DE1207264U - - Google Patents
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Description
Beschreibung
Gegenstand ief Erfindung ist ein gewundene!
Bohrer (Spiralt»ohrer pp) mit Hartmetallschneiden (z.B. aus
Schnellaufstahl, Wolframkarbiden pp) zum Bohren von beliebig langen
Löchern in allen bohrfähigen Stoffen, wie z.B. Holz, Metalle, Gesteinsarten im anstehenden, gewonnenen oder schon bearbeiteten
Zustand, künstliche Steine, Beton, Mauerwerk u.a. Der Erfindungsgedanke erstreckt sich auf die Bewegung der TCindungshöhen, die
Querschnittsgestaltungen des Bohrers, auf die Form des Hartmetalleinsatzes
und auf die Anordnung eines passgerechten Ftillstückes,
das den Verbrauch am hochwertigem Schneidstoff (Hartmetall) kostensparend herabmindert und gleichzeitig Schrumpfapannungen
im Bohrkörper für das Hartmetall unschädlich macht,
Bisher wurden solche mit Hartmetalleinsätzen
versehenen Spiralbohrer verwendet, welche gleichbleibende "fllndungshöhe und gleiche Querschnitte besassen; die Hartmetalleins'ätze
selbst waren so gestaltet, dass deren Lötflächen, sowohl die längs, wie auch die quer zur Bohrerachse gerichteten,
parallel bezw. rechtwinkelig zu dieser, verliefen.
Solche Bohrer hatten u.a. die Nachteile/
dass bei den hohen Umdrehungen, mit denen Hartmetallbohrer laufen können, besonders dann, wenn sie noch wenig zurUckgeschliffen
sind, die Bohrspäne und das Bohrmehl wegen der geringen Transportwirku-g
der steilen Nutenflanken nur träge befördert wurden, sodass der Bohrer häufig zurückgenommen werden musste, um die
Bohrabfälle aus dem Bohrloch zu entfernen;
es bei der "bisher üblichen und gleiche
bleibenden Querschnitts form nur beschränkte Verbindungsmugiichkeiten
für Bohrerverlängerungen gab, welche gleichzeitig den Bohrabfällen ungehinderte Bückbeförderung auch während des ununterbrochenen
Bohrvorganges gewährten; und
die sehr wertvollen Hartmetalleinsätze
bisher unwirtschaftlich gestaltet waren. Ein weiterer Nachteil bestand darin, dass
bei Bohrern mit Hartmetalleinsätzen
die Lötflächen parallel und rechtwinkelig zur Bohrerachse
angeordnet waren und dass, wenn die Sitzflächen, welche den achsialen Bohrdruck aufzunehmen hatten, am Hartmetall-Plättchen
mit den Schneidkanten gleich gerichtet waren,
die entsprechenden Sitzflächen in dem
eigentlichen Bohrerkörper nur mit Spezialmaschinen oder Spezialwerkzeugen,
und unter Aufwendung hoher Bedienungskosten hergestellt werden konnten. Ein weiterer Nachteil bestand darin,
dass
Eartmetallplättchen, welche in einfachen Nuten eingelötet waren, den Schrumpfspannungen, die sich
in dem Bohrerkörper auswirkten, nicht widerstehen konnten und häufig zersprangen.
Abbildung 1 der Zeichnung zeigt
einen gewundenen Bohrer, welcher auch innerhalb der Hartmetalleinsat
ζ länge die, gewöhnlichen Spiralbohrern eigentümlichen Flankenwinkel, Windungshöhe und Querschnittsform aufweist
„
weist. Diese verändern sich jedoch unterhalb des Eartmetall-r
einsatzes so, dass nach einem vermittelnden Uebergang die Windungshöhe
kleiner wird, der Querschnitt, je nach Erfordernis, eine flache, schwertförmige, linsenförmige oder andere Gestalt
annimmt, welche die Anbringung einer geeigneten Verbindungεart
zwischen Arbeitsstück und Rohrverlängerungen gestattet. Die Querschnittsform des Bohrers kann auch schon innerhalb der Schnei
pl'ittchenlänge so gestaltet werden, dass die rückwärtige Kante des Haltelappens abgeflacht wird.
Die Einsatzstücke aus Hartmetall erhalten
eine Form, wie sie aus der Abbildung 1 bis 3 ersichtlich ist, Hierbei zeigen die, das Drehmoment aufnehmenden Rückenflächen
des Hartraetalleinsatzes eine zur Bohrerachse geneigte Lage, derart,
dass sie nach der Bohrerschneidkante hin mit einem spitzen Kinkel einander satteldachförmig zustreben. In dem Bohrerkörper
Tuss sinngemäss eine sch^albenschwanzförrnige Nute ausgespart werden,
sodass man den Eartmetalleinsatz von der Seite her einzuschieben vermag. Von den seitlichen Nutbegrenzungen bleiben nur
die als Lötflächen bestimmten stehen, die ihnen gegenüberliegenden werden entfernt. Ferner werden die Grundflächen b und bl,
also diejenigen, mit welchen der Ilartmetalleinsatz aufsitzt, mit
ungefähr gleichen Neigungswinkeln angeordnet, wie sie den Schneidkanten a und al eigentümlich sind.
Der Bohrer kann, wenn es sich um die
Herstellung längerer Löcher handelt, nach Bedarf in eine oder
mehrere Bohrstangen und dem eigentlichen Arbeitsbohrer unterteilt werden, wobei beliebige Verbindungsarten zur Anwendung kommen
können.
Zum
Zum Bohren in zähem Material, wie
Holz, Stahl, Sips, Anhydrit pp. ist die Bohrschneidenkante
nicht unterbrochen, also ungeteilt, während zum Bohren von grobkristallinischen und bröckeligen Stoffen, wie z.B,Gusseisen,
Messing, Kohle, Salz pp. die Schneidkante durch Einkerbung geteilt wird.
Zu der in vorhergehender Beschreibung
erläuterten Querschnittsform kann man bei Verwendung von kurzen Schneidenträgern deshalb übergehen, weil je der Spiralbohrer
nunmehr nicht Über den Hartmetalleinsatz hinaus zurückgeschliffen
wird und für die Beibehaltung des gleichen Planke nwinkels und Querschnittes und der gleichen Wirkungshöhe
ausserhalb der Hartmetallgrenze keine Notwendigkeit mehr vorliegt.
Zur Ersparung von Hartmetall werden,
wie w.o. schon ausgeführt, die Schneidplättchen so geformt,dass
deren Sitzflächen parallel zu den Schneidkanten verlaufer.,also
ähnlich wie die Flächen eines Satteldaches (s,Abb.l). Die
Herstellung von gleichgerichtete, also dachförmigen Sitzflächen
in der für das Schneidplattejen zu schaffenden Ihit des
Bohrerkörpers würde teure Einrichtungen erfordern und deren Bedienung viel Zeit in Anspruch nehmen. Es wird deshalb zur
Vermeidung dieser besonderen Aufwendungen eine einfache Nut mit rechtwinklig zur Bohrerachse verlaufenden Grundfläche
hergestellt und der, bei der Einbringung des Hartmetallplättchens
entstehende Hohlraum mit einem entsprechend geformten, prismenHhnlichen Körper aus billigem Metall, das sich gut
einlöten
einlöten lässt, ausgefüllt.
Dadurch, dass die Nut tiefer, als zur
Aufnahme 3.es Hartmetallkörpers erforderlich, ausgearbeitet und
z.T. wieder mit einem Füllkörper ausgefüttert wird, kann man das
Zustandekommen von Schrumpfspannungen im Bohrerkörper, die das eingelötete Hartmetall zerreissen können, verhindern.
Claims (6)
1.) Gewundener Bohrer mit Eartmetall-
schneiden, dadurch gekennzeichnet, dass die TTindungshöhe ausserhalb
des Eartmetall-Schneidentr'agers beliebig verändert wird.
2.) Gewundener Bohrer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die innerhalb des Hartmetalleinsatzes
ausgebildete konkave Querschnittsgestaltung, Abb.3, ^it
vermittelndem Uebergang tu eine andere, z.B. flache, Linses-,
Schwert- (Abb.4) oder ähnliche Form übergeleitet wird.
3.) Gewundener Bohrer nach Ansprüchen
1/2,
Hierzu \ Blatt Zeichnungen
1/2, dadurch gekennzeiC'-net, dass derselbe nach Bedarf in
Bohrstangen und eigentlichen Ärbeitsbohrer unterteilt wird,
wobei beliebige Verbindungsarten zur Anwendung kommen können.
4..) .Gewundener Bohrer nach Ansprüchen 1/3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartmetall-Schneidenträger
von 3 Seitenflächenpaaren begrenzt wird (Abb.4), wovon die Rückenflächen e und f, auch. Lot- oder !leitflächen
genannt, nicht parallel zur Bohrerachse verlaufen, sondern einander satteldachförmig und in der Richtung nach der Bohrer-Schneidkante
zuneigen, mit einem Winkelmass, das ungefähr der Windungssteigung an dieser Stelle entspricht, wovon die
Flächen g und h als Schialseiten hinterdreht geformt sind und
wovon die Schneidkanten-Flächen i und k einen Teil der Spiralnutbegrenzungen
tragen und mit einer hohlen Rundung an die Rückenffachen e und f anschiieasen.
5.) Gewundener Bohrer nach den Ansprüchen 1/4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartmetalleinsatz
von zwei, einen nTinkel einschliessenden Grundflächen b
und bl begrenzt wird, sodass er dachreiterartig auf entsprechend hergestellter Unterlage in die Nut des Bohrerkörpers eingelötet,
aufsitzt.
6.) Gewundener Bohrer nach den Ansprüchen 1/5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausfüllung des
Hohlraumes zwischen den Grundflächen b und bl des Eartmetallplättchens
und der Grundfläche der Nut im Bohrerkörper sowie zur Unschädlichmachung von Schrumpfspannungen für das Hartmetallplättchen
ein sinngemäss gestaltetes Zwischenstück eingefügt und befestigt wird.
Beschreibung
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2211532A1 (de) * | 1972-03-10 | 1973-09-13 | Hawera Probst Kg Hartmetall | Bohrer, insbesondere steinbohrer |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2211532A1 (de) * | 1972-03-10 | 1973-09-13 | Hawera Probst Kg Hartmetall | Bohrer, insbesondere steinbohrer |
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