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DE1200793B - Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch Oxydation von Ammoniak - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch Oxydation von Ammoniak

Info

Publication number
DE1200793B
DE1200793B DEM44003A DEM0044003A DE1200793B DE 1200793 B DE1200793 B DE 1200793B DE M44003 A DEM44003 A DE M44003A DE M0044003 A DEM0044003 A DE M0044003A DE 1200793 B DE1200793 B DE 1200793B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ammonia
gas
nitrogen
oxidation
nitrogen dioxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM44003A
Other languages
English (en)
Inventor
John Henry Berger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Arthur G McKee and Co
Original Assignee
Arthur G McKee and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Arthur G McKee and Co filed Critical Arthur G McKee and Co
Publication of DE1200793B publication Critical patent/DE1200793B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/36Nitrogen dioxide (NO2, N2O4)

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch Oxydation von Ammoniak Bei bekannten Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd wird Ammoniak in einer Konzentration von ungefähr 10 Volumprozent in einem inerten Gasstrom, wie Luft, in einem katalytisch arbeitenden Brenner zu Stickstoffmonoxyd oxydiert. Hierbei bildet sich nach der Gleichung 4N1-13+502=4N0+6H20 (1) auch Wasser. Das Stickstoffmonoxyd wird dann zu Stickstoffdioxyd oxydiert und dieses bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen aus dem Gasstrom auskondensiert. Vorher muß aber das Wasser aus dem Gasstrom entfernt werden, und hierbei bildet sich nach der Gleichung 3 NO2 + H20 = 2 HNO,3 + NO (2) Salpetersäure. Da das Ziel des Verfahrens die N02-Erzeugung ist, stellt die Salpetersäure ein unerwünschtes Nebenprodukt dar. Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die Salpetersäurebildung bei der N02-Erzeugung durch Ammoniakoxydation zu verhindern.
  • Bei der Herstellung von Salpetersäure ist es bekannt, bei der Oxydation des Ammoniaks nach der obigen Gleichung (1) nur so viel Sauerstoff zuzusetzen, wie stöchiometrisüh zur Bildung von Stickstoffmonoxyd erforderlich ist. Andererseits ist es auch bekannt, bei der Oxydation von Stickstoffmonoxyd zu Stickstoffdioxyd das Ausgangsgas möglichst weitgehend zu entwässern, um die Bildung von Salpetersäure zu unterdrücken. Schließlich ist es auch bekannt, Schwefelsäure zur Trocknung nitroser Gase zu verwenden.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß man besonders vorteilhafte Ergebnisse erzielen kann, wenn man die Trocknung der Verbrennungsgase bei einer Temperatur vornimmt, bei der als Oxyd des Stickstoffs nur Stickstoffmonoxyd vorhanden ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch Oxydation von Ammoniak, wobei Ammoniak mit der stöchiometrisch erforderlichen Sauerstoffmenge zu Stickstoffmonoxyd verbrannt, das Verbrennungsgas entwässert, sodann mit der stöchiometrischen Sauerstoffmenge zu Stickstoffdioxyd umgesetzt, das Stickstoffdioxyd abgezogen und gegebenenfalls ein Teil des Restgases im Kreislauf geführt wird, besteht darin, daß die Entwässerung des Verbrennungsgases bei einer Temperatur durchgeführt wird, bei der als Oxyd des Stickstoffs praktisch nur Stickstoffmonoxyd vorliegt.
  • In der Zeichnung ist im Fließbild eine Ausführungsforin der Erfindung veranschaulicht. Das Ammoniak wird bei einer verhältnismäßig geringen Konzentration mit Luft oxydiert und der entstehende Gasstrom mittels starker Entwässerungsmittel, wie starker Schwefelsäure oder Magnesiumnitrat, oder fester Trocknungsmittel bei verhältnismäßig hoher Temperatur entwässert. Nach einer Ausführungsform wird auch ein Teil des Restgases, das nach der Entfernung des NO, hinterbleibt, im Kreislauf geführt, um die Ammoniakkonzentration in dem eintretenden Gemisch von Ammoniak und Luft oder anderem inertem Gas auf etwa 10 bis 11 Volumprozent zu halten, und auch um die Sauerstoffkonzentration in den Gasen, welche von dem Ammoniakbrenner abströmen, auf dem Minimalwert zu halten, der zur Oxydation des Ammoniaks ausreicht. Durch diese Maßnahme wird die Weiteroxydation des NO zu NO, verhindert, welches seinerseits mit dem sich bildenden Wasser in Salpetersäure übergehen könnte.
  • Das gasfönnige Ammoniak tritt durch Leitung 1 bei etwa 204' C ein. Ein Teil des Restgases wird, ebenfalls bei 2041 C, durch Leitung 2 in Leitung 1 eingeführt. Luft zur Oxydation des Ammoniaks wird von dem Lufterhitzer 8 durch Leitung 3 zugeführt, und das Gemisch aus Ammoniak, Restgas und Luft tritt durch Leitung 5 in den Ammoniakbrenner 4 ein.
  • Die Restgasmenge aus Rohrleitung 2 wird so geregelt, daß die Ammoniakkonzentration in dem Gesaintstrom auf etwa 10 bis 11 Volumprozent gehalten wird und die Sauerstoffkonzentration in den Gasen, die den Aminoniakbrenner4 verlassen, sich dem Werte Null möglichst nähert (z.B. nicht mehr als 11/2Volumprozent beträgt). Als Brenner4 kann eine mit Platinkatalysator arbeitende Vorrichtung dienen.
  • Das aus dem Brenner 4 ausströmende Gas enthält eine wesentliche Menge Stickstoff aus der durch Leitung 3 zugeführten Luft und aus dem durch Leitung 2 zugeführten Restgas, und seine Temperatur kann beispielsweise etwa 9001 C betragen. Nach Durchgang durch den Gaskühler 6 gelangt das Gemisch aus Stickstoffmonoxyd, Wasserdampf und inerten Gasen bei nunmehr etwa 6491 C in den Abhitzekessel 7, wo es unter Dampferzeugung auf etwa 2601 C gekühlt wird. Der Lufterhitzer 8 dient gleichzeitig, ebenso wie auch der Restgaserhitzer 9, zur Kühlung der Verbrennungsgase.
  • Beim Verlassen des Restgaserhitzers 9 ist die Temperatur des Gasgemisches auf ungefähr 191' C gesunken. Dieses Gemisch wird nun durch die Entwässerungsanlage 10 geleitet, wo sein Wasserdampfgehalt durch Gegenstrombehandlung mit 90- bis 93,D/oiger Schwefelsäure auf einige Teile je Million verringert wird. Die starke Schwefelsäure tritt in den Entwässerer durch Leitung 11 ein, und die schwach (ungefähr 7211/oige) Säure verläßt ihn durch Leitung 12. In der kontinuierlich arbeitenden Schwefelsäure-Konzentrierungsvorrichtung 13 wird die Schwefelsäure wieder aufkonzentriert.
  • Bei den Temperaturen, bei denen die Entwässerung in der Anlage 10 erfolgt, und bei dein sehr geringen Sauerstoffgehalt des Gasstromes ist kein anderes Oxyd des Stickstoffs als NO vorhanden, das keine Additionsprodukte mit Schwefelsäure bildet. Etwa vorhandene Spuren von NO, bilden bei Temperaturen oberhalb 38' C ebenfalls keine Additionsverbindungen (Nitrosylschwefelsäure). Dementsprechend erhalten nach dieser Entwässerung die Gase praktisch kein Wasser, und es findet praktisch kein Verlust an Oxyden des Stickstoffs unter Bildung von Salpetersäure statt.
  • Die Gase haben beim Verlassen des Entwässerers 10 durch Leitung 14 eine Temperatur von etwa 661 C. An dieser Stelle wird durch Leitung 15 Sauerstoff in Form von Trockenluft oder vorzugsweise von 95,1/oigem Sauerstoff zugeführt. Im Kompressor 16 wird das Gasgemisch auf etwa 7,4 atü verdichtet, wodurch seine Temperatur auf etwa 2321 C steigt. Bei dieser Temperatur treten die Gase durch Leitung 18 in die Oxydationskammer 17 ein. Die Luftzufuhr für die Ammoniakoxydation in dem Brenner 4 erfolgt durch die Oxydationskammer 17 von Leitung 19 her, die im Wärmeaustausch mit den Gasen in der Oxydationsvorrichtung steht. Durch diesen Wärmeaustausch wird die zugeführte Luft auf etwa 121' C erhitzt und tritt mit dieser Temperatur durch Leitung 20 aus. Das durch Leitung 18 in die Oxydationskamtner 17 eintretende Gas kühlt sich dort wesentlich ab, und das Gas wird dann im Kühler 21 durch Wärmeaustausch mit dem kalten Restgas, welches durch Leitung 22 in den Kühler eintritt, weiter auf etwa 181 C gekühlt.
  • Durch die Verdichtung im Kompressor 16 und die Abkühluna der Gase in der Oxydationskammer 17 und im Kühler 21 werden günstige Bedingungen für die Vereinigung des Stick-stoffmonoxyds mit dem durch Leitung 15 zugeführten Sauerstoff zu Stickstoffdioxyd geschaffen. Die so erhaltenen Druck- und Temperaturbedingungen führen zu einer größtmöglichen Verschiebung des Reaktionsgleichgewichtes nach der NO"-Seite hin. Die den Kühler 21 durch die Leitung 23 vierlassenden ],alten Gase, die NO, und inerte oder nicht reaktionsfähige Gase, größtenteils Stickstoff, enthalten, werden im Kühler 24 mittels eines Kühlmittels, wie Difluordichlormethan, das durch Leituncen 25 und 26 mit etwa - 9' C durch den Kühler ümläuft, auf sehr niedrige Temperatur gekühlt. Die Kühlanlage 27 dient dazu, die niedrige Temperatur aufrechtzuerhalten, mit der das Kühlmittel in den Kühler 24 eintritt. Im Kühler 24 wird das NO., aus dem Gasstrom bei etwa - 8' C auskondensied, so daß der Dampfdruck des NO., und NO,-Verluste so niedrig wie möglich sind. Vo# dem Küfiler 24 wird das NO2 in flüssiger Form durch Leitung 28 abgezogen.
  • Die Abgase, die den Kühler 24 durch Leitung 22 verlassen, befinden sich auf etwa - 8' C und werden durch Wärmeaustausch mit den Verfahrensgasen beim Durchgang durch den Kühler 21 auf etwa 1211 C erwärmt. Mit dieser Temperatur werden sie durch Leitung 29 dem Restgaserhitzer 9 zugeführt, wo das Restgas auf etwa 2041 C erhitzt wird. Dieses Gas strömt dann durch Leitung 30 zu dem Verbrennungsgaskühler 6, wo es auf etwa 4821 C weiter erhitzt wird.
  • Um einen Teil der in diesem erhitzten Restgas enthaltenen Energie zu gewinnen, kann man das Gas durch Leitung 31 einer Gasturbine 32 zuführen, die über die Welle 33 den Kompressor 16 antreibt. Der Rest der benötigten Antriebskraft wird dem Kompressor 16 auf dem Wege über die Turbine 32 und die Welle 35 durch die Kraftmaschine 34 zugeführt.
  • Das Restgas strömt aus der Turbine 32 mit etwa 2041 C durch Leitung 36 zum Abzug. Von Leitung 36 führt jedoch eine Zweigleitung 2 ab, durch die der Teil des Abgases abgezogen wird, der zusammen mit dem Ammoniak und der Luft dem Brenner 4 zugeführt wird.
  • Bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindune wird als Trockenmittel Schwefelsäure verwendet. Unter diesen Bedingungen muß die Entwässerung des Verbrennungsgases bei Atmosphärendruck durchgeführt werden, da der Werkstoff der Entwässerungsvorrichtung aus mit Blei und säurefestem Stein ausgekleidetem siliciumreichem Eisen oder Stahl bestehen muß, um der Wirkung der heißen Schwefelsäure und von winzigen Mengen Salpetersäure zu widerstehen, und diese Werkstoffe keine hohen Drücke aushalten. Dies erfordert wiederum verhältnismäßig große Anlagen, erlaubt aber auch eine sehr hohe (mehr als 9911fDige) Umwandlung von Ammoniak in NO. Wenn aber zur Entwässerung der Gase wäßrige Magnesiumnitratlösung verwendet wird, kann die Trocknungsbehandlung unter Druck in einer Anlage aus rostfreiem Stahl durchgeführt werden, die der Wirkung der heißen Magnesiumnitratlösungen mit winzigen Mengen Salpetersäure standzuhalten vermag. In diesem Falle kann man das ganze Verfahren einschließlich der Ammoniakoxydation unter Druck durchführen und mit einer entsprechend kleineren Anlage arbeiten. Man kann auch mit festen Trockenmitteln arbeiten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren führt zur Bildung von Stickstoffdioxyd (das bei niedriger Temperatur als N,04 vorliegen kann), ohne daß eine neunenswerte Umwandlung zu Salpetersäure und entsprechende Verringerung der Ausbeute an Stickstoffdioxyd eintritt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch Oxydation von Ammoniak, wobei Ammoniak mit der stöchiometrisch erforderlichen Sauerstoffmenge zu Stickstoffmonoxyd verbrannt, das Verbrennungsgas entwässert, sodann mit der stöchiometrischen Sauerstoffmenge zu Stickstoffdioxyd umgesetzt, das Stickstoffdioxyd abgezogen und gegebenenfalls ein Teil des Restgases im Kreislauf geführt wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß die Entwässerung des Verbrennungsgases bei einer Temperatur durchgeführt wird, bei der als Oxyd des Stickstoffs praktisch nur Stickstoffmonoxyd vorliegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerung mit 90- bis 93%iger Schwefelsäure durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerung bei etwa 190' C durchgeführt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Kreislauf geführte Menge an Restgas so bemessen wird, daß die Ammoniakkonzentration auf einem Wert von etwa 10 Volumprozent des gesamten Gasgemisches gehalten und die Sauerstoffkonzentration des Gasgemisches so weit vermindert wird, daß die Sauerstoffkonzentration des Gasgemisches unmittelbar nach der Oxydation des Ammoniaks weniger als 1,5 Volumprozent beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 935 304, 900 453, 460 522; schweizerische Patentschriften Nr. 120 512, 120511.
DEM44003A 1959-01-23 1960-01-15 Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch Oxydation von Ammoniak Pending DE1200793B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1074511A3 (de) * 1999-08-05 2001-04-04 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxid aus Stickstoffmonoxid

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CH120511A (de) * 1925-01-29 1927-06-01 Georg Liljenroth Frans Verfahren und Einrichtung zur Oxydation von Ammoniak mittelst Sauerstoffs oder sauerstoffreicher Gasgemische.
CH120512A (de) * 1925-01-30 1927-06-16 Georg Liljenroth Frans Verfahren und Einrichtung zur Oxydation von Ammoniak mittelst Sauerstoffs oder sauerstoffreicher Gasgemische.
DE460522C (de) * 1926-07-08 1928-05-31 I G Farbenindustrie Akt Ges Trocknung nitroser Gase
DE900453C (de) * 1941-01-19 1953-12-28 Basf Ag Verfahren zur Kuehlung von stickoxydhaltigen Gasen
DE935304C (de) * 1943-09-08 1955-11-17 Wisconsin Alumni Res Found Verfahren zur Herstellung von Stickstoffdioxyd durch katalytische Oxydation des Stickoxyds eines Gasgemisches

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