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DE1276761B - Empfangseinrichtung fuer ein Hyperbelnavigationssystem - Google Patents

Empfangseinrichtung fuer ein Hyperbelnavigationssystem

Info

Publication number
DE1276761B
DE1276761B DE1965D0047869 DED0047869A DE1276761B DE 1276761 B DE1276761 B DE 1276761B DE 1965D0047869 DE1965D0047869 DE 1965D0047869 DE D0047869 A DED0047869 A DE D0047869A DE 1276761 B DE1276761 B DE 1276761B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phase
signals
receiving device
frequency
station
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1965D0047869
Other languages
English (en)
Inventor
Graham Estyn Roberts
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Decca Ltd
Original Assignee
Decca Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Decca Ltd filed Critical Decca Ltd
Publication of DE1276761B publication Critical patent/DE1276761B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves
    • G01S1/08Systems for determining direction or position line
    • G01S1/20Systems for determining direction or position line using a comparison of transit time of synchronised signals transmitted from non-directional antennas or antenna systems spaced apart, i.e. path-difference systems
    • G01S1/30Systems for determining direction or position line using a comparison of transit time of synchronised signals transmitted from non-directional antennas or antenna systems spaced apart, i.e. path-difference systems the synchronised signals being continuous waves or intermittent trains of continuous waves, the intermittency not being for the purpose of determining direction or position line and the transit times being compared by measuring the phase difference
    • G01S1/306Analogous systems in which frequency-related signals (harmonics) are compared in phase, e.g. DECCA systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Position Fixing By Use Of Radio Waves (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
GOIs
Deutsche Kl.: 21 a4 - 48/43
Nummer: 1276 761
Aktenzeichen: P 12 76 761.2-35 (D 47869)
Anmeldetag: 30. Juli 1965
Auslegetag: 5. September 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Empfangseinrichtung für ein Hyperbel-Funknavigationssystem mit drei oder mehr Sendestationen, von denen eine auf einer einzigen Frequenz mit periodischen, im Vergleich zu den Zeitintervallen zwischen aufeinanderfolgenden Unterbrechungen kurzen Unterbrechungen Wellen ausstrahlt und von denen jeweils eine andere Station während der Unterbrechungen der Wellen der ersten Station in zyklischer Folge zu den Wellen der ersten Station phasenstarre Wellen gleicher Frequenz ausstrahlt, mit einem auf die Frequenz abgestimmten Empfänger, mit einem phasengeregelten, von dem Ausgangssignal des Empfängers während der Sendeperioden der ersten Station synchronisierten Oszillator und mit einer Phasen-Vergleichsvorrichtung und Anzeigevorrichtungen.
In vielen Teilen der Welt arbeiten Sendeanlagen nach dem als »Decca Navigator«-System bekannten Funknavigationsverfahren mit Phasenvergleich. Sie erzeugen phasenstarre Funksignale, deren Phasen im Empfänger eines beweglichen Fahrzeuges zur Standortbestimmung verglichen werden. Gegenwärtig werden in jeder Kette vier Sender verwendet, deren Signale gemeinsam in einem Empfänger ausgewertet werden. Die vier Sender strahlen Signale mit vier verschiedenen Frequenzen in einer zyklischen Zeitfolge aus. Die vier Stationen einer Kette werden Primärstrahler, »roter«, »grüner« und »purpurner« Tochtersender genannt. Jede dieser vier Stationen sendet hauptsächlich ein einzelfrequentes Signal aus, wobei die Frequenzen des Primärstrahlers, des roten, grünen und purpurnen Tochtersenders die sechste, die achte, die neunte und die fünfte Harmonische einer gemeinsamen Grundfrequenz sind, die bei ungefähr 14 kHz liegt. Diese normalen Sendungen werden für den Bruchteil einer Sekunde periodisch unterbrochen, und vom Primärstrahler werden alle vier Frequenzen während dieser Sendepausen der anderen Stationen ausgestrahlt. Ungefähr 2Va Sekunden später werden die normalen Sendungen wiederum für den Bruchteil einer Sekunde unterbrochen, und alle vier Frequenzen werden von dem roten Tochtersender ausgestrahlt, während die anderen Stationen nicht senden. 2V2 Sekunden darauf werden in einer weiteren Unterbrechung der normalen Sendungen für den Bruchteil einer Sekunde alle vier Frequenzen von dem grünen Tochtersender ausgestrahlt, während die anderen Stationen nicht senden, und schließlich werden nach weiteren 2V2 Sekunden in dieser Folge die normalen Sendungen nochmals für den Bruchteil einer Sekunde unterbrochen, und alle vier Frequenzen werden von dem purpurnen Tochtersender ausEmpfangseinrichtung für ein
Hyperbelnavigationssystem
Anmelder:
Decca Limited, London
Vertreter:
Dipl.-Ing. F. Weickmann,
Dipl.-Ing. H. Weickmann
und Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke, Patentanwälte,
8000 München, Möhlstr. 22
Als Erfinder benannt:
Graham Estyn Roberts, London
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 31. Juli 1964,
vom 16. *a» 1965 (30 353)
gestrahlt, während die anderen Stationen schweigen. Darauf folgt ein viel längerer Zeitraum für die normale Sendung. Dieser vollständige Zyklus wird also 20 Sekunden wiederholt. Die normale Aussendung einer einzelnen Frequenz durch jeden Sender ermöglicht eine genaue Standortbestimmung durch Phasenvergleich der zu Paaren zusammengefaßten Signale. Die Frequenzen der beiden Signale eines jeden Paares werden vervielfacht, um sie in eine gemeinsame Vergleichsfrequenz umzuwandeln, wie dies bekannt ist (deutsche Patentschrift 868 631). Jede vorgegebene Phasenbeziehung zwischen den Signalen zweier Sender ist durch eine hyperbolische Linie bestimmt, die eine Hyperbel aus einer Schar konfokaler Hyperbeln darstellt. Die beiden Sender liegen in den beiden Brennpunkten dieser Hyperbelschar. Ihre Entfernung ist ein Vielfaches der den Vergleichsfrequenzen entsprechenden Wellenlängen. Daher entspricht jeder in einem beweglichen Empfänger durch Phasenvergleich der Signale zweier Sender bestimmte Phasenwinkel einer aus einer Anzahl hyperbolischer Standlinien. Wie aus der obengenannten Patentschrift bekannt, ist ein Addierzähler zur Abzählung der Zahl vollständiger Zyklen in der Phasenänderung vorgesehen. Die nacheinander durch alle Sender erfolgende Aussendung aller Frequenzen, wie sie ebenfalls bekannt ist (britische Patentschrift 949 480), ermöglicht die Bildung von Standlinien, die durch viel gröbere
809 599/186
hyperbolische Musterlinien bestimmt sind. Dies ermöglicht wiederum eine Prüfung der Zahl der Phasenzyklen oder, falls erforderlich, eine Einstellung des Zählers auf einen passenden Wert, wenn die Einrichtung in Betrieb genommen wird, d. h., wenn ein Fahrzeug in das Ortungssystem einer Sendekette eintritt. Die Aussendungen phasenstarrer Signale in der oben beschriebenen Folge liegen auch den im folgenden beschriebenen Vorgängen zugrunde.
Bei bisher bekannten Empfangseinrichtungen (britische Patentschrift 765 573) werden die Signale, welche normalerweise von jeder Station ausgesendet werden, zur Phasensynchronisation von entsprechenden Oszillatoren verwendet. Die Ausgangssignale dieser verschiedenen Oszillatoren werden in der Phase miteinander verglichen, wobei eine Frequenz-Multiplikationstechnik Verwendung findet. Für die zu empfangenden Signale weisen die bekannten Empfangseinrichtungen je einen besonderen Empfangskanal auf. Dadurch sind die bekannten Empfangs- ao einrichtungen einerseits aufwendig, zum anderen sind komplexe Vorsichtsmaßnahmen notwendig, um Phasenverschiebungen in den Empfangskanälen entweder zu eliminieren oder zu kompensieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Empfangseinrichtung so auszubilden, daß sie weniger aufwendig und im wesentlichen unabhängig von Phasenverschiebungen ist.
Die Aufgabe ist dadurch gelöst, daß die Phasenvergleichsvorrichtung aus einem einzigen Phasendiskriminator besteht, der zum Vergleich der Phase aller während der Unterbrechungsperioden der ersten Station empfangenen Signale mit der Phase des Oszillatorausgangssignals ausgebildet ist, und daß die Anzeigevorrichtungen je einen der verschiedenen, von der Phasenvergleichsvorrichtung bestimmten Phasendifferenzen übernehmen und so ausgebildet sind, daß sie die Anzeigewerte über eine für die Auswertung ausreichende Dauer, die langer als die Unterbrechungszeit ist, festhalten.
Die erfindungsgemäße Empfangseinrichtung verwendet nur die Signale einer Frequenz. Daher ist im Gegensatz zu allen bisherigen Arten von Empfangsanlagen, die die Ausstrahlungen der beschriebenen Art verarbeiten, nur ein einziger auf eine Frequenz abgestimmter Empfangsbereich erforderlich. Dies ist nicht nur sehr viel wirtschaftlicher als eine Anzahl getrennt abgestimmter Empfangskanäle, sondern bietet auch den weiteren Vorteil, daß es nun unwesentlich ist, wenn irgendeine sich allmählich andernde Phasenverschiebung im Empfangskanal auftreten sollte. Der Phasenvergleich erfolgt zwischen dem Oszillatorausgangssignal (das eine feste Phasenlage bezüglich eines der während der normalen Sendungen empfangenen Signale hat) und den Signalen dieser Frequenz, die während der Mehrfrequenzaussendungen von den anderen Stationen empfangen werden. Die Phasenvergleiche ergeben auf diese Weise Standlinien, die den Bildern konfokaler Hyperbeln entsprechen. Sie haben einen gemeinsamen Brennpunkt bei dem Sender, von dem die genannte eine Frequenz ausgesendet wird. Aus diesem Grunde ist es allgemein günstig, eine Primärfrequenz von der Größe 6 X / zu verwenden, wenn die Grundfrequenz / ist. Die hyperbolischen Bilder sind dann ähnlich denen, die durch die beim Bekannten (deutsche Patentschrift 868 631) beschriebenen Ausstrahlungen erhalten werden, jedoch ist nun die wirksame Vergleichsfrequenz 6Xf. Obwohl diese Frequenz niedriger liegt als die in der bekannten Anordnung (deutsche Patentschrift 868 631) verwendete, ist die Genauigkeit der Standortbestimmung für die meisten Zwecke ausreichend. Die geringere Frequenz verringert jedoch auch im wesentlichen die Zahl der vollständigen Phasenänderungszyklen, die während des Überstreichens des Ortungsbereiches der Anlage auftreten. Für Seefahrzeuge ist die Kenntnis des ungefähren Standortes, z. B. durch Aufnahme des Besteckes, normalerweise ausreichend genau, um die Zykluszähler hinreichend genau einzustellen. Daher sind bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung keine Mittel zur Wegefeststellung erforderlich.
Die Ausgangssignale können Anzeigegeräten zugeführt werden, z. B. einem Kartenstandortanzeiger bekannter Art (britische Patentschrift 643 381). Ein solcher Kartenstandortanzeiger besteht aus einer addierenden Anordnung, die vollständige Zyklen der Phasenänderung zählt. Mit der Empfangseinrichtung der vorliegenden Erfindung ist jede Standlinie bezüglich einer der Scharen konfokaler Hyperbeln in jedem Sendezyklus nur einmal für einen kurzen Zeitraum bestimmt, und zwar einmal alle 20 Sekunden, wenn die Ausstrahlungen zusammenhängend empfangen werden. Um eine Fehlzählung und eine falsche Summierung zu vermeiden, sollte die Geschwindigkeit des Fahrzeuges nicht so groß sein, daß mehr als ein halber Zyklus der Phasenänderung zwischen aufeinanderfolgenden Bestimmungen erscheint. Die Geschwindigkeit wird dadurch auf ein Maximum von 185 km/Std. begrenzt, und so gibt es in dieser Hinsicht in bezug auf den größten Teil der Seefahrzeuge keine Schwierigkeiten, da sich diese mit einer weit geringeren Geschwindigkeit bewegen. Diese Begrenzung kann man jedoch vermeiden, wenn für die Zykluszählung Geschwindigkeitshilfsmittel oder unselbständige Summierung verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Empfangseinrichtung besteht im Vergleich zu den bisherigen, mit der beschriebenen Art von Sendungen arbeitenden Empfangseinrichtungen darin, daß zur Nulleinstellung der Anzeiger kein Bezugssignal erforderlich ist. Damit ist auch der entsprechende Bezugssignalgenerator überflüssig. Dies ist dadurch möglich, daß nur eine einzige Frequenz verwendet wird und der Oszillator eine feste Phasenlage zu einem empfangenen Signal hat, das auf dem gleichen Kanal wie das Vergleichssignal empfangen wird.
Werden vier Sender verwendet, so erhält man drei Phasenvergleichsausgangssignale. Wird beispielsweise keine Primärfrequenz (sechste Harmonische) verwendet, so werden Ausgangssignale während der Sendungen des roten, grünen und purpurnen Tochtersenders erhalten, die eine Standlinie bezüglich der Scharen konfokaler Hyperbeln ergeben, deren jede den betreffenden Tochtersender als den einen Brennpunkt und den Primärstrahler als zweiten Brennpunkt hat. Für viele Zwecke werden nur zwei Ausgangssignale benötigt, und dann werden zweckmäßig diejenigen beiden ausgewählt, die die beste Standortbestimmung des Fahrzeuges ermöglichen.
Eine Weiterbildung der Erfindung kann darin bestehen, daß eine durch die empfangenen Signale gesteuerte Schaltvorrichtung vorgesehen ist, die die Phasenregelung des Oszillators mindestens während der Unterbrechungsperioden der ersten Station, in
denen die anderen Stationen Mehrfachfrequenzsignale ausstrahlen, ausschaltet.
Zweckmäßigerweise kann die Schaltvorrichtung so ausgebildet sein, daß sie in jedem Zyklus während mindestens zwei ausgewählten Unterbrechungsperiöden der ersten Station, in denen die anderen Stationen Mehrfachfrequenzsignale ausstrahlen, die Ausgangssignale der Phasenvergleichsvorrichtung an entsprechende Eingangsschaltungen für die Anzeigevorrichtungen schaltet.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Empfangseinrichtung kann darin bestehen, daß die Schaltvorrichtung einen Zähler enthält, der nach dem langen Zeitraum der nicht unterbrochenen normalen Aussendungen gestartet und bei jeder Mehrfachfrequenzaussendung um einen Schritt weitergeschaltet wird, wodurch die nacheinander erfolgende Zuführung der von der Phasenvergleichsvorrichtung stammenden Ausgangssignale zu den gewählten Anzeigevorrichtungen gesteuert wird. Ein solcher Zähler kann zwei bistabile Einrichtungen, z. B. zwei Relais, enthalten. Die bistabilen Einrichtungen oder Relais sind mit Selbsthaltekreisen der bekannten Art versehen. Diese haben eine solche Zeitkonstante, daß während des langen am Ende jedes Zyklus liegenden Zeitraumes der normalen Aussendungen Auslösung erfolgt, so daß der Zähler automatisch einmal bei jedem Zyklus weitergeschaltet wird.
Mit den Sendungen der beschriebenen Art können spezielle Signale für informative Kennzeichengabe übertragen werden. Eines der Signale kann z. B. in seiner Frequenz für sehr kurze Zeit verschoben werden. Für Sendungen, bei denen vor jeder Mehrfachfrequenzaussendung ein Steuerkriterium in Form einer Pause des einfrequenten Signals angeordnet ist, kann die Empfangseinrichtung durch eine Einrichtung zur Auswertung dieser Pausen und zur Erzeugung von Steuersignalen für diese Schaltvorrichtung weitergebildet sein. Die Auswerteeinrichtung kann dabei nur auf Pausen einer bestimmten zeitlichen Dauer ansprechen. Ferner kann die Auswerteeinrichtung ein Relais zur Anschaltung der von der Phasenvergleichsvorrichtung stammenden Ausgangssignale auf die Eingangsschaltung der ausgewählten Anzeigevorrichtung während der auf jede ausgewertete Pause erfolgenden Mehrfachfrequenzaussendung sowie ein weiteres Relais zur Beseitigung der Synchronisierung des Oszillators betätigen, wobei die Relais derartige Arbeitszeiten aufweisen, daß die Verbindung der Phasenvergleichsvorrichtung mit der ausgewählten Anzeigevorrichtung vor dem Ende der Mehrfachfrequenzaussendung unterbrochen wird, während die Synchronisierung des Oszillators erst nach Beginn der am Ende der Mehrfachfrequenzaussendung wiederaufgenommenen einfrequenten Aussendung einsetzt.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Empfangseinrichtung kann darin bestehen, daß die Anzeigevorrichtungen Addierzähler enthalten.
Der als Quarzoszillator ausgebildete Oszillator muß während der kurzen Zeiträume einer jeden mehrfrequenten Aussendung einen einheitlichen Phasenwert abgeben. Diese Aussendungen haben eine Dauer von 0,6 Sekunden, und es ist gut möglich, für diesen Zeitraum die Phase mit der gewünschten Genauigkeit ohne Temperaturkontrolle des Quarzes einzuhalten. Daher ist es nicht erforderlich, den Quarz in einen Thermostaten einzusetzen. Die Empfangseinrichtung kann so ausgestaltet werden, daß Quarze verschiedener Frequenzen eingesteckt oder in den Stromkreis durch einen Wahlschalter eingeschaltet werden können, um eine Verwendung der Anlage bei Ketten mit verschiedenen Betriebsfrequenzen zu ermöglichen. Der Empfangsbereich kann durch Schalten auf die ausgewählte Frequenz abgestimmt werden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. Sie zeigt das Blockschaltbild einer Empfangseinrichtung für Sendungen der beschriebenen Art.
Die Empfangseinrichtung hat eine Antenne 10, die die empfangenen Signale auf einen abgestimmten Empfangsverstärker 11 gibt, der in diesem Fall auf die normale durch den Primärstrahler einer Kette ausgestrahlte Frequenz abgestimmt ist. Wie bereits bemerkt, kann ein Schalter zur Umschaltung der Abstimmung auf die Frequenzen anderer Ketten vorgesehen werden. Die Ausgangssignale des Empfängers werden auf einen Eingang eines Phasendiskriminators 13 gegeben. Er vergleicht die Phase dieser Signale mit einem Signal derselben Frequenz eines Quarzoszillators 14 und erzeugt Ausgangssignale auf den Leitungen 15 und 16, die vom Kosinus und Sinus der Phasendifferenz abhängig sind. Das Sinussignal wird über einen Relaiskontakt 17 auf den Oszillator 14 gegeben. Ist der Kontakt 17 geschlossen, so dient der Phasendiskriminator 13 zur Einstellung der Phase des Oszillators 14 auf das empfangene Signal. Das Kosinussignal auf der Leitung 15 wird einem Unterbrechungsdetektor 18 zugeführt, der die Unterbrechungen in den empfangenen Signalen auswertet. Der Detektor 18 enthält einen ersten zeitabhängigen Stromkreis, der in Betrieb gesetzt wird, wenn das Kosinussignal des Diskriminators 13 abfällt, ferner enthält er einen Kondensator, dessen Ladung während der Unterbrechung der Sendung schrittweise geändert wird, sowie eine Triggerschaltung, die einen Ausgangsimpuls nur dann abgibt, wenn das Kosinussignal wieder angewachsen ist, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem die Ladung des Kondensators einen vorgegebenen Wert erreicht hat. Auf diese Weise wertet dieser Detektor eine Unterbrechung der ankommenden Signale mit einer vorgegebenen Zeitspanne aus. Die Triggerschaltung arbeitet nur dann, wenn die Unterbrechung die gewünschte Dauer hat, und wird nicht betätigt, wenn z. B. wegen schlechter Ausbreitungsverhältnisse irgendein momentaner Signalverlust entsteht. Der Detektor 18 enthält vorzugsweise auch eine Verzögerung, so daß er einen zweiten Triggerimpuls erst nach einer vorbestimmten Zeit abgeben kann, beispielsweise 2 Sekunden nach dem ersten Triggerimpuls. Dies verhindert das Auftreten von Triggerimpulsen, wenn während dieses Zeitraumes eine zufällige Unterbrechung der empfangenen Signale auftreten sollte, speziell wenn irgendeine Lücke in dem Signal der Frequenz 6 X / am Ende der mehrfrequenten Aussendung vor der Wiederaufnahme der normalen Aussendungen entstehen sollte. Der Triggerimpuls des Detektors 18 betätigt eine Zeitgeber- und Relaisschaltung 19, die den Kontakt 17 betätigt. Diese Schaltung ist derart ausgebildet, daß der Kontakt 17 etwas langer als die Dauer (0,6 Sekunden) der mehrfrequenten Aussendungen geöffnet bleibt. Daher schließt der Kontakt 17 nicht, bevor das normale Signal der Frequenz 6 X / von dem Primärstrahler wieder ansteht und auf den Diskriminator 13 gegeben
wird. Die Ausgangsleistung des Quarzoszillators 14 wird so immer auf dieses empfangene Signal eingestellt, ohne Rücksicht auf die Unterbrechungen dieses Signals und die Aussendungen derselben Frequenz von anderen Stationen während der mehrfrequenten Impulse.
Die Relaiskontakte 21 und 22 einer weiteren Zeitgeber- und Relaisschaltung 23, die durch den Detektor 18 gesteuert wird, schalten das Sinus- und das Kosinussignal des Diskriminators 13 auf einen Wahlschalter 24, jedoch nur während der mehrfrequenten Aussendungen. Die Schaltung 23 hat eine solche Zeitkonstante, daß die Kontakte 21 und 22 vor dem Ende einer jeden mehrfrequenten Aussendung öffnen.
Der Wahlschalter 24 führt die Signale des Diskriminators der Reihe nach auf drei Ausgangskreise 25, 26 und 27, gesteuert durch einen Zähler 28. Dieser Zähler enthält zwei bistabile Einrichtungen, z. B. Relais, die durch die Triggerimpulse des Detektors zur Einschaltung der Ausgangskreise 25, 26 und während der mehrfrequenten Aussendungen des roten, grünen und purpurnen Tochtersenders betätigt werden. Der Zähler hat einen Haltekreis mit einer Zeitkonstante, die eine automatische Auslösung und Wiedereinstellung während der langen Periode der normalen Aussendungen in jedem Zyklus nach der mehrfrequenten Aussendung durch den purpurnen Tochtersender gewährleistet.
Die Ausgangssignale der Ausgangskreise 25, 26 und 27 können auf integrierende Phasenwinkelanzeiger gegeben oder zur Einstellung einer automatischen Kartenstandortanzeige verwendet werden.

Claims (8)

Patentansprüche: 35
1. Empfangseinrichtung für ein Hyperbel-Funknavigationssystem mit drei oder mehr Sendestationen, von denen eine auf einer einzigen Frequenz mit periodischen, im Vergleich zu den Zeitintervallen zwischen aufeinanderfolgenden Unterbrechungen kurzen Unterbrechungen Wellen ausstrahlt und von denen jeweils eine andere Station während der Unterbrechungen der Wellen der ersten Station in zyklischer Folge zu den Wellen der ersten Station phasenstarre Wellen gleicher Frequenz ausstrahlt, mit einem auf die Frequenz abgestimmten Empfänger, mit einem phasengeregelten, von dem Ausgangssignal des Empfängers während der Sendeperioden der ersten Station synchronisierten Oszillator und mit einer Phasenvergleichsvorrichtung und Anzeigevorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenvergleichsvorrichtung aus einem einzigen Phasendiskriminator (13) besteht, der zum Vergleich der Phase aller während der Unterbrechungsperioden der ersten Station empfangenen Signale mit der Phase des Oszillator-Ausgangssignals ausgebildet ist, und daß die Anzeigevorrichtungen je einen der verschiedenen, von der Phasenvergleichsvorrichtung (13) bestimmten Phasendifferenzen übernehmen und so ausgebildet sind, daß sie die Anzeigewerte über eine für die Auswertung ausreichende Dauer, die langer als die Unterbrechungszeit ist, festhalten.
2. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch die empfangenen Signale gesteuerte Schaltvorrichtung (18, 19, 13) vorgesehen ist, die die Phasenregelung des Oszillators (14) mindestens während der Unterbrechungsperioden der ersten Station, in denen die anderen Stationen Mehrfachfrequenz-Signale ausstrahlen, ausschaltet.
3. Empfangseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (18, 23, 21, 22) so ausgebildet ist, daß sie in jedem Zyklus während mindestens zwei ausgewählten Unterbrechungsperioden der ersten Station, in denen die anderen Stationen Mehrfachfrequenzsignale ausstrahlen, die Ausgangssignale der Phasenvergleichsvorrichtung (13) an entsprechende Eingangsschaltungen (25, 26, 27) für die Anzeigevorrichtungen schaltet.
4. Empfangseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung einen Zähler (28) enthält, der nach dem langen Zeitraum der nicht unterbrochenen normalen Aussendungen gestartet und bei jeder Mehrfachfrequenzaussendung um einen Schritt weitergeschaltet wird, wodurch die nacheinander erfolgende Zuführung der von der Phasenvergleichsvorrichtung (13) stammenden Ausgangssignale (15, 16) zu den ausgewählten Anzeigevorrichtungen gesteuert wird.
5. Empfangseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4 für Sendungen, bei denen vor jeder Mehrfachfrequenzaussendung ein Steuerkriterium in Form einer Pause des einfrequenten Signals angeordnet ist, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (18) zur Auswertung dieser Pausen und zur Erzeugung von Steuersignalen für die Schaltvorrichtung (23, 28).
6. Empfangseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung nur auf Pausen einer bestimmten zeitlichen Dauer anspricht.
7. Empfangseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung (18) ein Relais (23) zur Anschaltung der von der Phasenvergleichsvorrichtung (13) stammenden Ausgangssignale (15, 16) auf die Eingangsschaltung (z. B. 25) der ausgewählten Anzeigevorrichtung während der auf jede ausgewertete Pause erfolgenden Mehrfachfrequenzaussendung sowie ein weiteres Relais (19) zur Beseitigung der Synchronisierung des Oszillators (14) betätigt, wobei die Relais (19, 23) derartige Arbeitszeiten aufweisen, daß die Verbindung der Phasenvergleichsvorrichtung (13) mit der ausgewählten Anzeigevorrichtung vor dem Ende der Mehrfachfrequenzaussendung unterbrochen wird, während die Synchronisierung des Oszillators (14) erst nach Beginn der am Ende der Mehrfachfrequenzaussendung wieder aufgenommenen einfrequenten Aussendung einsetzt.
8. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtungen Addierzähler enthalten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 868 631;
britische Patentschriften Nr. 643 381, 765 573,
480.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 599/186 8.68 © Bundesdruckerei Berlin
DE1965D0047869 1964-07-31 1965-07-30 Empfangseinrichtung fuer ein Hyperbelnavigationssystem Withdrawn DE1276761B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB3035364A GB1086733A (en) 1964-07-31 1964-07-31 Improvements in or relating to phase comparison radio navigation systems

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DE1276761B true DE1276761B (de) 1968-09-05

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ID=10306307

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DE1965D0047869 Withdrawn DE1276761B (de) 1964-07-31 1965-07-30 Empfangseinrichtung fuer ein Hyperbelnavigationssystem

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