[go: up one dir, main page]

DE1208765B - Bistabiler Multivibrator - Google Patents

Bistabiler Multivibrator

Info

Publication number
DE1208765B
DE1208765B DES91758A DES0091758A DE1208765B DE 1208765 B DE1208765 B DE 1208765B DE S91758 A DES91758 A DE S91758A DE S0091758 A DES0091758 A DE S0091758A DE 1208765 B DE1208765 B DE 1208765B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resistors
breakover
bistable multivibrator
voltage
line sections
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES91758A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Guen Jungmeister
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES91758A priority Critical patent/DE1208765B/de
Publication of DE1208765B publication Critical patent/DE1208765B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/313Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of semiconductor devices with two electrodes, one or two potential barriers, and exhibiting a negative resistance characteristic
    • H03K3/315Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of semiconductor devices with two electrodes, one or two potential barriers, and exhibiting a negative resistance characteristic the devices being tunnel diodes
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K23/00Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
    • H03K23/002Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using semiconductor devices

Landscapes

  • Electronic Switches (AREA)

Description

  • Bistabiler Multivibrator Bistabile Multivibratoren finden in der elektrischen Nachrichten- und Meßtechnik eine vielfältige Verwendung. Insbesondere kommt ihnen als Zählstufen in Analog-Digital-Umwandlern der Pulscodemodulationstechnik eine besondere Bedeutung zu. Hierbei werden an die Multivibratoren hohe Anforderungen an die Schaltgeschwindigkeit gestellt. Die älteste Ausführungsform eines bistabilen Multivibrators ist die bekannte »Eccles-Jordan«-Schaltung, bei der sich zwei Verstärkerelemente wechselseitig steuern. Als Verstärkerelemente kommen dabei Röhren oder Transistoren in Frage. Die höchste Schaltgeschwindigkeit derartiger Schaltungen liegt etwa bei 150 MHz. Eine weitere Erhöhung der Schaltgeschwindigkeit bereitet gewisse grundsätzliche Schwierigkeiten, die in den nicht mehr vernachlässigbaren Kapazitäten der Verstärkerelemente bzw. in Trägheitseffekten derselben begründet sind. Aus diesen Gründen wurde in den letzten Jahren vielfach der Versuch unternommen, bistabile Multivibratoren unter Verwendung von Kippwiderständen aufzubauen. Kippwiderstände, insbesondere deren bekanntester Vertreter, die Tunneldiode, zeichnen sich nämlich durch extrem geringe Trägheitseffekte aus, die ein Umschalten von einem stabilen Zustand in einen anderen stabilen Zustand innerhalb so kleiner Zeiten zulassen, daß damit an sich Schaltgeschwindigkeiten in der Größenordnung von GHz und mehr möglich erscheinen.
  • Es sind bistabile Multivibratoren bekannt, die von der Reihenschaltung zweier gleichsinnig gepolter Kippwiderstände Gebrauch machen. Hierbei werden der Reihenschaltung einerseits über einen Vorwiderstand, eine Gleichspannung geeigneter Polarität und andererseits vorzugsweise über einen weiteren Widerstand Schaltimpulse zugeführt, die im Zusammenwirken mit einer Umschalteinrichtung die Kippwiderstände jeweils in die ihrer Ausgangslage entgegengesetzte Lage umkippen. Als Umschalteinrichtung finden dabei entweder Reaktanzspeicher, wie Kapazitäten oder Induktivitäten, Anwendung, oder es werden besondere Transistorschaltungen vorgesehen. Zwar wird die Gesamtschaltung bei Verwendung von Reaktanzelementen relativ einfach, doch müssen dadurch für die obere Grenze der Schaltfrequenz relativ niedrige Werte in Kauf genommen werden. Durch Verwendung der besonderen Transistorschaltungen als Umschalteinrichtung wird diese obere Frequenzgrenze zwar etwas angehoben. Sie liegt nach vorläufigen Daten jedoch kaum nennenswert über der der Eccles-Jordan-Schaltung. Außerdem erfordert diese Schaltungsart einen technischen Aufwand, der dem der Eccles-Jordan-Schaltung zumindest gleichkommt. Es ist bereits ein bistabiler Multivibrator bekannt, bei dem zwei gleichsinnig in Reihe geschaltete Kippwiderstände an eine Quelle eingeprägter Spannung angeschaltet sind und die Umschalteinrichtung im wesentlichen aus einem Übertrager besteht, dessen eine Wicklung an den einen Kippwiderstand und dessen andere Wicklung an den anderen Kippwiderstand angeschaltet ist. Hierbei ist die Polarität der Anschaltung dieser beiden Übertragerwicklungen an die Kippwiderstände derart gewählt, daß sich durch die Übertragerwicklung bei Erhöhung der Spannung an dem einen Kippwiderstand eine gegensinnige Spannungsänderung am anderen Kippwiderstand ergibt. Dieser Multivibrator zeichnet sich neben geringem schaltungstechnischem Aufwand durch eine wesentlich höhere Grenze der Schaltfrequenz wie die bekannten Anordnungen aus, weil hierbei die Schaltfrequenz, abgesehen von der Anstiegszeit der Kippwiderstände, lediglich von der Grenzfrequenz des Übertragers abhängt. Bei der Wahl geeigneter Ferrite liegt diese Grenzfrequenz in der Größenordnung von etwa 800 MHz.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen bistabilen Multivibrator der einleitend beschriebenen Art bei geringem schaltungstechnischem Aufwand gerade hinsichtlich seiner Schaltgeschwindigkeit noch weiter zu verbessern.
  • Ausgehend von einem bistabilen Multivibrator, bestehend aus der Reihenschaltung zweier gleichsinnig gepolter Kippwiderstände, der einerseits über einen Vorwiderstand eine Gleichspannung geeigneter Polarität und andererseits vorzugsweise über einen weiteren Widerstand Schaltimpulse zugeführt sind und bei der die Größe des Vorwiderstandes und der Gleichspannung so bemessen ist, daß die Reihenschaltung der beiden Kippwiderstände nur zwei stabile Zustände annehmen kann, in denen sich jeweils ein Kippwiderstand in der Lage hohen und ein Kippwiderstand in der Lage niedrigen Widerstandes befindet, wird gemäß der Erfindung die Aufgabe dadurch gelöst, daß jedem Kippwiderstand ein am fernen Ende vorzugsweise offener Leitungsabschnitt parallel geschaltet ist, dessen elektrische Länge derart bemessen ist, daß die durch einen Schaltimpuls vorgegebener Dauer an den Kippwiderständen hervorgerufenen und an den Enden der Leitungsabschnitte reflektierten Spannungssprünge beide Kippwiderstände in die ihrer Ausgangslage entgegengesetzte zweite Lage umschalten.
  • Der Erfindung liegt die wesentliche Erkenntnis zugrunde, daß die bei einem ankommenden Schaltimpuls an beiden Kippwiderständen auftretenden sprunghaften Spannungsänderungen zur Umschaltung ausgenutzt werden können, wenn es gelingt, sie im Zeitraum des Abklingens des Schaltimpulses mit richtiger Polarität wiederum an den Kippwiderständen wirksam werden zu lassen. Da die diese Funktion gemäß der Erfindung ausübenden Leitungsabschnitte keine Trägheitseffekte aufweisen und auch gegen höhere Frequenzen hin in ihrer Wirksamkeit nicht eingeschränkt sind, ist die obere Schaltfrequenz der mit ihnen ausgestatteten Reihenschaltung aus den beiden Kippwiderständen praktisch nur noch durch die Anstiegszeit der Kippwiderstände begrenzt.
  • Die Wirksamkeit der für die Umschaltung erforderlichen reflektierten Spannungsimpulse ist am besten, wenn sie zur gleichen Zeit an den beiden Kippwiderständen ankommen. Es empfiehlt sich daher, den Leitungsabschnitten gleiche elektrische Länge zu geben. Sie können in vorteilhafter Weise aus Streifenleitungen bestehen, die gegebenenfalls auch in gedruckter Schaltung ausgeführt sein können.
  • Um mit möglichst kleinen Leistungen für die Umschaltung auszukommen, wie auch die Umschaltung sicher und zuverlässig zu gestalten, ist es zweckmäßig, die durch die doppelte elektrische Länge der Leitungsabschnitte bestimmte Laufzeit gerade so groß zu wählen, daß die an den Kippwiderständen von einem Schaltimpuls ausgelösten und an den Enden der Leitungsabschnitte reflektierten Spannungsimpulse in einem Zeitpunkt an den Kippwiderständen wirksam werden, in dem der Schaltimpuls bereits abklingt.
  • Die ausgangsseitigen Impulse des Multivibrators nach der Erfindung können in einfacher Weise am gemeinsamen Verbindungspunkt der beiden Kippwiderstände abgenommen werden.
  • Bei erwünschter, möglichst hoher Ausgangsleistung empfiehlt es sich, einen Ausgangsübertrager mit zwei Primär- und einer Sekundärwicklung vorzusehen, bei dem die Primärwicklungen mit zueinander gegensinniger Polung jeweils einem der beiden Kippwiderstände über gleichstromtrennende bzw. begrenzende Koppelglieder angeschaltet sind. Im einfachsten Falle können die Koppelglieder hierbei Kondensatoren sein.
  • Als Kippwiderstände werden zweckmäßig Tunneldioden vorgesehen, die bekanntlich eine sehr steile Anstiegsflanke aufweisen und daher im Hinblick auf die mit der erfindungsgemäßen Schaltung angestrebte hohe Schaltgeschwindigkeit hierfür besonders geeignet sind.
  • An Hand von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, soll die Erfindung im folgenden noch näher erläutert werden.
  • Der Erfindungsgegenstand macht von der Reihenschaltung zweier gleichsinnig gepolter Kippwiderstände Gebrauch. Es soll deshalb zunächst die Wirkungsweise dieser Grundschaltung, die in die Literatur auch unter der Bezeichnung »Goto-Paar« eingegangen ist, näher erläutert werden.
  • In der F i g. 1 ist ein solches Goto-Paar, bestehend aus zwei durch Tunneldioden dargestellte Kippwiderstände T1 und T2, schematisch angegeben. Die Reihenschaltung liegt an einer Gleichspannung Ub, die so bemessen ist, daß einer der beiden Kippwiderstände im Zustand hoher Spannung und der andere im Zustand niederer Spannung verharren muß. Wird zunächst einmal davon abgesehen, daß in den gemeinsamen Verbindungspunkt der beiden Kippwiderstände T1 und T2 ein Strom i in positiver oder negativer Richtung eingespeist wird, so ist es, gleiche Eigenschaften der Kippwiderstände vorausgesetzt, gleich wahrscheinlich, daß die obere oder die untere Diode den Zustand hoher Spannung einnimmt. Diesen Fall stellt das Diagramm der Kennlinien 1 und 2 beider Kippwiderstände in der F i g. 2 dar.
  • Die Schnittpunkte I und II der beiden Kennlinien 1 und 2 markieren die stabilen Lagen der Reihenschaltung. Der Punkt III, der durch den Schnitt der beiden fallenden Kennlinienäste zustande kommt, ist dagegen instabil. Wird die Gleichspannung Ub an der Reihenschaltung kurzzeitig erhöht, beispielsweise durch einen Impuls, so ergibt sich die in der F i g. 3 im Diagramm dargestellte Situation. Die Schnittpunkte I und II verschwinden, und der Punkt III rückt in den Bereich positiven Widerstandes und wird damit stabil. An beiden Kippwiderständen liegt dann eine Spannung, die höher ist als die ihrem Stromminimum zugeordnete. Nach Abklingen des Impulses stellen sich wieder die in der F i g. 2 gezeigten Verhältnisse ein, und zwar mit der für die Schnittpunkte I und II gleich hohen Wahrscheinlichkeit.
  • Wenn die Kennlinien beider Kippwiderstände identisch sind, so bestimmt also der Zufall, welcher der Kippwiderstände nach Abklingen des Impulses die niedrigere bzw. höhere Spannung bekommt. Wird dagegen in den Verbindungspunkt beider Kippwiderstände im Augenblick des Impulsabklingens ein Korrekturstrom i eingeprägt, so bestimmt nunmehr die Polarität des Korrekturstromes, welchen der beiden möglichen Zustände (I bzw. 1I) das Paar einnimmt. Der Korrekturstrom i erzeugt mit anderen Worten eine Unsymmetrie der Serienschaltung, durch die abhängig vom Vorzeichen des Korrekturstroms entweder der Schnittpunkt 1 oder der Schnittpunkt II erzwungen wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung zeigt die F i g. 4a. Sie besteht aus zwei gleichsinnig in Reihe geschalteten Kippwiderständen T1 und T2, die vorzugsweise durch Tunneldioden realisiert sind. Die Kippwiderstände sind über einen Vorwiderstand Rv an die Gleichspannungsquelle Ub angeschaltet. Jedem der beiden Kippwiderstände ist ein Leitungsabschnitt S1 bzw. S2 parallel geschaltet, die gleiche elektrische Länge aufweisen und an ihren fernen Enden offen sind. Die am Eingang E anliegenden Schaltimpulse werden der Reihenschaltung der Dioden über einen Widerstand Rt zugeführt. Den Ausgang A des Multivibrators gibt der gemeinsame Verbindungspunkt der beiden Kippwiderstände ab. Die Größe des Vorwiderstandes Rv und die Größe der Gleichspannung Ub sind so bemessen, daß die Reihenschaltung der beiden Kippwiderstände nur zwei stabile Zustände annehmen kann, in dem sich jeweils ein Kippwiderstand in der Lage hohen und ein Kippwiderstand in der Lage niedrigen Widerstandes befindet. Der Widerstand Rt sorgt für eine ausreichend hochohmige Anschaltung der die Schaltimpulse liefernden Impulsquelle.
  • An Stelle der offenen Enden können die Leitungsabschnitte S1 und S2 gegebenenfalls auch mit Widerständen abgeschlossen sein, die hierbei jedoch stets größer als der Wellenwiderstand der Leitungsabschnitte gewählt sein müssen. Die Abschlußwiderstände können auch durch ein dämpfendes Dielektrikum der Leitung selbst ersetzt sein.
  • Eine Schaltungsvariante zum Ausführungsbeispiel der F i g. 4a zeigt die F i g. 5. Der Reihenschaltung der beiden Kippwiderstände T1 und T2 ist hier ausgangsseitig ein Ausgangsübertrager Ü angeschaltet, der zwei Primär- und eine Sekundärwicklung aufweist. Dabei sind die Primärwicklungen mit zueinander gegensinniger Polung jeweils einem der beiden Kippwiderstände über Koppelkondensatoren Clc angeschaltet. Die gegensinnige Polung der Primärwicklung des Ausgangsübertragers L' hat den Vorteil, daß die an den Kippwiderständen bei einer Umschaltung auftretenden gegensinnigen Spannungsänderungen an der den Ausgang A darstellenden Sekundärwicklung mit gleicher Polarität wirksam sind. Die Leistung der am Ausgang A abgegebenen Impulse ist bei diesem Ausführungsbeispiel also besonders groß.
  • Der näheren Erläuterung der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes werden im folgenden die F i g. 4a und 4b zugrunde gelegt. Zunächst sei angenommen, daß kein Schaltimpuls am Eingang E anliegt und daß sich der Kippwiderstand T1 im Zustand niedriger Spannung befindet. Die beiden Leitungsabschnitte S1 und S2 wirken, solange der Schaltung keine Wechselspannung zugeführt wird, als aufgeladene Kapazitäten und können als nicht vorhanden angesehen werden. Diesem Schaltungszustand entspricht der Schnittpunkt I des Kennlinienfeldes des Goto-Paares nach der F i g. 2.
  • Nunmehr soll dem Eingang E des Multivibrators nach der F i g. 4a ein positiver Impuls der Dauer ti zugeführt werden. Die Amplitude.1U dieses Schaltimpulses ist so bemessen, daß beide Kippwiderstände sich vorübergehend im hochohmigen Bereich ihrer Kennlinie befinden können. Zweckmäßig ist die Amplitude A U des Schaltimpulses so gewählt, daß die durch den Schaltimpuls bewirkte Spannungserhöhung an der Reihenschaltung zwar ausreicht, um die Sprungspannung beider Kippwiderstände zu überschreiten, nicht aber um an beiden Tunneldioden die merklich höhere Spannung, die der Kippwiderstand T2 vor dem Eintreffen des Impulses hatte, an beiden Kippwiderständen hervorzurufen. Zeitlich wird dieser Zustand knapp vor dem Maximum des Schaltimpulses im Zeitpunkt t1 erreicht. Ohne das Vorhandensein der Leitungsabschnitte würde sich nunmehr der Punkt 111 entsprechend der unterbrochen gezeichneten Kennlinien im Kennlinienfeld nach der F i g. 6 einstellen. Dieser Punkt ist gleichbedeutend mit dem Punkt III im Kennlinienfeld der F i g. 3.
  • Die durch den Schaltimpuls an den Kippwiderständen auftretenden Spannungsänderungen lassen diese jedoch mit den Wellenwiderständen der Leitungsabschnitte S1 und S2 belastet werden. Es stellt sich deshalb der Punkt III' (ausgezogen gezeichnete Kennlinien) nach der F i g. 6 ein.
  • Die durch den Schaltimpuls nach der F i g. 4b an den Tunneldioden ausgelösten Spannungssprünge laufen nun die Leitungsabschnitte entlang, werden an den offenen Enden reflektiert und kommen nach der doppelten Laufzeit mit gleicher Polarität wiederum an den Kippwiderständen an. Die Laufzeit ist bei beiden Leitungsabschnitten gleich groß und so bemessen, daß die reflektierten Spannungssprünge an den Kippwiderständen im Zeitpunkt 12 (F i g. 4b), in dem der Schaltimpuls bereits in ausreichendem Maße wieder abgeklungen ist, einwirken. In diesem Zeitpunkt befinden sich die mit dem Wellenwiderstand der Leitungsabschnitte belasteten Kippwiderstände beide immer noch im hochohmigen Bereich entsprechend dem Punkt III' nach der F i g. 7 (ausgezogen gezeichnete Kennlinien). In das Diagramm der F i g. 7 sind ferner in unterbrochener Linie die Kennlinien der beiden Kippwiderstände für den unbelasteten Zustand bei gleich hoher anliegender Spannung angegeben. Wie dieses zweite Kennlinienpaar erkennen läßt, können die beiden Kippwiderstände bzw. Tunneldioden im unbelasteten Zustand nur entweder die stabile Lage entsprechend dem Schnittpunkt I oder aber die stabile Lage entsprechend dem Schnittpunkt II annehmen. Die an den Kippwiderständen ankommenden reflektierten Spannungssprünge bedeuten eine Entlastung für diese, so daß sich im Zeitpunkt t2 nach der F i g. 4b die Kippwiderstände nunmehr entscheiden müssen, welche stabile Lage sie einnehmen sollen. Im vorliegenden Fall wird sich der Zustand entsprechend dem Schnittpunkt II nach der F i g. 7 einstellen, weil auf den Kippwiderstand T1 ein positiver und auf den Kippwiderstand T2 ein negativer Spannungssprung einwirken, d. h. daß nunmehr der Kippwiderstand T1 den Zustand hoher Spannung und der Kippwiderstand T2 den Zustand niedriger Spannung führen. Bei einem folgenden Schaltimpuls werden die Kippwiderstände wiederum in eine Lage entsprechend dem Schnittpunkt I nach der F i g. 7 zurückkippen usw.
  • Sobald die Kippwiderstände unter der Einwirkung der an den offenen Enden der Leitungsabschnitte reflektierten Spannungssprünge in die eine oder andere stabile Lage kippen, werden sie durch die erneuten Spannungsänderungen an den Leitungsabschnitten erneut belastet. Die hierbei nach einem weiteren Zeitabschnitt t2-tl an den Kippwiderständen ankommenden Spannungssprünge vermögen jedoch den einmal eingenommenen Zustand des Paares nicht mehr zu beeinflussen, weil zwischenzeitlich der Eingangsimpuls völlig abgeklungen ist.
  • Für das Verständnis der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes kann zur Vereinfachung der sich hierbei abspielenden Vorgänge auch davon ausgegangen werden, daß die Kippwiderstände während des ganzen Umschaltvorganges mit den Wellenwiderständen der Leitungsabschnitte belastet sind. Die Entscheidung über den vom Kippwiderstandspaar einzunehmenden Zustand durch die reflektierten ankommenden Spannungssprünge ist hierbei als in dem Augenblick erfolgt anzusehen, in dem der Schaltimpuls soweit abgeklungen ist, daß sich der Zustand III' nach der F i g. 7 auch bei unveränderlicher Belastung nicht mehr aufrechterhalten kann, sondern nur noch der Zustand I oder II möglich sind.
  • Es ist zu betonen, daß den oben angeführten Erklärungen über die Wirkungsweise der Schaltung lediglich für eine anschauliche Betrachtungsweise Bedeutung zukommen. Exakt können die Vorgänge, da sie im Augenblick der Entscheidung alle miteinander verkoppelt sind, nur durch ein System von Differentialgleichungen beschrieben werden.
  • Mit einer ausgeführten Schaltung gemäß der Erfindung konnten ohne Schwierigkeiten Schaltfrequenzen in Höhe von 2,7 GHz verarbeitet werden. Dabei fanden als Kippwiderstände Germanium-Tunneldioden Verwendung. Die Leitungsabschnitte wurden durch Streifenleitungen realisiert, die hierbei eine Länge von etwa 1 cm hatten.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Bistabiler Multivibrator, bestehend aus der Reihenschaltung zweier gleichsinnig gepolter Kippwiderstände, der einerseits über einen Vorwiderstand eine Gleichspannung geeigneter Polarität und andererseits vorzugsweise über einen weiteren Widerstand Schaltimpulse zugeführt sind und bei der die Größe des Vorwiderstandes und der Gleichspannung so bemessen ist, daß die Reihenschaltung der beiden Kippwiderstände nur zwei stabile Zustände annehmen kann, in denen sich jeweils ein Kippwiderstand in der Lage hohen und ein Kippwiderstand in der Lage niedrigen Widerstandes befindet, dadurch gekennzeichn e t, daß jedem Kippwiderstand ein am fernen Ende vorzugsweise offener Leitungsabschnitt parallel geschaltet ist, dessen elektrische Länge derart bemessen ist, daß die durch einen Schaltimpuls vorgegebener Dauer an den Kippwiderständen hervorgerufenen und an den Enden der Leitungsabschnitte reflektierten Spannungssprünge beide Kippwiderstände in die ihrer Ausgangslage entgegengesetzte zweite Lage umschalten. z. Bistabiler Multivibrator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsabschnitte gleiche elektrische Länge aufweisen. 3. Bistabiler Multivibrator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsabschnitte Streifenleitungen sind. 4. Bistabiler Multivibrator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die doppelte elektrische Länge der Leitungsabschnitte bestimmte Laufzeit gerade so groß gewählt ist, daß die an den Kippwiderständen von einem Schaltimpuls ausgelösten und an den Enden der Leitungsabschnitte reflektierten Spannungsimpulse in einem Zeitpunkt an den Kippwiderständen wirksam sind, in dem der Schaltimpuls bereits abklingt. 5. Bistabiler Multivibrator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Verbindungspunkt der beiden Kippwiderstände den Ausgang der Schaltung abgibt. 6. Bistabiler Multivibrator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Ausgangsübertrager mit zwei Primär- und einer Sekundärwicklung, bei dem die Primärwicklungen mit zueinander gegensinniger Polung jeweils einem der beiden Kippwiderstände über gleichstromtrennende bzw. begrenzende Koppelglieder angeschaltet sind. 7. Bistabiler Multivibrator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelglieder Kondensatoren sind. B. Bistabiler Multivibrator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippwiderstände Tunneldioden sind.
DES91758A 1964-06-29 1964-06-29 Bistabiler Multivibrator Pending DE1208765B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES91758A DE1208765B (de) 1964-06-29 1964-06-29 Bistabiler Multivibrator

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES91758A DE1208765B (de) 1964-06-29 1964-06-29 Bistabiler Multivibrator
DES0110241 1967-06-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1208765B true DE1208765B (de) 1966-01-13

Family

ID=25997687

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES91758A Pending DE1208765B (de) 1964-06-29 1964-06-29 Bistabiler Multivibrator

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1208765B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2737432C3 (de) Integratorschaltung mit Begrenzung
DE2847290C2 (de) Schaltungsanordnung zum Gewinnen eines störungsfreien Triggersignales für insbesondere eine Kraftstoffzumeßeinrichtung einer Brennkraftmaschine
DE1762721A1 (de) Saegezahngenerator
DE1208765B (de) Bistabiler Multivibrator
DE2260011A1 (de) Speicherschalter
EP0004008B1 (de) Schneller Amplitudenentscheider für digitale Signale
DE1242266B (de) Bistabiler Multivibrator
DE1246031B (de) Aus einer Kippschaltung bestehender Frequenzteiler
DE1206960B (de) Bistabiler Multivibrator
DE2211530B2 (de) Schaltungsanordnung zur Steuerung eines der Auswahl von Strickmitteln dienenden Elektromagneten an einer Rundstrickmaschine
DE1139873B (de) Anordnung zur Impulsauswertung fuer Achszaehleinrichtungen in Eisenbahn-anlagen, im besonderen mit elektronischen Gleisgeraeten
DE2213628C3 (de) Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines gegenüber einem Eingangsimpuls wesentlich verlängerten Ausgangsimpulses
DE1221739B (de) Elektromechanisches Bandfilter
DE1487822C (de) Schaltungsanordnung zur Umwandlung von Eingangsimpulsen in Ausgangsimpulse konstanter Breite und Amplitude
DE1242267B (de) Bistabiler Multivibrator
DE1269170B (de) Kontaktlose Schalt- und Steuereinrichtung mit einer Sprungcharakteristik beim Ein- und Ausschalten
DE1124088B (de) Gesteuerter Sperrschwinger
DE1487822B2 (de) Schaltungsanordnung zur umwandlung von eingangsimpulsen in ausgangsimpulse konstanter breite und amplitude
DE2650835A1 (de) Schaltungsanordnung zum senden und empfangen von binaerzeichen
DE1274643B (de) Triggerschaltung mit potentialfreiem Eingangskreis fuer einen veraenderlichen Gleichstrom
DE1254686B (de) Impuls-Zaehlvorrichtung mit einer Zaehlkette aus bistabilen Gliedern
DE1123369B (de) Schaltbare Impulssperre
DE1110218B (de) Bistabile Kippschaltung
DE3142009A1 (de) "elektronisches filter"
DE1206479B (de) Schaltungsanordnung fuer einen Einkanal-Impulshoehen-Analysator