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DE530821C - Verfahren zur Herstellung von Blausaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Blausaeure

Info

Publication number
DE530821C
DE530821C DEG76953D DEG0076953D DE530821C DE 530821 C DE530821 C DE 530821C DE G76953 D DEG76953 D DE G76953D DE G0076953 D DEG0076953 D DE G0076953D DE 530821 C DE530821 C DE 530821C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
nitric acid
nitrous
production
nitric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG76953D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Glund
Dr Konrad Keller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gesellschaft fuer Kohlentechnik mbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Kohlentechnik mbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEG76618D external-priority patent/DE528968C/de
Priority claimed from DEG76624D external-priority patent/DE509935C/de
Application filed by Gesellschaft fuer Kohlentechnik mbH filed Critical Gesellschaft fuer Kohlentechnik mbH
Priority to DEG76953D priority Critical patent/DE530821C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE530821C publication Critical patent/DE530821C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0254Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide from cyanates or from thiocyanates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Blausäure In dem Patent 528 968 wird ein Verfahren beschrieben, um Blausäure aus Rhodanammonium zu gewinnen. Das bei der Einwirkung von Salpetersäure auf Rhodanammonium entstehende NO reagiert dabei mit der Salpetersäure unter Bildung von salpetriger Säure. Diese salpetrige Säure reagiert weiter mit dem in der Lösung vorhandenen, gebundenen Ammoniak unter Freimachung von Stickstoff, vermutlich auf dem Umwege über Ammonnitrit. Infolgedessen sind Verluste an NO und NH3 unausbleiblich, die sich der Größenordnung nach auch in der Regel völlig entsprechen, d. h. wenn z. B. io °/o an der theoretisch bildbaren Menge NO fehlen, so fehlen in der Regel auch i o °/o an dem Ammoniakgehalt nach Vornahme der Reaktion. Es entsteht also ein zwiefacher Verlust an gebundenem Stickstoff.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese Verluste an N O und N H" vollständig vermeiden lassen, wenn man statt von, Rhodanammonium von freiem Rhodanwasserstoff ausgeht. Bei der Empfindlichkeit des Rhodanwasserstoffes und seiner großen Neigung, zu polymerisieren, ist es überraschend, daß die Umsetzung von Salpetersäure mit Rhodanwasserstoffsäure bei Wahl der richtigen Bedingungen glatt und quantitativ verläuft.
  • Die an sich bekannte geringe Haltbarkeit wäßriger Rhodanwasserstoffsäure ist bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens in keiner Weise hinderlich, so daß besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Durchführung des Verfahrens nicht erforderlich sind, und zwar insofern nicht, als festgestellt werden konnte, daß die zur Verwendung gelangende etwa i9°1oige Rhodanwasserstoffsäure während zwei bis drei Stunden bei Zimmertemperatur haltbar ist. Die Unbeständigkeit bei Konzentrationen bis ao °/o Rhodanwasserstoffsäure ist daher nicht so groß, daß die Gewinnung anderer Stoffe bzw. eine Weiterverarbeitung auf Blausäure unmöglich würde. Es muß nur dafür gesorgt werden, daß die Rhodanwasserstoffsäure in dem Maße, wie sie anfällt, auch gleich weiterverarbeitet wird, was man dadurch erreicht, daß man eine etwa 25 bis 3o°joige Ammonrhodanidlösung mit Schwefelsäure bestimmter Konzentration getrennt in einen Vakuumdestillationsapparat einfließen läßt; dabei destilliert die Rhodanwasserstoffsäure nebst dem zugegebenen Wasser ab, so daß je nach der mit den Lösungen eingeführten Menge Wasser eine Rhodanwasserstoffsäurelösung beliebiger Konzentration erhalten und -sofort weiterverarbeitet werden kann.
  • Beispiel i Wäßrige Rhodanwasserstoffsäure mit einem Gehalt von 17 bis 19 % N 11, C N S wird in bekannter Weise durch Einwirkenlassen -von Schwefelsäure auf eine wäßrige Rhodanammonlösung und Abdestillieren der gebildeten HCNS (zugleich mit Wasserdampf), zweckmäßig im Vakuum und kontinuierlich, in solcher Menge hergestellt, daß die erzeugte wäßrige Lösung stets im Verlauf von 2 bis 3 Stunden nach der Herstellung bei der Weiterverarbeitung der Rhodanwasserstoffsäure auf Blausäure aufgebraucht wird. Jedenfalls ist ein Herstellen nicht sogleich verarbeitbarer Mengen tunlichst zu vermeiden.
  • Zur Weiterverarbeitung fließt die Rhodanwasserstoffsäurelösung aus einem Meßgefäß in ein säurefestes Gefäß, in dem sich eine Schwefelsäuresalpetersäuremischung befindet, wie sie sich bei der Umsetzung von Rhodanwasserstoffsäure mit Salpetersäure bildet, während gleichzeitig aus einem zweiten Meßgefäß die zur Oxydation der Rhodanwasserstoffsäure erforderliche, möglichst starke (etwa q.oo/oige) Salpetersäure mit einem beliebigen Überschuß zuläuft. Man erreicht auf diese Weise eine Ausbeute von 94 bis 95 oh HCN vom angewendeten Rhodanwasserstoff.
  • In analoger Weise läßt sich das bei der Vakuumdestillation entstehende Rhodanwasserstöffsäurewasserdampfgemisch auch direkt, d. h. ohne vorherige Kondensation, also in der Gasphase, zur Oxydation bringen. Ebenso kann man, falls erforderlich, die wäßrige Rhodanwasserstoffsäurelösung, gegebenenfalls unter Hindurchleiten eines unter den gewählten Arbeitsbedingungen nicht oxydierenden Gases, wie Stickstoff, Luft usw., wieder verdampfen und dieses Gasgemisch zur Oxydation bringen. Beispie12 Die Oxydation von Rhodanwasserstoffgas mittels Salpetersäure erfolgt in der Art, daß das durch Einwirkung von Schwefelsäure auf eine wäßrige Rhodanammoniumlösung in bekannter Weise, zweckmäßig im Vakuum, erzeugte Rhodanwasserstoffgas zusammen mit dem dabei abdestillierenden Wasserdampf durch eine auf entsprechende Temperatur erwärmte Vorlage mit Salpetersäure vom spez. Gewicht etwa 1,2- geleitet bzw. bei Unterdruck durchgesaugt wird, so daß sich in der Salpetersäure kein Wasser kondensiert. Das Rhodanwasserstoffgas reagiert augenblicklich mit der Salpetersäure unter Bildung von Schwefelsäure, Stickoxyd und Blausäure. Die gebildete Schwefelsäure sammelt sich restlos in der mit Salpetersäure beschickten Vorlage, während die Blausäure, das Stickoxyd und der mit dem Rhodanwasserstoffgas mitgeführte Wasserdampf entweichen. Aus dem Gasgemisch wird der Wasserdampf durch Kühlung ausgeschieden, die Blausäure durch Natronlauge absorbiert, während das Stickoxyd nach Durchgang durch die Natronlauge der Salpetersäureregenerationsanlage zugeleitet wird.
  • Auf diese Weise werden mit Sicherheit gi bis 930%a der theoretisch möglichen Menge an Blausäure vom angewandten Rhodanammonium erhalten. Beispiel 3 Die Oxydation von Rhodanwasserstoffgas mit nitrosen Gasen-erfolgt in der Art, daß das, wie im vorstehenden Beispiel angegeben, erzeugte Rhodanwasserstoffgas in eine Vorlage mit aufgesetzter Kolonne geleitet bzw. bei Unterdruck durchgesaugt wird, während in die Vorlage gleichzeitig das nitrose Gas, z. B. Stickstoffdioxyd, einströmt. Die Vorlage wird, wenn sie sich durch die Reaktionswärme nicht genügend erhitzt, so weit angewärmt, daß der mit dem Rhodanwasserstoffgas mitgeführte Wasserdampf in der Hauptmenge zusammen mit der gebildeten Blausäure dem entstandenen Stickoxyd und etwa überschüssigem NO, aus" der Kolonne entweicht. In einem angeschlossenen Kühler wird der" Wasserdampf verdichtet, -wobei gleichzeitig das überschüssige NO; als Salpetersäure zurückgehalten wird.
  • Die Blausäure und das Stickoxyd werden, wie @ im vorstehenden Beispiel angegeben, gewonnen bzw. regeneriert. Die in der Vorlage gebildete und aus der Kolonne in die Vorlage abfließende Schwefelsäure kann beliebigerVerwendung, z. B. der Umsetzung von Rhodanammonium in Rhodanwasserstoffsäure, nutzbar gemacht werden.
  • Die Ausbeute an Blausäure beträgt rund 9o o% der theoretischen Menge vom angewandten Rhodanwasserstoff.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Blausäure aus Rhodanammonium mittels Salpetersäure nach Patent 528 968, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammonrhodanid vor seiner Oxydation mittels Salpetersäure oder nitrosen Gasen mit Hilfe von anderen Säuren, wie z. B. Schwefelsäure, in Rhodanwasserstoffsäure übergeführt und diese von der Ammonsalzlösung abgetrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafi die Rhodanwasserstoftsäure, solange sie noch gasförmig ist, für sich oder in Mischung mit anderen Gasen mit Salpetersäure oder mit Salpetersäuredämpfen oder mit salpetriger Säure oder nitrosen Gasen zum Umsatz gebracht wird.
DEG76953D 1929-06-06 1929-07-15 Verfahren zur Herstellung von Blausaeure Expired DE530821C (de)

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DEG76953D DE530821C (de) 1929-06-06 1929-07-15 Verfahren zur Herstellung von Blausaeure

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DEG76618D DE528968C (de) 1929-06-06 1929-06-06 Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff durch Oxydation von Rhodanammonium mittels Salpetersaeure
DEG76624D DE509935C (de) 1929-06-07 1929-06-07 Verfahren zur Gewinnung von Cyanwasserstoff bzw. Cyanprodukten durch Oxydation von Rhodanammonlaugen mit Salpetersaeure
DEG76953D DE530821C (de) 1929-06-06 1929-07-15 Verfahren zur Herstellung von Blausaeure

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DEG76953D Expired DE530821C (de) 1929-06-06 1929-07-15 Verfahren zur Herstellung von Blausaeure

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