Die Erfindung betrifft eine Spinnvorrichtung für Verspannung erfolgt ohne Drehbewegung des Düsensynthetische Fäden, bestehend aus einer Spinndüsen- blocks, so daß zahlreiche rechteckige Düsenblöcke
platte, einem Düsenplattenhalter, Filtereinsätzen, auf engstem Raum nebeneinander angeordnet werden
einem Filtergehäuse und einer Zuführungsleitung für können, wobei ihre Lage genau vorherbestimmbar
die Spinnflüssigkeit. 5 ist. Vorzugsweise wird eine Drehbewegung des Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Düsenblocks durch eine Verdrehsicherung unmöglich
schnelle Montage und Demontage von Spinnvorrich- gemacht. Ferner ermöglicht der Gegenstand der Ertungen
jeglicher Art zu ermöglichen. Anlaß hierfür findung eine Reihenanordnung ohne Zwischenraum,
können sowohl Wartungs- bzw. Reinigungsarbeiten Auch läßt sich der erfindungsgemäße Düsenblock
an den Düsen und insbesondere am Filtereinsatz sein, io stets völlig gerade einschrauben, da er nur ein einzials
auch die Notwendigkeit, die Spinnvorrichtung auf ges, zentrales Spannelement in Form der Gewindeandere Düsen umzurüsten. hülse besitzt.
Es ist zwar schon bekannt, Düsenplatte, Filter und Schließlich können die axialen Kräfte, die zur Er-Düsenplattenhalter
bzw. Filtergehäuse zu einem zielung einer ausreichenden Dichtwirkung gegenüber Düsenblock zusammenzufassen, der mittels eines ein- 15 Drücken bis zu 300 atü in der Spinnschmelze notzigen
Gewindes an der Spinnvorrichtung befestigt wendig sind, durch die Übersetzung zwischen Zahnwird,
jedoch setzt dies voraus, daß der gesamte kranz und Ritzel leicht erzeugt werden.
Düsenblock zum Zwecke der Montage drehbar ist. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nach-Die
Drehung des Düsenblocks erfordert ausreichend stehend an Hand der Fig. 1 und 2 näher erläutert;
Platz in seiner Umgebung für das Ansetzen eines ao und zwar zeigt
Werkzeuges und obendrein erhebliche Drehmomente F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Düsenblock
wegen des großen Gewindedurchmessers. Außerdem und
ist eine solche Bauart aus spinntechnischen Gründen Fig. 2 einen Querschnitt durch den gleichen
unerwünscht, da die Endlage des Düsenblocks und Düsenblock entlang der Linie A-A.
damit die Winkellage der Fäden zur Blasluftrichtung 25 In F i g. 1 ist 1 die Spinndüsenplatte mit den Spinnnicht
vorherbestimmbar sind. Um diese Nachteile zu düsen 2, von denen der Einfachheit halber nur eine
beseitigen, wurde auch schon vorgeschlagen, an Stelle im Schnitt dargestellt ist. Die Spinndüsenplatte wird
des Gewindes eine Bajonettbefestigung vorzusehen, mittels der Schrauben 3 gegen das Filtergehäuse 4 gewobei
nach Erreichen der Endlage der Bajonett- preßt und drückt dieses wiederum gegen die Deckklauen
axiale Anpreß- und Dichtkräfte durch mehrere 30 platte 5. Filtergehäuse 4 und Deckplatte 5 bilden zuauf
den Umfang des Bajonettringes verteilte Druck- sammen den sogenannten Düsenplattenhalter. Das
schrauben aufgebracht werden. Eine solche Anord- Filtergehäuse 4 enthält die Filterkammer 6, in der
nung hat ebenfalls einen erheblichen Platzbedarf zur sich unter anderem das Drahtsieb 8 befindet, das als
Folge und besitzt außerdem den Nachteil, daß sich Träger weiteren, losen Filtermaterials, beispielsweise
die Düsenplatte bei ungleichmäßigem Anziehen der 35 Sand, dient. Das Drahtsieb 8 dient dabei nicht nur
Druckschrauben schief stellt, wodurch auch eine zu- als Träger für das lose Filtermaterial, sondern auch
verlässige Abdichtung zwischen Düsenblock und als Mittel zur Erzielung eines gleichmäßigen Strö-Spinnkopf
nicht mehr gewährleistet ist. mungsquerschnitts in der Spinnflüssigkeit, die der
Schließlich ist auch ein Düsenblick bekannt, der Filterkammer durch die Zuführungsbohrung 9 zuzusammen
mit der Spinnpumpe von oben in die 40 geführt wird. Die Deckplatte 5 besitzt Ausnehmun-Spinnvorrichtung
eingesetzt wird, wobei die Abdich- gen für den Einbau der Gewindehülse 10, die einen
tung gegen die seitliche Zuführungsleitung für die außenliegenden Zahnkranz 11 besitzt, und für das
Spinnschmelze durch zusätzliches seitliches Verschie- mit diesem Zahnkranz kämmende Ritzel 12. Die
ben des Düsenblocks erfolgt. Eine solche Bauweise Kreisringfläche 13 des Zahnkranzes dient als Druckerfordert
nicht nur einen beträchtlichen konstruk- 45 lager für die Aufnahme der axialen Kräfte der Getiven
Aufwand, sie setzt auch voraus, daß der Raum windehülse, die mittels ihres Innengewindes 14 mit
oberhalb des Düsenblocks frei zugänglich ist. Infolge- einem Gewindestutzen 15 am ortsfesten Teil 16 der
dessen ist diese bekannte Ausführung einer Spinnvor- Spinnvorrichtung im Eingriff steht. Das Gegenlager
richtung sehr breit gebaut, was mit der Forderung, der Kreisringfläche 13 kann aus einem verschleißeine
stets steigende Anzahl von Düsenblöcken 50 festen Material bestehen, das in Form eines Lagerauf
kleinster Grundfläche unterzubringen, unverein- ringes 20 in die Deckplatte 5 eingelegt werden kann,
bar ist. Die Abdichtung zwischen dem Gewindestutzen 15 Um die den bekannten Vorrichtungen anhaftenden und dem Filtergehäuse 4 erfolgt durch einen Dicht-Nachteile
zu vermeiden, wird erfindungsgemäß vor- ring 17. Das Ritzel 12 weist eine Welle 18 auf, die
geschlagen, daß die Zuführungsleitung in einen orts- 55 im Filtergehäuse 4 gelagert ist und an ihrem unteren
festen Gewindestutzen mit Außengewinde mündet, Ende 19 mit einem Sechskant zum Aufstecken eines
auf dem eine den Düsenblock lagernde Gewindehülse Werkzeuges versehen ist. 21 ist ein im ortsfesten Teil
mit einem entsprechenden Innengewinde verschraub- 16 befestigter Zapfen, der in eine Bohrung 22 in der
bar befestigt ist, und daß die Gewindehülse mit einem Deckplatte 5 eingreift und ein Verdrehen des Düsen-Zahnkranz
versehen ist, der mit einem Ritzel im Ein- 60 blocks verhindert.
griff steht, wobei das Ritzel über die von der Unter- Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Düsenseite
des Düsenblocks her zugängliche, im Düsen- blocks bei seiner Montage ist folgende:
block gelagerte Ritzelwelle verdrehbar ist. Eine der- Vor der Montage sind die Gewindehülse 10 und
artige Ausführung kann außerordentlich raum- der Gewindestutzen 15 außer Eingriff. Der Düsensparend
gestaltet werden. Sie erfordert nur die Zu- 65 block wird nun so weit gegen den ortsfesten Teil 16
gänglichkeit zur Spinnvorrichtung von einer Seite, der Spinnvorrichtung geschoben, bis sich die ersten
nämlich von unten, da dieser Raum ohnehin wegen Gewindegänge berühren. Danach wird das Ritzel 12
des Spinnschachtes freigehalten werden muß. Die über seine Welle 18 mittels eines Steckschlüssels oder
eines Elektroschraubers in Drehung versetzt, wobei es über den Zahnkranz 11 die Gewindehülse mitnimmt,
die sich auf das Gegengewinde aufschraubt und den Düsenblock gegen den ortsfesten Teil 16 der
Spinnvorrichtung zieht. Diese Bewegung setzt sich so lange fort, bis das Filtergehäuse 4 mit dem Dichtring
17 am Gewindestutzen 15 zur Anlage kommt und genügend hohe Dichtkräfte entstanden sind, was
beispielsweise durch einen Drehmomentschlüssel leicht zu erreichen ist.
Es ist natürlich ebensogut möglich, das Innengewinde in den ortsfesten Teil 16 zu verlegen und das
Außengewinde auf der Gewindehülse 10 anzubringen. Auch ist es denkbar, die Paarung Zahnkranz—
Ritzel durch eine solche, bestehend aus Schneckenrad—Schnecke
oder Kegelrädern zu ersetzen.