DE1129371B - Photographischer Farbstoffentwickler zur Herstellung farbiger Bilder, insbesondere fuer das Diffusionsuebertragungs-verfahren - Google Patents
Photographischer Farbstoffentwickler zur Herstellung farbiger Bilder, insbesondere fuer das Diffusionsuebertragungs-verfahrenInfo
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- DE1129371B DE1129371B DEI15383A DEI0015383A DE1129371B DE 1129371 B DE1129371 B DE 1129371B DE I15383 A DEI15383 A DE I15383A DE I0015383 A DEI0015383 A DE I0015383A DE 1129371 B DE1129371 B DE 1129371B
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- G03C8/00—Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
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Description
Die Erfindung betrifft photographische Farbstoffentwickler für die Entwicklung lichtempfindlicher
Silberhalogenidmaterialien zur Herstellung farbiger Bilder und besonders Farbstoffentwickler für das
Diffusionsübertragungsverfahren.
Die vorgeschlagenen neuartigen Farbstoffentwickler sind befähigt, ein negatives Bild zu entwickeln, das
dann auf ein darüber angeordnetes Bildempfangsmaterial unter Bildung eines farbigen Positivs übertragen
werden kann.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen neuartigen photographischen Entwicklersubstanzen besitzen die
Eigenschaften sowohl eines Farbstoffs als auch die einer Entwicklersubstanz, so daß sie als Farbstoffentwicklersubstanzen
bezeichnet werden können.
Es wurden schon Diffusionsübertragungsumkehrverfahren vorgeschlagen, bei denen ein photographisches
Negativmaterial, z. B. ein photographisches Material aus einer belichteten, ein latentes Bild enthaltenden
Silberhalogenidemulsionsschicht, mit Hufe eines Farbstoffentwicklers behandelt wird, um auf
einem Bildempfangsmaterial ein umgekehrtes, positives Farbstoffbild zu erzeugen, indem in diese Emulsionsschicht
eine geeignete flüssige Entwicklerlösung eingesaugt und die Emulsionsschicht mit einer geeigneten
Bildempfangsschicht in Berührung gebracht wird. Die Erfindung behandelt ganz bestimmte Farbstoffentwickler,
die insbesondere bei einem derartigen Verfahren verwendet werden können.
Bei der Verwendung eines solchen Entwicklers der Erfindung wird ein lichtempfindliches Material, das
eine Silberhalogenidemulsion aufweist, belichtet und mit einem flüssigen Entwickler, z. B. durch Eintauchen,
Überziehen, Ausbreiten, Darüberfließenlassen u. dgl., im Dunkeln durchfeuchtet, worauf das
lichtempfindliche Material vor, während oder nach dem Durchfeuchten mit einem blattartigen Bildempfangsmaterial
in Berührung gebracht wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform enthält das lichtempfindliche
Material eine Schicht des Farbstoffentwicklers, wobei der flüssige Entwickler auf das
lichtempfindliche Material in einer gleichmäßigen Schicht aufgetragen wird, wenn das lichtempfindliche
Material mit einem Bildempfangsmaterial in Berührung steht. Es liegt auch innerhalb des Erfindungsbereiches,
das flüssige Behandlungsmittel vor der Belichtung nach einem Verfahren aufzutragen, das
in der deutschen Patentschrift 1 020 865 erläutert ist. Das flüssige Entwicklungsmittel durchdringt die
Emulsion zwecks Lösens einer nahezu gleichmäßig darin verteilten Farbstoffentwicklersubstanz. Bei der
Entwicklung des latenten Bildes wird das Oxydations-Photographischer
Farbstoffentwickler
zur Herstellung farbiger Bilder,
insbesondere für das Diffusionsübertragungsverfahren
insbesondere für das Diffusionsübertragungsverfahren
Anmelder:
International Polaroid Corporation,
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Grunewald,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. September 1957
(Nr. 685 066 und Nr. 685 081)
Elkan Rogers Blout, Belmont, Mass.,
Howard Gardner Rogers, Weston, Mass.,
Myron Sydney Simon, Newton Centre, Mass.,
und Milton Green, Newton Highlands, Mass.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
produkt der Farbstoffentwicklersubstanz diffusionsfest gemacht oder in situ mit dem entwickelten Silber
abgeschieden, so daß eine bildmäßige Verteilung der in dem flüssigen Entwickler gelösten nicht oxydierten
Farbstoffentwicklersubstanz erzielt wird. Die Erzielung der piffusionsfestigkeit ist mindestens teilweise
auf eine Änderung der Löslichkeitseigenschaften der Farbstoffentwicklersubstanz bei der Oxydation, besonders
im Hinblick auf deren Löslichkeit in alkalischen Lösungen, zurückzuführen. Teilweise kann dies auch
auf eine gerbende Wirkung der oxydierten Entwicklersubstanz auf die Emulsion zurückzuführen sein.
Mindestens ein Teil der bildmäßig verteilten nicht oxydierten Farbstoffentwicklersubstanz wird durch
Diffusion auf eine darüber angeordnete Bildempfangsschicht übertragen, wobei von dieser Übertragung
Silber oder oxydierter Farbstoffentwickler praktisch ausgeschlossen ist. Unter gewissen Umständen kann
die Schicht des flüssigen Entwicklers als Bildempfangsschicht verwendet werden. Letztere empfängt aus der
209 57J/237
enthalten. Zu geeigneten unterstützenden oder beschleunigenden Entwicklersubstanzen gehören Hydrochinon,
Metol, Amidol, Benzylaminophenol oder ein 3-Pyrazolidon, z. B. l-Phenyl-3-pyrazolidon, u. dgl.
5 Die vorzugsweise verwendete unterstützende Entwicklersubstanzist
l-Phenyl-3-pyrazolidon (Phenidon). Die verwendete zusätzliche Entwicklersubstanz kann
in dem lichtempfindlichen Material angeordnet werden. Wenn das flüssige Behandlungsmittel durch
Materialien oder Verdickungsmittel, deren viskositätserhöhende Eigenschaften bei längerem Lagern in
Lösung nicht beeinträchtigt werden, verwendet werden. Die neuartigen Farbstoffentwicklersubstanzen der
Erfindung werden durch die Formel
Zn
Emulsion eine abgestufte Diffusion von nicht oxydierter Farbstoffentwicklersubstanz unter Bildung
eines umgekehrten oder positiv gefärbten Bildes des
entwickelten Bildes, ohne daß die bildmäßige Verteilung der nicht oxydierten Farbstoffentwicklersubstanz
merklich beeinträchtigt wird. Das Bildempfangsmaterial kann Mittel enthalten, die die diffundierte
nicht oxydierte Farbstoffentwicklersubstanz beizen
oder anderweitig festlegen. Falls die Farbe des diffundierten Farbstoffentwicklers durch eine Änderung io Ausbreiten, vorzugsweise in einer verhältnismäßig des pH-Wertes in dem Bildempfangsmaterial beein- dünnen, gleichmäßigen Schicht, auf die Emulsion flußt wird, kann dieser pH-Wert zwecks Erzielung aufgetragen werden soll, kann zu ihm auch eine eines pH-Wertes, der für die gewünschte Farbe erfor- Viskositätserhöhende Verbindung gehören, die aus derlich ist, nach bekannten Verfahren eingestellt einem filmbildenden Material besteht, das nach dem werden. Es haben sich Durchdringungszeiten von 15 Ausbreiten und Trocknen des Mittels einen verhältnisetwa 1 Minute als günstig erwiesen, wobei jedoch mäßig festen und beständigen Film bildet. Ein bevordie Berührungszeit gegebenenfalls eingestellt werden zugtes filmbildendes Material ist ein hochmolekulares kann, um ein Abweichen der Temperatur oder Polymerisat, z. B. ein polymerer, wasserlöslicher und anderer Bedingungen auszugleichen. Am Ende der gegen alkalische Lösungen inerter Äther, z. B. Durchdringungszeit wird das gewünschte Positivbild 20 Hydroxyäthylcellulose oder Natriumearboxyrnethyldurch Abziehen des Bildempfangselements von dem cellulose. Es können aber auch andere filmbildende lichtempfindlichen Material freigelegt.
eines umgekehrten oder positiv gefärbten Bildes des
entwickelten Bildes, ohne daß die bildmäßige Verteilung der nicht oxydierten Farbstoffentwicklersubstanz
merklich beeinträchtigt wird. Das Bildempfangsmaterial kann Mittel enthalten, die die diffundierte
nicht oxydierte Farbstoffentwicklersubstanz beizen
oder anderweitig festlegen. Falls die Farbe des diffundierten Farbstoffentwicklers durch eine Änderung io Ausbreiten, vorzugsweise in einer verhältnismäßig des pH-Wertes in dem Bildempfangsmaterial beein- dünnen, gleichmäßigen Schicht, auf die Emulsion flußt wird, kann dieser pH-Wert zwecks Erzielung aufgetragen werden soll, kann zu ihm auch eine eines pH-Wertes, der für die gewünschte Farbe erfor- Viskositätserhöhende Verbindung gehören, die aus derlich ist, nach bekannten Verfahren eingestellt einem filmbildenden Material besteht, das nach dem werden. Es haben sich Durchdringungszeiten von 15 Ausbreiten und Trocknen des Mittels einen verhältnisetwa 1 Minute als günstig erwiesen, wobei jedoch mäßig festen und beständigen Film bildet. Ein bevordie Berührungszeit gegebenenfalls eingestellt werden zugtes filmbildendes Material ist ein hochmolekulares kann, um ein Abweichen der Temperatur oder Polymerisat, z. B. ein polymerer, wasserlöslicher und anderer Bedingungen auszugleichen. Am Ende der gegen alkalische Lösungen inerter Äther, z. B. Durchdringungszeit wird das gewünschte Positivbild 20 Hydroxyäthylcellulose oder Natriumearboxyrnethyldurch Abziehen des Bildempfangselements von dem cellulose. Es können aber auch andere filmbildende lichtempfindlichen Material freigelegt.
Die Farbstoffentwicklersubstanzen der Erfindung
können in dem lichtempfindlichen Material, z. B.
in, auf oder hinter der Silberhalogenidemulsion, oder 25
in dem Bildempfangsmaterial oder in einem flüssigen
Behandlungsmittel verwendet werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Überzug oder eine
Schicht der Farbstoffentwicklersubstanz hinter der
Silberhalogenidemulsion angeordnet, d. h. auf der 30
Emulsionsseite, die bei der Belichtung der Emulsion
am weitesten von dem aufgenommenen Gegenstand
entfernt ist und die vorzugsweise auch am weitesten
von der Bildempfangsschicht entfernt ist, wenn diese
darauf angeordnet wird. Wenn — wie bei einer bevor- 35 dargestellt, in der Ar ein Arylkern, z. B. ein Benzolzugten Ausführungsform — die Farbstoffentwickler- oder Naphthalinkern, jedes Z eine Alkoxygruppe substanz hinter der Emulsionsschicht angeordnet und vorzugsweise eine niedere Alkoxygruppe, z.B. wird, wird ein vorteilhafter erhöhter Kontrast in dem eine Methoxy-, Äthoxygruppe od. dgl., eine Alkyl-Positivbild erzielt und auch jede lichtfilternde Wirkung gruppe und vorzugsweise eine niedere Alkylgruppe, durch den gefärbten Farbstoffentwickler verringert. 4° z. B. eine Methyl-, Äthylgruppe od. dgl., eine Hy-Bei dieser bevorzugten Ausführungsform kann die droxylgruppe oder eine Halogengruppe, z. B. Chlor, Schicht der Farbstoffentwicklersubstanz mit Hilfe ist, m 0 oder 1, κ 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis einer Überzugslösung aufgetragen werden, die etwa einschließlich 4, ρ 1 oder 2, R eine Alkylengruppe, 0,5 bis 8 Gewichtsprozent der Farbstoffentwickler- Y eine p-Dihydroxyphenyl- oder eine o-Dihydroxysubstanz enthält. Ähnliche Konzentrationen können 45 phenylgruppe oder ein alkyl- oder halogensubstituverwendet werden, wenn die Farbstoffentwickler- iertes Derivat derselben ist und Xa und Xt jeweils substanz als Bestandteil des flüssigen, später den Reste eines Kupplungsbestandteils sind, wobei die Entwickler bildenden Behandlungsmittels verwendet Kupplungsbestandteile gleich oder verschieden sein wird, wobei in gewissen Fällen bereits Konzentra- können. Der in Verbindung mit der obigen Formel tionen von nur 0,2 % in dem flüssigen Behandlungs- 50 und später verwendete Ausdruck »Kupplungsbestandmittel geeignet sind. teil« soll eine Verbindung bezeichnen, die mit einem Das obengenannte flüssige Behandlungsmittel be- Diazoniumsalz, d. h. einem Azokuppler, gekuppelt steht aus mindestens einer wäßrigen Lösung einer werden kann.
können in dem lichtempfindlichen Material, z. B.
in, auf oder hinter der Silberhalogenidemulsion, oder 25
in dem Bildempfangsmaterial oder in einem flüssigen
Behandlungsmittel verwendet werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Überzug oder eine
Schicht der Farbstoffentwicklersubstanz hinter der
Silberhalogenidemulsion angeordnet, d. h. auf der 30
Emulsionsseite, die bei der Belichtung der Emulsion
am weitesten von dem aufgenommenen Gegenstand
entfernt ist und die vorzugsweise auch am weitesten
von der Bildempfangsschicht entfernt ist, wenn diese
darauf angeordnet wird. Wenn — wie bei einer bevor- 35 dargestellt, in der Ar ein Arylkern, z. B. ein Benzolzugten Ausführungsform — die Farbstoffentwickler- oder Naphthalinkern, jedes Z eine Alkoxygruppe substanz hinter der Emulsionsschicht angeordnet und vorzugsweise eine niedere Alkoxygruppe, z.B. wird, wird ein vorteilhafter erhöhter Kontrast in dem eine Methoxy-, Äthoxygruppe od. dgl., eine Alkyl-Positivbild erzielt und auch jede lichtfilternde Wirkung gruppe und vorzugsweise eine niedere Alkylgruppe, durch den gefärbten Farbstoffentwickler verringert. 4° z. B. eine Methyl-, Äthylgruppe od. dgl., eine Hy-Bei dieser bevorzugten Ausführungsform kann die droxylgruppe oder eine Halogengruppe, z. B. Chlor, Schicht der Farbstoffentwicklersubstanz mit Hilfe ist, m 0 oder 1, κ 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis einer Überzugslösung aufgetragen werden, die etwa einschließlich 4, ρ 1 oder 2, R eine Alkylengruppe, 0,5 bis 8 Gewichtsprozent der Farbstoffentwickler- Y eine p-Dihydroxyphenyl- oder eine o-Dihydroxysubstanz enthält. Ähnliche Konzentrationen können 45 phenylgruppe oder ein alkyl- oder halogensubstituverwendet werden, wenn die Farbstoffentwickler- iertes Derivat derselben ist und Xa und Xt jeweils substanz als Bestandteil des flüssigen, später den Reste eines Kupplungsbestandteils sind, wobei die Entwickler bildenden Behandlungsmittels verwendet Kupplungsbestandteile gleich oder verschieden sein wird, wobei in gewissen Fällen bereits Konzentra- können. Der in Verbindung mit der obigen Formel tionen von nur 0,2 % in dem flüssigen Behandlungs- 50 und später verwendete Ausdruck »Kupplungsbestandmittel geeignet sind. teil« soll eine Verbindung bezeichnen, die mit einem Das obengenannte flüssige Behandlungsmittel be- Diazoniumsalz, d. h. einem Azokuppler, gekuppelt steht aus mindestens einer wäßrigen Lösung einer werden kann.
alkalischen Verbindung, wie Diäthylamin, Natrium- Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der
hydroxyd oder Natriumcarbonat, und kann auch 55 Arylkern ein Benzolkern und die mit R bezeichnete
schon die Farbstoffentwicklersubstanz enthalten. Sie Gruppe eine Äthylengruppe, · so daß eine derartige
muß auch eine unterstützende Entwicklersubstanz Farbstoffentwicklersubstanz durch die Formel
-C-
il
-R—Ar-N = N- (Xa-N = N-)„
Y-C- (CH,), —^
_N = N — (Xa- N = N-)«
dargestellt werden kann, in der Y, Z, n, m, p, Xa 65 bezeichneten Gruppen abgeleitet werden können,
und Xb die oben angegebene Bedeutung haben. seien erwähnt Phenole und aromatische Amine, deren
Als Beispiele für geeignete Azokupplungsbestand- o- oder p-Stellung zur Hydroxyl- oder Aminogruppe
teile oder Kuppler, aus denen die mit Xa und Xb frei ist, z. B. Phenol, Aniline, Naphthole, Anthrole,
Naphthylamine u. dgl.; heterocyclische aromatische
Verbindungen, die Hydroxyl- oder Aminogruppen enthalten, z. B. Pyrazolone oder Pyrrole; aliphatische
oder alicyclische aktivierte Methylenkuppler, d. h. Verbindungen mit einer aliphatischen oder alicyclischen
Methylengruppe, die durch zwei benachbarte Keto-, Aldehyd-, Ester- oder Nitrilgruppen,
die gleich oder verschieden sein können, oder durch eine Keto-, Aldehyd-, Ester- oder Nitrilgruppe in
Verbindung mit einer Amidgruppe aktiviert ist, ζ. Β. ίο
1,3-Diketone oder /J-Ketonsäurearylamide u. dgl.,
und substituierte Derivate derselben. Zu Beispielen für Gruppen, die in derartigen substituierten Derivaten
vorliegen können, gehören Alkyl-, Sulfo-, Alkoxy-, Aryl-, Aryloxy-, Amino-, Keto-, Alkylamino-,
Arylamino-, Hydroxyl-, Cyan-, Alkylamido-, Arylamido-, Carbalkoxy-, Carboxamido-, Sulfonamidogruppen
u. dgl. m.
Der hier in Verbindung mit Xa und Xb verwendete
Ausdruck »Rest ernes phenolischen Kupplers« soll Hydroxyphenyl-, Hydroxynaphthyl-, Hydroxyanthrylreste
u. dgl. und substituierte Derivate derselben bezeichnen; der Ausdruck »Rest eines aromatischen
Aminokupplers« soll Aminophenyl-, Aminonaphthylreste u. dgl. und substituierte Derivate derselben
bezeichnen; während die Ausdrücke »Rest eines heterocyclischen aromatischen Kupplers«, »Rest eines
aliphatischen aktivierten Methylenkupplers« und »Rest eines alicyclischen aktivierten Methylenkupplers« in
ähnlicher Weise verwendet worden sind.
Die vorgeschlagenen neuartigen Farbstoffentwicklersubstanzen können aus einer Verbindung der Formel
Y1 —C-R-Ar-(N = N-Xa—)mX
35
40
hergestellt werden, in der R, Ar, Z, n, Xa und m
die oben angegebene Bedeutung haben; X eine Nitro- oder eine Aminogruppe und Y1 eine o-Dihydroxyphenyl-,
p-Dihydroxyphenyl-, o-Bisacyloxyphenyl-,
p-Bisacyloxyphenyl-, o-Bisalkyloxyphenyl-, p-Bisalkyloxyphenyl-,
o-Bisaryloxyphenyl-, p-Bisaryloxyphenyl-,
o-Bisaralkoxyphenyl- oder eine p-Bisaralkoxyphenylgruppe
oder ein alkyl- oder halogensubstituiertes Derivat derselben ist. Nach dem in dieser Erfindung vorgeschlagenen Verfahren wird
eine Verbindung der oben angegebenen Formel, in der X eine primäre Aminogruppe und m 0 ist, diazotiert
und das Diazotierungsprodukt derselben mit dem gewünschten, den mit Xb bezeichneten Rest
liefernden Kuppelbestandteil gekuppelt. Bei der Herstellung eines Diazofarbstoffentwicklers — d. h.,
m ist in der oben angegebenen Formel 1 — enthält der ursprüngliche, die mit Xa bezeichnete Gruppe
liefernde Kuppelbestandteil eine primäre Aminogruppe oder eine in eine Aminogruppe überführbare
Gruppe, die diazotiert wird, worauf das Diazotierungsprodukt mit dem gewünschten, die mit Xb
bezeichnete Gruppe liefernden Kuppelbestandteil gekuppelt wird.
Nach dem einen Verfahren zur Herstellung der Verbindung der oben angegebenen Formel wird ein
geeignetes Derivat eines Dihydroxyphenylketons, d.h. ein Derivat, in dem die Hydroxylgruppe dieser Verbindung
während der Umsetzung in geeigneter Weise geschützt ist, z. B. ein Dibenzyloxyderivat dieser
Verbindung, mit einem Nitroarylaldehyd und Natrium in Methanol als Medium umgesetzt, das erhaltene
Produkt zwecks Sättigung der Doppelbindung katalytisch hydriert und die Nitrogruppe reduziert,
worauf die als Schutzgruppen verwendeten Dibenzyloxygruppen des Produkts abhydrolysiert werden.
Gegebenenfalls können auch die Hydroxylgruppen des Dihydroxyphenylketons durch Acylieren der
Hydroxylgruppen oder durch Bildung eines Dialkoxy- oder eines Diaryloxyderivats dieser Verbindung während
der Umsetzung geschützt werden. Die Entfernung der Diacyloxy-, Dialkoxy- oder Diaryloxyschutzgruppen
kann durch Abhydrolysieren der Schutzgruppen nach erfolgter Reduktion der Nitrogruppe
erfolgen.
Wenn sekundäre oder tertiäre Aminderivate hergestellt werden sollen, kann die Aminogruppe, vorzugsweise
vor der Entfernung der die Hydroxylgruppe schützenden Gruppen, nach einem geeigneten Verfahren
alkyliert werden.
Wenn 2 Mol des Diazoniumsalzes je Mol des Kuppelbestandteils verwendet werden, können die
den mit Xb bezeichneten Rest liefernden Kuppelbestandteile,
z. B, hydroxy- und aminoaromatische Verbindungen, die zwei bestimmte Gruppen und
zwei freie Kuppelstellungen haben, wie 1,6-Dihydroxynaphthalin, zweimal gekuppelt werden. Bemerkt sei,
daß derartige zweifache Kupplungen zu Gemischen von Farbstoffentwicklersubstanzen führen können,
die ebenfalls in den Verfahren der Erfindung verwendet werden können.
Wenn der Kuppelbestandteil ein phenolischer Kuppler und besonders ein Naphthol ist, liefert die
Kupplung in ortho-Stellung zur Hydroxylgruppe eine Farbstoffentwicklersubstanz mit überlegenen Farbeigenschaften.
Es wurde ferner gefunden, daß derartige in ortho-Stellung gekuppelte Farbstoffentwicklersubstanzen
praktisch keine Empfindlichkeit gegen ein Abweichen vom Neutralpunkt innerhalb eines ziemlich weiten Bereiches der pH-Werte zu
beiden Seiten des Neutralpunktes aufweisen.
Als Beispiele für geeignete erfindungsgemäße Farbstoffentwicklersubstanzen
seien die folgenden Verbindungen erwähnt:
OH
OCH3
OH
_N = N— ,-·
"-C — CH2-CH2-
Ii ο
OCH3 OCH3
4-Methoxy-2-(2',5'-dimethoxy-3'-[2"-(2'",5'"-dihydroxybenzoyl)-äthyl]-phenylazo)-l-naphthol
(D
OH
I 129
| OH ι |
-C | -CH2- | OCH3 | λτ pur | I |
| ζ,/ \ | 1 O |
— IN Κ*> χχ | |||
| ο== | |||||
|
\
\ |
OCH3 | ||||
| OH | -CH2- | ||||
CH3
l-Phenyl-3-methyl-4-(2',5'-dimethoxy-3'-[2"-(2'",5'"-dihydroxybenzoyl)-äthyl]-phenylazo)-5-pyrazolon
OH OCH3 OCH3 OH
ι ι
-' V — C — CH2 — CH2 —
0
0
(III)
OCH.
OH
OCH3 OCH3
4-Methoxy-242^5/-dmethoxy-4'-(2'^5''-dimethoxy-3''-[2'''-(2'''',5''''-dihydroxybenzoyl)-äthyl]-·phenyl-
azo)-phenylazo]-l-naphthol
Der verwendete Kuppelbestandteil, der den mit Xa bezeichneten Rest liefert, ist vorzugsweise ein
Kuppler, der eine diazotierbare Aminogruppe enthält. Selbstverständlich kann jedoch auch ein Kuppler
verwendet werden, der eine Gruppe, z. B. eine Nitrogruppe, enthält, die in eine diazotierbare Aminogruppe
übergeführt werden kann. Die diazotierbare Aminogruppe kann an einem Kern, außer an dem,
der durch die Azogruppe substituiert wird, gebunden sein.
Beispiele für weitere Kuppelbestandteile, die den mit Xb bezeichneten Rest liefern, sind:
4-Benzyl-1 -naphthol,
4-Methyl-1 -naphthol,
4-Methoxy-«-naphthylamin,
4-Acetamido-a-naphthylamin,
Phenol,
Anilin,
1,5-Naphthalindiamin,
p-Kresol,
1-Hydroxyanthracen,
1-Hydroxy-2-naphthanilid,
Diketohydrinden,
Malonitril, Acetoacetanilid.
Die neuartigen Farbstoffentwicklersubstanzen der Erfindung unterscheiden sich von den Verbindungen,
die in der deutschen Auslegeschrift 1 036 640 erläutert werden, durch die Gegenwart der Acylgruppe, d.h.
der
40
45
— C — R Gruppe
60
Durch die Anwesenheit der Acylgruppe wird das Entwicklungspotential des Farbstoffentwicklers erniedrigt,
so daß der erhaltene Farbstoffentwickler in Abwesenheit einer unterstützenden oder beschleunigenden
Entwicklungssubstanz verhältnismäßig unwirksam ist und dadurch ein brauchbarer synergistischer
Entwickler erhalten wird, der während der Lagerung, wenn z. B. der Farbstoffentwickler in dem
lichtempfindlichen Material vor der Belichtung dieses Materials angeordnet wird, nahezu unwirksam ist,
ehe die unterstützende Entwicklersubstanz zugegeben wird.
Ein lichtempfindliches Material wird durch Überziehen einer mit Gelatine überzogenen Filmunterlage
mit einer Lösung hergestellt, die 3% 4-Methoxy-2 - (2', 5' - dimethoxy - 3' - [2" - (2'", 5'" - dihydroxybenzoyl)-äthyl]-phenylazo)-l-naphthol
(Formel I) in einer 4%igen Lösung von Celluloseacetathydrogenphthalat
in einem volumengleichen Gemisch aus Aceton und Tetrahydrofuran enthält. Nach dem
Trocknen des Überzugs wird eine Silberjodbromidemulsion aufgetragen. Dieses lichtempfindliche Material
wird belichtet und durch Ausbreiten eines wäßrigen flüssigen Behandlungsmittels aus
Natriumcarboxymethylcellulose 6,0 %
l-Phenyl-3-pyrazolidon 0,2%
Natriumhydroxyd 5,0 %
Kaliumbromid 0,5 %
zwischen dem lichtempfindlichen Material und einem Bildempfangsmaterial behandelt, wenn diese Materialien
aufeinander angeordnet werden. Das Bildempfangsmaterial besteht aus einem mit Celluloseacetat
überzogenen Barytpapier, das mit einer Lösung von 4 % N-Methoxymethylpolyhexamethylenadipamid
in 80%igem Isopropanol überzogen worden ist. Nach einer Durchdringungszeit von etwa 1 Minute wird
das Bildempfangsmaterial abgetrennt, das ein purpurrotes Farbstoffpositivbild des aufgenommenen Gegenstandes
enthält.
Ein lichtempfindliches Material wird nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren mit einer
3%igen Lösung von l-Phenyl-3-methyl-4-(2',5'-dimethoxy - 3' - [2" - (2'", 5'" - dihydroxybenzoyl)-äthyl]-phenylazo)-5-pyrazolon
(Formel II) hergestellt.
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Dieses lichtempfindliche Material wird belichtet und beendeter Entwicklung wird die gesamte nicht um-
durch Ausbreiten eines wäßrigen flüssigen Behänd- gesetzte Farbstoffentwicklersubstanz aus dem licht-
lungsmittels aus empfindlichen Material, vorzugsweise mit einem
Natriumcarboxymethylcellulose 4,5% alkalischen Waschmedium oder einem anderen Me-
l-Phenyl-3-pyrazolidon 0,2 % 5 fTV* dem, 6Γ niCht umSesetzte Farbstoffentwickler
Natriumhydroxyd 3,0% isllf f' herausgewaschen. Der hier verwendete
KninimVirnmirl 0 9 °/ Ausdruck »getont« soll photographische Bilder be-
JLVdI-LUIHUHJIlJUU \J,Xj In . - . - Λ nM1 . ,
zeichnen, m denen das Silber zusammen mit dem
zwischen dem lichtempfindlichen Material und einem abgeschiedenen Farbstoff zurückgehalten wird, wohin-Bildempfangsmaterial
behandelt, wenn diese Mate- 10 gegen der Ausdruck »einfarbig« silberfreie Farbstoffrialien
aufeinander angeordnet werden. Das Bild- bilder bezeichnen soll.
empfangsmaterial besteht aus einem mit Cellulose- Zu beachten ist, daß die Farbstoffentwickleracetat
überzogenen Barytpapier, das mit einer Lösung substanzen der vorliegenden Erfindung bereits selbst
aus 10% N-Methoxymethylpolyhexamethylenadip- die gewünschte Farbe des Positivbildes liefern, ohne
amid in 80%igem wäßrigem Äthanol überzogen worden 15 daß zwecks Herstellung der gewünschten Farbe eine
ist. Nach einer Durchdringungszeit von etwa 1 Minute Kupplungsumsetzung erfolgen muß. Das hier bewird
das Bildempfangsmaterial abgetrennt, das ein schriebene Verfahren weicht daher völlig von gegelbes
Farbstoffpositivbild des aufgenommenen Gegen- bräuchlichen photographischen Farbverfahren ab,
Standes enthält. bei denen die Farbe durch eine Kupplungsumsetzung
Beisoiel " ao m^ ^em oxvdierten Entwicklungsmittel gebildet wird.
Selbstverständlich liegt es innerhalb des Erfindungs-
Ein lichtempfindliches Material wird nach dem bereiches, zwecks Erzielung einer gewünschten Farbe
im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren unter Ver- Gemische von Farbstoffentwicklersubstanzen zu verwendung
einer 3%igen Lösung von 4-Methoxy- wenden.
2 - [2', 5' - dimethoxy - 4' - (2", 5" - dimethoxy - 3"- 25 Durch geeignete Auswahl des Bildempfangsmate-[2'"
- (2"", 5"" - dihydroxybenzoyl) - äthyl] - phenyl- rials aus geeigneten und bekannten undurchsichtigen
azo)-phenylazo]-l-naphthol (Formel III) hergestellt. und durchsichtigen Materialien ist es selbstverständ-Bei
der Belichtung und Behandlung mit einem flüssigen Hch möglich, entweder ein gefärbtes, positives AufEntwickler
und einem Bildempfangsmaterial nach sichtsbild oder ein gefärbtes positives Durchsichtsbild
dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wird ein 30 herzustellen. Der hier erläuterte Erfindungsgedanke
gelbbraunes Farbstoffpositivbild des aufgenommenen ist auch auf Mehrfarbenverfahren anwendbar, bei
Gegenstandes erhalten. denen besondere photographische Materialien verWenn die in den Beispielen 1, 2 und 3 beschriebenen wendet werden, z. B. Filmmaterialien aus zwei oder
Verfahren ohne die unterstützende Entwicklungs- mehr lichtempfindlichen Schichten, die mit einer
substanz wiederholt werden, werden Farbstoffpositiv- 35 geeigneten Zahl von Bildempfangsschichten verbilder
mit geringem Kontrast und gefärbten Glanz- bunden sind und mit einem oder mehreren flüssigen
lichtem erhalten, wodurch angezeigt wird, daß die Entwicklern behandelt werden können und die aus
Farbstoffentwicklersubstanz in den belichteten Flächen geeigneten Farbstoffentwicklersubstanzen, die die gedes
lichtempfindlichen Materials nicht rasch genug wünschten substraktiven Farben liefern können und
oxydiert wird, um die Übertragung des Farbstoff- 40 in die lichtempfindlichen Materialien oder in den
entwicklers von den belichteten Flächen zu einer flüssigen Entwickler einverleibt worden sind, bestehen,
darüber angeordneten Bildempfangsschicht zu regeln. Beispiele für derartige photographische Materialien
Zu beachten ist, daß der in den obigen Beispielen sind in der USA.-Patentschrift 2 647 049 beschrieben,
angegebene flüssige Entwickler die erforderliche Menge Die hier erläuterten Erfindungsgedanken sind auch
einer unterstützenden oder beschleunigenden Ent- 45 auf Verfahren zur Herstellung gefärbter Bilder
Wicklersubstanz enthält. Die bevorzugte unterstützende anwendbar.
Entwicklersubstanz ist l-Phenyl-3-pyrazolidon. Die Die Farbstoffentwickler der Erfindung sind beson-
Menge dieser verwendeten unterstützenden Entwickler- ders bei solchen Mehrfarbenverfahren brauchbar, bei
substanz dient möglicherweise zum Einleiten der denen ein Farbstoffentwickler durch eine sich von
Wirkung des Farbstoffentwicklers. Es ist möglich, 50 der anderen Emulsion unterscheidende Emulsion
daß eine gewisse Menge der in den belichteten Flächen diffundieren muß, bevor er das Bildempfangsmaterial
oxydierten Farbstoffentwicklersubstanz mit Hilfe einer erreicht. Bei derartigen Verfahren können diese
Energieübertragungsumsetzung durch die oxydierte Farbstoffentwickler in anderen Emulsionen nahezu
unterstützende Entwicklersubstanz oxydiert werden unwirksam gemacht werden, indem die unterstützende
kann. Die gewünschte zusätzliche Entwicklungs- 55 Entwicklungssubstanz auf die Emulsion beschränkt
substanz kann in dem lichtempfindlichen Material wird, in der die Umsetzung des Farbstoffentwicklers
auch vor der Belichtung angeordnet werden. erfolgen soll.
Die Farbstoffentwicklersubstanzen der Erfindung In der Beschreibung ist häufig der Ausdruck
können auch bei üblichen photographischen Ver- »Farbe« verwendet worden. Dieser Ausdruck soll
fahren, z. B. bei der Trog- oder Tankentwicklung 60 sowohl die Verwendung mehrerer Farben zwecks
gebräuchlicher lichtempfindlicher Filme, Platten oder Erzielung von Schwarz als auch die Verwendung
Papiere, zwecks Herstellung von einfarbigen oder eines einzigen schwarzen Farbstoffentwicklers umgetonten
Bildern oder Negativen verwendet werden. fassen.
Ein für einen derartigen Zweck geeigneter Entwickler Da gewisse Änderungen an den oben erläuterten
kann z. B. aus einer wäßrigen Lösung vcn etwa 1 bis 65 Produkten, Mitteln und Verfahren vorgenommen
2 % der Farbstoffentwicklersubstanz, 1 % Natrium- werden können, ohne daß der Erfindungsbereich
hydroxyd, 2% Natriumsulfit, 0,2% l-Phenyl-3-pyr- verlassen wird, ist die vorstehende Beschreibung nur
azolidon und 0,05 % Kaliumbromid bestehen. Nach als Erläuterung anzusehen.
Claims (4)
1. Photographischer Farbstoffentwickler zur Herstellung farbiger Bilder, insbesondere für das
Diffusionsübertragungsverfahren, dadurch gekenn zeichnet, daß er aus einer wäßrigen alkalischen
Lösung einer unterstützenden Entwicklersubstanz und einer Verbindung der Formel
Zn
Y-C-R-Ar-N = N-(Xa-N = N-)
besteht, worin Ar ein Arylkern, vorzugsweise ein
Benzolkern, Z eine Hydroxyl-, Halogen-, Alkyl- oder Alkoxygruppe, m O oder 1, η O oder eine
ganze Zahl von 1 bis 4 einschließlich, ρ 1 oder 2, R eine Alkylengruppe, vorzugsweise eine Äthylengruppe,
Y eine p-Dihydroxyphenyl- oder eine o-Dihydroxyphenylgruppe oder ein alkyl- oder
halogensubstituiertes Derivat derselben und Xa und Xb Reste eines Kupplungsbestandteiles bedeuten.
2. Entwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel seiner Entwickler-
substanz Xb den Rest eines phenolischen Kupp-,
lers, den Rest eines aromatischen Aminokupplers, den Rest eines heterocyclischen aromatischen
Kupplers oder den Rest eines aliphatischen oder alicyclischen aktivierten Methylenkupplers bedeutet.
3. Entwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unterstützende Entwicklersubstanz
ein 3-Pyrazolidon und vorzugsweise l-Phenyl-3-pyrazolidon ist.
4. Entwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als Farbstoffentwicklersubstanz
4 - Methoxy - 2 - (2', 5' - dimethoxy - 3' - [2"-(2'", 5'" - dihydroxybenzoyl) - äthyl] - phenylazo)-1-naphthol,
l-Phenyl-3-methyl-4-(2', 5'-dimethoxy-3' - [2" - (2'", 5'" - dihydroxybenzoyl) - äthyl]-phenylazo)-5-pyrazolon
oder 4-Methoxy-2-[2',5'-dimethoxy - 4' - (2", 5" - dimethoxy - 3" - [2'"- (2"",
5"" - dihydroxybenzoyl) - äthyl] - phenylazo)-phenylazo]-l-naphthol
enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften A 19873 IXa/57b (bekanntgemacht am 28. 6. 1956), A 19910 IXa/57b as (bekanntgemacht am 12. 1. 1956), H 12286 IXa/57b (bekanntgemacht am 17. 5.1956);
Deutsche Auslegeschriften A 19873 IXa/57b (bekanntgemacht am 28. 6. 1956), A 19910 IXa/57b as (bekanntgemacht am 12. 1. 1956), H 12286 IXa/57b (bekanntgemacht am 17. 5.1956);
»British Journal of Photography« vom 30. 1.1953, S. 56/57.
Applications Claiming Priority (3)
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| US68508157A | 1957-09-20 | 1957-09-20 | |
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|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE19581419866 Pending DE1419866A1 (de) | 1957-09-20 | 1958-09-10 | Verfahren zur Herstellung neuartiger Farbstoffentwicklersubstanzen |
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