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DE1290643B - Verfahren zur Herstellung von besonders feinteiligen Phthalocyanin- und Chinacridon-Pigmenten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von besonders feinteiligen Phthalocyanin- und Chinacridon-Pigmenten

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Publication number
DE1290643B
DE1290643B DEP39213A DEP0039213A DE1290643B DE 1290643 B DE1290643 B DE 1290643B DE P39213 A DEP39213 A DE P39213A DE P0039213 A DEP0039213 A DE P0039213A DE 1290643 B DE1290643 B DE 1290643B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pigment
phthalocyanine
parts
organic liquid
dry
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP39213A
Other languages
English (en)
Inventor
Braun Juergen Hans
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1290643B publication Critical patent/DE1290643B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B48/00Quinacridones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0032Treatment of phthalocyanine pigments

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Developing Agents For Electrophotography (AREA)

Description

1 2
Diese Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur unvorhergesehen bessere Dispergierbarkeit des Pig-
Verhinderung des Zusammenballens oder Agglomeri- ments· (ohne weitere besondere Oberflächenbehand-
sierens von trocken auf besondere Feinheit aufge- lung) in verschiedenen Systemen, wie Kunststoffen,
mahlenen Phthalocyanin- und Chinacridon-Pigmenten Diese Verbesserungen führen zu geringeren Kosten
durch eine Behandlung des freien trocknen Pulvers 5 bei der endgültigen Verwendung dieser Pigmente,
mit einer speziellen Öl-in-Wasser-Emulsion. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das
Es wurden viele Versuche unternommen, um die Pigment zuerst in einem Mahlapparat unter Anwen-Teilchengröße von organischen Pigmenten durch ein- dung von Reibungs- und Scherkräften trocken verfaches trockenes Vermählen ohne weitere Zusätze zu mahlen. Danach wird es mit einer organischen Mahlverringern; jedoch führten diese bis jetzt nicht zum io flüssigkeit in wäßriger Emulsion zusammengebracht, Erfolg. Beispielsweise erzielt man beim Vermählen wobei die Flüssigkeit aus der Gruppe der aliphatieines rohen Kupferphthalocyanin-Pigments oder eines sehen und halogenierten aliphatischen Kohlenwasserrohen Chinacridon-Pigments in der Kugelmühle in stoffe vom Siedepunkt 35 bis 850C ausgewählt ist. trockenem Zustand ohne jegliche Zusätze, wie Na- Anschließend wird der Hauptanteil der organischen triumchlorid oder Borax, keine wesentliche Verringe- 15 Flüssigkeit vom Pigment abgetrennt, vorzugsweise rung der Teilchengröße, wie übliche Pigmentprüfun- durch Wasserdampfdestillation. Nach dem Abtrennen gen ergaben. Die Färbekraft nimmt nicht zu, sondern von der organischen Flüssigkeit isoliert man das Pigverringert sich eher. Es wird keine Verbesserung der ment auf übliche Weise, beispielsweise indem man es Farbintensität erzielt, noch deuten mikroskopische filtriert, lösliche Substanzen auswäscht und trocknet. Untersuchungen oder Oberflächenmessungen auf eine 20 Unter der trocknen Vermahlung versteht man bei beachtlich kleinere Teilchengröße hin. Diese Tenden- dem erfindungsgemäßen Verfahren entweder die vollzen sind besonders ausgeprägt, wenn die Vermahlung ständige Abwesenheit von Flüssigkeiten oder, falls in einer Kugelmühle vorgenommen wird. Es wurde man Flüssigkeiten oder ein oberflächenaktives Mittel beobachtet, daß ein feinteiliges Kupferphthalocyanin, verwendet, sind diese in so kleinen Mengen vordas auf andere Weise nachbearbeitet worden war, 25 handen, daß das Pigment die Eigenschaften eines wieder weitgehend die Eigenschaften eines rohen trocknen Pulvers beibehält.
Pigments hat, wenn es in einer Kugelmühle trocken In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein vermählen wird. Dieser Effekt ist nicht auf das Ver- rohes Phthalocyanin- oder Chinacridon-Pigment auf mahlen in der Kugelmühle beschränkt. Er wird auch übliche Weise in einer Kugelmühle in trocknem Zuin geringerem Umfang bei anderen Trockenmahl- 30 stand ohne jegliche Mahlhilfsmittel, außer Mahlmethoden beobachtet, beispielsweise beim Vermählen elementen, vermählen. Nach dieser Trockenmahlstufe in einer Hammermühle. wird das Pigment mit genügend Wasser zu einem Brei
Obwohl die Produkte der Trockenvermahlung an vermischt. Dann wird dem wäßrigen Pigmentbrei die sich nicht wertvoll sind, scheinen sie von einer be- organische Mahlflüssigkeit, vorzugsweise Tetrachlorsonderen Beschaffenheit zu sein, so daß in einer 35 kohlenstoff oder Chloroform, in einer solchen Menge zweiten Stufe ein kurzes heftiges Rühren in Gegen- zugesetzt, daß mindestens 10 Gewichtsprozent, bewart einer geeigneten organischen Flüssigkeit die ge- zogen auf das Pigment, vorhanden sind. Gleichzeitig wünschte Verringerung der Teilchengröße in sehr wird eine kleine Menge eines oberflächenaktiven Mitkurzer Zeit erzielt. Dieses Verfahren ist in der USA.- tels zugegeben, die zur Emulgierung der organischen Patentschrift 2 857 400 beschrieben und erfordert 40 Flüssigkeit in Wasser ausreicht. Der entstandene Brei relativ große Mengen organische Flüssigkeit und eine wird gerührt und auf erhöhte Temperatur erhitzt, besondere Apparatur, wie einen Homogenisier- woraufhin der überwiegende Teil der organischen apparat, um den Pigmentbrei kräftig durchzurühren. Flüssigkeit durch Wasserdampfdestillation entfernt Bei dem in der USA.-Patentschrift 3 017 414 be- wird. Das Pigment wird dann aus dem entstandenen schriebenen Verfahren wird die zweite Stufe des vor- 45 wäßrigen Brei durch übliches Filtrieren, Waschen und hergehenden Verfahrens durch eine einfache Behänd- Trocknen isoliert.
lung des trocken vermahlenen Pigments mit einer Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auf wäßrigen Emulsion bestimmter organischer Flüssig- Phthalocyanin-Pigmente anwenden, die statistisch keiten vom Siedepunkt 100 bis 250° C, die nachfol- weniger als eine substituierende Gruppe pro Molekül gend als »Mahlflüssigkeiten« bezeichnet werden, er- 50 enthalten, und ferner auf Chinacridon-Pigmente allsetzt. Nach dem Entfernen der organischen Flüssig- gemein. Derartige Pigmente erfordern im allgemeinen keit, vorzugsweise durch Wasserdampfdestillation, eine Teilchengrößenverringerung für die vielfachen wird das Pigment auf übliche Weise isoliert. Wegen Anwendungszwecke. Das erfindungsgemäße Verfahseiner Einfachheit ist dieses Verfahren bisher eine ren läßt sich auf diese rohen Pigmente anwenden, der wirtschaftlich attraktivsten Methoden zur Ver- 55 ohne Rücksicht auf die Art ihrer Herstellung,
ringerung der Teilchengröße von Pigmenten, wie Das erfindungsgemäße Verfahren bezieht sich auch Phthalocyaninen und Chinacridonen. auf die im wesentlichen nicht substituierten, chlor-Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden freien Kupferphthalocyanine. Man kann auch solche Chinacridone und Phthalocyanine, die statistisch Phthalocyanin-Pigmente verwenden, die kleine Menweniger als eine substituierende Gruppe pro Molekül 60 gen Chlor wie im Beispiel 1 enthalten, und auch dieenthalten, beachtlich verbessert, indem man als orga- jenigen, die bis zu 1 Atomäquivalent Chlor pro Molnische Mahlflüssigkeit eine niedrigsiedende Flüssig- äquivalent Kupferphthalocyanin (5,8 %> Chlor) entkeit, die aus der Gruppe der aliphatischen und halten. Ähnlich läßt sich das erfindungsgemäße Verhalogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffe vom fahren auch zur Verringerung der Teilchengröße Siedepunkt 35 bis 85° C ausgewählt ist, in einer 65 von solchen Phthalocyaninen anwenden, die andere Menge von 0,1 bis 3 Gewichtsteilen auf 1 Gewichts- Substituenten in Mengen bis zu 1 Äquivalent pro teil Pigment anwendet. Diese Verbesserung zeigt sich Moläquivalent Kupferphthalocyanin enthalten, ferner als überraschende Zunahme der Färbekraft und/oder andere Phthalocyanine, wie metallfreie Phthalocy-
anine und Phthalocyanine von Nickel, Kobalt, Eisen, Magnesium, Blei und Vanadium.
Man kann auch die rohen linearen Chinacridone einsetzen, wie sie bei den in der USA.-Patentschrift 2 821 529 beschriebenen Verfahren erhalten werden, wie auch ihre substituierten Derivate. Besonders brauchbare substituierte Derivate sind 4,11-Dichlorchinacridon, 2,9-Dichlorchinacridon, 2,9-Dimethylchinacridon, 4,11-Difluorchinacridon, 2,9-Dimethoxychinacridon u. ä. Überdies bezieht sich die Erfindung auch auf lineare Chinacridonchinone und ihre Substitutionsprodukte. Man kann auch Gemische dieser Produkte vermählen und behandeln, wobei oft feste Lösungen entstehen, die besonders wertvolle Eigenschaften besitzen.
Man kann eine Vielzahl von Mahlflüssigkeiten in der Emulgierungsstufe verwenden, die sich alle aus der Klasse der aliphatischen Kohlenwasserstoffe und halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffe ableiten, wie Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Methylenchlorid, fluorierte Kohlenwasserstoffe, Hexan, Cyclohexan und viele andere, die man allein oder als Gemische verwendet. Das wesentliche Merkmal der Mahlflüssigkeiten scheint ihre Fähigkeit zu sein, die Pigmentoberfläche rasch zu benetzen und sich entlang den Kornbegrenzungen auszubreiten und in die Zwischenräume der Pigmentaggregate einzudringen. Die Löslichkeit des Pigments in der Flüssigkeit sollte sehr klein sein, um das Kristallwachstum, das zu einer Verringerung der Färbekraft unter den Behandlungsbedingungen führen würde, so gering wie möglich zu halten. Die Siedepunkte der Flüssigkeiten liegen im Bereich von 35 bis 85° C. Man bevorzugt chlorierte Kohlenwasserstoffe wegen ihrer geringen Entflammbarkeit und Kosten; jedoch sind diese Erwägungen für den Zweck dieser Erfindung nicht ausschlaggebend.
Man sollte mindestens 0,1 Gewichtsteil organische Flüssigkeit, bezogen auf das Pigment, verwenden, und bis zu 3 Gewichtsteile beeinflussen die Pigmentqualität nicht nachteilig. Im allgemeinen bevorzugt man etwa 1,5 Gewichtsteile organische Flüssigkeit pro Teil Pigment. Das Verhältnis Wasser zu Lösungsmittel zu Pigment bei der Emulsionsbehandlung ist unwichtig, solange ausreichend Wasser vorhanden ist, um einen fließfähigen, leicht zu rührenden Brei zu erzeugen.
Als bevorzugtes oberflächenaktives Mittel verwendet man das Natriumsalz von hydriertem Kolophonium (ein anionisches, oberflächenaktives Mittel), das in mehreren Beispielen angeführt ist. Man kann auch andere anionische Netzmittel, wie Alkylarylsulfonate, oder kationische Netzmittel, wieCetyltrimethylammoniumchlorid, langkettige aliphatische Amine und nichtionische Netzmittel, wie polyoxyäthylierte Pflanzenöle, Sorbitylmonolaurat und Polyoxypropylenderivate verwenden. Im allgemeinen lassen sich solche oberflächenaktive Mittel verwenden, welche die organische Flüssigkeit wirksam in Wasser emulgieren. Bevorzugt verwendet man das oberflächenaktive Mittel in einer Menge von 5 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf die organische Flüssigkeit, welche zur Emulgierung ausreicht. Man kann auch größere Mengen einsetzen, falls die Stabilität der Emulsion nicht beeinträchtigt wird.
Einen angemessenen Kontakt zwischen dem Pigment und der Emulsion erreicht man auf einfache Weise durch Rühren des Breies aus der Emulsion und dem Pigment. Es ist keine besondere Ausstattung, wie Rühren oder Homogenisieren bei hoher Geschwindigkeit, erforderlich. Jedoch wirkt sich eine derartige Ausstattung im Endergebnis nicht nachteilig aus.
Die bevorzugte Methode zum Trennen der Emulsion vom Pigment ist die Wasserdampfdestillation, jedoch kann man auch andere Abtrennungsmethoden verwenden. Beispielsweise kann man den Pigment-Emulsion-Schlamm in einem offenen Gefäß direkt
ίο erhitzen, oder man kann den Brei abfiltrieren und die verbliebene Flüssigkeit durch Verdampfen oder Wasserdampfdestillation vom Preßkuchen entfernen. Nach dem Entfernen der organischen Flüssigkeit wird das Pigment durch übliche Maßnahmen isoliert.
Zum tieferen Verständnis des erfindungsgemäßen Verfahren werden die nachfolgenden Beispiele angegeben. Falls nicht anders angegeben, sind alle Teile Gewichtsteile.
Beispiel 1
Rohes Kupferphthalocyanin («-Phase) gemäß der Definition in FIAT-Report 1313 (PB-85172), Bd. III, S. 446 bis 448, 462, das etwa 2,0 Gewichtsprozent Chlor enthielt, das beispielsweise auf bekannte Weise durch Umsetzen eines Gemisches zweckmäßiger Mengen 4-Chlorphthalsäure, Phthalsäureanhydrid, Harnstoff und Kupfer(II)-chlorid in Gegenwart eines geeigneten Katalysators und einer geeigneten Flüssigkeit hergestellt worden war, wurde folgendermaßen trocken vermählen:
11,3 kg Phthalocyanin-Verbindung wurde in eine Kugelmühle von 208,2 1 Fassungsvermögen gebracht, die etwa 454 kg Rundstäbe aus Stahl 15,9 X 25,4 mm enthielt. Die Mühle rotierte 25 Stunden mit etwa 70% der kritischen Geschwindigkeit (das ist die Geschwindigkeit, bei der die Zentrifugalkraft größer wird als die Schwerkraft, so daß die Mahlelemente an der Außenwand der Mühle festgehalten werden). Das trockene Pulver wurde dann durch ein geeignetes Sieb der Mühle entnommen, um die Mahlelemente zurückzuhalten.
10 Teile dieses trocknen Pulvers wurden dann in 100 Teilen Wasser, das 0,5 Teile Natriumhydroxyd enthielt, aufgeschlämmt und danach eine Lösung von 0,75 Teilen eines Alkylarylsulfonats in 10 Teilen Chloroform (Kp. 61° C) zugegeben. Das Gemisch wurde gerührt und zum Sieden erhitzt, wobei das Chloroform überzudestillieren begann; man setzte das Kochen und die Wasserdampfdestillation fort, bis im wesentlichen das gesamte Chloroform entfernt war. Man gab langsam konzentrierte Schwefelsäure dazu, bis eine Säurekonzentration von 10 Gewichtsprozent erreicht war. Die Aufschlämmung wurde dann auf etwa 80° C erhitzt und daraus das Pigment durch Filtrieren isoliert, das anschließend von löslichen Bestandteilen ausgewaschen und bei etwa 80° C getrocknet wurde. Das erhaltene Produkt war ein Phthalocyanin-Pigment von hoher Färbekraft mit roter Tönung. Das Pigment färbt um 25 %> stärker und ist darum in den meisten Fällen wirtschaftlicher als ein Pigment, das entsprechend dem Verfahren der USA.-Patentschrift 3 017 414 unter Verwendung von Orthodichlorbenzol (Kp. 180° C) als organische Flüssigkeit hergestellt wurde.
Beispiel 2
Rohes chlorfreies Kupferphthalocyanin (/i-Phase) entsprechend der Definition in FIAT-Report 1313
5 6
(PB-85172), Bd. Ill, S. 446 bis 448, 462, wurde wie Beispiel 8
folgt trocken vermählen.
11,3 kg Phthalocyanin-Verbindung brachte man in Man beschickte mit 3,63 kg lineares Chinacridon,
die Kugelmühle vom Beispiel 1 und mahlte etwa 2,27 kg 4,11-Dichlorchinacridon und 9,07 kg Natri-36 Stunden. 10 Teile des auf diese Weise erhaltenen 5 umchlorid die Kugelmühle vom Beispiel 1, die etwa trocknen Pulvers wurden dann in 100 Teilen Wasser, 454 kg Stahlrundstäbe enthielt. Die Vermahlung daudasO,5TeiIeNatriumhydroxydenthielt,aufgeschlärnmt erte 54 Stunden. Nachdem man das Produkt der und danach eine Lösung von 0,75 Teilen hydriertem Mühle entnommen hatte, schlämmte man 25 Teile Kolophonium in 10 Teilen Kohlenstofftetrachlorid des trockenen Pulvers in 100 Teilen Wasser, das (Kp. 77° C) zugegeben. Das Gemisch wurde der io 0,1 Teil Natriumhydroxyd enthielt, auf und gab Wasserdampfdestillation unterworfen und das Pig- dann dazu eine Lösung von 0,75 Teilen hydriertem ment extrahiert, isoliert und getrocknet wie im Bei- Kolophonium und 0,75 Teilen eines Alkylarylsulfospiel 1. Das entstandene Produkt war ein stark fär- nats in 10 Teilen Tetrachlorkohlenstoff. Das Gemisch bendes, grünliches Kupferphthalocyanin-Pigment. Es wurde dann zum Sieden erhitzt und so lange weiterfärbt um 15% stärker als ein Pigment, das ohne 15 gekocht, bis im wesentlichen der gesamte Tetrachlor-Mahlhilfe vermählen und entsprechend den Angaben kohlenstoff entfernt war. Dann gab man langsam der USA.-Patentschrift 3 017 414 unter Anwendung konzentrierte Schwefelsäure zu, bis eine Säurekonvon Orthodichlorbenzol als Mahllösungsmittel de- zentration von 10 Gewichtsprozent erhalten war. Die agglomeriert wurde. Es ist viel dunkler in der Sub- Aufschlämmung wurde dann auf etwa 80° C erhitzt, stanz und transparenter als ein Pigment, das mit ao das Pigment abfiltriert, frei von löslichen Salzen ge-Tetrachloräthylen (Kp. 121° C) deagglomeriert wurde. waschen und bei etwa 8O0C getrocknet. Das Produkt ist ein leuchtendrotes Pigment und hat ein
Beispiel 3 anderes Röntgenbeugungsspektrum als die beiden
einzelnen Komponenten und erweist sich also als
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, 25 eine feste Lösung dieser beiden Komponenten. Es ist jedoch wurde η-Hexan (Kp. 69° C) an Stelle von ein stark färbendes rotes Pigment von ausgezeichne-Chloroform verwendet. Man erzielte im wesentlichen ter Lichtbeständigkeit und ist darum wertvoller als gleiche Ergebnisse. ein Pigment, das entsprechend dem in der USA.-
Patentschrift 3 017414 beschriebenen Verfahren unter
Beispiel 4 30 Verwendung von Orthodichlorbenzol als organische
Flüssigkeit hergestellt wurde. Es ist viel besser zu
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, dispergieren als ein Pigment, das durch Mahlen in jedoch wurde Cyclohexan (Kp. 81° C) an Stelle von einer Kugelmühle unter Verwendung eines festen Chloroform verwendet. Man erzielte im wesentlichen Mahlhilfsmittels vermählen und anschließend mit gleiche Ergebnisse. 35 Wasser extrahiert und mit Tetrachlorkohlenstoff vor
dem Trocknen behandelt wurde. Beispiel 5
Beispiel 9
Beispiel 2 wurde wiederholt, jedoch wurde so
lange trocken vermählen, bis das Pigment mindestens 40 5,9 kg rohes Chinacridon (y-Phase) und 9,07 kg 8O°/oig in die α-Phase umgewandelt war, was durch Natriumchlorid gab man in de Kugelmühle von Bei-Röntgenbeugung ermittelt wurde. Das Produkt ist spiel 1 und mahlte 36 Stunden lang. Ein Teil des rötliche α-Phase (bestimmt durch Röntgenstrahlen- Pulvers wurde dann entsprechend dem Beispiel 8 beugung) und ist besser dispergierbar und hat ein deagglomeriert durch Kochen mit einer Lösung eines weicheres Gefüge als das chlorfreie rötliche Gegen- 45 Alkylarylsulfonats und von Natriumrosinat in Gegenstück, das durch Säurequellung entsprechend dem in wart von Tetrachlorkohlenstoff. Das Produkt war der USA.-Patentschrift 3 051720 angegebenen Ver- ein leuchtendblaurotes Pigment von hoher Färbefahren hergestellt wurde. Es färbt stärker und ist kraft und ausgezeichneter Lichtbeständigkeit. Es hat tiefer und intensiver rot als das nach dem Verfahren ein besseres Gefüge und ist besser dispergierbar als der USA.-Patentschrift 3 017 414 unter Verwendung 50 das Vergleichspigment, das durch Mahlen in der von Orthodichlorbenzol hergestellte Produkt. . Kugelmühle mit einem festen Mahlhilfsmittel, Extrak-. . tion mit Wasser und anschließende Behandlung mit Beispiel 6 Tetrachlorkohlenstoff vor dem Trocknen hergestellt
5,9 kg rohes metallfreies Phthalocyanin (/?-Phase) wurde,
wurde mit 9,07 kg Natriumchlorid in der Kugelmühle 55
mit den Mahlelementen wie im Beispiel 1 54 Stunden . .
trocken vermählen. Nachdem man das Produkt der . Beispiel 10 Mühle entnommen und anschließend entsprechend
dem zweiten Teil des Beispiels 1 deagglomeriert Man vermahlte ein Gemisch von 3,63 kg Chin-
hatte, erhielt man ein stark färbendes grünlichblaues 60 acridon und 2,27 kg Chinacridonchinon mit 9,07 kg
Phthalocyanin-Pigment von auffallend weichem Ge- Natriumchlorid in der Kugelmühle vom Beispiel 1
füge, leichter Dispergierbarkeit und guter Färbekraft. 54 Stunden lang. Ein Teil des Pulvers wurde dann
„ . ·17 wie im Beispiel 8 deagglomeriert, indem man es mit
Beispiel / einer Lösung von oberflächenaktiven Mitteln in
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch verwandte 65 Gegenwart von Tetrachlorkohlenstoff kochte. Das man Methylenchlorid (Kp. 40° C) an Stelle von Produkt ist ein gelblichbraunes Pigment von weichem Chloroform. Man erzielte im wesentlichen gleiche Gefüge, hoher Färbekraft und ausgezeichneter Licht-Ergebnisse, beständigkeit.
Beispiel 11
Ein Gemisch aus 4,54 kg Chinacridonchinon, 1,36 kg Chinacridon (y-Phase) und 9,07 kg Natriumchlorid wurde in der Kugelmühle vom Beispiel 1 54 Stunden gemahlen. Ein Teil des Pulvers wurde dann wie im Beispiel 8 durch Kochen mit einer Lösung von oberflächenaktiven Mitteln in Gegenwart von Tetrachlorkohlenstoff deagglomeriert. Das Produkt ist ein braunes Pigment von weichem Gefüge, hoher Färbekraft und ausgezeichneter Lichtbeständigkeit. Durch Verlängerung dieser Pigmente mit Metall, wie Aluminiumflocken, in einem Anstrichmittel erhält man eine sehr attraktive Goldfarbe.
Beispiel 12
1-5
Ein Gemisch aus 3 kg Chinacridon, 2 kg 4,11-Dichlorchinacridon, 0,54 kg Chinacridonchinon und 0,36 kg 4,11-Dichlorchinacridonchinon mit 9,07 kg Natriumchlorid wurde in der Kugelmühle vom Bei- ao spiel 1 54 Stunden lang gemahlen. Ein Teil des Pulvers wurde dann wie im Beispiel 8 deagglomeriert durch Kochen mit einer Lösung von oberflächenaktiven Mitteln in Gegenwart von Kohlenstofftetrachlorid. Das Produkt war ein orangefarbenes Pigment von weichem Gefüge, hoher Färbekraft und ausgezeichneter Lichtbeständigkeit.
Beispiel 13
Ein Gemisch aus 4,54 kg 2,9-Dimethylchinacridon und 1,36 kg Chinacridon mit 9,07 kg Natriumchlorid wurde in der Kugelmühle vom Beispiel 1 54 Stunden vermählen. Ein Teil des Produktes wurde dann wie im Beispiel 8 deagglomeriert durch Kochen mit einer Lösung von oberflächenaktiven Mitteln in Gegenwart von Tetrachlorkohlenstoff. Das erhaltene Produkt war ein blaurotes Pigment von weichem Gefüge, hoher Färbekraft und ausgezeichneter Lichtbeständigkeit.
Beispiel 14
Rohes Kupferphthalocyanin (ß-Phase) wurde wie im Beispiel 2 gemahlen. 10 Teile des trockenen Pulvers wurden dann in 100 Teilen Wasser, das 0,5 Teile Natriumhydroxyd enthielt, aufgeschlämmt, danach mit einer Lösung von 0,75 Teilen hydriertem Kolophonium in 10 Teilen l,2-Dibrom-l,l,2,2-tetrafluoräthan (Kp. 48° C) zugegeben. Das Gemisch wurde der Wasserdampfdestillation unterworfen und das Pigment wie im Beispiel 2 extrahiert, isoliert und getrocknet.
Das erhaltene Produkt ist ein Kupferphthalocyanin-Pigment von hoher Färbekraft und grüner Tönung. Es färbt stärker als ein Pigment, das ohne Mahlhilfe trocken gemahlen wurde und entsprechend dem in der USA.-Patentschrift 3 017 414 beschriebenen Verfahren unter Anwendung von o-Dichlorbenzol als Mahlmittel deagglomeriert wurde.
Beispiel 15
Beispiel 8 wurde wiederholt, jedoch verwandte man l,l,2-Trichlor-l,2,2-trifluoräthan (Kp. 48° C) an Stelle von Tetrachlorkohlenstoff. Man erhielt im wesentlichen die gleichen Ergebnisse.
Der Hauptnutzen des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es die Anwendung der Pigmentkonditionierungsmethoden, die in der USA.-Patentschrift 3 017 414 beschrieben sind, für Pigmente gestattet, deren eigentliche Farbkraft nicht voll entfaltet wird, wenn man sie nach dem genannten Verfahren behandelt. Besonders erzielt man mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine beachtlich größere Färbekraft und eine Verbesserung der Dispergierbarkeit des Pigments in verschiedenen Bindemitteln bei der endgültigen Verwendung. Diese Vorteile führen zu verbesserten Färbungseigenschaften des nachbearbeiteten Produktes und ergeben beachtliche wirtschaftliche Vorteile.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von besonders feinteiligen Chinacridon-Pigmenten oder Phthalocyanin-Pigmenten, die im Durchschnitt weniger als einen Substituenten pro Molekül enthalten, durch Trockenvermahlung des Pigments und anschließende Behandlung mit einer wäßrigen Emulsion einer organischen Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Flüssigkeit einen aliphatischen oder halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt zwischen 35 und 85° C in einer Menge von 0,1 bis 3,0 Gewichtsteilen auf 1 Gewichtsteil Pigment verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Flüssigkeit Tetrachlorkohlenstoff oder Chloroform verwendet.
909 5Π/1652
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