DE1204811B - Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren UEbertragbaendern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren UEbertragbaendernInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
B29d
Deutsche Kl.: 39 a3-17/00
1204 811
A37665X/39a3
15.Juni 1961
11. November 1965
A37665X/39a3
15.Juni 1961
11. November 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren Übertragbändern, bestehend aus
einer temporären Kunststoffunterlage, einer magnetisierbaren Schicht und einer Klebstoffschicht zur Befestigung
des Übertragbandes auf dem endgültigen Träger.
Es sind Ubertragbänder bekannt, die dazu dienen, magnetisierbare Spuren auf Kine-Filmen aufzubringen.
Das direkte Aufgießen derartiger Magnetspuren ist wegen der relativ geringen Dicke der Schicht
und der geringen Breite der Spur schwierig, da die Genauigkeitsanforderungen in bezug auf diese beiden
Größen nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten erfüllt werden können. Es wurden daher Bänder entwickelt,
die aus einer temporären Kunststoffunterlage einer magnetisierbaren Schicht und einer darauf aufgebrachten
Klebschicht bestehen. Die magnetisierbaren Schichten bestehen aus einer Dispersion ferromagnetischer
Partikel, vor allem Eisenoxyden, in Bindemitteln, wie z. B. Vinylpolymeren oder Acrylaten.
Für die Klebschicht sind sowohl wärmeempfindliche Kleber als auch druckempfindliche bekannt.
Die Anwendung dieser Übertragbänder geht so vor sich, daß in einer speziellen Apparatur, die eine genaue
Führung des Übertragbandes und des Kine-Films gestattet, diese beiden Filme zusammengeführt und bei
Einwirkung von Druck oder Wärme verklebt werden. Nach der Verklebung haftet die magnetisierbare
Schicht auf dem Kine-Film stärker als auf dem ursprünglichen Träger, so daß letzterer abgezogen werden
kann.
In der Praxis zeigte sich jedoch, daß das bekannte Prinzip zwar für die Aufbringung von Magnetspuren
durchaus brauchbar ist, daß aber die bisher bekannten Übertragbänder den Anforderungen nicht genügen.
Die Schwierigkeiten treten vor allem bei dem Abziehen der temporären Unterlage auf, bei dem beispielsweise
bei der Verwendung von Übertragbändern auf Cellulosebasis die zusätzliche Behandlung mit Wasserdampf,
ζ. B. in einem Feuchteschrank, erforderlich ist. Meistenteils gelingt es auch nicht, die magnetisierbare
Schicht rückstandslos von der temporären Trägerfolie zu entfernen, wodurch die magnetischen Eigenschaften
der Spur verschlechtert werden.
Durch die Erfindung sollen diese Nachteile behoben werden. Die Erfindung besteht darin, daß als temporäre
Unterlage eine für die Herstellung von Magnetogrammträgern
an sich bekannte Polyäthylenglykolterephthalatfolie verwendet wird, auf die eine Dispersion eines
ferromagnetischen Materials in einem Gemisch eines Polyurethan-Additionslackes und eines polymeren,
physikalisch trocknenden fcackharzes als Bindemittel Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren
Übertragbändern
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft, Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Wilhelm Abeck, Köln-Stammheim
aufgetragen wird, und daß nach Durchhärtung der magnetisierbaren Schicht als oberste Schicht eine durch
Erwärmung aktivierbare Klebstoffschicht aufgebracht wird.
Die Polyäthylenglykolterephthalatfolie kann in an sich bekannter Weise symmetrisch oder asymmetrisch
verstreckt sein.
Die aufzugießende Dispersion besteht aus ferro-
Die aufzugießende Dispersion besteht aus ferro-
ao magnetischen Partikeln, vorzugsweise y-Eisen(III)-oxyd,
in einem Lackbindemittel, das aus einem Gemisch eines Polyurethan-Additionslackes und einem
hochpolymeren physikalisch trocknenden Lackbindemittel, vorzugsweise Polyvinylharze oder Celluloseester
in einer Konzentration von 5 bis 25 %> bezogen auf das gesamte Bindemittel, besteht. Unter physikalisch
trocknendem Lackbindemittel wird dabei ein Harz verstanden, das als Lösung angewendet wird und
das lediglich auf Grund der Verdampfung des Lösungsmittels, d. h. auf physikalischem Wege feste Schichten
bildet.
Als Klebstoff eignen sich alle gebräuchlichen Kunststoffe bzw. Kunststoffgemische, die bei Raumtemperatur
keine klebrigen Eigenschaften aufweisen, sondern diese erst unter dem Einfluß von Wärme erhalten, so
z. B. ein Heißsiegelkleber auf der Basis Nitrilkautschuk, Polyvinylderivate und Kunstharze. Die erforderliche
Aktivierungstemperatur dieser Kleber liegt meist bei etwa 100° C. Infolge der hohen Wärmestabilität sowohl
der Polyäthylenglykolterephthalat-Unterlage als auch der magnetisierbaren Schicht können auch Heißsiegelkleber
verwendet werden, die eine wesentlich höhere Temperatur (bis 1500C) zur Aktivierung erfordern.
Die erfindungsgemäße magnetisierbare Schicht haftet auf Grund der ausgezeichneten filmbildenden Eigenschaften
des Lackbindemittels auf einer Polyäthylenglykolterephthalatfolie zunächst so gut, daß das Band
ohne Gefahr für die magnetisierbare Schicht dem für das magnetische Aufzeichnungsband üblichen Auf-
arbeitungsprozeß (Schneiden, Aufwickeln usw.) unterworfen werden kann. Trotz dieser scheinbar guten
Verankerung auf der Unterlage kann die Schicht aber
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ohne besondere Maßnahmen rückstandslos von der Trägerfolie entfernt werden.
Die magnetisierbare Schicht zeichnet sich neben der durch das Verfahren bedingten hohen Oberflächenglätte
durch eine außergewöhnlich große mechanische und thermische Stabilität aus. Sie ist darüber hinaus
praktisch unempfindlich für die meisten organischen Lösungsmittel.
Die Anwendung des Bandes geschieht in der Weise, daß die klebstofftragende Schichtseite mit der zu be- ίο
schichtenden, nichtmagnetischen Unterlage in Kontakt gebracht wird. Daraufhin wird das Band von der Polyesterseite
her auf etwa 1000C, gegebenenfalls unter leichter Druckanwendung, erwärmt.
Das Verfahren kann auch in der Weise abgewandelt werden, daß das Band für sich allein erwärmt und im
warmen Zustand auf die zu beschichtende Unterlage aufgebracht wird.
Die Haftung ist auf praktisch allen nichtmagnetischen Unterlagen gut, so z. B. auf Kunststoffen (Polyvinylchlorid,
Celluloseacetat, Polyester, Polyamid), Papier, Metallen (Aluminium, Silumin, Elektron,
Kupfer, Messing). Nach dem Verkleben des Bandes kann diePolyäthylenglykolterephthalat-Unterlage ohne
besondere Maßnahmen von der Schicht abgezogen werden.
Mit HiKe des erfindungsgemäßen Bandes gelingt es, in einfachster Weise Kunststoffe, Papier, Metalle,
Textilien und andere Stoffe mit magnetisierbaren Schichten hoher Qualität zu beschichten. So eignet sich
das Band unter anderem in hervorragender Weise für die Anbringung einer magnetisierbaren Spur auf
Bildfilmen für die Beschichtung von Schecks, Karten usw. für magnetische Sortier- und Buchungsvorgänge,
zur Herstellung von magnetisierbaren Metall- und Kunststoffscheiben oder -trommeln, wie sie z. B. in
elektronischen Rechenanlagen als Magnetspeicher Verwendung finden.
Beispiel
Eine Eisenoxyd-Lacksuspension, bestehend aus
Eine Eisenoxyd-Lacksuspension, bestehend aus
40
500 g y-Eisen (III)-oxyd
45 g Polyester (aus 3 mol Adipinsäure, 2 mol
45 g Polyester (aus 3 mol Adipinsäure, 2 mol
1,3-Butylenglykol und 2 mol Hexantriol)
65,6 g Hexamethylendiisocyanat, das teilweise mit Hexantriol umgesetzt ist,
26 g Mischpolymerisat aus etwa 85% Vinylchlorid und etwa 15% Vinylacetat,
5 g Benzylbutylphthalat und
1150 ecm eines Gemisches aus Äthylacetat und Chlorbenzol (1:1)
5 g Benzylbutylphthalat und
1150 ecm eines Gemisches aus Äthylacetat und Chlorbenzol (1:1)
wird auf eine 25 μ starke Polyäthylenglykolterephthalatfolie aufgegossen, so daß der Eisenoxydauftrag etwa
g pro m2 beträgt. Das Band wird bei etwa 1000C getrocknet.
Nach Durchhärtung der Schicht wird auf diese eine Lösung von Nitrilkautschuk und eines
Polyvinylderivates in Äthylacetat, Methyläthylketon und Toluol, dem Kunstharze zugesetzt sind, aufgegossen,
so daß die Dicke der bei 100° C getrockneten Schicht etwa 5 μ beträgt. Das Band kann wie ein normaler
schichtförmiger Aufzeichnungsträger geschnitten und konfektioniert werden. Selbst bei Temperaturen
bis 50°C tritt kein Verkleben oder Umkaschieren im Wickel auf. An Stelle des Copolymeren aus Vinylchlorid
und Vinylacetat können mit gleich gutem Erfolg als Lackkomponente Celluloseacetate oder
Celluloseacetobutyrate verwendet werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren Übertragbändern, bestehend aus einer temporären Kunststoffunterlage, einer magnetisierbaren Schicht und einer Klebstoffschicht zur Befestigung des Ubertragbandes auf dem endgültigen Träger, dadurch gekennzeichnet, daß als temporäre Unterlage eine für die Herstellung von Magnetogrammträgern an sich bekannte Polyäthylenglykolterephthalatfolie verwendet wird, auf die eine Dispersion eines ferromagnetischen Materials in einem Gemisch eines Polyurethan-Additionslackes und eines polymeren, physikalisch trocknenden Lackharzes als Bindemittel aufgetragen wird, und daß nach Durchhärtung der magnetisierbaren Schicht als oberste Schicht eine durch Erwärmung aktivierbare Klebstoffschicht aufgebracht wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 097 704.509 737/357 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA37665A DE1204811B (de) | 1961-06-15 | 1961-06-15 | Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren UEbertragbaendern |
| CH612662A CH417689A (de) | 1961-06-15 | 1962-05-21 | Band mit übertragbarer magnetisierbarer Schicht |
| GB2192862A GB979528A (en) | 1961-06-15 | 1962-06-06 | Magnetic transfer tapes |
| BE618985A BE618985A (fr) | 1961-06-15 | 1962-06-15 | Ruban comportant une couche magnétique transférable |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA37665A DE1204811B (de) | 1961-06-15 | 1961-06-15 | Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren UEbertragbaendern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1204811B true DE1204811B (de) | 1965-11-11 |
Family
ID=6930356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA37665A Pending DE1204811B (de) | 1961-06-15 | 1961-06-15 | Verfahren zur Herstellung von magnetisierbaren UEbertragbaendern |
Country Status (4)
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|---|---|
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| CH (1) | CH417689A (de) |
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
| US3497411A (en) * | 1968-03-14 | 1970-02-24 | Ibm | Method and materials for printing smooth magnetic layers |
| DE3325556A1 (de) * | 1983-07-15 | 1985-01-24 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | Verfahren zur herstellung von magnetischen aufzeichnungstraegern mit rueckschicht |
| DE3325555A1 (de) * | 1983-07-15 | 1985-01-24 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | Verfahren zur herstellung von magnetischen aufzeichnungstraegern |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1097704B (de) * | 1956-12-20 | 1961-01-19 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Aufzeichnungsbandes |
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- 1961-06-15 DE DEA37665A patent/DE1204811B/de active Pending
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1962
- 1962-05-21 CH CH612662A patent/CH417689A/de unknown
- 1962-06-06 GB GB2192862A patent/GB979528A/en not_active Expired
- 1962-06-15 BE BE618985A patent/BE618985A/fr unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097704B (de) * | 1956-12-20 | 1961-01-19 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Aufzeichnungsbandes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH417689A (de) | 1966-07-31 |
| BE618985A (fr) | 1962-12-17 |
| GB979528A (en) | 1965-01-06 |
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