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Impulsformerschaltung In der Technik ist häufig die Aufgabe gegeben,
aus einem zeitlich beliebig lang anstehenden Eingangssignal (a) gemäß F i
g. 1 nur einen Ausgangsimpuls (b) definierter Breite abzuleiten. Das
Eingangssignal soll dabei durch Prellungen verformt sein können, die in dem Ausgangsimpuls
jedoch nicht auftreten sollen.
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Zur Lösung der vorstehenden Aufgabe ist eine Impulsformerschaltung
vorgesehen, die gemäß der Erfindung so ausgebildet ist, daß ein speicherseitig vom
Eingangssignal beaufschlagter Speicher (Eingangsspeicher) vorgesehen ist, der durch
einen ersten Takt (u1) gespeichert wird, wenn gleichzeitig das Eingangssignal ansteht,
und der gelöscht wird, wenn das Eingangssignal verschwindet, und dem ein das Ausgangssignal
der Impulsformerschaltung liefernder Speicher (Ausgangsspeicher) nachgeschaltet
ist, der am Speichereingang eine UND-Verknüpfung besitzt, die nur dann erfüllt ist
und den Ausgangsspeicher setzt, wenn der Eingangsspeicher gesetzt, ein zweiter,
gegenüber dem ersten Takt verzögerter Takt (u.) vorhanden und ein dritter, speicherseitig
vom Ausgangssignal des Ausgangsspeichers vorbereitender Speicher (Hilfsspeicher)
gelöscht ist und dessen Löscheingang derart mit dem Ausgang des Hilfsspeichers verbunden
ist, daß gelöscht wird, wenn der speicherseitig durch einen weiteren, gegenüber
dem zweiten Takt verzögerten Takt beaufschlagte Hilfsspeicher gesetzt wird, wobei
der Hilfsspeicher durch einen vom Verschwinden des Eingangssignals abgeleiteten
Impuls gelöscht wird.
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An Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen wird
die Erfindung näher erläutert. Es zeigt F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel
mit symbolischer Speicherdarstellung, F i g. 3 ein Ausführungsbeispiel, aus
dem der Aufbau der Speicher zu erkennen ist, F i g. 4 Impulsbilder zu den
Schaltungen nach F i g. 2 und 3.
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Der Eingang E der Impulsformerschaltung nach F i
g. 1, an dem das Eingangssignal (a) zu bestimmten Zeiten ansteht, ist mit
einem Setzeingang eines Speichers S, des Eingangsspeichers verbunden.
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(In der angewendeten bekannten symbolischen Darstellung des Speichers
ist die mit L bezeichnete Seite die Speicherseite und die mit 0 bezeichnete
Seite die Löschseite.) Der zweite Setzeingang, der mit dem ersten Eingang über eine
UND-Verknüpfung auf den Speicher einwirkt, wird von einem Taktu, gesteuert. Der
Speicher S, wird daher gespeichert (A,= L), wenn Signal (a) und u,
vorhanden, d. h. = L sind. Gelöscht wird der Speicher durch das Eingangssignal,
und zwar dann, wenn das Eingangssignal verschwindet, d. h. = 0 ist.
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Daß der Speicher S, ebenso wie die noch zu erläuternden Speicher
S2 und S, für dieses Beispiel durch L-Signal gespeichert und bei 0-Signal
gelöscht werden sollen, ist lediglich eine Frage der Ausbildung der Speicher. Man
kann sie auch so ausbilden, daß sie mit L-Signal löschen bzw. mit 0-Signal speichern.
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Dem Eingangsspeicher S, ist ein Speicher S., der Ausgangsspeicher,
nachgeschaltet, der das Ausg angssignal (b) der erfindungsgemäßen Impulsforinerschaltung
liefert. Dieser Ausgangsspeicher besitzt an seinem Speichereingang eine UND-Verknüpfung
mit drei Eingängen. Auf einen Eingang wird der TaktU2 geschaltet, der, wie die F
i g. 4 zeigt, gegenüber dem Takt ß, verzögert ist. Auf den zweiten
Eingang gelangt das Ausgangssignal des Eingangsspeichers. Der dritte Eingang schließlich
ist mit dem negierten Ausgang eines dritten Speichers S., des Hilfsspeichers,
verbunden.
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Der Ausgangsspeicher wird daher durch den Takt P2 gesetzt
(A, = L), wenn der Eingangsspeicher S, gesetzt ist
(A, = L), d. h. das Eingangssignal vorhanden ist und
der Hilfsspeicher S3 gelöscht ist (;13 = L).
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Der Ausgangsspeicher wird dagegen gelöscht, wenn der Hilfsspeicher
gesetzt wird, da dann Ä', = o wird.
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Der Hilfsspeicher S., wird speicherseitig vom Ausgangssignal
A2 des Ausgangsspeichers S, vorbereitet und durch den Takt u, gesetzt.
An Stelle des Taktes ß, könnte auch ein dritter zusätzlicher Takt verwendet
werden, der gegenüber dem Takt u2 verzögert ist.
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Gelöscht wird der Hilfsspeicher durch einen Impuls, der vom Verschwinden
des Eingangssignals abgeleitet wird. Im Ausführungsbeispiel nach F i g. 1
ist
das Löschsignal das Eingangssignal selbst.
Die F i g. 3 zeigt
den näheren beispielsweisen Aufbau der Speicher S, bis S.. Die Schaltung
stimmt dabei mit der Schaltung nach F i g. 2 überein, außer der Variation
hinsichtlich der Löschung des Hilfsspeichers. Bei der Schaltung nach F i
g. 3 eri-Olgt die Löschung vont Eingangsspeicher her, und zwar dann, wenn
dieser gelöscht wird. Die Löschung des Eingangsspeichers fällt jedoch zeitlich mit
dem Verschwinden des Eingangssignals zusammen.
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Wie die F i g. 3 zeigt, besitzen die Speicher jeweils zwei
UND-Glieder am Eingang (&" &, für Sl; &3,
&4 für
S2; &5, &, für S"). Die Ausgänge der beiden UND-Glieder
sind jeweils auf ein ODER-Glied geschaltet (V, für Sl; V2 für S,; V,
für S.). Die der Speicherseite zugeordneten UND-Glieder &" &,3,
&,5 werden dabei jeweils vom Takt und den vorbereitenden Setzsignalen beaufschlagt.
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Die der Löschseite zugeordneten UND-Glieder &2, &4 und
&6 werden dagegen jeweils vom Löschsignal und vom Ausgangssignal des
zugeordneten ODER-Gliedes ausgesteuert. Die jeweilige Rückführung des Ausgangssignals
des ODER-Gliedes stellt die. Selbsthaltung des Speichers dar.
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Man erkennt ohne weiteres, daß die Speicher S,
bis
S, jeweils gesetzt werden, wenn die UND-Bedingung der UND-Glieder
&l, &" und &.5 erfüllt ist und gelöscht werden, wenn die UND-Bedingung
der UND-Glieder &" &4 und &, nicht mehr erfüllt ist (Unterbrechung
der Selbsthaltung).
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Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Impulsformerschaltung ist
folgende: Entsteht zu irgendeinem Zeitpunkt das Eingangssignal (a), z. B. durch
Betätigung des Schalters S in F i g. 3, so soll nur ein definierter
Ausgangsimpuls gegeben werden, gleichgültig wie lange das Eingangssignal noch ansteht.
Verschwindet das Eingangssignal und ist nach einer bestimmten Mindestzeit, die sich
nach der maximalen Prellzeit bemißt, wieder vorhanden, so soll ein neuer Ausgangsimpuls
erzeugt werden.
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Das Eingangssignal (a) soll, wie in F i g. 4 dargestellt, zum
Zeitpunkt ti zum ersten Mal auftreten (L-werden). Der Eingangsspeicher S, ist dadurch
vorbereitet und wird durch den Takt lt, gesetzt (A,= L).
Da
der Hilfsspeicher S, sich noch in der gelöschten Ausgangsstellung befindet,
ist somit auch der Aus-Crangsspeicher S, vorbereitet und wird durch den Takt
lt. gesetzt [A, = (b) = L]. Prellungen, die zwischen li, und u. liegen,
haben dabei in vorteilhafter Weise auf das Ausgangssignal keinen Einfluß.
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Würde man nun den Ausgangsspeicher S2 unmittelbar durch den
folgenden Takt al löschen, würde zwar an (b), wie in F i g. 4 dargestellt,
der gewünschte Impuls definierter Breite entstehen; steht das Eingangssignal jedoch
weiter an, so würde dann beim folgenden Takt li, erneut ein Ausgangsimpuls erzeugt.
Gemäß der Aufgabenstellung soll jedoch nur ein Impuls entstehen. Aus diesem Grunde
ist der Hilfsspeicher S, vorgesehen, der durch den folgenden fli-Taktimpuls
gespeichert wird und damit den Ausgangsspeicher S., wegen #T, = 0
unmittelbar löscht, d. h. A., wird b. Es entsteht somit
ein Ausgangsimpuls, dessen Breite der Zeitdifferenz zwischen den Vorderflanken von
u. und y, entspricht. Durch das Setzen des Hilfsspeichers fehlt dem Ausgangsspeicher
gleichzeitig eine UND-Bedingung am Speichereingang. Der Ausgangsspeicher kann damit,
solange der Hilfsspeicher gesetzt ist bzw. da dieser genau wie der Eingangsspeicher
erst beim Verschwinden des Eingangsspeichers gelöscht wird, solange das Eingangssignal
ansteht, durch die 'U2-Taktimpulse nicht gesetzt werden. Erst wenn zum Zeitpunkt
t. das Eingangssignal verschwindet und die Speicher S, und S, gelöscht werden,
ist die Schaltung wieder fähig, einen weiteren Ausgangsimpuls abzugeben.
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Es sei noch im Zusammenhang mit der F i g. 3 erwähnt, daß die
Löschung des Speichers S, beim Setzen des Speichers S., nicht erfolgen
darf, bevor die Selbsthaltung des Speichers S3 angesprochen hat. Im allgemeinen
reicht die zeitliche Verzögerung über die Glieder &4 und V, aus. Falls notwendig,
kann man noch eine zusätzliche Zeitverzögerung vorsehen oder die Ansprechempfindlichkeit
des UND-Gliedes &, gegenüber den Gliedern &, und V2 erhöhen.