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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur überwachung der Schmiermittelförderung
zu mehreren Schmierstellen in einem Schmiersystem mit einem Schmiermittelförderer
und mehreren zyklisch arbeitenden Schmiermittelverteilern, von denen einer durch
einen Verteilerkolben mit einem elektrischen Kontakt eines Zählers für die Hin-
und Herbewegungen des Verteilerkolbens zusammenwirkt, wobei bei Nichterreichen eines
vorbestimmten Zählerstands innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls eines Zeitintervallgebers
eine Anzeigeeinrichtung betätigt wird.
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Es ist bereits ein Schmiersystem mit zyklischen Verteilern bekannt,
bei dem die Bewegung mindestens eines Verteilerkölbens zur Anzeige des Betriebs
des Schmiersystems verwendet wird. So leuchtet z. B. eine Blinkleuchte bei Bewegung
eines oder mehrerer Verteilerkolben auf: Bei einer anderen bekannten überwachungseinrichtung
der eingangs genannten Art wird der Schmiermittelförderer über einen Umschalter
von einem Zeitintervallgeber periodisch zwischen einem Arbeits- und einem Ruheintervall
umgeschaltet. Dabei sind die Arbeitsintervalle wesentlich kürzer als die Ruheintervalle
des Schmiermittelförderers (sie betragen z. B. insgesamt 15 min für einen 24-h-Zyklus).
Zu Beginn jedes Arbeitsintervalls wird der Zähler für die Hin- und Herbewegungen
des Verteilerkolbens eingeschaltet, der bei Erreichen des der gewünschten Schmiermittelförderrate
entsprechenden vorbestimmten Zählerstands innerhalb des Arbeitsintervalls ein Signal
an ein Speicherelement abgibt, das eine Betätigung der Anzeigeeinrichtung verhindert.
Wird jedoch .das Speicherelement während des Arbeitsintervalls nicht betätigt, d.
h. der vorbestimmte Zählerstand nicht erreicht, so wird am Ende des Arbeitsintervalls
die Anzeigeeinrichtung betätigt. Diese bekannte überwachungseinrichtung hat also
den Nachteil, daß die überwachung der Schmiermittelförderung einerseits wegen der
verhältnismäßig langen Ruheintervalle nicht kontinuierlich und andererseits nicht
momentan vorgenommen wird, da die Anzeigeeinrichtung erst nach Ablauf des Arbeitsintervalls
betätigt werden kann.
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Es ist ferner eine überwachungseinrichtung für ein Schmiersystem mit
mehreren Zweigleitungen bekannt, die jeweils mehrere Schmierstellen aufweisen. Die
überwachungseinrichtung besteht aus einem am Ende jeder Zweigleitung angeordneten
druckabhängigen Schalter, der bei Erreichen eines vorbestimmten Schmiermitteldrucks
geöffnet wird, um den Schmiermittelförderer abzuschalten. Wenn die öffnung eines
oder mehrerer Schalter nicht innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls eines
Zeitintervallgebers erfolgt, wird eine Anzeigeeinrichtung betätigt. Bei dieser bekannten
überwachungseinrichtung wird bei einer teilweisen oder völligen Verstopfung einer
Zuleitung zu einer Schmiermittelstelle, die zu einem Druckanstieg des Schmiermittels
führt, dieser Druckanstieg durch die Überwachungseinrichtung überhaupt nicht festgestellt,
da das rechtzeitige öffnen der druckabhängigen Schalter nicht beeinträchtigt wird.
Außerdem ist ein druckabhängiger Schalter für jede Zweigleitung vorzusehen.
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Schließlich ist eine überwachungseinrichtung für ein Schmiersystem
bekannt, das Gruppen von den Schmiermittelstrom umkehrenden Verteilern aufweist.
Jeweils dem letzten Verteiler jeder Verteilergruppe ist ein Endschalter zugeordnet,
der durch den Verteilerkolben des letzten Verteilers betätigt wird, indem entsprechend
der Hin- und Herbewegung des Verteilerkolbens jeweils einer von zwei Kontakten des
Endschalters geöffnet oder geschlossen wird. Das Schließen des einen oder anderen
Kontaktes macht einen Zeitintervallgeber in Form eines Verzögerungsrelais stromlos,
so daß dessen Zeitintervall oder Ablaufzeit abzulaufen beginnt, während beim erneuten
Öffnen des betreffenden Kontakts ein Impuls an das Verzögerungsrelais abgegeben
wird. Wenn auf Grund einer Störung der Verteilerkolben sich nicht weiterbewegt,
so daß der eine oder andere Kontakt geschlossen bleibt, betätigt das Verzögerungsrelais
am Ende seiner Ablaufzeit eine Anzeigeeinrichtung in Form einer Warnlampe. Diese
bekannte überwachungseinrichtung hat also den Nachteil, daß sie auf ein Stehenbleiben
des Verteilerkolbens zwischen dessen beiden Endlagen, was bei Störungen meistens
der Fall ist, nicht anspricht.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine überwachungseinrichtung der
eingangs genannten Art anzugeben, die eine kontinuierliche überwachung der Schmiermittelförderung
durchführt, so daß deren Abfall unter einen vorgeschriebenen Wert sofort angezeigt
wird, selbst wenn der Verteilerkolben zwischen den beiden . Endlagen seiner Hin-
und Herbewegung stehenbleibt.
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Diese Aufgabe wird bei einer überwachungseinrichtung der eingangs
genannten Art gemäß der Erfindung gelöst durch eine vom Zähler gesteuerte Rücksetzeinrichtung
für den Zeitintervallgeber, die bei Erreichen des Zählerstands innerhalb des Zeitintervalls
einen elektrischen Impuls an den Zeitintervallgeber zu seinem Rücksetzen abgibt,
um das Zeitintervall erneut zu beginnen.
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Die überwachungseinrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht also die
überwachung der Schmiermittelförderung des ganzen Schmiersystems kontinuierlich,
unabhängig von der Lage des Verteilerkolbens bei Auftreten einer Störung und unter
Verwendung eines einzigen Verteilerkolbens eines beliebig angeordneten Verteilers.
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Die überwachungseinrichtung kann mit einem Umschalter als Zähler,
wobei an den Umschalter ein Relais angeschlossen ist, dadurch vorteilhaft weitergebildet
werden, daß die Rücksetzeinrichtung einen Kondensator, der vom Umschalter zwischen
einer Stromversorgung und dem vom Kondensator zu erregenden Relais umschaltbar ist,
und einen vom Relais gesteuerten Schalter aufweist, der beim Entladen des Kondensators
den als Zeitverzögerungsrelais ausgebildeten Zeitintervallgeber zurücksetzt.
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Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. Es
zeigt F i g. 1 eine schematische Ansicht eines Schmiersystems mit der überwachungseinrichtung
gemäß der Erfindung und F i g. 2 das Schaltbild eines für das Schmiersystem gemäß
F i g. 1 verwendeten Ausführungsbeispiels der überwachungseinrichtung nach der Erfindung.
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Das Schmiersystem nach F i g.1 führt Schmiermittel verschiedenen (nicht
abgebildeten) Schmierstellen zu, die durch Pfeile an den stromabwärts gelegenen
Enden von Zweigleitungen angedeutet sind, und verteilt das von einem Schmiermittelförderer
10 zugeführte Schmiermittel auf die einzelnen Schmierstellen. Der Schmiermittelförderer
besteht aus einer
von einem Vorratsbehälter (nicht abgebildet) versorgten
Pumpe 11. An Stelle der Pumpe 11 kann auch ein Magnetventil oder ein Magnetimpulsschalter
verwendet werden. Das Ein- und Ausschalten des Schmiermittelförderers kann durch
Schalten der Pumpe 11 vorgenommen werden.
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Zum Schmiersystem gehören mehrere Verteiler 21
bis 25, von denen
jeder mehrere direkt zu den Schmierstellen führende Zweigleitungen versorgt. Der
Verteiler 21 ist ein Haupt- oder Primärverteiler, während die Verteiler 22 bis 25
Hilfs- oder Sekundärverteiler sind. Die Verteiler sind zyklische Verteiler. Der
Verteilerkolben 26 des Verteilers 22 wirkt mit einem Umschalter 27
zusammen, der einen Zähler für die Hin- und Herbewegung des Verteilerkolbens 26
bildet, wobei eine Hin- und Herbewegung des Verteilerkolbens einen Arbeitszyklus
darstellt. Der Betrieb des Schmiermittelförderers bewirkt, daß die zyklischen Verteiler
21 bis 25 zyklisch weiterarbeiten, und zwar kontinuierlich oder über längere Zeiten,
die Hunderte oder Tausende von Arbeitszyklen umfassen können. Wenn das Schmiersystem
zyklisch arbeitet, bewegt sich der Verteilerkolben 26 hin und her. Der Umschalter
27, der ein üblicher Umschalter oder Kontaktmikroumschalter sein kann, befindet
sich in einer Endlage des Verteilerkolbens 26 und ist so vorgespannt, daß er eine
elektrische Leitung 42 mit jeweils einer von Leitungen 41 und 43 verbindet, in F
i g. 2 mit der Leitung 41. Wenn der Verteilerkolben 26 die eine Endlage erreicht,
schaltet er den Umschalter 27 gegen die Vorspannungskraft um, so daß ein Kontakt
zwischen den Leitungen 42 und 43 hergestellt wird. Der Verteilerkolben 26 neigt
dazu, in dieser Lage längere Zeit zwischen seiner Bewegung in der einen Richtung
und der anschließenden Bewegung in der entgegengesetzten Richtung zu bleiben, was
eine Eigenschaft der zyklischen Verteiler ist.
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In der in F i g. 2 abgebildeten Schaltung werden Versorgungsleitungen
31 und 32 von einem üblichen Wechselstromnetz gespeist. über einen Transformator
33 und einen Brückengleichrichter 34 wird eine Gleichspannung an die Leitungen 41
und 44 gelegt. Wenn sich der Umschalter 27 in der in F i g. 2 abgebildeten Lage
befindet, lädt die Gleichspannung einen Kondensator 46 auf. Werden bei Betätigung
des Umschalters 27 die Kontakte vertauscht, so daß die Leitung 42 an die
Leitung 43 angeschlossen wird, entlädt sich der Kondensator 46 über die Leitungen
42 und 43 und einen normalerweise geschlossenen Schalter 51, um ein Relais 47 zu
erregen, das als Rücksetzeinrichtung für einen Zeitintervallgeber in Form eines
üblichen Zeitverzögerungsrelais 48 dient. Die Schaltung kann so ausgelegt werden,
daß die Entladungszeit des Kondensators 46 etwa 0,5 sec beträgt und während dieser
Zeit das Relais 47 gepulst wird, um vorübergehend den normalerweise geschlossenen
Schalter 54 zu öffnen, der durch das Relais 47 gesteuert wird.
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In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel wird jedesmal, wenn der Umschalter
27 eine Hin- und Herbewegung des Verteilerkolbens 26 zählt, also z. B. der Zählerstand
Eins erreicht wird, das Relais 47 gepulst. Es ist jedoch ersichtlich, daß auch abgewandelte
Schaltungen verwendet werden können, bei denen zwei, drei oder mehr Hin- und Herbewegungen
für jedes Pulsen des Relais 47 notwendig sind, also der Zähler der Schaltung bei
einem Zählerstand von mehr als Eins das Relais 47 pulst und damit das Zeitverzögerungsrelais
48 rücksetzt.
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übliche Zeitverzögerungsrelais lassen beim Schließen des äußeren Kontakts
ein vorbestimmtes Zeitintervall, nämlich ihre Verzögerungszeit, ablaufen. Am Ende
des Zeitintervalls wird die Relaisspule des Zeitverzögerungsrelais erregt, um die
Lastkontakte umzuschalten. In F i g. 2 sind diese Lastkontakte als Schalter 51,
52 und 53 abgebildet. Bei derartigen üblichen Zeitverzögerungsrelais bleiben die
Lastkontakte umgeschaltet, bis die Eingangsleitungen des Zeitverzögerungsrelais
abgeschaltet werden.
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Während des Betriebs kann der Schmiermittelförderer 10 kontinuierlich
arbeiten, damit Schmiermittel kontinuierlich im Schmiersystem verteilt wird. Der
Verteilerkolben 26 beendet jedesmal seine Hin-und Herbewegung, wenn sein zugehöriger
Verteiler 22 einen vollständigen Arbeitszyklus beendet. Für jeden Arbeitszyklus
des Verteilers 21 erhält der Verteiler 22 eine bestimmte Schmiermittelmenge und
verdrängt sie während seines Arbeitszyklus entsprechend weiter. Auf diese Weise
wird durch die überwachung der Frequenz der Hin- und Herbewegungen des Verteilerkolbens
26, d. h. des innerhalb des Zeitintervalls erreichten Zählerstands die Schmiermittelförderrate
des ganzen Schmiersystems überwacht. Wahlweise können der Verteilerkolben 26 und
der Umschalter 27 auch einem der Blöcke des Verteilers 21 zugeordnet sein.
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Solange die Schmiermittelförderrate des Schmiersystems ausreicht,
wird das Relais 47 mit einer ausreichenden Frequenz gepulst, so daß das Zeitverzögerungsrelais
48 vor dem Ende des Ablaufs des Zeitintervalls rückgesetzt wird, also ein neuer
Ablauf des Zeitintervalls beginnen kann. Wenn sich der Verteilerkolben 26 hin- und
herbewegt, betätigt er den Umschalter 27, um den Kontakt der Leitung 42 zwischen
den Kontakten, die zu den Leitungen 41 und 43 gehören, umzulegen. Während
die Leitung 42 mit der Leitung 41 verbunden ist, wird der Kondensator
46 aufgeladen. Wenn die Leitung 42 mit der Leitung 43 verbunden
ist, wird das Relais 47 gepulst.
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Jedes Pulsen des Relais 47 öffnet vorübergehend den normalerweise
geschlossenen Schalter 54. Da das Zeitintervall des Zeitverzögerungsrelais 48 bei
Halten eines äußeren Kontakts parallel zu seinen Eingangsleitungen abläuft, wird
das Zeitverzögerungsrelais 48 jedesmal zurückgesetzt, wenn der Schalter 54
sich öffnet, d. h. jedesmal, wenn das Relais 47 gepulst wird.
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Falls eine Abnutzung der Pumpe 11, die Bildung von Schlamm, die Verengung
oder Blockierung der Leitung od. dgl. ein Abfallen der Schmiermittelförderrate unter
den gewünschten Wert bewirken sollte, wird der zeitliche Abstand zwischen aufeinanderfolgenden
Impulsen des Relais 47 größer als das Zeitintervall des Zeitverzögerungsrelais 48,
d. h., der vorgesehene Zählerstand, beim Ausführungsbeispiel gleich Eins, wird nicht
innerhalb des Zeitintervalls erreicht. Bei vollem Ablauf des Zeitintervalls des
Zeitverzögerungsrelais 48 bleibt der normalerweise geschlossene Schalter
54 noch geschlossen. Das Zeitverzögerungsrelais wird danach erregt, um das
Öffnen des normalerweise geschlossenen Schalters 51 (um damit das nachfolgende Pulsen
des Relais 47 und das Rücksetzen des Zeitverzögerungsrelais 48 so lange zu verhindern,
bis das ganze Netz von den Versorgungsleitungen 31 und 32 getrennt
ist)
und auch des Schalters 53 zu bewirken, damit eine Leuchte 57 verlöscht, die den
normalen Betrieb anzeigt. Die Erregung des Zeitverzögerungsrelais 48
schließt
auch den normalerweise offenen Schalter 52, um eine Anzeigeeinrichtung der Überwachungseinrichtung
in Form einer Warnleuchte 56 anzuschalten. Es ist ersichtlich, daß auch andere Anzeigeeinrichtungen
und/oder automatische Abschaltkreise durch Schalter gesteuert werden können, die
durch Erregung des Zeitverzögerungsrelais 48 geschlossen werden.
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Ein Filter- oder Glättungskondensator 61 und ein Glättungswiderstand
62 können gewünschtenfalls verwendet werden, um den Gleichstrom zu glätten und den
Betrieb der Schaltung zu verbessern.
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Bei dem hier bevorzugten, abgebildeten Ausführungsbeispiel der Überwachungseinrichtung
wird durch den Umschalter 27 der Kondensator 46 zwischen einer Stromversorgung (über
die Zuleitung 41) und dem kondensatorerregten Relais 47 entsprechend der Hin- und
Herbewegung des Verteilerkolbens 26 umgeschaltet, wenn dieser die eine Endlage erreicht.
Nach jeder Entladung des Kondensators 46 wird das Zeitverzögerungsrelais
48 durch Pulsen des Relais 47
und entsprechendes öffnen des normalerweise
geschlossenen Schalters 54 rückgesetzt.
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Bekanntlich bewegt sich bei zyklischen Verteilern jeder Hilfsverteiler
um eine bestimmte Entfernung seines eigenen Arbeitszyklus während jedes Arbeitszyklus
seines Primärverteilers 21 weiter, und jede Zweigleitung jedes Verteilers erhält
einen bestimmten Teil des dem zugehörigen Verteiler zugeteilten Schmiermittels.
Daher leuchtet, falls unterbrochene Leitungen nicht auftreten, die Warnleuchte nur
so lange nicht auf, wie die Schmiermittelförderraten zu den einzelnen Schmierstellen,
die vom Schmiersystem versorgt werden, ausreichend hoch sind. Das Auftreten von
unterbrochenen Leitungen wird auch überwacht, wenn eine Überwachungseinrichtung
zur Überwachung auf unterbrochene Leitungen im Schmiersystem verwendet wird, in
welchem Fall auch bei Auftreten von unterbrochenen Leitungen die Warnlampe nur so
lange nicht aufleuchtet, wie die Schmiermittelförderraten zu den Schmierstellen
ausreichend hoch sind. (Das abgebildete Ausführungsbeispiel der Überwachungseinrichtung
zeigt zwar auch einen Leitungsbruch an, aber nur in der Versorgungsleitung zu dem
Haupt- oder Primärverteiler 21 oder in der Versorgungsleitung zu dem Sekundärverteiler
22.)