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DE1113278B - Klebstreifen oder Klebblatt zur UEbertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen - Google Patents

Klebstreifen oder Klebblatt zur UEbertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen

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Publication number
DE1113278B
DE1113278B DEB57554A DEB0057554A DE1113278B DE 1113278 B DE1113278 B DE 1113278B DE B57554 A DEB57554 A DE B57554A DE B0057554 A DEB0057554 A DE B0057554A DE 1113278 B DE1113278 B DE 1113278B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
layer
repellent
adhesion
film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB57554A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erich Nick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beiersdorf AG
Original Assignee
Beiersdorf AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beiersdorf AG filed Critical Beiersdorf AG
Priority to DEB57554A priority Critical patent/DE1113278B/de
Publication of DE1113278B publication Critical patent/DE1113278B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J7/00Adhesives in the form of films or foils
    • C09J7/40Adhesives in the form of films or foils characterised by release liners
    • C09J7/401Adhesives in the form of films or foils characterised by release liners characterised by the release coating composition
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J2483/00Presence of polysiloxane
    • C09J2483/005Presence of polysiloxane in the release coating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesive Tapes (AREA)

Description

  • Klebstreifen oder Klebblatt zur Übertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen Die Erfindung bezieht sich auf einen Klebstreifen oder ein Klebblatt zur Übertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen und bezweckt die Schaffung solcher Klebstreifen oder Klebblätter mit einer Selbstklebeschicht, die auf dem Träger so schwach haftet, daß er nach dem Aufbringen des Klebstreifens od. dgl. auf eine Unterlage beliebiger Art von der Klebschicht leicht abgezogen werden kann.
  • Derartige zur Übertragung druckempfindlicher Selbstklebeschichten dienende Klebstreifen sind von bekannten druckempfindlichen Selbstklebebändern zu unterscheiden, bei denen die Adhäsion der Klebemasse zum Träger so groß ist, daß die Selbstklebebänder nahezu beliebig oft von beklebten, nicht faserigen Unterlagen abgezogen und wieder benutzt werden können, ohne daß beim Abziehen eine Trennung der Klebeschicht vom Träger erfolgt oder Teile der Klebeschicht auf der Unterlage haftenbleiben.
  • Es ist bekannt, zum Übertragen von Selbstklebeschichten auf Unterlagen beliebiger Art Trägerfolien aus hydrophiler faserfreier Cellulose zu verwenden. Dabei wird die auf der Trägerfolie befindliche Klebeschicht zunächst mit der Folie zusammen auf die Unterlage aufgebracht, wonach die Trägerfolie nach Befeuchten z. B. mit Wasser von der Klebeschicht abgelöst wird. Dieses Übertragungsverfahren hat den Nachteil, daß es auf hydrophiles Folienmaterial beschränkt ist und daß zum Ablösen der Klebeschicht eine Feuchtigkeitsbehandlung erforderlich ist. Um die Anwendung von Wasser oder Lösungsmitteln zum Ablösen des Trägers zu vermeiden und das Abziehen oder Abschälen des Trägers ohne weitere Hilfsmittel vornehmen zu können, ist vorgeschlagen worden, die Oberfläche eines aus Zellglas, weichem biegsamem Papier mit harter Oberfläche, Pergament oder auch aus Tuch bestehenden Trägers vor dem Aufbringen der Klebemasse mit Talkum oder Paraffin vorzubehandeln. Diese Vorbehandlung des Trägers hat jedoch zur Folge, daß die Klebkraft der druckempfindlichen Klebeschicht, besonders bei länger dauerndem Kontakt mit dem so behandelten Träger, stark beeinträchtigt (inaktiviert) wird und daß beim Aufwickeln eines solchen Klebstreifens zu einer Rolle die Klebeschicht auf die unbehandelte Rückseite des Trägers übergeht.
  • Weiterhin sind Klebstreifen mit übertragbarer Klebeschicht bekannt, bei denen sich die Klebeschicht auf einem Träger befindet, der zuvor mit einer klebstoffabweisenden Schicht versehen wurde. Bei diesen Klebstreifen muß die Klebeschicht vor oder nach Abziehen des Trägers durch Zufuhr von Wärme oder durch Befeuchten mit Lösungsmitteln aktiviert werden. Klebstoffabweisende Schichten, die beispielsweise auf der Grundlage von Polyvinylstearat, Mischpolymerisaten von Vinylstearat mit Vinylacetat, Nitrocellulose, Polyvinylcarbamaten, Harnstofformaldehydharzen oder Siliconen aufgebaut sein können, werden heute vielfach bei der Herstellung von Selbstklebestreifen auf die Rückseite von Trägern (Folien, Papier) aufgebracht, die dann anschließend auf der Vorderseite mit einer druckempfindlichen Klebemasse versehen werden. Sie sollen nach dem Aufwickeln des Klebstreifens zu einer Rolle ein leichtes Abwickeln des Streifens, selbst bei stark klebenden Klebemassen mit hoher Affinität zum Träger, auch nach längerer Lagerungszeit bei höheren Temperaturen ermöglichen.
  • Es sind ferner mit klebstoffabweisenden Mitteln beschichtete oder imprägnierte Papiere, sogenannte Trennpapiere, bekannt, die als Zwischenlagen beim Aufwickeln eines beidseitig mit druckempfindlicher Klebemasse versehenen Klebstreifens zu einer Rolle sowie als Zwischenlagen für solche Schichten dienen, die leicht miteinander verkleben. Ferner werden derartige Trennpapiere oder Trennschichten als Schutzauflage für die Klebeseite von selbstklebenden Etiketten oder für andere Gegenstände reit klebender Oberfläche eingesetzt, um die Klebeseite bis zum Zeitpunkt des Gebrauchs zu schützen. Sie werden bei Verwendung von der Klebeschicht abgezogen und pflegen die Klebkraft der Klebeschicht nicht zu beeinträchtigen.
  • Ferner sind Selbstklebestreifen zur Übertragung von Klebeschichten bekanntgeworden, die bei gewöhnlicher Temperatur ohne zusätzliche Anwendung von Wärme oder Lösungsmitteln lediglich durch Druck klebende Eigenschaften besitzen und bei denen vor dem Aufbringen der Klebemasse beide Seiten des Papierträgers mit einer klebstoffabweisenden Schicht gleicher Art und Menge versehen werden. Werden solche Klebestreifen zu einer Rolle aufgewickelt, so besteht die Gefahr, daß die Klebeschicht sich beim Abrollen von der Seite des Trägers, auf die sie aufgebracht wurde, löst und auf die Rückseite des Trägers übergeht. Um derartige Umspulerscheinungen zu verhindern, ist man gezwungen, den Klebstreifen so aufzuwickeln, daß die Klebeschicht in der aufgewickelten Rolle nach außen gekehrt ist. Dies hat zur Folge, daß die Außenseite der Rolle bei der Lagerung leicht verschmutzt und daß die Verwendung dieses Xlebstreifens sehr erschwert wird, weil jegliche Berührung der Außenseite mit Verklebungen und Ablöseerscheinungen verbunden ist.
  • Die Erfindung gründet sich auf der Erkenntnis, daß die Nachteile der bekannten Streifen behoben werden können, wenn ein Träger verwendet wird, der auf beiden Seiten mit je einer adhäsionsvermindernden Schicht versehen ist, bei dem jedoch die auf der Vorderseite des Trägers befindliche adhäsionsvermindernde Schicht (Vorderschicht) eine geringere adhäsionsvermindernde Wirkung als die auf der Rückseite des Trägers befindliche adhäsionsvermindernde Schicht (Rückschicht) besitzt.
  • Die Adhäsion oder Affinität der druckempfindlichen Klebeschicht zu der ihr benachbarten adhäsionsvermindernden Schicht (Vorderschicht) soll also größer sein als die zur adhäsionsvermindernden Schicht auf der Rückseite des Trägers (Rückschicht). Dagegen soll die Adhäsion oder Affinität der druckempfindlichen Klebeschicht zu der ihr benachbarten adhäsionsvermindernden Vorderschicht geringer sein als ihre Adhäsion oder Affinität zur Oberfläche einer beliebigen Unterlage, auf welche die Klebeschicht übertragen werden soll. Beim Trennen des Trägers von der Klebeschicht, die ohne Verwendung besonderer Hilfsmittel durch einfaches Abziehen des Trägers erfolgen kann, bleibt dann die Klebeschicht fest mit der Unterlage verbunden, auf welche sie übertragen werden soll.
  • Gemäß der Erfindung weisen bei einem Klebstreifen oder einem Klebblatt zur Übertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen beide adhäsionsvermindernde Schichten, d. h. sowohl die Vorderschicht als auch die Rückschicht, eine oder mehrere klebstoffabweisende, Alkylgruppen enthaltende Verbindungen auf, und es enthält mindestens die Vorderschicht zusätzlich eine filmbildende hochpolymere Verbindung, wobei die Vorderschicht einen geringeren Anteil an klebstoffabweisender, Alkylgruppen enthaltender Verbindung als die Rückschicht enthält.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann die Vorderschicht eine filmbildende hochpolymere Verbindung, die gleichzeitig klebstof abweisende Alkylseitengruppen aufweist, und eine zusätzliche filmbildende hochpolymere Verbindung enthalten, während die Rückschicht lediglich eine filmbildende hochpolymere Verbindung, die gleichzeitig klebstoffabweisende Alkylseitengruppen trägt, enthält.
  • Eine Abstufung der Adhäsion der adhäsionsvermindernden Schichten auf der Vorder- und Rückseite des Trägers läßt sich ferner durch Mischungen der Komponenten und durch Zusätze erzielen, welche in die filmbildende Komponente eingearbeitet bzw. einpolymerisiert oder einkondensiert sind. Weisen derartige Zusätze aktive Wasserstoffatome auf, so kann durch Zumischen weiterer reaktionsfähiger Komponenten, wie Isocyanate, Epoxydharze od. dgl., ein weiterer Umsatz im Sinne einer Vernetzung bewirkt werden, wobei durch die Vernetzung eine mehr oder weniger intensive Veränderung der adhäsionsvermindernden Wirkung zu erzielen ist. Eine besonders feine Abstimmung der adhäsionsvermindernden Wirkung kann durch den Einbau von polaren organischen Resten in einer aus filmbildender Komponente und Zusatzstoff bestehenden adhäsionsvermindernden Schicht erzielt werden.
  • Beispiele von klebstoffabweisenden, Alkylgruppen enthaltenden Verbindungen sind Alkylpolysiloxanderivate, wie Methylpolysiloxanharz, Methylphenylpolysiloxanharz, Äthylpolysiloxanharz oder Äthylphenylpolysiloxanharz. Durch die Wahl der Substituten kann man bei den Alkylpolysiloxanderivaten ihre klebstoffabweisende Wirkung steuern; bei Ersatz einer Methylgruppe durch eine Phenylgruppe erfolgt z. B. eine Herabsetzung der klebstoffabweisenden Wirkung. Die klebstoffabweisenden, alkylgruppenhaltigen Verbindungen können auch Reste von langkettigen Alkoholen, Aminen und Carbonsäuren sein, die in Amid- oder Esterbindung mit Carbonsäuren, Aminen oder Alkoholen oder auch direkt mit dem Filmbildner, der freie Carboxyl-, Amino- bzw. Hydroxylgruppen trägt, verknüpft sein können.
  • Als klebstoffabweisende, Alkylgruppen enthaltende Verbindungen sind auch Carbaminsäureester von Fettsäurealkoholen, langkettig alkylsubstituierte Carbaminsäureester oder langkettig alkylsubstituierte Harnstoffderivate geeignet. Die Verwendung von bestimmten klebstoffabweisenden, Alkylgruppen enthaltenden Verbindungen für Oberflächenaufstriche niederer Adhäsion zum Überziehen der Rückseiten von Klebstreifen sowie von Deckstreifen zur Verhinderung einer unerwünschten Haftung der Klebemassen an der behandelten Oberfläche ist an sich bekannt. Bei den bekannten Oberflächenaufstrichen niederer Adhäsion gelangen Mischpolymerisate von höheren Alkylacrylsäureestem oder Alkylmethacrylsäureestern, bei denen der höhere Alkylrest wenigstens 12 Kohlenstoffatome aufweist, mit Acrylsäure oder Methacrylsäure zur Anwendung, wobei die Esterkomponente 40 bis 80 Gewichtsprozent umfaßt.
  • Beispiele von filmbildenden hochpolymeren Verbindungen, die für die Zwecke der Erfindung geeignet sind, sind Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester, Vinylpolymerisate und -mischpolymerisate, Polyester, Polyurethane oder Cellulosederivate.
  • Beispiele von filmbildenden hochpolymeren Verbindungen, die gleichzeitig klebstoffabweisende Alkylseitengruppen aufweisen, sind Polyvinylalkohol-Fettsäureester, Polyacrylsäure-Fettalkoholester oder Umsetzungsprodukte von Fettsäureestern mit Polyesterurethanen.
  • Die Erfindung wird nachstehend beispielsweise näher erläutert. Es ist im folgenden eine Anzahl von Zusammensetzungen für die Vorderschicht, d. h. die Schicht mit der geringeren klebstoffabweisenden Wirkung; und für die Rückschicht gegeben, welche erfindungsgemäß stärker klebstoffabweisend ausgebildet ist.
  • I. Vorderschicht:
    83 Teile Methylpolysiloxanharz
    15 Teile Polyacrylsäureäthylester
    2 Teile Benzoylperoxyd
    Rückschicht:
    98 Teile Methylpolysiloxanharz
    2 Teile Benzoylperoxyd
    1I. Vorderschicht: 33 Teile Glycerinmonostearat 67 Teile Polyacrylsäureäthylester Rückschicht: 50 Teile Glycerinmonostearat 50 Teile Polyacrylsäureäthylester 11I. Vorderschicht: 10 Teile Stearylisocyanat 90 Teile Vinylchlorid-Vinylisobutyläther-Mischpolymerisat Rückschicht: 25 Teile Stearylisocyanat 75 Teile Vinylchlorid-Vinylisobutyläther-Mischpolymerisat IV. Vorderschicht: 55 Teile Umsetzungsprodukt von Sorbidanmonostearat mit einem Polyesterurethan im Verhältnis 1 : 1 (Das Polyesterurethan ist durch Umsetzung eines noch freie O H-Gruppen enthaltenden Hexantriolesters einer Dicarbonsäure mit einem Überschuß von Toluylendiisocyanat erhalten und weist daher noch freie N C O-Gruppen auf.) 45 Teile Vinylchlorid-Vinylisobutyläther-Mischpolymerisat Rückschicht: 70 Teile Umsetzungsprodukt von Sorbitanmonostearat mit einem Polyesterurethan im Verhältnis 1 : 1 30 Teile Vinylchlorid-Vinylisobutyläther-Mischpolymerisat V. Vorderschicht: 40 Teile Methylpolysiloxanharz 10 Teile Benzoylperoxyd 50 Teile Polyacrylsäureäthylester Rückschicht 60 Teile Methylpolysiloxanharz 10 Teile Benzoylperoxyd 30 Teile Polyacrylsäureäthylester VI. Vorderschicht:
    37,0 Teile Methylpolysiloxanharz
    7,5 Teile Methylphenylpolysiloxanharz
    9,7 Teile Benzoylperoxyd
    46,3 Teile Polyacrylsäureäthylester
    Rückschicht: 60 Teile Methylpolysiloxanharz 10 Teile Benzoylperoxyd 30 Teile Polyacrylsäureäthylester VII. Vorderschicht:
    83 TeileAlkalisalzderCarboxymethylcellulose
    15 Teile Methylpolysiloxanharz
    2 Teile Benzoylperoxyd
    Rückschicht:
    48 Teile Alkalisalz der Carboxymethylcellu-
    lose
    50 Teile Methylpolysiloxanharz
    2 Teile Benzoylperoxyd
    Es ist zu beachten, daß grundsätzlich für die Vorderschicht und die Rückschicht nicht gleichartige Komponenten gewählt werden müssen. Bei den vorstehend angeführten Zusammensetzungen sind lediglich der besseren Übersicht halber möglichst jeweils gleichartige Komponenten gewählt worden.
  • Die Beschichtung des Trägers erfolgt unter Verwendung von Lösungen in aromatischen Kohlenwasserstoffen (wie Toluol, Xylol) oder von wäßrigen Dispersionen. Sie kann mittels bekannter Auftragvorrichtungen (durch Walzenauftrag, mit Hilfe einer Gummituchrakel, durch Aufsprühen usw.) in einem oder zwei Arbeitsgängen vorgenommen werden.
  • Als Werkstoff für den Träger sind Papier (glatt und gekreppt), feinmaschiges Gewebe, Kunststoff -Folien der verschiedensten Art, Folien aus abgewandelten Naturstoffen und auch Metallfolien geeignet, so daß hinsichtlich der Auswahl des Werkstoffes für den Träger viele Möglichkeiten bestehen.
  • Nach Durchlaufen der Auftragvorrichtung wird der mit adhäsionsvermindernden Schichten versehene Träger einer Trockenkammer zugeführt und kurzfristig (Verweilzeit: etwa 15 Sekunden) auf eine der Art des Trägers angepaßte Temperatur (beispielsweise auf 120 bis 140°C) erhitzt, wobei die Beschichtungen getrocknet bzw. gehärtet werden. Die Stärke der Beschichtung soll so gewählt werden, daß in trocknem Zustand 0,5 bis 3 g des Beschichtungsmaterials auf 1 m2 entfallen. Auf jeden Fall muß die Bildung eines gleichmäßigen Oberflächenfilms sichergestellt sein.
  • Der so beidseitig mit den adhäsionsvermindernden Schichten versehene Träger wird nunmehr mittels einer üblichen Auftragvorrichtung auf der Seite, welche die Schicht mit der geringeren Wirkung trägt, mit einer druckempfindlichen Klebemasse versehen. Als Klebemasse ist jeder druckempfindliche Haftkleber geeignet. Es können sowohl Klebemasse auf der Basis von Naturkautschuk und Kunstkautschuk als auch solche auf der Basis von Polyvinyläthern oder Acrylsäureestern verwendet werden, gegebenenfalls unter Zusatz geeigneter Harze bzw. von niederen Polymeren zur Erzielung der gewünschten Plastizität und Klebrigkeit. In die Klebemasse können weitere Zusatzstoffe, wie Füllstoffe, Antioxydantien usw., eingearbeitet werden. Das Mengenverhältnis der elastomeren Komponente zu den verschiedenen Zusatzstoffen ist so zu bemessen, daß eine Klebemasse mit hoher Kohäsion und Adhäsion erhalten wird. Die Klebemasse wird in Form einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel oder in Form einer Dispersion aufgetragen, wobei die Schichtstärke so bemessen werden muß, daß, bezogen auf das Gewicht der trockenen Klebemasse, 15 bis 80 g auf 1 m2 entfallen. Nach dem Aufbringen der Klebemasse wird der Klebstreifen so aufgewickelt, daß die Klebemasseschicht zur Innenseite der Rolle weist.
  • Es sei bemerkt, daß die auf die beiden Seiten des Trägers aufgebrachten adhäsionsvermindernden Schichten unterschiedlicher Adhäsion nicht klebend sind, auch nach längerer Lagerung bei höheren Temperaturen die Klebkraft der Klebemasseschicht in keiner Weise beeinträchtigen und so fest auf dem Träger haften, daß sie beim Abrollen des Klebstreifens von der Rolle von der Klebemasseschicht nicht mitgerissen werden.
  • Ein Klebstreifen oder Klebblatt gemäß der Erfindung ermöglicht, jederzeit einen Klebemassefilm auf Flächen von Unterlagen der verschiedensten Art durch einfaches Aufdrücken des Klebstreifens auf die Unterlage ohne Anwendung von Wasser oder Lösungsmittel zu übertragen, um diese Fläche selbstklebend zu machen. Der beidseitig mit adhäsionsvermindernden Schichten versehene Träger kann darüber hinaus z. B. bei Schildern, Etiketten, Plakaten usw. bis zu deren endgültigen Verwendung als Abdeck- oder Schutzstreifen dienen.
  • In dem nachstehenden Beispiel ist die Herstellung eines Klebstreifens gemäß der Erfindung zur Übertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen verschiedener Art näher erläutert: Beispiel Ein Pergaminpapier von 0,6 mm Dicke wird mit Hilfe einer Gummituchrakel mit einer Lösung von 83 Gewichtsteilen eines Methylpolysiloxanharzes und 15 Gewichtsteilen Polyacrylsäureäthylester in Toluol, der 2 Gewichtsteile Benzoylperoxyd zugesetzt wurden, auf der einen Seite beschichtet. Danach wird der beschichtete Papierträger zwecks weitgehender Entfernung des Lösungsmittels durch einen Trockenkanal geleitet und anschließend zur Härtung der Schicht in einer geeigneten Heizvorrichtung, z. B. einem Heißlufttrockner, auf 120 bis 140°C erhitzt (Verweilzeit: 15 Sekunden).
  • Nach der Abkühlung wird auf die andere Seite des Papierträgers in gleicher Arbeitsweise mit einer Lösung von 98 Gewichtsteilen eines Methylpolysiloxanharzes in Toluol unter Zusatz von 2 Gewichtsteilen Benzoylperoxyd beschichtet, und der nunmehr beidseitig beschichtete Träger wird auf einer geeigneten Aufspulvorrichtung zu einer Rolle aufgewickelt. Die Menge des Beschichtungsmaterials wird bei beiden Schichten so gewählt, daß in trocknem Zustand 1 g des Beschichtungsmaterials auf 1 m2 entfällt.
  • Der zur Rolle aufgewickelte, beidseitig mit adhäsionsvermindernden Schichten unterschiedlicher Adhäsion versehene Papierträger wird nun in einer Schneidemaschine zu Streifen gewünschter Breite geschnitten, und auf diejenige Seite des Papierträgers jedes Streifens, welche die zuerst aufgetragene Schicht von geringerer adhäsionsvermindernder Wirkung trägt, wird auf einer für randfreie Streifen üblichen Streichvorrichtung eine druckempfindliche Klebemasse randfrei aufgetragen. Für die druckempfindliche Klebemasse wird die Lösung eines Polyacrylsäureesters in einem Gemisch von Benzin und Aceton gewählt, und die Schichtstärke wird so bemessen, daß 25 g der Klebemasse auf 1 m2 entfallen, bezogen auf das Gewicht der trockenen Klebemasseschicht. Das Trocknen erfolgt bei einer Temperatur von 70°C unter Verwendung eines beheizten Trockenkanals. Anschließend wird der fertige Klebstreifen mittels einer geeigneten Aufspulvorrichtung zu einer Rolle so aufgewickelt, daß die Klebemasseschicht zur Innenseite der Rolle weist. -

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Klebstreifen oder Klebblatt zur Übertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen mit einem auf beiden Seiten mit je einer adhäsionsvermindernden Schicht versehenen Träger und einer auf einer Seite dieses Trägers auf der adhäsionsvermindernden Schicht aufgebrachten Klebschicht, dadurch gekennzeichnet, daß beide adhäsionsvermindernde Schichten eine oder mehrere klebstoffabweisende, Alkylgruppen enthaltende Verbindungen aufweisen und mindestens die auf der Vorderseite des Trägers befindliche adhäsionsvermindernde Schicht (Vorderschicht), auf welcher die Klebeschicht aufgetragen ist, zusätzlich eine filmbildende hochpolymere Verbindung enthält, wobei die Vorderschicht einen geringeren Anteil an klebstoffabweisender, Alkylgruppen enthaltender Verbindung als die auf der Rückseite des Trägers befindliche adhäsionsvermindernde Schicht (Rückschicht) enthält.
  2. 2. Klebstreifen oder Klebblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderschicht eine filmbildende hochpolymere Verbindung, die gleichzeitig klebstoffabweisendeAlkylseitengruppen aufweist und eine zusätzliche filmbildende hochpolymere Verbindung enthält, während die Rückschicht lediglich eine filmbildende hochpolymere Verbindung, die gleichzeitig klebstoffabweisende Alkylseitengruppen trägt, enthält.
  3. 3. Klebstreifen oder Klebblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die klebstoffabweisenden, Alkylgruppen enthaltenden Verbindungen aus Alkylpolysiloxanderivaten, wie einem Methylpolysiloxanharz, Methylphenylpolysiloxanharz, bestehen.
  4. 4. Klebstreifen oder Klebblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die klebstoffabweisenden, Alkylgruppen enthaltenden Verbindungen aus Amiden oder Estern von langkettigen aliphatischen Säuren, Estern von Fettsäurealkoholen und Carbonsäuren, Carbaminsäureestern von Fettsäurealkoholen, langkettig alkylsubstituierten Carbaminsäureestern oder langkettig alkylsubstituierten Harnstoffderivaten bestehen.
  5. 5. Klebstreifen oder Klebblatt nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die filmbildenden hochpolymeren Verbindungen aus Polyacrylsäureestern, Polymethacrylsäureestern, Vinylpolymerisaten und -mischpolymerisaten, Polyestern, Polyurethanen oder Cellulosederivaten bestehen.
  6. 6. Klebstreifen oder Klebblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die filmbildenden hochpolymeren Verbindungen, die gleichzeitig klebstoffabweisende Alkylseitengruppen aufweisen, aus Polyvinylalkohol-Fettsäureestern, Polyacrylsäure-Fettalkoholestern oder Umsetzungsprodukten von Fettsäureestern mit Polyesterurethanen bestehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 872 621.
DEB57554A 1960-04-21 1960-04-21 Klebstreifen oder Klebblatt zur UEbertragung einer druckempfindlichen Selbstklebeschicht auf Unterlagen Pending DE1113278B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1908431A1 (de) * 1968-02-23 1969-09-11 Grace W R & Co Abdichtungs- oder Klebemittelmaterial in Form einer Rolle 1 621 939
DE1629823B1 (de) * 1962-01-11 1970-11-19 Vulnoplast Lakemeier Kg Verfahren zur Herstellung von aufroll- und stapelbaren Kaschierfolien aus Kunststoff mit einem abloesbaren Traeger
DE2544901A1 (de) * 1974-10-07 1976-04-15 Avery Products Corp Anaerobes druckempfindliches klebematerial

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DE872621C (de) * 1949-10-27 1953-04-02 Minnesota Mining & Mfg Oberflaechenaufstrich niederer Adhaesion

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