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DE1207926B - Verfahren zur Herstellung von Ammonium-perchlorat und Natriumammoniumphosphat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammonium-perchlorat und Natriumammoniumphosphat

Info

Publication number
DE1207926B
DE1207926B DEA38552A DEA0038552A DE1207926B DE 1207926 B DE1207926 B DE 1207926B DE A38552 A DEA38552 A DE A38552A DE A0038552 A DEA0038552 A DE A0038552A DE 1207926 B DE1207926 B DE 1207926B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
perchlorate
ammonium
sodium
phosphate
ammonium perchlorate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA38552A
Other languages
English (en)
Inventor
Hidso Arita
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Original Assignee
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Asahi Chemical Industry Co Ltd filed Critical Asahi Chemical Industry Co Ltd
Priority to DEA38552A priority Critical patent/DE1207926B/de
Publication of DE1207926B publication Critical patent/DE1207926B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/26Phosphates
    • C01B25/45Phosphates containing plural metal, or metal and ammonium
    • C01B25/451Phosphates containing plural metal, or metal and ammonium containing metal and ammonium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/16Perchloric acid
    • C01B11/18Perchlorates
    • C01B11/185Ammonium perchlorate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ammoniumperchlorat und Natriumammoniumphosphat Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ammoniumperchlorat und Natriumammoniumphosphataus einerNatriumperchloratlösung. Ammoniumperchlorat wird gewöhnlich durch Umsetzen einer wäßrigen Lösung von Natriumperchlorat mit Ammoniumchlorid oder Ammoniumsulfat hergestellt. Diese Umsetzung verläuft jedoch nicht vollständig, so daß Natriumperchlorat mit den anderen Salzen unumgesetzt in Lösung verbleibt. Die vollständige Gewinnung von NatriumperchIorat ist daher nicht einfach. Ammoniumperchlorat ist auch nach einem Verfahren umgesetzt worden, bei dem eine wäßrige Lösung von Natriumperchlorat mit Ammoniak und einer 35%igen Salzsäurelösung bei erhöhter Temperaturumgesetzt, dasdabei erhaltene Umsetzungsgemisch in einer Vakuumkristallisationsvorrichtung konzentriert wird, in der Ammoniumperchlorat zuerst abgeschieden und dann abgetrennt wird, und bei dem dann die Lösung weiter konzentriert und anschließend das Natriumchlorid von der konzentrierten Lösung abgetrennt wird. Dieses Verfahren ermöglicht zwar eine wirksame Verwendung von Natriumperchlorat, es ist aber auch von vielen Nachteilen begleitet. Die verwendeten Vorrichtungen z. B. werden stark korrodiert, weil die Umsetzung bei erhöhter Temperatur durchgeführt wird und die zu behandelnde Lösung sauer ist. Ferner ist die Abtrennung von Natriumchlorid nicht einfach, das darüber hinaus nur ein Nebenprodukt mit geringem Wert ist, das aus der teureren Salzsäure gebildet worden ist.
  • Erfindungsgemäß wird ein wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung von Ammoniumperchlorat und Natriumammoniumphosphat vorgeschlagen, bei dem Ammoniumperchlorat und das Phosphat in einer Ausbeute von etwa 100 % erhalten werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Ammoniumperchlorat in hoher Ausbeute erfolgt durch Umsetzung von Natriumperchlorat mit Ammoniak und Phosphorsäure und führt zur Gewinnung des Natriums im Ausgangsmaterial (Natriumperchlorat) in Form des Phosphats der Formel NaNH4HP04, das als antiphlogistisch wirkendes Mittel und nach dem Vermischen mit Natriumhydroxyd auch als Reinigungsmittel für Kesselspeisewasser geeignet ist.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst Ammoniumperchlorat durch Zugeben von Ammoniak und Phosphorsäure zu einer wäßrigen Natriumperchloratlösung hergestellt. Die Umsetzung erfolgt nach der folgenden Gleichung:
    NaC104 -f- NH3 + H,PO4 , NH4C104 -I- NaH.P04
    (1)
    Das Ammoniumperchlorat scheidet sich dabei als feste Substanz ab, während das Natriumdihydrogenphosphat der Formel NaH2P04 in Lösung bleibt. Die Lösung wird auf einen pH-Wert von 3,5 bis 6,8, vorzugsweise von 4 bis 6, eingestellt. Bei dieser Umsetzung ist eine Erhöhung der Temperatur nicht wesentlich. Vorzugsweise wird eine Temperatur von 15 bis 35°C verwendet.
  • Bei der zweiten Stufe des Verfahrens wird nach dem Abtrennen des Ammoniumperchlorats von der Lösung Ammoniak in das NaH1P04 enthaltende Filtrat eingeleitet. Die Umsetzung erfolgt nach der folgenden Gleichung:
    NaH2P04 -I- 4 H20 + NH3 -+- NaNH,HP04 - 4 H20
    (2)
    Damit die Umsetzung (2) erleichtert wird, wird das Umsetzungsgemisch auf einen pH-Wert von 7,5 bis 9,5, vorzugsweise zwischen 8 und 9 pH, eingestellt. Die Zusammensetzung des Phosphats wird von der verwendeten Ammoniakkonzentration bestimmt, wobei jedoch NaNH4HP04 - 4 H20 vorwiegend gebildet wird.
  • Beide Umsetzungen (1) und (2) können bei nahezu der gleichen Temperatur durchgeführt werden, weil durch die Regelung des pH-Wertes bei jeder Umsetzung die vollständige Abtrennung von Ammoniumperchlorat und Phosphat erzielt wird. Vorzugsweise soll jedoch die Temperatur, bei der die Abtrennung von Natriumammoniumphosphat erfolgt, etwa 5 bis 10°C oberhalb der Abtrennungstemperatur von Ammoniumperchlorat liegen. Dieses Merkmal stellt einen der großen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens dar; d. h., wenn der pH-Wert der Mutterlauge nach der Abtrennung des Ammoniumperchlorats durch Zusatz von Ammoniak auf 7,5 bis 9,5 eingestellt wird, verringert sich die Löslichkeit des Phosphats merklich, so daß das Phosphat ausfällt, während das Ammoniumperchlorat seine Löslichkeit nahezu beibehält und in Lösung bleibt. Dementsprechend kann die Trennung der beiden Salze ohne Einengen der Mutterlauge bei der gleichen Temperatur durchgeführt werden. Diese Verfahrensweise beruht also auf einer geschickten Ausnutzung der Methode der doppelten Umsetzung. Nach dem Abtrennen des Phosphats bei der Umsetzung (2) kann die Mutterlauge zu den Umsetzungen (1) und (2) zurückgeleitet werden. Sowohl die Ausbeute an Ammoniumperchlorat als auch an Phosphat kann daher auf 100% der theoretischen Ausbeute durch Wiederholung der Umsetzungen erhöht werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ein Konzentrieren durch Verdampfen der Mutterlauge kaum erforderlich, weil das Wasser in der Mutterlauge in Form des Kristallisationswassers des Phosphats aus dem Gemisch entfernt wird. Wenn die verwendeten Ausgangsmaterialien Natriumperchlorat und Phosphorsäure eine größere Menge Wasser enthalten, muß gegebenenfalls die Mutterlauge konzentriert werden; aber selbst in diesem Fall wird die Korrosion der zum Konzentrieren verwendeten Vorrichtung wegen des neutralen oder alkalischen pH-Wertes des Gemisches vermieden. Beispiel l 83g Ammoniak und 660g Natriumperchlorat (1 Mol Kristallisationswasser enthaltend) wurden in 1000g Wasser unter Rühren gelöst, worauf 720g 65%iger Phosphorsäure zugesetzt wurden, bis der pH-Wert der erhaltenen Lösung 3,8 war. Die Lösung wurde auf 25°C eingestellt. Das abgeschiedene Ammoniumperchlorat wurde abfiltriert und mit 60 g Wasser gewaschen. Das Waschwasser wurde dann mit der Mutterlauge vermischt. Das gewonnene Ammoniumperchlorat wies einen hohen Reinheitsgrad auf. Ausbeute: 290 g reine kristalline Substanz. Nach dem Abtrennen des Ammoniumperchlorats wurde der pH-Wert der Mutterlauge durch Absorbieren von 76 g Ammoniak auf 8,5 gebracht, wobei eine beträchtliche Menge von kristallinem Phosphat abgeschieden wurde. Die Lösung wurde auf 30°C abgekühlt und dann abfiltriert, worauf die abgeschiedene Substanz mit 100 g Wasser gewaschen wurde. Das Waschwasser wurde mit der Mutterlauge vermischt. Die abgetrennte Substanz bestand aus 770 g reinem kristallinem Phosphat der Formel NaNH,HP04 - 4 H20-52,5 % des anfänglich verwendeten Natriumperchlorats wurden in Form von kristallinem Ammoniumperchlorat wiedergewonnen, der Rest (etwa 470/0) verblieb in der Mutterlauge. Diese zurückbleibenden Perchlorate wurden im nachfolgenden Verfahrensschritt wieder verwendet und stellten keinen Verlust dar. Beispiel 2 .Der im Beispiel l erhaltenen Mutterlauge wurden nach dem Abtrennen des Phosphats 32 g Ammoniak und 420g 65%iger Phosphorsäure zugesetzt, wobei ein pH-Wert von 4,0 erreicht wurde. Der noch warmen Lösung wurden 400 g Natriumperchlorat unter Rühren zugesetzt, wobei sich beim Auflösen des Natriumperchlorats gleichzeitig kristallines Ammoniumperchlorat abschied. Die Lösung wurde auf 30°C abgekühlt und abfiltriert. Die abgetrennte Substanz wurde mit 60 g Wasser gewaschen. Das Waschwasser wurde mit der Mutterlauge vermischt. Das gewonnene Perchlorat bestand aus praktisch reinem Ammoniumperchlorat. Ausbeute: 300 g reines Ammoniumperchlorat. Nach dem Abtrennen des Ammoniumperchlorats wurde der pH-Wert durch Einleiten von 84 g Ammoniak auf 9,2 gebracht, wobei kristallines Phosphat abgeschieden wurde. Die Lösung wurde auf 30°C abgekühlt und abfiltriert. Die abgetrennte Substanz wurde mit 100 g Wasser gewaschen. Dabei wurden 560 g des Phosphats erhalten, dessen Zusammensetzung 33,7% P,05 und 9,8% NH3 entsprach und das einen entsprechenden Rest von Na und Kristallisationswasser aufwies.
  • 90 % des im Verfahrensschritt des vorliegenden Beispiels zugesetzten Natriumperchlorats wurden in Form von kristallinem Ammoniumperchlorat zurückerhalten, der Rest verblieb in der Mutterlauge. Diese zurückbleibenden Perchlorate stellten keinen Verlust dar; sie ergeben sich aus der Tatsache, daß zuviel Waschwasser verwendet worden war, bis das kristalline Ammoniumperchlorat in der Mutterlauge gelöst wurde.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Ammoniumperchlorat und Natriumammoniumphosphat, d adurch gekennzeichnet,daßmanAmmoniak und Phosphorsäure in einer wäßrigen Lösung von Natriumperchlorat löst, daß man die erhaltene Lösung auf einen pH-Wert von 3,5 bis 6,8 einstellt unter Bildung eines Niederschlages von Ammoniumperchlorat in der Mutterlauge, das so gebildete Ammoniumperchlorat bei Raumtemperatur abtrennt, Ammoniak zu der Mutterlauge bis zum Erreichen eines pH-Wertes zwischen 7,5 und 9,5 hinzufügt und Natriumammoniumphosphat abscheidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur, bei der die Abtrennung des Phosphats vorgenommen wird, um 5 bis 10°C höher liegt als die Temperatur, bei der das Ammoniumperchlorat abgetrennt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach Abtrennung des Phosphats zurückbleibende Mutterlauge unter Zusatz von Ammoniak und Phosphorsäure im Kreislauf zurückführt und dann Natriumperchlorat in diese einführt.
DEA38552A 1961-10-12 1961-10-12 Verfahren zur Herstellung von Ammonium-perchlorat und Natriumammoniumphosphat Pending DE1207926B (de)

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