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Doppelsteppstich-Nähmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Doppelsteppstich-Nähmaschinen
mit einem elektrischen Antriebsmotor und mit einer Einrichtung zum Ergänzen des
Fadenvorrats auf der im Spulengehäuse des umlaufenden Greifers gelagerten Spule
vom Nadelfadenvorrat unter Aufrechterhaltung der beim Nahtbildungsvorgang notwendigen
Antriebsverbindung zwischen Nadel und Greifer, bestehend aus einem koaxial zum Greifer
angeordneten, von einer durch ein Handstellmittel einstellbaren und durch ein Schrittschaltwerk
vom Nähmaschinenantrieb rückstellbaren, einen Steuerkörper mit einem konzentrischen
Steuerteil und einer Steuernut aufweisenden Regeleinrichtung über einen Steuerhebel
und einem an diesen befestigten elastischen Lenker in und außer Antriebsverbindung
mit der Spule axial verschiebbaren Spulentreiber. Bei diesen Maschinen übernimmt
der mit einer Hilfsgreiferspitze und einem Schneidmesser versehene Spulentreiber
nach seiner axialen Verschiebung zunächst die vom Doppelsteppstichgreifer erfaßte
Nadelfadenschleife und leitet sie zu der Greiferspule, die nach Trennung der festgelegten
Nadelfadenschleife vom gehäusefest verankerten Nadelfadenende in Umlauf versetzt
wird. Durch die in beliebige unterschiedliche Greiferfadenmengen ergebende Einstellagen
einstellbare Regeleinrichtung wurden während des Greiferfadenergänzungsvorgangs
durch geeignete Mittel der Stoffschieberantrieb unterbrochen und die Nadelfadenspannmittel
entspannt. Bei dieser den Gegenstand selbständiger Erfindungen und daher nicht Teil
der vorliegenden Erfindung bildenden Einrichtung wird die Menge des aufgewickelten
Spulenfadenvorrats dadurch bestimmt, daß das Handstellmittel mehr oder weniger weit
aus einer Ruhestellung verdreht wird. Nach Wiedererreichen der Ruhestellung wird
die Greiferfadenbewicklung dadurch beendet, daß bei an sich weiterlaufender Maschine
der Spulentreiber außer Eingriff mit der Greiferspule gebracht wird. Die Dauer des
Bewicklungsvorgangs und damit die auf die Greiferspule aufgewickelte Fadenmenge
ist bei dieser Einrichtung also ausschließlich durch Zählung der Zahl der der Greiferspule
erteilten Umdrehungen bestimmt. Es kann bei diesen Einrichtungen also vorkommen,
daß die aufgebrachte Fadenmenge größer ist, als dem Fadenraum der Greiferspule entspricht.
Diese Übermenge an Faden kann beim Nähen zu Betriebsstörungen führen. Bei der der
vorliegenden Erfindung als Ausgangsbasis zugrunde gelegten Regeleinrichtung wird
außerdem am Ende des Greiferspulenergänzungsvorgangs nach Rückkehr des Schaltmittels
in die Ruhestellung selbsttätig sofort der Nähvorgang durch Wiedereinschaltung des
Werkstückvorschubes eingeleitet. Auch diese Eigenart kann nachteilig sein, da die
Bedienungsperson von dem Beginn des Nähvorgangs überrascht wird.
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Der Beseitigung dieser Mängel der den Ausgang für vorliegende Erfindung
bildenden Einrichtung ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Mit der Erfindung.
soll also eine Regeleinrichtung geschaffen werden, die eine überbewicklung der Greiferfadenspule
verhindert und die auch im Fall einer nur teilweisen Bewicklung der Greiferfadenspule
einen selbsttätigen Beginn des Nahtbildevorgangs am Ende der Greiferfadenversorgung
so lange verhindert, bis die Bedienungsperson einen entsprechenden Schaltimpuls
gegeben hat.
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Zur Zweckbefriedigung wurde der Erfindung die technische Aufgabe zugrunde
gelegt, die auf der Greiferfadenspule jeweils liegende Fadenmenge bezüglich ihres
Wickeldurchmessers laufend zu messen und in Abhängigkeit von diesem Meßergebnis
den Nähmaschinenantrieb nach Erreichen des Wicklungsmaximums abzuschalten.
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Zur Lösung dieser technischen Aufgabe werden erfindungsgemäß ein am
Spulengehäuse angeordnetes, einen im Bereich des Spulenwickelraumes liegenden Gleitschuh
und eine im Bereich der Randkante des Spulentreibers liegende und bei Erreichen
der vollen Fadenmenge den Spulentreiber verschiebende Nokkenfläche aufweisendes
Fühlglied sowie ein in den Stromkreis des Antriebsmotors geschalteter Endschalter
vorgesehen, der an dem Steuerhebel befestigt
ist und dessen Betätigungshebel
an dem elastischen Lenker anliegt.
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Um mit dieser Einrichtung die selbsttätige Ingangsetzung des Nähvorgangs
nach beendeter Greiferfadenversorgung durch Verriegelung der auf den Stoffschieberantrieb
und die Fadenspannung einwirkenden Stehmittel zu verhindern, wird weiterhin vorgeschlagen,
zwischen dem konzentrischen Steuerteil und der Steuernut des Steuerkörpers der Regeleinrichtung
einen zusätzlichen Schaltnocken anzuordnen.
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Nachstehend wird eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
erläutert.
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F i g. 1 ist eine Seitenansicht einer Nähmaschine nach der Erfindung;
F i g. 2, 3, 4 und 5 sind jeweils in vergrößertem Maßstab ein senkrechter Querschnitt
des Greifers einschließlich von Teilen der Stichbildewerkzeuge, welche mit dem Greifer
zusammenarbeiten, im wesentlichen nach Linie A-A der F i g. 1, in Verbindung mit
einer Seitenansicht eines Teiles des Steuerhebels und eines von ihm getragenen Endschalters,
wobei die Stellung des Steuerhebels um etwa 90° um die Achse der Greiferantriebswelle
verschoben ist, um die Beziehung der Teile besser wiederzugeben; F i g. 2 zeigt
die Stellung der Teile zu Beginn des Greiferfadenergänzungsvorgangs; F i g. 3 zeigt
die Stellung der Teile, wenn die Greiferspule vollständig bewickelt worden ist;
F i g. 4 zeigt die Stellung der Teile, nachdem eine bestimmte Menge Faden auf die
Greiferspule aufgewickelt worden ist, wie sie vorher durch die Regeleinrichtung
festgelegt worden ist; F i g. 5 zeigt die Stellung der Teile, wenn der Greiferfadenergänzungsmechanismus
durch den Bedienenden der Nähmaschine unwirksam gemacht worden ist und am Beginn
des Nahtbildevorgangs; F i g. 6 ist eine Draufsicht auf den Greifer während des
Greiferfadenergänzungsvorgangs; F i g. 7 ist eine Draufsicht auf den Greifer während
der Stichbildung; F i g. 8 ist eine schaubildliche Ansicht des Spulenfadenfühlgliedes;
F i g. 9 ist in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht eines Teiles der Regeleinrichtung
für die Greiferfadenergänzung, welche in den Nähmaschinenständer getragen wird,
wobei die Teile sich in den Stellungen befinden, die sie während des Nähens einnehmen;
F i g. 10 ist eine Seitenansicht des Steuerhebels der Regeleinrichtung der F i g.
8 in der Stellung, die er während des Spulenfadenergänzungsvorgangs einnimmt; F
i g. 11 ist eine Seitenansicht des Steuerhebels der F i g. 9 in der Stellung, die
er bei Beendigung des Spulenfadenergänzungsvorgangs einnimmt.
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Die in den Zeichnungen dargestellte Nähmaschine enthält die Stichbildewerkzeuge
und Mittel, durch die ein Greiferfadenvorrat auf eine in dem Greifer befindliche
Spule während der zur Doppelsteppstichnahtbildung notwendigen synchronisierten Bewegungen
der Nadel und des Greifers vom Nadelfadenvorrat her ergänzt werden kann. Die diesbezüglichen
Einrichtungen der Machine bilden nicht den Gegenstand dieser Erfindung. Der Steuermechanismus
zum Einleiten der Ergänzung des Greiferfadenvorrats und zum Einstellen der Menge
des auf der Greiferspule zu ergänzenden Fadens und zum Abschalten der Greiferfadenergänzungseinrichtung
ist gleichfalls nicht Gegenstand dieser Erfindung.
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Die nachfolgende allgemeine Beschreibung der Stichbildewerkzeuge und
der Einrichtung zum Einleiten, Regeln. und Beenden des Greiferfadenergänzungsvorgangs
reicht daher aus, um die spätere, ins einzelne gehende Beschreibung der Erfindung
zu verstehen.
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Das Nähmaschinengehäuse weist den Sockel 11,
den von dem Sockel
11 nach oben stehenden Ständer 12 und den sich über den Sockel 11 erstreckenden
Maschinenarm 13 auf. Die in dem Maschinenarm 13 gelagerte Antriebswelle 14 erteilt
der fadenführenden Nadel 15 in ihrer Längsachse eine Hin- und Herbewegung.
Die Antriebswelle 14 ist weiterhin vermittels der Ständerwelle 16 mit der unteren
Triebwerkswelle 17, der Greiferwelle 18 und den dazwischen angeordneten, miteinander
kämmenden Zahnrädern 19, 20 und 21 verbunden, um dem auf der Greiferwelle befestigten
Greifer 22 in zeitlicher Beziehung zu der Auf- und Abbewegung der Nadel und vorzugsweise
mit der Geschwindigkeit von zwei Greiferumdrehungen je einer Auf- und Abbewegung
der Nadel 15 eine Drehbewegung zu erteilen.
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Die Nadel 14 geht durch das Stichloch 2S in der Stichplatte 24 hindurch,
die auf dem Nähmaschinensockel 11 befestigt ist. Die Stichplatte 24 ist bei 25 geschlitzt,
um den Stoffschieber 26 aufzunehmen, der vorzugsweise in üblicher Weise von dem
Antriebsmechanismus für die Nadel 14 und den Greifer 22, d. h. von der Antriebswelle
14 oder der mit ihr verbundenen Ständerwelle 16 oder der unteren Triebwerkswelle
17 angetrieben wird, um mit der Nadel 15
und dem Greifer 22 bei der Herstellung
von Doppelsteppstichen in einem Arbeitsstück W zusammenzuarbeiten, welches auf der
Stichplatte 24 durch den Drückerfuß 27 gehalten wird, der von dem Maschinenarm 13
durch Federkraft nach unten gedrückt wird.
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Der Greifer 22 weist den korbförmigen Körper 30 auf, der mit der schleifenerfassenden
Spitze 31 versehen ist. In dem Greiferkörper 30 ist das Spulengehäuse 32 gelagert,
das gegen Drehbewegung durch den gegabelten Teil 33 gehalten wird, der im Sockel
11 befestigt ist.
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Die Spule 34 kann sich in dem Spulengehäuse 32 gewöhnlich frei drehen
und wird in ihm durch den oberen Flansch 35 getragen, der auf dem Spulengehäuse
32 aufruht, und durch den Zapfen 36 zentriert, der an der Oberseite des mit einer
Krone versehenen Kopfes der Befestigungsschraube 37 ausgebildet ist, die den oberen
Flansch 35 der Greiferspule 34 mit dem unteren Flansch 38 der Greiferspule 34 verbindet.
Der Zapfen 36 findet in der Öffnung 39 Aufnahme, die in dem Arm 40 ausgebildet ist,
der auf dem Zapfen 41 in dem Spulengehäuse 32 angelenkt ist und der durch die Feder
42 nach unten gedrückt wird. Durch die von der Feder 42 ausgeübte Reibungskraft
zwischen der Greiferspule 34 und dem Spulengehäuse 32 wird eine Spannung an dem
Greiferfaden während des Nähvorgangs angelegt.
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Mit dem oben beschriebenen Mechanismus kann in die Greiferspule 34
eine von der Nadel 15 getragene Fadenschleife eingeführt und der Faden auf die Spule
34 aufgewickelt werden, um den Greiferfadenvorrat während der Aufrechterhaltung
der beim Nähvorgang üblichen synchronisierten Bewegung der Nadel und
des
Greifers zu ergänzen. Als Mittel für die Ergänzung des Greiferfadenvorrats dient
der Spulentreiber 50, der innerhalb des Greiferkörpers 30 unterhalb der Greiferspule
34 auf der Stange 51 getragen wird, die in der axialen Bohrung 52 in der Greiferwelle
18 verschiebbar gelagert ist. Der Spulentreiber 50 weist den Zapfen 53 auf, der
in den bogenförmigen Schlitz 54 in der Greif erspule 34 eingreifen kann, um sie
anzutreiben, wenn der Spulentreiber 50 angehoben wird. Der Spulentreiber 50 ist
weiterhin mit der Ringrippe 55 versehen, deren Durchmesser etwas größer als der
des unteren Flansches 38 der Spule 34 ist, und diese Rippe 55 umgibt den unteren
Spulenflansch 38, wenn der Spulentreiber-50 angehoben ist. Zusätzlich ist die Rippe
55 mit der mit dem Faden in Eingriff tretenden Hilfsgreiferspitze 56 versehen.
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Bei der insoweit beschriebenen und nicht den Gegenstand dieser Erfindung
bildenden Einrichtung dient die Rippe 55 erstens dazu, die Nadelfadenschleife in
die Greiferspule 34 beim Einleiten des Greiferfadenergänzungsvorgangs abzulenken,
und zweitens dazu, mit ihrer Hilfsgreiferspitze 56 mit dem einen Schenkel der abgelenkten
Fadenschleife in Eingriff zu gelangen, ihn rings um die Greiferspule 34 zu führen
und dann durchzutrennen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist diese Rippe 55
noch zusätzlich ein Teil einer Vorrichtung zum Messen der vollen Greiferfadenmenge,
wie später noch beschrieben wird.
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Die Relativlage des Spulentreibers 50 zur Greiferspule und damit das
Einleiten und Beendigen des Spulenergänzungsvorgangs wird durch den Steuerhebel
60 gesteuert, der bei 61 in dem Nähmaschinensockel 11 gelagert ist. Der Steuerhebel
60 ist mit der Stange 51 mittels der steifen Blattfeder 62 verbunden, die an dem
Hebel 60 durch Befestigungsschrauben 63 befestigt und an der Stange 51 mittels der
Mutter 64 gehalten ist. Der Lenker 65, der mit dem Hebel 60 schwenkbar verbunden
ist, erstreckt sich in senkrechter Richtung durch den Ständer 12 zu dem Nadelfadenspannungsfreigabehebel
66, der nicht den Gegenstand dieser Erfindung bildet. Der Lenker 65 ist mit einem
Ansatz 67 versehen, mit dem der Hebelarm 68 in Eingriff treten kann, der bei 69
in der Regeleinrichtung gelagert ist, welche in dem Nähmaschinenständer 12 angeordnet
ist. Die Regeleinrichtung weist die Welle 70 auf, die in dem Ständer 12 gelagert
ist, und an ihr sind außerhalb des Nähmaschinenständers 12 die von dem Bedienenden
betätigte Skalenscheibe 71 und innerhalb des Maschinenständers 12 der Steuerkörper
72 und das Sperrad 73 befestigt. Der Steuerkörper 72 ist mit der Steuernut 74 versehen,
welche die Nachlaufschulter 75 aufnimmt, die an dem Hebelarm 68 ausgebildet ist.
Wenn die Schulter 75 sich in der Steuernut 74 befindet (F i g. 9), gibt der Hebelarm
68 mittels des Ansatzes 67 den Lenker 65 frei, und der an ihm angelenkte Steuerhebel
60 kann in eine in den F i g. 1 und 5 dargestellte Stellung zurückkehren, in welcher
der Spulentreiber 50 gesenkt ist und die Maschine zum Nähen bereit ist. Wenn die
Skalenscheibe 71 gedreht wird, um die Steuernut 74 von der Schulter 75 weg zu verschieben,
werden der Hebelarm 68 (F i g. 10) durch den konzentrischen Steuerteil 76 des Steuerkörpers
72 und damit der Lenker 65 nach unten gedrückt und der Spulentreiber 50 in seine
wirksame Arbeitsstellung angehoben (F i g. 2). Das Niederdrücken des Lenkers 65
dient weiterhin dazu, die Antriebsverbindung zwischen der Vorschubantriebssteuerstange
77 (F i g. 9) und dem angelenkten Klinkenträger 78 herzustellen, welcher eine oder
mehrere Klinken 79 trägt, die gegen den Umfang des Sperrades 73 gedrückt werden,
wobei die Klinken-und Sperradvorrichtung zum stufenweisen Schalten der Regeleinrichtung
in die in F i g. 3 dargestellte Ruhestellung dient, in welcher das Nähen eintritt.
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Die insoweit beschriebene Regeleinrichtung bildet nicht den Gegenstand
dieser Erfindung.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist bei der bisher beschriebenen
Einrichtung ein Endschalter 90
durch Schrauben 91 an einem nach oben gerichteten
Ansatz 92 an einem im wesentlichen starren vorstehenden Teil des Steuerhebels
60 befestigt. Der Endschalter 90 weist- Arbeitsstromkontakte auf, und sein
Betätigungshebel 93 liegt an der Blattfeder 62 an. Wenn die Feder 62 entspannt ist
oder im wesentlichen entspannt ist, wenn sie also lediglich mit dem Gewicht des
Spulentreibers 50 und der Stange 51 belastet ist, wird der Betätigungshebel 93 des
Endschalters 90 durch die Feder 62 so eingedrückt, daß die Kontakte des Endschalters
90 geschlossen sind.
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Der Endschalter 90 ist durch Leitungen 94 mit dem Speisestromkreis
für den elektrischen Antriebsmotor 95 verbunden, der in dem Ständer 12 an der Verbindungsstelle
mit dem Sockel 11 angeordnet und durch den Antrieb 96 mit der Nähmaschinenantriebswelle
14 verbunden ist. Der Elektromotor 95 kann durch den Bedienenden mittels eines durch
Knie oder Fuß betätigten Widerstandes (nicht dargestellt) geregelt werden, und der
Endschalter 90 ist so in den Stromkreis für den Elektromotor 95 eingeschaltet, daß
der Elektromotorantrieb unterbrochen wird, wenn der Endschalter 90 sich öffnet.
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Der konzentrische Steuerteil 76 des Steuerkörpers 72 ist mit
Bezug auf die Lenkeranordnung 60, 62, 65, 67 und 68, welche den Steuerkörper 72
mit dem Spulentreiber 50 verbindet, so gestaltet, daß, wenn er mit der Schulter
75 des Hebelarmes 68- in Eingriff tritt (wie in F i g. 10 dargestellt ist), der
Spulentreiber 50 nach oben in die in F i g. 2 dargestellte Stellung verschoben wird.
In der normalen Lage der Teile zum Ergänzen des Greiferfadenvorrats dient die Feder
62 lediglich dazu, den Spulentreiber 50 und die Stange 51, an welcher
sie befestigt ist, anzuheben, und die Kraft, die daher der Feder 62 entgegenwirkt,
ist nicht ausreichend, um ein wesentliches Verbiegen der Feder 62 zu verursachen.
Infolgedessen bleiben die Kontakte des Endschalters 90 geschlossen, wodurch
das Arbeiten des Nähmaschinenantriebsmotors 95 sichergestellt ist.
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Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist in einem Schlitz 98, der in
dem Spulengehäuse 32 ausgebildet ist, durch einen Zapfen 99 ein Arm 100 eines Spulenfadenfühlgliedes
101 angelenkt. Das nach innen gerichtete freie Ende des Armes 100 ist mit einem
Gleitschuh 102 versehen (F i g. 2 bis 7), der von dem Spulengehäuse 32 nach
innen vorsteht und zwischen den Flanschen 35 und 38 der Greiferspule 34 angeordnet
ist. Von der Unterkante des am Faden angreifenden Schuhes 102 gegen den Arm
100 hin ist das Fadenfühlglied 101 mit einer nach oben abgeschrägten Nockenfläche
103 versehen.
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Wenn weniger als der volle Vorrat des Greiferfadens auf die Greiferspule
34 aufgewickelt werden soll (wie in den F i g. 2, 4 und 5 dargestellt ist), liegt
die Nockenfläche 103 des Fadenfühlgliedes 101 innerhalb des Randes 55 des Spulentreibers
50. Wenn
sich die auf die Greiferspule 34 aufgewickelte Fadenmenge
unterhalb des Gleitschuhes 102 vergrößert und den Gleitschuh 12 nach außen drückt,
tritt jedoch die Nockenfläche 103 mit dem Rand 55 in Eingriff und zwingt so (wie
in F i g. 3 dargestellt ist) den Spulentreiber 50 und die mit diesem verbundene
Stange 51 nach unten. Da nun der konzentrische Steuerteil 76 des Steuerkörpers 72
in der Regeleinrichtung (wie in F i g. 10 dargestellt ist) den Steuerhebel 60 festhält,
spannt die Abwärtsbewegung der Stange 51 unter dem Einfluß der Nockenfläche 103
die Feder 62 und verbiegt sie, so daß der Betätigungshebel 93 des Endschalters 90
sich nach unten bewegt und die Kontakte öffnet, wodurch der Nähmaschinenantrieb
abgeschaltet und ein weiteres Aufwickeln von Faden auf der Spule verhindert wird.
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Um das maximale Bewickeln der Greiferspule mit Faden zu erleichtern,
ist das Sperrad 73 der Regeleinrichtung mit einem glatten Abschnitt 110 versehen,
der keine Zähne hat. Der Abschnitt 110 erstreckt sich über denjenigen Winkelabschnitt
am Umfang des Sperrades 73, in welchem die Klinken 79 laufen, wenn die Skalenscheibe
71 so weit gedreht ist, daß die Steuernut 74 außer Eingriff mit der Nachlaufschulter
75 gekommen ist. Bei dieser Einstellung der Scheibe 71 arbeiten die Klinken 79,
obgleich sie bewegt werden, auf dem glatten Abschnitt 110 und schalten daher die
Regeleinrichtung nicht weiter. Die Maschine fährt daher so lange fort, die Greiferspule
zu bewickeln, bis das Fadenfühlglied 101 den Endschalter 90 öffnet und den Nähantrieb
unterbricht. Der Bedienende braucht dann nur die Scheibe 71 in die in F i g. 1 und
9 dargestellte Nähstellung zurückzuführen, um die Maschine in Bereitschaft zum Nähen
zu bringen.
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Falls der Bedienende es wünschen sollte, die Greiferspule mit weniger
Faden, als ihrem vollen Aufnahmevermögen entspricht, zu bewickeln, kann er dies
tun, indem er die Scheibe 71 der Regeleinrichtung über diejenige Stellung hinausdreht,
welche notwendig ist, um den Greiferfadenergänzungsvorgang einzuleiten, d. h. also,
die Scheibe 71 ist so weit zu drehen, bis die Klinken 79 mit dem Sperrad 73 jenseits
des glatten Abschnittes 110 in Eingriff treten. Die Klinken 79 schalten dann
die Einstellscheibe 71
und damit die Regeleinrichtung in die Richtung »Nähstellung«
zurück, die in den F i g. 1 und 9 dargestellt ist, wobei auf die Greiferspule eine
ausgewählte Fadenmenge aufgewickelt wird, die umgekehrt proportional zu der Winkelgröße
ist, um welche der Bedienende die Scheibe 71 gegen die Nähstellung von Hand vorbewegt
hat.
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Damit die Nähmaschine nach Beendigung des Bewickelns der Greiferspule
mit weniger als der maximal möglichen Fadenmenge unter dem Einfluß der Regeleinrichtung
nicht unerwartet für den Bedienenden mit der Nahtbildung beginnt, ist der Steuerkörper
72 nahe der Steuernut 74 in der Richtung, in welcher der Steuerkörper 72 durch das
Sperrad 73 und die Klinken 79 gedreht wird, mit einem zusätzlichen Schaltnocken
120 versehen.
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Wenn die Regeleinrichtung gegen die in den F i g. 1 und 9 dargestellte
Nähstellung geschaltet wird und wenn sie sich dieser Nähstellung nähert, tritt der
Schaltnocken 120 mit der Nachlaufschulter 75 des Hebelarmes 68 in Eingriff (F i
g. 11) und bewirkt, daß der Steuerhebel 60 in eine in F i g. 4 dargestellte Stellung
gedreht wird, die jenseits derjenigen Stellung liegt, in welcher die Stange 51 und
der Spulentreiber 50 sich in der oberen Lage befinden. Diese Bewegung des
Hebels 60 spannt daher die Feder 62 und verbiegt sie, wodurch der Betätigungshebel
93 des Endschalters 90 freigegeben und dessen Kontakte geöffnet werden. Dadurch
wird der Nähmaschinenantrieb abgeschaltet und ein unerwarteter Beginn des Nähvorgangs
verhindert.
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Wenn die Kontakte des Endschalters 90 entweder dadurch geöffnet worden
sind, daß die Greiferspule vollständig bewickelt ist oder die Regeleinrichtung sich
der Beendigung des eingestellten Wickelvorgangs genähert hat, braucht der Bedienende
nur die Skalenscheibe 71 in die Nähstellung zu drehen (F i g. 1), um die elektrischen
Verbindungen zu dem Motor wiederherzustellen und die Maschine in Bereitschaft zum
Nähen einzustellen.
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Es ist ersichtlich, daß mit der vorliegenden Erfindung die Greiferspule
unter keinen Umständen überbewickelt werden kann und daß die Nähmaschine ohne Einwirkung
des Bedienenden nicht den Nahtbildevorgang beginnen kann.