DE1295195B - Thermoelektrisches Halbleitermaterial - Google Patents
Thermoelektrisches HalbleitermaterialInfo
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Description
sulfidseleniden liegen die Anteile an Selen bei Spuren 15 binären Systems SnPbTe.
von Schwefel zwischen 26,5 und 27,55 Gewichtsprozent Nur die F i g. 3, 6 und
bzw. bei Spuren von Selen der Anteil von Schwefel bei
12,9 bis 13,37 Gewichtsprozent. Für die Dotierung diente Gallium, Zirkonium, Titan, Tantal, Wismut,
erfindungsgemäßen Halbleitermaterialien lassen sich leicht und sicher kontaktieren und zeichnen sich
durch hohe Stabilität bei geringem Temperaturgang aus.
Die Erfindung betrifft ein thermoelektrisches Halbleitermaterial,
welches aus bis 51,791 Atomprozent Blei, bis 51,791 Atomprozent Zinn, 47,5 bis 56,3 Atomprozent
Tellur sowie 0,709 bis 6,834 Atomprozent
7 beziehen sich auf erfindungsgemäße Halbleitermaterialien. Die anderen Figuren
erläutern Halbleitermaterialien auf der Basis von Bleizinntelluriden, jedoch ohne Mangan. Das ther-Chlor,
Brom oder Jod. Man erreicht mit diesen ins- 20 moelektrische Verhalten dieser Substanzen ist jedoch
besondere den Bleisulfiden einen thermischen Wir- für den hier anzustellenden Vergleich wesentlich und
kungsgrad von etwa 1,4 %> bei den Bleiseleniden dient zur Würdigung der erfindungsgemäßen Materivon
etwa 2,2% und bei den Bleitelluriden etwa alien.
5%· Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen HaIb-
Die Erfindung bringt nun thermoelektrisches Halb- 25 leitermaterialien geht man von den Elementen aus und
leitermaterial, welches sich durch besonders gute Nutz- schmilzt sie in einem Graphittiegel in Wasserstoffleistung
und Unempfindlichkeit in der Anwendung atmosphäre ein. Man kann aber auch die Telluride geauszeichnet.
Es läßt sich sowohl als Wärmepumpe als trennt herstellen und dann erst in einem neuerlichen
auch als thermoelektrischer Generator verarbeiten. Schmelzvorgang auf die erfindungsgemäß zu-Die
mechanische Festigkeit ist zufriedenstellend, die 30 sammengesetzten Halbleitermaterialien umschmel-Temperaturwechselbeständigkeit
besonders hoch. Die zen.
Die fertiggeschmolzene Halbleitersubstanz wird in reduzierender Atmosphäre, z. B. in eine Graphitform,
zu Blöcken gegossen und die Schenkel oder sonstigen 35 Halbleiterbauteile nach dem Erstarren herausgearbeitet.
Man kann natürlich auch die letzte Schmelze pulverisieren und dann das Pulver pressen, z. B. unter
einem Druck von etwa 2800 kg/cm2. Die so erhaltenen Form- und Preßkörper werden dann im allgemeinen in
Mangan besteht, wobei bis zu 50 Atomprozent des 40 einer Wasserstoffatmosphäre noch einer Wärmebe-Tellurgehaltes
durch Selen und/oder bis zu 20 Atom- handlung, also einem Tempern unterzogen. Solch
prozent des Tellurgehaltes durch Schwefel ersetzt sein eine Temperaturbehandlung kann z. B. 2 Stunden bei
kann. Das Atomverhältnis Pb zu Sn soll bis höchstens 76O0C und 8 bis 10 Stunden bei 427°C erfolgen. Man
2 betragen, wenn der Tellurgehalt zwischen 47,5 und kann auf die Hochtemperaturbehandlung verzichten,
49,99 % liegt. Ist das Atomverhältnis Sn zu Pb > 3, so 45 jedoch bedeutet dies eine sehr beträchtliche Verlängerung
des Anlassens auf 427° C.
Wie erwähnt, können die erfindungsgemäßen Halbleitersubstanzen Tellurüberschuß, Tellurunterschuß,
also Metallüberschuß oder auch stöchiometrische Verleitermaterial kann ein positives Dotierungsmittel bis 50 hältnisse aufweisen, jedoch erreicht man beste reprodu-2
Atomprozent für p-leitendes Halbleitermaterial zierbare Eigenschaften mit Halbleitermaterialien nach
der Erfindung mit einem Überschuß an Anionen oder Kationen, der ausreichend von Null abweicht, so daß
eine geringe definierte weitere Phase zusätzlich neben der Hauptphase vorliegt. Ist eine solche zweite Phase
vorhanden, ist die Ladungsträgerkonzentration nahezu unabhängig von der Abweichung von der stöchiometrischen
Zusammensetzung. Dies gilt für Kationenüberschuß bis herunter zu 47,5 Atomprozent Tellur und
bei Anionenüberschuß bis zu 56,3 Atomprozent Tellur. Das stöchiometrische Verhältnis liegt bei 50 Atomprozent
Tellur.
Viele der im folgenden beschriebenen Halbleitermaterialien, insbesondere die Substanzen, die den
F i g. 3 zeigt die Abhängigkeit des spezifischen 65 F i g. 1 und 2 zugrunde liegen, sind auf Gewichtsver-Widerstands
von der Temperatur bei einem erfindungs- hältnis bezogen. In folgender Tabelle geht das Atomgemäßen Halbleitermaterial; verhältnis der Substanzen aus den Fig. 1 und 2
F i g. 4 ist ein Diagramm von Isothermen der Ther- hervor.
soll der Tellurgehalt 50,01 bis 56,3 Atomprozent betragen.
Besonders günstig sind Stoffe mit 7,568 Atomprozent Pb, 41,135 Atomprozent Sn, 49,884 Atomprozent
Te sowie 1,413 Atomprozent Mn. Das HaIb-
> Sn>
Mn> Te>
Se> s = 10° Atomprozent) enthalten,
und zwar Natrium, Kalium, Nickel, Thallium, Antimon oder Arsen.
Die Erfindung soll an Hand der Figuren näher erläutert werden:
F i g. 1 zeigt die Thermokraft κ von manganfreien
Bleizinntelluriden in Abhängigkeit von der Temperatur;
F i g. 2 zeigt den spezifischen Widerstand ρ ebenfalls
manganfreier Halbleitermaterialien unterschiedlicher Zusammensetzungen
in Abhängigkeit von der Temperatur;
| Kurve | SnTe/PbTe | Sn zu | Sn- Pb- | 21,255 | Te- |
| in | Gewichts | Pb | 16,500 | ||
| Fig. 2 | prozent | 12,018 | |||
| 1 | 50/50 | 1,36 | Atomprozent | 7,788 | 49,864 |
| 2 | 60/40 | 2,04 | 28,881 | 3,788 | 49,870 |
| 3 | 70/30 | 3,17 | 33,630 | 0 | 49,876 |
| 4 | 80/20 | 5,44 | 38,106 | 49,881 | |
| 5 | 90/10 | 12,23 | 42,331 | 49,886 | |
| 6 | 100/0 | OO | 46,326 | 49,891 | |
| 50,109 |
Der F i g. 1 lagen vier Proben mit 70 % Zinntellurid, 30% Bleitellurid zugrunde, die vier unterschiedlichen
Wärmebehandlungen unterzogen wurden, und zwar eine Probe wird bei 760° C getempert und auf
Raumtemperatur abgeschreckt, um an dieser die Kennlinie für 76O0C zu ermitteln. Bei den anderen
Proben wurden Temperaturen von 649, 538, 427 bzw. 316°C angewandt. Ein längeres Anlassen bei 3150C
führt zu keiner merklichen Änderung der elektrischen Eigenschaften gegenüber einer bei 427 0C getemperten
Probe.
Wie aus F i g. 2 hervorgeht, erreicht man bei einer Anlaßtemperatur von 4270C und steigenden Zinntelluridgehalten
eine Verringerung des Widerstands. Es wurden Proben mit SnTe zu PbTe = 50:50
(Kurve 1), 60:40(2), 70:30(3), 80:20(4), 90:10(5) und 100: 0 (6) untersucht.
Der F i g. 3 liegt eine Probe mit 80% Zinntellurid, 20% Bleitellurid entsprechend 7,6 Atomprozent Pb,
41,1 Atomprozent Sn, 49,9 Atomprozent Te und 1,4 Atomprozent Mn zugrunde. Die Kurve ABED
zeigt den Widerstand als Funktion der Temperatur. Unter 400 0C beruht die Temperaturabhängigkeit des
Widerstandes in der Hauptsache auf Gitterstreuungen, die mit steigender Temperatur zunehmen. Über etwa
4000C gleicht sich jedoch der Widerstand etwas aus
und fällt dann entsprechend dem Kurvenstück BED durch Zunahme der Ladungsträgerkonzentration,
welche die zunehmende Gitterstreuung mit steigender Temperatur kompensiert. Wird die Probe zur Erreichung
des Gleichgewichtszustandes im Sinne der F i g. 3 rasch erhitzt, z. B. mit einer Geschwindigkeit
von etwa 75°C/Min., so entspricht die Abhängigkeit des Widerstandes dem Gleichgewicht nach dem
Kurvenstück AB. Bei weiterem schnellem Erhitzen über 4000C wird der Widerstand über das Kurvenstück
BC in Richtung der normalen temperaturbedingten Gitterstreuung unter 4000C ansteigen.
Wird die Probe konstant auf 5000C gehalten, so
sinkt der Widerstand auf einen Gleichgewichtswert und erreicht diesen über das Kurvenstück CE; wenn man
die Probe nun nicht konstant auf 5000C hält, sondern
schnell ohne Unterbrechung von etwa 400 auf 6000C
erhitzt, so steigt der Widerstand über das Kurvenstück BC und fällt allmählich auf den Gleichgewichtswert D, sobald die Temperatur 6000C erreicht ist.
Wird die Probe nun schnell, d. h. mit einer Geschwindigkeit von etwa 150°C/Min., abgekühlt, so
beobachtet man den umgekehrten Vorgang. Zwischen 600 und 5000C folgt der Widerstand der Gleichgewichtskurve
entsprechend dem Kurvenstück DE. Wird relativ schnell weiter abgekühlt, erfolgt eine schnelle
Herabsetzung des Widerstands entsprechend dem Kurvenanteil EFG. Wird andererseits die Probe von
600 auf 400°C rasch gekühlt und dann bei 400°C gehalten,
so steigt der Widerstand von F auf B im Gleichgewicht.
Wird nun von 6000C beispielsweise auf O0C schnell
abgekühlt und die Probe dann neuerlich auf 6000C mit
obiger Geschwindigkeit aufgeheizt, so folgt der Widerstand dem Kurvenstück GEHE und erreicht die Gleichgewichtskurve
bei E und folgt dieser bis D. Nach Abschrecken von 600° C entspricht der Widerstand im
allgemeinen dem Kurvenstück DJ.
Aus der F i g. 4 ergibt sich, daß Bleizinntelluride mit Metallüberschuß für alle Arbeitstemperaturen n-leitend
sind, wenn die Atomverhältnisse Pb zu Sn > 2 sind. Mangan und positive Dotierungsmittel verschieben
diese Kurven im wesentlichen nach links, im allgemeinen zeigen jedoch Bleizinntelluride mit
Metallüberschuß gute Eigenschaften als p-Leiter nur, wenn das Atomverhältnis Pb zu Sn
< 2 ist.
F i g. 5 zeigt die Thermokraft von p-Leitern aus dem System Bleizinntelluride mit Tellurüberschuß
in Abhängigkeit von der Zusammensetzung bei verschiedenen Temperaturen. Die thermoelektrischen
ao Eigenschaften der erfindungsgemäßen Substanzen mit Mangantellurid sind weniger günstig, wenn das Atomverhältnis
Sn zu Pb > 3 ist.
Die überraschenden Eigenschaften der erfindungsgemäßen Produkte werden aus F i g. 10 deutlich. Sie
zeigt einen Ausschnitt aus dem Phasendiagramm des Systems 76 Atomprozent Zinn und 24 Atomprozent
Blei als Beispiel. Das Phasendiagramm wurde aufgenommen aus den Werten für den elektrischen Widerstand
und einer angenommenen Löcherbeweglichkeit von 500 cm2/V · Sek. Wie aus der F i g. 10 hervorgeht,
existiert in dem System Zinn—Blei—Tellur ein
einphasiger Bereich der «-Phase, der vollständig im Bereich des Tellurüberschusses liegt. Im Bereich des
Tellurunterschusses liegt neben der α-Phase noch eine metallreiche zweite Phase vor, die über dem Blei-Zinn-Eutektikum
von 183°C schmilzt. Bei sehr großem Tellurüberschuß, also bereits außerhalb des einphasigen
Gebiets, liegt die α-Phase mit einer zwieten Phase, nämlich dem Tellurüberschuß, vor, die über dem
Tellur-Metalltellurid-Eutektikum von 405° C schmilzt. Bei einem bei 6000C getemperten Halbleitermaterial
mit Metallüberschuß kommt es im Gleichgewicht zu der α-Phase entsprechend Punkt B und einem geringen
Anteil einer Zweitphase in Form der α-Phase mit einer Metallüberschußphase. Die α-Phase zeigt eine
Dichte der Metallfehlstellen proportional dem Abstand zwischen den Punkten A und B. Da der Punkt B
von der stöchiometrischen Zusammensetzung auf der Seite des Tellurüberschußes liegt, enthält das Material
Metallfehlstellen und ist p-leitend. In einem n-leitenden
Material mit Tellurfehlstellen liegt der Punkt B auf der Metallüberschußseite von der stöchiometrischen Zusammensetzung.
Eine bei 600° C getemperte Probe mit Tellurüberschuß (F i g. 10) wird im Gleichgewicht eine α-Phase entsprechend Punkt C sowie eine geringe Menge einer Zweitphase von α-Phase mit Tellurüberschußphase bilden. Bei 600°C zeigt die α-Phase eine Dichte an Metallfehlstellen, die proportional ist dem Abstand der Punkte A und C.
Eine bei 600° C getemperte Probe mit Tellurüberschuß (F i g. 10) wird im Gleichgewicht eine α-Phase entsprechend Punkt C sowie eine geringe Menge einer Zweitphase von α-Phase mit Tellurüberschußphase bilden. Bei 600°C zeigt die α-Phase eine Dichte an Metallfehlstellen, die proportional ist dem Abstand der Punkte A und C.
Die Temperaturabhängigkeit der elektrischen Eigenschaften der Masse des Systems nach F i g. 10 ergibt
sich aus dem Abfall der Linie an der Grenze des einphasigen Gebiets. Bei Proben mit Metallüberschuß
gegenüber der Zusammensetzung der «-Phase wird ein Gleichgewicht über etwa 4250C erreicht. Die Entfernung
der Grenze der Zusammensetzung des einphasigen Gebietes von dem stöchiometrischen und
damit die Ladungsträgerkonzentration steigt mit steigenden Gleichgewichtstemperaturen. Dies ergibt
sich aus der Divergenz der Grenzlinie, die durch den Punkt B läuft, von der vertikalen stöchiometrischen
Linie über Punkte bei einer Temperatur über etwa 4250C. Die allgemein parallele Beziehung zwischen
Grenzlinie und stöchiometrischer Linie unter etwa 425° C zeigt an, daß solche Proben bei diesen Temperaturen
nicht oder nur wenig temperaturabhängig sind hinsichtlich der Dichte der Metallfehlstellen.
Für alle erfindungsgemäßen Halbleitermaterialien lassen sich ähnliche Diagramme aufstellen. Für Bleitelluride
liegt die Zusammensetzung der höchstschmelzenden Produkte sehr nahe an dem stöchiometrischen
Verhältnis, so daß ein Teil des einphasigen Gebiets im Bereich des Metallüberschusses zu liegen
kommt. Daraus erklärt sich das normalerweise n-leitende Verhalten von Tellurunterschuß-Bleitelluriden
und das p-leitende Verhalten von Tellurüberschuß-Bleitelluriden. Mit zunehmendem Zinntelluridgehalt
wird die höchstschmelzende Zusammensetzung in Richtung auf höheren Tellurüberschuß, d.h. im
Phasendiagramm nach rechts, verschoben. Bei Gleichgewichtsbedingungen zeigen Metallüberschuß-Zinnbleitelluride
eine Verschiebung der Eigenschaften von η-Leiter zu p-Leiter mit steigendem Zinntelluridgehalt,
wobei die Änderung des Leitertyps sich aus F i g. 4 ablesen läßt. Bei dem Punkt der Umwandlung des Leitfähigkeitstyps
einer Masse entsprechend der einphasigen Zusammensetzung α im Gleichgewicht mit
Metallüberschuß ist die Zusammensetzung im wesentlichen stöchiometrisch.
Aus obigem geht hervor, daß bei Halbleitersystemen nach der Erfindung so lange neben einer vorherrschenden
einphasigen Masse eine definierte zweite Phase vorliegt, der quantitative Überschuß an Metall
oder Tellur in dieser zweiten Phase weitgehend schwanken kann, da die elektrischen Eigenschaften des
Halbleitermaterials von der Zusammensetzung des überwiegenden, einphasigen Materials bestimmt werden.
Da man die elektrischen Eigenschaften der α-Phase leicht und exakt durch eine Wärmebehandlung einstellen
kann, wobei die chemische Zusammensetzung des einphasigen Materials einstellbar ist, so ist eine
gute Regelung der Konzentration der einzelnen Elemente für hochwertige Systeme nicht absolut erforderlich.
Dies ist hinsichtlich der Massenproduktion von thermoelektrischen Schenkeln zur Gewährleistung
der Gleichmäßigkeit und der Beibehaltung der elektrischen Eigenschaften von grundlegender Bedeutung.
Einige der erfindungsgemäßen Massen mit Metallüberschuß zeichnen sich dadurch aus, daß die α-Phase
vom stöchiometrischen Verhältnis vollständig in Richtung zum Tellurüberschuß leigt .Es ist demnach
Die Proben sind 6 Stunden bei 7600C getempert und
dann innerhalb von 8 Stunden im Ofen auf 26O0C gekühlt worden. Die den F i g. 8 und 9 zugrunde liegenden
Halbleitermaterialien besitzen folgende Analyse:
| SnTe/PbTe | Sn zu | Blei | Zinn | 38,013 | Tellur | |
| Kurve | Gewichts | Pb | 28,801 | |||
| prozent | Atomprozent | 23,763 | ||||
| 6 | 70/30 | 3,18 | 11,946 | 18,398 | 50,041 | |
| 5 | 50/50 | 1,36 | 21,120 | 12,675 | 50,079 | |
| 4 | 40/60 | 0,91 | 26,137 | 6,557 | 50,099 | |
| 3 | 30/70 | 0,58 | 31,480 | 50,122 | ||
| 2 | 20/80 | 0,34 | 37,179 | 50,146 | ||
| 1 | 10/90 | 0,15 | 43,272 | 50,171 |
Die Beeinflussung der elektrischen Eigenschaften von p-leitendem Zinn-Blei-Tellurid nach der Erfindung
durch Zusatz von Mangantellurid geht aus den F i g. 6 und 7 hervor. Die Analyse der untersuchten Produkte
ao ist in folgender Tabelle zusammengestellt:
| Kurve | MnTe | Mangan | Blei | Zinn | 42,331 | Tellur |
| % | Atomprozent | 41,730 | ||||
| 1 | 0 | 0 | 7,788 | 41,135 | 49,881 | |
| 2 | 1 | 0,709 | 7,678 | 39,378 | 49,883 | |
| 3 | 2 | 1,413 | 7,568 | 36,545 | 49,884 | |
| 4 | 5 | 3,488 | 7,245 | 49,889 | ||
| 5 | 10 | 6,834 | 6,724 | 49,897 |
Abgesehen von der angestrebten Beeinflussung der Thermokraft der erfindungsgemäßen Halbleitermaterialien
durch Zusatz von Mangantellurid kann man in manchen Fällen auch noch zu einer Verbesserung
durch Zusatz geringer Mengen von Dotierungssubstanzen, die zu einer Erhöhung der Ladungsträgerkonzentration
führen, kommen.
Die Wirksamkeit von Dotierungsmitteln für n- oder p-Leitung hängt von der Temperatur, den relativen
Mengenverhältnissen von Zinntellurid, Bleitellurid und Mangantellurid und davon ab, ob es sich um Tellurüberschuß
oder Metallüberschuß handelt. Sind die Dotierungselemente im Überschuß über die Löslichkeitsgrenze
im einphasigen Gebiet vorhanden, so sind sie abhängig von der Temperaturabhängigkeit der
Löslichkeit.
Die maximale Konzentration an Dotierungsmittel für p-Leiter zur wirksamen Veränderung der physikalischen
Eigenschaften der Halbleitermaterialien liegt bei etwa 2 Atomprozent.
Als dotierende Substanz sowohl für Metallüberschuß- als auch Tellurüberschußmaterial nach der Erfindung
eignen sich Natrium, Kalium und Thallium; Antimon und Arsen sind Akzeptoren bei Metall-
35
40
45
möglich, Proben herzustellen, die insgesamt Metall- 55 Überschußhalbleitern, werden jedoch Donatoren bei
Überschuß zeigen, jedoch p-leitend sind infolge der Tellurüberschuß. Selbst in Gegenwart von Spuren
Tatsache, daß die α-Phase Metallfehlstellen besitzt. Selen sind Antimon und Arsen Donatoren für HaTb-
Solche Halbleitermaterialien mit Metallüberschuß leiter mit Tellur- und Metallüberschuß,
lassen sich besonders leicht kontaktieren, z. B. mit Bei Halbleiterkörper mit Zinntellurid ist Nickel ein
Eisenelektroden. Thermoelektrische Schenkel aus 60 Akzeptor, jedoch füllt die Wirksamkeit mit zunehmen-
p-leitendem Metallüberschußmaterial zeigen bei der dem Metallüberschuß. Eine optimale Wirksamkeit von
Kontaktierung hervorragende metallurgische Stabilität, wie dies für p-leitende Telluride ungewöhnlich ist,
die ja im allgemeinen Tellurüberschuß besitzen.
Aus den F i g. 8 und 9 geht die Abhängigkeit der 6g Thermokraft bzw. des Widerstandes von der Temperatur
einer Anzahl von Halbleitermaterialien mit Tellurüberschuß aus dem System Zinn—Blei—Tellur hervor.
Nickel beobachtet man bei Halbleitern, in denen Bleitellurid und Zinntellurid in nahezu äquimolaren Mengen
vorliegen.
Claims (3)
1. p-leitendes, thermoelektrisches Halbleitermaterial
auf der Basis von Bleizinntelluriden,
dadurch gekennzeichnet, daß es aus <
51,791 Atomprozent Blei, ^ 51,791 Atomprozent Zinn, 47,5 bis 56,3 Atomprozent Tellur und
0,709 bis 6,834 Atomprozent Mangan besteht, wobei bis 50 Atomprozent des Tellurgehalts durch
Selen und/oder bis zu 20 Atomprozent des Tellurgehalts durch Schwefel ersetzt sein kann.
2. Halbleitermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis Pb zu Sn
<2 ist
und der Tellurgehalt 47,5 bis 49,99 Atomprozent beträgt.
3. Halbleitermaterial nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an bis 2 Atomprozent
positives Dotierungsmittel, berechnet auf die Summe der Anteile an Blei, Zinn, Mangan,
Tellur, Selen und Schwefel als 100 Atomprozent, und zwar Natrium, Kalium, Thallium, Antimon,
Arsen oder Nickel.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
909520/413
Applications Claiming Priority (2)
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| US16208361A | 1961-12-26 | 1961-12-26 | |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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1966
- 1966-07-05 US US563933A patent/US3403133A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1043530A (en) | 1966-09-21 |
| US3403133A (en) | 1968-09-24 |
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