DE1160897B - Schaltungsanordnung fuer eine amtsgespeiste sprachgesteuerte Wechselsprechanlage - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer eine amtsgespeiste sprachgesteuerte WechselsprechanlageInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 04 m
Deutsche Kl.: 21 a2 - 36/02
Nummer: 1160 897
Aktenzeichen: S 56859 VIII a / 21 a2
Anmeldetag: 5. Februar 1958
Auslegetag: 9. Januar 1964
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für eine amtsgespeiste sprachgesteuerte
Wechselsprechanlage mit Freisprechbetrieb mit jeweils einem beim Mikrophonverstärker im Sendezweig
bzw. beim Lautsprecherverstärker im Empfangszweig wechselstrommäßig in Brücke eingeschleiften,
die Verstärkung regelnden Dämpfungsglied mit in Form je zweier nichtlinearer Elemente
ausgebildetem Steuergleichstromeingang, an den jeweils eine aus den geregelten Sprechwechselspannungen
beider Zweige — über diesen individuell zugeordnete Steuerverstärker und nachgeschaltete Steuergleichrichter
mit je zwei verschieden vorgespannten Schwellwertdioden —■ abgeleitete resultierende
Steuergleichspannung derart angelegt wird, daß die Verstärkung in dem jeweils besprochenen Zweig erhöht
und im jeweils anderen, unbesprochenen Zweig entsprechend vermindert wird unter Verwendung
einer Stabilisiereinrichtung zur Stabilisierung der den Verstärkern und Schwellwertdioden vom Amt vorzugsweise
über eine Gleichrichterbrücke schleifenpolungsunabhängig in richtiger Polung zugeführten
Speisegleichspannung.
Es sind sprachgesteuerte Zweiwegeverstärker mit je einer regelbaren Verstärkereinheit für jede Übertragungsrichtung
bekannt, in denen der vom Sprechstromkreis jeder Übertragungsrichtung ausgehende
Steuerkreis in zwei Zweige aufgeteilt ist, von denen der eine mit derjenigen Verstärkereinheit verbunden
ist, von welcher der Steuerkreis ausgeht, um die Ver-Stärkung dieser Verstärkereinheit bei sie durchfließenden
Sprechströmen heraufzuregeln, und der andere Zweig mit der anderen Verstärkereinheit verbunden
ist, um die Verstärkung der anderen Verstärkereinheit bei durch die erstgenannte Verstärkereinheit
fließenden Sprechströmen herunterzuregeln, wobei in den Zweigen jedes Steuerkreises derart
vorgespannte Schwellwertdioden angeordnet sind, daß Steuerspannungen nur dann abgeleitet werden,
wenn die Sprechspannung einen vorausbestimmten Schwellwert übersteigt, der für die heraufzuregelnde
Verstärkereinheit höher als derjenige für die herunterzuregelnde Verstärkereinheit ist. Es hat
sich herausgestellt, daß dieser Zweiwegeverstärker die Selbsterregung zufolge akustischer Rückkopplung
auch bei ungünstigen akustischen Verhältnissen wirksam verhindert, gleichzeitig aber eine
hohe Empfindlichkeit und hohe Ruheverstärkung aufweist.
Der bekannte Zweiwegeverstärker dieser Art ist mit Elektronenröhren ausgerüstet, und die Verstärkungsregelung
erfolgt dadurch, daß die Steuergleich-Schaltungsanordnung für eine amtsgespeiste
sprachgesteuerte Wechselsprechanlage
sprachgesteuerte Wechselsprechanlage
Anmelder:
Svenska Reläfabriken AB, Stockhohn
Vertreter:
Dipl.-lng. H. Leinweber, Patentanwalt,
München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
David Eklöv, Älvsjö (Schweden)
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 26. November 1957
(Nr. 10 739)
Schweden vom 26. November 1957
(Nr. 10 739)
spannung an einem Gitter einer Röhre in jeder Verstärkereinheit angelegt wird.
Es sind auch Zweiwegeverstärker bekannt, in denen aus Gleichrichtern bestehende Dämpfungsglieder in Brücke in den beiden Sprechzweigen eingeschaltet
sind, wobei die Dämpfungsglieder durch eine Differentialbrücke gegensinnig geregelt werden,
die mittels aus den Sprechspannungen in den beiden Zweigen abgeleiteter Gleichspannungen gesteuert ist.
Die Gleichrichter der Dämpfungsglieder werden je nach der Polarität der Steuergleichspannung an den
Ausgangsklemmen der Differentialbrücke in Durchlaßrichtung oder in Sperrichtung vorgespannt. Da die
Dämpfungsglieder beider Sprechzweige hier an einen einzigen Steuerspannungsausgang (Ausgangsklemmen
der Differentialbrücke) angeschlossen sind, ist es aber bei dieser Anordnung nicht möglich, verschiedene
Schwellwerte für die Heranterregelung und die Heraufregelung zu bewirken.
Es ist weiter ein Zweiwegeverstärker für Wechselsprechanlagen bekannt, in dem in einer Ader des
abgehenden Sprechzweiges ein Sperrgleichrichter in Reihe und in dem ankommenden Sprechzweig ein
Sperrgleichrichter in Brücke zwischen die Adern geschaltet ist und beide Gleichrichter zusammen galvanisch
verbunden sind und durch einen aus den Sprechströmen im abgehenden Sprechzweig abgeleiteten
Steuergleichstrom gesteuert werden. Im Ruhezustand ist der abgehende Sprechzweig durch den in
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Reihe geschalteten Gleichrichter gesperrt, während der ankommende Sprechzweig offen ist, da der darin
in Brücke geschaltete Gleichrichter nur eine geringfügige Dämpfung bewirkt. Der abgehende Sprechzweig
hat also keine Ruheverstärkung, während im ankommenden Sprechzweig die Verstärkung im
Ruhezustand maximal ist, so daß eine Heraufregelung der Verstärkung im besprochenen Zweig
und eine Herunterregelung der Verstärkung im
geleiteten Steuerwechselstroms gleichzeitig eine Amplitudenbegrenzung.
Bei einer Schaltungsanordnung der vorgenannten Art für Wechselsprechanlagen, in denen die beiden
Verstärker über einen Ausgleichsübertrager an die Leitung angeschlossen sind, weisen gemäß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung je zwei Wicklungen des Ausgangsübertragers, die mit der Leitung
nicht verbunden sind, zum Schutz gegen Überspan-
unbesprochenen Zweig nur dann erfolgt, wenn der io nungen je einen parallel damit verbundenen Gleichabgehende
Zweig besprochen wird. Mit dieser An- richter auf. Außerdem sind diese Gleichrichter gegeneinander
gerichtet und haben eine negative Vorspannung von einer solchen Größe, daß sie normaler-
ordnung ist es auch nicht möglich, verschiedene Schwellwerte für die Herunterregelung und die Heraufregelung
zu bewirken.
weise die mit den Wicklungen verbundenen Kreise
Zweck der Erfindung ist es, eine Wechselsprech- 15 nicht belasten.
anlage zu schaffen, die einen Mikrophonverstärker sowie einen Lautsprecherverstärker umfaßt, die beide
eine verhältnismäßig hohe Ruheverstärkung aufweisen und unter Anwendung des obenerwähnten
Prinzips mit verschiedenen Schwellwerten für die Heraufregelung und die Herunterregelung sprachgesteuert
sind, und die in eine bereits vorhandene zentralgespeiste Fernsprechanlage eingeschaltet werden
kann, ohne daß dafür Änderungen oder zusätzliche Vorrichtungen im Vermittlungsamt erforderlich
sind und ohne daß besondere Speisevorrichtungen bei der Teilnehmerstelle vorgesehen sein müssen.
Der eingangs erwähnte Zweiwegeverstärker, der die erwünschte Regelungscharakteristik aufweist, eignet
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels.
F i g. 1 ist ein Blockschaltbild einer gemäß der Erfindung
ausgebildeten Wechselsprechanlage,
F i g. 2 zeigt Verstärkungsgrad-Steuerkennlinien,
F i g. 3 a und 3 b zusammen sind ein ins einzelne gehendes Schaltbild einer Wechselsprechanlage gemäß
der Erfindung.
Gemäß F i g. 1 ist die mit einem Mikrophon M und einem Lautsprecher H versehene Wechselsprechanlage
an eine zweiadrige Leitung L angeschlossen über einen Ausgleichsübertrager D, an dem eine
sich nicht für einen Einbau in ein amtsgespeistes 30 Nachbildung B und eine Spannungsstabilisier- und
Teilnehmergerät, weil er mit Elektronenröhren aus- Polaritätsregelungsvorrichtung SF angeschlossen sind,
gerüstet ist und daher einen zu großen Energiebedarf Der Mikrophonverstärker umfaßt eine Steuerhat,
um von der Amtsbatterie gespeist werden zu stufe MRS, eine Ausgangsstufe MSS. einen Steuerkönnen.
Als Verstärkungselemente können nur Tran- verstärker MRF und "einen Gleichrichter ML. Der
sistoren und ähnliche Vorrichtungen mit kleinem 35 Lautsprecherverstärker umfaßt eine Steuerstufe HRS,
Energiebedarf verwendet werden. Die Schaltungsanordnungen zur Erzeugung der gewünschten Regelcharakteristik
müssen daher anders als bei den
Röhrenverstärkern getroffen werden. Durch die
eine Ausgangsstufe HSS. einen Steuerverstärker HRF und einen Gleichrichter HL.
Von der Leitung L ankommende empfangene Sprech- oder sonstige Tonfrequenzspannungen wer-
obenerwähnten Regelanordnungen mit Dämpfungs- 40 den über den Ausgleichsübertrager D dem Lautgliedern
in Form nichtlinearer Elemente (Gleich- sprecherverstärker zugeführt. Ein Teil der verstärkrichterdioden)
kann aus den angegebenen Gründen ten Tonfrequenzspannung wird von der Ausgangsdie
gewünschte Regelcharakteristik auch nicht erzielt stufe //55 des Lautsprecherverstärkers abgeleitet und
werden. an den Steuerverstärker HRF angelegt. Von diesem
Die Erfindung sieht eine Schaltungsanordnung vor, 45 wircj die Steuerwechselspannung an den Gleichrichbei
der unter Verwendung nichtlinearer Elemente als ter HL angelegt, welcher an die Steuerstufe MRS im
Dämpfungsglieder die gewünschte Regelcharakteristik Mikrophonverstärker eine erste Steuergleichspannung
erzielt ist. liefert, um dessen Verstärkungsgrad zu vermindern.
Die Anordnung nach der Erfindung ist dadurch Eine zweite Gleichspannung wird vom Gleichrichgekennzeichnet,
daß die beiden in bekannter Weise 50 ter HL abgeleitet und an die Steuerstufe HRS des
für den Steuergleichstrom gleichsinnig in Reihe und Lautsprecherverstärkers angelegt, um dessen Verwechselstrommäßig
in Brücke zwischen die beiden Stärkungsgrad zu erhöhen. Wenn die empfangene Adern des Sende- bzw. des Empfangszweiges ge- Tonfrequenzspannung aufhört, hört auch der Steuerschalteten
nichtlinearen Elemente jedes Dämpfungs- Vorgang auf, und der Verstärkungsgrad des Lautgliedes
wechselstrommäßig antiparallel geschaltet 55 Sprecherverstärkers gewinnt seinen Anfangswert zusind
und eine aus der stabilisierten Gleichspannung rück.
abgeleitete mittlere Ruhevorspannung an ihrem Wenn Sprache vom Mikrophon auf die Leitung L
Steuerstromeingang erhalten, an den die beiden ihm übertragen wird, wird ein Teil der Sprechspannung
zugeordneten Steuergleichrichterausgänge des Sende- aus dem Mikrophonverstärker über den Steuer-
und des Empfangszweiges parallel angeschaltet sind. 60 verstärker MRF dem Gleichrichter ML zugeführt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Von diesem wird eine erste Gleichspannung an die
Steuerverstärker des Empfangszweiges hinter der Steuerstufe HRS angelegt, um den Verstärkungsgrad
Ausgangsstufe des Lautsprecherverstärkers an- des Lautsprecherverstärkers zu vermindern, und eine
geschlossen, und der Steuerverstärker des Sende- zweite Gleichspannung wird an die Steuerstufe MRF
zweiges ist vor der Ausgangsstufe des Mikrophon- 65 angelegt, um den Verstärkungsgrad des Mikrophonverstärkers
abgezweigt. Verstärkers zu erhöhen.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung bewirkt jeder Der von jedem Steuerverstärker ausgehende
Steuerverstärker neben der Verstärkung des ab- Steuerstromkreis ist also in zwei Zweigt aufgeteilt,
wobei der erste mit dem Verstärker, von welchem der Steuerstromkreis ausgeht, und der andere mit
dem anderen Verstärker verbunden ist. Die zwei Zweige sind so angeordnet, daß beim Übertragen von
Sprechspannungen in dem Verstärker, von welchem der Steuerstromkreis ausgeht, der Verstärkungsgrad
erhöht wird, während der Verstärkungsgrad in dem anderen Verstärker vermindert wird. Die zwei Zweige
sind so beschaffen, daß die an die Verstärker anElemente Dl bis D16 und Transformatoren Tl
bis Γ 8 vorgesehen.
Der Mikrophontransformator Tl ist an eine widerstandsgekoppelte
Verstärkerstufe angeschlossen, die den Transistor TSl einschließt. Die Steuerstufe MRS
wird von den Dioden Dl und DI und einer Kathoden verstärkerstufe mit dem Transistor TSl gebildet.
Der Steuerverstärker MRF besteht aus den Verstärkungsstufen TS6 und TSl und einem Aus
gelegten Steuergleichspannungen eine derart wirk- 10 gangstransformator T 5. Der Gleichrichter ML umfaßt
same Polarität und Größe haben, daß der Verstärkungsgrad des aktiven Verstärkers in einem Maße
erhöht wird, welches immer geringer ist als die Verminderung des Verstärkungsgrades des passiven Verstärkers.
Dies wird durch die Steuerkennlinien K1, Kl in Fig. 2 veranschaulicht.
In F i g. 2 stellt K1 den Verstärkungsgrad in dem
aktiven Verstärker dar und Kl den Verstärkungsgrad in dem passiven Verstärker als Funktion
die Diode D 6, den Kondensator C16 die Diode D10
und den Kondensator C 27. Die Ausgangsstufe MSS umfaßt die Transistoren TS 3, TS 4 und TS S, wobei
die zwei letzteren eine Gegentaktverstärkerstufe bilden, und den Sendetransformator Tl.
Der Transformator Γ 4 ist der Eingangstransformator
des Lautsprecherverstärkers. Die Steuerstufe HRS wird von den Dioden D14 und D15 und einer
Kathodenverstärkerstufe mit dem Transistor TS8
der an den aktiven Verstärker angelegten Sprech- 20 gebildet. Die Ausgangsstufe HSS umfaßt die Transispannung
V. In dem Diagramm ist der Ver- stören TS 9, TSlO und TSH, wobei die zwei letztestärkungsgrad
in Dezibel mit dem Ruheverstärkungs- ren eine Gegentaktverstärkerstufe bilden, den Trans
grad als Bezugslinie angegeben. Als Ruheverstärkungsgrad soll für beide Verstärker der gleiche angenommen
werden.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, beginnt der Steuervorgang nicht, bevor die Höhe der angelegten Sprechspannung
einen bestimmten Schwellwert erreicht hat; dieser ist für die zwei Verstärker unterschiedlich, so
formator Tl, den Ausgangstransformator Γ 8 und den Lautstärkeregler V. Der Steuerverstärker HRF
umfaßt den Transistor TS12 und den Ausgangstransformator
T 6. Der Gleichrichter HL umfaßt die Diode D11, den Kondensator C 30, die Diode D12
und den Kondensator C 29.
Die Spannungsstabilisier- und Polaritätssteuerdaß der Steuervorgang in dem aktiven Verstärker 30 vorrichtung SV umfaßt die Gleichrichterbrücke SVL,
erst beginnt, wenn die Sprechspannung einen Wert die Spannungsstabilisierelemente Dl, D8 und die
erreicht hat, welcher höher ist als derjenige, bei dem Kondensatoren C19 und C 20. Die Nachbildung B
der Steuervorgang in dem passiven Verstärker be- besteht aus dem Widerstand R11 und dem Kondenginnt.
Es ergibt sich ferner aus F i g. 2, daß die Ver- sator C18. Der Ausgleichsübertrager D ist in F i g. 3 a
minderung des Verstärkungsgrades des passiven Ver- 35 durch den Transformator T 3 dargestellt. Der Rufstärkers
immer größer ist als die Erhöhung des Verstärkungsgrades des aktiven Verstärkers.
Die Steuerstromkreise schließen Begrenzungsvorrichtungen ein, welche bewirken, daß der Gesamt-
anzeiger SO besteht aus einem Wecker, Summer od. dgl.
Die Verstärker erhalten die erforderliche Betriebsgleichspannung aus der mit der Wechselsprechanlage
verstärkungsgrad in den zwei Verstärkern im wesent- 40 verbundenen Fernsprechleitung L, und wenn der
liehen konstant wird, wenn die angelegte Sprech- Schalter K bedient wird, wird deren Spannung an
die
Spannung einen bestimmten Wert übersteigt, d. h., daß die Steuerkennlinien Kl und Kl bei Sprechspannungen
V waagerecht verlaufen, die diesen Wert übersteigen.
Sowohl im Mikrophonverstärker als auch im Lautsprecherverstärker wird die Steuerwechselspannung
von Punkten abgegriffen, die hinter der entsprechenden Steuerstufe liegen. Dadurch geht der Steuer-Eingangsklemmen
α und b der Gleichrichterbrücke SVL angelegt.
Zufolge der Gleichrichterbrücke SVL ist die Polaritat
der an die Verstärker angelegten Gleichspannung die gleiche, ungeachtet der Polarität der Spannung an
den Adern der Leitung.
Die Betriebsspannung der Verstärker wird durch eine mit den Ausgangsklemmen c und d verbundene
Vorgang sehr rasch vonstatten und wird für die mit- 50 Spannungsstabilisiervorrichtung auf einem entverbundenen
Teilnehmer nicht wahr-
einander
nehmbar.
nehmbar.
Wie die Steuerstromkreise angeordnet sind, um die in F i g. 2 dargestellten Steuerkennlinien zu erzielen,
sprechenden Wert gleichgehalten. Die Stabilisiervorrichtung besteht aus mehreren rtichtlinearen Elementen
D1, D 8. Der Wert der an die Teilnehmerleitungen angelegten Gleichspannung ist bei verschiedenen
wird im einzelnen an Hand von F i g. 3 a und 3 b be- 55 Fernsprechnetzen verschieden, und die Spannungsschrieben. Stabilisiervorrichtung ermöglicht es, die Wechsel-F
i g. 3 a und 3 b sind, nebeneinandergelegt, zu- sprechanlage an jedes bestehende Fernsprechnetz ansammen
ein vollständiges Schaltbild einer Wechsel- zuschließen.
Sprechanlage gemäß der Erfindung. In diesen Zeichnungen bezeichnet M ein Mikrophon, K ist ein bei 60
einem ankommenden oder abgehenden Ruf zu bedienender Schalter, FS ist eine Nummernscheibe, SO
ein Rufanzeiger, SVL eine Gleichrichterbrücke, V ein
Lautstärkenregler und H ein Lautsprecher. Die Verstärkerelemente in den zwei Verstärkern bestehen aus
Transistoren TSl, TSl usw. bis TSH. Ferner sind
Sprechanlage gemäß der Erfindung. In diesen Zeichnungen bezeichnet M ein Mikrophon, K ist ein bei 60
einem ankommenden oder abgehenden Ruf zu bedienender Schalter, FS ist eine Nummernscheibe, SO
ein Rufanzeiger, SVL eine Gleichrichterbrücke, V ein
Lautstärkenregler und H ein Lautsprecher. Die Verstärkerelemente in den zwei Verstärkern bestehen aus
Transistoren TSl, TSl usw. bis TSH. Ferner sind
Kondensatoren Cl bis C36, Widerstände Rl bis
/?54, Gleichrichterdioden oder ähnliche nichtlineare Der Kondensator C19 ist mit den Ausgangsklemmen
c und d der Gleichrichterbrücke SVL verbunden. Dieser Kondensator, welcher vorzugsweise ein
Elektrolytkondensator mit einer sehr hohen Kapazität von z. B. 500 Mikrofarad ist, dient als Speicherkondensator,
er wird in Zeiten niedriger Erregung der Verstärker aufgeladen und liefert zusätzliche
Leistung in Zeiten voller Erregung der Verstärker.
Wenn der Widerstand der mit der Wechselsprechanlage verbundenen Leitung sehr hoch ist, kann die
von der Leitung an die Verstärker angelegte Spannung für eine zufriedenstellende Arbeit der Verstärker
unzureichend sein. In solchem Falle kann eine Pufferbatterie BA vorgesehen werden, die vorzugsweise
aus einem Kleinstakkumulator besteht, und die Wechselsprechanlage ist dann mit geeigneten Anschlußmitteln
versehen, die erforderlichenfalls das Einsetzen dieser Pufferbatterie BA in die Wechselsprechanlage
erleichtern. Jedoch ist im Falle eines normalen Leitungswiderstandes diese Pufferbatterie
überflüssig.
Der Kondensator C 20 ist zwischen den Eingangsklemmen der Gleichrichterbrücke SVL angeschlossen
und dient als Kurzschlußkondensator für die ankommende Sprechwechselspannung.
Die mit den Ausgangsstufen des Verstärkers verbundenen Halbleiterdioden D 3 und D16 bestehen
aus Elementen, welche innerhalb eines bestimmten Arbeitsbereiches eine praktisch konstante Spannung
halten, unabhängig von der durch die Elemente fließenden Stromstärke. Die Vorspannung für die
Transistoren TS 4. TS5 und TSlO, TSH wird so
konstant gehalten. Darüber hinaus haben die Halbleiterdioden D 3 und D16 einen negativen Temperaturkoeffizienten
und gewährleisten somit eine wirksame Spannungs- und Temperaturstabilisierung.
Die Ausgangsstufe des Mikrophonverstärkers ist mit einer Vorrichtung zum Schutz der Transistoren
TS 4 und TS 5 gegen Überspannung, die in jeder Leitung auftreten könnte, versehen. Diese Schutzvorrichtung
besteht aus den Dioden D 4 und D 5. Wie sich aus der Zeichnung ergibt, haben diese Dioden
normalerweise eine große negative Vorspannung und belasten daher die aus den Transistoren TS 4
und TS 5 bestehende Gegentaktverstärkerstufe nicht. Wenn eine Überspannung aus der Leitung an die
Wechselsprechanlage gelangt, werden in Wicklungen II und IV des Transformators Γ 3 Spannungen
induziert, welche mit den negativen Vorspannungen an den Dioden D 4 und D 5 entsprechend der Polarität
der Überspannung zusammenwirken oder ihnen entgegenwirken. Wenn die Spannungen in diesen
Transformatorwicklungen so groß geworden sind, daß eine der Dioden Strom überzuleiten beginnt, wird die
entsprechende Transformatorwicklung von der leitenden Diode kurzgeschlossen, wodurch die Überspannung
so stark gedämpft wird, daß sie an den Transistoren keinen Schaden verursachen kann. Die Spannung
an der anderen Transformatorwicklung kommt zu der negativen Vorspannung an der mit dieser
Transformatorwicklung parallel verbundenen Diode hinzu, aber die resultierende Spannung kann keinen
höheren Wert annehmen als ungefähr das Zweifache des Wertes der negativen Vorspannung an der Diode.
Dies ist darauf zurückzuführen, daß, wenn eine der Transforrnatorwickiungen II und IV kurzgeschlossen
ist, die Spannung an den mit der Leitung verbundenen Transformaiorwicklungen stark gedämpft wird.
Im Mikrophonverstärker v/ird ein Teil der Sprechspannung am Emitter des Transistors TS 2 abgenommen,
in den Transistoren TS 6 und TS 7 verstärkt und an die Primärwicklung des Transformators Γ 5
angelegt. Dieser hat zwei getrennte Sekundärwicklungen II und III, und die Ausgangswechselspannungen
aus diesen Wicklungen werden in den Dioden D 6 bzw. DlO gleichgerichtet. Daher treten Steuergleichspannungen
mit der in der Zeichnung angebenen Polarität an den Kondensatoren C16 und C 27 auf.
Die Steuergleichspannung am Kondensator C16
wird an die Steuerstufe im Mikrophonverstärker angelegt und bewirkt ein Anwachsen des Verstärkungsgrades des Mikrophonverstärkers in einer unten zu
beschreibenden Weise. Die Steuergleichspannung am Kondensator C 27 wird an die Steuerstufe des Lautsprecherverstärkers
angelegt und ruft eine Verminderung des Verstärkungsgrades des Lautsprecherverstärkers
hervor. Die Wicklung III des Transformators T5 hat eine größere Anzahl Windungen als dessen
Wicklung II, und daher wird die Steuergleichspannung am Kondensator C 27 größer als die
Steuergleichspannung am Kondensator C16, was zu einer Verminderung des Verstärkungsgrades des
Lautsprecherverstärkers führt, die immer stärker bleibt als die Erhöhung des Verstärkungsgrades
des Mikrophonverstärkers.
Die Diode D 6 erhält eine negative Vorspannung durch die Widerstände Rl und R15. Auf Grund
dieser Vorspannung beginnt die Erhöhung des Verstärkungsgrades des Mikrophonverstärkers später als
die Verminderung des Verstärkungsgrades des Lautsprecherverstärkers, wie in F i g. 2 gezeigt ist.
Der Verstärkungsgrad des Mikrophonverstärkers wird durch den durch die Dioden Dl und D 2
fließenden Strom bestimmt. Diese Dioden haben eine nichtlineare Charakteristik, so daß der Widerstand
mit zunehmendem Durchflußstrom abnimmt. Die Dioden D1 und D 2 sind durch die Widerstände R14
und R16 vorgespannt, und der durch diese Vorspannung
durch die Dioden erzeugte Strom bestimmt den Ruheverstärkungsgrad des Verstärkers. Die Spannung
am Kondensator C16 wirkt dieser Vorspannung entgegen und verursacht so eine Verminderung des
Stroms durch die Dioden, so daß ihr Widerstand zunimmt. Da im Hinblick auf Wechselspannung die
Dioden mit dem Eingang der Steuerstufe antiparallel verbunden sind, führt dies zu einer Erhöhung des
Verstärkungsgrades des Mikrophonverstärkers.
Die Kondensatoren C5, C6, Cl und C8 und die
Widerstände R8 und R9 bilden ein Tiefpaßfilter. Der Widerstand R10 ist mit den Dioden D1 und D 2
parallel verbunden und dient als Entladewiderstand für die Filterkondensatoren. Dieser Widerstand und
die zugeordneten Kondensatoren sind so bemessen, daß der Verstärkungsgrad mit einiger angemessener
Verzögerung auf seinen Anfangs- oder Ruhewert zurückgeführt wird.
Damit die Spannungen an den Widerständen R6 und 7? 14 in Zeiten des Ruheverstärkungsgrades keine
falsche Vorspannung an den Dioden D 6 und DIl verursachen, wird die Polarität der Spannung vor
dem Tiefpaßfilter mittels der Widerstände Rl und R15 umgepolt.
Im Lautsprecherverstärker üben die Dioden D14
und D15 die gleiche Funktion aus wie die Dioden D1
und D 2 im Mikrophonverstärker. Die Dioden D14 und D15 erhalten ihre Vorspannung durch die Widerstände
R 41 und R 33. Die Gleichspannung am KondensatorC27
kommt zu dieser Vorspannung hinzu, wodurch der Verstärkungsgrad im Lautsprecherverstärker
vermindert wird.
Im Lautsprecherverstärker wird ein Teil der Signalspannimg dem Ausgangstransformator T 8
entnommen, im Transistor TS12 verstärkt und dann
an die Primärwicklung des Transformators Γ 6 angelegt. Die mit den zwei Sekundärwicklungen dieses
Transformators verbundenen Kreise sind in gleicher
Weise aufgebaut und angeordnet wie die entsprechenden mit den Sekundärwicklungen vom
Transformator Γ 5 im Mikrophonverstärker verbundenen Kreise. Wenn also Sprechspannungen durch
den Lautsprecherverstärker gehen, geht die Ver-Stärkungsgradsteuerung
in derselben Weise vor sich, wie sie zuvor in bezug auf den Mikrophonverstärker beschrieben wurde, mit dem Unterschied jedoch, daß
der Verstärkungsgrad des Lautsprecherverstärkers nunmehr erhöht wird, während der Verstärkungsgrad
des Mikrophonverstärkers vermindert wird.
Im Lautsprecherverstärker wird die Steuerspannung aus dessen Ausgangsstufe entnommen, was vorteilhaft
ist, weil in solchem Falle die Steuerwechselspannung keine große Verstärkung braucht, bevor
sie gleichgerichtet wird. Deshalb gibt es im Steuerverstärker des Lautsprecherverstärkers nur einen Transistor
TS12. Im Mikrophonverstärker kann die Steuerwechselspannung aber nicht aus der Ausgangsstufe
entnommen werden, weil dadurch auch aus der Leitung L hereinkommende Tonfrequenzspannungen
an den Steuerverstärker des Mikrophonverstärkers angelegt wurden und dadurch einen Regelvorgang
verursachen könnten, der dem gewünschten Regelvorgang entgegenwirkt. Deshalb wird die Steuerwechselspannung
im Mikrophonverstärker aus der Steuerstufe entnommen.
Wie aus Fig. 3a hervorgeht, hat die Ausgangsstufe
des Mikrophonverstärkers eine negative Rückkopplung, und der Mikrophonverstärker hat daher
eine niedrige Ausgangsimpedanz.
Der Ausgangstransformator Γ 8 des Lautsprecherverstärkers hat eine Sekundärwicklung I, aus welcher
eine negative Rückkopplungsspannung der vorhergehenden Verstärkerstufe (TS 9) zugeführt wird. Von
der anderen Sekundärwicklung II des Transformators Γ 8 wird eine Wechselspannung abgenommen, welche
an die Diode D13 angelegt wird. Wenn der Verstärker mit beinahe maximaler Verstärkung arbeitet, wird
diese Spannung in der Diode D13 gleichgerichtet, so
daß am Kondensator C 28 eine Steuergleichspannung mit der in Fig. 3b angegebenen Polarität erhalten
wird. Diese Steuergleichspannung hat das Bestreben, den Strom durch die Dioden D14 und Dl 5 zu steigern
und dadurch den Verstärkungsgrad zu vermindem, so daß eine Übersteuerung verhindert wird.
Die Steuerverstärker bewirken eine Amplitudenbegrenzung, so daß die Erhöhung bzw. Verminderung
des Verstärkungsgrades in den Verstärkern konstant wird, wenn die Größe der Tonfrequenzspannung
einen zuvor bestimmten Wert übersteigt.
Die Widerstände RIO und R32 können einen negativen
Temperaturkoeffizienten haben, so daß sie zur Temperaturstabilisierung der Verstärker beitragen.
In der oben beschriebenen Ausführungsform wird die gewünschte Beziehung zwischen den Steuerkennlinien
für Verstärkungsgraderhöhung und Verstärkungsgradverminderung durch geeignete Bemessung
der Wicklungen der Transformatoren Γ 5 und Γ 6 und durch zweckmäßige Vorspannung der Dioden
D 6 und D11 erreicht. Indessen kann diese Beziehung
auch auf anderen Wegen erreicht werden, z. B. durch Auswahl von Dioden D6, DlO, DU und D12 mit
verschiedenen Stromspannungskennlinien.
Die Wechselsprechanlage gemäß der Erfindung kann selbstverständlich leicht in ein einziges handliches
Gehäuse kleiner Ausmaße eingebaut werden.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für eine amtsgespeiste sprachgesteuefte Wechselsprechanlage mit Freisprechbetrieb
mit jeweils einem beim Mikrophonverstärker im Sendezweig bzw. beim Lautsprecherverstärker
im Empfangszweig wechselstrommäßig in Brücke eingeschleiften, die Verstärkung regelnden
Dämpfungsglied mit in Form je zweier nichtlinearer Elemente ausgebildetem Steuergleichstromeingang,
an den jeweils eine aus den geregelten Sprechwechselspannungen beider Zweige — über diesen individuell zugeordnete Steuerverstärker
und nachgeschaltete Steuergleichrichter mit je zwei verschieden vorgespannten Schwellwertdioden
— abgeleitete resultierende Steuergleichspannung derart angelegt wird, daß die Verstärkung
in dem jeweils besprochenen Zweig erhöht und im jeweils anderen, unbesprochenen Zweig entsprechend vermindert wird unter Verwendung
einer Stabilisiereinrichtung zur Stabilisierung der den Verstärkern und Schwellwertdioden
vom Amt vorzugsweise über eine Gleichrichterbrücke schleifenpolungsunabhängig in richtiger
Polung zugeführten Speisegleichspannung, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in bekannter Weise für den Steuergleichstrom
gleichsinnig in Reihe und wechselstrommäßig in Brücke zwischen die beiden Adern ihres Sendebzw.
Empfangszweiges geschalteten nichtlinearen Elemente (Dl, Dl, Fig. 3a, bzw. D14, D15,
Fig. 3b) jedes Dämpfungsgliedes wechselstrommäßig antiparallel geschaltet sind (C3, C 4 und
CS, C6, Fig. 3a, bzw. C21, C22 und C23, C24, Fig. 3b) und eine aus der stabilisierten
Gleichspannung (—c, + d) abgeleitete (über R 6,
R14 bzw. R 33, R 41) mittlere Ruhevorspannung
an ihrem Steuerstromeingang (R8/D1, R9/D2 bzw. R34/D14, R35/D15) erhalten, an den die
beiden ihm zugeordneten Steuergleichrichterausgänge (C 16 und C 30 bzw. C 27 und C 29) des
Sende- und des Empf angszweiges parallel geschaltet sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerverstärker
(HRF) des Empfangszweiges hinter der Ausgangsstufe (HSS) des Lautsprecherverstärkers angeschlossen
ist und daß der Steuerverstärker (MRF) des Sendezweiges vor der Ausgangsstufe
(MSS) des Mikrophonverstärkers abgezweigt ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Steuerverstärker
(MRF, HRF) neben der Verstärkung des abgeleiteten Steuerwechselstromes gleichzeitig
eine Amplitudenbegrenzung bewirkt.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche für Wechselsprechanlagen,
in welchen die beiden Verstärker über einen Ausgleichsübertrager an die Schleifenleitung
angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei Wicklungen (I, II; III, IV) des Ausgleichsübertragers
(Γ3), die mit der Leitung (L) nicht verbunden sind, zum Schutz gegen Überspannungen
je einen parallel damit verbundenen Gleichrichter (D 4, D S) aufweisen und daß diese
Gleichrichter gegeneinandergerichtet sind und eine negative Vorspannung von einer solchen
309 778/250
Größe haben, daß sie normalerweise die mit den Wicklungen verbundenen Kreise nicht belasten.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 732118, 882420,
887222;
französische Patentschrift Nr. 1134 321; USA.-Patentschriften Nr. 2542 922, 2785231;
britische Patentschrift Nr. 701607.
In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 077717.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 778/250 12.63 © Bundesdruckerei Berlin
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| SE361034X | 1957-11-26 |
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