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DE1212965B - Verfahren zur Herstellung von A-Nor-B-homo-steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von A-Nor-B-homo-steroiden

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Publication number
DE1212965B
DE1212965B DEC29441A DEC0029441A DE1212965B DE 1212965 B DE1212965 B DE 1212965B DE C29441 A DEC29441 A DE C29441A DE C0029441 A DEC0029441 A DE C0029441A DE 1212965 B DE1212965 B DE 1212965B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxo
oxido
homo
dioxo
acetoxy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC29441A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Oskar Jeger
Dr Kurt Schaffner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1212965B publication Critical patent/DE1212965B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J69/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton has been modified by contraction of only one ring by one atom and expansion of only one ring by one atom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C 07c
Deutsche KL: 12 ο - 25/02
C29441IVb/12o
22. März 1963
24. März 1966
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 3-Oxo- und 3,6-Dioxo-A-nor-B-homo-steroiden, ausgehend von 3-Oxo-4,5-oxido-steroiden.
Die genannten Verbindungen bilden eine neue Klasse von biologisch wirksamen Steroiden oder Zwischenprodukten zu deren Darstellung. So weisen insbesondere die 3,6-Dioxo-A-nor-B-homo-androstane und -z^-androstene, die in 17/J-Stellung eine freie oder veresterte Hydroxylgruppe besitzen, wie auch die entsprechenden 3-Oxoverbindungen, bei sehr geringer androgener Aktivität eine hohe anabole Wirksamkeit auf. Die 3,6-Dioxo-A-nor-B-homopregnanverbindungen, insbesondere solche, die in 20- und gegebenenfalls in 11-Stellung eine Oxogruppe, in 17- und bzw. oder in 21- und Umstellung Hydroxylgruppen aufweisen, sind besonders als neuartige Verbindungen mit entzündungshemmender bzw. antiöstrogener und progestativer Wirkung von großem Interesse.
Die bis heute bekannten Steroide mit A-nor-B-homo-Struktur, das 6-Oxo-A-nor-B-homo-cholestan und das 6-Oxo-17ß-hydroxy-5a- und -5/i-A-nor-B-homo-androstan und deren 17-Benzoate wurden durch basische Behandlung der entsprechenden 4a-Toxyloxy-5a-hydroxyverbindungen hergestellt.
Es wurde nun gefunden, daß man zu A-Nor-B-homo-steroiden auf einem neuartigen und einfacheren Weg gelangen kann, wenn man ein 3-Oxo-4,5-oxidosteroid, gegebenenfalls unter vorübergehendem Schutz von unter den Reaktionsbedingungen nicht inerten Gruppen, mit ultraviolettem Licht in in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels bestrahlt und, wenn erwünscht, das erhaltene 3,6-Dioxo-A-nor-B-homo-steroid in an sich bekannter Weise in seine funktioneilen von der Enolform sich ableitenden Ketonderivate, insbesondere mit acylie-Verf ahren zur Herstellung von
A-Nor-B-homo-steroiden
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. Dr. jur. F. Redies,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. B. Redies,
Dr. rer. nat. D. Türk und Dipl.-Ing. Ch. Gille,
Patentanwälte, Opladen, Rennbaumstr. 27
Als Erfinder benannt:
Dr. Oskar Jeger,
Dr. Kurt Schaffner, Zürich (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 23. März 1962 (3533),
vom 17. August 1962 (9844),
vom 7. Dezember 1962 (14 422),
vom 7. März 1963 (2880)
renden Mitteln in die entsprechenden 6-Enolacylate, überführt und/oder in seine Metallsalze, insbesondere Kupferkomplexe, überführt oder mit Hydrazinen umsetzt und, wenn erwünscht, erhaltene J5-3-Oxo- - acyloxy - A - nor - B - homo - steroide katalytisch hydriert oder erhaltene A-Nor-B-homo-steroide mit funktionell abgewandelten Hydroxyl- und/oder Ketogruppen hydrolysiert.
Das vorliegende Verfahren wird z. B. durch das folgende Partialformelschema veranschaulicht:
RiO
R=H oder CH3 Ri = H oder Acyl
609 539/432
Die als Ausgangsstoffe verwendeten, in Stellung 1 und 2 gesättigten 3-Οχο-4α,5α- sowie -4/?,5jS-oxidosteroide können aus den entsprechenden ^^-Oxoverbindungen in an sich bekannter Weise, z. B. durch Behandlung mit alkalischem Wasserstoffsuperoxyd oder Persäuren, oder aber aurch Hydrierung der A1-3- Oxo - 4,5 - oxido - steroide hergestellt werden. Die letztgenannten Ausgangsstoffe sind neu; sie können überraschenderweise direkt aus den ^!•4-3-Oxo-steroiddienen durch Behandlung mit Persäuren, z. B. mit organischen Persäuren, wie niederaliphatischen und aromatischen Persäuren, z. B. mit Peressigsäure, Benzopersäure und Phthalmonopersäure, oder aber durch Dehydrierung der obengenannten 1,2-gesättigten 3-Oxo-4,5-oxido-steroide, z. B. mit Selendioxyd oder Dicyanodichlorchinon, erhalten werden.
Die verfahrensgemäße Bestrahlung der 3-Oxo-4,5-oxido-steroide wird in einem organischen Lösungsmittel, z. B. in einem aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoff, wie Pentan, Hexan, Cyclohexan oder Methylcyclohexan, ausgeführt. Besonders geeignet sind aliphatische und cyclische Äther, wie z. B. Diäthyläther und Dioxan.
Als Lichtquelle eignen sich künstliches oder starkes natürliches Licht; vorzugsweise verwendet man Ultraviolettlicht, wie es von Quecksilber-Niederdruck- und Hochdruckbrennern erzeugt wird, oder starkes Sonnenlicht. Die Bestrahlung erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0 und +8O0C.
In den als Reaktionsprodukte anfallenden 3,6-Dioxo-A-nor-B-homo-steroiden, die als ß-Diketoverbindungen zum überwiegenden Teil in Enolform vorliegen, können die gegebenenfalls vorhandenen Ester- oder Schutzgruppen, wie z. B. Ketale oder Bismethylendioxygruppen, hydrolytisch gespalten werden. Andererseits können die Verfahrensprodukte in an sich bekannter Weise in ihre funktionellen, von der Enolform sich ableitbaren Ketonderivate sowie in Metallsalze übergeführt werden. So erhält man z. B. durch Acylierung, so z. B. durch Behandlung mit Carbonsäureanhydriden, wie Acetanhydrid oder Propionsäureanhydrid, die entsprechenden Enolester und mit ätherifizierenden Mitteln, wie z. B. Alkoholen oder Thioalkoholen in Gegenwart von sauren Katalysatoren, Enoläther bzw. Thioenoläther. Durch Umsetzen der 3,6-Dioxo-A-nor-B-homosteroide mit Hydrazinen entstehen cyclische Hydrazone, die auch als Pyrazolderivate angesehen werden können. Durch Reaktion mit Kupfer(II)-salzen werden die entsprechenden Kupferkomplexe gebildet.
Die verfahrensgemäß hergestellten zl5-3-Oxo-6-acyloxy-A-nor-B-homo-steroide können durch katalytische Hydrierung in an sich bekannter Weise, wie durch Hydrierung z. B. in Benzol oder Alkohol, mit Palladiumkohle oder Palladium-Bariumcarbonat-Katalysator, in die entsprechenden gesättigten, 6-unsub-. stituierten 3 - Oxo - A - nor -B - homo - steroide übergeführt werden.
Die als Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfahren verwendeten 3-Οχο-4α-5α- und -4/?,5^-oxidosteroide gehören vorzugsweise den Reihen der Androstane, Pregnane, Cholane, Cholestane, Spirostane und Cardanolide sowie den entsprechenden 19-Nor-reihen an und können zusätzlich zu den genannten Gruppierungen in einer oder in mehreren der Stellungen 6, 7, 8, 9, 11, 12, 14,15, 16, 17, 18, 19, 20 und 21 weitere Substituenten aufweisen, wie Alkyl- (ζ. B. Methyl-) Gruppen und/oder Halogenatome, freie oder funktionell abgewandelte Oxogruppen und freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppen. Außerdem können die Ausgangsstoffe Doppelbindungen enthalten, insbesondere wie oben erwähnt, zwischen den Kohlenstoffatomen 1 und 2. Es können auch Gemische der beiden in 4,5-Stellung isomeren Epoxyde verwendet werden.
Besonders wichtige Ausgangsstoffe sind z. B. die folgenden Verbindungen: 3-Oxo-4a,5a-oxido- und -4/?,5/3-oxido-17-hydroxy-androstan und seine Ester, 3,17-Dioxo-4a,5ct-oxido- und -4/?,/S-oxido-androstan und dessen 17-ÄthylenketaI, 3-Oxo-4a,5a-oxido- und -4^,5^-oxido-17a-alkyl-, -17a-alkenyl- und -17a-alkinyl - Π β - hydroxy - androstane und ihre Ester, wie z.B. das 3 - Oxo - 4α,5α - oxido- und -Aß,5ß - oxido-17;S-hydroxy-17a-methyl-, -17a-äthyl-, -17a-vinyl-, -17a-äthinyl- und -17a-allyl-androstan, 3,20-Dioxo-4a,5a-oxido- und -4/J,5/?-oxidopregnan, 3,20-Dioxo- ■ 4a,5a-oxido- und -4/9,5^-oxido-17a-hydroxypregnan und ihre Ester, 3,20-Dioxo-4a,5a-oxido- und -4/3,5/5-oxido-21-hydroxy-pregnan und deren Ester, 3,20-Dioxo - 4α,5α - oxido- und -4ß,5ß-oxido-17a,21-dihydroxy-pregnan, ihre Ester und 17,20 ;20,21-Bis-methylendioxyverbindungen, 3,20 - Dioxo - 4α,5α - oxido- und -4/3-5/9-OXIdO-Il/?, na^l-trihydroxy-pregnan, ihre Ester und 17,20 520,21-Bis-methylendioxyverbindungen, wie auch z. B. das Lakton des «d1-3-Oxo-4,5-oxido-17/S-hydroxy-17a-(/5-carboxyäthyl)-androstens und das l-Dehydro-4,5-oxidotestololakton, ferner die in Stellung 1 und 2 ungesättigten Derivate der obengenannten Verbindungen. Die 17- oder 20-Oxoverbindungen werden vorzugsweise in Form ihrer 17- bzw. 20-Monoketale verwendet.
Besonders wertvoll sind Verbindungen der Formeln I und II CH2-R9
II
worin Ri für 2 Wasserstoffatome oder eine Oxogruppe, R2 für 1 Wasserstoffatom oder eine a- oder /^-ständige Niederalkylgruppe, R3 für 1 Wasserstoffatom, einen a- oder /^-ständigen Niederalkylrest oder eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe, R4 für eine Oxogruppe oder eine freie, veresterte oder verätherte ^-ständige Hydroxylgruppe und
1 Wasserstoffatom, einen niederen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest oder eine freie oder veresterte jS-Carboxyäthylgruppe, R5 für eine Oxogruppe,
2 Wasserstoffatome oder 1 Wasserstoffatom und eine freie oder veresterte Hydroxylgruppe, R6 und R7 für 1 Wasserstoffatom, einen niederen Alkylrest oder eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe, Rs für eine freie oder ketalisierte Oxogruppe oder 1 Wasserstoffatom und eine freie, verätherte oder veresterte Hydroxylgruppe und R9 für 1 Wasserstoffatom oder eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe stehen, ihre tautomeren Formen, z. B. ihre 3- oder 6-Enole und deren funktionelle Derivate und ihre 1-Dehydroderivate.
Die Verbindungen der Formel I, worin R4 für eine freie veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe und
I Wasserstoffatom stehen, zeigen ein günstiges Anabol-Androgen-Verhältnis, jene, worin R4 eine Niederalkylgruppe enthält, zeigen auch bei peroraler Gabe diese Wirkung. Beinhaltet R4 einen ungesättigten Kohlenwasserstoffrest, insbesondere eine Vinyl-, Allyl-, Äthinyl- oder Propinylgruppe, welcher auch halogeniert, z. B. fluoriert sein kann, so zeigen diese Verbindungen gestagene bzw. ovulationshemmende Wirkung. Die Verbindungen der Formel II, worin Rs für eine Oxogruppe und Rg für 1 Wasserstoffatom stehen, zeigen besonders gute progestative Eigenschaften, wobei diejenigen, welche eine 17-Acyloxygruppe mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen aufweisen, auch peroral applizierbar sind und solche, worin die 17-Acyloxygruppe mehr als 4 Kohlenstoffatome enthält, nach parenteraler Applikation eine protahierte Wirkung zeigen. 21- und gegebenenfalls
II -substituierte Verbindungen, speziell solche mit einer 11/^-Hydroxylgruppe, weisen eine entzündungshemmende und den Elektrolythaushalt regulierende Wirkung auf. Die neuen A-Nor-B-homo-cholestane zeigen anticholesterinämische Wirksamkeit.
In den obengenannten Estern sind die Säurereste insbesondere solche von aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen, aromatischen und heterocyclischen Carbonsäuren mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen, z. B. Formiate, Acetate, Propionate, Butyrate, Trimethylacetate, Capronate, Valerianate, Oenanthate, Decanoate, Cyclopentylpropionate, Hexahydrobenzoate, Phenylpropionate, Benzoate, Furoate, Trifluoracetate, Äthyl- oder Methylcarbonate.
Die neuen pharmakologisch wirksamen Verbindungen können als Medikamente in der Humafi- und Veterinärmedizin, z. B. in Form von pharmazeutischen Präparaten, verwendet werden. Diese enthalten die neuen Verbindungen zusammen mit pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägerstoffen, die für enterale, z. B. orale, parenterale oder topicale Gabe geeignet sind. Für die Bildung derselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche öle, Benzylalkohole, Gummi, Polyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin und andere bekannte Arzneimittelträger.
Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z. B. als Tabletten, Dragees oder Kapseln, oder in flüssiger oder halbflüssiger Form als Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Salben oder Cremen vorliegen. Gegebenenfalls sind diese pharmazeutischen Präparate sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. Ihre Herstellung erfolgt in bekannter Weise. Sie enthalten den Wirkstoff in einer Menge von 0,1 bis 200 mg pro Einheitsdosis oder zu 0,03 bis 50%, insbesondere zu 0,1 bis 10 Gewichtsprozent.
Das Verfahren wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Die UV-Absorptionsspektren sind in Äthanollösung aufgenommen, und die spezifischen Drehungen sind in Chloroformlösung in einem Rohr von 1 dm Länge gemessen.
Die UV-Bestrahlungen werden unter Stickstoffatmosphäre in einem Quarzgefäß ausgeführt, in welchem die Lichtquelle zentral angeordnet und mit Wasser gekühlt ist. Als Lichtquellen dienen Niederdruckbrenner NK 6/20 (monochromatisches Licht der Wellenlänge 254 πΐμ) und Hochdruckbrenner Q 81 (beide Quarzlampen GmbH. Hanau).
Wenn nicht näher beschrieben, wird das Reaktionsgemisch wie folgt aufgearbeitet: Aufnahme desselben in Äther, Waschen der organischen Phase mit Wasser bis zum Neutralpunkt und Eindampfen der über wasserfreiem Natriumsulfat getrockneten Ätherlösung im Rotationsverdampfer. Zur Chromatographie wird, wenn nicht anders erwähnt, die 30fache Menge neutrales Aluminiumoxyd der Aktivität II verwendet.
Für die Herstellung der Ausgangsstoffe wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung Schutz nicht begehrt.
Beispiel 1
a) 15 g 1-Dehydro-testosteron-acetat werden in einer Lösung von Benzopersäure in 130 ml Chloroform (8,5 mg/ml) 4 Tage im Dunkeln bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die Reaktionslösung wird darauf mit Äther verdünnt und nacheinander mit wäßriger Kaliumjodid- und Natriumthiosulfatlösung geschüttelt. Man erhält ein teilweise kristallines Rohprodukt, das an Aluminiumoxyd chromatographiert wird. Benzol-Hexan-(2 : 1)-Gemisch eluiert 3,6 g'einer kristallinen Fraktion und Benzol-Äther-(1:1)-Gemisch 7,5 g unverändertes Ausgangsmaterial.
Die erste Fraktion wird viermal aus Aceton— Hexan umkristallisiert und liefert 2,15 g Λ !-3-Οχο-4/?,5ß-oxido-17j8-acetoxy-androsten vom konstanten F. 144 bis 145°; [<z]D = +250° (c = 1,02). UV-Spektrum : Imax = 232 πΐμ (log ε = 3,96). IR-Spektrum (CHCl8): ν = 1725, 1680, 1623, 1255 cm-1.
Aus den Mutterlaugenprodukten können durch Umkristallisieren (zweimal aus Aceton—Hexan und achtmal aus Äthanol) 130 mg /J1-3-Oxo-4a,5a-oxido-17^-acetoxy-androsten vom konstanten F. 139 bis 141° gewonnen werden. UV-Spektrum: ?.max = 227,5 πΐμ (log ε = 4,02). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 1722, 1677, 1612, 1256 cm-1.
b) 200 mg ^1-3-Oxo-4Jö,i)/9-oxido-17|S-acetoxy-androsten werden in Gegenwart von 200 mg 5°/oiger
Palladiumkohle in 10 ml Benzol hydriert. Nach Aufhören der Wasserstoffaufnahme (1 Mol) wird die Lösung durch Diatomeenerde (bekannt unter dem Handelsnamen Celit) filtriert, im Vakuum eingedampft und der Rückstand aus Aceton—Hexan umkristallisiert; F. 153 bis 155°. UV-Spektrum: Endabsorption bei 210 ηΐμ (log ε = 3,36). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 1725, 1260cm-1. [a]0 = +131° (c = 1,85). Das Produkt ist nach Misch-F. und IR-Spektrum identisch mit einem authentischen Präparat von S-Oxo-^.SjS-oxido-lTjS-acetoxy-andro-..stan; F. 153 bis 155°C, [α], = +135° (c = 1,30).
c) 30 mg zI1-3-Oxo-4a,5a-oxido-17/S-acetoxy-androsten werden mit 30 mg 5%iger PaUadiumkohle in 3,5 ml Benzol wie das Α^-Οχο^β,δβ-οχίάο- is 17^-acetoxy-androsten im Beispiel 1, b) hydriert. Das resultierende Produkt schmilzt nach Kristallisation aus Aceton—Hexan konstant bei 164 bis 165°. [a]0 = -68° (c = 0,64). UV-Spektrum: Endabsorption bei 210 πΐμ (log ε = 3,49). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 1715, 1268 cmr1.
d) 2,0 g /l1-3-Oxo-4/S,5j?-oxido-17/S-acetoxy-androsten werden in 200 ml Dioxan gelöst und mit einem Niederdruckbrenner 40 Stunden bestrahlt. Die Lösung wird darauf im Vakuum eingedampft. Der kristalline Rückstand zeigt im Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol—Methanol [19 : I]) kein Ausgangsmaterial mehr. Nach dreimaligem Umlösen aus Methylenchlorid—Methanol werden 160g z^^o-Dioxo-U/S-acetoxy-A-nor-B-homoandrosten vom konstanten F. 171 bis 172° erhalten. FeCl3-TeSt: positiv, [a]D = +98° (c = 0,65). UV-Spektrum: λτηαχ = 239τημ (log ε = 3,96), 3,11 ηΐμ (log F = 3,87). IR-Spektrum: ν = 1730, 1670, 1618, 1260 cm-* (CHCI3); ν =1730, 1658, 1609, 1567 (schwach), 1256 cm"1 (Nujol).
e) 380 mg zl1-3-Oxo-4a,5a-oxido-17/S-acetoxy-an-' drosten, gelöst in 100 ml Dioxan, werden 2 Stunden mit einem Niederdruckbrenner bestrahlt und die Lösung darauf im Vakuum eingedampft. Im Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol—Methanol-^ : I]) des Rückstandes zeigt sich kein Ausgangsmaterial mehr. Durch Chromatographie an Silicagel werden mit Benzol-Äther-(19 : I)-Gemisch 200 mg Kristalle erhalten, die nach dreimaligem Umlösen aus Methylenchlorid·—Methanol bei 164 bis 166° schmelzen (130 mg). Durch Sublimation im Hochvakuum bei 150° erhält man das reine zl1-3.,6-Dioxo-17/S-acetoxy-A-nor-B-homoandrosten vom F. 171 bis 172°, das nach Mischprobe, spezifische Drehung ([a]D = +93° [c = 0,74]) und IR-Spektrum mit dem im Beispiel 1, d) beschriebenen Photoprodukt identisch ist.
Beispiel 2
55
450 mg 41-3,6-Dioxo-17/S-acetoxy-A-nor-B-homoandrosten werden in Gegenwart von 450 mg 5%iger PaUadiumkohle in 50 ml Benzol hydriert. Nach Aufhören der Wasserstoffaufnahme (1 Mol nach 30 Minuten) filtriert man die Lösung durch »Celit« und dampft das Filtrat im Vakuum ein. Der Rückstand wird an Silicagel chromatographiert. Benzol-Äther-(9 : 1)-Gemisch eluiert 360 mg Kristalle, die dreimal aus Methylenchlorid—Methanol umgelöst werden und 310 mg Sjo-Dioxo-n/J-acetoxy-A-nor-B-homoandrostan vom konstanten F. 154 bis 156° liefern. FeCl3-TeSt: positiv. [a]D = +47° (c = 0,72). UV-Spektrüm: Xmax = 291 ιημ (log ε = 3,96). IR-Spektrum (CHCl3): v = 1721, 1641, 1608, 1255 cm-1.
Beispiel 3
1,20 g 3-Oxo-4/9,5ß-oxido-17/3-acetoxy-androstan in 120 ml Dioxan werden 54 Stunden mit einem Niederdruckbrenner bestrahlt, und die Lösung wird darauf im Vakuum' eingedampft. Der Rückstand enthält gemäß Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol—Methanol [19 : I]) Ausgangsmaterial und etwa 25% 3,6-Dioxo-17/S-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan. FeCl3-TeSt: positiv. UV-Spektrum: Xmax = 293 πΐμ (log ε = 3,32). Durch Chromatographie an Silicagel lassen sich die beiden Verbindungen nur schwer trennen. Mit Benzol werden nur 35 mg einheitliche Kristalle eluiert, die nach Umlösen aus Methylenchlorid — Methanol bei 154 bis 156° schmelzen und nach Mischprobe, IR-Spektrum, UV-Spektrum {Xmax = 291 πΐμ; log ε = 4,01) und spezifische Drehung ([a]D = +44°, c = 0,64) mit dem im Beispiel 2 beschriebenen Photoprodukt identisch sind.
Beispiel 4
450 mg 3-Oxo-4/5,5/S-oxido-17^-acetoxy-androstan in 100 ml Dioxan werden 2 Stunden mit einem Hochdruckbrenner bestrahlt. Der Rückstand der im Vakuum eingedampften Lösung enthält gemäß Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol— Methanol [19 : I]), UV-Spektrum {Xmax = 291 πΐμ; log ε = 3,61) und FeCI3-TeSt (positiv) etwa 45% 3,6-Dioxo-17/S-acetoxy-A-nor-B-homo-androstanund kein Ausgangsmaterial mehr. Chromatographie an Silicagel ergibt mit Benzol-Äther-(9 : 1)-Gemisch 200 mg Kristalle, die nach dreimaligem Umlösen aus Methylenchlorid—Methanol bei 154 bis 156° schmelzen (100 mg) und nach Mischprobe und IR-Spektrum mit der im Beispiel 2 beschriebenen Verbindung identisch sind.
Beispiel 5
80 mg 3-Oxo-4a,5a-oxido-17^-acetoxy-androstan werden in Dioxan in einem offenen Reagenzglas aus Quarz mit einem Niederdruckbrenner 10 Stunden bestrahlt, und die Lösung wird darauf im Vakuum eingedampft. Gemäß FeCl3-TeSt (positiv), Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol— Methanol [19 : I]) und UV-Spektrum {Xmax=293 ΐημ, log ε = 3,41) enthält der Rückstand unter anderem Ausgangsmaterial und etwa 28% des im Beispiel 2 beschriebenen Photoproduktes. Das schwer trennbare Gemisch wird an Silicagel chromatographiert, wobei Benzol etwa 4 mg einheitliche Kristalle vom F. 154 bis 156° eluiert. Die Verbindung ist nach Misch-F., IR:Spektrum und UV-Spektrum {Imax = 291 ΐημ, log ε = 3,97) mit 3,6-Dioxo-17£-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan identisch.
Beispiel 6
440 mg zli-Sjo-Dipxo-nß-acetoxy-A-nor-B-homoandrosten werden in 10 ml Acetanhydrid-Pyridin-(1:1)-Gemisch 6 Tage bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die Lösung wird darauf im Vakuum zur Trockene eingedampft und der kristalline Rückstand in Benzol-Äther-(9 : 1)-Lösung durch Silicagel filtriert. Es resultierten 350 mg Α^^-Οχο-β,Ώß-diacetoxy-A-nor-B-homo-androstadien, das nach dreimaligem Umlösen aus Aceton—Hexan bei 120 bis
121° schmilzt. FeCl3-TeSt: negativ. |>]0 == +103° (c = 0,91). UV-Spektrum: ληαχ = 24%ΐημ (log f = 3,94). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 1755, 1722, 1703, 1649, 1595, 1255, 1165 cm-1.
Beispiel 7
200 mg /l^jo-Dioxo-njS-acetoxy-A-nor-B-homoandrosten werden in 5 ml gesättigter methanolischer Kaliumcarbonatlösung 24 Stunden bei Zimmertemperatur hydrolysiert. Durch Extraktion mit Äther erhält man 150 mg /!^,ö-Dioxo-nß-hydroxy-A-nor-B-homo-androsten, das nach dreimaligem Umlösen aus Methanol konstant bei 156 bis 159° schmilzt. IR-Spektrum (Nujol): ν = 3560, 1671, 1614 cm-1. [a]o = +107° ic = 1,0) UV-Spektrum Xmax = 240, 311 ηΐμ, (log ε = 3,91, 3,82).
Beispiel 8
80 mg ^^,o-Dioxo-nß-acetoxy-A-nor-B-homoandrosten werden in 20 ml Äthanol gelöst und mit einer Lösung von 0,5 g Rupferacetat und 2 g Natriumacetat in 20 ml Wasser versetzt. Die Reaktionslösung färbt sich augenblicklich grün. Nach 15 Minuten wird sie in Wasser gegossen und mit Benzol extrahiert. Nach dem Eindampfen der organischen Phase im Vakuum resultieren 94 mg grüne Kristalle, die gemäß Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol—Methanol [19 : I]) einheitlich sind. Nach dreimaliger Kristallisation aus Methylenchlorid—Methanol erhält man 40 mg des Kupferkömplexes von Al-l>,(>-Oio\o-Vlß-a.cetoxy-A-nor-B-homo-androsten, das sich bei 300 bis 310° zersetzt. UV-Spektrum: Amax = 332ηαμ (log ε =4,14), 246 ΐημ (log ε=4,31). UV-Spektrum (CHCl3): ν = 1721, 1595, 1565, 1498, 1260 cm-1.
Beispiel 9
580 mg S^-Dioxo-nß-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan werden 4 Tage in Acetanhydrid-Pyridin-(1 : 1)-Gemisch bei Zimmertemperatur acetyliert. Nach dem Eindampfen der Reaktionslösung im Vakuum und Filtration des kristallinen Rückstandes in Benzol-Äther-(9 : 1)-Lösung durch Silicagel erhält man z!5-3-Oxo-6,17-diacetoxy-A-nor-B-homo-androsten, das nach dreimaligem Umlösen aus Aceton— Hexan konstant bei 147 bis 149° schmilzt (425 mg). UV-Spektrum: Xmax = 254πΐμ (log ε = 3,87). IR-Spektrum (CHCI3): » = 1745, 1720 (stark), 1638, 1255, 1160 cm-1. [a]0 = -10° (c = 1,0).
Beispiel 10
80 mg S^-Dioxo-nß-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan werden in 20 ml Äthanol gelöst und mit einer Lösung von 0,5 g Kupferacetat und 2 g Natriumacetat in 20 ml Wasser versetzt. Die sich sofort grünfärbende Lösung wird nach 15 Minuten auf Wasser gegossen, und es werden mit Benzol 90 mg grüne Kristalle isoliert, die gemäß Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol—Methanol [19 : I]) einheitlich sind. Nach fünfmaliger Kristallisation aus Methylenchlorid—Methanol zersetzt sich der so erhaltene Kupferkomplex von 3,6-Dioxo-17/S-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan bei 300 bis 310°. UV-Spektrum: lmax = 310ηαμ (log ε = 4,33), 259 ΐημ (log e = 3,95). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 1720, 1578, 1475, 1260 cm-1.
Beispiel 11
300 mg 3,6-Dioxo-17(S-hydroxy-A-nor-B-homo-androstan werden mit 2 ml Hydrazinhydrat in 10 ml Äthanol im Bombenrohr 16 Stunden auf 210° erhitzt. Die abgekühlte Lösung wird darauf im Vakuum zur Trockene eingedampft und die erhaltenen Kristalle (300 mg), welche gemäß Dünnschichtchromatogramm (Fließmittel: Benzol—Methanol [10 : I]) einheitlich sind, zweimal aus Methanol umkristallisiert. Man erhält das Pyrazolderivat von 3,6-Dioxo-17^-hydroxy-A-nor-B-homoandrostan vom konstanten F. 152 bis 155°. [a]D = +57° (c = 0,52). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 3630, 3640, 1635 cm"1 (schwach). UV-Spektrum hnax = 227 Πΐμ, log ε = 3,74.
Beispiel 12
9 g zl^-S-Oxo-na-methyl-n/S-hydroxy-androstadien werden in einer Lösung von Benzopersäure in 140 ml Chloroform (35 mg/ml) 4 Tage im Dunkeln bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die Reaktionslösung wird darauf mit Äther verdünnt und nacheinander mit wäßriger Kaliumiodid- und Natriumthiosulfatlösung geschüttelt. Man erhält 9,1 g Rohprodukt, das an neutralem Aluminiumoxyd (Aktivität III; dreißigfache Menge) chromatographiert wird.
Benzol und Benzol-Äther-(9 : 1)-Gemisch eluiert 1830 mg amorphes Material, das nochmals an neutralem Aluminiumoxyd (Aktivität III; 60fache Menge) chromatographiert wird. Dabei erhält man mit Benzol-Äther-(9 : 1)-Gemisch 1015 mg kristallines Material, das nach zweimaliger Kristallisation aus Aceton—Petroläther bei 165 bis 167° schmilzt (800 mg). [α]0 = 105,1° (c = 0,56). UV-Spektrum: Amax = 232 ηΐμ (ε = 9000). IR-Spektrum: ν = 3600, 1674, 1617 cm-1.
Es liegt ein Gemisch von 85% 3-Oxo-4/S,5|8-oxido-17/S-hydroxy-17a-methyl-zl1-androsten und 15% 3-Oxo-4a,5a-oxido-17/S-hydroxy-17a-methyl-^l1-androsten vor. Die Ätherfraktionen aus beiden Chromatogrammen ergeben nach einmaliger Kristallisation aus Aceton—Petroläther 5,3 g unverändertes Ausgangsmaterial zurück.
700 mg des obigen Gemisches werden in 200 ml Dibxan während 46 Stunden bestrahlt. Die Lösung wird darauf im Vakuum eingedampft. Zweimaliges Umfallen des kristallinen Rohproduktes ergibt 458 mg zl1 - 3,6 - Dioxo- 17a- methyl -170- hydroxy A-nor-B-homo-androsten vom F. 126 bis 128°. [α] 0 =+79,8 ° (c=0,49). UV-Spektrum: ;ΐΒΒ=239πΐμ (ε = 8200) und 311 ηΐμ (ε = 6700). IR-Spektrum: ν = 3610, 1761, 1708 cm-1.
Beispiel 13
Unter den im Beispiel 1, d) angegebenen Bedingungen wird aus der Bis-methylendioxyverbindung von Prednisolon über die entsprechende, nach den Angaben des Beispiels 1, a) hergestellte 4α,5α- oder 40,50-Oxidoverbindung die 17,20 ;20,21-Bismethylendioxyverbindung von zl1-3,6,20-Trioxo-llj3,17a,21-trihydroxy-A-nor-B-homo-pregnen erhalten. Diese liefert nach Hydrolyse das freie /^-3,6,20-TnOXO-11/?,17α,21 - trihydroxy - A - nor - B - homo - pregnen; F. = 217 bis 224°.
609 539/432
Beispiel 14
200 mg S^-Dioxo-lV^-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan werden in 10 ml mit Salzsäure gesättigtem Eisessig gelöst und mit 2 ml Methylmercaptan versetzt. Nach 48 Stunden wird aufgearbeitet, wobei in praktisch quantitativer Ausbeute das zl3'5'-3-Methylmercapto -6-OXO-17/9- acetoxy -A-nor-B- homoandrosten vom F, 166 bis 167° erhalten wird. [a]B = + 124°(c=0,67). UV-Spektrum: Amaa;=319m^ (log £ = 4,02). IR-Spektrum (CHCl3): ν = 1720, 1624, 1255 cm-1.
B eisp i el 15
250 mg /l^-S-Oxo^n-diacetoxy-A-nor-B-homoandrostadien werden in 20 ml Benzol mit 250 mg 5%iger Palladiumkohle hydriert. Hfe-Aufnahme: 25 ml in 20 Minuten. Die vom Katalysator befreite Lösung wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand an 7 g saurem AI2O3 (Aktivität II) chromatographiert. Mit Hexan-Benzol-(1 : I)-Gemisch isoliert man 85 mg Kristalle, die nach zweimaligem Umlösen aus Äther—Pentan und Sublimation im Hochvakuum bei 139 bis 140° schmelzen. [a]D = —112° (c = 0,49). Das Präparat stellt das reine 3-Oxo-17/?-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan dar, F. 139 bis 140° C.
Beispiel 16
150 mg zl5-3-Oxo-6,17^-diacetoxy-A-nor-B-homoandrosten werden in Gegenwart von 150 mg 5%iger Palladiumkohle in 5 ml Benzol hydriert. Es resultiert ein Gemisch, das an 5 g saurem AI2O3 (Aktivität II) chromatographiert wird. Hexan-Benzol-(1 : I)-Gemisch liefert dabei 50 mg 3-Oxo-17(3-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan, das zweimal aus Äther—Pentan umgelöst und im Hochvakuum sublimiert wird; F. 139 bis 140°. [o]„ = -116° (c = 0,43). IR-Spektrum (CHCl3): Amea: = 1727, 1258 cm-1. Die Verbindung ist mit dem im Beispiel 15 beschriebenen Präparat identisch.
Beispiel 17
10 mg S-Oxo-n^-acetoxy-A-nor-B-homo-androstan werden 48 Stunden bei Zimmertemperatur in gesättigter methanolischer KOH-Lösung belassen. Nach der Aufarbeitung resultieren 8 mg 3-Oxo-. 17/3-hydroxy-A-nor-B-hoino-androstan, das nach viermaligem Umlösen aus Aceton—Hexan bei 129 bis 130° schmilzt. IR-Spektrum (CHCl3): kmax = 3620, 1725 cm-1.
B e i s ρ i e 1 18
1,5 g /l1-3,20-Dioxo-4,5-oxido-17a-acetoxy-pregnen in 500 ml Dioxan werden 72 Stunden mit einem Niederdruckbrenner bestrahlt (Temperatur: 26 bis 29°) und die Lösung darauf im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird in 50 ml Alkohol gelöst, mit 150 ml Äther verdünnt und im Scheidetrichter mit 10 ml eiskalter 10%iger Natronlauge in 50 ml Wasser geschüttelt. Nach erschöpfender Extraktion mit Natronlauge werden die alkalischen Auszüge vereinigt und mit verdünnter Salzsäure angesäuert, wobei 850 mg rohes /^-3,6,20-TnOXO-na-acetoxy-A-nor-B-homo-pregnen erhalten werden. Nach Kristallisation aus Methylenchlorid—Äther schmilzt die reine Verbindung bei 198 bis 199°, [a]D = +76° (c = 0,945). Im Dünnschichtchromatogramm (System: Benzol—Methanol 9 : 1) ist ein einziger Fleck sichtbar.
Der mit Natronlauge nicht reagierende Anteil beträgt 0,5 g und stellt unverändertes Ausgangsmaterial dar.
Der Ausgangsstoff läßt sich wie folgt .herstellen: 10 g /l4-3,20-Dioxo-17a-acetoxy-pregnen werden in 100 ml Methylenchlorid und 300 ml Methanol gelöst und bei 0° tropfenweise mit 60 ml 30%igem Wasserstoffperoxyd und 20 ml 10%iger Natronlauge versetzt und 27 Stunden bei 0°C gerührt. Die Reaktionsmischung wird dann auf Eis—Wasser gegossen und mit Methylenchlorid und Äther extrahiert. Nach dem Neutralwaschen, Trocknen und Eindampfen im Vakuum erhält man 9 g rohes 3,20-Dioxo-17a-acetoxy-4,5-oxido-pregnan, das ohne weitere Reinigung für den nächsten Schritt verwendet wird.
5,16 g rohes 3,20-Dioxo-17a-acetoxy-4,5-oxidopregnan werden in 75 ml tert.-Amylalkohol gelöst. Nach Zugabe von 2,5 ml Eisessig und 0,5 g Quecksilber wird zum Sieden erhitzt und unter gutem Rühren eine Lösung von 2,5 g Selendioxyd in 32 ml tert.-Amylalkohol zugetropft. Nach 14 Stunden wird abgekühlt, über eine Schicht Norit abgenutscht und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird in Essigester aufgenommen und nacheinander mit 10%iger Kaliumjodidlösung, 20%iger Natriumthiosulfatlösung, 10%iger Sodalösung und Wasser gewaschen. Nach dem Eindampfen des Lösungsmittels erhält man 5,78 g rohes zI1-3,20-Dioxo-4,5-oxido-17a-acetoxy-pregnen, das nach Filtration über Aluminiumoxyd (Aktivität II) und Kristallisation aus Methylenchlorid—Äther bei 203 bis 212° schmilzt.
Beispiel 19
1 g zl1-3,6,20-Trioxo-17a-acetoxy-A-nor-B-homopregnen werden in Gegenwart von 1 g 5%iger Palladiumkohle in 100 ml Benzol hydriert. Nach Aufnahme der für 1 Mol berechneten Menge Wasserstoff wird vom Katalysator filtriert und eingedampft. Der Rückstand stellt das S^^O-Trioxo-na-acetoxy-A-nor-B-homo-pregnan dar, das nach Kristallisation aus Äther bei 221 bis 224° schmilzt; [a]0 = +2° (c = 0,164).
In analoger Weise wird das im Beispiel 12 beschriebene z)1-3,6-Dioxo-17a-methyl-17^-hydroxy-A-nor-B-homo-androsten zum 3,6-Dioxo-17a-methyl-17/i-hydroxy-A-nor-B-homo-androstan vom F. 158 bis 160° reduziert; [a]0 = +34° (c = 0,921).
Beispiel 20
4,15 g ^l1-3-Oxo-4,5-oxido-17a-methyl-17^-acetoxyandrosten in 500 ml Dioxan werden 72 Stunden mit einem Niederdruckbrenner bestrahlt (Temperatur: 26 bis 30°) und nach den Angaben im Beispiel 18 aufgearbeitet. Der natronlaugelösliche Anteil beträgt 3,63 g und stellt das zl^^-Dioxo-na-methyl-17/S-acetoxy-A-nor-B-homo-androsten dar, das nach Kristallisation aus Methylenchlorid—Äther bei 206 bis 210° schmilzt.
Der für die Bestrahlung benutzte Ausgangsstoff läßt sich wie folgt herstellen: <d4-3-Oxo-17a-methyl-17/?-acetoxy-androsten wird nach den Angaben im Beispiel 18 mit alkalischem Wasserstoffperoxyd zum 3-Oxo-4,5-oxido-17a-methyl-17/9-acetoxy-androstar (F. = 119 bis 121°, aus Aceton—Hexan) oxydier.
und anschließend mittels Selendioxyd zum zlx-3-Oxo-4,5 - oxido - 17a - methyl -Π β- acetoxy - androsten dehydriert.
Beispiel 21
3 g /l1-3-Oxo-4,5-oxido-20/?-acetoxy-pregnen in 500 ml Dioxan werden 70 Stunden mit einem Niederdruckbrenner bestrahlt (Temperatur: 27 bis 30°) und nach den Angaben von Beispiel 18 aufgearbeitet. Der natronlaugelösliche Anteil liefert 2,16 g Δ !-3,6-Di- ίο oxo^Oß-acetoxy-A-nor-B-homo-pregnen, das nach Kristallisation aus Methylenchlorid—Äther bei 161 bis 163° schmilzt. [alD = +134° in Chloroform (c = 0,511). Danaben werden noch 550 mg Ausgangsmaterial zurückgewonnen.
Der obige Ausgangsstoff läßt sich wie folgt gewinnen: Das J4-3-Oxo-20j8-hydroxy-pregnen vom F. 167 bis 170° wird nach den Angaben im Beispiel 18 mit alkalischem Wasserstoffperoxyd oxydiert, das erhaltene Rohprodukt mit Acetanhydrid—Pyridin behandelt und das 3-Oxo-4,5-oxido-20ß-acetoxypregnan mittels Selendioxyd zum J1-3-Oxo-4,5-oxido-20^-acetoxy-pregnen dehydriert.
B e i s ρ i e 1 22
2 g zl1-3,6-Dioxo-20^-acetoxy-A-nor-B-homopregnen werden in 50 ml gesättigter methanolischer Kaliumcarbonatlösung 32 Stunden unter Stickstoff gekocht und nach den Angaben im Beispiel 7 aufgearbeitet, wobei 1,74 g rohes zl1-3,6-Dioxo-20/S-hydroxy-A-nor-B-homo-pregnen erhalten werden, das nach Umkristallisieren aus Methylenchlorid—Äther bei 148 bis 149° schmilzt; [a]D = -59° (c = 0,937).
Beispiel 23
35
800 mg zl1-3,6-Dioxo-20iS-hydroxy-A-nor-B-homopregnen werden in 200 ml Benzol in Gegenwart von 800 mg 5%iger Palladiumkohle hydriert. Nach Aufnahme der für 1 Mol berechneten Menge Wasserstoff wird vom Katalysator abfiltriert und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Das nach Kristallisation aus Äther—Pentan erhaltene 3,6-Dioxo-20/S-hydroxy-A-nor-B-homo-pregnan schmilzt bei 117 bis 118°.
Beispiel 24
45
1,5 g Lakton des zl1-3-Oxo-4,5-oxido-17^-hydroxy-17a-(j3-carboxyäthyl)-androstens in 500 ml Dioxan werden 72 Stunden mit einem Niederdruckbrenner (Temperatur: 26 bis 29°) bestrahlt, die Lösung darauf im Vakuum eingedampft und wie im Beispiel 18 aufgearbeitet. Der Natronlaugeauszug stellt das Lakton des zl^^-Dioxo-nß-liydroxy-na-dS-carboxy-äthyl)-A-nor-B-homo-androstens dar; es schmilzt nach Kristallisation aus Methylenchlorid—Äther bei 185 bis 186°, [a]„ = +85°.
Durch katalytische Hydrierung gemäß den Angaben im Beispiel 2 erhält man daraus das Lakton des 3,6-Dioxo-17ß-hydroxy-17ct-(/S-carboxyäthyl)-A-nor-B-homo-androstans, das nach Umlösen aus Methylenchlorid—Äther bei 193 bis 194° schmilzt. Die erhaltenen A-nor-B-homo-steroide sind auch diuretisch wirksam und zeigen eine anti-Aldosteronwirkung.
Der Ausgangsstoff läßt sich aus dem Lakton des zl4-3-Oxo-17^-hydroxy-17a-dS-carboxyäthyl)-androsten durch Oxydation mit Wasserstoffperoxyd und anschließende Dehydrierung mittels Selendioxyd gemäß den Angaben im Beispiel 18 gewinnen.
Beispiel 25
Bei der Bestrahlung des zl1-3-Oxo-4,5-oxidocholestens, das gemäß Beispiel 18 aus dem entsprechenden J4-3-Keton erhalten wird, gewinnt man das z^-^o-Dioxo-A-nor-B-homo-cholesten, F. 97° (aus Pentan).
Beispiel 26
1,5 g zl1-3,20-Dioxo-4,5-oxido-ll^,17a-dihydroxy-21-acetoxy-pregnen werden nach den Angaben von Beispiel 18 bestrahlt und aufgearbeitet, wobei das Δ1 - 3,6,20 - Trioxo - 110,17a - dihydroxy - 21 - acetoxy-A-nor-B-homo-pregnen und das durch teilweise Hydrolyse während der Natronlaugeextraktion daraus entstandene Λ^,ό^Ο-Τποχο-ΙΙ&Πα^Ι-ΐπην-droxy-A-nor-B-homo-pregnen erhalten werden; F. = 217 bis 224°.
Gemäß den Angaben im Beispiel 2 lassen sich die beschriebenen Bestrahlungsprodukte durch katalytische Hydrierung in das 3,6,20-Trioxo-ll/?,17a-dihydroxy-21 -acetoxy-A-nor-B-homo-pregnan bzw. das 3,6,20 - Trioxo - Uß,17a,21 - trihydroxy - A - nor-B-homo-pregnan überführen; F. = 132,5 bis 138°.
Den oben verwendeten Ausgangsstoff gewinnt man aus z11'4-3,2O-Dioxo-ll0,17a-dihydroxy-21-acetoxypregnadien durch Umsetzung mit Benzopersäure gemäß den Angaben im Beispiel 1, a).
Beispiel 27
1,8 g des 17,20;20,21-Bis-methylendioxyderivats von Prednisolon werden in einer Lösung von Benzopersäure in 110 ml Chloroform (45 mg/ml 7 Tage im Dunkeln bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die Reaktionslösung wird darauf mit Äther verdünnt und nacheinander mit wäßriger Kaliumjodid- und Natriumthiosulfatlösung, Wasser, Natriumhydrogencarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen. Nach dem Eindampfen werden 1,4 g eines Gemisches, enthaltend das 17,20 ;20,21-Bismethylendioxyderivat von 4α,5α- und 40,50-Oxidoprednisolon erhalten.
1,4 g des obigen Gemisches werden in 170 ml Dioxan während 14 Stunden mit einer Niederdruck-Quecksilberlampe belichtet. Nach Aufarbeiten gemäß den Angaben im Beispiel 18 erhält man 420 mg des 17,20 ;20,21-Bis-methylendioxyderivats von A1S^, 20 - Trioxo -1 iß, 17ct,21 - trihydroxy - A - nor - B - homopregnen, das nach Filtration über Silicagel, Entfärbung mit Tierkohle und Kristallisation aus Aceton—Petroläther bei 210 bis 230° unter Zersetzung schmilzt; [a]D = -7° (c = 0,7). UV-Spektrum: Xmax = 236 bzw. 310 ΐημ (ε = 8000 bzw. 6080).

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von A-Nor-B-homo-steroiden, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 3-Oxo-4,5-oxidosteroid, gegebenenfalls unter vorübergehendem Schutz von unter den Reaktionsbedingungen nicht inerten Gruppen, mit ultraviolettem Licht in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels bestrahlt und, wenn erwünscht, das erhaltene 3,6-Dioxo-A-nor-B-homo-steroid in an sich bekannter Weise in seine funktioneilen, von der Enolform sich ableitenden Ketonderivate, ins-
besondere mit acylierenden Mitteln in die entsprechenden 6-Enolacylate, überführt und/oder in seine Metallsalze, insbesondere Kupferkomplexe, überführt oder mit Hydrazinen umsetzt und, Wenn erwünscht, erhaltene z)5-3-Oxo-6-acyloxy-A - nor - B - homo - steroide katalytisch hydriert oder erhaltene A-Nor-B-homo-steroide mit funktionell abgewandelten Hydroxyl- und/oder Ketogruppen hydrolysiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bestrahlung in Dioxan ausführt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Οχο-4α,5α- oder -4/3,5/S-oxido-steroide, insbesondere 3-Oxo-4,5 - oxido - androstane oder -19-nor-androstane oder ihre 1-Dehydroderivate, 3-Oxo-4,5-oxidopregnane oder -19-nor-pregnane oder ihre 1-Dehydroderivate, 3-Oxo-4,5-oxido-cholestane oder -spirostane oder ihre 1-Dehydroderivate oder 1 - Dehydro - 4,5 - oxido - testololacton oder das Lacton des Δ1 - 3 - Oxo - 5 - oxid^o - Π β - hydroxy-17a-(j8-carboxyäthyl)-androstens als Ausgangsstoffe verwendet.
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