DE1204985B - Sicherheits-Vorderbacken fuer Skibindungen - Google Patents
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Description
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A63c
Deutsche Kl.: 77 b-9/08
1204985
M52699Ic/77b
30. April 1962
11. November 1965
M52699Ic/77b
30. April 1962
11. November 1965
Es ist bereits ein bei Auftreten eines übermäßigen Drehmomentes seitlich ausschwenkender Sicherheits-Vorderbacken
für Skibindungen bekannt, bei welchem ein Schwenkglied um einen mit dem Ski fest
verbundenen, zur Skioberfläche senkrechten Lagerbolzen schwenkbar ist und mindestens ein Stütz- und
/oder Sohlenhalterglied an dem Schwenkglied mittels eines zur Skioberfläche senkrechten Gelenkbolzens
schwenkbar angelenkt ist, wobei zwischen dem Schwenkglied und einem mit dem Ski fest verbundenen
Bauteil mindestens eine unter Federdruck stehende Kugelrastvorrichtung wirksam ist und das
Stütz- und/oder Sohlenhalterglied durch Federdruck in seiner Normalstellung gehalten wird. Bei den bekannten
Sicherheitsbacken dieser Art ist eine in senkrechter Richtung wirkende Wendelfeder für die
Kugelrastvorrichtung und eine weitere, in waagerechter Richtung wirkende Federvorrichtung erforderlich,
die das Stütz- und/oder Sohlenhalterglied in seiner Normalstellung hält.
Ist das zuletzt genannte Glied zweiteilig ausgebildet, um auch einen Teil der Sohlenseitenkanten zu
umgreifen, dennoch aber das Freiwerden des Fußes bei Auftreten des übermäßigen Drehmomentes nicht
Sicherheits-Vorderbacken für Skibindungen
Anmelder:
Hannes Marker,
Garmisch-Partenkirchen, Alpspitzstr. 37
Hannes Marker,
Garmisch-Partenkirchen, Alpspitzstr. 37
Als Erfinder benannt:
Hannes Marker, Garmisch-Partenkirchen
muß. Dagegen genügt für die Halterung des Stütz- und/oder Sohlenhaltergliedes in der Normalstellung
die formschlüssige Anlage seines vorderen Ansatzes gegen die hintere Stirnfläche des Federblockes, ohne
ao daß das elastische Material in Normalstellung auch
in waagerechter Richtung vorgespannt sein müßte. Beim Auslösen des Sicherheitsbackens unter Überwindung
des Widerstandes der Kugelrastvorrichtung wird das Schwenkglied in Richtung des auftretenden
zu hindern, so können sogar zwei in waagerechter 25 Drehmomentes verschwenkt, während sich das Stütz-Richtung
wirkende Federvorrichtungen erforderlich und/oder Sohlenhalterglied gleichzeitig in Gegensein.
Durch die große Anzahl der hierfür benötigten richtung um seinen Gelenkbolzen verschwenkt und
Einzelteile wird der Preis des Sicherheitsbackens damit eine Freigabe des Fußes ermöglicht, ohne daß
nicht unwesentlich verteuert, zumal auch die Ver- dieser zunächst nach hinten gedrückt werden müßte,
einigung der Einzelteile einen hohen Arbeitsaufwand 30 Hierbei wird der vordere Ansatz dieses Gliedes
erforderlich macht. elastisch in das Material des Federblockes einge-
Diese Nachteile sind bei einem Sicherheits-Vorderbacken der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch vermieden, daß das Schwenkglied als zweiteiliges Gehäuse ausgebildet ist, in dessen Innenraum
mindestens ein in senkrechter Richtung unter Vorspannung stehender Block aus Gummi oder
elastischem Kunststoff angeordnet ist, dessen untere Fläche vorzugsweise über eine Blechscheibe mit der
Rastkugel zusammenwirkt und dessen hintere Stirn- 40 in das Gehäuse des doppelgelenkigen Sicherheitsfläche mindestens formschlüssig gegen einen über den backens ein Gummiblock eingelegt wird, erreicht,
Gelenkbolzen nach vorn ragenden Ansatz des Stütz-
und/oder Sohlenhaltergliedes anliegt. Der erfmdungs-
und/oder Sohlenhaltergliedes anliegt. Der erfmdungs-
drückt, wodurch dieses vorgespannt wird und das Stütz- und/oder Sohlenhalterglied in die Normalstellung
zurückführt, sobald die Belastung beseitigt ist. Es ist bei Skibindungen an sich seit langem bebekannt,
zur Erzeugung eines Federdruckes in einer bestimmten Richtung statt einer Metallfeder eine
Feder aus Gummi oder elastischem Kunststoff zu verwenden. Nach der Erfindung dagegen wird, indem
gemäß verwendete, in Herstellung und Montage sehr daß sowohl der Federdruck in vertikaler Richtung,
welcher das Auslöse-Drehmoment des Backens bestimmt, als auch der Federdruck in vertikaler Rich-
billige Federblock übernimmt die Funktion aller bis- 45 tung, der den Sohlenhalter in seiner Mittelstellung
her notwendig gewesenen Metallfedern, da seine halt und nach der Auslenkung beim Sturz in diese
elastische Federkraft gleichzeitig in senkrechter und Mittelstellung zurückführt, durch ein und dasselbe
auch waagerechter Richtung wirkt. Auf die Kugel- Federelement aufgebracht wird, wodurch der doppelrastvorrichtung
muß der Federblock mit vorgespann- gelenkige Sicherheitsbacken gegenüber dem bekannter
Elastizität einwirken, weil die Rastkugel mit einer 50 ten Backen dieser Art hinsichtlich des Aufwandes an
dem Betrag des kritischen Drehmomentes entspre- Herstellungskosten und Montagezeit außerordentlich
chenden Kraft in die Rastpfanne gedrückt werden verbessert wird.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Vorspannung des Federblockes mittels einer auf
einem senkrechten Gewindebolzen verschraubbaren und ein auf der oberen Fache des Federblockes angeordnetes
Druckblech übergreifenden Einstellmutter veränderbar sein. Die Einstellmutter kann auf dem
mit einem Gewinde versehenen Lagerbolzen selbst sitzen, und der obere Wandungsteil des zweiteiligen
Gehäuses kann als Druckblech dienen. Ferner kann das Stütz- und/oder Sohlenhalterglied in an sich bekannter
Weise auf dem mit einem Gewinde versehenen Gelenkbolzen höhenverstellbar sein. Erfindungsgemäß
kann vor und hinter dem Lagerbolzen je eine Kugelrastvorrichtung angeordnet sein, ohne daß sich
dadurch der Preis des Sicherheits-Vorderbackens wesentlich erhöhte, weil dennoch nur ein Federblock
und nur eine Verstellvorrichtung erforderlich sind. Schließlich können in weiterer Vervollkommnung
der Erfindung um den Gelenkbolzen unabhängig voneinander ein gegen die Sohlenvorderkante anliegendes
Stützglied und zwei je einen Teil der Sohlenvorder- und -seitenkante übergreifende
Sohlenhalterteile schwenkbar sein, die sämtlich mit über den Gelenkbolzen nach vorn ragenden Ansätzen
gegen die hintere Stirnfläche des Federblockes anliegen.
Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnung näher erläutert, in
welcher zwei Ausführungsbeispiele dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen
Sicherheitsbackens,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt entlang der Linie H-II nach F i g. 3,
Fig.3 einen waagerechten Schnitt entlang der
Linielll-IIIderFig. 2;
Fig. 4 stellt eine teilweise geschnittene Draufsicht
auf ein zweites Ausführungsbeispiel dar, das in
F i g. 5 im senkrechten Schnitt gezeigt ist.
Bei dem in den F i g. 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsbeipiel ist auf dem Ski 1 eine etwa dreieckige
Grundplatte 2. mittels der Schrauben 3 befestigt. In der Mitte der Grundplatte 2 ist der Lagerbolzen
4 angenietet. Um den Lagerbolzen 4 ist ein Schwenkglied seitlich schwenkbar gelagert, das im
wesentlichen aus einem zweiteiligen Gehäuse besteht, dessen schalenförmige Gehäusehälften bei 5 und 6
dargestellt sind. Die untere Gehäusehälfte 6 wird von dem Kragen 7 des Lagerbolzens 4 übergriffen und
gegen Abheben von der Grundplatte 2 gesichert. Die auf dem im oberen Teil des Lagerbolzens 4 vorgesehenen
Gewinde höhenverstellbare Einstellmutter 8 übergreift ihrerseits die obere Gehäusehälfte 5 und
ermöglicht eine Verstellung des Abstandes der beiden Gehäusehälften voneinander in senkrechter Richtung.
Zu diesem Zweck ist ihre Gewindebohrung als Sackloch ausgeführt, und der die obere Gehäusehälfte 6
übergreifende Kopf weist einen Verstellschlitz auf, der zweckmäßig so weit ist, daß die Mutter 8 mittels
eines Geldstückes verstellt werden kann.
Zwischen den beiden Gehäusehälften 5 und 6 befindet sich ein Gummiblock 9, der im wesentlichen
den ganzen Hohlraum zwischen den Gehäusehälften ausfüllt. Gegen die untere Fläche des Gummiblockes
9 liegt ein Druckblech 10 an, welches die durch die jeweilige Einstellung der Mutter 8 bestimmte
elastische Vorspannung des Gummiblockes 9 auf die Rastkugeln 11 überträgt, die in Löchern 12
der unteren Gehäusehälfte 6 angeordnet sind und in Rastpfannen 13 der Grundplatte 2 eingreifen. Der
Gummiblock 9 umschließt den Lagerbolzen 4, den Kragen 7 und die Einstellmutter 8 mit großem Abstand,
um die Schwenkbewegung des Schwenkgliedes nicht zu hindern.
Bn hinteren Bereich des Schwenkgliedes ist an der unteren Gehäusehälfte 6 der Gelenkbolzen 14 drehbar
angenietet, dessen mit einem Einstellschlitz versehener Kopf sich durch ein Loch in der oberen
Gehäusehälfte 5 erstreckt. Auf das Gewinde des Gelenkbolzens 14 ist das Stützglied 15 aufgeschraubt,
das einen Sohlenniederhalter 16 aufweist. Gegen das Stützglied 15 stützt sich beim Gebrauch der Bindung
die Vorderkante der Schuhsohle ab, die von dem Sohlenniederhalter 16 übergriffen und auf dem Ski
festgehalten wird. Zwei Haltezacken 17 greifen dabei in die Schuhsohlenvorderkante ein und sichern
diese gegen seitliche Verschiebung. Der sich nach
ao vorn über den Gelenkbolzen 14 hinaus erstreckende Ansatz 18 des Stützgliedes 15 ist vorn mit einer
ebenen Abstützfläche versehen, die sich gegen die hintere Stirnfläche des Gummiblockes 9 abstützt.
In der Normalstellung des Sicherheitsbackens werden die Rastkugeln 11 durch die elastische Vorspannung
des Gummiblockes 9 mit großer Kraft in die Rastpfannen 13 gedrückt, wodurch der Sicherheitsbacken
in seiner Mittelstellung festgehalten wird. Das Stützglied 15 wird ebenfalls in seiner Mittelstellung
gehalten, weil die Abstützfläche des Ansatzes 18 formschlüssig gegen die hintere Stirnfläche
des Gummiblockes 9 anliegt. Tritt bei einem Sturz ein übermäßiges Drehmoment am Fuß auf, so wird
das Schwenkglied in der Richtung des Drehmomentes verschwenkt, wenn dieses stark genug ist, um die
Rastkugeln 11 aus den Rastpfannen 13 unter Überwindung des Widerstandes des Gummiblockes 9 herauszuführen.
Das gegen die Sohlenvorderkante anliegende Stützglied 15 wird in Gegenrichtung um den
Gelenkbolzen 14 verschwenkt, wobei eine Kante des Ansatzes 18 den Gummiblock 9 elastisch verformt.
Die elastische Rückstellkraft des Gummis führt das Stützglied 15 in seine Mittelstellung zurück, sobald
sich der Fuß aus der Bindung gelöst hat.
Die F i g. 4 und 5 zeigen eine abgewandelte Ausführungsform eines Stütz- und Sohlenhaltergliedes,
das in Verbindung mit dem im übrigen unverändert bleibenden Sicherheits-Vorderbacken nach F i g. 1
bis 3 Verwendung finden kann. Es ist dreiteilig ausgebildet und weist ein mit den Haltezacken 17 versehenes
Stützglied 15' und zwei Sohlenhalterteile 16' und 16" auf, die zusammen die ganze Sohlenvorderkante
und gegebenenfalls einen Teil der Sohlenseitenkanten übergreifen. Beim Befestigen des Fußes
in der Bindung wird dadurch eine sichere Zentrierung erreicht; außerdem werden Kippkräfte weit
außen aufgenommen. Die Sohleiihalterhälften 16'
und 16" sind gegeneinander und gegen das Stützglied 15' schwenkbar und auf den Gelenkbolzen 14
höhenverstellbar aufgeschraubt. Ihre Lagerungen sind, beispielsweise bei 20, abgeflacht und übereinander
angeordnet und werden ebenso wie das Stützglied 15' durch die gegen den Gummiblock 9 anliegenden
Ansätze 18' und 18" in ihrer Normalstellung gehalten. An den freien Enden der Sohlenhalterhälften
16' und 16" können nach unten ragende Haltelappen 19 vorgesehen sein, die gegen die Sohlenkante
anliegen.
Claims (6)
1. Bei Auftreten eines übermäßigen Drehmomentes seitlich ausschwenkender Sicherheits-Vorderbacken
für Skibindungen, bei welchem ein Schwenkglied um einen mit dem Ski fest verbundenen, zur Skioberfläche senkrechten
Lagerbolzen schwenkbar ist und mindestens ein Stütz- und/oder Sohlenhalterglied an dem
Schwenkglied mittels eines zur Skioberfläche senkrechten Gelenkbolzens schwenkbar angelenkt
ist, wobei zwischen dem Schwenkglied und einem mit dem Ski fest verbundenen Bauteil mindestens
eine unter Federdruck stehende Kugelrastvorrichtung wirksam ist und das Stütz- und/
oder Sohlenhalterglied durch Federdruck in seiner Normalstellung gehalten wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwenkglied als zweiteiliges Gehäuse ausgebildet ist, in dessen
Innenraum ein mindestens in senkrechter Richtung unter Vorspannung stehender Block aus
Gummi oder elastischem Kunststoff angeordnet ist, dessen untere Fläche vorzugsweise über eine
Blechscheibe mit der Rastkugel zusammenwirkt und dessen hintere Stirnfläche mindestens formschlüssig
gegen einen über den Gelenkbolzen nach vom ragenden Ansatz des Stütz- und/oder Sohlenhaltergliedes anliegt.
2. Sicherheits-Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung
des Federblockes mittels einer auf einem senkrechten Gewindebolzen verschraubbaren und ein
auf der oberen Fläche des Federblockes angeordnetes Druckblech übergreifenden Einstellmutter
veränderbar ist.
3. Sicherheits-Vorderbacken nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellmutter
auf dem mit einem Gewinde versehenen Lagerbolzen sitzt und daß der obere Wandungsteil
des zweiteiligen Gehäuses als Druckblech dient.
4. Sicherheits-Vorderbacken nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stütz- und/oder Sohlenhalterglied in an sich bekannter Weise auf dem mit einem Gewinde
versehenen Gelenkbolzen höhenverstellbar ist.
5. Sicherheits-Vorderbacken nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
vor und hinter den Lagerbolzen je eine Kugelrastvorrichtung angeordnet ist.
6. Sicherheits-Vorderbacken nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
um den Gelenkbolzen unabhängig voneinander ein gegen die Sohlenvorderkante anliegendes
Stützglied und zwei je einen Teil der Sohlenvorder- und -seitenkanten übergreifende Sohlenhalterteile
schwenkbar sind, die sämtlich mit über den Gelenkbolzen nach vorn ragenden Ansätzen
gegen die hintere Stirnfläche des Federblockes anliegen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1290 897;
USA.-Patentschrift Nr. 2 846 232.
Französische Patentschrift Nr. 1290 897;
USA.-Patentschrift Nr. 2 846 232.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509737/56 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
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