DE1211270B - Schaltungsanordnung fuer eine ueber eine Gabel an eine zweiadrige Anschlussleitung angeschlossene sprachgesteuerte Gegen- oder Wechselsprech-anlage mit Freisprechbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer eine ueber eine Gabel an eine zweiadrige Anschlussleitung angeschlossene sprachgesteuerte Gegen- oder Wechselsprech-anlage mit FreisprechbetriebInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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Int. CL:
H04m
H04b
Deutsche KL: 21 a2 - 36/02
Nummer:
Aktenzeichen:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
T 22268 VIII a/21 a2
7. Juni 1962
24. Februar 1966
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine über eine Gabel an eine zweiadrige Anschlußleitung
angeschlossene sprachgesteuerte Gegenoder Wechselsprechanlage mit Freisprechbetrieb mit
einem beim Mikrofon- oder Sprechverstärker im Sendezweig und einem beim Lautsprecher oder Hörverstärker
im Empfangszweig wechselstrommäßig eingeschleiften, die Sprech- bzw. Hörverstärkung
regelnden gleichstromsteuerbaren Dämpfungsglied und je einem weiteren derartigen Dämpfungsglied.
Derartige Schaltungsanordnungen sind an sich bekannt. So ist beispielsweise bei einer bekannten
Schaltung die Anordnung so getroffen, daß hinter dem obengenannten weiteren Dämpfungsglied ein
Teil der Sende- bzw. Empfangswechselspannung abgezweigt und über je einen dem Sende- bzw. Empfangszweig
individuell zugeordneten Steuerverstärker mit Steuergleichrichter einer Brückenschaltung zugeführt
wird, die zur sprachgesteuerten Sprechrichtungsumschaltung die jeweilige Größe der Sende-
und der Empfangswechselspannungen miteinander vergleicht und dementsprechend einen solchen
Steuergleichstrom für die vier Dämpfungsglieder bewirkt, daß die beiden dem jeweils besprochenen
Zweig zugeordneten Dämpfungsglieder leiten und diesen rasch entdämpfen, während die beiden dem
jeweils anderen unbesprochenen Zweig zugeordneten Dämpfungsglieder sperren und diesen rasch mindestens
entsprechend stark dämpfen.
Bei dieser bekannten Anordnung ist es erforderlich, daß die in dem Sende- bzw. Empfangszweig
liegenden Dämpfungsglieder einen großen steuerbaren Dämpfungsbereich aufweisen, der etwa 50 db
betragen muß. Diese Dämpfungsglieder sind so eingestellt, daß sie im unbesprochenen Zustand der Anordnung
eine mittlere Ruhedämpfung aufweisen, die etwa 25 db beträgt. Dämpfungsglieder mit einem
derartig hohen steuerbaren Dämpfungsbereich sind schwierig herzustellen. Insbesondere bedarf es besonderer
Maßnahmen, um die im Ruhezustand vorhandene Dämpfung weitgehend konstant zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung der oben beschriebenen Art
zu schaffen, die bei gleichem Aufwand betriebssicher arbeitet und eine raschere Sprechrichtungsumkehrung
ermöglicht und dabei die oben geschilderten Nachteile der bekannten Schaltungsanordnung vermeidet.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß jedes jeweils vor dem Steuerverstärker des Sendebzw.
Empfangszweiges liegende weitere Dämpfungsglied wechselstrommäßig ebenfalls in Reihe im
Schaltungsanordnung für eine über eine Gabel an eine zweiadrige Anschlußleitung angeschlossene
sprachgesteuerte Gegen- oder Wechselsprechanlage mit Freisprechbetrieb
sprachgesteuerte Gegen- oder Wechselsprechanlage mit Freisprechbetrieb
Anmelder:
Telefonaktiebolaget LM Ericsson, Stockhohn
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Als Erfinder benannt:
Lars Gunnar Ulin, Stockholm
Lars Gunnar Ulin, Stockholm
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 8. Juni 1961 (6007)
Schweden vom 8. Juni 1961 (6007)
Sende- bzw. Empfangszweig liegt, und beide mit ihrem Steuergleichstromeingang einander antiparallel
geschaltet sind, und daß die beiden dem Sendezweig zugeordneten Dämpfungsglieder für den
sie im Empfangszustand sperrenden Steuergleichstrom in Durchlaßrichtung zum Mikrofon in Reihe
geschaltet sind, während die dem Empfangszweig zugeordneten Dämpfungsglieder für den sie im Sendezustand
sperrenden Steuergleichstrom in Durchlaßrichtung zum Lautsprecher in Reihe geschaltet sind.
Die Dämpfungsglieder brauchen bei dieser Schaltungsanordnung lediglich eine maximale Dämpfung
aufzuweisen, die halb so groß ist wie der Dämpfungsbereich bei der bekannten Schaltungsanordnung.
Infolgedessen lassen sich die beim Erfindungsgegenstand verwendeten Dämpfungsglieder
mit kleineren Strömen steuern, so daß der Steuerteil der Schaltungsanordnung entsprechend einfacher
aufgebaut sein kann.
Da bei den Dämpfungsgliedern lediglich Endzustände gesteuert werden müssen, nämlich der dämpfungslose Zustand und der Zustand maximaler Dämpfung, lassen sich diese Endzustände auch durch
Da bei den Dämpfungsgliedern lediglich Endzustände gesteuert werden müssen, nämlich der dämpfungslose Zustand und der Zustand maximaler Dämpfung, lassen sich diese Endzustände auch durch
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Übersteuerung herstellen, so daß sich auch eine beträchtliche Erhöhung'der Umschaltungsgeschwindigkeit
ergibt. Demgegenüber muß bei der bekannten Schaltungsanordnung ein dritter, zwischen den Endzuständen
liegender Zustand eingestellt werden, der nicht durch Übersteuerung herstellbar ist.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
F i g. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung;
Fi g. 2 zeigt ein Schaltbild für zwei stromgesteuerte
Dämpfungsglieder der Schaltungsanordnung gemäß il
Fig. 3 zeigt schematisch herausgezeichnet die Parallel- und Reihenschaltung der Steuergleichstromeingänge
der vier Dämpfungsglieder, die in der Schaltungsanordnung nach Fig.l enthalten sind,
und
Fig. 4 zeigt die Größe der Steuergleichströme für die Dämpfungsglieder. in Abhängigkeit vom jeweiligen
Unterschied der an den Ausgängen der Brückenschaltung auftretenden abgeleiteten Spannungen
Ul und U 2.
Wie Fig. 1 zeigt, werden in bekannter Weise die beim Hineinsprechen in ein Mikrofon M erzeugten
Sprechwechselströme in einem Vorverstärker Fl verstärkt und über ein im Sendezustand am wenigsten
dämpfendes erstes Dämpfungsglied Dl, einen Nachverstärker F3 und eine Gabel IL2 auf eine
zweiadrige Leitung L gegeben.
An den Sendezweig ist in bekannter Weise über ein weiteres drittes Dämpfungsglied D 3 ein Steuerverstärker
TrI mit einem Gleichrichter angeschlossen, der aus dem jeweils auftretenden Sprechwechselstrom
einen entsprechenden Steuergleichstrom für die Dämpfungsglieder ableitet.
In gleicher Weise ist am Anfang des Empfangszweiges an diesen vor dem zweiten Dämpfungsglied
Ό 2 — an das über einen Hörverstärker F 2 der Lautsprecher H angeschlossen ist — über ein
weiteres (viertes) Dämpfungsglied D 4 ein dem Steuerverstärker TrI des Sendezweiges entsprechender
Steuerverstärker Tr 2 für den Empfangszweig in bekannter Weise angeschlossen.
Bei der bekannten Schaltungsanordnung ist das dem Steuerverstärker vorgeschaltete weitere Dämpfungsglied
D 3 bzw. D 4 wechselstrommäßig parallel zum ersten bzw. zweiten, als Längsdämpfungsglied
ausgebildeten Dämpfungsglied Dl bzw, D 2 angeschlossen und mit seinem Steuergleichstromeingang
mit dem zweiten bzw. ersten Dämpfungs*
glied D 2 bzw. Dl des jeweils anderen Zweiges in Reihe an dessen Steuerverstärker angeschlossen.
Im Gegensatz hierzu sind beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 alle vier Dämpfungsglieder Dl bis D 4 als Querdämpfungsglieder ausgebildet,
und erfindungsgemäß liegt jedes jeweils vor dem Steuerverstärker TrI, Tr 2. des Sende- bzw.
Empfangszweiges liegende weitere Dämpfungsglied D 3, D 4 wechselstrommäßig ebenfalls in Reihe
im Sende- bzw. Empfangszweig, und beide sind mit ihrem Steuergleichstromeingang 31, 32, 32' einander
antiparallel geschaltet. Die beiden dem Sendezweig zugeordneten Dämpfungsglieder D1 und D 2 sind für
den sie im Empfangszustand sperrenden Steuergleichstrom in Durchlaßrichtung zum Mikrofon M in
Reihe geschaltet, während die dem Empfangszweig zugeordneten Dämpfungsglieder D 2 und D 4 für
den sie im Sendezustand sperrenden Steuergleichstrom in Durchlaßrichtung zum Lautsprecher H in
Reihe geschaltet sind.
Jedes weitere Dämpfungsglied D3 (s. Fig. 2
bzw. D 4) besteht aus einem Eingangstransformator T 5, dessen Sekundärwicklung eine mittlere Anzapfung
31 bzw. 31' aufweist, aus zwei gegeneinandergeschalteten Gleichrichtern L 31 und L 32,
welche die Enden der Sekundärwicklung des Eingangstransformators Γ 5 überbrücken.
Das erste bzw. zweite Dämpfungsglied Dl bzw. D 2 besteht aus einem Ausgangstransformator T 6,
dessen Primärwicklung eine mittlere. Anzapfung 36 bzw. 36' aufweist und aus zwei ebenfalls gegeneinandergeschalteten
Gleichrichter LU und L12, die die Enden der Primärwicklung von T 6 überbrücken
und außerdem über je einen Widerstand Rl bzw. R2 an die Enden der Sekundärwicklung des
Eingangstransformators des weiteren DämpfungsgliedesD3
bzw. D 4 angeschlossen sind.
Die stromgesteuerten Dämpfungsglieder werden in bekannter Weise durch die sie durchfließenden
Steuergleichströme beeinflußt, und zwar so, daß sie ihren Zweig bei größerem Steuergleichstrom stärker
dämpfen, und im unbesprochenen Ruhezustand erhalten die ersten Dämpfungsglieder Dl und D 2
einen Ruhesteuergleichstrom, so daß sie in bekannter Weise eine Ruhedämpfung von z.B. 25 db aufweisen,
mit der sie ihren Zweig dämpfen, d. h. halb entsperrt und halb gesperrt halten. Im Gegensatz zu
;.. der bekannten Schaltungsanordnung erhalten die
zweiten Dämpfungsglieder D 3 und D 4 im Ruhezustand bei der Erfindung keinerlei Steuergleichstrom
und sind somit völlig entsperrt (O db).
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind einerseits die Verbindungspunkte zwischen
den mit ihren Steuergleichstromeingängen parallel- bzw. in Reihe geschalteten Dämpfungsgliedern
und andererseits die von den Verbindungspunkten abgewendeten Adern der Steuergleichstromeingänge
der ersten Dämpfungsglieder, also die Ausgänge der Brückenschaltung, über jeweils gleich große Widerstände
mit einem Punkt mit festem negativem Potential verbunden.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung kann mit Vorteil auch so aufgebaut sein, daß die
beiden Ausgänge der Brückenschaltung einzeln mit den Steuerverstärkern über die Primärwicklung je
eines Transformators verbunden sind, dessen Sekundärwicklung je eine Mittelanzapfung aufweist, die an
die Eingangsseite des jeweils anderen Steuerverstärkers angeschlossen ist, während die beiden Enden
der Sekundärwicklungen über Gleichrichter an den Mittelpunkt eines aus festen Widerständen bestehenden
Spannungsteilers angeschlossen sind.
Bei den bekannten Steuerschaltungen müssen die Dämpfungsglieder D1 und D 2 im allgemeinen nach
einer bestimmten Kurve gesteuert werden, so daß sie beispielsweise im Ruhezustand auf 25 Dezibel, in
der Arbeitslage auf 50 Dezibel und beim Senden bzw. Empfangen auf 0 Dezibel eingestellt werden.
Ein besonderer Vorteil der Schaltungsanordnung nach der Erfindung besteht darin, daß nur folgende
Bedingungen zu erfüllen sind: Im Ruhezustand werden die Dämpfungsglieder Dl und D 2 auf
25 Dezibel eingestellt und die Dämpfungsglieder D 3 und D 4 auf 0 Dezibel, während beim Senden D 3
und Dl 0 Dezibel haben müssen und D 4 und D 2
je 25 Dezibel. Eine solche Regelung nach dem Prinzip
der »Entweder-Oder«-Schaltung der elektronischen Rechengeräte ist technisch sehr viel einfacher
durchführbar als die früheren Lösungen dieser Aufgabe.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist folgende:
Befindet sich die Verstärkeranordnung im Ruhezustand, d. h., werden keine Sprechströme auf die
Verstärker Fl und F 2 gegeben, dann führen die Transistoren TrI und Tr 2 gleich große mittlere
Ruhesteuergleichströme, deren Stärke beispielsweise je 1 mA ist. Die Spannungen an den Punkten 1
und 2 sind in diesem Fall gleich groß, und infolge der Gleichheit der Steuergleichströme fließen nur
in den Dämpfungsgliedern D1 und D 2 gleich große
Steuergleichströme, nicht aber auch durch die Dämpfungsglieder D 3 und D 4. Im Dämpfungsglied
öl fließt beispielsweise der Steuergleichstrom über folgenden Weg:
1, 36, T6, L11/12, 35, 32, 3, RlS,-.
Die Dämpfungsglieder D 3 und D 4 erhalten im
Ruhezustand keinerlei Steuerströme, weil in diesem Fall die Punkte 3 und 4 das gleiche Potential haben.
Dieser Betriebszustand ergibt sich mit aller Klarheit aus Fig. 3. Gleiche Potentiale an den Punkten 1
und 2 ergeben gleiche Steuergleichströme durch D1 und D2 über die Widerstände RlS und R16,
und da diese Widerstände gleich groß sind, sind auch die Potentiale in den Punkten 3 und 4 gleich groß,
d. h., es fließen keine Steuergleichströme durch die Dämpfungsglieder D 3 und D 4. Dieser Betriebszustand
(Ruhezustand) ist in Fig. 4 durch die Ordinate Ul=U2 angedeutet, wobei Ul das Potential
im Punkt 1 und U 2 das Potential des Punktes 2 bedeutet. Die Steuergleichströme durch die Dämpfungsglieder
D1, D 2, D 3 und D 4 sind hier mit il,
i2, /3 und /4 bezeichnet. Wie man sieht, ist H=i2
und damit gleich i, während /3 etwa gleich ζ 4 und ungefähr gleich 0 ist.
Wird die Schaltungsanordnung auf Senden umgesteuert, d. h. werden von dem Mikrofon Sprechströme
in die zweiadrige Leitung L eingespeist, dann wird in bekannter Weise ein gewisser Anteil dieser
Sprechströme über die Leitung 33/34 und den Transformator Π zu dem Steuerverstärker (Transistor)
TrI abgezweigt. Die vom Steuerverstärker verstärkten Sprechströme werden in einem Stromkreis gleichgerichtet,
der aus der Sekundärwicklung eines Transformators Γ3, Gleichrichtern Ll und L2, einem
Widerstand .R12 und einem Kondensator C 2 besteht.
Die Mittelanzapfung an den Sekundärwicklungen wird gegenüber dem Spannungsteilermittelpunkt 5
auf ein negatives Potential angehoben, und dieses negative Potential wird über die Sekundärwicklung
des Transformators Γ2 auf die Basis des als Steuerverstärker
wirkenden Transistors Tr 2 gegeben.
In gleicher Weise wird beim Umschalten auf Empfang das dadurch erhöhte negative Potential der
Mittelanzapfung der Sekundärwicklung des Transformators T 4 gegenüber dem Spannungsteilermittelpunkt
5 der Basis des als Steuerverstärker wirkenden Transistors TrI über die Sekundärwicklung des
Transformators Tl zugeführt.
Die Änderung des negativen Potentials an der Basis des Transistors 7V2 hat eine Erhöhung der
Stromstärke durch diesen Steuerverstärker zur Folge, die sich in einer Erhöhung des Potentials des
Punktes 2 und in einem erhöhten Potentialabfall am Emittervorwiderstand RU äußert, der den beiden
Transistoren TrI und Tr 2 gemeinsam ist. Die dadurch
bewirkte Erhöhung des negativen Potentials am Emitter des Transistors TrI bewirkt also eine
Herabsetzung des Stromes durch den Transistor TrI. Dies hat zur Folge, daß der Punkt 2 ein nochmals
höheres Potential bekommt als der Punkt 1,
ίο d.h. t/2 größer als Ul, und nicht nur das Dämpfungsglied
D 2 erhält weiter seinen Steuergleichstrom i 2, sondern jetzt auch das Dämpfungsglied!^,
während das Dämpfungsglied Dl keinen Steuergleichstrom mehr erhält bzw. nur einen
kleineren Steuergleichstrom il erhält, der gegen Null
abnimmt. Infolgedessen können die vom Mikrofon erzeugten Sprechströme ohne Schwierigkeit die
zweiadrige Leitung L erreichen, während die Sprechströme, die aus der Leitung kommen, den
Lautsprecher H nicht erreichen können.
Wird die Anordnung auf Empfang geschaltet, d. h. kommen die Sprechströme aus der Leitung L,
dann wird in bekannter Weise ein bestimmter Anteil dieser Empfangswechselspannungen über die Leitung
43/44 und den Transformator Γ 2 zu dem Transistor Tr 2 geführt. In gleicher Weise wie oben beschrieben
nimmt der Gleichstrom durch den Transistor Tr 2 ab, während der Gleichstrom durch den Transistor
TrI zunimmt; der Punkt 1 kommt auf ein höheres Potential als der Punkt2, d.h. Ul wird
größer als i/2, und die Dämpfungsglieder Dl und D 3 erhalten ihren Steuergleichstrom, während
das Dämpfungsglied D 2 nur einen Steuergleichstrom erhält, der gegen Null abnimmt. Für das Dämpfungsglied
D 3 besteht dann folgender Stromkreis:
3/32, L31/L32, Γ 5, 31, 4.
Das Dämpfungsglied D 4 führt keinen Steuergleichstrom,
weil sich der Punkt 3 in diesem Falle auf einem höheren Potential befindet als der Punkt 4.
Die Empfangswechselspannungen aus der zweiadrigen Leitung L erreichen infolgedessen den Lautsprecher
H, während die gegebenenfalls durch das Mikrofon M erzeugten Sprechströme die Leitung L
nicht erreichen können.
Die jeweils stärkere Sprechwechselspannung setzt sich also in bekannter Weise durch, indem der daraus
abgeleitete Steuergleichstrom den eigenen besprochenen Zweig entdämpft und den jeweils anderen
mit schwächeren oder gar keinen Sprechwechselspannungen beaufschlagten Zweig bedämpft.
Da genau wie bei der bekannten Anordnung nach der deutschen Auslegeschrift 1086 753 das jedem
Steuerverstärker jeweils vorgeordnete zweite Dämpfungsglied D 3, D 4 von den Steuergleichströmen
im Sinne einer Verstärkung der jeweils durch die stärkeren Sprechwechselspannungen bereits eingeleiteten
Richtungsumschaltung gesteuert wird, ergibt sich wie bei der vorgenannten bekannten An-Ordnung
eine sehr rasche Sprechrichtungsunischaltung und im jeweils unbesprochenen Zweig eine
verstärkte Dämpfung, die somit ihrerseits eine erhöhte Dynamik und eine geringere Verzerrung mit
sich bringt.
Bei der vorgenannten bekannten Anordnung liegt im Gegensatz zum AB das jedem Steuerverstärker
vorgeordnete weitere Dämpfungsglied D 3, D 4 nicht in Reihe im Zweig vor dessen erstem Dämpfungs-
glied, sondern ist vor diesem parallel abgezweigt und wird durch den vom Steuerverstärker des jeweils anderen
besprochenen Zweiges abgeleiteten Steuergleichstrom auf höhere Dämpfung geschaltet, so daß
der ihm nachgeschaltete Steuerverstärker des unbesprochenen Zweiges einen kleineren Steuergleichstrom
liefert, der also das erste Dämpfungsglied seines Zweiges auf höhere Dämpfung und das zweite
Dämpfungsglied des anderen besprochenen Zweiges auf noch geringere Dämpfung schaltet. Hierdurch
liefert der diesem nachgeschaltete Steuerverstärker des besprochenen Zweiges einen noch größeren
Steuergleichstrom, was zu der erwähnten sehr raschen Sprechrichtungsumschaltung führt.
Im Gegensatz zu dieser bekannten Anordnung sind bei der nach der Erfindung auch die zweiten
Dämprungsglieder wechselstrommäßig in Reihe in ihren Zweig gelegt und die ersten und zweiten
Dämpfungsglieder jedes Zweiges dürfen somit innerhalb ihres Zweiges ihre Dämpfung jeweils nicht gegensinnig
ändern,
Eine wesentliche Vereinfachung der vorgenannten
bekannten Anordnung ergibt sich dadurch, daß aus dem vorgenannten Grunde die beiden Dämpfungsglieder jedes Zweiges mit ihrem Steuergleichstromeingang
für den nur vom Steuerverstärker ihres Zweiges gelieferten Steuergleichstrom in Reihe geschaltet
sind, der vom mittleren Ruhewert im jeweils besprochenen Zweig dadurch auf einen diesen
entsperrenden Wert herabgesetzt wird, daß der im Steuerverstärker (z. B. Tl) des besprochenen Zweiges
verstärkte Teil der Sprechwechselspannung gleichgerichtet der Basis des anderen Steuerverstärkers
2V2 des jeweils unbesprochenen Zweiges zugeführt wird, dessen Steuerstrom dadurch von seinem
Ruhewert auf einen nun auch das zweite Dämpfungsglied D 4 eines unbesprochenen Zweiges sperrenden
Wert vergrößert wird und andererseits infolge des vergrößerten Spannungsabfalls am gemeinsamen
Emitterwiderstand R11 den Arbeitspunkt des Steuerverstärkers TrI des besprochenen Zweiges
derart verschiebt, daß dessen Steuergleichstrom vom Ruhewert so weit herabgesetzt wird, daß auch
das erste Dämpfungsglied D1 des jeweils besprochenen
Zweiges entdämpft oder entsperrt wird, während das zweite Dämpfungsglied D 3 des besprochenen
Zweiges diesen bereits im Ruhezustand innegehabten entdämpften Zustand weiter beibehält.
Andererseits soll bekanntlich die Umschaltung vom Sende- oder Empfangszustand in den unbesprochenen
Ruhezustand verhältnismäßig langsam erfolgen, um in den Sprechpausen ein zu häufiges
Umschalten in den Ruhezustand zu vermeiden. Dies wird in an sich bekannter Weise erreicht durch das
Zusammenwirken zwischen dem Kondensator C 3 (bzw. dem Kondensator C 4 für die entgegengesetzte
Sprechrichtung) und einer Reihenschaltung aus einem Widerstand 2218 und einem Kondensator C 5
zwischen dem Punkt 1 und der oberen Klemme des Kondensators Cl (bzw. einer Reihenschaltung aus
einem Widerstand R19 und einem Kondensator C 6
zwischen dem Punkt 2 und der oberen Klemme des Kondensators Cl).
Wenn die Empfangswechselspannungen aufhören, fällt infolge des Kondensators C 3 die Gleichspannung
am Kollektor des Transistors TrI zunächst sehr
rasch auf einen Pegel ab, der etwas höher liegt als der Pegel, der die Regelung der betreffenden Dämpfungsstromkreise
bewirkt. Dann fällt die Gleichspannung am Kollektor infolge der Reihenschaltung R18,
C 5 langsam auf denjenigen Pegel ab, welcher dem Ruhezustand der Anordnung entspricht.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung für eine über eine Gabel an eine zweiadrige Anschlußleitung angeschlossene
sprachgesteuerte Gegen- oder
ίο Wechselsprechanlage mit Freisprechbetrieb mit
einem beim Mikrofon- oder Sprechverstärker im Sendezweig und einem beim Lautsprecher- oder
Hörverstärker im Empfangszweig wechselstrommäßig eingeschalteten, die Sprech- bzw. Hörverstärkung
regelnden gleichstromsteuerbaren ■ Dämpfungsglied und je einem weiteren derartigen
.Dämpfungsglied, hinter dem ein Teil der Sendebzw. Empfangswechselspannung abgezweigt und
über je einen dem Sende- bzw. Empfangszweig individuell zugeordneten Steuerverstärker mit
Steuergleichrichter einer Brückenschaltung zugeführt wird, die zur sprachgesteuerten Sprechrichtungsumschalrung
die jeweilige Große der Sende- und der Empfangswechselspannungen
miteinander vergleicht und dementsprechend solche Steuergleichströme für die vier Dämpfungsglieder
bewirkt, daß die beiden dem je-• weils besprochenen Zweig zugeordneten Dämpfungsglieder
bewirkt, daß die beiden dem jeweils besprochenen Zweig zugeordneten Dämpfungsglieder
leiten und diesen rasch entdämpfen, während die beiden dem jeweils anderen unbesprochenen
Zweig zugeordneten Dämpfungsglieder sperren und diesen rasch mindestens ent- sprechend stark dämpfen, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes jeweils vor dem Steuerverstärker (TrI, Tr 2) des Sende- bzw. EmpT
fangszweiges liegende weitere Dämpfungsglied D 3, D 4) wechselstrommäßig ebenfalls in Reihe
im Sende- bzw. Empfangszweig liegt, und beide mit ihrem Steuergleichstromeingang (31, 32, 32')
einander antiparallel geschaltet sind, und daß die beiden dem Sendezweig zugeordneten . Dämpfungsglieder
(Dl, D 3) für den sie im Empfangszustand sperrenden Steuergleichstrom in Durchlaßrichtung
zum Mikrofon (M) in Reihe geschaltet sind, während die dem .Empfangszweig
zugeordneten Dämprungsglieder (D 4 und D 2) für den sie im Sendezustand sperrenden Steuergleichstrom
in Durchlaßrichtung zum Lautsprecher (H) in Reihe geschaltet sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die Verbindungspunkte
(3, 4) zwischen den mit ihren Steuergleichstromeingängen parallel- bzw. in Reihe geschalteten Dämpfungsgliedern und andererseits
die von den Verbindungspunkten (3, 4) abgewendeten Adern (36, 36') der Steuergleichstromeingänge
der ersten Dämpfungsglieder (D 1, D 2), also die Ausgänge (1, 2) der Brückenschaltung,
über jeweils gleich große Widerstände (R15, R16 bzw. R14, RlT) mit einem Punkt
mit festem negativem Potential verbunden sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Ausgänge (1, 2) der Brückenschaltung einzeln mit den Steuerverstärkern (TrI bzw. Tr 2) über
die Primärwicklung je eines Transformators (T3
bzw. Γ 4) verbunden sind, dessen Sekundärwicklung je eine Mittelanzapfung aufweist, die an die
Eingangsseite des jeweils anderen Steuerverstärkers (Tr 2 bzw. TrI) angeschlossen ist, während
die beiden Enden der Sekundärwicklungen über je einen Gleichrichter (Ll bis L 4) an den Mittel-
10
punkt (5) eines aus festen Widerständen (R13, R12) bestehenden Spannungsteilers angeschlossen
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1086 753.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 509/244 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1211270X | 1961-06-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1211270B true DE1211270B (de) | 1966-02-24 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET22268A Pending DE1211270B (de) | 1961-06-08 | 1962-06-07 | Schaltungsanordnung fuer eine ueber eine Gabel an eine zweiadrige Anschlussleitung angeschlossene sprachgesteuerte Gegen- oder Wechselsprech-anlage mit Freisprechbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1211270B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3432056A1 (de) * | 1984-08-31 | 1986-03-27 | Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart | Sprachgesteuerte gegensprechanlage |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1086753B (de) * | 1958-04-28 | 1960-08-11 | Ericsson Telefon Ab L M | Sprachgesteuerte Wechselsprechanlage |
-
1962
- 1962-06-07 DE DET22268A patent/DE1211270B/de active Pending
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| DE1086753B (de) * | 1958-04-28 | 1960-08-11 | Ericsson Telefon Ab L M | Sprachgesteuerte Wechselsprechanlage |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3432056A1 (de) * | 1984-08-31 | 1986-03-27 | Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart | Sprachgesteuerte gegensprechanlage |
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