DE1062471B - Vorrichtung zur Veraenderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim Pfluegen - Google Patents
Vorrichtung zur Veraenderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim PfluegenInfo
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Description
DEUTSCHES
Bei schweren Zugarbeiten, insbesondere beim Pflügen, ist die Leistungsfähigkeit des Ackerschleppers
im wesentlichen durch die Motorleistung und durch die Zugleistung begrenzt. In der Regel werden Ackerschlepper
heute so ausgelegt, daß die Motorleistung, auch bei günstigen Kraftschlußbeiwerten zwischen
Rad und Boden, ausreichend ist.
Beginnt der Schlepper jedoch zu rutschen, so kann man dann seine Leistung nur dadurch verbessern, daß
man die Triebachse zusätzlich belastet. Dieses kann durch Zusatzgewichte oder Wasserfüllung der Reifen
geschehen. Damit wird jedoch das ganze Aggregat Schlepper—Pflug sehr schwer, was eine Verteuerung
der Betriebskosten zur Folge hat.
Eine andere Möglichkeit, die Achslast zu erhöhen, besteht in der Verlagerung der Sohlenkräfte des Pfluges
auf die Triebachse des' Schleppers. Dieses wird bei allen Schleppern, die mit einem Kraftheber versehen
sind, von dem Fahrer an- schwierigen Stellen mit Hilfe der Bedienungseinrichtung des Krafthebers,
meist unbewußt, ausgeführt. Durch leichtes kurzzeitiges Anheben des Anbaupfluges wird die Sohlenkraft
abgebaut und die Achslast des Schleppers entsprechend erhöht.
Es ist eine Einrichtung bekannt, bei der durch Einbau eines Drosselventils in den Hydraulikkreislauf
die Achslasterhöhung nur in einem solchen Maße erfolgt, daß der Pflug nicht unbeabsichtigt gänzlich aus
dem Boden herausgezogen wird, was bei Bedienung der normalen Steuerventile sehr häufig der Fall ist.
Alle diese vorherbeschriebenen Möglichkeiten sind jedoch von dem Bedienungsmann abhängig, der sein
Verhalten nach dem optischen Eindruck, den er erhält, einrichtet.
Nachfolgend wird eine Erfindung beschrieben, bei der die Achslaständerung der Triebachse des Schleppers
in Abhängigkeit vom Schlupf der Triebräder des Schleppers selbsttätig geregelt wird.
Die Erfindung beruht darauf, daß zwei Drehzahlen, beispielsweise diejenigen der fahrabhängigen Zapfwelle
des Schleppers und diejenige eines schlupffrei am Pflug mitlaufenden Stützrades miteinander verglichen
werden. Die Drehzahl Ji1 der fahrabhängigen Zapfwelle ist bei gleicher Motordrehzahl und gleichem
Gang unveränderlich, ganz gleich, wieviel Schlupf die Triebräder des Schleppers aufweisen. Die Drehzahl W2
des Stützrades am Pflug verringert sich jedoch bei zunehmendem Schlupf. Werden beide Drehzahlen in
ein Getriebe eingeleitet, wie wir sie seit längerem in Form der Ausgleichsgetriebe an den Triebachsen von
Kraftfahrzeugen kennen, so kann man an der verbleibenden freien Welle dieses Ausgleichsgetriebes
eine Drehzahl w3 abnehmen, die ihrer Größe nach von den eingeleiteten Drehzahlen W1 und W2 der fahr-
Vorrichtung
zur Veränderung der Trieb achsbelastung bei Ackerschleppern,,
insbesondere beim Pflügen
zur Veränderung der Trieb achsbelastung bei Ackerschleppern,,
insbesondere beim Pflügen
Anmelder:
Dipl.-Ing. Dieter Kratzenberg,
Aue (Kr. Eschwege), Rasenstr. 83
Dipl.-Ing. Dieter Kratzenberg,
Aue (Kr. Eschwege), Rasenstr. 83
Dipl.-Ing, Dieter Kratzenberg, Aue (Kr. Eschwege),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
abhängigen Zapfwelle und des Pflugstützrades abhängt. Ändert sich bei zunehmendem Schlupf die
Drehzahl W2 des Pflugstützrades, so ändert sich die Abtriebsdrehzahl w3 entsprechend umgekehrt. Diese
Drehzahländerung kann man nun zum Antrieb eines Reglers, beispielsweise eines einfachen Fliehkraftreglers,
benutzen, mit dessen Hilfe über ein Gestänge ein geeignetes Ventil im Hydraulikkreislauf bedient
werden kann.
Die Anordnung der vorher beschriebenen Elemente kann so gewählt werden, daß bei einer Änderung der
Abtriebsdrehzahl w3 die Regulierung des Ölstromes so erfolgt, daß der Olstrom gedrosselt oder verstärkt
wird, womit auf den Kolben des Krafthebers ein mehr oder minder großer Öldruck ausgeübt wird, dadurch
erfolgt ein Anheben oder Senken des Pfluges, was gleichbedeutend mit einer Verlagerung des Sohlendruckes
des Pfluges auf die Achse des Schleppers oder von ihr weg ist.
In der Zeichnung ist im Prinzip die vorher beschriebene Vorrichtung dargestellt.
Oben in der Abbildung ist ein einfacher hydraulischer Kreislauf, wie er an einem Ackerschlepper zu
finden ist, eingezeichnet. Vom Ölvorratsbehälter 1 fließt das öl durch die ölpumpe 2 in das Leitungsnetz
3. Sind die Steuerventile 4 und das Drosselventil 5 gesperrt, so erfolgt auf den Kolben 6 ein Öldruck,
der ihn verschiebt und somit das Anheben des Gerätes bewirkt.
Die gezeichnete Anordnung ist nur ein Beispiel dafür, wie ein hydraulischer Kreislauf ausgebildet sein
kann. Je nachdem, wie der Steuerblock mit den Steuerventilen 4 ausgeführt ist, kann man sich auch eine
ganz andere Anordnung der einzelnen Aggregate zueinander denken.
" " " 909 579/126
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Veränderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim
Pflügen, dadurch gekennzeichnet, daß die Triebachslast in Abhängigkeit vom Schlupf der Triebräder
selbsttätig regelbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schlupfbehaftete Drehzahl M1
der Triebräder und eine schlupffreie Drehzahl M2 eines mitlaufenden Rades-. in ein Differentialgetriebe
eingeleitet werden, von welchem eine Drehzahl M3 abnehmbar ist, die zum Antrieb eines
Reglers dient. " · - '
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler den Hydraulikkreislauf
so steuert, daß bei zunehmendem Schlupf der Triebräder der Kraftheber des Schleppers
einen Impuls erhält, der einem Anheben des angebauten Pfluges entspricht. :
4. Vorrichtung nach - Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerimpuls des Reglers
auf den Hydraulikkreislauf: unabhängig von der Reglerdrehzahl von außen:einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©. 909 579/126 7.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK35238A DE1062471B (de) | 1958-07-07 | 1958-07-07 | Vorrichtung zur Veraenderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim Pfluegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK35238A DE1062471B (de) | 1958-07-07 | 1958-07-07 | Vorrichtung zur Veraenderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim Pfluegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1062471B true DE1062471B (de) | 1959-07-30 |
Family
ID=7220282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK35238A Pending DE1062471B (de) | 1958-07-07 | 1958-07-07 | Vorrichtung zur Veraenderung der Triebachsbelastung bei Ackerschleppern, insbesondere beim Pfluegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1062471B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204945B (de) * | 1959-11-07 | 1965-11-11 | Eberhardt Geb | Vorrichtung zum Verhindern des Aufbaeumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern |
| DE2315408A1 (de) * | 1973-03-28 | 1974-10-10 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Landwirtschaftlich nutzbare zugmaschine |
-
1958
- 1958-07-07 DE DEK35238A patent/DE1062471B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204945B (de) * | 1959-11-07 | 1965-11-11 | Eberhardt Geb | Vorrichtung zum Verhindern des Aufbaeumens infolge Entlastung der Vorderachse bei Schleppern |
| DE2315408A1 (de) * | 1973-03-28 | 1974-10-10 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Landwirtschaftlich nutzbare zugmaschine |
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