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AT235926B - Hochspannungs-Stromdurchführung - Google Patents

Hochspannungs-Stromdurchführung

Info

Publication number
AT235926B
AT235926B AT613762A AT613762A AT235926B AT 235926 B AT235926 B AT 235926B AT 613762 A AT613762 A AT 613762A AT 613762 A AT613762 A AT 613762A AT 235926 B AT235926 B AT 235926B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gas
voltage power
conductor
dielectric
feedthrough according
Prior art date
Application number
AT613762A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Haefely & Cie Ag Emil
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Haefely & Cie Ag Emil filed Critical Haefely & Cie Ag Emil
Application granted granted Critical
Publication of AT235926B publication Critical patent/AT235926B/de

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  • Insulators (AREA)
  • Insulating Bodies (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Hochspaimungs-Stromdurchführung   
Es ist bekannt, als Isoliermaterial in elektrischen Apparaten Gase oder Gasgemische zu verwenden. 



   Neben Druckluft eignen sich insbesondere gewisse halogenhaltige Gase und Gasgemische gut, da sie auf
Grund ihres stark elektronegativen Verhaltens schon bei mässigem Druck ausgezeichnete dielektrische
Eigenschaften aufweisen. Für die Verwendbarkeit als Isoliermittel sind ferner die chemische   Stabilität das  
Verhalten gegenüber den Werkstoffen sowie Unbrennbarkeit und Ungiftigkeit notwendige Bedingungen. 



   Von den in Frage kommenden elektronegativen Gasen wurde bis jetzt hauptsächlich Schwefelhexa- fluorid (SF6) verwendet, da es nach den gemachten Erfahrungen die günstigsten Gesamteigenschaften be- sitzt und zudem relativ leicht herzustellen ist. Es sind aber auch andere brauchbare Gase und Gasgemi- sche bekannt, wie etwa Octafluorbutan (C F) oder eine Mischung von   Hexafluorbutin-2     (C F)   und Octa- fluorpropan   (CgFg).   



   Mit Schwefelhexafluorid gefüllte Transformatoren und Leistungsschalter für hohe Spannungen können als bekannt vorausgesetzt werden. Auch die Stromdurchführungen dieser Apparate sind üblicherweise gas- gefüllt, wobei das Gas allein als Dielektrikum zwischen dem spannungführenden Leiter und dem geerdeten Flansch dient und keine kapazitive Feldsteuerung verwendet wird. Zwischen dem unter Hochspannung stehenden nackten Leiter und dem geerdeten Flansch sind ausnahmsweise höchstens einige Barrieren aus Isoliermaterial angeordnet, die das dielektrische Verhalten der Durchführung nur unwesentlich verbessern oder beeinflussen. Die Verwendung gasgefüllter DurchfUhrungen ist bei diesen Apparaten naheliegend, obschon die bisher bekannte Lösung zur Durchführung mit abnormal grossem Durchmesser führt. 



   Im Gegensatz zu diesen als seltene Ausnahme zu betrachtenden, gasgefüllten Durchführungen verwendet die Technik Hochspannungs-Durchführungen mit festem oder flüssigem Dielektrikum zwischen Leiter und Flansch. Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten von Dielektrika : a) Ölimprägniertes Papier, b) trockene Wickel : Bakelit (Hartpapier) oder ein mit einem andern Kunstharz imprägniertes Papier, c) Öl allein oder mit zusätzlichen Barrieren. 



   In den beiden ersten Fällen wird die Feldverteilung im Dielektrikum im allgemeinen mittels Kondensatoreinlagen gesteuert, was zu relativ kleinen Abmessungen führt. Durchführungen mit ölimprägniertem Papier haben aber den Nachteil, dass die Anwesenheit von Öl immer eine gewisse Brandgefahr darstellt. Ferner ist Öl als Dielektrikum   feuchtigkeitsempfindlich die Durchführungen müssen   deshalb luftdicht abgeschlossen werden, was zu relativ teuren Konstruktionen mit Ausdehnungskörpern führt. Die Durchführungen mit trockenem Wickel weisen dafür andere Nachteile auf. Insbesondere liegt der Ionisationseinsatz tiefer wegen dem unvermeidlichen Luftanteil in den Papierporen. Auch führt die ungleiche thermische Ausdehnung des Bolzens oder Tragrohres und des Wickels zu inneren Spannungen, die mechanische Defekte zur Folge haben können.

   Die Durchführungen, deren Dielektrikum aus Öl allein besteht, können aus technischen Gründen nicht mit Kondensatorsteuerung versehen werden. Sie haben daher grosse Abmessungen, sind schwer, enthalten viel Öl und weisen deshalb die Nachteile der ölimprägnierten Durchführungen noch in erhöhtem Masse auf. 



   Durch die Erfindung soll eine von diesen Nachteilen befreite Hochspannungs-Durchführung geschaffen werden, die ferner den Vorteil eines geringeren Gewichtes aufweist. Diese Hochspannungs-Durchführung besitzt eine dichte Gaskammer, durch die hindurch sich der   spannungfuhrendeLeiter   erstreckt. Erfindunggemäss besteht nun bei dieser Durchführung das Dielektrikum zwischen Leiter und Flansch bzw. Erdbelag 

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 aus einem mit einem halogenhaltigen Gas oder Gasgemisch durchgetränkten Papierwickel, welches Gas oder Gasgemisch unter einem geringen Überdruck von vorzugsweise 0,5 bis 3, 0 atü steht. Zur Verminderung der Abmessungen können Kondensatoreinlagen verwendet werden. 



   In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, einer für Aussenbetrieb bestimmten Durchführung nach dem ersten Ausführungsbeispiel, und Fig. 2 zeigt in ähnlicher Weise eine Durchführung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel. 



   Die Durchführung nach Fig. 1 hat einen Leiterbolzen   1,   auf dem sich ein aus gleichmässig geschichtetem Papier bestehender Wickel 2 befindet, der zur Steuerung des in demselben entstehenden Spannungsgefälles Kondensatoreinlagen 3 enthält. Die äusserste Kondensatoreinlage 4 ist in bekannter Weise galvanisch mit einem beispielsweise aus Stahlguss bestehenden Befestigungsflansch 5 verbunden. Der Papierwickel 2 und die Kondensatoreinlagen 3 bestehen hier aus gleichmässig gewickelten Folien. Über die Enden des Wickels 2 greifen aus Isoliermaterial   bestehende Überwurfstücke   6 bzw. 7, die in zweckmässiger Weise dicht am Flansch 5 befestigt sind. An den Enden dieser   Überwurfstücke   sind Abdichtplatten 8 und 9 vorgesehen, die mit Abschirmungen 10 bzw. 11 versehen und vom Leiterbolzen 1 dicht durchsetzt sind.

   Die Abdichtplatte 8 ist mit diesem Bolzen 1 fest verbunden, während die Abdichtplatte 9 zur Aufnahme der ungleichen Ausdehnungen infolge der Temperaturschwankungen über eine Feder 12 mit dem Bolzen 1 verbunden ist. Das im eingebauten Zustand der Durchführung auf der Freiluftseite liegende Überwurfstück 6 besteht aus keramischem, wetterbeständigem Material, während das auf der Innenraumseite liegende   Überwurfstuck   7 z. B. aus Hartpapier besteht. 
 EMI2.1 
 kammer, für die im Flansch 5 ein   Evakuier- und GaseinfU1lstutz n   13 vorgesehen ist, Mit 14 ist ein ebenfalls an diesem Flansch 5 angebrachtes Druckanzeige-Instrument bezeichnet. 



   Nach dem Zusammenbau der Durchführung wird dieselbe zuerst gründlich getrocknet, alle Feuchtigkeits-und Luftreste evakuiert und schliesslich mit einem halogenhaltigen Gas oder Gasgemisch, wie z. B. Schwefelhexafluorid, unter einem Druck von vorzugsweise 0,5 bis 3 atü gefüllt. Dieses Gas, das auch noch Stickstoff enthalten kann, dringt nicht nur in den Zwischenraum zwischen Wickel und innere Wandung der Gaskammer, sondern auch in den Papierwickel 2 selbst und imprägniert diesen durch und durch. Es wird dafür gesorgt, dass der Druck, unter welchem dieses Gas eingefüllt wird, durch dichtes Abschliessen des Einfüllstutzens aufrecht erhalten bleibt. 



   Die Vorteile dieser Durchführung gegenüber den bisher bekannten Ausführungen sind umso ausgeprägter, je grösser die Durchführung ist, sei es infolge hoher Spannung oder infolge besonders langem Erdbe- 
 EMI2.2 
    EinenSonderfall derDurchführungente Schiene" oder "isolierte Sammelschiene" bekannte Durchführung. Ihr   Erdbelag ist länger als die beidseitigen Überwürfe und kann bis 10 m lang oder noch länger sein. Oft dient sie dann überhaupt nicht mehr als Durchführung durch eine Wand, sondern als isolierte Sammelschiene in elektrischen Anlagen, welche amErdbelag abgestützt wird.

   Bei der   erfindungsgemässenAusführung   braucht eine solche Schiene nicht geradlinig zu sein, sondern kann den Verhältnissen entsprechend beliebig in einer oder mehreren Ebenen gekrümmt sein, ohne dass deswegen Schwierigkeiten in der Herstellung entstehen. 



   In Fig. 2 ist eine solche Durchführung mit verlängertem Erdbelag dargestellt. Sie hat ein geflanschtes Rohrstück 15, das bedeutend länger ist als der entsprechende Flansch 5 der Durchführung gemäss Fig. 1. 



  Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das aus Hartpapier   bestehende Überwurfstück   7 mittels eines   Kniesttickes   16 mit dem Rohrstück 15 verbunden ist. In entsprechender Weise ist also auch der spannungführende, in diesem Falle beispielsweise rohrförmige Leiter 17 abgebogen. 



   Infolge der verhältnismässig grossen Länge des Wickels 18 bestehen dieser und die Kondensatoreinlagen 19 nicht mehr aus gewickelten Folien, sondern aus gewickelten Bändern. Bei dieser Durchführung ist derErdbelag länger als die Länge des Überwurfes 6 bzw. 7. Der Länge der Durchführung entsprechend sind am Rohrstück 15   zweiEvakuier- und GaseinfU1lstutzen   20 vorgesehen. In gewissen Fällen ist es vorteilhaft, diese Stutzen in den   endseitigenAbdichtplatten der ÜberwurfstUcke   6 und 7 vorzusehen, um die Durchführung von beiden Enden her in der oben geschilderten Weise evakuieren und imprägnieren zu können. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Hochspannungs-Stromdurchführung mit einer dichten Gaskammer, durch die hindurch sich der spannungführende Leiter erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Dielektrikum zwischen Leiter (1) und Flansch (5) der Durchführung aus einem mit einem halogenhaltigen Gas oder Gasgemisch durchtränkten <Desc/Clms Page number 3> Papierwickel (2) besteht, welches Gas oder Gasgemisch unter einem geringen Überdruck von vorzugsweise 0, 5 bis 3 atil steht.
    2. Hochspannungs-Stromdurchführung nach Anspruch 1 zur Verwendung als isolierte Sammelschiene, dadurch gekennzeichnet, dass der Erdbelag grösser ist als die Länge eines Überwurfes (6 bzw. 7).
    3. Hochspannungs-Stromdurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter (1) bzw. das Tragrohr der Durchführung gekrümmt ist.
    4. Hochspannungs-Stromdurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Papierwickel (2) mit Schwefelhexafluorid durchtränkt ist.
    5. Hochspannungs-Stromdurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das den Papierwickel (2) durchtränkende Gas oder Gasgemisch Stickstoff enthält.
    6. Hochspannungs-Stromdurchfflhrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldverteilung im Dielektrikum mittels Kondensatoreinlagen (3) gesteuert ist.
AT613762A 1961-08-08 1962-07-30 Hochspannungs-Stromdurchführung AT235926B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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CH235926X 1961-08-08

Publications (1)

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AT235926B true AT235926B (de) 1964-09-25

Family

ID=4459176

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT613762A AT235926B (de) 1961-08-08 1962-07-30 Hochspannungs-Stromdurchführung

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AT (1) AT235926B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011077190A1 (de) * 2011-06-08 2012-12-13 Siemens Aktiengesellschaft Vorrichtung zum Durchführen einer Hochspannung durch eine Wandung auf Erdpotenzial

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011077190A1 (de) * 2011-06-08 2012-12-13 Siemens Aktiengesellschaft Vorrichtung zum Durchführen einer Hochspannung durch eine Wandung auf Erdpotenzial

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