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DE1210769B - Verfahren zur Herstellung von 1, 6-Dibrom-1, 6-didesoxy-D-mannit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1, 6-Dibrom-1, 6-didesoxy-D-mannit

Info

Publication number
DE1210769B
DE1210769B DEC25054A DEC0025054A DE1210769B DE 1210769 B DE1210769 B DE 1210769B DE C25054 A DEC25054 A DE C25054A DE C0025054 A DEC0025054 A DE C0025054A DE 1210769 B DE1210769 B DE 1210769B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mannitol
hydrogen bromide
dianhydro
hours
dbm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC25054A
Other languages
English (en)
Inventor
Piroska Horvath Geb Lengyel
Laszlo Institorisz
Dr Laszlo Vargha
Dr Endre Csanyi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chinoin Private Co Ltd
Original Assignee
Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt filed Critical Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt
Publication of DE1210769B publication Critical patent/DE1210769B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D493/00Heterocyclic compounds containing oxygen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system
    • C07D493/02Heterocyclic compounds containing oxygen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D493/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C07c
Deutsche KL: 12 ο - 5/03
Nummer: 1210 769
Aktenzeichen: C 25054IV b/12 ο
Anmeldetag: 13. September 1961
Auslegetag: 17. Februar 1966
Tm nachfolgenden wird für die Verbindung 1,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannit die Abkürzung DBM verwendet.
Es wurde gefunden, daß DBM eine cytostatisch wirkende Verbindung ist, die besonders die myeloiden Elemente des Blutes beeinflußt und das Wachstum von verschiedenen experimentellen Geschwulsten hindert. Diese Wirkung der Verbindung war bisher aus der Literatur nicht bekannt.
Das DBM wurde 1875 von Buchardat be- ίο schrieben (A. Ch./5/6,120 bis 122), der durch Erhitzen von D-Mannit im Bombenrohr bei 1000C mit Bromwasserstoff verschiedene Polybrom- und Anhydroprodukte erhielt, wobei auch (etwa 0,5 bis 1 %) DBM gebildet wurde. Eine weitere Literaturstelle erwähnt die Herstellung von DBM aus 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit (J. Chem. Soc/1948/2201) in Tetrachlorkohlenstoff mit Phosphortribromid, ohne Ausbeuteangaben und mit der Bemerkung, daß mit 10"/OiSeI11 Bromwasserstoff kein DBM hergestellt werden kann, sondern die unveränderte Ausgangsverbindung zurückgewonnen wird.
Demgegenüber wird im Sinne des Verfahrens der Erfindung l,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannit aus D-Mannit bzw. aus dessen Dianhydroderivaten durch die Einwirkung von wäßriger Bromwasserstofflösung hergestellt, und als Reaktionsprodukt wird kein Gemisch von verschiedenen Produkten, sondern ein einheitlicher, reiner Stoff erhalten.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von l,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannit gefunden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß D-Mannit oder dessen Dianhydroderivate mit einer wäßrigen Bromwasserstofflösung umgesetzt werden.
Nach einer Ausführungsform des Verfahrens wird D-Mannit mit einer mehr als 47% Bromwasserstoff enthaltenden, wäßrigen Bromwasserstofflösung in geschlossenem Raum bei Temperaturen zwischen 95 bis 500C erhitzt, und zwar höchstens V2 bis 12 Stunden lang.
Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens werden 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit bzw. die Acetale dieser Verbindung mit einer mehr als 30 % Bromwasserstoff enthaltenden wäßrigen Bromwasserstofflösung umgesetzt.
Man kann aber auch 1,2-5,6-Dianhydro-D-mannit oder dessen Acetale mit einer wäßrigen Bromwasserstofflösung umsetzen.
Bei der Verwendung von D-Mannit wurde beobachtet, daß bei höheren Temperaturen das Arbeiten mit einer ganz kurzen Reaktionsdauer genügt bzw. nötig ist, daß also zur Erzielung von guten Ausbeuten Verfahren zur Herstellung von
l,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannit
Anmelder:
Chinoin Gyogyszer- es Vegyeszeti Termekek
Gyära r. t., Budapest
Vertreter:
Dr. G. W. Lotterhos
und Dr.-Ing. H. W. Lotterhos, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Annastr. 19
Als Erfinder benannt:
Piroska Horväth, geb. Lengyel,
Läszlo Institorisz,
Dr. Läszlo Vargha,
Dr. Endre Csänyi, Budapest
Beanspruchte Priorität:
Ungarn vom 15. September 1960 (GO-760),
vom 6. September 1961 (CI-381)
die Reaktionsdauer mit der Reaktionstemperatur im umgekehrten Verhältnis steht. So kann z. B. bei der Umsetzung bei 7O0C durch Steigern der Reaktionszeit von 6 bis 8 Stunden die Ausbeute an DBM erhöht werden, während weitere Erhöhung der Reaktionsdauer das Sinken der Ausbeuten zu Folge hat. Es wurde beobachtet, daß neben dem Dibrom derivat bei höheren Temperaturen eine aus der Literatur bisher nicht bekannte neue Verbindung, dasTribrom-mannit, erscheint, welches durch weiteres Steigern der Reaktionstemperatur bzw. durch Anwenden von längerer Reaktionszeit auch als Hauptprodukt der Reaktion gemäß unserer Erfindung hergestellt werden kann. Diese neue Verbindung kann als Zwischenprodukt bei der Herstellung weiterer pharmazeutisch wertvoller Derivate verwendet werden. Durch Auswählen von optimalen Reaktionszeit- bzw. Temperaturwerten kann man also die Proportion der entstandenen Di- bzw. Tribrommannit-derivate nach Wunsch ändern.
Zur Erzielung von überwiegend das DBM enthaltendem Endprodukt soll beim Arbeiten bei 95 0C eine Reaktionszeit verwendet werden, die 1 Stunde nicht übersteigt, bzw. kann beim Arbeiten bei 6O0C ein Maximum von 12 Stunden als Reaktionsdauer verwendet werden. Die Reaktion wird zweckmäßig bei
609 508/267
3 4
70 bis 80°C durchgeführt, bei einer Reaktionszeit- Beispiel 2
spanne von 9 bis 12 Stunden usw., so daß die Reaktionszeit bei 70° C 7 bis 9 und bei 8O0C Va bis 2 Stun- 750 g D-Mannit werden in 4000 ml 48%igem den beträgt. . wäßrigem Bromwasserstoff gelöst, worauf bis zu einem Zur Erzielung einer größeren Menge des Tribrom- 5 69 bis 70°/o HBr-Gehalt bei O0C Bromwasserstoffgas derivates ist es angebracht, bei einer Reaktions- eingeleitet wird. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden dauer von 3 bis V2 Stunden bei Reaktionstemperaturen lang bei 900C erwärmt, worauf das Reaktionsgemisch zwischen 80 bis 90° C zu arbeiten. Wenn als Reaktions- mit Kohle entfärbt und mit zweimal 11 Chloroform produkt ein Gemisch des Di- und Tribromderivates extrahiert wird. Nach Verdünnen mit 21 Wasser wird entsteht, so können diese Produkte durch Kristalli- 10 der pH-Wert der Lösung mittels Natriumbicarbonat sation aus einem organischen Lösungsmittel getrennt auf 2 eingestellt. Nach eintägigem Kühlen werden die werden. Zu diesem Zweck ist es angebracht, in eine Kristalle abgenutscht. Es werden 245 g Tribrom-mannit heiße Methanollösung der beiden Komponente, durch erhalten. Schmelzpunkt: 138 bis 1420C. Analyse: Zusetzen von Dichloräthan das Dibromderivat zu Bromprozent = 65,2 (Berechnet 64,7). Das Produkt fällen, wonach aus der Mutterlauge nach Einengen und 15 kann aus heißem Methanol umkristallisiert werden, Umkristallisieren des Rückstandes mit organischen worauf ein kristallines Produkt vom Schmelzpunkt Lösungsmitteln (Alkohole, Azeton, usw.") das Tribrom- 144 bis 146°C erhalten wird. Analyse: Bromprozent derivat rein in kristalliner Form gewonnen werden = 64,5 bis 64,9.
kann. Beispiel3
Falls als Ausgangsprodukt 1,4-3,6-Dianhydro- 20
D-mannitoder 1,2-5,6-Dianhydro-D-mannitverwendet 750 g D-Mannit werden in 4000 ml -480Z0IgCm
wird, kann die Reaktion bereits bei gewöhnlichem wäßrigem Bromwasserstoff gelöst, worauf bei einer
Druck erfolgreich durchgeführt werden. Dies ist um so Temperatur unter 00C Bromwasserstoffgas eingeleitet
überraschender, als es bekannt war (s. J. Chem. Soc. wird, bis der HBr-Gehalt auf 69 bis 70% steigt. Nach
2201/2202), daß 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit wegen 25 2stündigem ErwärmenineinemAutoklavbej75°Cwird
der Stabilität der Anhydroringe mit wäßrigem Brom- das Reaktionsgemisch entfärbt und mit Chloroform
wasserstoff nicht zu spalten ist. extrahiert. Nach Verdünnen mit 71 Wasser werden die
Bei Temperaturen über 90° C, vorteilhaft bei ausgeschiedenen Kristalle nach eintägigem Stehen
95 bis 1000C, können bei Atmosphärendruck binnen abgenutscht. 370 g rohes DBM werden erhalten.
V2 und 2 Stunden gute Ausbeuten erzielt werden. 30 Analyse: Bromprozent = 51 bis 52.
Die Reaktion kann jedoch auch unter Druck durch- Die Mutterlauge wird mit Natriumbicarbonat auf
geführt werden, wobei man bereits bei niedrigen den pH-Wert 1 eingestellt worauf nach 24stündigem
Temperaturen gute Ausbeuten erhält. Stehen filtriert wird. Ein Gemisch an Di- und Tri-
Bei der Verwendung von 1,2-5,6-Dianhydro- brom-mannit wird erhalten (200g Bromprozent = 58,3). D-mannit kann bereits mit mehr verdünnten Brom- 35 Dieses Gemisch wird in 21 heißem Methanol gelöst, wasserstofflösungen und bei niedrigeren Temperaturen entfärbt und mit 21 Dichloräthan vermischt, worauf (20 bis 6O0C) mit guten Ausbeuten das 1,6-Dibrom- das DBM kristallin ausfällt. Es werden 90 g DBM derivat hergestellt werden. Die Ausführung dieses erhalten. Schmelzpunkt: 1780C.
Verfahrens geschieht zweckmäßig in Gegenwart von Die Mutterlauge wird unter vermindertem Druck organischen Lösungsmitteln bzw. in Lösungen von 40 eingeengt und mit Dichloräthan verrührt, worauf die wasserlöslichen organischen Lösungsfnitteln (z. B. ausgeschiedene Kristallmenge aus Methanol umAlkohole, Azeton). Es erwies sich als zweckmäßig, den kristallisiert wird. Es werden 50 bis 60 g Tribrom-Mannitausgangsstoff im geeigneten Lösungsmittel zu mannit erhalten. Schmelzpunkt: 144 bis 1460C. lösen und diese Lösung der in Überschuß verwendeten Bromprozent = 64,5 bis 64,9.
wäßrigen Bromwasserstofflösung zuzugießen. 45 Ώ .
Weitere Einzelheiten des Verfahrens sind den Beispiel 4
Beispielen zu entnehmen. 1000 g 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit werden in
. -I1 4000 g konzentriertem wäßrigem Bromwasserstoff
Beispiel i gelöst und 2 Stunden lang bei 1Oo° C gehalten. Hierauf
750 g D-Mannit werden in 4000 ml einer 48%igen 50 wird das Reaktionsgemisch entfärbt und mit etwa wäßrigen Bromwasserstofflösung gelöst, worauf bei 1500 ml Wasser verdünnt, worauf nach Abkühlen 0°C die Lösung mit Bromwasserstoffgas bis auf einen das l,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannit kristallin aus-69 bis 70% HBr-GehaJt gesättigt wird. Das Reaktions- fällt. Es werden 420 g DBM erhalten. Schmelzpunkt: gemisch wird 6Stunden lang bei 60°C im Autoklav 177 bis 1780C. Analyse: Bromprozent = 51,5 bis 52 gehalten, wprauf es mit Kohle entfärbt, mit zweimal 55 (Berechnet 51,9).
11 Chloroform extrahiert und dann mit 71 Wasser Beispiel 5
verdünnt wird. Der pH-Wert der Lösung wird hierauf
mit Natriumbicarbonat auf 1 bis 2 gestellt. Die aus- 1000 g 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit werden in
gefallenen Kristalle werden nach eintägigem Abkühlen 2000 ml konzentriertem Bromwasserstoff gelöst, worfiltriert und mit Wasser säurefrei gewaschen. Es 60 auf bei einer Temperatur, die O0C nicht übersteigt, werden 250 g rohes l,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannit etwa 800 g Bromwasserstoffgas in die Lösung eingeerhalten. Schmelzpunkt: 176 bis 178°C. Analyse: leitet wird. Das Reaktionsgemisch wird dann in einem Bromprozent = 52 (Berechnet 51,9). Autoklav 3 Stunden lang bei 7O0C gehalten und dann,
250 g rohes DBM wird in 2,51 Methanol warm wie im Beispiel 4 bereits beschrieben, aufgearbeitet, gelöst und nach Entfärben und Filtrieren mit 2,51 65 Es werden 950 g DBM erhalten. Schmelzpunkt :170 Dichloräthan verrührt. Es werden 220 g kristallines bis 175°C. Analyse:Bromprozent = 50(Berechnet59). DBM erhalten. Schmelzpunkt: 178°C. Bromprozent Das Produkt kann durch UmkristaUisierung gereinigt = 51,9. werden.
Beispiel 6
1000 g l^-S^-Dianhydro-S
nit werden in 2000 ml Methanol gelöst und 5000 ml einer konzentrierten wäßrigen Br-omwasserstofflösung eingetröpfelt, wobei die Temperatur infolge der exothermen Reaktion auf etwa 500C ansteigt. Die ausgefallenen Kristalle werden abgenutscht. Es werden 1500 gDBM erhalten. Schmelzpunkt: 178°C. Analyse: Bromprozent = 51,5 bis 52 (Berechnet 51,9).
Das nach den obigen Beispielen hergestellte DBM kann durch Umkristallisieren aus heißem Wasser mit schwachen Ausbeuten, aus heißem Acetonitril, Äthylacetat, Azeton, Methanol, Isopropanol mit besseren Ausbeuten umkristallisiert werden. Es kann mit recht guten Ausbeuten durch Lösen in einem der obengenannten organischen Lösungsmitteln und darauffolgendes Fällen mit einem chlorierten Kohlenwasserstoff gereinigt werden. Diese Verfahrensweise wird z. B. folgendermaßen ausgeführt:
100 g DBM werden in 800 ml heißem Methanol ao gelöst, mit Tierkohle entfärbt und dann mit 1000 ml Dichloräthan verrührt. Nach Abkühlen des Reaktionsgemisches werden die ausgefallenen Kristalle abgenutscht. Es werden 85 g kristallines DBM erhalten. Schmelzpunkt: 181 bis 182°€.
Die Toxizität des nach den obigen Beispielen hergestellten l,6-Dibrom-l,6-didesoxy-D-mannits beträgt LD50 = 1900 mg/kg. Die Verbindung zeigt bei 200 mg/ kg Dosen an Ratten eine langwährende depressive Wirkung auf die Zahl der weißen Blutkörper. Diese Wirkung trifft in erster Linie die Granulocyten (s. F i g. 1). Die Versuche, die auf Wirkungen auf Yoshida- und Guerin-Tuhmren bei Ratten beobachtet und die im Vergleich mit anderen cytostatisch wirkenden Verbindungen ausgeführt wurden, werden durch F i g. 2 bzw. Tabelle I und II illustriert.
In den Figuren bzw. in den Tabellen haben nachstehende Bezeichnungen die hier angegebene Bedeutung:
Sarcolysin = p-[bis-(Chloräthyl)-amino]-
DL-phenylalanin
Mannit-Mjlexan = 1,6-Diniethansulphonyl-D-mannit
Degranol = l,6-bis-Didesoxy-(2-chloräthyl-
amino)-D-mannit
Im einzelnen werden die graphischen Darstellungen wie folgt erläutert:
F i g. 1A — Hier wird die Wirkung des DBM und des Mannit-Mylerans auf Yoshida subcutan Sarcoma veranschaulicht. An der Abszisse sind die Tage, an der Ordinate ist die Größe des Tumors in mm2 angegeben. Die senkrechten Pfeile bedeuten die Behandlung, also haben die Tiere das Medikament am 12., 13. und 14. Tag erhalten. Die fein punktierte Linie bedeutet die Verminderung des Tumors bei den geheilten Tieren.
F i g. IB — Hier wird die Wirkung von 70 mg/kg und 400 mg/kg DBM auf Yoshida subcutan Sarcoma veranschaulicht, jedoch wurde die Behandlung bereits in den ersten 6 Tagen durchgeführt. Der erste lange Pfeil bedeutet die Dosierung von 400 mg/kg, die nachfolgenden kleinen Pfeile dagegen bedeuten die Dosierung von 70 mg/kg. Die fein punktierte Linie bezieht sich auch hier auf die geheilten Tiere.
F i g. 2 —- Hier wird die Wirkung des DBM auf das peripheriale Blutbild von Ratten gezeigt. An der Abszisse sind die Tage, an der linken Ordinate die Zahl der Granulocyten, an der rechten Ordinate die Zahl der Lymphocyten angegeben. In dieser Figur sind sechs Linien sichtbar; die drei oberen Linien bedeuten die Änderung der Zahl der Granulocyten. Die Prozentwerte neben den Linien geben die Änderungen der Granulocyten- bzw. Lymphocytenzahl auf den Ausgangswert bezogen an. Die Pfeile bedeuten auch hier die Behandlung.
Tabelle I
Dosis Zahl der Tumorgewicht Hemmung P ED50 M. E. D. LD50 LD60
mg/kg Tiere mg 92 mg/kg mg/kg ED50 ED95
75
6 · i. p.
16 : 400 ± 118 77,5 <0,001
35
6 · i. p.
16 1130 ± 248 45 ' <0,001 165 - 6
I
98
8-6
I
2000
98
1250
580
15
6 ■ i. p.
8 2220 ± 233 <0,01 Ψ
48
20,4 2,16
Kontrolle 24 4940 ± 125 45 i
70
1 · i. p.
8 i 2020 ± 1464 90
70
6 · p. o.
8 480 ± 140 90 ; <0,001 '
Mannit
Myleran
100
6 · i. p.
8 450 ± 104 43 <0,001 0,93 · 6
i
Degranol
0,6
6 · i. p.
8 2560 ± 970 78 <0,01 5,6 0,45 · 6
I
75
5,6
38
24
2,5
6 · i. p.
8 975 ± 242 <0,001 2,7 13,4 1,73
Tabelle II
Tumor Si80 Substanz Dosis
mg/kg
Zahl der
Tiere
Hemmung
%
P
DBM 150 10 32 <0,02
8-i. p.
75 10 27 <05l
8 · i. p.
Mannit 300 10 33 <0,02
8 · i. p.
Myleran 150 10 3 0
8 · i. p.
Ehrlich asc. Degranol • 4 10 46 <0,01
8 · i. p.
DBM 150 20 42
6 · i. p.
300 20 65
6 · i. p.
NK/Lylymphoma Mannit 150 20 21
6 · i. p.
Myleran 300 20 50
6 · i. p.
DBM 150 10 0
Guerin care. 2-Lp.
Mannit
Myleran
200
2 ■ L p.
10 0
Degranol 2 20 82 <0,01
2-i.p.
DBM 80 16 49 <0,02
8 · i. p.
Mannit 100 16 63 <0,01
Myleran 8 · i. p.
Sarcolysin 2 16 50,5 <0,02
8 · i. p.

Claims (7)

Patentansprüche: 45
1. Verfahren zur Herstellung von 1,6-Dibrom-1,6-didesoxy-D-mannit, dadurch gekennzeichnet, daß D-Mannit oder dessen Dianhydro-Derivate mit einer wäßrigen Bromwasserstofflösung umgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als D-Mannit-Derivate 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit oder 1,2-5,6-Dianhydro-D-mannit oder deren Acetale verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß D-Mannit mit einer mehr als 47% Bromwasserstoff enthaltenden wäßrigen Bromwasserstofflösung in einem geschlossenen Gefäß bei Temperaturen zwischen 50 und 95° C während x/2 bis höchstens 12 Stunden, vorzugsweise bei 6O0C, während 7 bis 9 Stunden oder bei 8O0C während 1I2 bis 2 Stunden erhitzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit mit einer mehr als 30% Bromwasserstoff enthaltenden wäßrigen Bromwasserstofflösung umgesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bei 90 bis 125 0C und unter normalem Druck, zweckmäßig während 1Z2 bis 2 Stunden, durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man 1,4-3,6-Dianhydro-D-mannit bei höchstens 0°C in wäßriger Lösung mit HBr sättigt und dann 2 bis 5 Stunden lang in einem Autoklav bei 70 bis 9O0C reagieren läßt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß 1,2-5,6-Dianhydro-D-mannit oder dessen 3,4-Acetale in Gegenwart eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels mit überschüssigem wäßrigem Bromwasserstoff umgesetzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 508/267 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
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