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DE1283835B - Verfahren zur Herstellung von ª†-Verbindungen der Jonon-Reihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ª†-Verbindungen der Jonon-Reihe

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Publication number
DE1283835B
DE1283835B DEST19085A DEST019085A DE1283835B DE 1283835 B DE1283835 B DE 1283835B DE ST19085 A DEST19085 A DE ST19085A DE ST019085 A DEST019085 A DE ST019085A DE 1283835 B DE1283835 B DE 1283835B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compounds
ether
cyclization
ionone
ecm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST19085A
Other languages
English (en)
Inventor
Schade Gerhard
Dipl-Chem Guenther
Ohloff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR GUENTER
Original Assignee
DR GUENTER
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Filing date
Publication date
Application filed by DR GUENTER filed Critical DR GUENTER
Priority to DEST19085A priority Critical patent/DE1283835B/de
Priority to CH414463A priority patent/CH465594A/de
Priority to GB1323863A priority patent/GB989045A/en
Publication of DE1283835B publication Critical patent/DE1283835B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von y-Verbindungen der Jonon-Reihe, insbesondere auf die Herstellung von reinem (±)-trans-y-Jonon bzw. seinen Homologen.
Es ist bekannt, daß man Pseudojonon und seine Homologen durch Cyclisierung in die entsprechenden endocyclisch ungesättigten «- und/oder /?-Jononverbindungen umwandeln kann (vgl. B. Willhalm, U. Steiner und H. S c h i η ζ, HeIv. chim. Acta, Bd. 41, 1958, S. 1359).
Man hat sich häufig um die Herstellung des exocyclischen Isomeren, des y-Jonons, bemüht. Die bisherigen Verfahren zu der Synthese dieser Verbindung oder seiner Homologe stellen komplizierte Wege dar oder verlaufen nur unter geringer Ausbeute (vgl. G. O h 1 ο f f und S. M i g η a t, Lieb. Ann. d. Chem. Bd. 652, 1962, S. 115). Reines y-Jonon und seine Homologen stellen neue Veilchenriechstoffe dar, die sich durch eine besonders angenehme Duftnote hervorheben und eine wertvolle Bereicherung dieser ao bekannten Riechstoffgruppe darstellen. Das Stereoisomerengemisch des y-Irons, des Methylhomologen des Jonons, ist z. B. ein wesentlicher Bestandteil des kostbaren Irisöls.
Eine technisch interessante Möglichkeit zur Her-Stellung von 90%igem reinem a-Jonon (neben 8% /?-Jonon) bietet die Cyclisierung von Pseudojonon mit gasförmigem Bortrifluorid in einem trockenen unpolaren Lösungsmittel (vgl. deutsche Patentschrift 812 313).
Das Cyclisierungsprodukt von Pseudoiron besteht sogar aus 92 bis 95% «-Iron. Bedingungen, unter denen sich die y-Isomeren der Jonon-Reihe in befriedigenden Ausbeuten direkt durch Cyclisierung ihrer PseudoVerbindungen bilden, sind bisher nicht bekanntgeworden.
In einer wissenschaftlichen Veröffentlichung wurde auch schon die theoretisch mögliche Bildung von y-Isomeren in bicyclischen Verbindungen diskutiert. Abgesehen davon, daß bei diesen Verbindungen die Chancen zur Entstehung der «- und y-Isomeren theoretisch gleich groß sind, da bei beiden Isomeren die Doppelbindung endocyclisch ist, wird in dieser Veröffentlichung nur die Herstellung des «-Isomeren beschrieben, das bei der Verwendung von Bortrifluoridätherat als Katalysator erhalten wird.
Bortrifluoridätherat kann nach den deutschen Auslegeschriften 1 030 827 und 1112 736 auch zur Cyclisierung von 6,10-Dimethyl-7-äthyl-undecatrien-(3,5,9)-on-(2) bzw. eines 6-Methylundecatrienons-(2) mit Doppelbindungen in 4-, 6- und 9-Stellung verwendet werden; Hinweise auf die Herstellung von y-Jonon sind diesen Auslegeschriften jedoch nicht zu entnehmen.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß durch die Wahl bestimmter Reaktionsbedingungen, und zwar insbesondere eines bestimmten Katalysators, diese Cyclisierungsreaktion so gelenkt werden kann, daß erhebliche Mengen, wenn nicht gar ganz überwiegend, das y-Isomere gebildet wird. Das Prinzip der erfindungsgemäßen Cyclisierung geht aus dem folgenden Formelschema hervor:
In diesen allgemeinen Formeln bedeuten die Reste R, R' und R" Wasserstoff, Alkylreste und/oder Alkenylreste. Für den Fall des Jonons sind R und R" Wasserstoff, R' = CH3. Im Fall des Irons ist nur R" Wasserstoff, während R und R' Methylgruppen sind.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Cyclisierung von Pseudojonon bzw. seinen Homologen in Gegenwart von sauren Katalysatoren, wie BF3, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Ausgangsmaterial trans-Pseudojonon bzw. seine Homologen verwendet und in Gegenwart von an sich bekannten Komplexverbindungen des BF3 mit polaren Verbindungen als Katalysatoren, die nicht der Cyclisierungsreaktion unterliegen, gegebenenfalls in Gegenwart eines beschränkten Überschusses des gleichen oder eines anderen Komplexbildners in einer Menge von zweckmäßig nicht oberhalb 60% (Gewicht/Volumen) bzw. gegebenenfalls in Gegenwart eines Protonenakzeptors, wie einer organischen stickstoffhaltigen Base oder eines anorganischen Puffers in einer Menge von zweckmäßig nicht oberhalb 40% (Gewicht/Volumen), bezogen auf die verwendete Menge an Komplexverbindung und in Gegenwart eines apolaren Lösungsmittels, vorzugsweise eines aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffs, bei Temperaturen von —10 bis +400C arbeitet.
Es ist nämlich an sich möglich, daß auch das Pseudojonon mit dem BF3 eine Komplexverbindung bildet. Kennzeichen der Erfindung ist jedoch, daß nicht solche Komplexe des BF3, wie sie bei dem Einleiten von reinem Bortrifluorid in beispielsweise Pseudojonon entstehen können, als Katalysatoren verwendet werden, sondern daß Komplexverbindungen aus Bortrifluorid und anderen polaren Verbindungen wirksam werden. Völlig unerwarteterweise hat es sich gezeigt, daß bei der Verwendung dieser erfindungsgemäß eingesetzten Katalysatoren die Reaktion in anderer Richtung abläuft, als es bisher für das reine BF3 beschrieben worden ist.
Durch die Erfindung ist es nunmehr möglich, y-Jonon in einem einstufigen Verfahren aus Pseudojonon mit Auswerten bis zu 60% zu erhalten. Dies bedeutet eine erhebliche Einsparung an Ausgangsmaterial und eine wesentliche Verminderung des Arbeitsaufwandes. Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher zur Durchführung in technischem Maßstab besonders geeignet.
Die im Rahmen der eingesetzten BF3-Additionsverbindungen sind dabei vorzugsweise an sich bekannte einfache polare Verbindungen, wie Wasser, Alkohole, Ester, Carbonsäureanhydride, Carbonsäureester, Ketone, Dialkylsulfide und -sulfoxyde. Ganz besonders
3 4
sind im erfindungsgemäßen Verfahren jedoch die besitzen und in dieser Weise als Protonenakzeptoren bekannten Bortrifluoridätheratkomplexverbindungen wirksam sein können. Neben den erwähnten stickstoffbevorzugt. Es ist seit langer Zeit bekannt, daß Bor- haltigen organischen Basen können auch gelegentlich trifluorid die Möglichkeit besitzt, beispielsweise 1 oder anorganische Puffersysteme zur Steigerung der Aus-2 Moleküle Wasser, Äther, Alkohole oder ähnliche 5 beute eingesetzt werden. Auch hierbei gilt, daß die polare Verbindungen in komplexer Form anzulagern. Menge des zugesetzten Hilfsmittels nicht unbeschränkt Die entstehenden Komplexverbindungen sind im gewählt werden darf, weil dann ebenfalls die Ausbeuteallgemeinen sehr stabile Verbindungen, die wenigstens steigerung wieder rückläufig beeinflußt werden kann, teilweise sogar bei höherer Temperatur destilliert Auch zu wenig dieser Hilfsmittel kann wirkungslos werden können, ohne sich dabei zu zersetzen. Es ist io sein. Die jeweils optimalen Verfahrensbedingungen auch seit langer Zeit bekannt, daß solche Bortrifluorid- sind auch hier von Fall zu Fall durch einfache Verkomplexverbindungen in verschiedenartigster Weise suche festzustellen.
katalytisch wirksam sein können. Es war jedoch nicht Ein besonderer Fall liegt bei der Durchführung des
vorauszusehen, daß durch die Verwendung solcher erfindungsgemäßen Verfahrens vor, wenn im Kataly-
an sich bekannter Bortrifluoridkomplexverbindungen 15 satorsystem freie Säuren, beispielsweise Carbonsäuren,
an Stelle des reinen Bortrifluorids die Cyclisierungs- als polare Addenden eingesetzt werden. Hierbei
reaktion des trans-Pseudojonons bzw. seiner Homo- werden dann immer solche Elektronenakzeptoren,
logen anders abläuft als unter Verwendung der vor- also beispielsweise organische Basen oder anorganische
stehend beschriebenen sauren Katalysatoren und die Puffersystem gleichzeitig mitverwendet, um die Cycli-
y-Verbindungen in erheblicher Menge oder gar als ao sierung in Richtung auf die y-Jonon-Bildung zu
überwiegendes Reaktionsprodukt entstehen. Spezielle lenken. So gelingt es z. B., aus Pseudojonon etwa
Beispiele für solche polaren Verbindungen sind neben 20% y-Jonon herzustellen, wenn man die Molekül-
den bereits allgemein genannten: Dimethyläther, verbindung aus BF3 und Essigsäure zusammen mit
Dibutyläther, gemischte aliphatische Äther, Tetra- Natriumacetat als Puffer als Katalysatorsystem ein-
hydrofuran, Anisol, Dioxan, Acetanhydrid, Essig- 25 setzt. Dieses y-Jonon entsteht dabei, wie festgestellt
säureäthylester, Dimethylsulfid, Dimethylsulfoxyd und werden konnte, im wesentlichen auf Kosten der
Aceton. Bei der Verwendung von Bortrifluorid- «-Jonon-Bildung. Der gleiche Effekt tritt ein, wenn
komplexverbindungen mit diesen Verbindungen läuft andere Elektronenakzeptoren, z. B. Äther oder orga-
die Reaktion bereits unter Bildung von beträchtlichen nische Basen, wie Dimethylformamid oder Pyridin,
Mengen (20 bis 30°/0) an y-Jonon. 30 mitverwendet werden.
Eine weitere Verschiebung der Cyclisierungsrichtung Weiterhin wurde gefunden, daß die Produktzu-
im Sinne der y-Jononbildung erreicht man dadurch, sammensetzung aus der Cyclisierungsreaktion ent-
daß man die in das Bortrifluorid als Addenden scheidend von der Auswahl der Ausgangsmaterials
eintretenden polaren Verbindungen als Überschuß abhängt. Während nämlich trans-Pseudojonon wäh-
über die zur BF3-Komplexbildung benötigte Menge 35 rend der Cyclisierungsreaktion in der beschriebenen
hinaus einsetzt. So wird nach 30°/0iger Verdünnung Weise umgewandelt wird, geht cis-Pseudojonon in
des BF3-Ätherats mit Tetrahydrofuran eine 40%ige praktisch quantitativer Ausbeute in ein sauerstoff-
Erhöhung der y-Jononbildung auf insgesamt 42% haltiges bicyclisches Isomeres mit Ätherstruktur über,
der theoretisch möglichen Ausbeute erreicht. 45% Die isomeren Jonone entwtehen dabei nur in unter-
y-Jonon entsteht z. B., wenn man der BF3-Ätherat- 40 geordneter Menge.
Komplexverbindung 30 oder 45% Dimethylsulfoxyd Vorteilhafterweise wird erfindungsgemäß also vor
zumischt. Die 2stündige Einwirkung einer 40%igen der Ausführung der Cyclisierung die trans- von der
Lösung von BF3-Diäthylätherat in Diäthyläther auf eis-Verbindung getrennt, was am einfachsten durch
Pseudojonon erbrachte sogar eine Ausbeutesteigerung eine fraktionierte Destillation erfolgen kann. Legt
von y-Jonon auf 52% (neben 48% «-Jonon) bei 45 man auf die eis-Verbindung, die unter bekannten
quantitativ verlaufender Reaktion. Hierbei sollen Bedingungen in ein Gemisch von α- und /3-Jonon
jedoch nicht unbeschränkte Mengen dieser polaren übergeführt werden kann, keinen Wert, so wird man
Verbindungen dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden. einfacherweise das Stereoisomerengemisch zur Cycli-
Es hat sich nämlich gezeigt, daß bei der Verwendung sierung einsetzen und danach die Äther von den
solcher überschüssiger polarer Hilfsmittel zunächst im 50 Ketonen durch die ohnehin notwendige fraktionierte
allgemeinen eine Ausbeutesteigerung erzielt wird, Destillation abtrennen.
während bei zu großem Überschuß dieser Verbindung Es wurde weiterhin gefunden, daß auch die
die y-Jonon-Ausbeute wieder absinkt oder sogar Reaktionstemperatur einen Einfluß auf die Ge-
wieder völlig unterdrückt werden kann. Hierbei ist schwindigkeit und Richtung der Cyclisierungsreaktion
die Feststellung des jeweils optimalen Überschuß- 55 hat. So verläuft die gepufferte Cyclisierungsreaktion
betrages durch einfache und jederzeit leicht durch- unterhalb — 100C sehr langsam ab, während diese
zuführende Vorversuche möglich, wenn man bei der oberhalb von +400C innerhalb weniger Minuten
Auswahl eines bestimmten Reaktionshilfsmittels das zu Ende geht, gleichzeitig jedoch überwiegend die
Optimum in der y-Jonon-Ausbeute feststellen will. endocyclischen Isomeren gebildet werden. Zu hohe
Die y-Jonon-Bildung aus trans-Pseudojonon wird 60 Reaktionstemperaturen sind dementsprechend zu verzur Hauptreaktion und erreicht eine Ausbeute von meiden, um nicht die Bildungstendenz der endopraktisch 60% (neben 40% «-Jonon), wenn man cyclischen Produkte zu begünstigen. Erfindungsgemäß dem katalysatorhaltigen Reaktionsgemisch Protonen- wird daher im Temperaturbereich von —10 bis +400C akzeptoren, und zwar insbesondere organische Basen, gearbeitet, wobei besonders der Bereich von Zimmervorzugsweise organische stickstoffhaltige Basen, zu- 65 temperatur bis etwa 3O0C hervorragend zur Bildung setzt. Beispiele hierfür sind etwa Dimethylformamid der gewünschten y-Isomeren geeignet ist.
oder Pyridin. Geeignet sind allgemein Verbindungen, Die Cyclisierung gemäß der Erfindung kann unter die wenigstens ein freies Elektronenpaar im Molekül Verwendung von apolaren Lösungsmitteln durchgeführt
werden. Bevorzugt sind hier insbesondere Kohlen- 10 Torr unter denselben Bedingungen eine weitere wasserstoffverbindungen, und zwar vor allen Dingen Auftrennung in die Komponenten erfährt und weitere die einfachen aromatischen und aliphatischen Kohlen- 88 g reines y-Jonon ergibt.
Wasserstoffe und ihre Gemische. Beispiele hierfür sind Das reine y-Jonon hat folgende Konstanten:
Benzol, Toluol, Xylol, Pentan, Hexan und ihre Homo- 5 Sdp.1>2 = 82°C; Df = 0,9317; rfg = 1,4985; UV-logen sowie ihre Gemische, z.B. Petroläther. Absorptionsspektrum: Ämax 223,2ΐημ; Ε = 14000;
Die neuartige Cyclisierungsmethode beschränkt sich 2,4-Dinitrophenylhydrazon; Sdp. = 1500C; 2-Phenylnicht nur auf die Herstellung von y-Jonon, sondern es semicarbazon: Sdp. = 178 bis 179°C; p-Bromphenylist bei Einsatz der homologen trans-Pseudojonone hydrazon: Sdp. = 136 bis 137°C. auf diese Weise möglich, auch die Homologen der io .
y-Jononreihe in guten Ausbeuten herzustellen. So B e ι s ρ ι e 1 2
gelangt man, ausgehend vom bekannten alltrans- 192 g trans-Pseudojonon wird in der gleichen
Pseudoiron oder dem 2,6-Dimethyl-3-methylen-all- Menge Petroläther wie im Beispiel 1 2 Stunden trans-undecadien-(6,8)-on-(10) nach dem erfindungs- mit einer Lösung aus 142 g (äquimolar) BF3-Ätherat gemäßen Verfahren zu einem Gemisch der cyclischen 15 in 85 ecm Äther und unter Zusatz von 400 ecm Isomeren, in denen das homologe y-Jonon, je nach Petroläther zur Reaktion gebracht, angewendeter Arbeitstechnik, die Hauptkomponente Nach der üblichen Aufarbeitung wird das Reak-
darstellt. tionsgemisch (186 g), dessen Ketonanteile nach gas-
Zu den seitenkettenhomologen y-Verbindungen der chromatographischer Analyse aus 52% y-Jonon und Jonon-Reihe gelangt man nach Einsatz der entspre- 20 48% «-Jonon bestehen, durch eine fraktionierte chenden homologen trans-Pseudojonone. So erhält Destillation in seine Komponenten aufgetrennt, man z. B. aus all-trans-Pseudo-isomethylionen oder Das auf diese Weise gewonnene y-Jonon hatte die
all-trans-Pseudo-normal-methylionon hauptsächlich Konstanten: Sdp.a = 880C; Df = 0,9321; y-iso-Methylionen bzw. y-normal-Methylionon. y-Al- »f? = 1,4990; p-Bromphenylhydrazon: Sdp. = 136 lylionon läßt sich ebenfalls aus dem all-trans-Pseudo- 25 bis 137° C. allylionon gewinnen. B e i s ρ i e 1 3
Die Abtrennung der y-Verbindungen von ihren
endoeyclischen Isomeren erfolgt am einfachsten durch Auf eine Lösung aus 192 g eis- und trans-Pseudo-Destillation über gut wirksame Kolonnen. Auf diese jonon (im Verhältnis 35: 65 %) in der gleichen Menge Weise konnten die y-Verbindungen nach gaschromato- 30 Petroläther wie im Beispiel 1 werden unter denselben graphischer Kontrolle in einer Reinheit zwischen Bedingungen wie im Beispiel 1, jedoch mit 142 g 94 und 100% hergestellt werden. BF3-Äthanol 1 Stunde bei 25° C zur Einwirkung
gebracht, dem 40 g Dimethylsulfoxyd und 300 ecm Beispiel 1 Petroläther zugemischt sind.
35 Das nach üblicher Aufarbeitung gewonnene Reak-
710 g (5 Mol) Bortrifluoriddiäthylätherat (Sdp.76O tionsgemisch ergibt nach fraktionierter Destillation 125° C) und 270 g (38% Zusatz) Dimethylformamid 58 g (33% der Theorie) eines Kohlenwasserstoffwerden mit 11 Petroläther versetzt. Unter mecha- gemisches und 124 g (64,6 % der Theorie) Ketonnischem Rühren tropft man in diese Mischung bei anteile, die sich nach gaschromatischer Analyse aus Raumtemperatur innerhalb von 20 Minuten 960 g 4° 48 % y-Jonon, 46 % α-Jonon und 6 % ß-Jonon reines trans-Pseudojonon (Sdp.0>4 = Hl0C; zusammensetzen. Die Ketone lassen sich, wie im D*$ = 0,8967; n2! = 1,5341; UV-Abs'orptionsspek- Beispiel 1 und 2 beschrieben, voneinander trennen, trum: Xmax 291,5 ιημ [E = 26500 in Äthanol]; Semi- und das auf diese Weise gewonnene y-Jonon besitzt carbazon, Sdp. = 141 bis 1420C; 2,4-Dinitrophenyl- die Daten: Sdp.2 = 880C; Df = 0,9319; n%° = 1,499. hydrazon, Sdp. = 148 bis 149 0C) ein. Während dieser 45 .
Zeit wird die Reaktionstemperatur durch äußere Beispiel 4
Kühlung auf 250C gehalten. Dann rührt man das „206 g trans-Pseudoiron (lMol) werden mit BF3-Gemisch noch 1 Stunde bei der gleichen Temperatur Ätherat unter den gleichen Bedingungen wie im weiter und gießt das braune Reaktionsprodukt in 21 Beispiel 2 umgesetzt. Das nach üblicher Aufarbeitung Wasser. Man wäscht die organische Phase zunächst 50 gewonnene Reaktionsgemisch (200 g) besteht aus mit Wasser, dann mit 10%iger Natronlauge und wieder 94% Carbonylverbindungen, die nach gaschromatomit Wasser frei von Bortrifluorid. Das Lösungsmittel graphischer Analyse zu 53 % aus den Stereoisomeren destilliert man auf dem Wasserbad ab. Den Rückstand des y-Irons und 47 % α-Iron bestehen, destilliert man zunächst über eine einfache Destilla- Durch fraktionierte Destillation wird ein y-Iron
tionsbrücke, um die Cyclisierungsprodukte von harz- 55 gewonnen, das mit dem bekannten Naturprodukt artigen Bestandteilen zu befreien. Auf diese Weise identisch ist und folgende Konstanten aufweist: werden 935 g eines Cyclisierungsproduktes erhalten, Sdp.4 = 110°C; Df = 0,9385; «f = 1,499; Phenyldessen Ketonanteile nach gaschromatographischer semicarbazon Sdp. = 178 bis 179° C. Analyse aus 58% y-Jonon und 42% «-Jonon bestehen. . .
Die Auftrennung in die entsprechenden Reaktions- 60 Beispiel5
produkte erfolgt mit Hilfe einer gut wirksamen Füll- 69 g (0,3 Mol) trans-Pseudo-n-methylionon werden
körperkolonne, wie sie schon früher beschrieben unter den entsprechenden Bedingungen wie im wurde (G. O h 1 ο f f, Liebigs Ann. der Chem., Bd. 627, Beispiel 2 mit der äquimolekularen Menge BF3-1959, S. 88). Bei 2 Torr können auf diese Weise 43 g Ätherat umgesetzt. Nach der üblichen Aufarbeitung einer Kohlenwasserstofffraktion, 100 g reines α-Jonon 65 werden 66 g eines Gemisches von Carbonylverbin- und 197 g reines y-Jonon erhalten werden. Die Haupt- düngen erhalten, die nach gaschromatographischer menge des Destillats (590 g) besteht aus einem Gemisch Analyse aus 55 % y-n-Methylionon und 45 % w-n-Mevon etwa 25% y-Jonon und 75% oc-Jonon, das bei thylionon und 45% a-n-Methylionon bestehen. Auf
die gleiche Weise wie in den anderen Beispielen kann auch hier das y-Isomere von seinen Begleitstoffen durch eine fraktionierte Destillation abgetrennt werden.
Die Konstanten des reinen y-n-Methylionons lauten: Sdp.2.= 960C; Di" = 0,927; n'S = 1,499.
Beispiel 6
69 g (0,3 Mol) trans-Pseudo-iso-methylionon werden mit BF3-Ätherat unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 5 umgesetzt.
Auf diese Weise werden 67 g eines Ketongemisches erhalten, das nach gaschromatographischer Analyse
aus 54,4% y-Isomethylionon und 45,6% «-iso-Methylionon besteht und auf die übliche Weise durch fraktionierte Destillation in die Komponenten aufgetrennt werden kann. Konstanten: Sdp.5 = 1080C; «5o° = 1,5001.
In der folgenden Tabelle zeigen die Versuche 7 bis 21 die erfindungsgemäße Arbeitsweise, die Versuche 22 bis 27 eine solche außerhalb der Erfindung liegende. Aus den Versuchen geht deutlich hervor, daß bei Ver-Wendung von cis-Pseudojonon als Ausgangsmaterial, beim Arbeiten unterhalb — 10°C oder oberhalb +40° C und bei Anwendung zu großer Zusätze kein y-Jonon erhalten wird.
Ausgangs
material
Menge Beispiele der Cyclisierung von Pseudojonon Zusatz
%
Reaktions
temperatur
°C
Reaktions
dauer
Zusammensetzung des ärungsgen
a-Jonon
%
usches
/?-Jonon
%
Nr. t Psj.2) 5g Cyclisierungsmittel in 25 2 Std.1) Cyclisi
y-Jonon
Ve
57,6 9,7
7 t Psj. 4,8 g BF3-Äther 10 ecm 25 2 Std.1) 32,7 59,2 4,5
8 BF3-Äther 35,2
tPsj. 4,8 g 3,5 ecm4) 25 2 Std.1) 56,4 4,5
9 BFa-Äther Äther 3 g 39,1
tPsj. 5g 2,37 ecm6) Äther 6 g 30 25 2 Std.1) 48,6
10 tPsj. 5g BFa-Äther 10 ecm Tetrahydrofuran
1 rr
60 25 2 Std.1) 51,4 45,6
11 tPsj. 5g BFs-Äther 10 ecm Dimethylsulfoxyd 30 25 1 Std.1) 54,4 52,4 6,2
12 t Psj. 5g BF3-Äther 10 ecm J g
Dimethylsulfoxyd
30 25 1 Std.1) 41,4 45,4 5,8
13 t Psj. 5g BFa-Äther 10 ecm 4,5 g 45 25 1 Std.1) 48,6 45,4 5,8
14 BFs-Äther 10 ecm Dimethylformamid
3 rr
48,6
tPsj. 5g ä S
Dimethylformamid
7 < rr
30 25 2 Std.1) 44,0 4,6
15 tPsj. 10 g BF3-Äther 10 ecm Λ 5 g
Dimethylformamid
37,5 25 1 Std.1) 51,4 42,0
16 t Psj. 5g BF3-Äther 20 ecm 0,1g 1 25 2 Std.1) 58,0 63,5 9,9
17 BFa-Äther 10 ecm Pyridin 10 g 25,6
tPsj. 20 g Pyridin 5 g 25 25 30 Min.1) 45,7
18 tPsj. 10 g BF3-Äther 40 ecm Natriumacetat 1 g 25 -5 5 Std.1) 54,3 56,6
19 tPsj. 5g BF3-Äther 20 ecm 10 25 4 Std.1) 43,4 60,0 20,0
20 BF3-Essigsäure Dimethylformamid 20,0
tPsj. 5g 10 ecm 4g 40 25 2 Std.1) 64,4 15,5
21 BF3-Essigsäure Dimethylformamid
1 rr
20,1
tPsj. 5g 10 ecm •ig
Pyridin 5 g
30 60 1 Std.1) 85,0 12,0
22 tPsj. 10 g BFa-Äther 10 ecm 25 -25 30 Min.6) 3,0
23 c Psj.3) 5g BF3-Äther 20 ecm Pyridin 15 g 25 2 Std.1) —.
24 t Psj. 20 g BF3-Äther 10 ecm Pyridin 20 g 37,5 25 15 Std.6)
25 tPsj. 20 g BF3-Äther 40 ecm Dimethylformamid 50 25 12 Std.6)
26 t Psj. 10 g BFa-Äther 40 ecm 10 g 50 25 2 Std.6)
27 BFa-Äther 20 ecm
Wenn nichts anderes vermerkt, wurden die Cyclisierungsreaktionen zur Homogenisierung des Reaktionsgemisches in je 50 ecm Petroläther durchgeführt.
*) Quantitativer Umsatz des Pseudoionons.
2) t Psj. = reines trans-Pseudoionon.
s) c Psj. = reines ds-Pseudoionon.
*) äquimolekulare Menge.
5) 0,6 äquimolekular.
e) Pseudoionon wurde vollständig wiedergewonnen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von y-Verbindungen der Jonon-Reihe durch Cyclisierung von Pseudojonon bzw. seinen Homologen in Gegenwart von sauren Katalysatoren, wie BF3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial trans-Pseudojonon bzw. seine Homologen verwendet und in Gegenwart von an sich bekannten Komplexverbindungen des Bortrifluorids mit polaren Verbindungen als Katalysatoren, die nicht der Cyclisierungsreaktion unterliegen, gegebenenfalls in Gegenwart eines beschränkten Überschusses des gleichen oder eines anderen Komplexbildners
809639/1927
in einer Menge von zweckmäßig nicht oberhalb 6O°/o (Gewicht/Volumen) bzw. gegebenenfalls in Gegenwart eines Protonenakzeptors, wie einer organischen stickstoffhaltigen Base, oder eines anorganischen Puffers in einer Menge von zweckmäßig nicht oberhalb 40% (Gewicht/Volumen), bezogen auf die verwendete Menge an Komplexverbindung, in Gegenwart eines apolaren Lösungsmittels, vorzugsweise eines aliphatischen oder
aromatischen Kohlenwasserstoffs, bei Temperaturen von —10 bis +400C arbeitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Komplexverbindungen des BF3 Verbindungen des BF3 mit Äthylalkohol, Diäthyläther bzw. Essigsäure eingesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch Ϊ, dadurch gekennzeichnet, daß bei Temperaturen von 25 bis 300C gearbeitet wird.
DEST19085A 1962-04-12 1962-04-12 Verfahren zur Herstellung von ª†-Verbindungen der Jonon-Reihe Pending DE1283835B (de)

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CH414463A CH465594A (de) 1962-04-12 1963-04-02 Verfahren zur Cyclisierung von trans-Pseudojonon und seinen Homologen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4565894A (en) * 1983-08-06 1986-01-21 Basf Aktiengesellschaft Preparation of ionones

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1030827B (de) * 1956-02-23 1958-05-29 Hoffmann La Roche Verfahren zur Herstellung von 4-[3-AEthyl-2, 6, 6-trimethyl-cyclohexen-(2)-yl]-buten-(3)-on-(2)
DE1112736B (de) * 1959-01-16 1961-08-17 Hoffmann La Roche Verfahren zur Herstellung von alicyclischen Ketonen mit wertvollen Riechstoffeigenschaften

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