DE2452307A1 - Photographisches farbstoffdiffusionsuebertragungsverfahren - Google Patents
Photographisches farbstoffdiffusionsuebertragungsverfahrenInfo
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Description
£452307
AGFA-GEVAERTAG
PATENTABTEILUNG
LEVERKUSEN
HS/MB
HS/MB
Photographisches Farbstoffdiffusionsübertragungsverfahren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung ein- oder mehrfarbiger positiver, insbesondere für Farbprüfzwecke
geeigneter Übertragsbilder unter Verwendung eines photographischen Materials mit einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
und mindestens einer nichtdiffundierenden farbgebenden Verbindung, wobei die photographische
Umkehrung mit Hilfe des Silbersalzdiffusionsverfahrens
erzielt wird.
Für Farbprüfzwecke benötigt man bekanntlich in der Drucktechnik
Materialien, die es gestatten in rascher und einfacher Weise die Abstimmung von Farbauszugspositiven zu beurteilen,
die der Herstellung von Druckplatten für den Mehrfarbendruck zugrunde gelegt werden sollen.
Um das kostspielige und zeitraubende Probeandruckverfahren abzukürzen und zu vereinfachen, sind einfache photographische
Verfahren erwünscht, nach denen unter Verwendung von Auszugspositiven Farbkopien von einer Vorlage hergestellt werden,
die in farblicher Hinsicht den Mehrfarbendruck simulieren sollen.
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24523P7
Der Erfindung liegt die Aufgäbe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein- oder mehrfarbige positive Bilder
von ein- oder mehrfarbigen Vorlagen hergestellt werden können, wobei im Falle von mehrfarbigen Bildern mehrere
einfarbige Teilfarbenbilder zu einem Mehrfarbenbild zusammengefaßt werden können.
Es wurde nun gefunden, daß es mit Hilfe einer besonderen Ausgestaltung des Farbdiffusionsübertragungsverfahrens möglich
ist, farbige positive Bilder auf einem Bildempfangsmaterial zu erhalten, indem nacheinander verschiedenfarbige
Teilfarbenbilder einer mehrfarbigen Vorlage passgerecht übereinander auf ein und dasselbe Bildempfangsmaterial
übertragen werden.
Gegenstand der"Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
farbiger Bilder nach dem Farbdiffusionsübertragungsverfahren
insbesondere für Farbprüfzwecke, wobei ein bildmäßig belichtetes
lichtempfindliches Material mit einer auf einem Schichtträger angeordneten Schichtenkombination aus einer
lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und einer nicht lichtempfindlichen. Keime für die physikalische
Entwicklung und mindestens eine nicht diffundierende farbgebende Verbindung enthaltenden Bindemittelschicht in Gegenwart
eines Silberhalogenidlösungsmittels entwickelt wird zur Erzeugung einer bildmäßigen Verteilung diffundierender
Farbstoffe, mit einer Bildempfangsschicht in Kontakt gebracht wird und nach der Übertragung der diffundierenden
Farbstoffe auf die Bildempfangsschicht von dieser wieder abgetrennt wird, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) das Silberhalogenid der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
besteht zu mindestens 95 Mol% aus Silberchlorid
b) die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht enthält eine erste nichtdiffundierende Entwicklerverbindung
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c) die nicht lichtempfindliche, Entwicklungskeime enthaltende
Bindemittelschicht enthält eine zweite nicht diffundierende Entwicklerverbindung, die in oxidierter
Form unter den Bedingungen der Entwicklung aus der nicht diffundierenden farbgebenden Verbindung diffundierende
Farbstoffe in Freiheit zu setzen vermag, und
d) die Entwicklung wird in Gegenwart von katalytischen Mengen einer diffundierenden Hilfsentwicklerverbindung
durchgeführt.
Farbige Bilder können bekanntlich nach dem Farbdiffusionsübertragungsverfahren
hergestellt werden, indem in einem entsprechenden bildmäßig belichteten lichtempfindlichen photographischen
Material durch Entwicklung eine bildmäßige Verteilung diffundierender Farbstoffe erzeugt und durch
Diffusion auf ein mit dem lichtempfindlichen Material in Kontakt befindliches Bildempfangsmaterial übertragen wird.
Hierfür geeignete Materialien umfassen einen lichtempfindlichen Schichtverband, beispielsweise mit mindestens einer
lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und einer dieser zugeordneten farbgebenden Verbindung, und eine Bildempfangsschicht,
die entweder mit dem lichtempfindlicheil Schichtverband zu einem Monoblattmaterial zusammengefaßt sein kann,
oder auf einem separaten Schichtträger angeordnet sein kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird von der zuletzt genannten
Alternative Gebrauch gemacht, d.h. es werden für die Durchführung des Verfahrens ein lichtempfindliches Material und
ein separates Bildempfangsmaterial benötigt. Im ersteren wird durch Belichtung und Entwicklung eine bildmäßige Verteilung
diffundierender Farbstoffe erzeugt und anschließend auf
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letzteres übertragen. Nach dem erfolgten Übertrag wird das ursprünglich lichtempfindliche Material von dem Bildempfangsmaterial
wieder abgetrennt. Nach Belieben kann das Verfahren unter Verwendung des gleichen Bildempfangmaterials und eines
zweiten^ dritten oder weiteren lichtempfindlichen Materials wiederholt werden, wobei auf das zuerst übertragene einfarbige
Teilbild ein zweites, drittes oder weiteres jeweils ebenfalls einfarbiges Teilbild der gleichen Vorlage,gegebenenfalls
in einer anderen Farbe übertragen wird. Durch aufeinanderfolgende Verwendung- von mehreren lichtempfindlichen Materialien,
die diffundierende Farbstoffe in unterschiedlichen Farben in Freiheit setzen, kann somit auf dem Bildempfangsmaterial
ein mehrfarbiges Bild erzeugt werden.
Als farbgebende Verbindung werden gemäß der Erfindung farbige Verbindungen verwendet, die in der Schicht, in die sie eingelagert
sind, nicht zu diffundieren vermögen,und die bei der Entwicklung bildmäßig diffundierende Farbstoffe in Freiheit
setzen. Derartige farbgebende Verbindungen werden beispielsweise beschrieben in DT-PS 1 095 115, DT-OS 1 772 929,
DT-OS 1 930 215,DT-OS 2 228 361,DT-OS 2 242 762 und in der deutschen Patentanmeldung P 24 06 664.6.
Allen diesen farbgebenden Verbindungen ist gemeinsam, daß es sich um nichtdiffundierende farbgebende Verbindungen handelt,
die als Folge einer Reaktion mit Entwickleroxydationsprodukten diffundierende Farbstoffe in Freiheit zu setzen
vermögen. Gemeinsam ist diesen farbgebenden Verbindungen ferner, daß es sich um negativ arbeitende Systeme handelt.
Zur Erzeugung positiver farbiger Übertragsbilder bedarf es daher bei Verwendung üblicher Negativemulsionen eines photographischen
Umkehrverfahrens. Ein solches Umkehrverfahren steht in dem Silbersalzdiffusionsverfahren zur Verfügung.
Die photographische Umkehrung mit Hilfe des Silbersalzdiffusion sverfahrens zur Erzeugung von positiven farbigen Bildern
unter Verwendung konventioneller Farbkuppler ist beispiels-
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weise in der US-PS 2 673 800 beschrieben. Durch Austausch der Farbkuppler gegen die erwähnten farbgebenden Verbindungen,
kommt man zu einem lichtempfindlichen Schichtverband, der für das Farbstoffdiffusionsübertragungsverfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung geeignet ist. Ein solcher lichtempfindlicher Schichtverband weist somit eine Kombination
auf aus einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
und einer dieser zugeordneten Bindemittelschicht, die Entwicklungskeime für die physikalische Entwicklung und eine
nichtdiffundierende farbgebende Verbindung enthält.
Bei der Entwicklung wird in der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
der belichtete Anteil des Silberhalogenids chemisch entwickelt; der nicht belichtete Anteil des
Silberhalogenids wird vermittels eines Silberhalogenidlösuq^mittel
in die zugeordnete Entwicklungskeime enthaltende Bindemittelschicht übertragen und dort physikalisch entwickelt. Wenn für
die physikalische Entwicklung eine Entwicklerverbindung verwendet wird, die in oxidierter Form als Folge einer Reaktion
mit der in dieser Schicht vorhandenen farbgebenden Verbindung einen diffundierenden Farbstoff in Freiheit zu setzen vermag,
dann kommt es zu einer Bildung einer bildmäßigen Verteilung diffundierender Farbstoffe, die auf eine Bildempfangsschicht
übertragen werden können und dort ein positives farbiges Bild bilden. Um zu verhindern,daß das bei der chemischen Entwicklung
in der lichtempfindlichen Silberhalogenidschicht gebildete Entwickleroxydationsprodukt ebenfalls zur Bildung
diffundierender Farbstoffe beiträgt, was sich in einem erhöhten Farbschleier äußern würde, werden normalerweise zwischen der
lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und der zugeordneten Entwicklungskeime enthaltenden Bindemittelschicht
Trennschichten angeordnet, die Verbindungen enthalten, die mit Entwickleroxydationsprodukten irreversibel zu reagieren vermögen.
Als solche kommen beispielsweise nichtdiffundierende Farbkuppler oder nichtdiffundierende Hydrochinonderivate in
Frage. Damit sind pro Farbeinheit mindestens drei Schichten erforderlich.
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Es hat sich herausgestellt, daß die mit einem derartigen
Material auch bei Vorhandensein der obenerwähnten Trennschichtm hergestellten farbigen Überlrag.sbi Ider
hinsieht!ich der Bildweißen nicht völlig befriedigen, sondern
einen Farbschleier aufweisen. Die Milder neigen außerdem dazu sich nach einiger Zeit, besonders in den hellen Bildparüen
gelblich oder bräunlich zu verfärben, wenn sie nicht einer gründlichen Waschbehandlung unterworfen werden, um Reste des
Entwicklers bzw. seiner Oxidationsprodukte zu entfernen. Es wurde gefunden, daß durch Anwendung nichtdiffundierender
Enlwicklersubstanzen, die in die Schichten eingelagert werden
und durch Entwicklung mit einer alkalischen Aktivatorlösung in Gegenwart von katalytischen Mengen einer diffundierenden
Hilfsentwicklerverbindung die zuvor erwähnten Nachteile beseitigt werden können. Außerdem kann ohne Beeinträchtigung des
Ergebnisses auf die erwähnte zwischen der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und der zugeordneten nicht
lichtempfindlichen Bindemittelschicht liegende Trennschicht verzichtet werden. Diese Ausführungsform erfordert natürlich
auch die Verwendung solcher farbgebenden Verbindungen, die bereits einen vorgebildeten Farbstoff in ihrem Molekül enthalten,
denn ein Farbstoff, der erst bei der Entwicklung, z.B. durch oxydative Kupplung einer farbgebenden Verbindung mit dem
in der gleichen Schicht liegenden nichtdiffundierenden Entwickler erzeugt werden müßte, könnte zwangsläufig nicht diffundieren.
Da die erwähnten Entwicklerverbindungen in den Schichten, in die sie eingelagert sind, nicht zu diffundieren vermögen,
beschränkt sich ihre Wirksamkeit im wesentlichen auf die jeweilige Teilschicht,in der sie sich befinden.
Die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht enthält
eine erste nichtdiffundierende Entwicklerverbindung, die vorwiegend
die Aufgabe hat., das bildmäßig belichtete Silberhalogenid
zu entwickeln. Hierfür sind alle Entwickierver-bindungen
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geeignet, sofern sie nur Silberhalogenid mit ausreichender Geschwindigkeit entwickeln und in der lichtempfindlichen
halogenidemulsions chicht genügend diffusionsfest sind. Es kommen prinzipiell nichtdiffundierende Entwickler aller Entwicklerklassen
in Frage, z.B. nichtdiffundierende Derivate von o- oder p-Dihydroxybenzol, p-Aminophenol, Ascorbinsäure
und andere. Es ist jedoch besonders darauf zu achten, daß der ausgewählte Entwickler eine rasche Entwicklung des belichteten
Silberhalogenids gewährleistet. Diese chemische Entwicklung soll so schnell erfolgen, daß sie im wesentlichen
abgeschlossen ist, bevor nichtenwickeltes Silberhalogenid komplexiert, auf die zugeordnete Entwicklungskeime enthaltende
Bindemittelschicht übertragen und dort physikalisch entwickelt wird, da andernfalls in hoher Farbschleier
in den hellen Bildpartien erhalten würde. Als besonders geeignet für diesen Zweck haben sich daher nichtdiffundierende
Derivate des Hydrochinons erwiesen, insbesondere solche der folgenden Formel:
OH
worin bedeuten:
R1 Alkyl linear oder verzweigt mit 8 bis 20 C-Atomen
Rp Wasserstoff, -SO,H oder Alkyl, linear oder verzweigt mit
8 bis 20 C-Atomen
wobei R1 und R2 zusammen mindestens 12 C-Atome enthalten.
Die nicht lichtempfindliche, Keime für die physikalische
Entwicklung und die nicht diffundierenden farbgebenden Ver-
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bindungen enthaltende Bindemittelschicht enthält eine zweite
nicht diffundierende Entwicklerverbindung. Diese hat die Aufgabe in bildmäßig oxidierter Form aus der nicht diffundierenden
farbgebenden Verbindung eine bildmäßige Verteilung diffundierender Farbstoffe freizusetzen. Es versteht sich
von selbst, dal3 die in der nicht lichtempfindlichen Bindemittelschicht
enthaltende Kombination aus nicht diffundierender Entwicklerverbindung und nicht diffundierender farbgebender
Verbindung so ausgewählt sein muß, daß unter Bedingungen der Entwicklung in den Bildstellen, an denen in der nicht
lichtempfindlichen Bindemittelschicht physikalische Entwicklung stattfindet, tatsächlich diffundierende Farbstoffe in Freiheit
gesetzt v/erden. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß bei der Auswahl der Entwicklerverbindungen die Art der diffundierenden
Farbstoffe in Freiheit setzenden Reaktion in Betracht gezogen werden muß.
Bei den farbgebenden Verbindungen der DT-OS 1 930 215, bei den farbgebenden Verbindungen der DT-PS 1 095 115, soweit
sie einen vorgebildeten Farbstoffteil enthalten, und bei den
farbgebenden Verbindungen der DT-OS 1 772 929, soweit sie zu einer oxydativen Kupplung befähigt sind,.werden daher gemäß der
vorliegenden Erfindung nicht diffundierende Entwicklerverbindungen wendet, die mit den farbgebenden Verbindungen eine oxydative
Koiidensationsreaktion unter Abspaltung eines vorgebildeten
diffundierenden Farbstoffe einzugehen vermögen» Hierunter fallen im wesentlichen alle Farbentwicklerverbindungen
vom p-Phenylendiamin-Typ mit einer primären Aminogruppe,
wie sie beispielsweise in DT-OS 1 931 057 beschrieben sind, und außerdem in einigen Fällen, z.B. im Fall.der farbgebenden
Verbindungen gemäß DT-OS 1 930 215, beispielsweise auch Derivate des 1,2-Dihydroxybenzols, die in wenigstens
einer p-Stellung zu einer Hydroxylgruppe keinen Substituenten tragen.
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Es sind andererseits farbgebende Verbindungen bekannt, bei
denen es zur Freisetzung der diffundierenden Farbstoffe keiner oxidativen Kondensationsreaktion bedarf. Vielmehr
setzen diese farbgebenden Verbindungen die diffundierenden Farbstoffe schon dann in Freiheit, wenn sie unter den Bedingungen
der alkalischen Entwicklung oxidiert werden, d.h. als Folge einer Übertragung von Elektronen, beispielsweise
auf Entwickleroxidationsprodukte. Solche farbgebenden Verbindungen sind bekannt aus FR-PS 75 676 (Zusatz zu FR-PS
1 224 012), DT-OS 1 772 929, DT-OS 2 242 762 und der deutschen Patentanmeldung P 24 06 664.6.Bei der Auswahl derartiger
farbgebender Verbindungen genügt es, wenn die nicht diffundierende Entwicklerverbindung in oxidierter Form zur Aufnahme
von Elektronen befähigt ist. Da diese farbgebenden Verbindungen jedoch selbst Entwicklereigenschaften aufweisen,
kann sogar auf eine weitere nicht diffundierende Entwicklerverbindung verzichtet werden. In diesem Fall ist die nicht·
diffundierende farbgebende Verbindung identisch mit der zweiten nicht diffundierenden Entwicklerverbindung. Bei der physikalischen
Entwicklung der nicht lichtempfindlichen Bindemittelschicht wird sie durch das komplexierte Silberhalogenid
gegebenenfalls unter der Mitwirkung der in katalytischen Mengen anwesenden Hilfsentwicklerverbindung oxidiert, worauf
sie unter der Einwirkung des Entwickleralkalis diffundierende Farbstoffe in Freiheit setzt. Diese Ausführungsform hat den
Vorteil, daß der nicht lichtempfindlichen Bindemittelschicht lediglich eine einzige nicht diffundierende Verbindung einverleibt
werden muß.
Sowohl die in die lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten
als auch die in die ersteren zugeordneten Entwicklungskeime enthaltenden Bindemittelschichten eingelagerten
Entwicklerverbindungen sollen in den Schichten nicht diffundieren. Zu diesem Zweck sind sie mit diffusionsfestmachenden
Resten versehen. Hierunter werden bevorzugt organische Reste verstanden, die im allgemeinen geradkettige oder verzweigte
aliphätische Gruppen und gegebenenfalls auch isocyclisch
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ld
oder heterocyclisch aromatische Gruppen enthalten können. Der aliphatische Teil dieser Reste enthält im allgemeinen
β bis 20 Kohlenstoffatome» Mit dem übrigen Molekülteil sind
diese Reste entweder direkt oder indirekt z.B. über eine der folgenden Gruppen verbunden·. - CONH-, -SO2NH-, -CO-, -SO2-,
_0_, _s- oder -NR-, wobei R Wasserstoff oder Alkyl bedeutet. Vorzüglich geeignet sind Verbindungen, welche aufgrund ihrer
Konstitution trotz ihrer Diffusionsfestigkeit innerhalb eines Bindemittels noch eine gewisse Hydrophilie besitzen oder sich
durch geeignete Zusätze hydrophil in die Schicht einbringen lassen. So erweist es sich beispielsweise als günstig n-Octadecylhydrochinon
im Gemisch mit n-Octadecylhydrochinonsulfosäure
hydrophil in Gelatine zu dispergieren.
Die in der erfindungsgemäßen Weise zu verwendenden nichtdiffundierenden
Entwicklerverbindungen werden in dispergierter, emulgierter oder gelöster Form^z.B. in Wasser oder in organischen
mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln, wie kurzkettigen aliphatischen Alkoholen oder Dimethylformamid, den Gießlösungen
für die Silberhalogenidemulsionsschichten bzw. die Keimschichten zugesetzt. Die Konzentration der nichtdiffundierenden
Entwickler^ erbindung in der Schicht kann in weiten Grenzen schwatei
Sie richtet sich nach den gewünschten Effekten und hängt ab von der Art des Reproduktionsprozesses und der Art des
Silberhalogenids. Im allgemeinen reichen Mengen von etwa 0,1-1 Mol pro Mol Silberhalogenid aus, wobei sich diese Angabe
sowohl auf die erste als auch auf die zweite Entwicklerverbindung bezieht.Die optimale Menge kann durch wenige einfache Handversuche
ermittelt werden. Bevorzugt sind Konzentrationen zwischen 0,2 und 0,5 Mol g pro Mol Silberhalogenid.
Die Entwicklung wird nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
mit einer alkalischen Arbeitsflüssigkeit in Gegenwart einer diffundierenden Hilfsentwicklerverbindung vorgenommen.
Letztere kann in der Arbeitsflüssigkeit enthalten sein oder aber ebenfalls vorteilhaft in einer Schicht des lichtempfindlichen
Materials untergebracht sein« Verteilhafterweise wird
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der Hilfsentwickler nur in katalytischen Mengen zur Anwendung
gebracht, d.h. in Mengen, die bei Abwesenheit anderer Entwicklerverbiniungen
im lichtempfindlichen Material bei weitem nicht ausreichen, um das Silberhalogenid in der lichtempfindlichen
Schicht chemisch bzw. nach Übertragung in die zugeordnete Entwicklungskeime enthaltende Bindemittelschicht physikalisch
zu entwickeln. Vorteilhaft beträgt die Menge der Hilfsentwicklerverbindung zwischen 0,02 und 0,2 Mol pro Mol Silberhalogenid.
Die Hilfsentwicklerverbindung muß in jedem Fall zu einer reversiblen Übertragung von Elektronen befähigt sein. Brauchbare
Hilf sentwicklerverb indungen sind beispielsweise: p-Methylaminophenol-2,4-diaminophenol,
p-Benzylaminophenol, Hydrochinon, Toluhydrochinon, Pheny!hydrochinon, 4-Methylpheny!hydrochinon,
1-Phenyl-3-pyrazolidon und dergleichen.
Wenn die diffundierende Hilfsentwicklerverbindung in den obenangegebenen
katalytischen Mengen eingesetzt wird, kommt es zu einer vorteilhaften Zusammenwirkung mit der nicht diffundierenden
Entwicklerverbindung in der Silberhalogenidemulsionsschicht. Beide Entwicklerverbindungen sowohl die in katalytischen
Mengen anwesende Hilfentwicklerverbindung als auch die in stöchiometrischen Mengen, - d.h. in Mengen, die zur vollständigen
Entwicklung des Silberhalogenids bzw. zur Erzielung der maximalen Farbdichte erforderlich sind-, anwesende nichtdiffundierende
Entwicklerverbindungen sind für sich allein nicht in der Lage das Silberhalogenid rasch und vollständig
genug zu entwickeln. Dies wird erst möglich durch die Kombination der beiden Entwicklerverbindungn. Falls die diffundierende
Hilfsentwicklerverbindung in zu geringen Mengen vorhanden ist, verläuft auch in Anwesenheit der nichtdiffundierenden Entwicklerverbindung
die chemische Entwicklung zu langsam. Die Übertragung des komplexierten Silberhalogenids in die benachbarte
Keimschicht setzt zu früh ein. Die physikalische Entwicklung in dieser Schicht verläuft ebenfalls schwach.
Das Übertragungsbild hat weder gute Weißen noch hohe Farbdichten aufzuweisen. Bei zu großer Menge an diffundierenden
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Hilfsentwicklerverbindungen wird in der Silberhalogenidemulsionsschicht
ein zu hoher Schleier entwickelt. Für die physikalische Entwicklung in der farbgebenden Schicht steht dann zu
wenig Silberhalogenid zur Verfügung. Man erhält zwar gute Weißen, aber nur geringe Farbdichten im Übertragungsbild.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden farbige Übertragsbilder hergestellt, die hinsichtlich der Bildweißen
wesentlich verbessert sind. Außerdem ermöglicht die Anwendung der nichtdiffundierenden Entwickler in den Schichten des
lichtempfindlichen Elementes einen Verzicht auf jede Trennschicht in dem lichtempfindlichen Material. Falls in dem lichtempfindlichen
Material auf Trennschichten verzichtet wird, erweist es sich gemäß der vorliegenden Erfindung als besonders
günstig, wenn sich jeweils die in der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht vorhandene erste nichtdiffundierende
Entwicklerverbindung funktionell unterscheidet von der zweiten nichtdiffundierenden Entwicklerverbindung in der
zugeordneten Entwicklungskeime enthaltenden Bindemittelschicht,
insoweit als erstere in oxydierter Form nicht zu einer Kondensationsreaktiaimit
der farbgebenden Verbindung befähigt sein soll. Bei dieser Ausführungsform sind die in der Entwicklungskeime
enthaltenden Bindemittelschicht enthaltene farbgebende Verbindung und die in dieser Schicht ebenfalls vorhandene
zweite nichtdiffundierende Entwicklerverbindung befähigt, miteinander eine oxydative Kondensationsreaktion unter Freisetzung
eines diffundierenden vorgebildeten Farbstoffes einzugehen. Hingegen vermag die in der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
vorhandene erste nichtdiffundierende Silberhalogenidentwicklerverbindung nicht in gleicher Weise
mit der farbgebenden Verbindung zu reagieren. Dies bedeutet, daß die farbgebenden Verbindungen in besonderer Weise auszuwählen
sind. Geeignet sind hiernach nämlich nur solche nichtdiffundierenden farbgebenden Verbindungen, die die diffundierenden
Farbstoffe erst bei einer oxydativen Kondensationsreaktion mit den nichtdiffundierenden Entwicklerverbindungen
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in Freiheit zu setzen vermögen und nicht bereits als Folge einer Übertragung von Elektronen. In Frage kommen hierfür insbesondere
die farbgebenden Verbindungen der DT-OS 1 930 215 sowie
beispielsweise auch die der DT-PS 1095 115, soweit sie einen
vorgebildeten Farbstoffteil enthalten und die der DT-OS 1 772 929, soweit sie zu einer Kupplung mit Farbentwickleroxydationsprodukten
in die o-Stellung zur Sulfonamidgruppe befähigt sind
(Formel D der DT-OS 1 772 929). Im Falle der letzteren beiden Klassen von farbgebenden Verbindungen ist die Auswahl der zweiten
nichtdiffundierenden Entwicklerverbindungen beschränkt auf solche vom p-Phenylendiamintyp mit einer primären Aminogruppe,
während im Fall der erstgenannten farbgebenden Verbindungen zusätzlich noch nichtdiffundierende Brenzkatechinderivate
als Entwicklerverbindungen in Frage kommen.
Die Entwicklerverbindungen in der Silberhalogenidemulsionsschicht sind vorzugsweise nicht in der Lage, in oxydierter Form mit der
farbgebenden Verbindung eine oxidative Kondensationsreaktion unter Freisetzung des diffundierenden Farbstoffes einzugehen.
Beispiele für derartige Entwickler sind die folgenden:
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1/1) 1/2)
/^V C18H37
1/3) OH
HO-
OH
ΙΛ) OH
1/5) OH
OH
OH
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-
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I/ 7)
I/ 8)
OH
Ah OH
OH
0 . C-,
TiO -CO
HO- fi
TiO -CO
HO- fi
e4-
HO
~ Oil
H17(iso)
CH2OOC(CH2 )14CH,
I/ 9)
NH (CH2)^SO3H
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Als Entwickler für die Entwicklungskeime enthaltende Bindemittelschicht
kommen beispielsweise die folgenden in "Frage
(CH9.) ,SO,H
II/2
H2N
(CH2)4SO3H
II/3
H2N-
U/4
U/5 U/6 II/7
CH2-CH2OH
CH2-CH2COOH (CH2USO3H
| C12 | H25 | -NHSO2CH3 |
| CH2 | -CH2 | |
| C12 | H25 | -OH |
| CH2 | -CH2 | |
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II/8
IL3N Λ ^v N
'(CH
II/9
11/10
H2N _,
/C18H37
(CH2J3SO3H
11/11.
CH,
H2N _ C16H33
(CH2J4SO3H
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An die Lichtempfindlichkeit der lichtempfindlichen Schicht werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren keine hohen Ansprüche
gestellt. In keinem Fall ist es erforderlich, daß das Material eine Empfindlichkeit aufweist, wie man sie normalerweise voji
photographischen Aufnahmematerialien zur Bildaufzeichnung unter natürlichen Belichtungsbedingungen erwartet. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird das lichtempfindliche Material beispielsweise gegebenenfalls unter Verwendung einer geeigneten
Reproduktionskamera bildmäßig belichtet, wobei künstliche Lichtquellen höherer Intensität verwendet werden
können. Es erweist sich sogar als vorteilhaft, wenn das lichtempfindliche Material nur eine geringe Lichtempfindlichkeit aufweist,
da dies die Verarbeitung unter normalen Beleuchtungsbedingungen, z.B. eingedämpftem Tageslicht, sehr erleichtert.
Die lichtempfindliche Schicht enthält daher bevorzugt eine Silberhalogenidemulsion, deren Silberhalogenid zum überwiegenden
Teil d.h. zu mehr als 95 Mol%^vorzugsweise ausschließlich
aus Silberchlorid besteht. Zur Abbildung einer schwarz-weißen Vorlage ist eine spektrale Sensibilisierung
nicht erforderlich, sofern zur Belichtung des erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Materials Lichtquellen verwendet
werden, gegen deren Licht unsensibilisiertes Silberhalogenid ausreichend empfindlich ist. Wenn eine bestimmte Farbe einer
ein- oder mehrfarbigen Vorlage abgebildet werden soll, ist selbstverständlich eine spektrale Sensibilisierung der Silberhalogenidemulsion
für die entsprechende Farbe erforderlich. So kann ein derartiges lichtempfindliches Material eine selektive
Sensibilisierung für bestimmte Farben aufweisen. Es ist ferner eine panchromatische Sensibilisierung denkbar,
d.h. eine weitgehend gleichmäßige Sensibilisierung für alle Spektralfarben. Im letzteren Falle ist zur Abbildung
bestimmter ausgewählter Farben des Originals die Belichtung hinter farbigen Filtern erforderlich.
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ORiQSNAL IMSPECTED
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Gemäß der vorliegenden Erfindung besteht somit das lichtempfindliche
Material im einfachsten Fall aus einer auf einem Schichtträger angeordneten Schichtkombination aus einer lichtempfindlichen
Silberhalogenidemulsionsschicht und einer dieser zugeordneten, Keime für die physikalische Entwicklung enthaltenden
Bindemittelschicht. Die Silberhalogenidemulsionsschicht enthält einen nichtdiffundierenden Schwarz-Weiß-Entwickler.
Die Keimschicht enthält eine nichtdiffundierende farbgebende Verbindung mit vorgebildetem Farbstoffteil und eine
nichtdiffundierende Entwicklersubstanz, die in oxydierter Form aus der farbgebenden Verbindung diffundierende Farbstoffe in
Freiheit zu setzen vermag. Das gebräuchlichste Bindemittel für die lichtempfindliche Schicht als auch für die Keimschicht
ist Gelatine. Es kommen jedoch auch andere natürliche oder künstliche hydrophile Kolloide infrage, die die Gelatine ganz
oder teilweise ersetzen können, z.B. Cellulosederivate oder Polysacchoride, wie Dectran oder Gummiarabicum, ferner bestimmte
künstliche Polymere, z.B. Polyvinylpyrrolidin, sowie Vinylakohol- oder Acrylamid-polymerisäte.
Die Keime für die physikalische Entwicklung können aus üblichen bekannten Entwicklungskeimen bestehen, z.B. aus einem kolloidalem
Metall,z.B. kolloidalem Silber, Gold, Platin, Palladium
oder aus einem kolloidalen Metallsulfid, und Metallsulf idselenid z.B. kolloidalem Silbersulfid, kolloidalem Nickelsulfid
und kolloidalem Zinksulfid sowie z.B. Silbersulfid-Selenid.
Gegebenenfalls können auch Stoffe verwendet werden, welche physikalische Entwicklungskeime zu bilden in der Lage
sind, z.B. Reduktionsmittel und Verbindungen mit einem labilen Schwefelatom.
Die Reihenfolge der Anordnung der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
und der nicht lichtempfindlichen, Entwicklungskeime und die fargebende Verbindung enthaltenden
Bindemittelschicht auf dem Schichtträger ist grundsätzlich
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beliebig. Aus praktischen Gründen werden die Schichten jedoch
vorzugsweise so angeordnet, daß die bei der Belichtung die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vor der zugeordneten
farbgebenden Schicht liegt. Die Reihenfolge der Schichten richtet sich also im wesentlichen danach, ob die
Belichtung des lichtempfindlichen Materials von oben oder, falls der Schichtträger transparent ist, von unten durch
den Schichtträger erfolgen soll. Wenn die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht über der farbgebenden Entwicklungskeime
enthaltenden Bindemittelschicht angeordnet ist, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, über der lichtempfindlichen
Silberhalogenidemulsionsschicht eine zusätzliche Bindemittelschicht als Schutzschicht vorzusehen, die Entwicklungskeime und eine nichtdiffundierende Entwicklerverbindung enthält.
Durch eine solche Schutzschicht wird verhindert, daß komplexiertes Silberhalogenid in die Bildempfangsschicht gelangt
und dort an den unvermeidlich in dem Bindemittel vorhandenen Entwicklungskeimen als Silber abgeschieden wird, was
zu einer Verschwärζlichung der Farben führen würde.
Das Bildempfangsmaterial besteht im einfachsten Fall aus einer auf einem transparenten oder nicht
transparenten Schichtträger angeordneten Bildempfangsschicht, die durch die diffundierenden Farbstoffe bildmäßig angefärbt
werden kann. Da es sich bei den in Freiheit gesetzten und auf die Bildempfangsschicht übertragenen Farbstoffen
im wesentlichen um saure Farbstoffe handelt, die in anionischer Form diffundieren, werden der Bildempfangsschicht
zur Festlegung dieser Farbstoffe zweckmäßigerweise basische oder ka4 'onische Beizmittel einverleibt, z.B.
vorzugsweise langketti^e quaternäre Ammonium- oder Phosphonium verbindungen oder ternäre Sulfoniumverbindungen, wie sie beispielsweise
beschrieben sind in den amerikanischen Patentschriften 3 271 147 und 3 271 148. Ferner können auch bestimmte
Metallsalze und deren Hydroxyde, die mit den sauren Farbstoffen schwerlösliche Verbindungen bilden, verwandt
werden. Die Farbstoffbeizmittel sind in der Empfangsschicht
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in einem der üblichen hydrophilen Bindemittel dispergiert, z.B. in Gelatine, Polyvinylpyrrolidon, ganz oder partiell
hydrolysierten Celluloseestern und dergleichen. Selbstverständlich
können auch manche Bindemittel als Beizmittel fungieren, z.B. Mischpolymerisate oder Polymerisatgemische von Vinylalkohol
und N-Vinylpyrrolidon wie beispielsweise beschrieben
in der deutschen Auslegeschrift 1 130 284, ferner solche, die Polymerisate von stickstoffhaltigen quaternären Basen
darstellen, z.B. Polymerisate von N-Methyl-2-vinylpyridin, wie
beispielsweise beschrieben in der amerikanischen Patentschrift 2 484 430. Weitere brauchbare beizende Bindemittel sind beispielsweise
Guanylhydrazonderivate von Alkylvinylketonpolymerisaten wie beispielsweise beschrieben in der amerikanischen
Patentschrift 2 882 I56 oder Guanylhydrazonderivate von Acylstyrol-polymerisaten
wie beispielsweise beschrieben in DT-OS 2,009,498
Im allgemeinen wird man jedoch den zuletzt genannten beizenden Bindemitteln andere Bindemittel, z.B. Gelatine zusetzen.
Die Schichtträger sowohl des lichtempfindlichen Materials als auch des Bildempfangsmaterials können transparent oder
opak sein, Es ist auf diese Weise möglich, das farbige Übertragsbild jenach Wunsch entweder auf einer transparenten
oder opaken weißen Unterlage zu erhalten. Bei Verwendung eines transparenten Trägers für das Bildempfangsmaterial ergibt sich
die Möglichkeit, mehrere jeweils einfarbige aber verschieden farbige transparente Übertragsbilder zu erhalten, die paßgerecht
übereinandergelegt, zusammen das mehrfarbige Bild
ergeben. Bevorzugt als Trägermaterial wird wegen seiner besonders guten Maßhaltigkeit Folie aus Polyäthylenterephthalat.
Die Verarbeitungsflüssigkeit besteht im wesentlichen aus einer wäßrigen alkalischen Lösung, die ein Silberhalogenidlösungsmittel,
z.B. Thiosulfat und eine Hilfsentwicklerverbindung enthält. Weitere Beispiele für Silbersalzlösungsmittel sind etwa
Thiocyanate und die aus DT-OS 2 126 661 bekannten Dialkylsulfonylmethanverbindungen.Das
Silberhalogenidlösungsmittel und die Hilfsentwicklerverbindung können aber auch im
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lichtempfindlichen Material selbst untergebracht werden. Die Entwicklung erfolgt in der Weise, daß der belichtete
Silberhalogenidanteil durch die eingelagerte Entwicklerverbindung unter Vermittlung der Hilfsentwicklerverbindung
chemisch entwickelt wird, während der unbelichtete Anteil durch das Silberhalogenidlösungsmittel aufgelöst wird und in der zugeordneten
farbgebenden Keimschicht durch die hier eingelagerte Entwicklerverbindung unter Vermittlung der Hilfsentwicklerverbindung
physikalisch entwickelt wird. Das Entwickleroxidationsprodukt reagiert mit der farbgebenden Verbindung.
Hierbei werden in bildweiser Verteilung diffundierende Farbstoffe gebildet, die auf das Bildempfangsmaterial
übertragen werden und hier eine positive Abbildung der Vorlage bilden.
Als besonders vorteilhaft erweist sich die Tatsache, daß die Verarbeitung höchst einfach ist» Das belichtete Material
wird mit der alkalischen Arbeitsflüssigkeit befeuchtet und in Kontakt gebracht mit dem Bildempfangsmaterial« Dies kann
in handelsüblichen Entwicklungsgeräten durchgeführt werden, wobei etwa das lichtempfindliche Material zusammen mit dem
Bildempfangsmaterial zwischen zwei Quetschrollen hindurchgeführt wird. Nach einer bestimmten Zeit, z.B. nach 1 bis 2
Minuten wird das lichtempfindliche Material abgetrennt. Eine zusätzliche Behandlung des Bildempfangsmaterials ist nicht
erforderlich. Es erweist sich auch ohne Wässerung oder sonstige Stabilisierung als ausreichend stabil und dunkelt in den
Weißen nicht nach.
Bei der Entwicklung des lichtempfindlichen Materials und
Übertragung der bildmäßig freigesetzten diffundierenden Farbstoffe
auf die Bildempfangsschicht, wird zunächst ein einfarbiges Bild erhalten«, wobei die Farbe bestimmt wird durch
die jeweils in der Keimschicht des lichtempfindlichen Materials enthaltenden farbgebenden Verbindungen, bzw. durch
die daraus abgespaltenen Farbstoffe. Durch aufeinanderfolgende
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Wiederholung des Verfahrens unter Verwendung von lichtempfindlichen
Materialien, aus denen Farbstoffe anderer Farben freigesetzt werden, und Übertragung der bildmäßigen Verteilung der diffundierenden
Farbstoffe auf das bereits erhaltene einfarbige Teilbild, können auf dem gleichen Bildempfangsmaterial mehrfarbige
Bilder erzeugt werden.Bei geeigneter Auswahl der verwendeten lichtempfindlichen Materialien gelingt es farbige Bilder
in natürlichen Farben herzustellen,z.B.wenn von einem Original unter
Verwendung von farbigen Filtern zunächst Farbauszugsdiapositive gegebenenfalls über Farbauszugsnegative hergestellt werden,
worauf nacheinander von jedem Farbauszugsdiapositiv unter Verwendung von einem lichtempfindlichen Material gemäß
der vorliegenden Erfindung, das Farbstoffe einer Farbe liefert, die komplementär ist zu der jeweiligen zur Herstellung
des Farbauszugs benutzten Filterfarbe, ein einfarbiges Teilbild des Originals erzeugt und auf dieselbe Bildempfangsschicht
übertragen wird. Die nacheinander übertragenen einfarbigen Teilbilder ergeben zusammen das mehrfarbige Bild
des Originals. Bei geeigneter Auswahl der in den lichtempfindlichen Materialien verwendeten nichtdiffundierenden farbgebenden
Verbindung werden naturgetreue Kopien der Vorlage erhalten. So umfaßt ein für Farbprüfzwecke geeignetes
Sortiment neben dem Bildempfangssmaterial vier verschiedene lichtempfindliche Materialien, nämlich je eines für die Farben
Gelb, Purpur, Blaugrün und Schwarz. Falls die gewünschte Farbe nicht mit einer einzigen farbgebenden Verbindung erzeugt
werden kann, ist es auch möglich durch Abmischen mehrerar färb-
gebender Verbindungen zu der gewünschten Farbe z.B. Schwarz oder Rot zu gelangen. Auf diese Weise können die Farben der Teilbilder
in spektraler Hinsicht angepaßt werden an die bei dem eigentlichen Druckverfahren verwendeten Druckfarben. Die Reihenfolge,
in der die verschiedenen einfarbigen Teilbilder auf die Bildempfangsschicht übertragen werden, ist nach Belieben
ohne Beeinträchtigung des Ergebnisses frei wählbar. Mehrfarbige Bilder können erfindungsgemäß nicht nur nach den
substraktiven Verfahren sondern natürlich auch nach dem additiven Verfahren hergestellt werden, wobei allerdings Materialien erforderlich
sind, die die Farben Blau, Grün und Rot liefern. A-G 1278 - 23 -
b Ü 9 8 1 9 / 1 0 A Q
Obwohl mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch echte Halbtonbilder
in natürlichen Farben erzeugt werden können, liegt die Hauptbedeutung des Verfahrens in der Anwendung für Prüfzwecke
beim Schwarzweiß- oder Mehrfarbendruck. Falls das Original nicht eine Strichvorlage ist, ist bei der Herstellung
von farbigen Halbtonbildern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in gleicher Weise Aufrasterung erforderlich wie
für die Herstellung der Druckplatten oder Druckwalzen. Für diese Anwendung ist es vorteilhaft, wenn das lichtempfindliche
Material eine hohe Gradation aufweist, z.B. L·· 4. Weiterhin
ist das Verfahren allgemein geeignet zur Herstellung von farbigen Kopien beliebiger Vorlagen, und bietet hierbei den Vorteil,
daß wahlweise von einer Vorlage Kopien in jeder gewünschten Farbe hergestellt werden können. Es ist hierzu
lediglich erforderlich, daß das verwendete lichtempfindliche Material entsprechend geeignete farbgebende Verbindungen
enthält, die Farbstoffe der gewünschten Farbe freisetzen. Besondere Effekte können beispielsweise erzielt werden mit
lichtempfindlichen Materialien, die nichtdiffundierende farbgebende
Verbindungen enthalten, aus denen bei der Entwicklung bildmäßig fluoreszierende Farbstoffe freigesetzt werden.
Durch die aufeinanderfolgende Übertragung verschiedenfarbiger Bilder auf die gleichen Bildempfangsschichten ergibt sich
die Möglichkeit der Montage, wodurch sich dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten
eröffnet, z.B. bei der Herstellung von Werbetexten, Landkarten, Tabellen und graphischen Darstellungen sowie für
künstlerische Zwecke.
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Teil A
Auf eine Polyäthylenpapierunterlage werden nacheinander aufgetragen (Angaben in diesem wie in den folgenden Bei-
spielen beziehen sich jeweils auf 1m ); 1.) eine Keimschicht mit 1,8 g der einen blaugrünen Übertragungsfarbstoff
bildenden Verbindung L (siehe Formelanhang) 20 mg Silbersulfidkeime, 0,7 g des Entwicklers 11/11 und
2,24 g Gelatine
2.) eine pansensibilisierte Silberchloridemulsion mit 2,98 g Gelatine
0,87 g Silber, 0,37 g des Entwickler 1/1 und 1,24 g des Entwicklers 1/3
3.) eine Schutzschicht bestehend aus 2,6 g Gelatine, 4 mg Silbersulfid und 0,13 g Phenidon.
Teil B
Auf eine zweite Polyäthylenpapierunterlage wurden folgende Schichten aufgetragen
1) eine Bildempfangsschicht aus 3,64 g Octadecyltrimethylammoniummono-methylsulfat
und 9,1 g Gelatine.
2) eine aus 2,6 g Gelatine bestehende Schutzschicht
Nach Belichtung des die Emulsion enthaltenden Teiles (Teil A) werden beide Teile mit nachfolgender Aktivatorlösung getränkt
und schichtseitig zusammengepreßt. Dies geschieht vorteilhafterweise mittels eines Entwicklungsgerätes wie es bei der
Verarbeitung von Schwarzweiß-Copyproof üblich ist, z.B. mit dem Gerät CP 38 der Fa. Agfa-Gevaert AG.
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Die Aktivatorlösung setzt sich wie folgt zusammen
10 ml Benzylalkohol
1 g Paraformaldehyd
5 g Natriumthiοsulfat
2 g Natriumbromid
15g Natriumhydroxid
auf 1000 ml mit H2O
15g Natriumhydroxid
auf 1000 ml mit H2O
Nach einer Kontaktzeit von 2 Minuten werden beide Teile voneinander
getrennt. In der Bildempfangsschicht befindet sich eine blaugrüne Wiedergabe des Originals auf einem opaken
Hindergrund.
Wie Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß der Träger für den Bildempfangsteil
aus einer transparenten Filmunterlage besteht. Nach Verarbeitung wie in Beispiel 1 erhält man eine
blaugrüne Wiedergabe des Originals auf einer transparenten Unterlage.
Auf eine Polyäthylenpapierunterlage werden aufgetragen:
1. eine Keimschicht mit 0,65 g der einen purpurnen Übertragungsfarbstoff
bildenden Verbindung M (siehe Formelanhahg), 20 mg Silbersulfidkeime, 0,7 g des Entwicklers 11/11 und 2,24g
Gelatine.
2. eine pansensibilisierte Silberchloridemulsion mit 2,4 g Gelatine
0,7 g Silber, 0,3 g des Entwicklers 1/1 und 1,0 g des Entwicklers 1/3
3. eine Schutzschicht bestehend aus 2,6 g Gelatine, 4 mg Silbersulfid und 0,13 g Phenidon.
Bildempfangsteil und Verarbeitung wie in Beispiel 1 Nach einer Kontaktzeit von 1 Minute werden beide Teile vonein-
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245230?
ander getrennt. Das Bildempfangselement enthält die purpurne Wiedergabe des Originals auf opakem Untergrund.
Der lichtempfindliche Teil wie in Beispiel 3, Bildempfangsteil wie Beispiel 2, Entwicklung wie Beispiel 1
Man erhält eine purpurne Wiedergabe des Originals auf einer transparenten Unterlage.
Auf eine Polyäthylenpapierunterlage werden aufgetragen
1) eine Keimschicht mit 1,32 g der einen gelben Übertragungsfarbstoff
bildenden Verbindung N (siehe Formanhang), 20 mg Silbersulfidkeime, 0,7 g des Entwicklers 11/11 und 2,6 g
Gelatine.
2) eine pansensibilisierte Silberchloridemulsion mit 2,98 g Gelatine 0,87 g Silber, 0,37 g des Entwicklers 1/1 und 1,24 g
des Entwicklers I/3
3) eine Schutzschicht bestehend aus 2,6 g Gelatine, 4 mg Silbersulfid und 0,13 g Phenidon
Bildempfangsteil und Verarbeitung wie Beispiel 1. Nach einer
Kontaktzeit von 2 Minuten werden beide Teile voneinander getrennt. Das Bildempfangselement enthält die gelbe Wiedergabe
des Originals auf opakem Untergrund.
Der lichtempfindliche Teil wie Beispiel 5, Bildempfangsteil wie Beispiel 2, Entwicklung wie Beispiel 1.
Die gelbe Wiedergabe des Originals befindet sich auf einer transparenten Unterlage.
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B Ü 9 8 1 9 / 1 0 A 0
Die in Beispiel 1, 3 und 5 beschriebenen, mit unterschiedlichen Motiven belichteten lichtempfindlichen Elemente werden nacheinander
mit der in Beispiel 1 angegebenen Aktivatorlösung behandelt, mit demselben Bildempfangsblatt wie in Beispiel 1 in
Kontakt gebracht, und nach einer Kontaktzeit von jeweils 2 Minuten wieder getrennt. Das Empfangselement enthält die Originale
der unterschiedlichen Motive entsprechend dem verwendeten lichtempfindlichen Elementen als blaugrüne, purpurne
und gelbe Wiedergabe auf einem Blatt.
Auf eine transparente Filmunterlage werden aufgetragen
1. eine pansensibilisierte Silberchloridemulsion mit 2,45 g Gelatine, 0,72 g Silber, 0,31 g des Entwicklers 1/1 und
1,04 g des Entwicklers 1/3.
2. eine Keimschicht mit 0,33 g der einen gelben und 0,56 g der einen purpurnen Übertragungsfarbstoff liefernden Verbindungen
M und N, 4 mg Silbersulfidkeime, 0,67 g des Entwicklers 11/11 und 2,24 g Gelatine.
Auf einen zweiten transparenten Träger werden aufgetragen
1. eine Bildempfangsschicht aus 3,64 g Octadecyltrimethylammonium-mono-methylsulfat,
0,3 g Natriumthiosulfat und 9,1 g Gelatine.
2. eine aus 2,6 g Gelatine bestehende Schutzschicht.
Nach Belichtung des lichtempfindlichen Elementes durch den transparenten Träger werden beide Teile mit der wäßrigen Entwicklerlösung,
enthaltend pro Liter
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1 g Paraformaldehyd
2 g Natriumbromid
15 g Natriumhydroxid
4 g Natriumsulfit
1 g Phenidon
4 g Natriumsulfit
1 g Phenidon
getränkt und schichtseitig zusammengespreßt. Nach einer Kontaktzeit von 1 Minute werden beide Teile voneinander
getrennt. Das Bildempfangsblatt enthält eine rote Wiedergabe des Originals.
Auf eine mit Polyäthylen beschichtete Papierunterlage werden aufgetragen
1. eine Keimschicht mit 0,55 g der einen purpurnen Übertragungsfarbstoff
liefernden Verbindung P (siehe Formelanhang), 12 mg Nickelsulfidkeime 0,7 g des Entwicklers II/8 und
2,13 g Gelatine.
2. eine pansensibilisierte Silberchlorid-bromidemulsion mit 1,88 g Gelatine, 0,5 g Silber und 1,17 g des Entwicklers 1/3-
3. eine Schutzschicht mit 2,6 g Gelatine und 2 mg Nickelsulfidkeimen
und 0,09 g Phenidon.
Bildempfangsteil und Verarbeitung wie in Beispiel 1.
Nach 2 Minuten Kontaktzeit werden beide Teile getrennt. In der Empfangsschicht befindet sich die purpurne Wiedergabe der
Vorlage.
Auf eine mit Polyäthylen beschichtete Papierunterlage werden aufgetragen
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1. eine Keimschicht mit 0,95 g der einen fluoreszierenden gelben Übertragungsfarbstoff liefernden Verbindung Q (siehe
Formelanhang), 20 mg Silber-Sulfid-Selenid-Keime, 0,7 g des
Entwicklers II/9 und 2,04 g Gelatine.
2. eine pansensibilisierte Silberchloridemulsion mit 2,98 g Gelatine, 0,87 g Silber, 0,37 g des Entwicklers 1/1 und 1,24 g
des Entwicklers 1/3.
3. eine Sperrschicht bestehend aus 0,38 g des Entwicklers 1/3, 3 mg Silbersulfidkeime, 0,13 g Phenidon und 2,9 g Gelatine.
Auf ein zweite Polyäthylen-beschichtete Papierunterlage werden aufgetragen
1. eine Bildempfangsschicht aus 3,5 g eine Copolymers aus Acrylsäure, Chlormethylstyrol und Triphenylphosphonium-methylstyrol,
0,3 g Natriumthiosulfat und 9 g Gelatine. Nach Belichtung des lichtempfindlichen Teils in einer Reprokamera
werden Emulsions- und Bildempfangsteil mit Aktivatorlösung getränkt und schichtseitig wie in Beispiel 1 in Kontakt
gebracht. Die Aktivatorlösung enthält pro Liter
2 g Natriumbromid
25 g Natriumhydroxid
25 g Natriumhydroxid
Nach 3 Minuten werden beide Teile getrennt. Eine fluorezierende gelbe Reproduktion des Originals wird im Bildempfangselement
wiedergegeben.
Auf eine Polyäthylen-beschichtete Papierunterlage werden aufgetragen:
1. eine Keimschicht mit 1,34 g der einen purpurnen Übertragung sfarbst off liefernden Verbindung R(siehe Formelanhang), 20mg
Silbersulfidkeime und 2,24 g Gelatine
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2. eine pansensibilisierte Silberchloridemulsion mit
2,93 g Gelatine, 0,87 g Silber, 0,37 g des Entwicklers 1/1 und
1,24 g des Entwicklers 1/3 ·
3. eine Sperrschicht bestehend aus 0,66 g des Entwicklers 1/3, 6 mg Silbersulfid, 0,04 g Phenidon und 2,64 g Gelatine
Empfangsblatt, Entwickler und Verarbeitung wie Beispiel 10.
Die purpurne Reproduktion der Belichtungsvorlage befindet sich in der Empfangsschicht.
Wie Beispiel 11 mit der Ausnahme, daß als farbgebende Komponente
in der Keimschicht 1,34 g der einen roten Übertragungsfarbstoff liefernden Verbindung S eingesetzt werden. Das
Ergebnis ist eine rote Wiedergabe des Originals auf dem Bildempfangsblatt.
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609019/10^0
Formelanhang:
Formel L
SO3H 0
CH
NH- CH
CH3
M)
0-C
OCH
SO,H
OCH
SO2 — Z
OCH
Z=-HN-N-C
(CH9)-
SO3H
N)
CH
so2 - ζ
A-G 1278
- 32 -
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CH^CONH
~vVo(CH2)4-so2-z
CH3
Ba++ -Salz
SO3H
O Cl
)4-so2-z
O3S
OH NHCOCH,
I
I
OC2H
-NHSO2C1
OC2H5
CH^O
CH3NHCO-
OH SO2NH
OC2H5
-NHSO.
OC2H5
OH
N=N
OCH
■ζ
6-CH(CH,)
A-G 1278 - 33 -
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Claims (1)
- Patentansprüche:1. Verfahren zur Herstellung farbiger Bilder nach dem Farbdiffusionsübertragungsverfahren, wobei ein bildmäßig belichtetes lichtempfindliches Material mit einer Schichtenkombination aus einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und einer nicht lichtempfindlichen, Keime für die physikalische Entwicklung und mindestens eine nicht diffundierende farbgebende Verbindung enthaltenden Bindemittelschicht in Gegenwart eines Silberhalogenidlösungsmittels entwickelt wird zur Erzeugung einer bildmäßigen Verteilung diffundierender Farbstoffe, mit einer Bildempfangsschicht in Kontakt gebracht wird und nach der Übertragung der diffundierenden Farbstoffe auf die Bildempfangsschicht von dieser wieder abgetrennt wird, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:a) das Silberhalogenid der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht besteht zu mindestens 95 Mol% aus Silberchloridb) die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht enthält eine erste nichtdiffundierende Entwicklerverbindungc) die nicht lichtempfindliche, Entwicklungskeime enthaltende Bindemittelschicht enthält eine zweite nichtdiffundierende Entwicklerverbindung, die in oxidierter Form unter den Bedingungen der Entwicklung aus der nichtdiffundierenden farbgebenden Verbindung diffundierende Farbstoffe in Freiheit zu setzen vermag, undd) die Entwicklung wird in Gegenwart von katalytischen Mengen einer diffundierenden Hilfsentwicklerverbindung durchgeführt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite nichtdiffundierende Entwicklerverbindung zu einer oxidativen Kondensationsreaktion mit der farbgebenden Verbindung befähigt ist, und daß die erste nichtdiffundierende Entwicklerverbindung nicht zu einer oxidativen Kondensationsreaktion mit der farbgebenden Verbindung befähigt ist.A-G 1278 - 34 -6 ü 98 1 9/10403. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite nichtdiffundierende Entwicklerverbindung identisch ist mit der nichtdiffundierenden farbgebenden Verbindung.^· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als nichtdiffundierende farbgebende Verbindung eine Verbindung der folgenden Formel verwendet wird:C =N-NH-X-Bworin bedeuten:R^ ist Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen, eine Aralkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine durch Alkyl oder Aryl substituierte Aminogruppe, wobei zwei am Stickstoff stehende Alyklgruppen zusammen zu einem Ring geschlossen sein können,Rp ist eine Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen, eine Aralkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Acylgruppe, die sich ableitet von einer aliphatischen Carbonsäure mit bis zu 20 C-Atomen oder einer aromatischen Carbonsäure, oder eine durch Alykl oder Aryl substituierte Aminogruppe, wobei zwei am Stickstoff stehende Alkylgruppen zusammen zu einem Ring geschlossen sein Können, oderR1 und Rp sind gemeinsam die zur Vervollständigung einer isocyclischen oder heterocyclischen Gruppe erforderlichen Ringglieder;wenigstens einer der Reste R* und R2 trägt die Gruppe A,X ist eine SuIfonylgruppe, eine Carbonylgruppe oder eine einfache chemische Bindung,A ist ein inerter diffusionsfestmachender Rest und B ist ein FarbstoffrestA-G 1278 - 35 -609819/10405, Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Bilder, dadurch gekennzeichnet, daß durch mehrfache Wiederholung des Verfahrens nach Anspruch 1 unter Verwendung von verschiedenen, jeweils unterschiedliche Farben liefernden lichtempfindlichen Materialien,, die jeweils hinter verschiedenen Vorlagen belichtet, anschließend entwickelt und paßgerecht mit derselben Bildempfangsschicht in Kontakt gebracht werden, auf der Bildempfangsschicht durch Überlagerung verschiedenfarbiger Teilbilder ein mehrfarbiges Bild erzeugt wird.6. Verfahren nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den verschiedenen Diapositiven um verschiedene Farbauszugsdiapositive desselben mehrfarbigen Originals handelt.7. Lichtempfindliches Material zur Herstellung farbiger Bilder nach dem Farbdiffusionsübertragungsverfahren, das eine auf einem Schichtträger angeordnete Schichtenkombination aus einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und einer nicht lichtempfindlichen, Keime füe die physikalische Entwicklung und mindestens eine nichtdiffundierende farbgebende Verbindung enthaltende Bindemittelschicht aufweist, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale :a) das Silberhalogenid der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht besteht zu mindestens 95 Mol % aus Silberchloridb) die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht enthält eine erste nichtdiffundierende Entwicklerverbindungc) die nicht lichtempfindliche, Entwicklungskeime enthaltende Bindemittelschicht enthält eine zweite nichtdiffundierende Entwicklerverbindung, die in oxidierter Form unter den Bedingungen der Entwicklung aus der nichtdiffundierenden farbgebenden Verbindung diffundierende Farbstoffe in Freiheit zu setzen vermag, undA-G 1278 - 36 -609819/1 040245230?d) die Entwicklung wird in Gegenwart von katalytischen Mengen einer diffundierenden Hilfsentwicklerverbindung durchgeführt.A-G t278 - 37 -609819/1040
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