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Gerät zum Umsetzen mehrerer gleichförmiger Gegenstände Die Erfindung
betrifft ein Gerät zum Umsetzen mehrerer gleichförmiger Gegenstände, insbesondere
von Ziegeln oder Ziegelrohlingen, mit einer in den drei Koordinaten des Raumes bewegbaren,
mehrere Gegenstände zugleich erfassenden Aufnahmevorrichtung.
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Bei einer vorbekannten Bauart eines solchen, mit einer Programmeinrichtung
ausgestatteten Gerätes kann die Aufnahmevorrichtung, die zum gleichzeitigen Anheben
einer bestimmten Anzahl Steine ausgebildet ist, nicht mehr als drei zueinander senkrechte
Bewegungen ausführen. Damit aber läßt sich nur ein beschränkter Komplex von Bewegungen
ausführen.
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Mit einem Gerät dieser vorbekannten Art ist also nur eine beschränkte
Anzahl verschiedener Stapelmuster möglich. Ferner ist es auch schon bekannt, derartige
Geräte mit einer Anzahl Saugköpfen auszurüsten, mittels der die betreffenden Gegenstände
aufgenommen werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gerät dieser bekannten Art so zu
verbessern, daß die Anzahl verschiedener Stapelmuster erheblich vergrößert und mit
Leichtigkeit gewählt werden kann sowie bei jedem Stapelmuster eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit
zu erzielen ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Aufnahmevorrichtung
mit einem plattenförmigen Saugkopf ausgestattet ist, der in mehrere, einzeln oder
gruppenweise beaufschlagbare Abschnitte unterteilt ist, und der um eine Vertikal-
sowie um eine Horizontalachse schwenkbar ist, wobei die Mittel zur Bewegung und
zum Verschwenken des Saugkopfes sowie die Saugleitungen zu seinen einzelnen Abschnitten
durch eine Programmvorrichtung gesteuert sind.
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Um nach dem Absetzen der Gegenstände ein Umwerfen derselben beim
Lösen des Saugkopfes zu vermeiden, ist es ferner von Vorteil, daß der Saugkopf zusätzlich
um eine andere, im Abstand von der zuvor erwähnten Horizontalachse verlaufende Horizontalachse
schwenkbar ist.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht des Gerätes, F i g. 2 einen in
vergrößertem Maßstab dargestellten Teil aus der Fig. 1, F i g. 3 einen in vergrößertem
Maßstab dargestellten Teil der Vorderansicht des in der Fig. 1 gezeigten Gerätes,
F i g. 4 eine Draufsicht des Gerätes, F i g. 5 die schematische Wiedergabe des Querschnittes
eines in dem Gerät verwendeten Saugkopfes,
Fig. 6 das Schema eines pneumatischen
Kreises, Fig. 7 ein Detail des pneumatischen Kreises gemäß Fig. 6 und F i g. 8 das
Schema eines Teiles einer Programmkarte.
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Wie sich aus der F i g. 1 ergibt, so weist die automatische Steinstapelvorrichtung
ein Gestell 1 mit einem nach vorn gerichteten Fortsatz 1 a und Führungsschienen
in umgekehrter V-Form auf, von denen eine in der F i g. 1 mit 1 b bezeichnet ist.
Auf diesen Schienen 1 b ist mittels Rollen 2 ein vorwärts und rückwärts zu bewegender
Wagen 3 angeordnet. Dieser Wagen 3 hat einen im wesentlichen dreieckigen Aufbau,
wobei eine vordere, aufrechte Führungsschiene 3 a vorgesehen ist, auf der ein von
Rollen 4 geführter und getragener Wagen 5 in der Vertikalrichtung bewegbar ist.
An diesem Wagen 5 sind in der in der F i g. 2 dargestellten Weise die waagerecht
verlaufenden Schienen 6 angeordnet, die sich in Abstand voneinander in einer quer
zu der Richtung der Schienenib des Gestells 1 verlaufenden Richtung erstrecken.
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Mit dem Wagen 5 ist ein Querwagen 7 zum Ausführen einer Bewegung
längs der Schienen 6 gekuppelt, und zwar mittels der Rollen 8, die mit den Schienen
6 zusammenwirken können. An diesem Querwagen7 hängt mittels eines Traggestells9
ein ähnlich einem Träger ausgebildeter Saugkopf 10.
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Dieser Saugkopf 10 ist dabei derart an den oben beschriebenen Wagen
angeordnet, daß er über eine Vertikalachse, über eine in Querrichtung der Stapelvorrichtung
verlaufende Horizontalachse und über eine sich senkrecht zu dieser Querrichtung
erstreckende Horizontalachse bewegen kann.
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Der Saugkopf 10, der eine Rechteckform hat, ist in der Mitte seiner
Breite durch eine Gelenkverbindung 10 a (s. auch F i g. 2) mit dem Traggestell 9
verbunden, so daß er auch eine Schwenkbewegung um seine Längsachse ausführen kann.
Ferner ist insbesondere ein Arm 11 vorgesehen, mit dem der Saugkopf 10 gelenkig
verbunden ist Dieser Arm 11 ist wieder durch eine Gelenkverbindung 12 derart mit
einem Stütztisch 13 verbunden, daß der Saugkopf 10 eine Kippbewegung um die Achse
eines Zapfens 12 ausführen kann. Weiterhin ist der Tisch 13 wie ein Drehtisch durch
ein Vertikallager 14 unterstützt, so daß der Saugkopf 10 auch eine Drehung um eine
Vertikalachse ausführen kann.
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Die Bewegungen des Wagens 3 werden mittels einer pneumatischen, in
der F i g. 1 mit 15 bezeichneten Antriebsvorrichtung bewirkt. Diese Antriebsvorrichtung
ist über ein Gelenk 16 mit dem Gestell 1 und über eine Verbindung 17 mit dem Wagen
3 verbunden. Um das überhängende Gewicht an der Vorderseite des Wagens 3 auszugleichen,
ist an der Hinterseite eine Rolle 18 angeordnet, die unter eine Schiene 19 greift
und von dem unteren Teil 3 b des Wagens 3 durch eine Schraubenfeder 20 unterstützt
wird. Zum Steuern der Größe der Bewegung des Wagens 3 ist an diesem in Abständen
voneinander eine Anzahl Schienen 21 angeordnet (s. auch F i g. 4).
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Zwischen diesen Schienen 21 befinden sich Schlitze 22, in denen eine
Anzahl Anschlagnocken 23 angeordnet sind, von denen die an der Hinterseite des Gerätes
befindlichen Anschlagnocken 23 a fest sind und die maximale Größe der Vorwärtsbewegung
bestimmen. Die übrigen Anschlagnocken 23 b dagegen werden von Erregungsspulen gesteuert,
die mittels später noch zu beschreibender Qrgane gewählt werden können, um die Größe
der Vorwärtsbewegung variieren zu können. Die Größe dieser Vorwärtsbewegung des
Wagens 3 wird dabei dadurch bestimmt, daß ein Anschlaguocken 23 a oder 23 b an eine
Querstange e 24 stößt.
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Wie aus der F i g. 4 hervorgeht, so sind auch Vorkehrungen getroffen,
um die bei der Rückbewegung des Wagens 3 entstehenden Stöße abzufangen. Hierzu ist
eine weitere Querstange 30 mit Buchsen 31 vorgesehen, die über in Abstand voneinander
befindliche Fühiiungsstangen 32 bewegbar sind. Diese Führungsstangen wieder sind
in einem Teil 33 des Gestells 1 angeordnet, wobei Federn 33 a vorhanden sind, die
zwischen den Querstangen 30 und dem Gestellteil 33 angeordnet sind. Ein hydraulischer
Stoßdämpfer 34 ist einerseits mit dem Gestell 1 und andererseits mit der Querstange
3Q verbunden. Dabei ist der Wagen 3 mit einem Anschlagnocken 35 und einer Feder
36 ausgerüstet, wobei alles derart eingerichtet ist, daß, wenn der Wagen 3 nach
seiner Vorwärtsbewegung zurückkehrt, der Anschlag 35 und die Feder 36 an die Querstange
3Q stoßen, was von dem Stoßdämpfer 34 abgefangen wird. Weiterhin sind elektrische
Weiterbewegungs - Rückgangskontakte TR vorhanden, einer am Teil 33 des Gestells
1 und einer an der Querstange 30. Außerdem sind auch noch elektrische Hubsicherungskontakte
RS vorgesehen, nämlich einer am Wagen 3 und der andere am Gestell 1.
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Was die Hub oder Senkbewegung des Wagens 5 betrifft, so wird diese
von einem pneumatischen Betätigungszylinder und Kolben ausgeführt, die mit 36 a
(Fig. 1) ? bezeichnet sind, die einerseits durch ein Gelenk 37 mit dem Wagen 3 und
andererseits
durch eine Verbindung 38 mit dem einen Ende einer Kette 39 verbunden
sind. Diese Kette 39 ist über ein Rad 40 geführt, das von dem Wagen 3 unterstützt
ist. Das andere Ende der Kette 39 dagegen ist durch eine Verbindung 39 a mit dem
Wagen 5 verbunden.
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Zur Steuerung der Größe der Hubbewegung dieses Wagens 5 sind auf
dem Wagen 3 Schienen 41 angeordnet, zwischen denen sich Schlitze 42 befinden, in
denen stationäre Anschlagnocken43 für das obere Ende und Nocken 44 für das untere
Ende untergebracht sowie eine Anzahl in Abstand voneinander angeordneter, von Spulen
zu betätigender Anschlagnocken45 angebracht sind. Die untere Grenze der Absenkbewegung
ist vom Schließen der Absenkgrenzkontakte RR abhängig. Weiter wirkt mit der Antriebsvorrichtung
36 ein von einer Spule zu betätigendes Riegelventil RLV für die Absenkbewegung zusammen,
das nötig ist, um die von dem Gerät auszuführenden Bearbeitungen einsetzen zu lassen,
und zwar dadurch, daß der Saugkopf 10 einleitungsweise herunterbewegt wird.
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Die Bewegungen des Wagens 5 werden durch eine Prallplatte46, die
über zwei gegenläufig wirksame Stoßdämpfer mit diesem Wagen 5 gekuppelt ist, begrenzt.
Alles ist so eingerichtet, daß, wenn die Prallplatte 46 an einen der Anschlagnocken43,
44 oder 45 stößt, die Stoßdämpfer in gegenläufigen Richtungen betätigt werden.
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Wie weiter aus der F i g. 1 hervorgeht, so sind zu der Hub- und Senkbewegung
noch elektrische Kontakte RPT zum teilweisen Heben vorgesehen, wobei der eine Kontakt
auf dem Wagen 5 und der andere auf dem Wagen 3 angeordnet ist. Weiter sind elektrische
Hubbewegungssicherungskontakte TS vorgesehen, von denen wiederum der eine auf dem
Wagen 5 und der andere auf dem Wagen 3 angeordnet ist. Zur Dämpfung der Absenkbewegung
sind elektrische Kontakte RRC vorgesehen, von denen der eine ebenfalls auf dem Wagen
5, der andere dagegen auf der Prallplatte 46 angeordnet ist. Der Hubbegrenzung dienen
die Kontakte R, von denen desgleichen der auf dem Wagen 5 und der andere auf der
Prallplatte 46 angeordnet ist. Schließlich sind auch noch die Senkkontakte RR vorgesehen,
von denen der eine auf dem Wagen 3 und der andere auf dem Wagen 5 angeordnet ist.
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Die in Querrichtungen vom Saugkopf 10 auszuführenden Bewegungen werden,
wie in den Fig.3 und 4 angegeben, durch ein Paar miteinander verbundene pneumatische
Antriebsvorrichtungen 55, 56 bewirkt. Hierbei ist das eine Ende der Antriebsvorrichtung
55 bei 57 mit dem für die Querbewegung eingerichteten Wagen 7 gekuppelt, während
das andere Ende mit einer Kette 59 verbunden ist. Diese Kette 59 ist über Endkettenräder
60 (das zweite ist nicht dargestellt) geführt, wobei deren anderes Ende mit dem
einen Ende der Antriebsvorrichtung 56 verbunden ist, deren anderes Ende wieder bei
63 mit dem Wagen 5 verbunden ist.
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Wie aus der F i g. 4 hervorgeht, so wird die Größe der Bewegung des
Wagens 7 durch Anschlagnocken bestimmt, nämlich einen stationären Endanschlagnocken
64 und durch Spulen zu betätigende Anschlagnocken6S, die in den Schlitzen 66, die
von auf dem Wagen 5 befindlichen Schienen 67 gebildet sind, angeordnet sind.
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Die Querbewegung wird durch zwei in Abstand voneinander liegende
Prallplatten 68/69 begrenzt,
von denen die eine in der einen Richtung
und die andere in der anderen Richtung wirksam ist, wobei diese Prallplatten 68/69
mit einem Stoßdämpfer zusammenwirken können und über zwei gegenläufige Stoßdämpfer
mit dem Querbewegungswagen 7 gekuppelt sind.
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Die Rotation des Saugkopfes 10 ist durch ein Lager 14 (F i g. 2)
ermöglicht, das aus einer am Querwagen 7 angeordneten Buchse besteht, durch die
eine Achse 76 hindurchragt, die wieder an ihrem unteren Ende den drehbaren Tisch
13 trägt. Zur Erzeugung der Rotationsbewegung ist eine pneumatische Antriebsvorrichtung
77 (s. F i g. 2) vorhanden, die einerseits mit dem Querwagen 7 und andererseits
mit dem Tisch 13 verbunden ist. Für diese Rotationsbewegung sind einige Rotationsendkontakte
RO, RO 1 vorgesehen, die auf dem Tisch 13 und dem Wagen 7 angeordnet sind.
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Weiterhin ist auf dem Tisch 13 auch noch ein Rotationsrückstellkontakt
ROR angeordnet, und zwar an einer Stelle, die gegenüber dem Kontakt RO mit 900 versetzt
ist, wobei jeder von diesen auf dem Tisch 13 angeordneten Kontakten RO und ROR nacheinander
mit dem Kontakt RO 1 auf dem Querwagen 7 in Berührung kommt.
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Zum langsamen Absenken des Saugkopfes 10 greift am oberen Ende der
Achse 76 über eine Kupplung 80 (F i g. 3) das eine Ende eines Hebels 81 an, der
bei 82 drehbar gelagert ist. Das andere Ende dieses Hebels 81 dagegen ist mit dem
einen Ende einer pneumatischen Antriebsvorrichtung 83 verbunden, deren anderes Ende
wieder mit einem Arm 84 in Verbindung steht.
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Das Kippen des Saugkopfes 10 wird mittels einer pneumatischen Antriebsvorrichtung
85 (s. F i g. 3) bewirkt, deren eines Ende bei 86 mit dem Tisch 13 und deren anderes
Ende bei 87 mit dem im Gelenk 12 drehbar gelagerten Arm 11, der wieder mit dem Saugkopf
10 gekuppelt ist, verbunden ist.
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Die Rollbewegung des Saugkopfes 10 um die Achse 10 a wird durch eine
pneumatische Antriebsvorrichtung 88 bewirkt, die einerseits bei 89 mit dem Arm 11
und andererseits bei 90 mit dem Saugkopf 10 in Verbindung steht. Zur Steuerung dieser
Rollbewegung dient ein Paar Endkontakte TW, von denen der eine auf dem Saugkopf
10 und der andere auf dem Arm 11 angeordnet ist. Ferner ist ein Paar Rückgangskontakte
TWR vorgesehen, von denen der eine auf dem Saugkopf 10 und der andere auf einem
sich von dem Arm 11 aus erstreckenden Nebenarm anegordnet ist.
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Weiterhin ist eine Fördervorrichtung vorgesehen, die dem Gerät die
Steine zuführt. Diese Fördervorrichtung, die ein Fließband aufweist, ist am Ausgangsende
mit einer Führungsrinne ausgestattet, wodurch erreicht wird, daß jeweils eine gewünschte
Anzahl, z. B. zwei, nebeneinanderliegender Steine am Ausgang erscheinen. An diesen
Ausgang schließt sich ein Tragtisch mit einer den jeweils nebeneinander erscheinenden
zwei Steinen angepaßten Breite an. An dem von diesem Ausgang abgekehrten Ende des
Tragtisches ist ein vertikalbeweglicher Schieber angeordnet. Wenn dieser Schieber
in seine Arbeitsstellung gebracht ist, dient er als Prallrand des Tragtisches, so
daß bei ununterbrochener Zufuhr der Steine der Tisch ganz mit Steinen bedeckt werden
kann.
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In der Anfangsstellung der Stapelmaschine befindet sich der Saugkopf
10 über dem Tragtisch, um die
auf diesem liegenden Steine anheben zu können.
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Hierzu wird der Saugkopf 10 durch ein Kommando der Programmvorrichtung
so weit abgesenkt, bis der Saugkopf 10 mit den darunterliegenden Steinen in Berührung
ist, worauf die Saugquelle des Saugkopfes 10 in Betrieb gesetzt wird, so daß durch
diesen (s. F i g. 5) eine Saugkraft auf die Steine ausgeübt wird. Da das Tragtischblatt
aus einer Anzahl in Vertikalrichtung bewegbarer Abschnitte zusammengesetzt ist,
ist es möglich, mittels dieses Saugkopfes 10 eine gewünschte Anzahl Steine vom Tisch
anzuheben.
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Unter dem Kommando der Programmvorrichtung können, ehe der Saugkopf
10 in seine Anhebestellung gebracht wird, eine oder mehrere dieser Abschnitte herunterbewegt
werden, und zwar derart, daß der Saugkopf 10, wenn dieser sich in Anhebestellung
befindet, nur mit der jeweils gewünschten Anzahl Steine in Berührung kommt. Eine
Wahl der Anzahl der vom Saugkopf 10 anzuhebenden Steine kann auch dadurch getroffen
werden, daß man unter dem Kommando der Programmvorrichtung nur an bestimmten Stellen
des Saugkopfes die Saugkraft wirksam werden läßt.
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Der Saugkopf 10 ist im Längsschnitt in der F i g. 5 wiedergegeben,
aus der hervorgeht, daß ein trogförmiges Gestell 10 a vorhanden ist, das durch Wände
10 b in acht Abschnitte 10 K unterteilt ist. Bei jedem dieser Abschnitte 10 K ist
eine untere rechteckige Öffnung 10 c vorhanden, in der jeweils wieder ein Tablett
10 d angeordnet ist, das am Umfang und an dem unteren Rand mit einem Rahmen 10 e
aus elastischem Material wie Schwammgummi ausgestattet ist.
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Um die Platten in der richtigen Lage zu halten, ist in jedem Abschnitt
10 K das Tablett 10 d mit einem Randflansch 10 f versehen. Weiter weist jedes Tablett
10 d einen zentralen Kanal 10 g auf, der mit einer Rohrleitung 10 h in Verbindung
steht, die selbst wieder an einen pneumatischen Kreis angeschlossen ist.
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Ferner befindet sich in dem Abschnitt 10 K ein Paar Blattfedern 10i,
deren abgebogene Teile auf dem Tablett 10 d aufsitzen und deren freie Enden an den
einwärts umbördelten Flanschen 10 j des Gestells 10 a anliegen.
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Wird der Saugkopf 10 so weit abwärts bewegt, bis er mit den Steinen
in Berührung ist, so entsteht infolge des elastischen Materials, aus dem die unteren
Teile 10 e hergestellt sind und durch die Federn 10 i, ein federnder Kontakt mit
den Steinen, wodurch einerseits eine wirksame Abdichtung des von dem Rahmen 10 e
umgebenden Bereiches gewährleistet ist und andererseits ein Ausgleich der Differenzen
eventueller Stärkenunterschiede der Steine erreicht wird.
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Somit ist es möglich, die Steine dadurch anzuheben, daß über die Leitung
10 h in den Abschnitten 10 K des Saugkopfes 10 ein Unterdruck bewirkt wird.
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Der pneumatische Kreis ist in den Fig. 6 und 7 wiedergegeben. In
der F i g. 6 sind die zuvor genannten Antriebsvorrichtungen schematisch wiedergegeben,
und zwar die Vorrichtung 36 a für die Bewegung des Saugkopfes 10 in vertikaler Richtung,
die Vorrichtung 55, 56 für die Querbewegung in horizontaler Ebene, die Vorrichtung
15 für die Längsbewegung der Horizontalebene, die Vorrichtung 77 für die Rotation
des Saugkopfes 10 um die Vertikalachse, die Vorrichtung 83 zum langsamen Weiterbewegen
des Saugkopfes 10 sowie die Vorrichtungen 85 und 88 zum Kippen und Rollen dieses
Saugkopfes 10.
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Diese Vorrichtungen stehen unter dem Kommando
von
durch Erregungsspulen betätigten Regelventilen, wie beispielsweise des Ventils RLV,
das mit der Antriebsvorrichtung zusammenwirkt. Zu dieser Antriebsvorrichtung gehört
weiterhin ein zur Steuerung der Hubbewegung dienendes Ventil RSV.
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Zu den Antriebsvorrichtungen 55 und 56 gehört ein Ventil CV zur Steuerung
der betreffenden Querbewegung, während die Antriebsvorrichtung 15 durch ein Paar
Ventile TSY gesteuert wird, die in Parallelschaltung aufgenommen sind. Die Antriebsvorrichtung
83 wird durch ein Ventil CSV gesteuert, während die Antriebsvorrichtung 77 durch
ein Ventil ROSV, die Antriebsvorrichtung 85 durch ein Ventil TISV und die Antriebsvorrichtung
88 durch ein Ventil TWSV gesteuert werden.
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Die Vakuumsteuerungsventile sind in F i g. 7 durch VV und VV 1 wiedergegeben.
In dieser F i g. 7 sind die Ventile innerhalb des durch eine strichpunktierte Linie
dargestellten Rechtecks dazu bestimmt, mit dem Saugkopf 10 zusammenzuwirken. Die
übrigen Ventile werden dagegen gebraucht, wenn es in einem bestimmten Augenblick
nötig ist, mehr als acht Steine anzuheben.
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In der Fig. 7 sind die Leitungen zum Bewirken des Unterdruckes mit
VAC und die Leitungen für Preßluft mit BD angegeben.
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Gemäß F i g. 6 wirken das Ventil RSV für die Hubbewegung und das
Ventil TSV für die horizontale Längsbewegung mit Drosselventilen RRCV, TCV und TCV
1 und Nadelventilen zusammen, wobei die letzteren zum Abfangen von Stößen gebraucht
werden und im allgemeinen mit VA bezeichnet sind.
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Die verschiedenen von Erregungsspulen betätigten Ventile sind durch
ein System elektrischer Relais zu steuern, die wieder mittels einer Programmvorrichtung
gesteuert werden.
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Diese Programmvorrichtung weist einen mit Fühlern F zusammenwirkenden
Lochstreifen auf, der in seiner Längsrichtung vorgeschoben wird und von dem in der
Fig. 8 ein Ausschnitt dargestellt ist. Dieser Ausschnitt soll dabei der Erläuterung
eines Programms dienen, durch das ein aus Serien parallel zueinander verlaufender
Reihen aufgebautes Stapelmuster zu erhalten, wobei die Reihen, die in derselben
Horizontalebene angeordnet sind, über 900 zu den in einer darüberliegenden Horizontalebene
angeordneten Reihen gedreht sind.
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Die in der F i g. 8 angegebenen Reihen 1 R bis 12R der Öffnung stellen
je einen bestimmten Zyklus von Tätigkeiten dar, die vom Saugkopf 10 verrichtet werden.
Zum Beispiel wird durch die Lage der ÖffnungenH die Größe der Längsbewegungen bestimmt,
die der Saugkopf 10 in aufeinanderfolgenden Zyklen im Rahmen des betreffenden Programms
ausführen muß. Wenn ein Zyklus vollendet ist, wird der Streifen über eine dem Abstand
zwischen den aufeinanderfolgenden Reihen entsprechende Strecke verschoben, worauf
der nächste Zyklus ausgeführt wird. Die Kontaktfinger sind gruppenweise in das Relaissystem,
das die Wirkungen des Saugkopfes 10 steuert, aufgenommen. Aus der Fig. 8 ergibt
sich z. B., daß in den Zyklen, die den ReihenlR bis einschließlich 7 R entsprechen,
die Größe der Längsbewegung allmählich dadurch geringer wird, daß jeweils ein anderer
Anschlagnocken betätigt wird. Die Größe der Querbewegung dagegen bleibt gleich,
was auch für die Größe der Hubbewegung gilt. Bei all diesen Zyklen wird keine Rotation
um die Vertikal-
achse des Saugkopfes 10, sondern nur eine Rollbewegung ausgeführt.
Wird angenommen, daß der Saugkopf 10 zu Beginn jedes Zyklus jeweils acht Steine
zugleich angehoben hat, ist nach Beendigung des Zyklus 7 R ein Stapelmuster erzeugt
worden, das aus parallel zueinander verlaufenden Reihen besteht, wobei jede Reihe
durch acht Steine gebildet ist, die sich auf die anschließenden langen Seitenflächen
von vier Steinen stützen.
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Bei den Zyklen, die mit 8 R anfangen, wird eine Rotation um die Vertikalträgerachse
ausgeführt, wodurch die jetzt gebildeten Reihen über 900 zu den während der vorhergegangenen
Zyklen gebildeten Reihen gedreht sind. Aus der F i g. 8 ergibt sich, daß in den
Zyklen ab 8 R die Längsbewegung konstant bleibt, die Querbewegung sich allmählich
ändert, während die Hubhöhe entsprechend der Breite zweier aneinander anliegender
Steine größer ist als bei den Zyklen 1 R bis einschließlich 7 R.
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Obwohl es nicht ausdrücklich in der Fig 8 angegeben ist, so empfiehlt
es sich, während jedes der Zyklen ab 8 R dem Saugkopf 10 eine Kippbewegung zu erteilen,
um so zu verhindern, daß die gestapelten Steine, wenn der Saugkopf 10 mit den angehobenen
Steinen über die bereits gestapelten Steine hinweggeführt wird, umgestoßen werden.
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Nach Beendigung dieser zweiten Zyklengruppe werden zunächst die Zyklengruppen
1 R bis einschließlich 7 R und anschließend die zweite Gruppe 8 R bis 12R durchgeführt.
Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis der gewünschte Stapel fertiggestellt
ist.
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Im vorstehenden ist nur ein typisches Beispiel behandelt. Ein einfacheres
Stapelmuster läßt sich erhalten, wenn keine Rollbewegung vom Saugkopf 10 ausgeführt
wird. Hierbei werden die Steinreihen dann nebeneinander und mit ihrer größten Fläche
nach unten abgesetzt.
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In manchen Fällen ist es erwünscht, daß bestimmte Flächen der Steine
einander gegenüberliegen. Dazu ist der Saugkopf 10 in abwechselnden Zyklen um 900
gegenläufig zu rollen und um 1800 unter dem Kommando einer Programmvorrichtung zu
rotieren, was dadurch zu erreichen ist, daß verschiedene Öffnungen für die verschiedenen
Rollbewegungen angeordnet werden und der Saugkopf 10 für derartige verschiedene
Rollbewegungen in geeigneter Weise eingerichtet wird.
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Weiterhin ist es manchmal erwünscht, daß in bestimmten Lagen die
Steine diagonal zu den in den übrigen Lagen vorhandenen Steinen gelagert werden.
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Dieses kann dadurch erreicht werden, daß der Saugkopf 10 nicht um
900, sondern z.B. über 450 um die Vertikalträgerachse unter dem Kommando der Programmvorrichtung
rotiert wird, die für den betreffenden Rotationswinkel eingerichtet ist, wobei der
Saugkopf 10 mit den verschiedenen geeigneten elektromagnetisch betätigten Anschlagnocken
zusammenwirken kann.
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Aus den obigen Erläuterungen hinsichtlich der Art und Weise, wie
bestimmte Stapelmuster für Steine aufgebaut werden können, ergibt sich, daß die
Möglichkeiten in dieser Hinsicht so groß sind, daß durch die Wahl eines geeigneten
Programms praktisch jede gewünschte Formation aufgebaut werden kann.
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Es ist weiterhin deutlich, daß das Gerät nicht darauf beschränkt
ist, Gegenstände von einem Förderband anzuheben und diese auf einer Auflagefläche
abzulagern.
Das Gerät kann ebensogut dazu verwendet werden, bei der Benutzung eines geeigneten
Programms Steine aus einem Paket Steinen herauszunehmen und an einer anderen Stelle,
z. B. auf einem Förderband, auf Paletten in einem Ofen oder an einer anderen gewünschten
Stelle abzusetzen.
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Was die Steinindustrie betrifft, so besteht eine andere Variante
darin, daß ein Saugkopf 10 mit einer passenden Anzahl Abschnitten 10 K zum gleichzeitigen
Anheben von beispielsweise sechzehn Steinen oder mehr verwendet wird. Es ist klar,
daß durch die Verwendung eines derartigen Saugkopfes 10 die Bildung eines Pakets
erheblich beschleunigt wird, wobei das erforderliche Absetzen der Steine zu dem
gewünschten Stapel infolge des richtigen Abstandes der Abschnitte 10 K des Saugkopfes
10 erhalten wird.