DE1284079C2 - Maschine zum Formen von Muffenenden an Rohren aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Maschine zum Formen von Muffenenden an Rohren aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Formen von Muffenenden an Rohren aus thermoplastischem Kunststoff durch Aufheizen des Rohrendes in einer Heizvorrichtung und anschließendes
Verformen in einer davon getrennten Aufmuffvorrichtung, beispielsweise einem Blaskopf.
Der Aufheizvorgang nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als der Aufmuffvorgang. Die bekannten
Vorrichtungen sind deshalb nicht nur wegen der Handarbeit und der während der langen Wartezeiten
für die Bedienungsperson während des Aufheizens nachteilig, sondern vor allem führt die lange Aufheizzeit zu mangelhafter Ausnutzung der Kapazität
der Aufmuffvorrichtung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der eingangs genannten Art zu schaffen,
die bei automatischer Arbeitsweise trotz langer Autheizzeiten die Kapazität der Aufmuffvorrichtung
weiiiiehendst ausnutzt.
Die erhndungsgemäße Lösung besteht in einer Maschine, die eekennzeichnet ist durch eine Mehrzahl
\on Heizvorrichtungen an einer die Rohre quer zu ihrer Längserstreckung fördernden, schrittweise
ίο entsprechend den Abständen der Heizvorrichtungen
anti eibbaren Fördervorrichtung mit einer Mehrzar:;
von mit den Heizvorrichtungen fluchtenden, von diesen im Abstand angeordneten Haltemitteln für
die Rohre, dur:h eine an die Fördervorrichtung angeschlossene Auswerfsiation für die Rohre und
eine dieser angeschlossenen Vorrichtung zum Umseuen der Rohre in die Aufmuffvorrichtung.
Schrittweise angetriebene Fördervorrichtungen in einer Maschine zum Verformen der Enden von Rohao
ren aus thermoplastischem Kunststoff sind bekannt. Dabei sind aber keine von Verformungsstationen
getrennte Heizstationen vorgesehen. Vielmehr ist jedes Verformungswerkzeug. für dessen Tätigkeit
Erwärmung der Rohrenden vorausgesetzt wird, mn einer besonderen Heizvorrichtung unmittelbar kombiniert,
so d?ß das der Erfindung zugrunde liegende Problem dort nicht auftreten kann und die erfindungsgemäße
Lösung auch nicht anwendbar erscheint. Das die Rohre haltende Element der Fördervorrichtung
wird zweckmäßig von mindestens einer Stützscheibe gebildet, die um eine parallel zu den
Rohren verlaufende Achse umläuft und am Scheibcnumfang
offene Haltemulden für die Rohre aufweist und durch einen in der Auswerfstation zu öffnenden
Verschluß ergänzt ist. Der Verschluß wird in einfachster Weise von einem ortsfesten Ring gebildet,
der an der Auswerfstation offen ist oder dort eine zu öffnende Klappe aufweist.
Die Stützscheibe und gegebenenfalls vorhan-
♦o dene Spannbacken der Umsetzvorrichtung können
nach der Erfindung entsprechend unterschiedlichen
Rohrlangen in Richtung der Rohrachsen verstellbar sein.
Zweckmäßig weist jede Heizstation einen Auswerfschieber
auf, der mit einem ortsbefestigten Auswerfstößel in der Auswerfstation zusammenwirkt.
Die hohe Leistung der Maschine ermöglicht es, sie unmittelbar an eine Rohrstrangpresse anzuschließen.
Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn auf eine starre Taktzeitsteuerung verzichtet wird. Frfindungsgemäß
gelingt eine sehr einfache, auf die Arbeitsgeschwindigkeit der vorgeschalteten Maschine angestimmte
Taktsteuerung dadurch, daß in der Einführungsstation, in der die Rohre in die Fördervorrichtung eingeführt werden, ein Fühler vorgesehen
ist, der bei Feststellung der Anwesenheit eines eingeführten Rohres die Taktsteuerung auslöst.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Darin zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Schemaansicht der Maschine,
F i g. 2 einen lotrechten Querschnitt durch die Maschine mit Blick auf die Stützscheibe der Fördere5 vorrichtung und
F i g. 3 einen Teilschnitt durch eine Heizstation.
Auf dem Maschinenbett 1 ist die Welle 2 der För dervorrichtung gelagert, die aus einem Revolverrad 3
Auf dem Maschinenbett 1 ist die Welle 2 der För dervorrichtung gelagert, die aus einem Revolverrad 3
und der auf der Welle 2 verschiebbaren Stützscheibe
4 besteht. Die Welle 2 ist mit einer schrittweise weiterschaltenden Antriebsvorrichtung 5 verbunden.
Das Revolverrad 3 enthält eine Vielzahl von Heiz- 5 di Stationen 6, die mit gleichem Winkelabstand am Umfang
angeordnet sind. Die Größe eines Schaltschritts der Antriebsvorrichtung 5 entspricht dem Winkelabstand
der Heizstationen 6.
Die Stützscheibe 4 enthält den Heizstaiionen 6 örtlich entsprechende Halteinulden 7, die durch einen
die Stützscheibe umgebenden, ortsfesten Ring 8 nach außen geschlossen sind. Dieser Ring ist bei der Stellung
9 unterbrochen und durch eine Klappe 10 ersetzt, die bei der einfachen v jsführunesform nach
Fig. 1 an der Stange 11 befestigt ist, welche unter Einwirkung des Steuerzylinders 12 steht.
Bei der in F i g. 2 dargestellten Konstruktion sitzt
die Klappe 10 nicht unmittelbar auf der Stange 11, sondern wird mittelbar über einen Nocken 43 be- »ο
tätigt, der an dieser Stange befestigt ist. D^e Stützscheibe
4 ist drehfest mit der Welle 2 verbunden, aber axial auf ihr verschiebbar. Ebenso ist in Axialrichtung
die Klappe 10 an der Stange 11 verschiebbar. JS
Die Aufheizstationen des Revolverrades bilden einen ringzylindrischen Raum 30 zur Aufnahme der
Rohrenden 31. In dem Ringraum befindet sich axial verschiebbar ein Auswerferring 32 an Stangen 33, die
an einer Scheibe 34 sitzen. Die Scheibe 34 ist axial verschiebbar auf dem Bolzen 35. Diese Teile sind in
F i g. 3 oben in inaktiver Stellung und unten in aktiver Stellung gezeigt.
Hinter dem Revolverrad befindet sich in der Auswerferstation ein Auswerferstößel 36 an einem pneumanschen
Zylinder 37. Der Auswerferstößel trägt die Gabel 38, die, über den Dom 35 greifend, die Scheibe
34 aus der inaktiven in die aktive Stellung zu schieben vermag.
Ähnlich dem Auswerferstößel 36 ist in der Einführungsstation, die bei der Stützscheibe mit 13 bezeichnet
ist, hinter dem Revolverrad ein Fühler (beispielsweise Endschalter) angeordnet, der ein Signal
zu geben in der Lage ist, wenn die Scheibe 34 nach links in der Zeichnung geschoben ist. +5
Im wesentlichen neben dem Revolverrad 3 befindet sich der Blaskopf 20 zum Aufmuffen der in den
Heizstationen des Revolverrades 3 aufgeheizten Rohrenden. Er hat eine bekannte Konstruktion mit
in Querrichtung sich öffnenden und schließenden äc:
Backen 22.
In axialer Fortsetzung des Blaskopfes 20 befinden sich Spanneinrichtungen 23 und 24, die an Holmen
25 und 26 axial verschiebbar sind und dadurch auf die jeweilige Rohrlänge einstellbar sind. Die Spanneinrichtungen
besitzen eine Spannbacke 27. 28, die in F i g. 2 geöffnet erscheint.
Die Einrichtungen zur Überführung aufgeheizter Rohre von dem Revolverrad und dem Stützrad in
Aufmuffstation sind so ausgebildet, daß das in der Station 9 befindliche Rohr bei geöffneter Klappe
10 einfach in die neue Stellung abrollen kann. Diese Einrichtungen bilden somit eine Ablauframpe. Zu
einem Teif wird die Ablauframpe von der heruntergeklappten Klappe 10 gebildet, wie es in F i g. 2 gestrichelt
angedeutet ist. Der andere Teil der Ablauframpe wird von der Platte 40 gebildet, die an der
Stange 41 befestigt ist. Diese Stange kann unter der Wirkung eines pneumatischen Zylinders 42 derart
gedreht werden, daß die Platte 40 die in F i g. 2 gestrichelte
Stellung einnimmt.
Schließlich ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte Steuereinrichtung vorgesehen, die die zu
einem Arbeitstakt gehörigen Funktionen zeitgerechi über elektrische. pneum-Msche oder hydraulische
Einrichtungen steuert.
Der Arbeitsablauf der Maschine ist folgendermaßen: Ein Rohrabschnitt 45, der in F i g. 1 strichpunktiert
angedeutet ist, wird, von oer Strangpresse und der Trennsäge in Pfeilrichtung 46 kommend, in
die Einführungsstation 13 eingeschoben. Beim Eindringen des Rohrendes in die zugehörige Heizstation
des Revolverrades 3 wi^d der Auswerferschieber
nach links in F i g. 3 geschoben. Wenn das Rohrende genügend tief eingedrungen ist, tritt der hinter dem
Revolverrad befindliche Fühler in Aktion und schaltet den Arbeitstakt der Maschine ein. Dabei gehen
folgende Operationen nacheinander vor sich:
1 Das Revolverrad und die Stützscheibe werden um einen Stationsabstand weitergedreht.
2. Der Auswerferstößel 36 wird vorgeschoben, wodurch der in der Statics 9 befindliche
Rohrabschnitt in Axialrichtung so weit verschoben wird, daß er von der Aufheizstation
frei wird.
3. Die Klappe 10 öffnet sich durch Niederschlagen des Nockens 43. Gleichzeitig klappt die Platte
40 hoch. Auf der durch beide Organe gebildeten Roll rampe rollt das in der Auswerfstation
befindliche Rohr ab in die geöffneten Spannbacken.
4. Die Spannbacken schließen sich.
5. Die Klappe 10 schließt sich.
6. Der Blaskopf 20 fährt auf das Rohrende auf, schließt rieh und bläst.
7. Der Blaskopf öffnet sich und fährt zurück.
8. Die Platte 40 klappt nieder.
9. Die Spannbacken öffnen sich, und das aufgemuffte Rohr fällt nach unten aus der Aufmuffstation
heraus.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Maschine zum Formen von Muffenenden an Rohren aus thermoplastischem Kunststoff durch
Aufheizen des Rohrendes in einer Heizvorrichtung und anschließendes Verformen in einer
davon getrennten Aufmuffvorrichtung, beispielweise einem Blaskopf, gekennzeichnet
durch eine Mehrzahl von Heizvorrichtungen (6) an einer die Rohre quer zu ihrer Längserstreckung
fördernden, schrittweise entsprechend den Abstanden der Heizvorrichtungen am reibbaren
Fördervorrichtung (2. 4. 5) mit einer Mehrzahl von mit den Heizvorrichiiingen fluchtenden,
von diesen im Abstand angeordneten Haitemitteln für die Rohre (45). durch eine an die Fördervorrichtung
angeschlossene Auswerfstation (9) für die Rohre und eine dieser angeschlossener. Vorrichtung
(10. 40. 23, 24, 27. "28. 36) zum Umsetzen
dei Rohre in die Aufmuffvorrichtung (21).
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Einführungsstation der Fördervorrichtung ein Fühler zur Steuerung des
Schrittantriebs der Fördervorrichtung vorgesehen ist.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützscheibe (4) der um
eine parallel zu den Rohren verlaufenden Achse umlaufenden Fördervorrichtung (2, 4, 5) am
Scheibenu/nTang offene Haltemulden (7) für die Rohre aufweist, die durch einen in der Auswerfstation
(9) zu öffnenden Verschluß ergänzt ist.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stüuscheibe (4) umgeben ist von einem ortsfesten Ring (8), der an der Auswerfstation
(9) ollen ist oder dort eine zu öffnende Klappe (10) aufweist.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützscheibe (4)
und gegebenenfalls vorhandene Spannbacken (23, 24, 27, 28) der Umsetzvorrichtung entsprechend
unterschiedlichen Rohrlängen in Richtung der Rohrachsen verstellbar sind.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Heizstation
einen Auswerfschieber (32, 33, 34) aufweist, der mit einem ortsbefestigten Auswerfstößel (36, 37)
zusammenwirkt.
Priority Applications (2)
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| DE1966N0029032 DE1284079C2 (de) | 1966-08-16 | 1966-08-16 | Maschine zum Formen von Muffenenden an Rohren aus thermoplastischem Kunststoff |
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