DE4238672A1 - - Google Patents
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- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
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- Rotary Presses (AREA)
- Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
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- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Gerät zum automatischen
Austausch der angebrachten Druckgruppen (komplette
Farbbehälter), im besonderen graphische Biegungsmaschinen.
Bei der üblichen Anwendung von graphischen
Biegungsmaschinen kommt mit erheblicher Häufigkeit der
notwendige Austausch aller oder nur einiger dieser
Farbbehälter und mit ihnen verbundenen, wichtigen
Organen, vor. Dies tritt zum Beispiel bei jeder
Formatänderung ein. in Anbetracht der Tatsache, daß
normalerweise auf der gleichen Seite des Druckzylinders
der graphischen Biegungsmaschine mehrere Farbbehälter
tätig sind, verlangt der Austausch der gesamten Serie von
Farbbehältern einen beträchtlich hohen Zeitaufwand ebenso
wie einen bescheidenen Einsatz von Arbeitskraft. Dadurch,
daß die Maschine während dem gesamten Austausch
notwendigerweise außerdem noch untätig bleiben muß, ist
die Zeit für den Austausch, was die Produktion anbelangt,
in jeder Hinsicht als passive Zeit zu betrachten. Die
Verringerung des Einsatzes von Arbeitskraft ist zur Zeit
gemäß der bekannten Technik durch die Anwendung von
Roboterarmen, die die Aufgabe haben, einzeln die
verschiedenen Teile der verschiedenen Farbgefäße zu
entfernen und zu ersetzen, erreicht. Diese Arbeitsweise
mittels Einsatzes von Robotorarmen, somit eigentlich
ziemlich sophistisch, hat jedoch, vom Gesichtspunkt der
passiven Zeiten für die Durchführung des Austausches aus
gesehen, keine zufriedenstellenden Ergebnisse erbracht. Der
geringe Vorteil der zeitlichen Einschränkung der passiven
Zeiten, und die mit den entsprechenden Kosten verbundenen
sophistischen Robotoreinrichtungen, lassen das Problem,
das umso spürbarer ist entsprechend der Anzahl von, im
Laufe eines Arbeitstages, durchzuführenden Austauschen
wegen Formatänderung, etc., ungelöst.
Das Ziel dieser Erfindung, wie in den Ansprüchen
ausführlich beschrieben, besteht darin, eine einfache und
wirksame Lösung für obiges Problem zu finden.
Unter den Vorteilen, die diese Erfindung bietet, sind die
Vielseitigkeit und Einfachheit der Arbeitsweise zu
betrachten.
Weitere Charakteristiken dieser Erfindung sind in der
nachfolgenden Beschreibung in vorgezogener aber nicht
exklusiver Verwirklichungsform besser verdeutlicht und
rein beispielshaft aber nicht verbindlich in den
beiliegenden Zeichnungen wie folgt abgebildet:
- die Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht in
vertikaler Erhebung;
- die Fig. 2, 3, 4 und 5 zeigen die Erfindung in
verschiedenen Arbeitsphasen und zwar in der gleichen
Ansicht wie Fig. 1:
- die Fig. 6 und 8 zeigen vergrößert und in
verschiedenen Gestaltungsformen einen schematischen
Ausschnitt, der gemäß Strichplan I-I aus Fig. 1
ausgeführt wurde;
- die Fig. 7 zeigt einen schematischen, von oben
gesehenen Grundriß der Fig. 1;
- die Fig. 9 zeigt einen schematischen Ausschnitt, der
gemäß Strichplan VIII-VIII aus Fig. 8 ausgeführt wurde;
Unter Bezugnahme auf die erwähnten Figuren wird mit 1 ein
Rahmen oder Rollgestell, ausgestattet mit Rollen 10, die
die Bewegung ermöglichen, angegeben. Das Rollgestell 1 ist
mit einem Propellerelement ausgestattet, das jedoch in den
beiliegenden Figuren ebenso wie die Mittel, die die
Führung ermöglichen, nicht hervorgehoben wird. Dieses ist
mit Zentrierungsvorrichtungen, die durch
Zentrierungsstifte 11 gebildet werden, ausgestattet. Diese
Stifte sind in Übereinstimmung mit dem Vorderteil des
Rollgestells positioniert und durch maßgerechte Paarung
zur Einführung in entsprechende Stellen 31, die zu diesem
Zweck auf einer graphischen Biegungsmaschine 3 vorgesehen
sind, bestimmt. Im Besonderen sind diese Stellen 31
seitlich am Druckzylinder 33 der Maschine 3, in
Übereinstimmung mit dem entsprechenden Teil des Rahmens
der Maschine, der die Druckgruppen oder Farbbehälter 30
beinhaltet, angebracht. Jede Druckgruppe beinhaltet einen
Klischeehalterungszylinder 34, einen Netzzylinder 35,
einen Walzenreiniger 36 und eine Wanne 37. Die
Zentrierungsstifte 11 werden zur axialen Übertragung in
beide Richtungen mittels üblichen hydraulischen Führungsvorrichtungen
betätigt. Auf dem Rahmen 1 sind vertikale
Führungen 4, auf denen mit vertikaler
Laufrichtungsmöglichkeit ein zweiter Rahmen 2 gepaart
ist, vorgesehen. Eine geeignete, nicht abgebildete
Motorisierung sorgt für die Realisierung der Bewegungen
von Rahmen 2 längs der vertikalen Führungen 4. Der Rahmen
2 ist in vertikaler Richtung in drei übereinander
liegende, entsprechend mit 26, 27 und 28 gekennzeichnete
Sektionen aufgeteilt. Die Anzahl der Sektionen stimmt mit
der Anzahl der Druckgruppen oder Farbbehälter 30, die auf
der graphischen Biegungsmaschine 3 auf der Seite des
Druckzylinders 33 vorgesehen sind, genau überein. Die drei
Sektionen 26, 27 und 28 sind in vertikaler Richtung
genauso voneinander entfernt, wie die Druckgruppen oder
Farbbehälter 30 in vertikaler Richtung voneinander
entfernt. Jede Sektion, 26, 27 und 28 ist zum Einwirken
auf die entsprechende Druckgruppe 30 vorgesehen. Zu diesem
Zweck ist jede einzelne Sektion mit zwei gleichen,
übereinanderliegenden Greifergruppen ausgestattet. Jede
dieser Greifergruppen beinhaltet zwei parallele Arme 22,
die zur Übertragung in beiden Richtungen längs der
horizontalen, parallelen und komplanaren Führungen 21, die
in einem bestimmten Abstand voneinander angebracht sind,
bestimmt sind. Hydraulische Aktuatore sorgen dafür, daß
die Arme 22 in beiden Richtungen längs der horizontalen
Führungen 21 bewegt werden. Die Arme 22 sowie die
Führungen 21 sind symetrisch in Bezug auf eine vertikale
Mittelebene des Rahmens 2 angebracht und mit zangenartigen
Greiferelementen 23 ausgestattet, welche in der Lage sind,
konsolenartig hervortretende Körper 32, die auf den
Druckgruppen oder Farbbehältern 30 speziell angeordnet
sind, fest zu ergreifen. Jedes Greiferelement 23
beinhaltet ein unteres Element oder Backe 24 und ein
oberes Element oder Backe 25, die für den Einsatz in
normaler Laufrichtung längs der Führung 21 vorgesehen
sind. Besonders in der Position der maximalen Öffnung, die
in Fig. 7 dargestellt ist, sind die beiden Elemente 24
und 25 in einem gewissen Abstand voneinander angebracht,
um somit zwischen ihnen mit gewissem Spiel eine freie
Einführung der hervortretenden Körper 32 der Druckgruppen
30 zu ermöglichen.
Die betreffende Schließungs- und Öffnungs-Bewegung der
Elemente 24 und 25 wird z. B. hydraulisch, mit üblichen
Vorrichtungen, die in den Armen 22 untergebracht sind,
erreicht.
Der Arbeitszyklus der Maschine ermöglicht den
gleichzeitigen Umtausch aller Druckgruppen oder
Farbbehälter 30, die auf der gleichen Seite der
graphischen Biegungsmaschine 3 angebracht sind, mit
sauberen Gruppen. Jede Sektion 26, 27 und 28 ist
tatsächlich mit einer unten angebrachten und mit I
gekennzeichneten Greifergruppe und mit einer oben
angebrachten und mit S gekennzeichneten Greifergruppe
ausgestattet. Die beiden Greifergruppen sind gleich und
demzufolge in der Lage, mittels der entsprechenden Paaren
paralleler Arme 22, auf gleiche Art und Weise tätig zu
sein. Zu Beginn des Auswechslungsvorganges werden drei
neue Bestückungen, d. h. drei saubere Druckgruppen auf die
unteren Greifergruppen I der drei Sektionen 26, 27 und 28,
man kann sagen, aufgeladen. Das Rollgestell wird somit
betätigt und an die graphische Biegungsmaschine
angelehnt. Nachdem die Paarungsposition mit der Maschine
erreicht ist, werden die Zentrierungsstifte 11 in Bewegung
gesetzt.
Nach erfolgter Einführung dieser genannten Stifte 11 in
die entsprechenden Stellen 31, die auf dem Rahmen der
graphischen Biegungsmaschine 3 vorgesehen sind, ist das
Rollgestell perfekt zentriert und befindet sich somit in
einer vorbestimmten Lage am Rahmen der graphischen
Biegungsmaschine 3. Nachdem diese Position erreicht ist,
wird die gleichzeitige Betätigung der oberen, mit S
gekennzeichneten Greifergruppen und der drei Sektionen 26,
27 und 28, veranlaßt. Die Anpassung irgendeiner der
genannten Greifergruppen mit der entsprechenden
Druckgruppe oder Farbbehälter 30 bewirkt die automatische
Anpassung der anderen Greifergruppen mit den entsprechenden
Druckgruppen. Diese Druckgruppen sind mit dem Rahmen der
Maschine 3 mittels Kupplungsstellen mit horizontaler
Entwicklung 38 und 39, die eine mühelose Entfernung
ermöglichen, gepaart. Der Vorschub gegen den Druckzylinder
33 und gegen die parallelen Arme 22 der verschiedenen
oberen Greiferelemente S ermöglicht die Lagebestimmung der
Greiferelemente 23 in Bezug auf die konsolenartig
hervortretenden Körper 32. Die Schließung der
Greiferelemente 23 um die konsolenartigen Körper 32
bewirkt mittels der Arme 22 einen festen Griff auf beiden
Seiten der Druckgruppen 30. Die Entriegelung der
Blockierungselemente, die die Druckgruppen oder
Farbbehälter 30 am Rahmen der Maschine 3 blockieren,
befreit die selben Druckgruppen und ermöglicht ihre kleine
und gleichzeitige Hebung, die beispielsweise durch eine
geringe Übertragung in vertikaler Richtung der
Greiferelemente 24 und 25 bewirkt wird und ermöglicht den
Druckgruppen anschließend ihr Entfernen durch Übertragung
längs der horizontalen Führungen 21. Die Druckgruppen 30,
die nunmehr von der Maschine 3 entfernt sind, werden
anschließend übertragen und vorübergehend stillgelegt,
und von den oberen Greifergruppen S der verschiedenen
Sektionen getragen. Nach beendeter Entfernung der
Druckgruppen 30 wird der Rahmen 2 nach erfolgtem
Aushaken der Zentrierungsstifte 11 in vertikaler
Richtung, und zwar nachdem er mittels der Zentrierer 11
ausgehakt wurde, um einen Passus hochgehoben, d. h. um eine
Distanz entsprechend dem existierenden Abstand in
vertikaler Richtung zwischen den, durch die Druckgruppen
30 auf der graphischen Biegungsmaschine 3 belegten
Positionen. In anderen Worten ausgedrückt: mit dieser
vertikalen Bewegung werden die Positionen, die von den
Druckgruppen eingenommen sind, den unteren Greifergruppen
I in allen drei Sektionen 26, 27 und 28 angepaßt. Nach
Beendigung der Anpassung findet das Einhaken statt und dies
mittels der Zentrierer 11 und somit werden alle unteren
Greifergruppen I der drei Sektionen und die sauberen
Druckgruppen, die einzeln die entsprechende Position
erreicht haben, zum Übertragen auf die graphische
Biegungsmaschine 3 betätigt; durch das Loslösen der
Greiferelemente 23 werden die sauberen Druckgruppen 30
(Farbbehälter) an den Paarungsstellen 38 und 39
abgesetzt. Die Greiferarme 22 werden nach dem Loslösen
zurückgezogen, sowie auch die Zentrierungsstifte 11 zwecks
Befreiung des Rollgestells 1, das somit von der
graphischen Biegungsmaschine 3 entfernt werden kann,
zurückgezogen werden. Auf dieser letzteren sind drei
saubere Druckgruppen angebracht worden, während die
verschmutzten Druckgruppen auf dem Rollgestell 1 deponiert
sind, von welchem sie anschließend zur erforderlichen
Reinigung und Wartung entfernt werden können, unabhängig
und ohne jeglichen Einfluß auf die graphische
Biegungsmaschine 3, die wieder in Bewegung gesetzt werden
kann.
Der gesamte Vorgang kann sehr schnell und problemlos
durchgeführt werden.
Natürlich können an der vorliegenden Erfindung zahlreiche
Änderungen der konstruktiven Einzelheiten in praktisch-
angewandter Form angebracht werden, ohne jedoch aus dem
Schutzbereich der Errfindungsidee, wie in den nachfolgenden
Ansprüchen aufgeführt, auszutreten.
Claims (5)
1. Gerät für die Ersetzung der, zur Ausstattung
gehörenden Druckgruppen (Farbbehälter), insbesonders
graphische Biegungsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß
sie folgendes beinhalten:
- - einen ersten Rahmen oder Rollgestell (1), ausgestattet mit Elementen, die eine unabhängige Bewegung in bezug auf eine graphische Biegungsmaschine (3) ermöglichen; das erwähnte erste Rollgestell, ist mit Zentrierungselementen, die auf Befehl dazwischengreifen, und dies mit entsprechenden Elementen, die auf der erwähnten Maschine (3) vorgesehen sind, um eine vorbestimmte gegenseitige Einstellung zu erreichen, ausgestattet;
- - einen Rahmen (2), auf solche Art mit dem Rollgestell (1) gepaart, daß er ihm gegenüber wenigstens in einer Richtung beweglich erscheint; der genannte bewegliche Rahmen (2) ist für jede Druckgruppe (Farbbehälter) (3) mit mindestens einer Greifergruppe ausgestattet, die einzeln zum selbständigen Übertragen von einer zur anderen in der Lage ist, und dies längs der vorbestimmten, wenigstens teilweise parallelen Strecken oder Bahnen, die in einem vorbestimmten Abstand zueinander angebracht sind; der genannte Rahmen (1) ist in seinen Bewegungen in beiden Richtungen bezüglich des Rollgestells (1) beschränkt, um den Positionswechsel der genannten Greifergruppen wenigstens in einem Teil der betreffenden Bahnen bezüglich des Rollwagens (1) zu ermöglichen.
2. Gerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannten Zentrierungselemente Zentrierungsstifte
(11) beinhalten, die zur axialen Übertragung in beiden
Richtungen in Bewegung gesetzt werden; diese
Zentrierungsstifte sind dafür vorgesehen, daß sie sich
durch maßgerechte Paarung an den entsprechenden Stellen
(31), die auf der genannten Maschine (3) vorgesehen sind,
einführen.
3. Gerät gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der genannte Rahmen (2) an die Übertragung an das
Rollgestell (1) beschränkt ist, und dies mittels
vertikalen Führungen (4); es ist vorgesehen, daß die
beiden Greifergruppen des genannten Paares, die
untereinander gleich sind, auf parallele, horizontale
Führungen (21), die übereinander an einer vorbestimmten
gegenseitigen Distanz angebracht sind, montiert werden;
jede Greifergruppe beinhaltet zwei parallele Arme (22),
die zur Übertragung in beiden Richtungen beschränkt sind,
und dies längs eines Führungspaares (21), das aus zwei
horizontalen, koplanaren Führungen, in einem bestimmten
Abstand voneinander angebracht sind, gebildet ist.
4. Gerät gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der genannten Arme (22) mit zangenartigen
Greiferelementen (23) ausgestattet ist, wobei jedes eine
untere Backe (24) und eine obere Backe (25) beinhaltet und
die für eine Tätigkeit in senkrechter Richtung zu den
genannten Führungen an konsolenartig hervortretenden
Körpern (32), einteilig mit der Druckgruppe (20) oder
ihren Teilen, vorgesehen sind.
5. Gerät gemäß Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet,
daß der genannte Rahmen (2) eine Mehrzahl von
Greifergruppen-Paaren enthält. Jedes Paar ist für den
Einsatz auf die entsprechende Druckgruppe (30) vorgesehen.
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