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Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für Perforatoren zum
Markieren von Lochstreifen für die Steuerung von Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen
mit einer Skala zur Anzeige des noch verfügbaren Zeilenrestes und mit zwei übereinander
angeordneten, mit Bezug auf eine gemeinsame feste Anzeigekante sich gegenläufig
zueinander bewegenden Anzeigefeldern, von denen das eine Anzeigekontrastfeld zur
Anzeige des Zeilenrestbereichs - ausgehend von einer Nullstellung, in der seine
Anfangskante um eine der Zeilenlänge entsprechende Strecke von der Anzeigekante
entfernt ist - entsprechend der Breite der getasteten Buchstaben und der Einsatzstärke
der Spatienkeile auf die Anzeigekante zu läuft, während sich das andere Anzeigekontrastfeld
- ausgehend von einer Nullstellung, in der seine Endkante mit der Anzeigekante zusammenfällt
- entsprechend der Ausschließfähigkeit der getasteten Spatienkeile von der Anzeigekante
entfernt und der Abstand zwischen der Anfangskante des ersten Anzeigekontrastfeldes
und der Endkante des zweiten Anzeigekontrastfeldes den bis zur Ausschließfähigkeit
noch verbleibenden Zeilendifferenzbereich wiedergibt.
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Bei bekannten Anzeigevorrichtungen dieser Art, welche der Darstellung
der verbrauchten Zeilenlänge und des noch ausschließbaren Bereichs der Zeile dienen,
ist es nachteilig, daß der noch verbleibende Rest bis zum Erreichen der Ausschließfähigkeit
der Zeile ziffernmäßig nicht ohne weiteres abgelesen werden kann.
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Die Aufgabe der Erfindung ist, diesen Mangel in einfacher Weise zu
beheben.
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Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß bei einer
Anzeigevorrichtung der eingangs geschilderten bekannten Art die Kontrastfelder auf
flexible Bänder aufgebracht sind und daß die Skala auf dem die Füllung der Zeile
anzeigenden oberen Rand angebracht ist und sich an die Stirnkante des Kontrastfeldes
mit gegen die Anzeigekante steigenden Werten anschließt.
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Vorteilhaft ist hierbei insbesondere, daß die beiden, den Setzer in
erster Linie interessierenden Restgrößen an einer einzigen Skala unmittelbar, d.
h. ohne die Notwendigkeit einer Differenzbildung ablesbar sind. Dies ist für die
Bedienungsperson insbesondere deshalb wichtig, weil bekanntlich beim Eintasten der
Spatienkeile zweierlei Zählinformation eingegeben wird: a) Die Minimalstärke des
Spatienkeiles, die im Satz den Mindestwortzwischenraum bildet, wird den Matrizendickten
zugezählt. Die Summe der Zählwerte der Matrizendickten und Spatienkeilminima wird
von der vorgegebenen Zeilenlänge abgezogen und ergibt den noch maximal verfügbaren
Zeilenrestwert, b) die Ausschließfähigkeit des Spatienkeiles, d. h. der Betrag,
um den der Keil über seine Minimaldickte hinaus ausgetrieben werden kann. Vermindert
man den oben definierten Zeilenrestwert um die Summe der Ausschließfähigkeit aller
in die Zeile eingetasteten Keile, so erhält man den Betrag, um den die Zeile noch
mit Matrizen- und Spatienkeilen minimal aufgefüllt werden muß, damit sie ausschließfähig
wird.
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Die neue Anzeigevorrichtung zeigt alle wesentlichen Informationen
über den Zustand und den Fortgang der Füllung einer Zeile optisch in so sinnfälliger
Weise an, daß die Bedienungsperson des Perforators diese Anzeige gleichsam unterbewußt
registriert, ohne dabei in der zum Lesen des Manuskriptes erforderlichen Aufmerksamkeit
nachzulassen. Erst gegen Zeilenende muß die Bedienungsperson die Anzeige genauer
beobachten.
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Alles ist in einem räumlich äußerst kleinen Bereich konzentriert,
wenn die Eintastung die kritische Phase erreicht hat. Der Bedienungsperson wird
es aufs äußerste erleichtert, außer auf Klaviatur und Manuskript noch auf die Zählanzeige
zu achten, die ja unerläßlich ist, weil ausgeschlossene Zeilen produziert werden
sollen.
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Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Felder
und die Meßbereiche auf angetriebene transparente photographische Bänder aufkopiert.
Diese Anordnung auf Bändern ergibt vor allem eine mechanisch sehr vorteilhafte Verwirklichung
und Beherrschung dieser Anzeigemittel; Bänder aus photographischem Material, z.
B. Film, gestatten zudem in sehr origineller Weise ein unmittelbares Aufkopieren.
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Um die Bedienungsperson auf das nahe Zeilenende aufmerksam zu machen,
kann in der Vorrichtung eine Lampe vorgesehen sein, die zur Erhöhung des Kontrasts
innerhalb eines fest vorgegebenen Zeilenrestbereichs (beispielsweise 4 Cicero) aufleuchtet,
wenn das den Zeilenrestbereich erkennbar machende Kontrastfeld in diesen eintritt.
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Um eine leichte Zugänglichkeit zur Anzeigevorrichtung zu gewährleisten,
kann die Anzeigevorrichtung als komplette Einheit ausgebildet und auswechselbar
unter einem leicht entfernbaren Deckel im Perforatorgehäuse angeordnet sein.
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Auch ist es möglich, daß die als bauliche Einheit ausgebildete Vorrichtung
in einem Aufsatz vorgesehen ist, der auf dem Perforatorgehäuse steht. Diese Ausbildung
wird dann bevorzugt, wenn die Anzeigevorrichtung als Baustein unabhängig vom Perforator
hergestellt werden soll.
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Die Erfindung ist an Hand der Darstellungen von Ausführungsbeispielen
sowie der folgenden Beschreibung erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine perspektivische
Vorderansicht des Perforators, F i g. 2 eine Teilansicht der Anzeigevorrichtung
mit flexiblen Bändern und beweglicher Skala, bei abgenommenem Perforatorgehäuse,
F i g. 3 eine Teilansicht der Anzeigevorrichtung mit rechteckigen Blenden und fester
Skala, bei abgenommenem Perforatorgehäuse, F i g. 4 eine Teilansicht der Anzeigevorrichtung
mit rolloartigen Blenden, bei abgenommenem Perforatorgehäuse.
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Die Anzeigevorrichtung kann gemäß F i g. 1 über dem Tastenfeld 19
unmittelbar unter dem Manuskripthalter 17 in einer Vorderwand 20 des Perforatorgehäuses
21 angebracht sein. Sie weist eine feste Blende 16 auf. Im oberen Fenster dieser
Blende ist eine Skala 15 erkennbar, die in typografischen Maßen geeicht ist. An
den Punkt 0 der Skala 15 schließt sich nach rückwärts ein Anzeigekontrastfeld 1
an. Auf eine später noch näher beschriebene Weise wird die Skala 15 in fallender
Zählrichtung entsprechend der sich füllenden Zeile von links nach rechts bewegt.
Dieser Bewegung folgt zwangläufig das Anzeigekontrastfeld 1. Der jeweils von dem
Anzeigekontrastfeld 1 eingenommene Raum 22 ist ein Maß für die
bereits
gefüllte, im nicht dargestellten Lochstreifen gelochte Zeilenlänge, während der
von der Skala 15 eingenommene Raum 5, in optisch leicht wahrzunehmender Weise den
noch zur Verfügung stehenden Restraum der Zeile anzeigt.
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Beim Eintasten von Buchstaben oder Symbolen, z. B. »?«, »;«, in die
Tastatur 19 rücken die Skala 15 und das Kontrastfeld 1 gemeinsam schrittweise um
eine der jeweiligen Matrizenbreite entsprechende Strecke nach rechts. Die Skala
15 läuft dabei in fallender Zählrichtung auf eine feste Anzeigekante 3 zu.
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Im unteren Anzeigefenster der festen Blende 16 wird, gegenläufig zur
Skala 15, ein zweites Anzeigekontrastfeld 2 bewegt, das zwischen seiner Anfangskante
6 und der festen Anzeigekante 3 die Ausschließfähigkeit 7 der Spatienkeile angibt,
die sich in dem bereits gefüllten Teil der Zeile befinden.
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Wenn die Anfangskante 4 des oberen Anzeigekontrastfeldes 1 über der
Anfangskante 6 des unteren Anzeigekontrastfeldes 2 steht, kann die Zeile ausgeschlossen
werden. In den meisten Fällen wird aber die Zeile noch weiter mit Matrizen ausgefüllt,
um ein gutes typografisches Zeilenbild zu bekommen.
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Der Abstand 8 zwischen den Anfangskanten 4
und 6 der
Anzeigekontrastfelder 1 und 2 gibt den bis zur Ausschließfähigkeit der Zeile jeweils
noch verfügbaren Zeilendifferenzbereich an.
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Hinter dem rechten Teil der festen Blende 16 ist eine in der F i g.
1 nicht erkennbare Lampe 18 angeordnet. Sie leuchtet auf, wenn die Anfangskante
4 des oberen Anzeigekontrastfeldes 1 in einen voreingestellten Restraum der Zeile
eintritt. Die Lampe zeigt der Bedienungsperson an, daß nun mit besonderer Aufmerksamkeit
geschrieben werden muß.
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F i g. 2 läßt Einzelheiten der an einem Blendengeste1127 des Perforators
angebrachten ersten Ausführungsform der Anzeigevorrichtung erkennen. Die Skala 15
und das sich rückwärts an sie anschließende Anzeigekontrastfeld 1 sind auf einem
flexiblen Band 9b angeordnet, das an seinen Rändern Perforierungen 23 aufweist.
Das Band 9 b ist über Umlenkrollen 1 geführt, von denen in F i g. 2 nur die rechte
Rolle gezeigt ist.
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Das Anzeigekontrastfeld 1 und die Skala 15 können auf dem Band 9 b
aufgedruckt sein. Das Band 9 b kann auch aus transparentem Material, z. B. einem
Film, bestehen. In diesem Fall sind Anzeiekontrastfeld 1 und Skala 15 photographisch
auf" das filmartige Band 9 b aufgebracht.
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Unmittelbar unter dem Band 9 b ist ein gegenläufig zum Band 9b bewegtes
Band 10b angeordnet, auf dem das Anzeigekontrastfeld 2 aufgebracht ist. Auch das
Band 10 b ist an seinen Kanten mit Perforierungen 23 versehen. Es wird über eine
rechte Umlenkrolle 11 geführt. Die Umlenkrolle 11 ist auf Wellen befestigt, die
drehbar im Blendengestell 27 des Perforators gelagert sind.
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Zum Antrieb der Bänder9b, 10b kann je eine Antriebsrolle 26 vor-esehen
sein. F i g. 2 läßt nur die Antriebsrolle 26 des Bandes 10b erkennen, die über einen
Schneckentrieb 25 von einem Gleichstrommotor 24 angetrieben wird. Für beide Bänder
kann auch jeder beliebige äquivalente Antrieb verwendet werden. Der Abstand zwischen
den Achsen der Antriebsrolle 26 und der Umlenkrolle 11 des Bandes 9 b bestimmt die
geringe Breite der Anzeigevorrichtung.
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Gemäß der F i g. 3 können in der Anzeigevorrichtun- als Kontrastfelder
1, 2 auch rechteckige Blenden 9 a und 10 a verwendet werden.
Sie sind ebenfalls mit Transportlochungen 230 versehen. Zum Antrieb können, wie
in der ersten Ausführungsform, je ein Antriebsrad 260, ein Schneckentrieb 25 und
ein Motor 24 verwendet werden. Die Blenden werden vorzugsweise auf nicht
dargestellten Schienen geführt. Die Skala 14 steht in der Ausführungsform gemäß
F i g. 3 still. Sie ist am Anzeigeblendengestell 27 befestigt. Hierbei fallen der
0-Punkt der Skala und die feste Anzeigekante 3 am rechten Teil der Blende
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zusammen. Auch bei dieser Ausführungsform ist eine Lampe 18 hinter dem rechten
Teil der festen Blende 16 vorgesehen.
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Nach F i g. 4 können die flexiblen Bänder mit den Anzeigekontrastfeldern
1, 2 auch gegen die Kraft von Rückstellfedern 13 von Abwickelrollen 30 rolloartig
abgezogen werden. Das Band steht dabei beispielsweise über zwei Zugbänder 29 mit
der Abwickelrolle 30 in Verbindung und wird auf eine Aufwickelrolle
28 aufgewickelt. Ebenso wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsformen
kann die Aufwickelrolle 28 über einen Schneckentrieb 25 von einem
Gleichstrommotor 24 angetrieben werden. Für die Bänder läßt sich aber auch
jeder beliebige äquivalente Antrieb verwenden. Die Motoren 24 werden auf eine im
Zusammenhang mit dieser Erfindung nicht interessierende Weise von Addier- bzw. Zählvorrichtungen
gesteuert, die die Matrizenbreite bzw. die Anzahl der verwendeten Spatienkeile sowie
ihre Ausschließfähigkeit addieren.
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In einer anderen nicht dargestellten Ausführungsform können hinter
einem Anzeigefenster auch mehrere übereinanderliegende und zueinander verschiebbare
Blenden oder bewegliche Bänder und Blenden verwendet werden. Hierbei lassen sich
Bänder bzw. Blenden derartig färben, daß durch das übereinanderschieben farbige
Kontraste entstehen, die die gefüllte Zeile und die Ausschließfähigkeit der Spatienkeile
anzeigen.
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Das Maß des vorgegebenen Zeilenrestbereiches, von dem ab die Lampe
18 hinter der rechte Seite der festen Blende 16 aufleuchtet, ist einstellbar. Normalerweise
beträgt er 4 Cicero.
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In den Fällen, in denen die Anzeigevorrichtung als komplette Einheit
ausgebildet ist, kann sie unter einem leicht entfernbaren Deckel auswechselbar im
Perforatorgehäuse angeordnet sein.
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Die Anzeigevorrichtung kann auch als bauliche Einheit ausgebildet
und als Aufsatz auf dem Perforatorgehäuse aufgestellt werden. Dieses ist dann der
Fall, wenn die Anzeigevorrichtung getrennt vom Perforator hergestellt wird.