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DE1204945B - Vorrichtung zum Verhindern des Aufbaeumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern - Google Patents

Vorrichtung zum Verhindern des Aufbaeumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern

Info

Publication number
DE1204945B
DE1204945B DEE18471A DEE0018471A DE1204945B DE 1204945 B DE1204945 B DE 1204945B DE E18471 A DEE18471 A DE E18471A DE E0018471 A DEE0018471 A DE E0018471A DE 1204945 B DE1204945 B DE 1204945B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tractor
front axle
valve
tongue
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE18471A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Gerhard Hofmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEE18471A priority Critical patent/DE1204945B/de
Publication of DE1204945B publication Critical patent/DE1204945B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D49/00Tractors
    • B62D49/08Tractors having means for preventing overturning or tipping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lifting Devices For Agricultural Implements (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Verhindern des Aufbäumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern des Aufbäumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern mit hydraulischem, das Anbaugerät während der Arbeit teilweise tragendem Kraftheber, in dessen Hubzylinder ein von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der Stützradkraft oder vorn Radschlupf regelbarer Dauerdruck zur übertragung eines Teiles des Gerätegewichtes auf die Schlepperhinterachse aufrechterhalten wird.
  • Es ist eine Einrichtung bekannt, durch die die Belastung der Triebachse in Abhängigkeit vom Schlupf der Triebräder des Schleppers selbsttätig regelbar ist. Hierbei wird der Dauerdruck im Hubzylinder und somit die Hinterachslast auf Kosten des Pfluggewichtes, aber auch der Vorderachslast des Schleppers, erhöht. Bei nassem Boden kann diese Lastverteilung dazu führen, daß sich der Schlepper aufbäumt oder sogar überschlägt, wenn der Pflug sich fest in den Boden eingezogen hat, wie dies in der Praxis schon vorgekommen ist. Abgesehen von der Unfallgefahr wird dadurch auch die Lenkung des Schleppers unwirksam.
  • Es ist ferner eine Vorrichtung bekannt, die zum Verhindern des Aufbäumens bei zu großer Belastung der angetriebenen Hinterachse eines Schleppers dient, wobei der Impuls zur Auslösung der Vorrichtung in Abhängigkeit von der Entlastung der Vorderachse gegeben wird. Diese Vorrichtung bewirkt das Entkuppeln des Antriebsmotors.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die verhindert, daß der Schlepper infolge zu niedriger Vorderachslast während der Ackerarbeit seine Lenkfähigkeit -verliert oder sich aufbäumt und den Fahrer gefährdet.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Größe des Dauerdruckes im Hubzylinder, unabhängig von einer selbsttätigen Regelung oder Handregelung, in Abhängigkeit von der Entlastung der Vorderachse des Schleppers durch Betätigen eines Ventils der hydraulichen Hubvorrichtung oder durch an sich bekannte Verminderung der Fördermenge der Pumpe begrenzt wird.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Ventil im Nebenschluß einer mit einem Dauerdruckregelventil versehenen ölrückleitung angeordnet ist.
  • Nach einem anderen Merkmal der Erfindung weist zur Betätigung des Ventils die Vorderachse des Schleppers eine Zunge auf, die in einem Lager am Schlepper um eine in Fahrtrichtung liegende Achse und eine quer dazu liegende Achse pendelnd gelagert ist und der Pendelausschlag um die Querachse durch Anschläge begrenzt ist und die Zunge durch eine einstellbare Feder nach unten gedrückt wird.
  • Das Ventil kann mechanisch, hydraulisch oder elektrisch mit der Zunge verbunden sein.
  • In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt A b b. 1 einen Schlepper mit Anbaupflug im Schema, aus welchem die Pflugwiderstandsresultierende W und ihre Richtung als Ursache der Verminderung der Vorderachslast ersichtlich ist, A b b. 2 den Kräfteplan, aus welchem die Richtungsänderung von W nach W zu ersehen ist; von diesem Lageplan aus sind die Richtungen W und W in die A b b. 1 parallel übertragen worden, A b b. 3 eine beweglich aufgehängte Vorderradachse des Schleppers mit Anschlägen und Leitungsanfang zum Steuerventil und A b b. 4 ein Schema der Schlepperhydraulik mit im Nebenschluß eingebautem Durchlaßventil.
  • Aus A b b. 1 ist zu erkennen, daß die Pflugwiderstandsresultierende W oder W im Abstand h' bzw. h oder in einem zwischen h' und h liegenden Abstand oberhalb des Berührungspunktes A des Schlepperhinterrades mit dem Erdboden vorbeigeht. Der Schlepper drückt mit einer Hinterachslast Gh und einer Vorderachslast G,, auf den Boden. In der Pflugwiderstandsresultierenden W oder W sind alle am Pflug wirksamen äußeren Kräfte enthalten. Die Vorderachslast G,, ist diejenige Last, mit welcher der Schlepper ohne Pflug mit den Vorderrädern auf den Boden drückt. G"' ist die unter der Einwirkung der Pflugwiderstandsresultierenden IV' verminderte Vorderachslast Gv'=G v-Q' L bezeichnet den Radstand des Schleppers, Q' die Entlastung der Vorderachse.
  • Diese verminderte Vorderachslast G"' darf einen Mindestwert nicht unterschreiten, weil sonst die Lenkfähigkeit des Schleppers nachläßt und die Gefahr des Aufbäumens des Schleppers und Lebensgefahr für den Fahrer, besonders in Hanglagen, besteht.
  • Mit der Erfindung soll die Richtung des Pflugwiderstandes W dadurch flacher werden, daß bei Krafthebern mit Dauerdruckregelung der infolge des im Hubzylinder herrschenden regelbaren Dauerdruckes auf den Schlepper übertragene Anteil am Pfluggewicht vermindert oder aufgehoben wird, sobald die Vorderachslast einen Mindestwert zu unterschreiten beginnt. Bei einer doppeltwirkenden hydraulischen Hubvorrichtung mit oder ohne Dauerdruckregelung kann der auf den Schlepper übertragene Anteil des Pfluggewichtes auch dadurch vermindert oder aufgehoben werden, daß von der hydraulischen Hubvorrichtung aus über das Hubgestänge eine auf den Pflug wirkende Druckkraft ausgeübt wird.
  • Die Verminderung bzw. Aufhebung des durch den Dauerdruck im Hubzylinder auf den Schlepper übertragenen Gewichtsanteils des Pfluges hat zur Folge, daß sich die Sohlenkraft S' (Ab b. 1 und 2) auf S vergrößert, die Richtung von W flacher wird und die Richtung W einnimmt. Dadurch wird auch der große Abstand h', in welchem W am Auflagepunkt A der Hinterräder vorbeigeht und der das Drehmoment W - h' mitbestimmt, auf den Abstand h verkleinert. Das die Vorderachslast vermindernde Drehmoment W-h ist kleiner und dadurch die Vorderachslast wieder größer geworden.
  • Die Einrichtung an der Vorderachse zur Betätigung des Steuerventils bei Unterschreiten der Mindestvorderachslast besteht darin, daß am Schlepper 1 eine Vorderachse 2 zwischen am Schlepperkörper festen Anschlägen 3, 4 beweglich aufgehängt ist. Das Lager 5, in welchem die Vorderachse 2 geführt ist, läßt eine Bewegung der Vorderachse 2 in zwei Richtungen zu, nämlich um eine in Fahrtrichtung liegende Achse 6 und um eine quer dazu liegende Achse 7. Die übliche Vorderachse 2 ist mit einer Zunge 8 versehen, die zwischen den Anschlägen 3 und 4 um die Querachse 7 pendeln kann und deren Weg durch eine als Anschlag 9 dienende Stellschraube begrenzt wird. An der Zunge 8 ist eine mechanische Verbindung, z. B. ein Bowdenzug 10, mit einer Klemmvorrichtung 11 oder eine hydraulische oder elektrische Verbindung zu einem Ventil 12 (A b b. 4) der hydraulischen Hubvorrichtung des Schleppers 1, die zum Ausheben, Senken und Übertragen eines Gewichtsanteils des Gerätes auf den Schlepper dient, vorgesehen. Zwischen der Zunge 8 und dem Schlepper 1 ist eine Feder 13 od. dgl. eingebaut, deren Spannung mit Hilfe der Schraube 14 veränderbar ist. Die hydraulische Hubvorrichtung am Schlepper besteht aus der Pumpe 15, die Öl aus dem Behälter 16 ansaugt und dieses über die Druckleitung 17 unter einem von einem einstellbaren überdruckventi118 bestimmten Druck über das Regelventil 19 dem Hubzylinder 20 zuführt. Solange das Regelventil 19 geschlossen ist, erhält der Hubzylinder vollen Öldruck, der zum Ausheben des Gerätes dient. Beim Einsatz des Pfluges wird das Regelventil 19 geöffnet, der Öldruck fällt, so daß der Pflug infolge seines Gewichtes sich senken und in den Boden eindringen kann. Ein regelbares Dauerdruckregelventil21 läßt das vom Kolben 22 zurückgedrückte Öl nicht drucklos durch die Rückleitung 23 fließen, sondern hält darin noch einen so großen Dauerdruck, daß in den Zugstangen 24 ein Zug herrscht, der einen Teil des Gerätegewichtes auf den Schlepper überträgt, um den Schlupf der Räder zu verhindern. Von der Rückleitung 23 zweigt eine Leitung 25 zu dem Ventil 12 ab, das durch den Bowdenzug 10 oder auf andere Weise mit der Vorrichtung 8, 11 (A b b. 3) an der Vorderachse 2 des Schleppers 1 verbunden ist. Wird das Ventil 12 geöffnet, so sinkt der Druck in den Leitungen 23 und 25 auf Null ab, weil das Öl durch die Leitungen 26 und 27 in den Behälter 16 drucklos zurückfließen kann. Die Zugstangen 24 üben auf das Gerät keinen Zug nach oben mehr aus, und die Sohlenkraft S' steigt auf den Betrag S (A b b. 2). Die Richtung der Pflugwiderstandsresultierenden W wird flacher und nimmt die Richtung W oder eine zwischen W und W liegende Richtung an. Sie geht in einem kleineren Abstand h oberhalb des Auflagepunktes A der Schlepperhinterräder vorbei. Da sich die Absolutwerte von W und W nur wenig voneinander unterscheiden, wie A b b. 2 zeigt, wird das die Vorderachslast vermindernde Drehmoment W - h kleiner als W - h', und die Vorderachslast wird wieder größer als der Mindestwert. Der Schlepper behält seine Lenkfähigkeit und kann sich auch nicht aufbäumen. Die mit der Schraube 14 auf einen beliebigen Druck einstellbare Feder 13 hat die Aufgabe, die Größe der Mindestvorderachslast zu bestimmen. Wenn die Vorderachslast zu gering wird, versucht sich der Schlepperrahmen von der Vorderachse abzuheben. Die Zunge 8 fällt samt der Vorderachse 2 nach unten, zieht an dem Bowdenzug 10 und öffnet das Ventil 12, wodurch, wie beschrieben, die Vorderachslast wieder größer wird. Die Feder 13 hält die Zunge 8 so lange nach unten und das Ventil 12 so lange mehr oder weniger weit geöffnet, bis die Vorderachslast die von der Kraft der Feder 13 bestimmte Größe wieder erreicht hat. Erst dann berührt die Zunge 8 den oberen Anschlag 4 wieder, und das Ventil 12 ist ganz geschlossen, so daß der normale Arbeitszustand mit ausreichender Vorderachslast wieder erreicht ist.
  • Eine Einrichtung zur Herabsetzung der Fördermenge der Ölpumpe besteht in einer Kupplung od. dgl. zwischen ölpumpenantrieb und der Ölpumpe selbst, welche gestattet, möglichst stufenlos die Drehzahl der Ölpumpe zu verändern.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Verhindern des Aufbäumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern mit hydraulischem, das Anbaugerät während der Arbeit teilweise tragendem Kraftheber, in dessen Hubzylinder ein von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der Stützradkraft oder vom Radschlupf regelbarer Dauerdruck zur übertragung eines Teiles des Gerätegewichtes auf die Schlepperhinterachse aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daßdieGröße des Dauerdruckes im Hubzylinder (20) unabhängig von einer selbsttätigen Regelung oder Handregelung in Abhängigkeit von der Entlastung der Vorderachse des Schleppers durch Betätigung eines Ventils (12) der hydraulischen Hubvorrichtung oder durch an sich bekannte Verminderung der Fördermenge der Pumpe (15) begrenzt wird. r2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (12) im Nebenschluß einer mit einem Dauerdruckregelventil (21) versehenen ölrückleitung (23) angeordnet ist. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung des Ventils (12) die Vorderachse (2) des Schleppers (1) eine Zunge (8) aufweist, die in einem Lager (5) am Schlepper (1) um eine in Fahrtrichtung liegende Achse (6) und eine quer dazu liegende Achse (7) pendelnd gelagert ist und der Pendelausschlag um die Querachse (7) durch Anschläge (3 und 9) begrenzt ist und die Zunge (8) durch eine einstellbare Feder (13) nach unten gedrückt wird. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (12) mechanisch, hydraulisch oder elektrisch mit der Zunge (8) verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 960155; deutsche Auslegeschrift Nr. 1062 471.
DEE18471A 1959-11-07 1959-11-07 Vorrichtung zum Verhindern des Aufbaeumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern Pending DE1204945B (de)

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Publications (1)

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DE (1) DE1204945B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1264972B (de) * 1961-09-29 1968-03-28 Fendt & Co Xaver Vorrichtung zum UEbertragen von Steuerimpulsen in Abhaengigkeit von der Vorderachsbelastung eines Schleppers
US4696349A (en) * 1986-01-31 1987-09-29 J. I. Case Company Farm implement with frame connected thereto by linkage mechanism

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960155C (de) * 1954-12-02 1957-03-14 Hans Peter Jensen Nipper Vorrichtung fuer Traktoren oder aehnliche Fahrzeuge mit Hinterradantrieb gegen Aufbaeumen
DE1062471B (de) * 1958-07-07 1959-07-30 Dieter Kratzenberg Dipl Ing Vorrichtung zur Veraenderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim Pfluegen

Patent Citations (2)

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