DE1203645B - Manoeverpatronen-Zerfallgeschoss - Google Patents
Manoeverpatronen-ZerfallgeschossInfo
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- DE1203645B DE1203645B DEJ23435A DEJ0023435A DE1203645B DE 1203645 B DE1203645 B DE 1203645B DE J23435 A DEJ23435 A DE J23435A DE J0023435 A DEJ0023435 A DE J0023435A DE 1203645 B DE1203645 B DE 1203645B
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B8/00—Practice or training ammunition
- F42B8/12—Projectiles or missiles
- F42B8/14—Projectiles or missiles disintegrating in flight or upon impact
- F42B8/16—Projectiles or missiles disintegrating in flight or upon impact containing an inert filler in powder or granular form
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/72—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
- F42B12/76—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
iT ff Tk
DEUTSCHES 4MTWt PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
F07f
Deutsche Kl.: 72 d-6
1203 645
J23435Ic/72d
27. März 1963
21. Oktober 1965
J23435Ic/72d
27. März 1963
21. Oktober 1965
Die Erfindung bezieht sich auf ein Manöverpatronen-Zerfallgeschoß,
bestehend aus einer Geschoßhülle aus Kunststoff mit einem Vorderteil und einem Hinterteil, die längs eines profilierten Querschnitts
verschweißt oder verklebt sind, und einer Füllung beliebiger Art. Bei der Weiterentwicklung eines derartigen
Geschosses soll die Aufgabe gelöst werden, einen Aufbau zu erreichen, der wohl eine harte Beanspruchung,
wie die Stöße im Zuführungsmechanismus der Waffe aushält, als auch dem Gasdruck auf den Geschoßboden
widersteht. Dabei soll sich das Geschoß unmittelbar nach Verlassen der Rohrmündung zerlegen.
Zerfallgeschosse aus einem thermoplastischen Kunststoff sind bekannt. So sind Geschosse in Vorschlag
gebracht worden, bei denen die Kunststoff-Preßmasse im Preßverfahren verformt worden ist.
Diese Geschosse waren für automatische Waffen nicht geeignet, da sie durch die hohe Hitzeentwicklung
zu schmelzen begannen und die Züge im Lauf verstopften.
Weiter ist versucht worden, derartige Geschosse durch kurze Pressung in einer geheizten Form einer
Oberflächenhärtung zu unterziehen, wobei der Kern ungehärtet blieb. Ferner sind Geschosse bekannt, die
aus mehreren leicht zerbrechlichen Teilen eines Kunststoffes od. dgl. zusammengesetzt sind. Diese haben
den Nachteil, daß sie nicht beim Verlassen des Laufes, sondern erst beim Auftreffen auseinandergetrieben
werden. Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgäbe dadurch gelöst, daß der Vorderteil der Geschoßhülle
in bekannter Weise aus einem hochfesten dehnbaren Kunststoff, z. B. Polyäthylen, gefertigt ist,
während der Hinterteil durch eine aufgesetzte Bodenkappe oder einen eingelegten Innenboden bzw. dadurch
verstärkt ist, daß er wahlweise aus einem hochschlagzähen, biegefesten Kunststoff, z. B. Polystyrol,
hergestellt ist. Dabei ist der Geschoßvorderteil, der Geschoßmantel und der Geschoßhinterteil mit einem
Innenboden aus hochfestem dehnbaren Kunststoff und eine über dem Geschoßinnenboden liegende
Bodenkappe (Geschoßaußenboden) aus hochschlagzähem biegefestem Kunststoff hergestellt. Die Bodenkappe,
die dem Pulvergasdruck unmittelbar ausgesetzt ist, ist im Verhältnis zur übrigen Geschoßwandung
stärker gehalten. Die einfach ausgebildete Geschoßwandung hat eine Dicke, die größer als der
Tiefe eines Zuges in einem gezogenen Lauf entspricht; sie kann aber auch aus zwei oder mehr Schichten von
Kunststoffen verschiedener Festigkeitseigenschaften bestehen.
Durch die Verbindung von zwei oder mehreren Manöverpatronen-Zerfallgeschoß
Anmelder:
Industrie-Werke Karlsruhe Aktiengesellschaft,
Karlsruhe, Gartenstr. 71
Kunststoffen mit verschiedenen Festigkeits-Eigenschaften wird erreicht, daß der Geschoßboden den
hohen Pulverdruck aushält und die Wandungen des Geschosses erst unmittelbar nach dem Verlassen des
Laufes zerfallen.
Wenn das Geschoß mit einer Materialfüllung versehen werden soll, dann wird, wie durch Versuch festgestellt
worden ist, zweckmäßigerweise im Vorderteil eine spezifisch leichtere, auseinanderfallende Masse
eingebracht, während im restlichen hinteren Teil des Geschosses eine Füllmasse von schwererem spezifischem
Gewicht enthalten ist. Die Geschoßausführung gemäß der Erfindung erweist sich hier als besonders
vorteilhaft, da das Füllmaterial erst nach dem Verlassen des Geschosses aus dem Lauf auseinanderfällt
und die Züge und Felder nicht beschädigt werden.
Die Erfindung ist an Hand von zwei Ausführungsbeispielen in zwei Figuren dargestellt und beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein Geschoß mit Doppelboden, bei dem der Geschoßinnenboden mit
dem Geschoßvorderteil verbunden ist, und
Fig. 2 ein Längsschnitt durch ein Geschoß mit
Doppelboden, bei dem der Geschoßaußenboden mit dem Geschoßvorderteil verbunden ist.
Das in den Patronenhülsenhals 1 (Fig. 1) eingesetzte
Geschoß 2 besteht aus einer zweiteiligen Geschoßhülle mit einem annähernd spitz zulaufenden
Vorderteil 3, der in einen stumpf angefügten zylindrischen Mantelteil 4 übergeht und bei 5 nach innen
abgesetzt ist, sowie aus einem am hinteren Ende geschlossenen ausgebildeten Geschoßinnenboden 6.
Über diesen ist eine Bodenkappe 7 gezogen, die mit ihrem nach vorn verlängerten zylindrischen Teil 8 bis
zur Absatzkante 5 reicht. Die Teile 3 und 4 des Geschoßkörpers 2 sind aus einem hochfesten dehnbaren
thermoplastischen Kunststoff, z. B. Polyäthylen od. dgl., hergestellt und an ihrer Verbindungsfläche 9
vorzugsweise durch Reibverschweißung vereinigt. Die verstärkte Bodenkappe 7 besteht aus einem hochschlagzähen
biegefesten thermoplastischen Kunst-
509 718/152
stoff, ζ. B. Polystyrol od. dgl. Die beiden Teile 6 und 7 sind durch geeignete Verklebung fest miteinander
verbunden. Die zylindrische Geschoßwandung hat eine Stärke, die größer ist als der Tiefe eines Zuges
in einem gezogenen Lauf entspricht. Das aus dem Patronenhülsenhals
1 herausragende Teil 8 der Bodenkappe 7 ist verstärkt und dient als Führungsring. Hinter
dem Führungsring ist der zylindrische Teil der Bodenkappe 7 abgesetzt und im Durchmesser kleiner,
so daß das Geschoß in den Hülsenhals eingesetzt werden kann. Die Bodenkappe ist mit dem Patronenhülsenhals
verklebt.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel (F i g. 2) ist der Vorderteil 10 des Geschosses 2 nach hinten bis unter
den Hülsenhals verlängert, an seinem hinteren, im Durchmesser kleineren Ende 11 abgesetzt und in den
Patronenhülsenhals 1 eingeschoben. Die Wand des Vorderteils 10 ist vor dem abgesetzten Teil 11 in genügender
Länge nach außen verstärkt und bildet mit diesem verstärkten Teil den Führungsring 12. An den
Vorderteil 10 schließt sich nach hinten ein Hinterteil 13 mit verstärktem Boden an, der bei 14 mit dem Vorderteil
10 zusammenstößt. Im verstärkten Boden des Hinterteils befindet sich ein Innenboden 15 mit geringerer
Wandstärke als der Boden, durch den die Verbindungsnaht 14 überdeckt wird. Der Vorderteil
10 besteht wieder aus einem hochfesten dehnbaren thermoplastischen Kunststoff, z. B. Polyäthylen
od. dgl., ebenso der Innenboden 15, dagegen der Hinterteil 13 wieder aus einem hochschlagzähen
biegefesten thermoplastischen Kunststoff, z. B. aus Polystyrol od. dgl. Der Teil 11 des Geschoßvorderteils
10 ist durch Reibschweißen mit dem Innenboden 15 innig verbunden. Der Hinterteil 13 ist durch einen
geeigneten Klebstoff mit dem Patronenhülsenhals, dem Vorderteil 10 und dem Innenboden 15 vereinigt;
dagegen ist durch Versuche festgestellt worden, daß eine zusätzliche Verbindung zwischen Teil 11 und
dem Hülsenhals nicht unbedingt erforderlich ist.
Das Geschoß kann (F i g. 2) mit einer leicht auseinanderfallenden Masse gefüllt sein, die lose oder
gepreßt in den Geschoßkörper eingebracht worden ist, wobei im vorderen Drittel eine Füllmasse 18 von
geringerem spezifischem Gewicht und im restlichen hinteren Drittel eine Füllmasse 19 von schwererem
spezifischem Gewicht enthalten ist.
Claims (8)
1. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß, bestehend aus einer Geschoßhülle aus Kunststoff mit einem
Vorderteil und einem Hinterteil, die längs eines profilierten Querschnitts verschweißt oder verklebt
sind, und einer Füllung beliebiger Art dadurch gekennzeichnet, daß der Vorderteil
der Geschoßhülle in bekannter Weise aus einem hochfesten dehnbaren Kunststoff, z. B.
Polyäthylen, gefertigt ist, während der Hinterteil durch eine aufgesetzte Bodenkappe (7) oder
einen eingelegten Innenboden (15) bzw. dadurch verstärkt ist, daß er wahlweise aus einem hochschlagzähen
biegefesten Kunststoff, z. B. Polystyrol, hergestellt ist.
2. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgesetzte
Bodenkappe (7) aus einem hochschlagzähen biegefesten Kunststoff, z. B. Polystyrol,
besteht.
3. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenboden (15) aus einem hochfesten dehnbaren Kunststoff, z. B. Polyäthylen, besteht.
4. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bodenkappe (7) oder der Hinterteil (13) der Geschoßhülle im Verhältnis zur übrigen Geschoßwandung
stärker ausgebildet ist.
5. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Geschoßhülle eine Stärke hat, die größer ist als der Tiefe eines Zuges in einem gezogenen
Lauf entspricht.
6. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß die über
den Patronenhülsenhals nach vorn hinausragende zylindrische Verlängerung der Bodenkappe (7)
verstärkt ist und als Führungsring (8) für das Geschoß dient.
7. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hinterteil (6) der Geschoßhülle einen Absatz (5) aufweist, bis zu dem die zylindrische
Verlängerung der Bodenkappe (7) reicht.
8. Manöverpatronen-Zerfallgeschoß nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der zylindrische Teil des Geschoßinnenbodens (15) über die Nahtstelle (14) zwischen den beiden
Teilen der Geschoßhülle (13) ragt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 099 905.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 099 905.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 718/152 10.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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ID=7201403
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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