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DE1299222B - Photographisches Diffusionsverfahren - Google Patents

Photographisches Diffusionsverfahren

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Publication number
DE1299222B
DE1299222B DEI15522A DEI0015522A DE1299222B DE 1299222 B DE1299222 B DE 1299222B DE I15522 A DEI15522 A DE I15522A DE I0015522 A DEI0015522 A DE I0015522A DE 1299222 B DE1299222 B DE 1299222B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
developer
image
layer
dye
silver halide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI15522A
Other languages
English (en)
Inventor
Rogers Howard Gardner
Lutes Harriet Waterman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Polaroid Corp
Original Assignee
Polaroid Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Polaroid Corp filed Critical Polaroid Corp
Priority to DEI15522A priority Critical patent/DE1299222B/de
Publication of DE1299222B publication Critical patent/DE1299222B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/02Photosensitive materials characterised by the image-forming section
    • G03C8/08Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds
    • G03C8/10Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds of dyes or their precursors
    • G03C8/12Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds of dyes or their precursors characterised by the releasing mechanism
    • G03C8/14Oxidation of the chromogenic substances
    • G03C8/16Oxidation of the chromogenic substances initially diffusible in alkaline environment

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein photographisches Diffusionsverfahren, bei dem ein belichtetes, eine oder mehrere lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten enthaltendes Aufzeichnungsmaterial mit einer gegebenenfalls einen Farbstoffentwickler und gegebenenfalls eine zweite Entwicklersubstanz enthaltenden Entwicklerflüssigkeit entwickelt und mit einer Bildempfangsschicht in Berührung gebracht wird, wobei der bei der Entwicklung nicht oxydierte, bildmäßig verteilte Farbstoffentwickler aus den nicht belichteten Bildteilen auf die Bildempfangsschicht übertragen wird.
  • Es ist bekannt, farbige Ubertragungsbilder nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren herzustellen (vgl. die USA.-Patentschriften 2 559 643, 2 661293 und 2 698 798), wobei verschiedenartige Entwickler zur Anwendung gelangen.
  • Die deutsche Patentschrift 1 196075 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von ein- und mehrfarbigen Bildern nach einem Diffusionsverfahren, bei dem ein belichtetes lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial entwickelt, eine Bildempfangsschicht mit diesem lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial in Berührung gebracht wird und die bei der Entwicklung nicht oxydierten, bildmäßig verteilten, durch Hydroxyl-, Amino- oder substituierte Aminogruppen substituierten Farbstoffentwickler auf die Bildempfangsschicht übertragen werden. Gemäß dieser deutschen Patentschrift kann die Entwicklerlösung zusätzlich noch einen der bekannten photographischen Entwickler enthalten.
  • Die Farbstoffentwickler des vorstehend genannten Verfahrens sind Farbstoffe, die im gleichen Molekül funktionelle Gruppen zur Entwicklung von belichtetem Silberhalogenid sowie ein chromophores System eines Farbstoffs aufweisen. Eine besonders wertvolle Klasse derartiger Farbstoffentwickler sind diejenigen, die eine Hydrochinonylfunktion enthalten. Andere geeignete Entwickler dieser Art enthalten o-Dioxyphenyl- und o- und p-Aminooxyphenylgruppen. Beispiele für typische Farbstoffentwickler sind in den deutschen Patentschriften 1 196 075 und 1036 640 beschrieben.
  • Bei diesem Verfahren wird ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial, das eine Silberhalogenidemulsion enthält, belichtet und mit der flüssigen Behandlungslösung im Dunkeln benetzt und das belichtete lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial vor, bei oder nach dem Benetzen auf die Bildempfangsschicht gelegt. Die flüssige Behandlungslösung durchdringt die Emulsion und leitet die Entwicklung des darin enthaltenen durch die Belichtung erzeugten latenten Bildes ein. Der Farbstoffentwickler wird infolge der Entwicklung dieses latenten Bildes an den belichteten Stellen unlöslich, d. h. diffusionsfest gemacht. Dieses Unlöslichwerden ist einerseits auf eine Änderung der Löslichkeitseigenschaften des Farbstoffentwicklers bei Oxydation, insbesondere seiner Löslichkeit in alkalischen Lösungen, zurückzuführen und kann ferner teilweise auf einer Gerbwirkung des oxydierten Entwicklers auf die Emulsion beruhen. An unbelichteten und nur teilweise belichteten Stellen der Emulsionsschicht ist der Farbstoffentwickler nicht oxydiert und noch diffusionsfähig, so däß eine bildmäßige Verteilung des nicht oxydierten Farbstoffentwicklers in Abhängigkeit von der an den einzelnen Stellen erfolgten Belichtung der Silberhalogenidemulsionsschicht erhalten wird. Mindestens ein Teil dieses bildmäßig verteilten, nicht oxydierten Farbstoffentwicklers wird durch Diffusion in die darüberliegende Bildempfangsschicht übertragen, wobei der oxydierte Anteil des Farbstoffentwicklers von dieser Ubertragung ausgeschlossen ist. In das Bildempfangsmaterial diffundiert aus der entwickelten Emulsionsschicht die nicht oxydierte Farbstoffentwicklersubstanz unterschiedlich tief ein, ohne daß deren bildmäßige Verteilung erheblich gestört wird. Es entsteht ein positives Farbbild des entwickelten Bildes auf dem Bildempfangsmaterial. Die Bildempfangsschicht kann geeignete Mittel enthalten, um den nicht oxydierten Farbstoffentwickler zu fixieren. Wenn die Farbe der übertragenen Farbstoffentwicklersubstanz durch pH-Änderungen des Bildaufnahmeelementes beeinflußt wird, kann dieser pH-Wert in bekannter Weise so eingestellt werden, daß die gewünschte Farbe entsteht. Das positive Bild wird freigelegt, indem das Bildempfangsblatt nach Beendigung der Diffusion vom lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial abgezogen wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist, ein Entwicklerfarbstofh diffusionsverfahren anzugeben, das farbige Übertragungsbilder mit verbessertem Kontrast, verbesserter Dichte und verbesserter Farbtrennung liefert.
  • Der Gegenstand der Erfindung geht von einem photographischen Diffusionsverfahren, bei dem ein belichtetes, eine oder mehrere lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten enthaltendes Aufzeichnungsmaterial mit einer gegebenenfalls einen Farbstoffentwickler und gegebenenfalls eine zweite Entwicklersubstanz enthaltenden Entwicklerflüssigkeit entwickelt und mit einer Bildempfangsschicht in Berührung gebracht wird, wobei der bei der Entwicklung nicht oxydierte, bildmäßig verteilte Farb-Stoffentwickler aus den nicht belichteten Bildteilen auf die Bildempfangsschicht übertragen wird, aus und ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, die zusätzlich ein 3-Pyrazolidonderivat enthält.
  • Durch die Erfindung wird erreicht, daß bei mit Farbstoffentwicklern arbeitenden Diffusionsverfahren in Gegenwart eines 3-Pyrazolidonderivats in der Entwicklermischung Farbübertragungsbilder mit verbessertem Kontrast, verbesserter Dichte, verbesserter Wiedergabe der Spitzlichter und - bei mehrfarbigen Bildern - verbesserter Farbtrennung erhalten werden.
  • Der Erfindungsgegenstand wird im folgenden in Verbindung mit der Zeichnung erläutert F i g. 1 zeigt in einem Querschnitt die Verarbeitung einer Silberhalogenidemulsionsschicht zu einem monochromatischen Übertragungsbild. Ein belichtetes lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial 10, das aus einem Schichtträger 12 und einer Silberhalogenidemulsionsschicht 14 besteht, wird mit dem Entwicklergemisch 16 behandelt, während es sich auf einem Bildempfangsmaterial1S befindet, das aus einem Schichtträger 22 und einer Bildempfangsschicht 20 besteht. Die Entwicklermischung besteht aus der Farbstoffentwicklersubstanz, der zweiten Entwicklersubstanz und dem Pyrazolidonderivat. Die Entwicklermischung durchdringt die Silberhalogenidemulsionsschicht 14 und verteilt die Farbstoffentwicklersubstanz gleichmäßig in derselben. An belichteten Stellen der Silberhalogenidemulsionsschicht 14 wird der Farbstoffentwickler infolge der Entwicklung des latenten Bildes diffusionsfest gemacht. An unbelichteten Stellen bleibt der Farbstöffentwickler beweglich, so daß eine bildmäßige Verteilung der beweglichen Farbstoffentwicklerteilchen, die der Ubertragung auf die darüberliegende Bildempfangsschicht 20 zugänglich sind, erfolgt. Das Bildempfangsmaterial18 wird von dem daraufliegenden lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial 10 getrennt, nachdem mindestens ein Teil des Farbstoffentwicklers in bildmäßiger Verteilung übertragen worden ist.
  • F i g. 2 zeigt in einem Querschnitt die Verarbeitung eines photographischen Materials, das aus einem mehrschichtigen lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial, einem Bildempfangsblatt und einem entfernbaren Behälter mit der Entwicklermischung besteht.
  • Der Schichtträger 66 trägt eine Schicht 54, die einen blauen Farbstoffentwickler enthält, eine Schicht 62 aus einer rotempfindlichen Silberhalogenidemulsion, eine Trennschicht 60, z. B. aus Gelatine oder Polvinylalkohol, eine Schicht 58, die einen Purpur-Farbstoffentwickler enthält, eine Schicht 56 aus einer grünempfindlichen Silberhalogenidemulsion, eine Trennschicht 54, eine Schicht 52, die einen Gelb-Farbstoffentwickler enthält, und eine äußerste Schicht 50 aus einer blauempfindlichen Silberhalogenidemulsion. Unter Umständen kann es erwünscht sein, ein Gelbfilter vor der grünempfindlichen Emulsionsschicht anzubringen; ein solches Gelbfilter kann der Trennschicht einverleibt werden. Wenn der Gelb-Farbstoffentwickler die geeignete Farbe besitzt und so als Gelbfilter wirken kann, kann das zusätzliche Gelbfilter entfallen.
  • In F i g. 2 ist das mehrschichtige lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial 46 noch von dem Bildempfangsblatt 40 (wie z. B. während der Belichtung) getrennt, das einen zerbrechbaren Behälter 48 mit der Entwicklermischung trägt. Das Bildempfangsblatt besteht aus einem Schichtträger 42 und einer Bildempfangsschicht 44. Nach dem Belichten wird das Bildempfangsblatt 40 über das mehrschichtige lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial 46 gelegt und der zerbrechbare Behälter 48 durch Druckanwendung, z. B. durch Hindurchführen zwischen ein (nicht gezeigtes) Walzenpaar, zerbrochen, wodurch sich eine Schicht der flüssigen Entwicklermischung zwischen den übereinanderliegenden Materialien ausbreitet. Nach einer angemessenen Durchdringungszeit, während der mindestens ein Teil des an den unbelichteten Stellen von jeder der Emulsion befindlichen diffusionsfähigen Farbstoffentwicklers auf das darüberliegende Bildempfangsmaterial übertragen wird, wird letzteres unter Freilegung des Bildes abgetrennt. Obwohl bei der in F i g. 2 gezeigten Ausführungsform die zweite Entwicklersubstanz und das 3-Pyrazolidonderivat in dem zerbrechbaren Behälter 48 enthalten sind, kann eine dieser Entwicklersubstanzen oder können auch beide von Anfang an in entsprechenden Schichten des mehrschichtigen lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterials enthalten sein, z. B. in einer Emulsionsschicht und/oder in einer Schicht, die einen Farbstoffentwickler enthält. Ferner kann ein Teil einer Entwicklersubstanz oder beide der genannten Entwicklersubstanzen in dem (entweder einfarbigen oder vielfarbigen) lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial und der Rest in der Entwicklermischung vorliegen. Das erfindungsgemäß in der Farbstoffentwicklerflüssigkeit verwendete 3-Pyrazolidonderivat wird durch folgende Strukturformel wiedergegeben: in der R1, R2, R3, R-1 und R5 Substituenten, wie Wasserstoff, Aryl- oder Alkylgruppen, einschließlich substituierter Alkyl- und Arylgruppen, bedeuten. Die Alkylgruppen enthalten bevorzugt 1 bis 4 Kohlenstoffatome. Eine große Anzahl von Entwicklern dieser Klasse sind in der Literatur beschrieben (vergleiche z. B. die USA.-'Patentschriften 2 289 357 und 2 731 300). Eine besonders wertvolle Entwicklersubstanz dieser Art ist 1-Phenyl-3-gyrazolidon.
  • Die zweite in der Entwicklerflüssigkeit verwendete Entwicklersubstanz kann als benzoide Entwicklersubstanz bezeichnet werden. Im allgemeinen enthalten Entwicklersubstanzen dieser Art einen in o-oder p-Stellung zueinander durch Hydroxyl- und/ oder Aminogruppen, einschließlich substituierter Aminogruppen, substituierten Benzolkern, und dieser Kern kann außerdem andere kernständige Substituenten tragen, z. B. Alkyl-, Aryl-, Arylthiogruppen usw. Als Beispiele für geeignete Entwicklersubstanzen dieser Gruppen seien genannt: 1. 2,4-Diaminophenol, 2. Toluhydrochinon, 3. 2,5-Bis-äthyleniminohydrochinon, 4. p-Benzylaminophenol, 5. p-Anilinophenol, 6. Xylohydrochinon, 7. p-Toluthiohydrochinon, 8. 2-Amino-4-phenylphenol, 9. 5,8-Dihydro-1,4-naphthohydrochinon, 10. o-Toluthiohydrochinon, 11. 5,6,7,8-Tetrahydro-1,4-naphthohydrochinon, 12. 2-Methoxy-4-aminophenol, 13. Phenylhydrochinon, 14. p-Aminophenylhydrochinon, 15. 4-Amino-3-äthylphenol, 16. 4-Amino-3,5-dimethylphenol, 17. 4-Amino-2,3-dimethylphenol, 18. 4-Amino-2,5-dimethylphenol, 19. 6-Aminothymol, 20. Thymolhydrochinon, 21. 2,6-Dimethylhydrochinon.
  • Erfindungsgemäß kann auch eine Entwicklermischung angewendet werden, die zwei oder mehrere der vorstehend aufgeführten Entwicklersubstanzen enthält. Ein Beispiel für eine solche Kombination besteht aus 1-Phenyl-3-pyrazolidon, Toluhydrochinon und 2,4-Diaminophenol.
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird als zweite Entwicklersubstanz eine Entwicklersubstanz der Benzolreihe, die in o- und p-Stellung zueinander Hydroxyl-, Amino- oder substituierte Aminogruppen enthält, verwendet.
  • Die bei den erfindungsgemäßen Verfahren angewendeten Farbstoffentwickler können dem lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial z. B. in, auf oder hinter einer Silberhalogenidemulsionsschicht einverleibt werden, oder sie können als Bestandteil der flüssigen Entwicklermischung dienen oder in dem Bildempfangsmaterial enthalten sein, wenn einfarbige Bilder erwünscht sind. Der Farbstoffentwickler ist bevorzugt in einer Schicht vor oder hinter der Silberhalogenidemulsionsschicht enthalten und kann in einer Beschichtungsflüssigkeit, die etwa 0,5 bis 8 Gewichtsprozent Farbstoffentwickler enthält, als Schicht aufgebracht werden, wenn der Farbstoff entwickler als Bestandteil der flüssigen Entwicklermischung angewandt wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein Aufzeichnungsmaterial verwendet, das zwei oder mehrere übereinander angeordnete lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten enthält, wobei jede dieser Emulsionsschichten selektiv gegenüber verschiedenen Teilen des Spektrums sensibilisiert und der Farbstoffentwickler in jeder dieser Emulsionsschichten enthalten ist.
  • Mehrfarbige Bilder können erhalten werden, indem eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht verwendet wird, die aus mindestens zwei Arten von selektiv sensibilisierten, winzigen lichtempfindlichen Teilchen besteht, die in der Form eines lichtempfindlichen Rasternetzes angeordnet sind. Ubertragungsverfahren dieser Art sind in der deutschen Patentschrift 1066'092 beschrieben.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein Aufzeichnungsmaterial verwendet, das eine gegenüber verschiedenen Teilen des Spektrums sensibilisierte Mischkornemulsionsschicht enthält.
  • Das 3-Pyrazolidonderivat und die zweite Entwicklersubstanz können nicht nur als Bestandteile der flüssigen Entwicklermischung verwendet werden, sondern eine dieser Entwicklersubstanzen kann auch in der den Farbstoffentwickler enthaltenden Schicht oder in der Silberhalogenidemulsion angewendet werden. So kann eine dieser Entwicklersubstanzen in der flüssigen Entwicklermischung und die andere in der Silberhalogenidemulsion oder in der den Farbstoffentwickler aufweisenden Schicht enthalten sein.
  • Es wird angenommen, daß die bevorzugte Oxydation und das damit verbundene Diffusionsfestwerden des Farbstoffentwicklers darauf zurückzuführen sind, daß er das am wenigsten lösliche Oxydationsprodukt bildet und daß der Farbstoffentwickler als Folge einer Reaktion, z. B. einer Energieübertragungsreaktion, mit dem Oxydationsprodukt einer Entwicklungseinheit des 3-Pyrazolidonderivats oder der zweiten Entwicklersubstanz oxydiert und unbeweglich gemacht werden kann, wobei die letzteren Entwicklersubstanzen direkt durch Entwickeln des belichteten Silberhalogenids oxydiert werden. Eine solche Umsetzung von oxydierten Entwicklersubstanzen mit nicht oxydiertem Farbstoffentwickler würde die ersteren zur weiteren Umsetzung mit belichtetem Silberhalogenid regenerieren.
  • Die erfindungsgemäß verwendete Entwicklerflüssigkeit enthält mindestens eine wäßrige Lösung einer alkalischen Verbindung, z. B. Diäthylamin, Natriumhydroxyd oder Natriumcarbonat. Da die flüssige Entwicklermischung auf die Silberhalogenidemulsion als verhältnismäßig dünne, gleichmäßige Schicht aufgebracht werden soll, kann sie eine die Viskosität erhöhende Verbindung enthalten, die aus einem Bindemittel besteht und nach dem Ausbreiten und Trocknen der Mischung eine verhältnismäßig feste und beständige Schicht bildet. Bevorzugt wird ein filmbildendes Polymerisat, z. B. ein polymerer, wasserlöslicher Äther, das gegenüber einer alkalischen Lösung inert ist, so z. B. eine Hydroxyäthylcellulose oder Natriumcarboxymethylcellulose. Andere Bindemittel oder Verdickungsmittel, deren Fähigkeit zur Erhöhung der Viskosität praktisch unbeeinflußt bleibt, wenn sie lange Zeit in Lösung sind, können ebenfalls verwendet werden. Das Bindemittel ist in der Entwicklermischung bevorzugt in solchen Mengen enthalten, daß es dieser Mischung eine Viskosität von mehr als 1000 cP bei ungefähr 24"C, bevorzugt etwa 1000 bis 200 000 eP, verleiht. Unter bestimmten Umständen kann es erwünscht sein, eine flüssige Entwicklermischung auf das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial vor der Belichtung gemäß dem in der deutschen Patentschrift 1020 865 beschriebenen Verfahren aufzubringen.
  • Die Erfindung kann auch ohne Anwendung eines Bindemittels in der flüssigen Entwicklermischung erfolgreich ausgeführt werden.
  • Die Farbstoffentwicklersubstanzen werden bevorzugt nach ihrer Fähigkeit ausgewählt, Farben zu liefern, die bei der Ausführung der subtraktiven Farbenphotographie verwendet werden können, d. h. Cyanblau, Purpurrot und Gelb. Auch die Verwendung von Gemischen von Farbstoffentwicklern - um eine gewünschte Farbe, z. B. Schwarz, zu erhalten - ist möglich.
  • Bei allen Ausführungsformen der Erfindung wird bevorzugt von der Emulsionsseite her belichtet. Es ist deshalb erwünscht, das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial und das Bildempfangsmaterial an einem Ende durch geeignete Befestigungsmittel in solcher Weise zusammenzuhalten, daß das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial und das Bildempfangsmaterial während der Belichtung aus ihrer übereinanderliegenden Stellung auseinandergeklappt werden können. Eine zur Verarbeitung von Rollfilm dieser Art geeignete photographische Kamera ist Gegenstand der USA.-Patentschrift 2 435 717.
  • Zerbrechbare Behälter, wie der in F i g. 2 gezeigte, sind z. B. aus den USA: Patentschriften 2 543 181 und 2 643 886 bekannt.
  • Das Bildempfangsmaterial besteht aus einer Bildempfangsschicht aus undurchsichtigem oder durchsichtigem Material, das flüssigkeitsdurchlässig und aus alkalischen Lösungen färbbar ist. Das Bildempfangsmaterial kann jedoch auch aus einem Schichtträger bestehen, auf dem sich mindestens eine flüssigkeitsdurchlässige und färbbare Schicht befindet. Der Schichtträger kann eine erste wasserundurchlässige Schicht tragen, auf die die Bildempfangsschicht aus durchlässigem und färbbarem Material aufgebracht ist.
  • Ein bevorzugtes Material für die Bildempfangsschicht ist Polyamid, bevorzugt N-Methoxymethylpoiyhexamethylenadipinsäureamid. Andere für Bildempfangsschichten geeignete Substanzen sind teilweise hydrolysiertes Polyvinylacetat, Polyvinylalkohol in Gegenwart oder Abwesenheit von Weichmachern, Barytpapier, Celluloseacetat mit Füllstoffen.
  • Bei der Verwendung von bestimmten Pyrazolonderivaten kann eine vorübergehende Fleckenbildung auf der Bildempfangsschicht zu beobachten sein. Diese Flecken verschwinden innerhalb kurzer Zeit oder können sofort durch Waschen oder Spülen mit einer schwach sauren Lösung entfernt werden. Eine solche vorübergehende Fleckenbildung kann ausgeschaltet werden, wenn die Entwicklersubstanzen dem lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial, z. B. der Emulsionsschicht oder einer Schicht hinter der Emulsionsschicht, einverleibt werden.
  • In den nachfolgenden Beispielen beziehen sich die Prozentangaben der Bestandteile auf das Gewicht. Beispiel 1 Dieses Beispiel erläutert die Ergebnisse, die bei Einfarbenverfahren erfindungsgemäß erzielt werden können, wobei der Farbstoffentwickler in der Entwicklermischung angewendet wird.
  • Ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial wird in gleicher Weise wie im Beispiel 44 der deutschen Patentschrift 1036 640 hergestellt. Eine Bildempfangsschicht aus Polyvinylalkohol wird auf einen Schichtträger aufgebracht, anschließend eine Abziehschicht und eine Silberhalogenidemulsionsschicht. Das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial wird belichtet und mit einer wäßrigen Entwicklerflüssigkeit behandelt, die folgende Bestandteile enthält:
    Natriumcarboxymetliylcellulose ........ 4,50/0
    Natriumhydroxyd .................... 4,0%
    Kaliumbromid ...................... 0,20/0
    Natriumcarbonat..................... 4,0%
    1-Phenyl-3-pyrazolidon ............... 0,20/()
    2,5-Bis-äthyleniminohydrochinon ...... 0,30/,)
    5-Amino-4-(2',5'-dimethoxy-4'-[p-(2",5"-
    dioxyphenyl)-plienylazo]-phenylazo)-
    1-naphthol........................ 5,00/0
    Das Bildempfangsmaterial wird nach 2 Minuten Einwirkungszeit abgetrennt und zur Entfernung aller Spuren der Entwicklerflüssigkeit kurz gewaschen. Das erzielte bräunlichschwarze Positivbild ist wesentlich besser als das unter den gleichen Bedingungen bei Verwendung einer gleichen Entwicklerflüssigkeit, die kein 2,5-Bis-äthyleniminohydrochinon aufweist, erhaltene. Das Bild hat erheblich größere Dichte und höheren Kontrast wie auch bedeutend reinere Spitzlichter. Beispiel 2 Das folgende Beispiel zeigt die Ergebnisse, die mit Mehrfarben-Diffusionsverfahren gemäß der Erfindung erhalten werden.
  • Ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial aus mehreren zusammenhängenden Schichten, ähnlich wie das in F i g. 2 gezeigte, wird in gleicher Weise wie im Beispiel 2 der deutschen Patentschrift 1 151 176 hergestellt. Dieses lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial besteht aus den folgenden Schichten, die in der angegebenen Reihenfolge auf einen geeigneten Schichtträger, z. B. einen mit einer Gelatine-Haftschicht versehenen Schichtträger, aufgebracht werden 1. eine Schicht aus einem Cyanblau-Farbstoff entwickler, nämlich 1,4-Bis-[ii-(2',5'-dioxyphenyl)-propylamino]-anthrachinon, 2. eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, ' 3. eine Polyvinylalkoholschicht als Trennschicht, 4. eine Schicht aus einem Purpur-Farbstoffentwickler, nämlich 2-[p-2',5'-dioxyphenäthyl)-phenylazo]-4-n-propox%,-1-naphthol, 5. eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, 6. eine Polyvinylalkoholschicht als Trennschicht, 7. eine Schicht aus einem Gelb-Farbstofferitwlckler, nämlich 1-Phenyl-3-N-n-hexylcarboxamido-4-[p-(2",5"-dioxyphenäthyl)-phenylazo]-5-pyrazolon, B. eine blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht.
  • Die Wirkung des Zusatzes verschiedener Entwicklersubstanzen kann unter Verwendung einer wäßrigen Entwicklerlösung, die folgende Bestandteile enthält:
    Natriumcarboxymethylcellulose ........ 4,5°/o
    Natriumhydroxyd .................... 3,0%
    und der eine geeignete Menge der zu untersuchenden Entwicklersubstanz zugesetzt wird, festgestellt werden.
  • Zur Untersuchung der Wirkung jeder Entwicklersubstanz wird das obige lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial belichtet und dann in Verbindung mit einem daraufliegenden Bildempfangsmaterial, das aus einer Schicht von N-Methoxymethylpolyhexamethylenadipinsä ureamid und einem mit Cellutoseacetat überzogenem Barytpapier als Schichtträger besteht, weiterverarbeitet. Das Bildempfangsmaterial wird nach einer Durchdringungszeit von ungefähr 6 Minuten von der lichtempfindlichen Schicht abgezogen.
  • Eine Reihe von Versuchen wurde ausgeführt, bei denen die folgenden Mengen an Entwickler in der Entwicklerflüssigkeit enthalten waren:
    Versuch 1: 1-Plienyl-3-pyrazolidon ....... 1,00/0
    Versuch 2: 2,5-Bis-äthyleniminohydro-
    chinon ..................... 1,0%
    Versuch 3: p-Benzylaminophenol ........ 1,00/0
    Versuch 4: 1-Phenyl-3-pyrazolidon ....... 0,60/0
    p-Benzylaminophenol ........ 0,40/0
    Versuch 5: 1-Phenyl-3-pyrazolidon ....... 0,60/0
    2,5-Bis-äthyleniminohydro-
    chinon ..................... 0,4"/o
    Versuch 6: 1-Plienyl-4,4-dimethyl-
    3-pyrazolidon ................ 0,6"/o
    5,6,7,8-Tetrahydro-1,4-napht.ho-
    hydrochinon................. 0,20/0
    Ein Vergleich der bei den obigen Versuchen erhaltenen positiven mehrfarbigen Ubertragungsbilder zeigt, daß die bei den Versuchen 4 und 5 mit einer Kombination von Entwicklersubstanzen, von denen eine ein 3-Pyrazolidonderivat ist, erhaltenen Bilder eine deutlich überlegene Farbtrennung, erhöhte Dichte, verbesserte Schwarz- und Grautöne und reinere Spitzlichter zeigten als die bei den Versuchen 1, 2 und 3 bei getrennter Verwendung der gleichen Entwicklersubstanzen erhaltenen Bilder. Das bei Versuch 6 erhaltene positive Bild zeigt die erwähnten überlegenen Eigenschaften im Vergleich zu Bildern, die nur mit einem 3-Pyrazolidonderivat erhalten wurden.
  • Die Menge des bei den Versuchen 1 bis 5 zugesetzten Entwicklers wurde konstant bei l0/0 gehalten. Dies zeigt, daß die erhaltenen verbesserten Ergebnisse der vorgenommenen Kombination der Entwicklersubstanzen zuzuschreiben sind und nicht etwa einer Änderung ihrer Menge.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Photographisches Diffusionsverfahren, bei dem ein belichtetes, eine oder mehrere lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten enthaltendes Aufzeichnungsmaterial mit einer gegebenenfalls einen Farbstoffentwickler und gegebenenfalls eine zweite Entwicklersubstanz enthaltenden Entwicklerflüssigkeit entwickelt und mit einer Bildempfangsschicht in Berührung gebracht wird, wobei der bei der Entwicklung nicht oxydierte, bildmäßig verteilte Farbstoffentwickler aus den nicht belichteten Bildteilen auf die Bildempfangsschicht übertragen wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß eine ,Entwicklerflüssigkeit verwendet wird, die ein 3-Pyrazolidonderivat enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als zweite Entwicklersubstanz eine Entwicklersubstanz der Benzolreihe, die in o- und p-Stellung zueinander Hydroxyl-, Amino-oder substituierte Aminogruppen enthält, verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufzeichnungsmaterial verwendet wird, das zwei oder mehrere übereinander angeordnete lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten enthält, wobei jede dieser Emulsionsschichten selektiv gegenüber verschiedenen Teilen des Spektrums sensibilisiert und der Farbstoffentwickler in jeder dieser Emulsionsschichten enthalten ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufzeichnungsmaterial verwendet wird, das eine gegenüber verschiedenen Teilen des Spektrums sensibilisierte Silberhalogenid-Mischkornemulsionsschicht enthält.
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