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Die Hauptpatentanmeldung P 12 74 935.8-26 bezieht sich nach
Anspruch 5 auf eine Schnellverseilmaschine mit einem zwischen zwei um eine
gemeinsame Maschinenachse synchron umlaufdriden, Führungsträgem angeordneten, ruhenden
Träger, mit an den Führungsträgern gelagerten Umlenkorganen für Minen, die mit einem
koaxial zur Maschinenachse umlaufenden Verseilkopf und mit einem sich koaxial anschließenden
Preßbacken, bei der der ruhende Spulenträger zur Aufnahme von Vorratsspulen vorgesehen
und der Verseilkopf dem umkreisten Spulenträger außerhalb des. umkreisten
Raumes koaxial nachgeordnet ist und gleichsinnig mit einer gegenüber der
- Drehzahl des Führung ,strägers doppelten Drehzahl umläuft und bei der als
Umlenkorgane für die Minen in an sich bekannter Weise paarweise ah den Führungsträgem
gegenäherli#gend angeordnete, frei drehbare Umlenkrollen vorgesehen sind.
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Die Erfindung bezweckt, den Gegenstand der Hauptpatentanmeldung zu
verbessem und insbesondere eine vereinfachte Herzdrahtführung mit gleichmäßigem
Abzug an Verseilgut und an Herzdraht zu schaffen. Zu diesem Zweck ist die Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß dem abzugsseitigen Führungsträger in an sich bekannter
Weise eine aus zwei Drahtführungsscheiben bestehende Rotoreinheit nachgeordnet ist,
deren Drahtführungsscheiben synchron zueinander und zum Verseilkopf um eine mit
der Maschinenachse zusammenfallende Achse angetrieben umlaufen und einen stillstehenden
Träger zwischen sich lagern, in dem eine Spule für einen Herz--dr-aht- frei -drehbar
angeordnet -ist. Zur- baulichen Vereinfachung ist zweckmäßig die abzugsseitige Drahtführungsscheibe
zugleich als Versellkopf- ausgebildet. Die Ausbildung der Schnellverseilmaschine
nach der Erfindung vermeidet in baulich einfacher Weise die verschiedentlichen Umlenkungen
mit Biegungen des Herzdrahtes und stellt sicher, daß an Verseilgut und an Herzdraht
stets gleiche Längen abgezogen werden. Die den Herzdraht bisher aufnehmende Spule
kann zugleich ohne Maschinenveränderung als zusätzliche Vorratsspule für Verseilgut
verwendet werden oder in tortfall kommen.
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Bei einer Maschine mit außerhalb des von umlaufenden Führungsträgern
gebildeten Umkreisungsraumes gelegenen Vorratsspulen, bei welcher der zwischen den
Führungsträgern liegende, stillstehende Träger den Verseilkopf samt Preßbacken und
Ab-
zugs- sowie Aufwickelvorrichtung lagert3 ist es bereits bekannt, vor dem
Verseilkopf eine aus zwei Drahtführungsscheiben bestehende Rotoreinheit mit einer
von dieser in einem Rahmen ruhend gelagerten Herzdrahtspule vorzusehen. Auch bei
dieser Ausführung vereinfacht sich die Herzdrahtführung, je-
doch ist durch
die Anordnung der Herzdrahtspule im umkreisten Raum eine erhebliche Vergrößerung
der Baulänge der Maschine erforderlich, die mit vergrößerten Weglängen für die zu
verseilenden Minen sowie mit einem höheren Kraftaufwand für die Maschine einher-eht.
Der Bau- und Betriebsaufwand übersteigt mit seinen Nachteilen, die sich aus der
direkten Herzdrahtführung ergebenden Vorteile bei weitem. Demgegenüber kann die
Baulänge bei der Maschine nach der Erfindung um den von der im umkreisten Raum angeordneten
Herzdrahtspule eingenommenen Platz verringert oder die freigesetzte Spule für andere
Verwendungszwecke, z. B. zur Anbringung von Kabelkennfäden, verwendet werden.
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Die Herausverlegung der Herzdrahtspule aus dem umkreisten: Bereich in den
Bereich unmittelbar vor der Verseilscheibe hat weiterhin ihren besonderen Vorteil
bei Verwendung von Herzdrähten, die hinsichtlich ihres Kalibers von den Deckdrähten
bzw. -litzen abweichen und bei größeren Kalibern für gleiche Längen entsprechend
größere Abmessungen der Spulen erfordern. Insbesondere bei Verwendung von als Magazin
ausgebildeten Spulenträgern ist die Verwendung eines gesonderten Trägers für eine
Herzdralitspule vorteilhaft, da keinerlei Bindung hinsichtlich deren Abmessung besteht.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt, es-zeigt Fig. 1 eine Teildarstellung der Schnellverseilmaschine
nach der Hauptpatentanmeldung, F i g. 2 eine die Darstellung nach F i
g. 1 in Richtung der Pfeile 2-2 in F i g. 1 zur Gesamtmaschine ergänzende
Darstellung gemäß der Erfindung.
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Die in F i g. 1 dargestellte Schnellverseilmaschine besteht
im einzelnen aus einem Spulenendträger la, der in als Spulenträgerlager ausgebildeten
Führungsträgern 2 diesem gegenüber 'ruhend gelagert ist. Die Führungsträger oder
Spulenträgerlager 2 sind in Lagerböcken 3 gelagert und weisen jeweils paarweise
in Drahtlaufrichtung aufeinanderfolgend angeordnete Umlenkrollen 4 '
4 a auf, die an d9 Führungsträgern 2 frei drehbar angebracht sind
und mit diesen konzentrisch um die Maschinenache 5 in einer gemeinsamen Ebene
durch dieselbe uaaufen. In dem Spulenträgerl sind Vorratsspulen 6 untergebracht,
die wahlweise hintereinander, nebenein ander. und/oder übereinander angeordnet sein
können. Die von diesen Spulen bei Betrieb der Schnellverseilmaschine abgezogenen
Drähte bzw. Fäden oder Litzen 19 werden zunächst der innengelegenen Umlenkrolle
4 zugeführt, durch deren konzentrischen Umlauf um die Maschinenachse S den
Einzeldrähten eine erste Verdrehung bzw. Verwürgung erteilt wird. Naeh dieser ersten
Uml#rikung und Verdrehung der in entgegengesetzter Richtung zur Bewegungsrichtung
des fertigen Verseilgutes abgezogenen Drähte wird die Litze oder das Seil der außengelegenen
Umlenkrolle 4 zugeführt und nach zweiter Umlenkung unter Kreisen um den Spulenkörper
1 dem Umlenkrollenpaar 4 a zugeführt, über das die Litze oder das Seil zur
Maschinenachse 5
zurückgeführt wird.
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Das vorläufig um einen Schlag verwürgte-Seilgut verläßt diesen Maschinenteil,
in der Ma#chinenachse 5 verlaufend, durch den in der Zeichnung rechten Lagerbock
3 und gelangt zu der in F i g. 2 dargestellten Rotoreinheit, die dem Verseilkopf
7 mit diesem nachgeordneten Preßbacken 8 in Abzugsrichtung vorgeordnet
ist. Die Rotoreinheit besteht im einzelnen aus zwei -Drahtführuligsscheiben 44,
die koaxial zur Maschinenachse 5 im Abstand angeordnet sind und angetrieben
synchron umlaufen. Der Antrieb kann von einer Hauptwelle 13 über Zahnräder
14' und Zahnriemen 16 auf die Drahtführungsscheiben 44 übertragen werden.
Die Drahtführungsscheiben 44 laufen synchron zum Verseilkopf 7 um, der von
der Hauptantriebswelle 13 über Zahnriemen 16 und Zahnrad 14"' angetrieben
wird. In gleicher Weise werden auch die Führungsträger 2 angetrieben.
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Die Drahtführungsscheiben 44 lagern zwischen sich einen stillstehenden
Träger 45, in dem eine Vorratsspule
18' für einen Herzdraht
od. dgl. frei drehbar angeordnet ist.
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Die synchron zum Verseilkopf 7 und damit mit doppelter Drehzahl
gegenüber den Führungsträgern zu diesen gleichsinnig umlaufende Rotoreinheit bewirkt
eine Auflösung der vorverdrehten Litzen oder Seile in Drähte oder Litzen, die anschließend
zum Verseilkopf 7 geführt und von diesem aus zum Preßbacken 8 gelangen.
Vom Preßbacken 8 aus kann dann das Verseilgut zu einer Entspannvorrichtung
P (Y führt werden und gelangt . schließlich auf eine Aufnahmehaspel od. dgl.
für das fertige Gut. Die in F i g. 1 dargestellte Spule 18 kann als
Vorratsspule für Verseilgut dienen, das über Rollenpaare 4 b, an den
Führungsträgern 2 den Spulenträger 1 umkrei-C send, zur Maschinenachse
5 geführt wird und nach Einlaufen in die Maschinenachse 5 die gleiche
Behandluna und Führung wie das von den Spulen 6
abgezogene Gut erfährt. Ein
von der Spule 18 abgezogener Draht bzw. eine Litze ist mit 19' bezeichnet.
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An Stelle des in F i g. 2 vereinfacht dargestellten, gesonderten
Verseilkopfes 7 kann auch die in der Zeichnung rechte, abzugsseitige Drahtführungsscheibe
44 als Verseilkopf ausgebildet sein und die Funktion des gesonderten Verseilkopfes
7 übernehmen. Der direkt und unmittelbar vor dem eigentlichen Verseilvorgang
eingeführte, von der Spule 18'
kommende Herzdraht wird ohne jegliche Umlenkungen
und Biegungen im Preßbacken 8 mitverseilt, wobei der Verseilvorgang selbst
die Abzugslänge des Herzdrahtes von der Spule 18' bestimmt, so daß ungleiche
Abzugslängen von Verseilgut und Herzdraht vermieden sind.