-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für eine impulsgesteuerte
Zähl- und/oder Wähl-Relaiskette in Fgrnmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen,
bei der die Relais durch zwei getrennte Impulsadern in zwei Gruppen mit gerader
und ungerader Ordnungszahl zusammengefaßt sind, die über ihre Impulsader durch einen
bei jedem Impuls nur einmal seine Lage ändernden Impuls-Umschaltekontakt abwechselnd
an den einen Pol einer Spannungsquelle anschaltbar sind und bei der die Relaiswicklungen
zwischen dem anderen Pol der Spannungsquelle und den zur Weiterschaltung der Relaiskette
erforderlichen Kontakten liegen, von denen jeder jeweils einen Haltestromkreis für
das eigene Relais und einen Ansprechstromkreis für das zyklisch nachgeordnete Relais
vorbereitet.
-
Das allgemeine Bestreben geht bekanntlich dahin, eine Relaiskette
zu schaffen, bei der die Anzahl der für die Steuerung der Relaiskette notwendigen
Kontakte möglichst niedrig ist, um die zwangsweise erforderlichen Maßnahmen, wie
Einschalten des Haltestromkreises für das jeweils ansprechende Kettenrelais, das
Abschalten des diesem vorgeordneten und Vorbereiten des Ansprechstromkreises für
das nachgeordnete Kettenrelais, mit möglichst geringem Aufwand durchführen zu können.
-
Die Realisierung dieser obengenannten Forderung führte bereits zu
einer Relaiskette der eingangs angegebenen Gattung (deutsche Auslegeschrift 1120188),
bei der die Erregerwicklung und die Haltewicklung von zwei aufeinanderfolgenden
Relais in Reihe geschaltet sind und diese Reihenschaltung durch einen einzigen Arbeitskontakt
desjenigen Relais, dessen Haltewicklung in der Reihenschaltung liegt, über einen
Umschaltekontakt an den einen Pol einer Spannungsquelle gelegt wird. Dabei sind
die mit ihrem einen Wicklungsende fest an eine gemeinsame Spannungszuführung (den
anderen Pol) angeschlossenen einzelnen Wicklungen jedes Kettenrelais über zwei Impulsadern
derart in zwei Gruppen aufgeteilt, daß nach jeder zweiten Betätigung des Umschaltekontaktes
die Erregerwicklung jedes Relais als Haltewicklung dient, d. h., die Kettenrelais
sind während der ganzen für einen Durchlauf erforderlichen Belegungszeit erregt.
Dadurch kann die Kontaktlage der die Kette fortschaltenden Arbeitskontakte nicht
direkt zur überwachung des Belegungszustandes bzw. der jeweiligen Schaltstellung
der Relaiskette dienen, obwohl diese abwechselnd an die Impulsadern angeschlossenen
Arbeitskontakte über den Umschaltekontakt an dem einen Pol der Spannungsquelle liegen.
-
Bei einer weiteren durch die deutsche Auslegeschrift 1109 741 bekannten
Relaiskette hat zu ihrer Steuerung jedes Relais zwar auch nur einen einzigen Arbeitskontakt,
es sind aber ebenfalls zwei Wicklungen pro Relais erforderlich. Dabei ist die Haltewicklung
jedes Relais mit einer Ansprechwicklung des in der Relaiskette zyklisch nachgeordneten
Relais über einen Gleichrichter derart fest in Reihe geschaltet, daß alle Wicklungen
der einzelnen Relais stets in ein und derselben Richtung vom Erregerstrom durchflossen
werden.
-
Mit der Betätigung des einzigen bezüglich der Ansprechwicklung relaiseigenen
Arbeitskontaktes, der den Stromkreis für die Reihenschaltung der nachfolgenden Stufe
vorbereitet, wird gleichzeitig über einen weiteren Entkopplungsgleichrichter, der
zwischen der Arbeitsseite dieses Kontaktes und dem mit dem anderen Gleichrichter
verbundenen Wicklungsende der Ansprechwicklung liegt, die mit dieser Ansprechwicklung
in Reihe geschaltete Haltwicklung des vorgeordneten Relais kurzgeschlossen, so daß
das zugeordnete Relais abfällt.
-
Dies ist aber durch die Notwendigkeit, Relais mit zwei Wicklungen
verwenden zu müssen, von Nachteil. Aufgabe der Erfindung ist es, bei gleichzeitiger
Verminderung des Aufwandes hinsichtlich der Anzahl der Relaiswicklungen und der
Steuerkontakte je Relais bzw. je Schaltstufe oder Schaltstellung der Relaiskette
sowohl eine lineare als auch eine kodierte Steuerung einer Zähl- und/oder Wähl-Relaiskette
der eingangs genannten Art zu ermöglichen.
-
Dies geschieht dadurch, daß a) in bekannter Weise die Relais mindestens
einer Gruppe jeweils nur eine einzige Wicklung und nur einen einzigen Arbeitskontakt
aufweisen, b) während jedes der Relaiskette zugeführten Steuerimpulses über den
je Relais dieser Gruppe vorgesehenen einzigen Kontakt und über die jeweils wirksame
Impulsader sowohl der diesem Steuerimpuls zugeordnete Steuerausgang markiert wird
als auch unter Aufrechterhaltung des eigenen Haltestromkreises .darüber hinaus bereits
der Ansprechstromkreis des nächsten Relais wirksam geschaltet wird, c) in bekannter
Weise die Halte- und Ansprechstromkreise über Dioden entkoppelt sind.
-
Es ist zwar durch die deutsche Auslegeschrift 1041094 bereits eine
Relaiskette bekannt, die für jedes Relais nur eine einzige Wicklung und zur Foreschaltung
nur einen einzigen relaiseigenen Arbeitskontakt benötigt. Diese einzige Wicklung
jedes Relais ist durch einen eine Abfallverzögerung bewirkenden Gleichrichter überbrückt.
Der beim Ansprechen eines der Relais durch den eigenen Kontakt über die Relaiswicklung
geschlossene Haltestromkreis verläuft über den parallel zu dem in der Relaiskette
vorgeordneten Relais geschalteten Gleichrichter.
-
Von Nachteil ist aber, daß zwei Spannungsquellen bzw. zwei diese Spannungsquellen
ersetzende Widerstände vorhanden sein müssen. Die beiden Impulsadern zu den zwei
Gruppen von Relais mit gerader und ungerader Ordnungszahl sind über diese Widerstände
an den einen Pol einer Spannungsquelle geschaltet, während ein Umschaltekontakt
einer Takt-.relaisschaltung den anderen Pol der Spannungsquelle abwechselnd an die
eine und die andere der beiden Impulsadern legt.
-
Im günstigsten Fall kann dadurch lediglich der halbe Signalstrom zur
Steuerung-ausgenutzt werden, so daß die Bemessung der Relais bei einer bestimmten
vorgegebenen Spannung der speisenden Spannungsquelle einschränkenden Bedingungen
unterworfen ist. _ Dieser Nachteil der bekannten Kettenschaltung wird bei der Erfindung
vermieden, da nur eine einzige Spannungsquelle ohne die eine weitere Spannungsquelle
ersetzende Widerstandskombination zum Betrieb der Relaiskette vorhanden sein muß.
Durch die Tatsache, daß bei der Erfindung der einzige Arbeitskontakt eines jeden
Relais aus mindestens einer Gruppe mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt, können
die zur Weiterschaltung einer Kette zwangläufig erforderlichen Maßnahmen mit geringstem
Aufwand durchgeführt werden.
An Hand der Zeichnungen werden drei
Ausführungsbeispiele der Erfindung nachfolgend im Aufbau und ihrer Wirkungsweise
erläutert.
-
F i g. 1 zeigt die Grundschaltung der Zähl- und/ oder Wähl-Relaiskette
gemäß der Erfindung; F i g. 2 und 3 zeigen je ein Ausführungsbeispiel dieser Relaiskette
mit einem zusätzlichen Hilfsrelais, wodurch es ermöglicht wird, ein oder mehrere
Relais nach einem vorgegebenen Schema gleichzeitig ansprechen zu lassen; F i g.
1 a, 2 a und 3 a zeigen entsprechende Relaisdiagramme.
-
Der in F i g. 1 bis 3 gezeigte Umschaltekontakt e gehört in bekannter
Weise zu einem nicht dargestellten, die zu zählenden Impulse an die Relaiskette
abgebenden Impulsrelais oder zu einer Taktrelaisschaltung. Er kann selbstverständlich
auch als Symbol für einen elektronischen Umschalter angesehen werden. Wird der Umschaltekontakt
e nicht von einer Taktrelaisschaltung, sondern von einem Impulsrelais gesteuert,
so kann im Vergleich zur Verwendung einer die Zahl der ankommenden Impulse halbierenden
Taktrelaisschaltung selbstverständlich nur die halbe Anzahl von Impulsen gezählt
werden. Bei Beginn des ersten Impulses spricht ein Belegungsrelais R an, das jeweils
für die Dauer einer Impulsreihe angesprochen bleibt, weil dann stets wenigstens
eines der mit ihm in Reihe geschalteten Relais E 1 bis E 10 eingeschaltet ist.
-
Nimmt der Umschaltekontakt e, der z. B. ein Folgeumschaltekontakt
sein kann, in der Anordnung nach F i g. 1 bei Beginn des ersten Impulses zum erstenmal
seine Arbeitsstellung is ein, so sprechen über einen Widerstand Wi und einen besonderen
Gleichrichter G21, die somit den Anlauf ermöglichen, das erste Relais E1
und das Belegungsrelais R an. Bei dieser Betätigung des Kontaktes e wird über einen
zweiten an ihn angeschlossenen Entkoppelgleichrichter G 3 das zweite Relais E 2
erregt und gleichzeitig der Haltestromkreis für das erste Relais E1 über seinen
ersten Entkoppelgleichrichter G2 geschlossen gehalten, bis der Umschaltekontakt
e bei Beginn des zweiten Impulses in seine Ruhestellung g zurückgeht, in der er
den einen Pol (Erde) der Spannungsquelle von der einen Impulsader u abschaltet und
an die andere Impulsader g anschaltet. Hierdurch wird für das bis dahin über den
Kontakt e1 und die Impulsader u angesprochene zweite Relais E2 in bekannter Weise
ein Haltestromkreis wirksam, der in der Ruhestellung des Folgeumschaltekontaktes
über den vorbereitend geschlossenen Kontakt e 2 und dessen ersten Entkoppelgleichrichter
G 4 verläuft. Gleichzeitig wird in dieser Schaltstellung über den Kontakt e2 und
dessen zweiten Entkoppelgleichrichter G 5 das dritte Relais E3 erregt und dessen
Haltestromkreis durch Betätigung seines Kontaktes e3 vorbereitet.
-
Das bedeutet, daß mit Ausnahme des Kontaktes e1 des ersten Relais
die Kontakte e 2 bis e 10 alle übrigen Relais ohne Belastung schließen, da die betreffende
Impulsader jeweils bis zur Betätigung des Impuls-oder Umschaltekontaktes e potentialfrei
ist.
-
Geht beim dritten Impuls der Folgeumschaltekontakt e erneut in seine
Arbeitsstellung u, so kommt das zweite Relais E2 zum Abfall, und gleichzeitig wird
dadurch über den Kontakt e3 sowohl der Haltestromkreis für das dritte Relais E3
als auch der Ansprechstromkreis für das diesem nachgeordnete vierte Relais E4 geschlossen.
Beim dritten Impuls und bei jedem weiteren ungeradzahligen Impuls würde über den
Widerstand Wi und den Gleichrichter G21 das erste Relais E1 erneut ansprechen bzw.
weitergehalten werden. Um dies zu verhindern, legt ein Arbeitskontakt r des Belegungsrelais
R den anderen Pol (Minus) der Spannungsquelle als Sperrpotential an den Verbindungspunkt
zwischen dem besonderen Gleichrichter G21 und dem Widerstand Wi an.
-
In sinngemäßer Fortsetzung der beschriebenen Funktionsweise der Relaiskette
erfolgt ihre weitere Einstellung mit der Änderung der Schaltstellung des Folgeumschaltekontaktes
e, bis beispielsweise beim neunten Impuls das zehnte Relais E 10 angesprochen hat
und somit bei Beginn des zehnten Impulses über die Ruhestellung g des Folgeumschaltekontaktes
e an den zehnten Ausgang Erde angelegt wird. Bei Erreichen dieser Schaltstellung
kann die Relaiskette erneut durchlaufen werden, da das erste Relais E 1 über den
geschlossenen Kontakt e10 über dessen zweiten Entkoppelgleichrichter G 1 in der
Ruhestellung g des Folgeumschaltekontaktes wieder erregt worden ist. Die Arbeitsseite
dieses Kontaktes e 10- ist über dessen ersten Entkoppelgleichrichter G 20
mit dem einen Wicklungsende. des zehnten Relais E10 verbunden, so daß dadurch
gleichzeitig der Haltestromkreis für dieses letzte Relais E 10 geschlossen
ist.
-
Da jeweils nur einer der steuernden relaiseigenen Kontakte zum Schließen
der parallel verlaufenden Stromkreise für das Erregen des in oder Relaiskette folgenden
und für das Halten seines eigenen Relais wirksam ist, kann die Arbeitsseite dieser
Kontakte, die über den Folgeumschaltkontakt mittelbar an Erdpotential liegt, zur
Überprüfung bzw. zur Kennzeichnung des Arbeitszustandes (der Schaltstellung) der
Zähl- und/oder Wähl-Relaiskette ausgenutzt werden.
-
Die in F i g. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiele, deren Wirkungsweise
aus dem Relaisdiagramm gemäß F i g. 2 a bzw. 3 a ersichtlich ist, arbeiten nach
dem an Hand von F i g. 1 und 1 a erläuterten Prinzip. Sie unterscheiden sich lediglich
dadurch, daß durch Einfügen eines zusätzlichen Hilfsrelais U und unter Mitwirkung
zusätzlicher Kontakte des Belegungsrelais R und eines Kettenrelais die Möglichkeit
besteht, ein oder mehrere Kettenrelais: in einer nach einem noch zu erläuternden
Kombinationsschema festgelegten Weise gleichzeitig ansprechen zu lassen.
-
Die Kombination, in der die Relais einer Gruppe, z. B. die Relais
ungerader Ordnungszhhl, erregt werden, entspricht vorzugsweise einem binären Vierercode,
so daß Abwandlungen der Zähl- und/oder Wähl-Relaiskette z. B. bei Tastaturw4hlanordnungen
verwendet werden können, bei denen ein solcher Vierercode angewendet wird und die
vorzugsweise mit Impulswahlanordnungen zusammenarbeiten sollen.
-
Den einzelnen Kombinationen aus den vier Codeelementen ist jeweils
eine bestimmte Anzahl von Impulsen zwischen eins und zehn zugeordnet. Diese Zuordnung
ist in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 dadurch niedergelegt, daß, wenn durch
Anlegen von Erdpotential an eine oder mehrere der Klemmen 1 bis 4 entsprechend einer
Codekombination aus der einen Gruppe die an den betreffenden Zuleitungen liegenden
Relais ungerader Ordnungszahl erregt und somit die Relaiskette auf diese Kombination
voreingestellt wird, bei jeder Betätigung des Kontaktes e die Relaiskette ihre jeweils
nächste Schaltstellung einnimmt
und so die jeweils nachfolgende
Kombination darstellt. Die Relaiskette wird also jeweils entsprechend der parallel
angebotenen Codekombination auf eine gewünschte Schaltstellung voreingestellt, von
der aus sie startet. Durch einen weiteren gleichzeitig mit dem Folgeumschaltekontakt
e betätigten, nicht dargestellten Kontakt können die bei diesem Durchlaufen aller
Schaltstellungen bis zu einer bestimmten Schaltstellung in der Relaiskette abgezählten
Impulse als Impulsreihe z. B. über eine Leitung ausgesendet werden. Die Relaiskette
durchläuft z. B. zehn Kombinations-oder Schaltstellungen, was der größtmöglichen
Anzahl der für die Teilnehmerwahl erforderlichen Wählimpulse entspricht. Die restlichen
sechs Kombinations- oder Schaltstellungen der Relaiskette können zur Festlegung
der Zwischenwahlzeit benutzt werden. Die Relaiskette nach F i g. 2 ist also ein
Parallel-Serien-Codewandler. Aus der folgenden Tabelle .ist zu ersehen, welche Relais
bei den einzelnen Kombinations- oder Schaltstellungen erregt sind und welche Zahl
von auszusendenden Impulsen bei der Parallel-Serienwandlung den einzelnen Kombinationen
oder Schaltstellungen zugeordnet ist.
-
In dieser Tabelle wird durch ein Minus- oder Pluszeichen der angesprochene
Zustand der Relais angedeutet, wobei durch das Pluszeichen hervorgehoben wird, welche
Relais aus der zur Kennzeichnung bzw. zur codierten Voreinstellung maßgebenden Gruppe
ungerader Ordnungszahl in der Ruhelage des Impulsfolgekontaktes e erregt sind. Außerdem
ist durch den Buchstaben g die jeweilige Arbeitslage des Folgeumschaltekontaktes
e ausgedrückt.
| Kombinations- |
| oder Impulszahl e |
| E1 E2 E3 E4 ES E6 E7 E8 U R |
| Schaltstellung |
| 1 20 + - + |
| g - ..._ ., ..... - |
| 2 9 + -- w _- |
| g - T ..- |
| 3 8 + - + --- - -- |
| g |
| 4 7 + - + - .+ |
| g - - - - - - - |
| 5 6 - + |
| . g - _,._ ..... ..... - |
| 6 5 + + - + |
| g |
| 7 4 + -- + |
| g - - - - .,.., |
| ß 3 + - - |
| g - - |
| 9 2 + - - --, |
| g |
| 10 1 + + |
| g - - - |
| 11 + - + - + - - - |
| g - - - - T - - - |
| 12 + - + - + - + - - - |
| g - - - - - - - - |
| 13 - - + - - - |
| g |
| 14 + - + |
| g ., - - - - |
| 15 + |
| g - - - |
| 16 |
Zur näheren Erläuterung der Arbeitsweise des Ausführungsbeispieles nach F i g. 2
sei angenommen, daß die erste Kombination an den Klemmen 1 und 4 durch Erdpotential
angeboten wird. Dadurch werden die an den betreffenden Klemmen liegenden Relais
über folgende Stromkreise erregt:
| 1. Erde, 1, G2, E1, - . |
| 2. Erde, 1, G3, E2, -. |
| 3. Erde, 4, G14, E7, -. |
| 4. Erde, 4, G15, E8, - . |
| 5. Erde, 1' G3, G17 U, - . |
| 4, G15, G 19 |
Außerdem spricht über den Gleichrichter G20 bzw. G23 das Belegungsrelais R an. Dieses
ist während des ganzen Durchlaufens erregt, da es dann entweder über mindestens
einen der Gleichrichter
G20,
G21, G22, G23 und den jeweils geschlossenen Arbeitskontakt
e l, e3, e5, e 7 ungerader Ordnungszahl über die Impulsader u und die Ruheseite
des Folgeumschaltekontaktes e an Erdpotential liegt oder bei geschlossenem relaiseigenem
Kontakt r über einen Gleichrichter G24 und die Impulsader g in der Arbeitsstellung
des Folgeumschaltekontaktes e ebenfalls an Erdpotential liegt und somit der zum
Erregen des Relais R erforderliche Stromkreis ständig geschlossen ist.
Durch
die Arbeitslage der den angesprochenen Relais zugehörigen Kontakte werden folgende
durch sie vorbereitete Stromkreise durch die erstmalige Betätigung des Folgeumschaltekontaktes
e geschlossen bzw. aufrechterhalten. 6. Erde, e, g, e8, G16, E8, -7. Erde,
e, g, e2, G S, E3, -.
Das Relais U bleibt über den mit dem einen Wicklungsende
des Relais E 2 verbundenen Gleichrichter
G17 bzw. über den mit dem einen
Wicklungsende des Relais E8 verbundenen Gleichrichter G19 erregt. In der erneuten
Ruhestellung schließt der Folgeumschaltekontakt e über die Impulsader u und den
Kontakt e 3 den Haltestromkreis des Relais E 3 und den Ansprechstromkreis für das
Relais E4, so daß jetzt in dieser Stellung des die Relaiskette auszählenden Folgeumschaltekontaktes
e die zweite Kombinations- oder Schaltstellung der Relaiskette erreicht ist. Bei
jeder weiteren Betätigung und in der nachfolgenden Ruhestellung des Folgeumschaltekontaktes
e wird die Relaiskette auf die in der Tabelle angegebenen Kombinationen eingestellt.
Die dort eingezeichneten Erregungszustände der einzelnen Relais bei der impulsweisen
Steuerung durch den Folgeumschaltekontakt e lassen sich an Hand der bisherigen Beschreibung
von F i g. 2 und des Relaisdiagramms nach F i g. 2 a leicht ersehen, so daß es sich
erübrigt, die weiteren Stromkreise, die sich bei dem dadurch bedingten Durchlaufen
der Relaiskette ergeben, einzeln aufzuführen. Es sei lediglich noch erwähnt, daß
in der achten Ruhestellung des Folgeumschaltekontaktes
e, in der die Relais
E5 und E6 angezogen sind, das bis dahin ständig erregte Hilfsrelais U abfällt,
so daß in der erneuten Arbeitsstellung des Kontaktes e über die Ruhestellung des
Kontaktes e 8 das Relais E 1 allein erregt wird.
-
Die nachfolgende Ruhestellung des Kontaktes e bringt über den geschlossenen
Kontakt e 1 zusätzlich das Relais E2 und erneut das Hilfsrelais U, das erst bei
Erreichung der 16. Kombinationsstellung wieder abfällt, in der kein Relais angezogen
ist.
-
Mit Ausnahme des Umschaltekontaktes e8, der einen Ruhe- und einen
Arbeitskontakt zusammenfaßt, schließen in der eingezeichneten Ruhestellung des Folgeumschaltekontaktes
e die jeweils betätigten Kontakte der die Vierercodegruppe bildenden Kettenrelais
ungerader Ordnungszahl den Ansprechstromkreis für die ihnen zugeordneten Relais
aus der Gruppe der geraden Ordnungszahl und halten gleichzeitig den Haltestromkreis
für die jeweiligen über Gleichrichter gekoppelten Relais ungerader Ordnungszahl
aufrecht. In der Arbeitsstellung des Folgeumschaltekontaktes e ist es gerade umgekehrt.
Wenn die Relaiskette beispielsweise auf die in der Tabelle angegebene erste Kombinationsstellung
codiert voreingestellt wird - die weiteren Kombinationsstellungen beziehen sich
jeweils auf denjenigen Erregungszustand der Relais, der in der Ruhestellung des
Folgeumschaltekontaktes vorliegt -, werden also bis zum Erreichen der auf Grund
der gewählten Zuordnung definierten Kombination in der der zehnten Betätigung des
Folgeumschaltekontaktes e folgenden Ruhestellung durch einen gleichzeitig mit dem
Folgeumschaltekontakt e betätigten Kontakt zehn Impulse ausgesendet. Durch Kurzschließen
dieses Kontaktes ergibt sich beispielsweise die Möglichkeit, die Aussendung von
weiteren Impulsen nach Erreichen der zehnten Kombination zu unterbinden. Wird der
Relaiskette die zweite Kombination angeboten, in der also nur das Relais E3 aus
der Gruppe der Relais ungerader Ordnungszahl erregt ist, so werden neun Impulse
abgegeben. Bei jeder nachfolgenden Kombination, auf die die Relaiskette codiert
voreingestellt wird, verringert sich die Anzahl der bei der Auszählung der Kette
abgegebenen Impulse um einen Impuls.
-
Da, wie bereits erwähnt, die Abwandlung der Zähl- und/oder Wählrelaiskette
die Möglichkeit ergibt, die bei einer Tastaturwahlanordnung in einem Vierereode
parallel angebotene Wahlinformation durch die definierte Umwandlung dieser Information
in Serienimpulse auf eine Impulswahlanordnung zu übertragen, muß für das wechselseitige
Zusammenspiel dieser beiden Anordnungen auch eine Umwandlung von Serienwahlimpulsen
in eine parallel codierte Wahlinformation möglich sein. Es muß dabei die gleiche
Zuordnung der Impulszahl zu der Kombination aus den vier die codierte Information
bildenden Kettenrelais gewählt werden, wie sie in dem Ausführungsbeispiel nach F
i g. 2 festgelegt wurde.
-
Diese Umwandlung der Serienimpulse in eine auf den gleichen Vierercode
aufgebaute Wahlinformation geschieht in einer Schaltungsanordnung, wie sie F i g.
3 zeigt. Bei den einzelnen Arbeitsstellungen des dort gezeigten Folgeumschaltekontaktes
e, der wieder in bekannter Weise die beiden Impulsadern abwechselnd an Erde legt,
werden jeweils diejenigen Relais erregt, deren Kontakte in der folgenden Ruhestellung
des erregt., e die Kennzeichnung der Einstellung der Relaiskette bewirken. Beginnend
mit dem zehnten Kombinationsschritt sind in einer rücklaufenden Reihenfolge in jeder
Ruhestellung des Folgeumschaltekontaktes e die in der Tabelle angegebenen Kombinationen
der Relais ungerader Ordnungszahl erregt. Um das Verständnis der Arbeitsweise der
in F i g. 3 gezeigten Schaltungsanordnung zu erleichtern, werden im folgenden die
Stromkreise, die sich bei den ersten drei Impulsen ergeben, im einzelnen aufgeführt.
-
Geht der Folgeumschaltekontakt zum erstenmal in seine Arbeitsstellung,
so werden über die nun an Erdpotential liegende Impulsader g, die diejenigen Kontakte
miteinander verknüpft, die den Relais gerader Ordnungszahl zugeordnet sind, folgende
Stromkreise geschlossen:
| 1. Erde, e, g, r, G26, G1, E1, -. |
| G25, G12, G18 U l _ |
| 2. Erde, e, g, r# G26, G8, Gig |
| 3. Erde, e, g, r, G26, G S, E4, - . |
| 4. Erde, e, g, r, G25, G 5, E 3, - . |
| 5. Erde, e, g, r, G25, G12, E6, - . |
Geht der Folgeumschaltekontakt e in seine Ruhelage, so werden über die Impulsader
ac, die die Kontakte derjenigen Relais der einen Gruppe verbindet, die für die codierte
Einstellung maßgebend sind, über die nun ja bereits vorbereitend betätigten Kontakte
e3
und e1 folgende Stromkreise geschlossen bzw. aufrechterhalten:
| 6. Erde, e, u, e1, G3, E2, -, |
| 7. Erde, e, u, e1, G2, E1, - . |
| B. Erde, e, u, e3, G7, E4, - . |
| 9. Erde, e, u, e 3, G 6, E 3, - . |
| e3, G22 |
| 10. Erde, e, u, R, |
| eI, G23 , |
Nach Aufnahme des ersten Impulses ist also die Relaiskette mit dem Anzug der ungeradzahligen
Relais E1 und E3 auf den in der Tabelle angegebenen zehnten Kombinationsschritt
des Vierercodes eingestellt. Die Schaltstellung der geradzahligen Relais ist diesbezüglich
wirkungslos. Bei jedem weiteren Impuls werden die anderen Kombinationsschritte in
umgekehrter Reihenfolge durchlaufen. Die jeweils erreichte Schaltstellung wird durch
die in dieser jeweils betätigten Arbeitskontakte lediglich der Relais aus der einen
Gruppe ungerader Ordnungszahl parallel im Vierercode markiert, da diese Steuerausgänge
in der Ruhestellung des Folgeumschaltekontaktes e über die Impulsader u an Erdpotential
angeschaltet sind. Bei der zweiten Arbeitslage ist nur das Relais E1 aus der Relaisgruppe
ungerader Ordnungszahl angezogen. Es bilden sich dabei folgende Stromkreise aus:
11. Erde,
e, g, e4, G8, G19, U, - .
12..Erde,
e, g, r, e2, G4, E2,
- .
13. Erde,
e, g, e4, G l, EI, - .
In der nachfolgenden Ruhestellung
bleibt die Erregung der Kettenrelais E1 und E2 über den Kontakte l aufrechterhalten.
Das Hilfsrelais U fällt ab und öffnet seinen Kontakt u, so daß bei der dritten Arbeitslage
durch den Folgeumschaltekontakt e über die Impulsader g im Stromkreis 14. Erde,
e, g, r, e2, U, E5, -
nur das Relais E5 angezogen ist. In der. nachfolgenden
Ruhelage bleibt die Erregung des Relais E5 über den relaiseigenen Kontakt
e
5 aufrechterhalten. Gleichzeitig wird das Relais E6 und erneut das Hilfsrelais U
erregt. Die weitere Einstellung der Relaiskette bis zum zehnten Impuls läßt sich
durch die bisherigen Ausführungen leicht an Hand der Tabelle und des Relaisdiagramms
nach F i g. 3 a überblicken, so daß auf die Aufzählung der einzelnen Stromkreise
verzichtet wird.