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DE1282975C - Herstellen von Schichtstoffen - Google Patents

Herstellen von Schichtstoffen

Info

Publication number
DE1282975C
DE1282975C DE1282975C DE 1282975 C DE1282975 C DE 1282975C DE 1282975 C DE1282975 C DE 1282975C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
impregnated
papers
solution
polyvinyl alcohol
laminates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt 4000 Düsseldorf-Holthausen; Voss Manfred DipL-Chem. Dr. 4010 Hilden Rehnelt
Original Assignee
Henkel & Cie. GmbH., 4000 Düsseldorf-Holthausen
Publication date

Links

Description

DUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DFUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Int. Cl.:
rO8j-i/36
B 32 b-27/H)
Deutsche Kl.: 39 b7-1/36
39 a3-9/00
Nummer. 1282 975
Aktenzeichen: P 12 82 975.3-43 (H 55571)
Anmeldetag: 25. März 1965
Auslegetag: 14. November 1968
Ausgabetag: 30. Dezember 1971
Patentschrift weicht von der Auslegeschriit ab
Es ist bekannt, bei der Kondensation von Melamin mit Formaldehyd Polyvinylalkohol mitzuverwenden. Weiterhin ist es bekannt, den zu Tränkzwecken benutzten Melaminharzlösungen Polyvinylalkohol als Verdickungsmittel zwecks Einstellung einer bestimmten Viskosität zuzufügen. Schließlich hat man bereits Melaminharze durch Zusatz von mehrwertigen Alkoholen während der Kondensation modifiziert. Dadurch können die Fließfähigkeit und sonstige Eigenschaften der fertigen Harze günstig beeinflußt werden. Man arbeitet dabei unter solchen Bedingungen, daß der mehrwertige Alkohol chemisch im Harz gebunden ist. Es ist ferner bekannt, wärmehärtbare Harze, wie beispielsweise Harnstoff-Formaldchyd-Harze, gemeinsam mit niederen mehrwertigen Alkoholen und Äthylhydroxyäthylcellulose in wäßriger Lösung zum Tränken von Faserstoffen wie auch Papier zu verwenden und die getränkten Produkte nach dem Trocknen heiß zu verpressen (französische Patentschrift 1 108 129).
Die nach den bekannten Verfahren herstellbaren Har.'j weisen jedoch bei der Verwendung als Bindemittel für Schichtstoff verschiedene Nachteile auf. So laßt haulig die Transparenz der Oberfläche zu wünschen übrig. Auch weisen die Oberflächen häufig eine geringe Rißbeständigkeit auf. Außerdem beobachtet man häufig Ankleben der noch wärmen Preßlinge an den Preßblechen.
Erfindungsgegensland ist ein Verfahren zum Herstellen von Schichtstoffen, wobei man Papiere mit einer wäßrigen Melaminharzlösung tränkt, die niedere mehrwertige Alkohole und außerdem eine polymere, OH-gruppenhaltige Verbindung enthält, anschließend wie üblich trocknet und auf Trägermatcrialien aufpreßt. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man mit einer Melaminharzlösung tränkt, die als polymere, OH-gruppenhaltige Verbindung 2 bis 2O°/o — bezogen auf festes Melaminharz — Polyvinylalkohol einer Verscifungszahl von 50 bis 250 und weiterhin als niedere mehrwertige Alkohole Äthylcnglykol, Propandiol, Butandiol, Glycerin, Diäthylcnglykol, Triälhylenglykol, Mannit oder Sorbit enthält.
yft Man verwendet wäßrige Flotten von Melaminfor-(^. nuildchyd-Vorkondensatcn, bei denen das Molver-Qs hältnis von Melamin zu Formaldehyd etwa zwischen Gsj 1:1,5 bis 1:2,5 liegt. Das Vorkondensat wird OO zweckmäßig bei einem pH-Wert von 7 bis 10 und (M einer Temperatur von clwa 60 bis 1000C bis zu einer »-Η Fällungszahl von etwa 10 bis 1 kondensiert. Zur ^4 Tränkung soll die Melamiiiformiildchyü-VorkondtMi- ^ sat-FloHc einen Feststolfgehall von etwa 50% auf-Herstellen von Schichtstoffen
Patentiert für:
Henkel & Cie. G. m. b. H.,
4000 Düsseldorf-Holthausen, Henkelstr. 67
Als Erfinder benannt:
Kurt Rehnelt, 4000 Düsseldorf-Holthausen;
Dipl.-Chem. Dr. Manfred Voss, 4010 Hilden --
weisen. Man kann die Tränklösung jeweils aus Melamin und Formaldehyd bereiten oder aber trokkencs Melaminharz in Wasser auflösen.
Zur Tränklösung gibt man etwa 2 bis 20°/n, ins-
ao besondere 5 bis 15°/o an Polyvinylalkohol, bezogen auf festes Melaminharz. Der Polyvinylalkohol weist der Verseifungszahl zufolge noch einen Rnstgehalt von Acetylgruppcn auf. Er wird zweckmäßig in Form einer wäßrigen 30 bis 500/oigen Lösung zuge-
»5 setzt.
Weiterhin sct/l man der Harzflotte noch die niederen mehrwertigen Alkohole Äthylenglykol, Propandiol, Butandiol, Glycerin, Diäthylcnglykol, Triäthylenglykol, Mannit und Sorbit zu.
Die Tränklösungen enthalten zweckmäßig etwa 60 bis 20%, insbesondere aber etwa 50% Wasser.
Als Papiere zum Tränken können solche von etwa 15 g bis 150 g/m2 verwendet werden. Man kann also einerseits sogenannte Overlay-Seidenpap'ere mit etwa 15 bis 50 g/mä einsetzen, und zwar gebleichte wie auch ungebleichte, andererseits auch sogenannte Dekorpapiere, welche im allgemeinen ein Gewicht von etwa 70 bis 150 g/m2 aufweisen. Die letzteren können gefüllt oder ungefüllt sein und in bedruckter oder unbedruckter Form vorliegen.
Das Tränken der Papiere erfolgt zweckmäßig in dafür bekannten Vorrichtungen in kontinuierlicher Arbeitsweise. Die Temperatur der Tränklösung kann hierbei 10 bis 600C, insbesondere 20 bis 400C, betragen. Es ist auch möglich, die Papiere chargenweise zu tränken.
Man stellt die Konzentration der Tränklösung, die Temperatur und die sonstigen Bedingungen so ein, daß bei den Ovcriay-Papicrcn ein Harzauflrug nach
So dem Trocknen von 200 bis 4()Ο·/ο des Papicrgcwiciilcs vorliegt, bei den Dekorpapier ein Auftrug von 80 bis 20(l«/.i, luvogeii nuf das Papiergewicht.

Claims (1)

  1. i 2ö2
    Nach dem Tränken werden die feuchten Papiere mittels Warmluft /.wischen 80 und 1501C getrocknet, gegebenenfalls nach einer Vortrocknung mittels Infrarotstrahlung. Die getrockneten Papiere können direkt verpreßt werden. Sie sind aber auch längere Zeit lagerfähig.
    Zum Herstellen der Schichtstoffe werden dann die getränkten und getrockneten Papiere auf Trügermaterialien aufgepreßt. Als solche kommen HoIzwerkstofTe in Frage, wie Spanplatten, Sperrholz, »<> Massivholz oder auch Schichtstoffe, die mit anderen Kondensatharzen, wie beispielsweise Phenolharzen, gebunden sind. Man führt die Verpressung bei einem relativ geringen Druck von etwa 5 bis 20 kg/cm2, vorzugsweise 6 bis 13 kg/cm2, und einer Temperatur »5 von 120 bis 2000C, insbesondere 130 bis 1800C, aus. Es werden dabei Preßzeiten von etwa '/« bis zu 30 Minuten, insbesondere aber 1 bis 15 Minuten, benötigt. Die Preßbedingungen variieren mit dem Kondensationsgrad des Melaminformaldehyd-Harzes «o und der zugesetzten Menge und der Beschaffenheit des Polyvinylalkohole.
    Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist einmal darin zu sehen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäß getränkten Papiere »5 die Pressen praktisch ohne Rückkühlung geöffnet werden können und somit nach kürzester Zeit für eine neue Beschickung zur Verfügung stehen. Weiterhin weisen die Oberflächen der erhältlichen Schichtstoffe eine gute Transparenz und ein«; geschlossene 3» Oberfläche auf, die auch starken Temperaturbelastungen standhält. Wird an Stelle von Polyvinylalkohol Hydroxydäthylcellulose verwendet, sind die Oberflächen rissig und reißen bei Temperaturbelastung weiter ein.
    Da bei Einsatz von Hydroxyäthylcellulose bzw. Äthylhydroxyäthyicellulose, wie es nach dem Stand der Technik für wärmehärtbare Harze bekannt war, bei Melaminharze!! nur Schichtstoffe mit rissigen Oberflächen resultieren, konnte nicht erwartet werden, daß bei sonst gleicher Arbeitsweise mit Polyvinylalkohol besonders gute Resultate zu erhalten wären.
    Beispiel 1
    45
    500 kg Mclaminformaldehyd-Vorkondensat (Molverhältnis 1 : 1,7, Füllungszahl 3,0) wurden in 5W', Wasser gelöst und mit 100 kg einer 5O°/oigen Lösung von Polyvinylalkohol mit einer Verseifungszahl von I 10 versetzt. Dazu wurden 55,0 kg Athylcnglykol So gegeben. Mit dieser Lösung wurde ein weißes titandioxydgdülltcs Papier von 80 g/m2 getränkt und bei 120 C getrocknet. Es wurde eine Harzaufnahme von 140" ο erzielt. Dieses Papier wurde bei einem Druck von 12 kg/cm* während 7 Minuten auf Spanplatten gepreßt. Die Temperaturen betrugen 120, 130, 140 und 1500C. In allen Fallen wurden transparente Oberflächen erhalten, welche sich, ohne zu kleben, von den Bleci.cn lösen ließen.
    Beispiel 2
    Das Beispiel 1 winde wiederholt, jedoch mit dem Unterschied, daß an Stelle von 100 kg nur 50,0 kg der 50°/oigen Polyvinylalkohollösung eingesetzt wurden. Die Ergehnisse waren praktisch die gleichen wie vorstehend beschrieben.
    Beispiel 3
    Es wurde eine Tränklösung nach Beispiel 1 hergestellt und damit ein hochgebleichtes Cellulosepapier von 25 g/m- getränkt. Die Harzaufnahme betrug 270°/o, bezogen auf das Papiergewicht. Das bei 130 C getränkte Papier wurde unter einem D· .ick von 12 kg/cm2 bei 1500C während 10 Minuten auf Sperrholz gepreßt. Man erhielt eine hochtransparente Oberfläche, welche die natürliche Holzmaserung deutlich erkennen ließ.
    Beispiel 4
    Es wurden 500 kg Melaminformaldehyd-Vorkondensat (Molverhältnis 1 :1,6, Fällungszahl 6,0) in 5001 Wasser gelöst und mit 80 kg einer 50%igen Lösung von Polyvinylalkohol mit einer Verseifungszahl von 78 versetzt. Dazu wurden 50 kg Äthylenglykol gegeben und mit der erhaltenen Lösung 120 g/m2 schwere, mit einem Nußbaummuster bedruckte Papiere getränkt. Die Trocknung erfolgte bei 1200C, und es wurde ::ne Harzaufnahme von 140%> erzielt. Die Papiere wurden bei einem Druck von 10 kg/cm* während 8 Minuten auf Sperrholzplatten gepreßt. Es wurden transparente Oberflächen erhalten, welche sich, ohne zu kleben, von den Blechen lösen ließen.
    Pa'entanspruch:
    Verfahren zum Herstellen von Schichtstoffen, wobei man Papiere mit einer wäßrigen MclaminharzlöMing tränkt, die niedere mehrwertige Alkohole und außerdem eine polymere, OH-gruppenhaltigc Verbindung enthält, anschließend wie üblich trocknet und auf Trägermatcrialicn aufpreßt, dadurch gekennzeichnet, daß man mit einer Melaminharzlösung tränkt, die als polymere OH-gruppenhaltigc Verbindung 2 bis 20°/o, bezogen auf festes Mclaminhar/, Polyvinylalkohol einer Verseifungszahl von 50 bis 250 und als niedere mehrwertige Alkohole Äthylenglykol, Propandiol, Bulandiol, Glycerin, Diäthylcnglykol, Triäthylenglykol, Mannit oder Sorbit einhält.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Französische Patentschrift Nr. 1 108 120,
    Ullmunns Encyklopädic. der technischen Chemie, 3. Auflage, 14. Band, S. 239.
    Mt U7/MJ 11. M · ftuodetdftKktnl BttUa

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