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Die Erfindung betrifft einen Stempelkopf, mit dessen Hilfe der Firstbogen
eines mehrteiligen Bogenausbaus von einem in Streckenmitte aufgestellten Stempel
unterfangen wird und der aus einem zum Firstbogen gleichgerichteten langen Schuh
besteht, der oberseitig eine einem Bogenabschnitt entsprechende Nut zum Erfassen
eines Profils rinnenförmigen Querschnitts besitzt.
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Der vorgenannte stempelunterstützte Druckschuh dient zur vorübergehenden
Verstärkung des in Abbaustrecken gesetzten Bogenausbaus, und zwar jeweils in den
Bereichen, die dem in die Strecke ausmündenden Streb vorausgehen und folgen, um
eine Querschnittsverringerung der Strecke geringhalten zu können, die als Folge
der Abbaubewegungen möb lich ist.
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Es ist eine zeitweilige Streckenausbauverstärkung bekannt, die unter
Verwendung mehrerer polygonartig aneinander anschließender, lasteinstellbarer Stützen
verhältnismäßig kurze längsgenutete Druckschuhe gegen die Unterseite eines Ausbaubogens
verspannt (deutsche Auslegeschrift 1176 085). Vorgesehen ist die Unterstützung
der Verbindungsbereiche zwischen Firstsegment und Stoßsegment, gegebenenfalls zusätzlich
die Unterstützung des Mittelabschnitts des Firstsegmentes. Die kurzen Druckschuhe
sind im Bereich ihrer Längsnut in gleicher Weise gekrümmt wie die Ausbausegmente
des Bogenausbaus. Dabei stützen sich die die Längsnut des Schuhes begrenzenden Seitenflanken
klammerartig gegen die Stege des zu sichernden Rinnenprofils des Bogenausbaus ab.
Bei diesem kurzen Druckschuh wird das Rinnenprofil des Bogenausbaus unter dem wachsenden
Gebirgsdruck in die Nut des Schuhes eingepreßt. Damit werden schon zum Zeitpunkt
der Anfangsbelastung des Firstbogens in diesen gefährdeten Unterstützungsbereichen
Biegeverformungen hineingezwungen, die die Ausgangsstelle für spätere Deformationen
der Bögen sind, da die angebogenen Bereiche der Ausbausegmente naturgemäß schwache
Stellen sind. Besonders bei mangelnder Hinterfüllung wird durch die Randbereiche
des verbliebenen Hohlraumes die Gefahr vergrößert, daß der kurze Schuh das Bogensegment
in den Hohlraum hineinknickt. Der Ausbaubogen gelangt damit infolge seiner Verformung
geschwächt in den Streckenteil, wo in üblicher Weise die Ausbauverstärkung fortgenommen
wird.
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Sinngemäß der vorgenannten, bei einem Ausbaubogen in großer Seitenversetzung
vorgesehenen kurzen Schuhe hat man bei in Streckenlängsrichtung schreitenden gestenartigen
Ausbau- und Schutzkammern außenseitig von durch mehrere polygonartig verbundene
Stempelgruppen gehaltenen Längsträgern bogensegmentartig gekrümmte Bleche als Druckschalen
vorgesehen (deutsche Auslegeschrift 1193 457). Druckschalen solcher Art haben
eine ungenügende Verformungsfestigkeit und dienen lediglich als Verschalung bzw.
Schutz gegen herunterbrechendes Gestein.
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Bekannt ist eine Streckenausbauverstärkung in der Weise, daß die oberen
Enden rinnenförmiger Zusatz-Stoßsegmente mit einem in Richtung des Firstbogens gekrümmten
Ende unter das Firstsegment gelegt und durch schellenartige Verbindungsmittel angeschlossen
wurden (deutsche Patentschrift 814 603). Diese Art der Ausbauverstärkung sieht keine
stempelunterstützten Schuhe vor und kann infolge der lediglich im Klemmbereich wirkenden
örtlichen Unterstützung die das Durchknicken des Firstsegmentes begünstigende örtliche
überlastung nicht ausschließen.
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Bei einem Ausbau, der von der vorausgesetzten Gattung abweicht, werden
knieartig verbundene, etwa türstock- oder dachartig gesetzte Ausbausegmente im Mittelteil
eines geraden Kappenabschnittes mit einer vertikal verstellbaren Spindel ausgerüstet,
um auf diese Weise eine zu Verschalungszwecken vorgesehene geradlinige Holzkappe
gegen das Hangende anpressen zu können. Bei der Länge der Holzkappe war es zur Vermeidung
der Bruchgefahr notwendig, in ausreichend großem Seitenabstand von der Spindel längsgerichtete
Holzbohlen zwischen dem Ausbau und der Holzkappe einzutreiben (USA.-Patentschrift
2 510 593). Es handelt sich hier nicht um die Schaffung einer Verstärkung des wirklichen
Streckenausbaus.
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Beim Strebausbau ist es bekannt, am Kopfende eines Stempels quergerichtete
Tragarme zu befestigen und mit diesen Tragarmen parallel zueinander unter dem Verzug
laufende Unterzugschienen zu unterfangen. In den Tragarmen waren keilförmige Spannvorrichtungen
zum Heben und Senken der Unterzugschienen vorgesehen. Für einen Streckenausbau ist
diese Unterstützungsart der Unterzugschienen weder bestimmt noch geeignet (deutsche
Patentschrift 289 904).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zum Zwecke der Schaffung
einer zeitweiligen Verstärkung mehrteiliger Ausbaubögen des Streckenausbaus einen
als Stempelkopf dienenden Schuh zu schaffen, der selbst einen verhältnismäßig langen
Abschnitt des Firstsegmentes mit mehreren Unterstützungsbereichen untergreift, von
welchen einer auf den jeweils angetroffenen Bogen des Firstsegmentes einstellbar
ist.
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Der Stempelkopf nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
innerhalb der Nut drei in Abständen voneinander liegende Stützbereiche vorgesehen
sind, von welchen der mittlere von einer einstellbaren Stützschraube und die beiden
äußeren Stützbereiche von den Nutenden gebildet sind, so daß die Stützbereiche dieses
Schuhes auf unterschiedliche Radien der Firstbögen einstellbar sind.
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Man ist nunmehr in der Lage, mit einem verhältnismäßig einfachen Schuh
einen langen Bogenabschnitt des Firstsegmentes sicher zu erfassen und zu unterstützen,
weil man sich dem jeweils vorgefundenen Krümmungsradius des Firstsegmentes anpassen
kann. Das Firstsegment findet bodenseitig in dem Schuh in der Mitte und an dessen
Enden ein exaktes Auflager, das bei steigender Druckbelastung die unerwünschten
Profilverformungen ausschließt. Damit wird mit verhältnismäßig einfachen Mitteln
die Lastaufnahmefähigkeit eines solchen bogenförmigen Streckenausbaus erhöht und
eine Sicherheit dahingehend geschaffen, daß die zeitweilig notwendig gewordene Ausbauverstärkung
den Firstbogen schützt und seine Tragfähigkeit für die Zeit erhält, wo er allein
der Belastung ausgesetzt wird.
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Zu den Vorteilen des als Stempelkopf ausgebildeten Unterstützungsschuhes
zählt die Anordnung des Verstellmittels, indem es stets in der geschützten Lage
verbleibt und durch Unbefugte nicht verstellt werden sowie nach dem erfolgten Einbau
auch nicht verlorengehen kann. Trotz der Verwendung der Mittel zur Einstellbarkeit,
ist der Schuh einfach, robust und jederzeit zuverlässig betriebsbereit.
In
der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
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F i g. 1 zeigt einen dreiteiligen Bogenausbau mit stempelunterstütztem
Firstsegment; F i g. 2 zeigt den als Unterstützungsschuh ausgebildeten Stempelkopf
in Seitenansicht; F i g. 3 ist eine Stirnansicht zu F i g. 2.
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Bei dem zu verstärkenden Streckenausbau handelt es sich um einen Bogenausbau
gemäß F i g. 1, bei dem die aus Rinnenprofilen bestehenden Stoßsegmente
10 durch einen Firstbogen 11 mit Hilfe der Klemmschellen
12 od. dgl. verbunden sind. Zur zeitweisen Verstärkung dieses Bogenausbaus
wird in Streckenmitte ein Stempel 13 gesetzt, der einen den Firstbogen auf
verhältnismäßig großer Länge untergreifenden Stempelkopf 14 trägt, der einen
Unterstützungsschuh bildet.
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Dieser schuhartige Stempelkopf 14 weist eine Längsnut auf,
die von den Flanken 1 begrenzt ist. Die Längsnut ist der Form der erfaßten
Binnenprofile angepaßt. Der Boden der Längsnut ist lediglich schwach gekrümmt und
weist in der Mitte eine vertikal verstellbare Stützscheibe 2 auf. Der Kopf der Stützscheibe
bildet einen Stützbereich B. Die Endabschnitte des Bodens der Nut bilden bei A,
C ebenfalls Stützbereiche für den unterfaßten Firstbogen. Der Stempelkopf kann auf
einem Metallstempel üblicher Bauart aufgelegt oder starr befestigt werden, z.
B. mittels Klemmplatten 3. Die Sicherung der eingestellten Lage der
Stützschraube 2 kann durch Unterlegscheiben oder andere Elemente erfolgen.
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Durch Veränderung der Lage der Stützschraube kann der Abstand des
Schraubenkopfes vom Grund der Nut verändert und damit eine Anpassung an den jeweils
zu unterfangenden Firstbogen vorgenommen werden. Dadurch erhält bei Benutzung des
gleichen Schuhes jeder Firstbogen entsprechend seiner Krümmung im Schuh an drei
voneinander distanzierten Bereichen eine Unterstützung, die eine das Profil schwächende
örtliche Durchbiegung ausschließt.