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DE1485114C - Doppelsteppstichnahmaschine - Google Patents

Doppelsteppstichnahmaschine

Info

Publication number
DE1485114C
DE1485114C DE1485114C DE 1485114 C DE1485114 C DE 1485114C DE 1485114 C DE1485114 C DE 1485114C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gripper
bobbin
sewing machine
shaft
lockstitch sewing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Die Anmelder Sind
Original Assignee
Bernerus, David Natanael, Manestad; Johansson, Erik Lennart, Orebro; (Schweden)
Publication date

Links

Description

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Die Erfindung bezieht sich auf eine Doppelstepp- liehe Arbeitsgänge ausgeführt sind. Auch hier ist also
Stichnähmaschine. Dabei handelt es sich um eine Näh- eine Stillstandszeit der Nähmaschine notwendig, die
maschine, bei der eine Unterfadenspule innerhalb durch die zum Auswerfen der leeren Spule aus dem
eines umlaufenden Greifers angeordnet ist, der mit Greifer und zum Einsetzen einer vollen Spule in die-
einer sich auf und ab bewegenden Nähnadel in der 5 sen benötigte Zeitspanne bestimmt ist.
Weise zusammenwirken kann, daß der Unterfaden Schließlich ist auch noch eine Nähmaschine mit
durch eine aus einem Oberfaden gebildete Schleife zwei Nadeln bekannt, welche mit je einem Greifer
hindurchgeführt wird. zusammenarbeiten (USA.-Patentschrift 1 413 274).
Die Unterfadenspule, die nur eine begrenzte Faden- Zum Spulenwechsel ist jeweils der eine der beiden
länge aufnehmen kann, muß häufig ausgewechselt io Greifer aus einer Nahtbildestellung in eine zum
werden, was normalerweise Störungen und Zeitver- Spulenwechsel geeignete Stellung verschwenkbar. Die
luste mit sich bringt.. Hierdurch werden insbesondere beiden Greifer dieser Maschine sind gleichzeitig wirk-
in Betrieben der Bekleidungsindustrie störende sam. Ein Austausch beider im Sinne einer gegenseiti-
Unterbrechungen verursacht, durch welche die Ar- gen Ablösung derart, daß der eine Greifer in die vor-
beitskapazität der Maschinen gemindert wird. 15 her von dem anderen Greifer eingenommene Naht-
Der Erfindung liegt das Bestreben zugrunde, solche bildestellung gebracht wird und dessen Funktion
durch den Spulenwechsel verursachte Arbeitsunter- übernimmt, ist nicht möglich.
brechungen möglichst zu vermeiden oder sie so weit Die Erfindung bezieht sich auf eine solche Doppelzu verkleinern, daß sie nicht mehr störend sind, so steppstichnähmaschine mit einem zum Spulenwechsel daß ein praktisch durchlaufender Betrieb der Näh- 20 von einer für das Zusammenwirken mit der Nadel ermaschinen möglich wird. Aus demselben Bestreben forderlichen Nahtbildestellung in eine zum Spulensind bei bereits bekannten Doppelsteppstichnähma- wechsel geeignete Stellung verschwenkbaren Greifer, schinen verschiedene Vorkehrungen getroffen Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zuworden, gründe, hierbei die Anordnung so zu treffen, daß
So ist bereits eine Nähmaschine (deutsche Patent- 25 innerhalb kürzester Zeit der Ersatz eines Greifers mit schrift 884 449) bekannt, bei der durch einen von der leerer Spule durch einen Greifer mit voller Spule mög-Bedienungsperson betätigten Handgriff die Spulen- lieh ist. Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieser Aufkapsel mit Spule aus dem Greifer entfernt, die leere gäbe vorgeschlagen, daß mit diesem Greifer ein Spule auf eine Aufspulwelle abgesetzt und die Spulen- weiterer Greifer so verbunden ist, daß beim Verkapsel abgeworfen wird. Gleichzeitig wird dabei eine 30 schwenken des ersten Greifers in die Spulenwechselbewickelte Spule mit ihrer Spulenkapsel, die in einem Stellung der zweite Greifer in die Nahtbildestellung Zubringer angeordnet ist, in eine Bereitschaftslage ge- geschwenkt wird.
führt, aus der die Kapsel in den Greifer eingesetzt Durch diese Anordnung eines zusätzlichen Greiwird, und es wird der Antrieb der Aufspulwelle ein- fers gemäß der Erfindung wird ein Spulenwechsel bei geschaltet, so daß die leere Spule während des an- 35 praktisch unterbrechungsfreiem Betrieb einer Nähschließenden Nähvorgangs wieder aufgespult wird. maschine der zur Rede stehenden Art ermöglicht. Der Während der Betätigung des Hebels zum Spulenkap- Funktionsaustausch des Greifers mit der bewickelten selwechsel ist die Nähmaschine außer Betrieb gesetzt, Spule gegen denjenigen mit der leeren Spule ist in und ein solcher Spulenwechsel nimmt verhältnismäßig einem Bruchteil einer Sekunde selbsttätig durchf ührviel Zeit in Anspruch. 40 bar. Die Tätigkeit der Bedienungsperson kann sich
Bei anderen bekannten Nähmaschinen (deutsche hierbei auf das Einleiten des Greiferwechsels, etwa Patentschrift 942128 und -947 664) ist ein Magazin durch Drücken .eines Pedals, beschränken, so daß vorgesehen, das mit einer großen Anzahl von Spulen- Fehlhandlungen kaum möglich sind. Während der kapseln mit bewickelten Spulen gefüllt ist. Ein mit Fortsetzung des praktisch unterbrechungsfreien Be-Klauen versehener Spulenwechsler führt axiale und 45 triebes der Nähmaschine bis zum nächsten Spulenschwingende Bewegungen aus, durch welche eine wechsel kann die Spule des nicht in Betrieb befindli-Spulenkapsel aus dem Greifer herausgezogen und chen Greifers herausgenommen, neu bewickelt und dann losgelassen wird, während gleichzeitig eine be- wieder eingesetzt werden.
wickelte Spulenkapsel aus dem Magazin entnommen Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Er-
und in den Greifer eingesetzt wird. Ein Spulenwechsel 50 findung an Hand der Zeichnungen näher erläutert,
erfordert hier zwar nur ein zweimaliges Drücken eines Es zeigt
Bedienungsknopfes von Hand; das darf jedoch wegen F i g. 1 die Anordnung im Grundriß,
der großen Anzahl auszuführender Bewegungen der Fig. 2 und 3. Seitenansichten aus entgegengesetz-Einzelteile nur mit Vorsicht und nicht zu schnell ge- ten Richtungen, wobei gewisse Teile als senkrecht geschehen. Das Neubewickeln der Spulen und Füllen 55 schnitten dargestellt sind, des Magazins erfordert ebenfalls in erheblichem Maße F i g. 4 eine Endansichtj
Zeit und Aufmerksamkeit. Fig. 5 eine Grundrißdarstellung wie Fig. 1, zeigt
Es ist femer eine Doppelsteppstichnähmaschine be- aber bestimmte Teile in anderen Stellungen, und
kannt, bei der ebenfalls das Ausstoßen einer leeren F i g. 6 einen Senkrechtschnitt.
Spule und das Einsetzen einer vollen Spule in den 6° Die in den Zeichnungen dargestellte Doppelstepp-Greifer sowie das Aufspulen der aus dem Greifer ent- Stichnähmaschine kann in allem, was die Stichbildung fernten Leerspule selbsttätig erfolgt (österreichische angeht, eine bekannte Ausbildung haben, weswegen Patentschrift 24 973). Hierbei wird die Spulenwech- die diesbezüglichen Teile nur kurz beschrieben zu Seivorrichtung von einer Daumenwelle angetrieben, werden brauchen. Oberhalb einer Grundplatte 55 die nur gedreht werden kann, wenn der den Greifer 65 (F i g. 4), auf der die zu nähenden Werkstücke mittels treibende Wellenteil der Maschine entkuppelt ist. eines schrittweise arbeitenden Stoffschiebers vorge-Dieser Wellenteil wird erst dann wieder in Gang ge- schoben werden, sind ein Drückerfuß 53 und eine auf setzt, wenn sämtliche zum Spulenwechsel erforder- und ab gehende Nadelstange 57, die eine Nähnadel
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59 trägt, vorgesehen. In das Nadelöhr ist ein Oberfa- Wenn der Faden der in dem Greifer 67 enthaltenen den eingeführt. Die Bewegung der Nadelstange 57 ist Spule zu Ende ist und dieser Greifer 67 durch den von einer unteren Triebwerks welle 65 (Fig. 3) abge- Greifer 68 ersetzt werden soll, dessen Spule in einer leitet, die vorzugsweise durch einen Motor angetrie- noch zu beschreibenden Weise neu bewickelt worden ben ist und auch dazu dient, einen Greifer 67 zu dre- 5 ist, wird die Klinke 111 von der Schulter 117 zurückhen, der unterhalb der Grundplatte 55 angeordnet ist. gezogen. Dann dreht sich der Greiferhalter 91 unter Dieser Greifer umfaßt eine Unterfadenspule 79 und Einwirkung der Feder 101 um die Achse der Welle ist in bekannter Weise derart ausgebildet, daß eine 93, bis die Klinke 111 die andere Schulter 118 fängt, mittels der Nadel 59 durch die Grundplatte hindurch wobei die Greifer 67, 68 verschoben werden,
geführte Oberfadenschleife hierdurch erfaßt, aufge- io Die Klinke 111 wird durch die Näherin betätigt, weitet, um die Spule geführt und dann losgelassen indem ein Pedal 119 (oder eine andere willkürlich bewird, so daß ein Verriegelungsstich mit dem Unter- tätigbare Einrichtung) betätigt wird;, das Pedal 119 faden gebildet wird. : ist durch eine Kette 121 und einen Arm 123 mit einer Der Greifer 67 hat im wesentlichen die übliche einen Arm 131 tragenden Welle 125 verbunden. Eine Ausbildung. Er weist einen äußeren umlaufenden 15 auf dem Arm 131 schwenkbar gelagerte Falle 133 Greiferkörper mit einer Greif erspitze 70 zum Greifen arbeitet mit dem Stift 137 an der Klinke 111 zusamdes Oberfadens und zum Aufweiten von dessen men. Wenn das Pedal 119 gedrückt wird, wird die Schleife sowie zum Herumführen dieser Schleife um Klinke 111 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn geeine nicht drehbare Spulenkapsel 71 auf, die von dem geschwenkt und gibt den Greif erhalter 91 frei. Ein ersterwähnten Greiferkörper umschlossen und durch 20 Stift 685 trifft dann auf die Falle 133 und bringt deren einen Rückhalteteil 73 an einer ortsfesten Platte75 Schulter 135 (Fig. 4) außer Eingriff mit dem Stift gehalten wird. Die Spule 79 ist lose in die Spulenkap- 137, so daß die Klinke 111 rasch durch die Feder 113 sei 71 eingelegt, die.an einer Seite offen ist, so daß die zurückgeführt wird und die nächste Schulter 118 Spule 79 durch axiale Verschiebung aus der Kapsel fängt, wodurch die Drehung des Greiferhalters 91 auf 71 entfernt werden kann. In ihrer oberen Stellung, 25 180° begrenzt wird. . .;.
der Nahtbildestellung, wird die Spule 79 durch eine Die Welle 87 des Greifers 67 wird durch eine Kupp-Blattfeder 81 (Fig. 2), die an der Grundplatte55 an- lung 143, 145 (Fig. 3) mit der unteren Triebwerksgebracht ist, gehalten. welle 65 gekuppelt. Die Kupplung 143, 145 ist soaus-Zusätzlich zu dem Greifer 67 ist gemäß der Erfin- gebildet, daß eine Verbindung nur bei einer vorbedung ein zweiter, genau gleich geformter Greifer 68 3° stimmten relativen Winkelstellung der Wellen 87 und vorgesehen. Die beiden Greifer 67, 68 sind so ange- 65 möglich ist. Die eine Kupplungshälfte 143 weist ordnet, daß sie aus ihren Stellungen verschoben wer- einen diametralen Balken 147 und die andere Kuppden können, so daß jeweils der eine oder der andere lungshälfte 145 eine diametrale Rille 149 auf. Eine in die Nahtbildestellung für das Zusammenarbeiten mit dem Träger 94 konzentrisch zur Welle 93 vorgesehene der Nadel einnehmen kann, während der nicht in der 35 Rille 151 verbindet die Enden der Rille 149. Wenn Nahtbildestellung befindliche Greifer sich in einer der Greif erhalter 91 sich dreht, wird der Balken 147 ' Stellung (Wickelstellung) befindet, in der seine Spule durch die Rille 151 geführt. Dadurch wird der Greientfernt und ein neuer Faden darauf aufgewickelt fer 67 daran gehindert, sich zu drehen, wenn er nicht werden kann. mit der Welle 65 gekuppelt ist. Die Kupplung 143, Die beiden Greifer 67, 68 werden von horizontalen 40 145 ist so ausgebildet, daß sie nur in der in Fig. 3 ι Wellen 87, 89 getragen, die in einem drehbar gelager- dargestellten Winkelstellung der Half ten 143, 145 i ten scheibenförmigen Greiferhalter 91 angeordnet ausgerückt werden kann. Beim Verschieben der Grei- ! sind, der wiederum eine horizontale, in einem Träger fer muß die Maschine in eben dieser Stellung angehal- 94 gelagerte Welle93 besitzt (Fig. 3). Am anderen ten werden, welche vorzugsweise der Maschinenstelj Ende der Welle 93 ist die innere Windung einer 45 lung entspricht, bei der die Nadelstange ihre höchste s Spiralfeder 101 befestigt, die von einem Gehäuse 103 Lage einnimmt.
I umschlossen ist. Die äußere Windung der Feder 101 Die Vorrichtungen zum Bewickeln der Spule 79 !liegt mit Reibung verschiebbar an dem Gehäuse 103 des Greifers68 umfassen eine Wickelspindel 153 und Jan. Die Feder 101 wird periodisch durch eine schritt- eine Einrichtung zum Entfernen der Spule79 aus der I weise arbeitende Einrichtung aufgezogen, die durch 5° Kapsel 71 bzw. zum Wiedereinführen in. diese. Die leine umlauf ende Nockenscheibe 217 betätigt wird und Spindel 153 liegt koaxial zum Greifer 68 und ist in Szu welcher Nocken671 an dieser Scheibe217, eine einem Tragsockel 155 gelagert (Fig. 3), der mittels vertikal verschiebbare Stoßstange673, ein an einem eines Schlittens 227 (Fig. 2) in der unteren Grund-J schwenkbaren Arm 677 befestigter und unter Einwir- platte 69 verschiebbar ist. Durch einen in eine Rille ikung einer Feder 679 stehender Stift 675, eine gegen 55 603 der Nockenscheibe 217 eingreifenden Stift 601 (den gezahnten Umfang des Gehäuses 103 drückende werden der Sockel 155-und die Spindel 153 zweimal j Klinke 681 und eine Falle 683 gehören (Fig. 1,2). bei jeder Umdrehung der Scheibe 217 axial aus der '"Der scheibenförmige Greiferhalter 91 wird in einer Stellung gemäß F i g. 2 in die Stellung gemäß F i g. 5 !der beiden möglichen Ruhestellungen festgehalten und wieder zurück verschoben. Die Drehbewegung !«lurch eine Klinke 111 (F i g. 4), die um den Stift 109 60 der Wickelspindel 153 wird von der unteren Triebl'schwenkbar ist und durch die Feder 113 im Eingriff werkswelle65 abgeleitet und durch den Treibriemen jinit dem Boden einer in dem Greif erhalter 91 im 605 (F i g. 3), die Welle 161, die Klauenkupplung 169, !wesentlichen konzentrisch zur Welle93 angeordneten 171 (Fig. 1), die Zahnräder 163 und 159 auf die (Rille 115 gehalten wird. Die Feder 101 sucht den Spindel 153 übertragen. Die Kupplung 169, 171 wird »Greif erhalter 91 um die Achse der Welle 93 zu drehen .65 durch eine Axialverschiebung des Zahnrads 163 einend hält normalerweise die eine oder andere zweier gerückt, die durch das nach oben gerichtete Ende 175 ■sich diametral gegenüberliegender Schultern 117, 118 eines zweiarmigen Hebels 607, 643 zustandegebracht (Fig. 4) im Eingriff mit dem Ende der Klinke 111. wird (Fig. 1).
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Das Ende der Wickelspindel 153 ist geschlitzt, und Der Unterfaden 267 (F i g. 5) wird von einer Vordie so gebildeten beiden Finger sind elastisch, so daß ratsspule durch eine (nicht dargestellte) Spannvorrichsie die Spule 79 durch Reibberührung halten können. tung und eine Führungsöse 745 abgezogen und wird Auf die Wickelspindel 153 sind eine axial verschieb- auf die Spule 79 in ihrer Stellung gemäß F i g. 1 aufbare Spulenabstreifhülse 179 (F i g. 6) und eine als 5 gespult. Wenn die voll bewickelte Spule 79 in den Widerlager des Fadens 267 dienende Scheibe 185 Greifer 68 eingeführt ist, fängt ein Fadenführer den aufgesetzt. Letztere Scheibe 185 dreht sich mit der Faden und führt ihn in eine ortsfeste Klemmvorrich-Welle 153, wird aber axial durch die Gabel 187 ge- tung ein. Der Fadenführer umfaßt einen Arm 701 halten. Eine auf den Flansch 183 der Hülse 179 wir- (Fig. 1 und 2), der um einen horizontalen Zapfen kende Feder 181 hält die Hülse 179 entweder mit io 703 auf dem Halter 705 gelagert ist und durch eine einer Buchse 191 des Sockels 155 (Fig. 1 und 3) Feder707 nach unten bzw. durch eine Stoßstange oder mit der Klinke 193 (Fig. 2 und 6) im Eingriff. 709 nach oben gedruckt wird. Das untere Ende711
Unmittelbar vor der Verschiebung eines Greifers dieser Stoßstange 709 wirkt mit Nocken 713, 719 auf nehmen die Spindel 153 und die Klinke 193 ihre Stel- der Nockenscheibe 217 zusammen. Bei jeder Umdrelungen gemäß Fig. 2 ein, und die Hülse 179 liegt 15 hung der Nockenscheibe217 wird der Arm701 zweigegen die Spule 79 an. Soll ein Greifer verschoben mal angehoben und gesenkt. Der Halter 705 ist an werden und wird zu diesem Zweck das Pedal 119 dem oberen Ende einer vertikalen Hülse 729 befesniedergedrückt, so trifft (F i g. 1) ein an der Welle 125 tigt, die in der Platte 69 gelagert ist und die Stoßstarr befestigter Arm 199 auf einen Stift 197 an der stange 709 umschließt. Eine Feder 731 sucht den Arm Klinke 193 und schwenkt die letztere um ihr Lager 20 701 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn in eine End-195, so daß die Hülse 179 freigegeben wird und durch stellung, die sich etwas unterhalb der Stellung gemäß die Feder 181 in ihre Stellung gemäß F i g. 3 zurück- F i g. 1 befindet, zu schwenken. Mittels der Feder 731 gedruckt wird. Nun wird die Verschiebebewegung der wird ein exzentrischer Zapfen 733 an der Hülse 729 Spindel 153, gesteuert durch die Scheibe 217, einge- gegen die Außenseite des Nockens 735 an der leitet und das Ende der Spindel 153 wird in die Spule 25 Scheibe 217 gehalten. Der Zapfen 733 wird durch 79 eingeführt. Wenn darauf die Spindel zurückgezo- den vorbeigehenden Nocken 735 nach außen gegen wird, nimmt sie die Spule 79 mit in die Stellung drückt und dreht dadurch die Hülse 729. Bei einer gemäß Fig. 1, wobei der Faden 267 zwischen der Umdrehung der Scheibe 217 wird der Arm 701 hori-Spule 79 und der Scheibe 185 festgeklemmt wird, so zontal aus der erwähnten Endstellung in die andere, daß er bei der folgenden Drehung der Spindel 153 30 in F i g. 5 gezeigte Endstellung und wieder zurück gemitgerissen und aufgewickelt wird. Sobald die Spule schwenkt. Wie schon erwähnt, wird der Arm 701 neu bewickelt ist, wird die Wickelspindel 153 wieder auch gehoben und gesenkt, so daß in beiden Fällen nach dem Greifer 68 hin verschoben und nimmt da- ein an dem Ende des Arms 701 angebrachtes Bogenbei die Hülse 179 mit, die schließlich in der vorderen stück sich auf einem bogenförmigen Weg zuerst nach Stellung durch die Klinke 193 verriegelt wird, so daß 35 oben über den Greifer 68 und dann nach unten auf die Hülse 179 die Spule 79 daran hindert, der Spin- die andere Seite bewegt. Wenn die Spule 79 in den del 153 zu folgen, wenn die letztere wieder zurückge- Greifer 68 eingeführt ist, wird der Faden 267 in Bezogen wird. rührung mit der Platte 75 in einer Stellung gemäß
Die Nockenscheibe217 wird durch eine schritt- Fig. 4 gehalten. Wenn.dann der Fadenführer 701 im weise arbeitende Einrichtung gedreht, welche eine 40 Uhrzeigerdrehsinn aus seiner Anfangsstellung heraus Klinke 611 (Fig. 3) aufweist, die auf einen exzentri- geschwenkt wird, reicht sein Bogenstück 743 unter sehen Stift 615 auf dem Ende einer Welle gelagert ist, den Faden und seine Spitze wird in einen vertikalen die durch ein Schneckengetriebe 617, 619 mit der Schlitz 744 (F i g. 1 und 4) der Platte 75 eingeführt. Welle 161 verbunden ist. Die schrittweise Bewegung Daher fängt das Bogenstück 743 während der Fortder Nockenscheibe 217 wird unmittelbar nach einer 45 Setzung der weiteren Bewegung des Fadenführers 701 Greiferverschiebung durch einen Arm 635 einge- den Faden und zieht ihn zu einer sich vergrößernden leitet, der starr an der Welle 125 angebracht ist, Schleife aus. F i g. 2 zeigt eine Zwischenstellung, bei welche, wie schon erwähnt, beim Niederdrücken des der das bogenförmige Ende 743 sich gerade oberhalb Pedals 119 durch die Näherin hin und her bewegt des Greifers 68 befindet, und F i g. 5 zeigt den Fadenwird. Wenn sich die Nockenscheibe 217 so weit ge- 50 führer 701 in der Endstellung, in der die Fadendreht hat, daß die Wickelspindel 153 die Spule 79 aus schleife, die in Berührung mit einem Stift 767 an dem dem Haken 68 entfernt hat, wird sie angehalten, und Bogenstück 743 gerutscht ist, ihre größte Ausdehder Hebel 643, 607 rückt die Kupplung 169, 171 ein, nung hat. Bei dieser Bewegung rutscht ein Teil der wodurch die Wickelspindel 153 in Drehung versetzt Schleife gegen die Seite der Spulenkapsel 71 und wird wird. Sobald die Spule 79 mit Fadenvorrat gefüllt ist, 55 hinter eine elastische Spannscheibe 746 auf dieser gewird die Nockenscheibe 217 durch Vermittlung einer führt. Diese Spannscheibe dient in der üblichen Weise Auslöseeinrichtung 661 und eines zweiarmigen zum elastischen Festklemmen des später nach AbHebels 259, 263 erneut in Gang gesetzt, der auf dem schneiden losen Fadenendes an der Spulenkapsel. Der Zapfen 261 (F i g. 1) gelagert ist und dessen einer andere Teil der Schleife wird in eine Klemmvorrich-Arm263 unter die Spule 79 in eine solche Stellung 60 tung eingeführt und nachdem das Fadenende darin reicht, daß er durch die äußersten Fadenwindungen festgeklemmt und abgeschnitten ist, wie unten näher betätigt wird, sobald die Spule voll bewickelt ist. Die beschrieben, ist der Fadenführer 701 frei und wird Nockenscheibe 217 betätigt den Hebel 643, 607, so in seine Ausgangsstellung zurückgeschwenkt,
daß die Kupplung 169, 171 ausgerückt und die Die Klemmvorrichtung ist mit einer Fadenschneid-Wickelspindel 153 dadurch stillgesetzt wird. Dann 65 vorrichtung in Form einer Schere kombiniert. Mittels wird die Spule 79 in den Greifer 68 eingeführt und die einer Schraube 751 (F i g. 1) sind die aufrecht stehen-Spindel 153 wieder zurückgezogen, wie oben be- den Schenkel 747, 749 der Schere an einem Winkelschrieben, stück753 (Fig. 2) auf der Platte69 befestigt. Der
Schenkel 749 ist feststehend und der Schenkel 747 um die Schraube 751 schwenkbar. Die Schneiden der beiden Schenkel werden miteinander mittels einer Blattfeder 755 im Eingriff gehalten, die ebenfalls durch die Schraube 751 an dem Winkelstück 753 befestigt ist. Eine auf einen Zapfen oder Stift 757 an dem schwenkbaren Schenkel 747 wirkende Feder 758 sucht die Schere zu öffnen. Der Schenkel 747 wird durch eine Stange 759 von einem Nocken 761 an der Nockenscheibe 217 gesteuert, der eine solche Form hat, daß der Schenkel 747 nach rechts geschwenkt wird und den Faden durchschneidet, wenn letzterer in den Spalt der offenen Schere, wie in F i g. 5 gezeigt, eingelegt ist.
Die Klemmvorrichtung besteht aus dem bewegliehen Schenkel 747 und der ortsfesten Blattfeder 755. Die erwähnten Teile bilden ebenfalls miteinander einen Schlitz, in den der Faden in der Stellung gemäß F i g. 5 eingeführt ist. Jedoch sind ihre zusammenarbeitenden Kanten stumpf, so daß der Faden dadurch nicht zerschnitten werden kann, wenn der Schenkel 747 nach rechts geschwenkt wird. Statt dessen wird der Faden zwischen diese Teile eingeführt und durch die elastische Kraft der Blattfeder 755 festgeklemmt. Wenn dann der Faden zerschnitten wird, wird lediglieh der zur Spulenkapsel 71 gehende Schleifenteil freigegeben. Der andere Teil wird in einer solchen Stellung gehalten, daß er zwischen der Tragscheibe 185 und dem Ende der Spule 79 eingeklemmt wird, wenn die letztere bei einem folgenden Arbeitszyklus zurückgezogen wird. Bevor die Tragscheibe 185 und die Spule 79 in Drehung versetzt werden, wobei das Aufwickeln des Fadens beginnt (F i g. 5 und 6), wird der Klemmschenkel 747, gesteuert durch die Nockenscheibe 217, nach links geschwenkt, wobei er das äußerste Fadenende freigibt.
Die vertikale Achse der Schwenkbewegung des Fadenführers 701, d. h. der Hülse 729, befindet sich auf der gleichen Seite der Wickelspindel 153 wie die Klemmvorrichtung 747, 755 und etwas näher an der Si Wickelspindel 153 als die letztere, und diese vertikale |: Achse befindet sich auch weiter weg von dem Greifer jl 68 als die Klemmvorrichtung 747, 755. Auf Grund dieser Anordnung bewegt der Fadenführer 701 die Fadenschleife auf einem für das Einführen des Fadens hinter die Spannscheibe 746 der Spulenkapsel 71 sowie auch für seine Einführung in die kombijinierte Klemm- und Schneidevorrichtung äußerst [; günstigen Weg.
\i Eine Abwandlung der erfindungsgemäßen Einrich-Itung kann darin bestehen, daß die Spulen in der [Weise auswechselbar sind, daß in den Greifer eine rändere Spule als die zuvor daraus entfernte eingeführt wird. Ferner kann eine Verschiebung auch zwischen drei Greifer stattfinden. Dabei erfolgt die Ver-Schwenkung eines Greifers aus einer ersten Nahtbildestellung in eine zweite Stellung für die Entfernung der Spule und dann in eine dritte Stellung für das Einführen einer bewickelten Spule.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Doppelsteppstichnähmaschine mit einem zum Spulenwechsel von einer für das Zusammen-
60 wirken mit der Nadel erforderlichen Nahtbildestellung in eine zum Spulenwechsel geeignete Stellung verschwenkbaren Greifer, dadurch gekennzeichnet, daß mit diesem Greifer ein weiterer Greifer so verbunden ist, daß beim Verschwenken des einen Greifers in die Spulenwechselstellung der zweite Greifer in die Nahtbildestellung geschwenkt wird.
2. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Greifer (67, 68) an einem scheibenförmigen, um eine horizontale Welle (93) drehbaren Greiferhalter (91) symmetrisch zur Welle (93) angeordnet sind.
3. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (93) des Greiferhalters (91) unter der Einwirkung einer mechanisch aufgezogenen Feder (101), welche die Welle (93) zu drehen sucht, steht und daß der Greiferhalter (91) in zwei sich diametral gegenüberliegenden Stellungen durch eine Klinke (111) verriegelbar ist, die durch ein Pedal (119) od. dgl. lösbar ist.
4. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte Kupplung (143, 145) zwischen der Welle (87) des Greifers (67), der sich in der Nahtbildestellung befindet, und einer ortsfesten Antriebswelle (65) vorgesehen ist, welche die Verbindung der Wellen (65, 87) nur bei einer bestimmten relativen Winkelstellung derselben gestattet.
5. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (143, 145) nur bei der der Nadel-Hochstellung entsprechenden Winkelstellung der Antriebswelle (65) ausrückbar ist.
6. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Hälfte (143) der Kupplung (143, 145) mit sich diametral erstreckendem Vorsprung (147) und die andere Hälfte (145) mit einer sich diametral erstreckenden Vertiefung (149) zur Aufnahme des Vorsprungs (147) ausgebildet ist.
7. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (94), in dem die Welle (93) des drehbar gelagerten Greiferhalters (91) und die ortsfeste Greiferantriebswelle (65) gelagert sind, mit einer Führung (151) in Form einer ringförmigen Rille vorgesehen ist, mit welcher der Vorsprung (147) der mit dem Greifer verbundenen Kupplungshälfte (143) in allen Stellungen des Greifers außer seiner Nahtbildestellung im Eingriff steht.
8. Doppelsteppstichnähmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zu der Spulen-Wechselstellung der Greifer eine an sich bekannte selbsttätige Vorrichtung zum Neubewickeln der Spule (79) vorgesehen ist, die eine Wickelspindel (153) in Verbindung mit einer Einrichtung (179) zum Herausziehen der Spule aus der Spulenkapsel (71) und zum Wiedereinsetzen in diese aufweist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen nno ςςι /ι Ύ*

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