DE1288697B - Vorrichtung zum Erzeugen von Roentgenstrahlen mit einer in einen poroesen Stoff eingebetteten Roentgenroehre - Google Patents
Vorrichtung zum Erzeugen von Roentgenstrahlen mit einer in einen poroesen Stoff eingebetteten RoentgenroehreInfo
- Publication number
- DE1288697B DE1288697B DEM68869A DEM0068869A DE1288697B DE 1288697 B DE1288697 B DE 1288697B DE M68869 A DEM68869 A DE M68869A DE M0068869 A DEM0068869 A DE M0068869A DE 1288697 B DE1288697 B DE 1288697B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- foam
- ray tube
- embedded
- electrical shield
- housing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 239000000126 substance Substances 0.000 title description 2
- 239000006260 foam Substances 0.000 claims description 39
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 11
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 5
- 229920005830 Polyurethane Foam Polymers 0.000 claims description 3
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 3
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 3
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 claims description 3
- 239000011496 polyurethane foam Substances 0.000 claims description 3
- KXGFMDJXCMQABM-UHFFFAOYSA-N 2-methoxy-6-methylphenol Chemical compound [CH]OC1=CC=CC([CH])=C1O KXGFMDJXCMQABM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 2
- 229920001568 phenolic resin Polymers 0.000 claims description 2
- 239000005011 phenolic resin Substances 0.000 claims description 2
- 239000011148 porous material Substances 0.000 claims description 2
- 229920006327 polystyrene foam Polymers 0.000 claims 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 10
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 9
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 9
- 239000003822 epoxy resin Substances 0.000 description 5
- 229920000647 polyepoxide Polymers 0.000 description 5
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 description 4
- 229910018503 SF6 Inorganic materials 0.000 description 3
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 3
- SFZCNBIFKDRMGX-UHFFFAOYSA-N sulfur hexafluoride Chemical compound FS(F)(F)(F)(F)F SFZCNBIFKDRMGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229960000909 sulfur hexafluoride Drugs 0.000 description 3
- 239000004793 Polystyrene Substances 0.000 description 2
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 2
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 2
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 2
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 2
- 229920002223 polystyrene Polymers 0.000 description 2
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 2
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 2
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- JOYRKODLDBILNP-UHFFFAOYSA-N Ethyl urethane Chemical compound CCOC(N)=O JOYRKODLDBILNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 1
- 230000005684 electric field Effects 0.000 description 1
- 238000010894 electron beam technology Methods 0.000 description 1
- 238000005530 etching Methods 0.000 description 1
- -1 for example Substances 0.000 description 1
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 description 1
- 238000002955 isolation Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000013017 mechanical damping Methods 0.000 description 1
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000005065 mining Methods 0.000 description 1
- ISWSIDIOOBJBQZ-UHFFFAOYSA-N phenol group Chemical group C1(=CC=CC=C1)O ISWSIDIOOBJBQZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05G—X-RAY TECHNIQUE
- H05G1/00—X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
- H05G1/02—Constructional details
- H05G1/04—Mounting the X-ray tube within a closed housing
Landscapes
- X-Ray Techniques (AREA)
Description
material verwendet wird, in das sowohl die Röntgenröhre als auch der Hochspannungstransformator eingebettet
ist. Durch das Papierfasermaterial wird zwar das Volumen des Öls so reduziert, daß dessen Wärmeausdehnung
sich nicht mehr störend bemerkbar macht; dafür ist aber die Tränkung des Papierfasermaterials
ziemlich aufwendig, weil unbedingt das Eindringen von Feuchtigkeit oder Luftblasen in die
Isolation verhindert werden muß. Im übrigen hat
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Erzeugen von Röntgenstrahlen mit einer in
einen porösen Stoff eingebetteten Röntgenröhre,
einer elektrischen Abschirmung und einer Kühleinrichtung.
zum Erzeugen von Röntgenstrahlen mit einer in
einen porösen Stoff eingebetteten Röntgenröhre,
einer elektrischen Abschirmung und einer Kühleinrichtung.
Es ist bereits bekannt, die unter Hochspannung
stehenden Bauteile eines Hochspannungsgerätes in
einem mit Öl gefüllten, geerdeten metallischen Gehäuse anzubringen. Das Öl darf kein Wasser enthalten, weil dadurch seine Durchschlagfestigkeit be- 10 diese Isolation alle Nachteile der reinen Öl-Isolation: trächtlich vermindert wird; demzufolge muß das Ge- der Behälter muß öldicht sein, bei harter Strahlung häuse dicht genug sein, um das Eindringen von Luft- ' entsteht wegen der. verhältnismäßig großen Dichte feuchtigkeit und damit eine Wasseraufnahme des Öls des Isoliermaterials eine starke Streustrahlung, und möglichst zu verhindern, was allerdings wegen der die Röntgenröhre ist auch hierbei nur unzureichend Diffusion durch die Gummimembran der Ausdeh- 15 gegen Erschütterungen geschützt, nungsgefäße nicht vollkommen erreicht werden kann. Die geschilderten Nachteile werden bei einer Vor-Außerdem verschlechtern sich die Isoliereigenschaf- richtung der eingangs genannten Art erfindungsten des Öls im Laufe der Betriebszeit noch durch gemäß dadurch vermieden, daß die Röntgenröhre Verharzung oder Faserbrückenbildung. ganz oder teilweise in geschlossenzelligen Schaum-Es ist weiterhin bekannt, als Isoliermittel in der 20 stoff eingebettet ist Als Schaumstoffe kommen hieroben beschriebenen Anordnung das gasförmige für beispielsweise Phenolharz-, Polystyrol-oder PoIy-Schwefel-Hexafluorid (SF6) zu verwenden. Hierbei urethanschaumstoffe in Betracht, muß das Gehäuse noch besser abgedichtet sein als In einer älteren Erfindung ist bereits vorgeschlabei Verwendung von Öl, da das Gas unter Über- gen worden, bei einer Röntgenröhre mit Schwefeldruck steht; der Gasdruck muß dabei ständig über- 25 Hexafluorid-Isolation zur Vermeidung der oben gewacht werden. Bei Verwendung von SF6 als Isolier- schilderten Zersetzungsprozesse einen Schaumstoffmittel in Röntgenstrahlen! macht sich weiterhin körper im Nutzstrahlenbündel anzuordnen. Der nachteilig bemerkbar, daß das Gas durch die Rönt- Schaumstoffkörper dient hier lediglich der Verdrängenstrahlung zersetzt wird, wobei hochreaktive Zer- gung des Isoliergases im Bereich des Nutzstrahlensetzungsprodukte entstehen, die die übrigen Isolier- 30 bündeis.
stehenden Bauteile eines Hochspannungsgerätes in
einem mit Öl gefüllten, geerdeten metallischen Gehäuse anzubringen. Das Öl darf kein Wasser enthalten, weil dadurch seine Durchschlagfestigkeit be- 10 diese Isolation alle Nachteile der reinen Öl-Isolation: trächtlich vermindert wird; demzufolge muß das Ge- der Behälter muß öldicht sein, bei harter Strahlung häuse dicht genug sein, um das Eindringen von Luft- ' entsteht wegen der. verhältnismäßig großen Dichte feuchtigkeit und damit eine Wasseraufnahme des Öls des Isoliermaterials eine starke Streustrahlung, und möglichst zu verhindern, was allerdings wegen der die Röntgenröhre ist auch hierbei nur unzureichend Diffusion durch die Gummimembran der Ausdeh- 15 gegen Erschütterungen geschützt, nungsgefäße nicht vollkommen erreicht werden kann. Die geschilderten Nachteile werden bei einer Vor-Außerdem verschlechtern sich die Isoliereigenschaf- richtung der eingangs genannten Art erfindungsten des Öls im Laufe der Betriebszeit noch durch gemäß dadurch vermieden, daß die Röntgenröhre Verharzung oder Faserbrückenbildung. ganz oder teilweise in geschlossenzelligen Schaum-Es ist weiterhin bekannt, als Isoliermittel in der 20 stoff eingebettet ist Als Schaumstoffe kommen hieroben beschriebenen Anordnung das gasförmige für beispielsweise Phenolharz-, Polystyrol-oder PoIy-Schwefel-Hexafluorid (SF6) zu verwenden. Hierbei urethanschaumstoffe in Betracht, muß das Gehäuse noch besser abgedichtet sein als In einer älteren Erfindung ist bereits vorgeschlabei Verwendung von Öl, da das Gas unter Über- gen worden, bei einer Röntgenröhre mit Schwefeldruck steht; der Gasdruck muß dabei ständig über- 25 Hexafluorid-Isolation zur Vermeidung der oben gewacht werden. Bei Verwendung von SF6 als Isolier- schilderten Zersetzungsprozesse einen Schaumstoffmittel in Röntgenstrahlen! macht sich weiterhin körper im Nutzstrahlenbündel anzuordnen. Der nachteilig bemerkbar, daß das Gas durch die Rönt- Schaumstoffkörper dient hier lediglich der Verdrängenstrahlung zersetzt wird, wobei hochreaktive Zer- gung des Isoliergases im Bereich des Nutzstrahlensetzungsprodukte entstehen, die die übrigen Isolier- 30 bündeis.
materialien bzw. das Glas der Röntgenröhre korro- Hingegen ist bei der Erfindung die Röntgenröhre
dieren oder ätzen. Das Ausmaß dieser Korrosions- in den Schaumstoff eingebettet, beispielsweise -— ge-
erscheinungen hängt von verschiedenen Faktoren ab, maß einer Weiterbildung der Erfindung — in einen
z. B. von der Spannungsart an der Röntgenröhre vorgeformten Schaumstoffkörper, und lediglich die
(Wechselspannung, Gleichspannung), von Menge und 35 Zwischenräume zwischen den eingefonnten Bauteilen
Härte der Röntgenstrahlung sowie vom Volumen und dem Gehäuse sind mit Schwefel-Hexafluorid
des durchstrahlten Gases. Schließlich ist es — spe- bzw. anderen gasförmigen oder flüssigen Isolier-
ziell bei Röntgenstrahlern — bekannt, den freien medien ausgefüllt.
Raum zwischen Gehäuse und Röntgenröhre mit Man wird diese Möglichkeit vor allem dann wäh-Epoxydharz
auszugießen, wonach durch geeignete 40 len, wenn bereits für flüssige bzw. gasförmige Isolierchemische
Zusätze das Epoxydharz ausgehärtet wird, stoffe bestimmte Gehäuse vorhanden sind. Dabei
Beim Aushärten schrumpft das Epoxydharz jedoch, kann das Eindringen von- Gas bzw. Flüssigkeit in
so daß die Röhre zerstört wird, wenn sie nicht vor den Schaumstoff durch Verwendung eines Materials
dem Ausgießen einen den Druck aufnehmenden mit geschlossenen Zellen oder durch Aufbringen
Überzug, beispielsweise aus SiHkongummi, erhält. 45 eines das Eindringen verhindernden Lackes vermie-Ein
weiterer Nachteil dabei ist — neben den hohen den werden. Es ist zweckmäßig, die am Gehäuse anKosten
und dem verhältnismäßig großen Gewicht — liegende Oberfläche des Schaumstoffkörpers zu medie
beträchtliche Schwächung der Röntgenstrahlung tallisieren, um Aufladungen zu verhindern, und es
durch das Isoliermaterial. Um eine solche Vermin- ist weiterhin günstig, die nicht metallisierte" Oberderung
der Strahlenintensität zu vermeiden, muß die 50 fläche zur Verlängerung des Weges Von Kriechströ-Röhre
an ihrer dem Strahlenaustrittsfenster züge- men wellenförmig zu gestalten,
wandten Seite einen Hals od. dgl. aufweisen, durch Man kann aber auch den gesamten freien Raum
den die Strahlung direkt, ohne den Isolierstoff zu zwischen den Bauteilen und dem Gehäuse mit
passieren, nach außen dringt. Das bedeutet aber, daß Schaumstoff ausfüllen. Die Bauteile sind dadurch
der Glaskörper nicht rotationssymmetrisch ausge- 55 derart unverrückbar im Gehäuse fixiert, daß Isolatoführt
werden kann, was die Herstellung entspre- ren aus Gießharz oder ähnlichen Stoffen, die sonst
chend verteuert. zur Befestigung insbesondere der Hochspannung füh-Die oben beschriebenen, bekannten Möglichkeiten renden Teile nötig sind, überflüssig werden. Man
der Isolierung von Hochspannung führenden Bau- kann sie durch Schaumstoff geeigneter Dichte erteilen
haben bei Anwendung in Röntgenstrahlern 60 setzen, und ebenso können die Stecktöpfe für die
einen weiteren gemeinsamen Nachteil: Die sehr emp- Einführung von Hochspannungssteckern aus Schaumfjndliche
Röntgenröhre ist nur ungenügend gegen stoff bestehen.
stärkere Erschütterungen geschützt. Dadurch werden Schließlich kann man auch das ganze Gehäuse
innerhalb oder außerhalb des Strahlers stoßdämp- seinerseits in hochelastischen Schaumstoff betten, so
fende Vorrichtungen notwendig, wodurch der Auf- 65 daß man statt des relativ dickwandigen Gehäuses nur
wand nochmals erhöht wird. noch eine dünnwandige elektrische Abschirmung
Es ist bereits ein Röntgeneintankapparat bekannt, braucht, die bei Röntgenstrahlern zur Erzielung eines
bei dem als Isolation ein ölgetränktes Papierfaser- Strahlenschutzes zweckmäßig aus Blei besteht, und
die sich dann innerhalb der elastischen Schaumstoffhülle befindet.
Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel eines Röntgenstrahlers an Hand der F i g. 1 bis 3
nachstehend erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Röntgenröhre 1 mit einer Anode 2 und einer Kathode 3, wobei außerdem der
Elektronenstrahl 9 angedeutet ist. Die Röhre 1 ist in einem mit einem Strahlenaustrittsfenster 10 versehenen
Gehäuse 5 untergebracht, das an seinen Stirn-Seiten durch Flansche 6 verschlossen ist, die mittels
der Schrauben 7 am Gehäuse 5 befestigt sind. Durch die Füllstutzen 8 kann ein Isoliergas, beispielsweise
Schwefelhexafluorid, zu- bzw. abgeführt werden; Die Röhre 1 ist in einen vorgeformten Schaumstoffkörper
11 gebettet und kann auch mittels einer auf die Glaswand aufgebrachten Epoxydharzlackschicht 16
an diesen geklebt sein. Weitere Einzelheiten, die für die Erläuterung des Erfindungsgedankens unwesentlich
sind, sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
Als Schaumstoffe können beispielsweise Polystyrol-, Phenolharz- oder Polyurethanschäume verwendet
werden, da sie neben ihren sonstigen günstigen Eigenschaften den weiteren Vorteil aufweisen, daß
sich ihre Härte, Zellaufbau, Elastizität, Dichte usw.. durch Wahl von jeweils zwei Komponenten' iü wei-v "
ten Grenzen beeinflussen lassen. Polyurethanschäume haben sich als besonders geeignet erwiesen.
Wesentlich in dieser Anwendung ist, daß der Schaumstoffkörper geschlossenzellig ist oder daß,
wenn auch offene Zellen vorhanden sind, seine Oberfläche mit einem Lack, beispielsweise Epoxydharzlack,
beschichtet ist. Dadurch wird ein Eindringen des Gases in den durchstrahlten Raum verhindert,
so daß keine Korrosionserscheinungen infolge Gaszersetzung auftreten können. Als weiterer Vorteil
gegenüber reiner Druckgasisolation tritt hinzu, daß die Röhre in dem sie umgebenden Schaumstoffkörper
eine nahezu ideale mechanische Dämpfung und Halterung besitzt.
Bei dieser Ausführungsform ist es zweckmäßig, die Oberfläche des Schaumstoffkörpers an ihrer am
Gehäuse anliegenden Seite zur Vermeidung von Aufladungen zu metallisieren, während bei der nicht
metallisierten Fläche in bekannter Weise durch wellenförmige Gestaltung der Kriechweg vergrößert
wird.
Natürlich ist man bei der Ausführungsform nach F i g. 1 nicht auf SF6 als Isoliermittel beschränkt; es
kann auch ein anderes Isoliermittel, beispielsweise öl, verwendet werden. Auch hierbei hat man gegenüber
der reinen Ölisolierung den Vorteil der stoßunempfindlichen Lagerung der Röhre.
Eine Anordnung nach Fig. 1 mit vorgeformten Schaumstoffkörpern empfiehlt sich vor allem dann,
wenn Gehäuse für Öl- bzw. Druckgasisolierung bereits vorhanden sind.
Eine weitere Vorrichtung nach der Erfindung zeigt Fig. 2. Die Bezugszeichen in Fig. 2 haben die
gleiche Bedeutung wie in Fig. 1. Hierbei ist der gesamte freie Raum zwischen Röntgenröhre 1 und
Gehäuses verschäumt, wobei durch geeignete, in F i g. 2 nicht näher dargestellte Mittel für den Abzug
der im Gehäuse vorhandenen Luft gesorgt wird. Die Röhre 1 hat durch den Schaumstoff 13 eine derart
stabile Halterung, daß auf teure Gießharzstecktöpfe, die bei flüssigen oder gasförmigen Isolierstoffen
der Aufnahme der Hochspannungsstecker und der Befestigung der Röhre am Gehäuse dienen, verzichtet
werden kann. Die Stecktöpfe werden durch einen besonders harten Schaumstoff 4 gebildet; in
ihre Aussparungen 12 werden die nicht dargestellten Hochspannungsstecker eingeführt. Man verfährt zur
Ausbildung der Stecktöpfe zweckmäßig so, daß man das Material hierfür erst verschäumt, nachdem der
Schaumstoff 13 in der für ihn vorgesehenen Begrenzung erstarrt ist; die Aussparungen 12 erhält man
durch Verwendung von geeigneten Schablonen.
Die Ausführungsform nach F i g. 2 hat gegenüber der herkömmlichen Öl- bzw. Druckgasisolation noch
eine Reihe weiterer Vorteile: Da der Schaumstoff jegliches Eindringen von Luft in den Raum zwischen
Gehäuse und Elektroden verhindert, braucht das Röhrengehäuse 5 nicht abgedichtet zu sein. Weiterhin
wird die Röhre durch den Schaumstoff gegen mechanische Erschütterungen so geschützt, daß auf
zusätzliche Federung des Strahlers verzichtet werden kann. Günstig wirkt sich überdies aus, daß der
Schaumstoff eine relative Dielektrizitätskonstante von nahezu 1 hat, so daß die elektrische Feldstärke
im Glas geringer ist als die beispielsweise bei Ölisolierung auftretende. Dadurch wird die Gefahr von
Glasdurchschlägen, die man mitunter bei Ölisolierung beobachten kann, vermieden. Schließlich wirkt
sich noch die thermisch isolierende Wirkung des Schaumstoffes und die dadurch bedingte relativ hohe
Glaskolbentemperatur günstig aus, weil dadurch der elektrische Widerstand des Glases verhältnismäßig
niedrig bleibt, so daß Aufladungen vermieden werden. Röhren ohne thermische Isolierung des Glaskolbens
hingegen müssen nach längerer Betriebspause erst zeitraubend »hochgefahren« und dadurch
erwärmt werden, weil anderenfalls die am kalten Glaskolben auftretenden Aufladungen die Röhre zerstören
können.
Schließlich ist es noch möglich, ganz auf ein geschlossenes, mechanisch festes metallisches Gehäuse
zu verzichten, wie F i g. 3 zeigt. Das ist zulässig, weil die Funktion des Gehäuses als Träger der Hochspannung
führenden Bauteile von den Schaumstoffschichten 13 und 14 wahrgenommen wird. Dabei ist
die Schicht 14 zweckmäßig hochelastisch ausgeführt, während es bei der Schicht 13 vor allem auf geschlossene
Zellstruktur ankommt, um ein Eindringen von Luft zu vermeiden. Die elektrische Abschirmung
und der Strahlenschutz werden durch ein geerdetes Bleiblech 15 erreicht, das sich zwischen den Schaumstoffschichten
13 und 14 befindet.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen nach den F i g. 1 bis 3 kann die Wärme der Röntgenröhren
durch nicht näher dargestellte, eventuell im Schaumstoff eingebettete Kühlvorrichtungen abgeführt werden.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Erzeugen von Röntgenstrahlen mit einer in einen porösen Stoff eingebetteten
Röntgenröhre, einer elektrischen Abschirmung und einer Kühleinrichtung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Röntgenröhre(1) ganz oder teilweise in geschlossenzelligen Schaumstoff
(11,13) eingebettet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Einbettungsstoff Polystyrolschaumstoff
verwendet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Einbettungsstoff Phenolharzschaumstoff
verwendet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Einbettungsstoff Polyurethanschaumstoff
verwendet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgenröhre (1) in einen
vorgeformten Schaumstoffkörper (11) gebettet ist (Fig.l). ίο
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der verbleibende freie Raum innerhalb der elektrischen Abschirmung (5) mit einem flüssigen oder gasförmigen Isoliermittel
ausgefüllt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Schaumstoffkörpers (11,13) an ihrer am Gehäuse (5,15)
anliegenden Seite metallisiert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge- ao
kennzeichnet, daß die Oberfläche des Schaumstoffkörpers (11,13) an den Stellen, die nicht mit
Metallteilen in Berührung stehen, wellenförmig gestaltet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Schaumstoffkörpers
(11, 13) mit einer das Einströmen von Gas verhindernden Lackschicht versehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch !,.dadurch gekennzeichnet,
daß der gesamte freie Raum zwischen der Röntgenröhre (1) und der elektrischen
Abschirmung (5,15) mit Schaumstoff (13) ausgefüllt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Abschirmung
(15) ihrerseits in Schaumstoff (14) eingebettet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stecktöpfe (4) für
die Spannungszuführung aus Schaumstoff bestehen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Abschirmung (15) aus Bleiblech besteht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanische Verbindung zwischen der elektrischen Abschirmung (5,15)
und der Röntgenröhre (1) ausschließlich durch den Schaumstoff (11,13) gegeben ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM68869A DE1288697B (de) | 1966-03-23 | 1966-03-23 | Vorrichtung zum Erzeugen von Roentgenstrahlen mit einer in einen poroesen Stoff eingebetteten Roentgenroehre |
| US626911A US3465154A (en) | 1966-03-23 | 1967-03-09 | High-voltage apparatus having an insulation of foamed material |
| GB02865/67A GB1173385A (en) | 1966-03-23 | 1967-03-20 | High-Voltage Apparatus having an Insulation of Foamed Material |
| AT02640/67A AT277401B (de) | 1966-03-23 | 1967-03-20 | Roentgenstrahler mit schaumstoffisolierung |
| DK145467AA DK122096B (da) | 1966-03-23 | 1967-03-20 | Højspændingsapparat til frembringelse af røntgenstråler. |
| NL6704146A NL6704146A (de) | 1966-03-23 | 1967-03-21 | |
| BE696027D BE696027A (de) | 1966-03-23 | 1967-03-23 | |
| FR99995A FR1515548A (fr) | 1966-03-23 | 1967-03-23 | Appareil à haute tension comportant un isolant constitué par un matériau mousse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM68869A DE1288697B (de) | 1966-03-23 | 1966-03-23 | Vorrichtung zum Erzeugen von Roentgenstrahlen mit einer in einen poroesen Stoff eingebetteten Roentgenroehre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1288697B true DE1288697B (de) | 1969-02-06 |
Family
ID=7312807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM68869A Pending DE1288697B (de) | 1966-03-23 | 1966-03-23 | Vorrichtung zum Erzeugen von Roentgenstrahlen mit einer in einen poroesen Stoff eingebetteten Roentgenroehre |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3465154A (de) |
| AT (1) | AT277401B (de) |
| BE (1) | BE696027A (de) |
| DE (1) | DE1288697B (de) |
| DK (1) | DK122096B (de) |
| FR (1) | FR1515548A (de) |
| GB (1) | GB1173385A (de) |
| NL (1) | NL6704146A (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2036447A5 (de) * | 1969-03-14 | 1970-12-24 | Noyon Gustave | |
| US5159618A (en) * | 1991-05-22 | 1992-10-27 | General Electric Company | X-ray tube enclosure with resistive coating |
| US7448802B2 (en) * | 2002-02-20 | 2008-11-11 | Newton Scientific, Inc. | Integrated X-ray source module |
| US7949099B2 (en) * | 2007-07-05 | 2011-05-24 | Newton Scientific Inc. | Compact high voltage X-ray source system and method for X-ray inspection applications |
| KR102741302B1 (ko) * | 2021-11-04 | 2024-12-10 | 세메스 주식회사 | 동파 방지 밸브 장치 및 이를 포함하는 반도체 제조 장치와 그 설치 방법 |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2857558A (en) * | 1955-08-29 | 1958-10-21 | Paul E Fiske | Electronics package |
| DE1822552U (de) * | 1958-07-15 | 1960-12-01 | Licentia Gmbh | In giessharz eingebetteter elektrischer leiter. |
| DE1190589B (de) * | 1962-12-08 | 1965-04-08 | Siemens Reiniger Werke Ag | Roentgeneintankapparat |
| DE1198928B (de) * | 1964-05-04 | 1965-08-19 | Patra Patent Treuhand | Starter zum Zuenden von elektrischen Entladungslampen |
| DE1205599B (de) * | 1960-08-05 | 1965-11-25 | Siemens Ag | Mit abgedeckten Bauelementen bestueckte Schalt-platte |
| DE1251877B (de) * | 1965-12-15 | 1967-10-12 | CHF Muller GmbH, Hamburg | Vorrichtung zum Erzeugen von Röntgen strahlen |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CA586376A (en) * | 1959-11-03 | N.V. Philips Gloeilampenfabrieken | Protecting envelope for x-ray tubes | |
| GB853941A (en) * | 1957-01-10 | 1960-11-16 | Vickers Electrical Co Ltd | A method for the encapsulation of electrical components |
| US3013156A (en) * | 1958-01-22 | 1961-12-12 | Dresser Ind | Apparatus for supporting geiger counters |
| US2915611A (en) * | 1958-01-27 | 1959-12-01 | Hi Voltage Equipment Company | Tandem vacuum switches |
| US3288916A (en) * | 1964-07-28 | 1966-11-29 | Columbian Rope Co | Multiple conductor cable with tubular foam filler insulation |
-
1966
- 1966-03-23 DE DEM68869A patent/DE1288697B/de active Pending
-
1967
- 1967-03-09 US US626911A patent/US3465154A/en not_active Expired - Lifetime
- 1967-03-20 DK DK145467AA patent/DK122096B/da unknown
- 1967-03-20 GB GB02865/67A patent/GB1173385A/en not_active Expired
- 1967-03-20 AT AT02640/67A patent/AT277401B/de not_active IP Right Cessation
- 1967-03-21 NL NL6704146A patent/NL6704146A/xx unknown
- 1967-03-23 BE BE696027D patent/BE696027A/xx unknown
- 1967-03-23 FR FR99995A patent/FR1515548A/fr not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2857558A (en) * | 1955-08-29 | 1958-10-21 | Paul E Fiske | Electronics package |
| DE1822552U (de) * | 1958-07-15 | 1960-12-01 | Licentia Gmbh | In giessharz eingebetteter elektrischer leiter. |
| DE1205599B (de) * | 1960-08-05 | 1965-11-25 | Siemens Ag | Mit abgedeckten Bauelementen bestueckte Schalt-platte |
| DE1190589B (de) * | 1962-12-08 | 1965-04-08 | Siemens Reiniger Werke Ag | Roentgeneintankapparat |
| DE1198928B (de) * | 1964-05-04 | 1965-08-19 | Patra Patent Treuhand | Starter zum Zuenden von elektrischen Entladungslampen |
| DE1251877B (de) * | 1965-12-15 | 1967-10-12 | CHF Muller GmbH, Hamburg | Vorrichtung zum Erzeugen von Röntgen strahlen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1515548A (fr) | 1968-03-01 |
| NL6704146A (de) | 1967-09-25 |
| BE696027A (de) | 1967-09-25 |
| AT277401B (de) | 1969-12-29 |
| GB1173385A (en) | 1969-12-10 |
| DK122096B (da) | 1972-01-17 |
| US3465154A (en) | 1969-09-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1639431A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen von Dauermagneten,insbesondere fuer Neutronengeneratoren | |
| DE3111305A1 (de) | Mikrowellen-entladungs-ionenquelle | |
| DE1288697B (de) | Vorrichtung zum Erzeugen von Roentgenstrahlen mit einer in einen poroesen Stoff eingebetteten Roentgenroehre | |
| DE102007044070A1 (de) | Ionenbeschleunigeranordnung und dafür geeignete Hochspannungsisolatoranordnung | |
| DE3881822T2 (de) | Röntgenstrahlung erzeugende Anordnung mit Vollschutz gegen Leckstrahlung. | |
| DE3133999A1 (de) | Gasisolierte durchfuehrung | |
| DE3040350C2 (de) | Kapselungselemente für Anlagenteile einer elektrischen Mittelspannungsschalt- und -verteileranlage | |
| DE1665073A1 (de) | Hochspannungsisolator | |
| WO1981002562A1 (fr) | Citerne de stockage a double paroi comportant un manteau interieur en matiere plastique | |
| DE620924C (de) | Isolierter elektrischer Leiter fuer Kabel der Stark- und Schwachstromtechnik | |
| DE69402862T2 (de) | Verfahren zur herstellung von im wesentlichen hohlzylinderförmigen giesslingen und im wesentlichen hohlzylinderförmiger giessling | |
| DE2142638B2 (de) | Transformator zum erzeugen der ruecklaufspannung fuer den zeilenruecklauf in fernsehempfaengern | |
| EP1131866B1 (de) | Vorrichtung zur erzeugung ionisierter gase mittels korona-entladungen | |
| EP0422531A1 (de) | Elektrotechnisches Gerät | |
| DE729299C (de) | Einrichtung zur Erzeugung langsamer Neutronen | |
| DE3843807A1 (de) | Selbstgekuehlter hochspannungstransformator | |
| EP0294313A1 (de) | Vakuumschaltröhre mit einer Umhüllung und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE741836C (de) | Elektrischer Kondensator | |
| DE755223C (de) | Hochspannungsschaltanlage | |
| DE1929717A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung elektrischer Vorrichtungen sowie elektrische Vorrichtung | |
| DE1589438A1 (de) | Laserstruktur | |
| AT235926B (de) | Hochspannungs-Stromdurchführung | |
| DE849130C (de) | Verfahren zur Vermeidung einer Ionisierung in elektrischen Hochspannungskabeln mit Polyaethylen-Isolierung | |
| DE1515757B2 (de) | Elektrische hochspannungsdurchfuehrung | |
| DE1515467A1 (de) | Hochspannungs-Verbundisolator |