 10 cm3 Methanol behandelt. Nach 30minutigem Stehen bei Raumtemperatur dampft man die Mischung im Vakuum ein und kristallisiert aus verdünntem Methanol um. So erhält man Prednisolon-17-valerianat; F. 210 bis 213°C; [<x]%° = +3,5. Auf gleiche Weise erhält man Prednisolon-17-capronat, F. 169 bis 171°C, [<χ.]%° = -1,5° (Dioxan), und Prednisolon-17-hexahydrobenzoat.
35
Beispiel 3
2,5 g 17a,21-(l'-Methoxy-3'-carboxy)-propylidendioxy-Zl1'4-pregnadien-3,ll,20-trion werden in 25 cm3 Äthanol gelöst und mit 5 cm3 1 η-Schwefelsäure bei 400C 2 Minuten behandelt. Durch Arbeiten wie im Beispiel 2 erhält man Prednison-17-bernsteinsäurehalbester; F. 207 bis 210°C; [<x]%° = +76° (Dioxan). Auf gleiche Weise, indem man 17a,21-(l'-Äthoxy)-benzylidendioxy-zl 1'4-pregnädien-3,ll,20-trion als Ausgangsverbindung verwendet, erhält man das Prednison-17-benzoat.
Beispiel 4
Eine Lösung von 2,5 g (l'-Methoxy)-äthylidendioxy- <d4-pregnen-3,ll,20-trion in 25 cm3 Methanol wird mit 5 cm3 1 n-Oxalsäure 1 oder 2 Minuten bei 400C behandelt. Nach Verdampfung des" Lösungsmittels wird der Rückstand mit verdünntem Methanol aufgenommen. So erhält man 0,5 g Cortison-21-acetat als Nebenprodukt. Die Mutterlauge wird eingedampft und mit einer Mischung Aceton—Hexan aufgenommen. Eine weitere Einengung liefert 1,5 g Cortison-17-acetat; F. 194 bis 1980C; [oc)l° = +104° (Dioxan).
Das IR-Spektrum des Cortison-17-monoacetats zeigt die charakteristischen Banden des Acetats bei 1738 und 1237 cm"1 (in hochgereinigtem Paraffmöl, bekannt unter der Handelsbezeichnung »Nujol«); ferner bestätigte die Verschiebung der Banden des Carbonyls und des 20-Ketons zu den höheren Frequenzen das Vorhandensein einer zum 20-Keton vicinalen Acyloxygruppe. Da der neue, oben erhaltene Ester von dem . bekannten 21-Ester verschieden ,ist, ist-er selbstverständlich der 17-Monoester.
Durch Arbeiten wie obe.n beschrieben, indem man aus 17«,21-(l'-Methoxy-3'-phenyi)-propylidendioxyzd4-pregnen-3,ll,20^dion ausgeht, erhält man mit quantitativer Ausbeute nur das Cortison-17-phenylpropionat. _■_.·.-■ . ·
Beispiel 5..
300mgl7<x,21-(l'-Methoxy)-äthylidendioxy-9a-fluor-J^-pregnadien-ll/J-ol-S^O-dion werden in 3: cm3 Äthylenchlorid gelöst, und die Lösung wird mit 0,5 cm3 2n-Essigsäure bei 40 bis 5O0C 5 Minuten behandelt. Durch Eindampfen und Aufnehmen mit verdünntem Methanol erhält man 36 mg 9a-Fluorprednisolon-21-acetat als Nebenprodukt. Die Mutterlauge wird noch eingedampft, und der Rückstand wird aus einer Mischung Aceton—Hexan umkristallisiert. So erhält man 150 mg 9«-Fluor-prednisolon-17-acetat; F. 232 bis 2350C; [<x]f = +19° (Dioxan).
Beispiel 6
50 mg 17<x,21-(l'-Methoxy)-n-pentylidendioxy-9«-fluor-^ *' «-pregnadien-llßloa-diol-S^O-dion werden in 5 cm3 Äthanol gelöst, und die Lösung wird mit 0,5 cm3 2n-Oxalsäure bei 400C einige Minuten behandelt. Nach Eindampfen des Lösungsmittels im Vakuum liefert der mit verdünntem Methanol aufgenommene Rückstand das Triamcinolon-17-valerianat.
Beispiel 7
Durch Arbeiten, wie in den Beispielen 1 bis 6 beschrieben, werden die folgenden 17-Monoester von 17a,21-Dihydroxysteroiden hergestellt:
J4-Pregnen-17a,21-diol-3,20-dion-17-acetat;
F. 205 bis 206°C; [oc]l° = +31° (Dioxan);
Δ 4-Pregnen-17«,21-diol-3,20-dion-17-valerianat;
F. 115 bis 1180C; [«]!?. = +33° (Dioxan);
Hydrocortison-17-acetat; F. 234 bis 237°C;
[«]f? = +50° (Dioxan);
Hydrocortison-17-valerianat; F. 159 bis 1610C;
[α,Υο0 = +37° (Dioxan); .
Prednisolon-17-acetat; F. 240 bis 242° C;
[«]» = +10° (Dioxan);
Prednisolon-17-önanthat; F. 134 bis 137°C;
[«]£. = +12° (Dioxan);
Prednisolon-17-bernsteinsäurehalbester; F. 211
bis 2130C; [oc]f = +15° (Dioxan);
5a-Pregnan-ll/3,17a,21-triol-3,20-dion-17-acetat;
F. 210 bis 2130C; [ocfD° = -10° (Dioxan).

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 17«-Acyloxy-21-hydroxysteroiden der allgemeinen Formel
    CH2OH
    CO
    Js:-O — CO — R
    in der S das Cyclopentanopolyhydrophenanthren- - CH2O^
    gerüst ergänzt und R einen aliphatischen, 1 bis ' "^ ■ ""
    9 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, einen cycloaliphatische^ 4 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, einen araliphatischen, 7 oder 8 Kohlenstoffatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest oder einen S
    Phenyl-, jS-Carboxyäthyl-, ß-Carbomethoxyäthyl-
    oder /J-Carbäthoxyäthylrest bedeutet, dadurch worin R und S die obengenannte Bedeutung haben
    gekennzeichnet, daß man ein entsprechen- to und R1 einen 1 bis 3 Koblenstoffatome enthaltendes l'-substituiertes 17«,21-(r-Alkoxy)-methylen- den Kohlenwasserstoffrest bedeutet, mit einer dioxysteroid der allgemeinen Formel organischen oder einer Mineralsäure behandelt.
    £09 559/429 4.66 © Bundesdruckerei Berlin
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1443958B1 (de) * 1963-06-11 1970-01-02 Glaxo Lab Ltd 9 alpha-Chlor- bzw. 9 alpha-Fluor-16 beta-methyl-prednisolon-17-monoester und ein Verfahren zu deren Herstellung

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DE1443958B1 (de) * 1963-06-11 1970-01-02 Glaxo Lab Ltd 9 alpha-Chlor- bzw. 9 alpha-Fluor-16 beta-methyl-prednisolon-17-monoester und ein Verfahren zu deren Herstellung

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