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Innenrüttler für Beton u. dgl. Die Erfindung betrifft einen Innenrüttler
für Beton u. dgl. mit in einer Rüttelflasche angeordnetem Motor, der ohne Zwischenschaltung
flexibler Teile mit der Exzentermasse verbunden ist.
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Bei den bisher bekannten Innenrüttlern mit in der Rüttelflasche angeordnetem
Motor werden Induktionsmotoren verwendet, die in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzt
sind.
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Es ist zwar auch bereits ein Rüttelgerät bekannt, bei welchem ein
Universalmotor verwendet wird und wobei dieser Universalmotor in einem Bereich angeordnet
wird, in dem ein Schwingungsminimum auftritt. Bei diesem bekannten Gerät handelt
es sich jedoch nicht um eine Rüttelflasche mit eingebautem Motor, sondern um ein
Rüttelgerät, bei welchem der Motor im Bereich der Handgriffe angeordnet ist. Die
Verlegung des Schwingungsknotens in die Nähe des Motors, d. h. also in die Nähe
der Handgriffe, hat hier das Ziel, die Belastung des Arbeiters auf ein Minimum herabzusetzen.
Zur Herabsetzung der Schwingungsübertragung von der Unwucht auf den Motor sind elastische
Zwischenglieder vorgesehen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Leistung
eines Innenrüttlers mit in der Rüttelflasche angeordnetem Motor zu verbessern und
auf flexible Zwischenglieder zu verzichten.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Motor ein Universalmotor
ist und daß der Kollektor im Schwingungsknoten angeordnet ist.
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Die Verwendung eines Universalmotors bringt den großen Vorteil mit
sich, daß dieser Universalmotor einen höheren Wirkungsgrad hat und größere Drehzahlen
ermöglicht. Infolge der hohen Drehzahl haben die Rüttelimpulse, die auf den frisch
gegossenen Beton einwirken, eine hohe Frequenz, wodurch sich eine bessere Verdichtung
und Durcharbeitung des Betons als bei den bisher bekannten Rüttlern ergibt. Es werden
keine Spezialstromquellen für hochfrequenten Wechselstrom benötigt, wie dies bei
Induktionsmotoren der Fall ist. Der Umstand, daß der erfindungsgemäße Rüttler mit
normalem Netzwechselstrom oder mit Gleichstrom auskommt und trotzdem eine hohe Rüttelfrequenz
erzeugt, stellt einen erheblichen Vorteil dar, da der Bauunternehmer keine Spezialstromquelle
aufzustellen braucht. Es kann vielmehr eine beliebige, an jeder Baustelle vorhandene
Stromquelle Verwendung finden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 eine Ansicht eines Innenrüttlers mit Stromzuführungskabel und
Schalter, F i g. 2 einen Längsschnitt des in F i g. 1 dargestellten Innenrüttlers
und F i g. 3 die Draufsicht auf die Bürstenbrücke.
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Der dargestellte Innenrüttler 10 ist gemäß F i g. 1 mit Kabel 11 verbunden,
das Leiter 12, einen Schalter 14 und einen Stecker 13 aufweist.
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Der Innenrüttler 10 weist eine Hülse 15 auf, deren eines
Ende mit Innengewinde versehen ist, in das ein Gehäuse 16 eingeschraubt ist, dessen
Außenseite die Hülse 15 ergänzt. Es ist also eine starre, aber lösbare Verbindung
vorgesehen. Am anderen Ende des Gehäuses 16 befindet sich ein abgerundetes Verschlußstück
17, das z. B. mittels einer Schweißnaht 18 unlösbar mit dem Gehäuse 16 verbunden
sein kann. Innerhalb des Verschlußstückes 17 befindet sich ein Lager 19, während
das Gehäuse 16 an der Motorseite ein Lager 21 trägt. Ein Exzenter 22 ist in den
Lagern 19 und 21 drehbar gelagert. Der Exzenter 22 hat axial zum Innenrüttler angeordnete
fluchtende Zapfen und einen seitlich versetzten Teil 23, der bei einer Drehbewegung
in den Lagern 19
und 21 eine Unwucht erzeugt, welche eine Rüttelbewegung hervorruft.
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Die Hülse 15 dient als Träger für den Motor, der aus einem konzentrisch
in der Hülse 15 angebrachten Ständer 24 und einem koaxial dazu gelagerten Anker
26 besteht. Der Anker 26 ist mit einer Welle 27 versehen, die
an ihrem unteren Ende durch ein Lager 28 hindurchgeht und ein umrundes Ende 29 aufweist,
das in eine entsprechende Buchse 31 des Exzenters 22 kraftschlüssig eingreift.
Die
Verbindung zwischen der Hülse 15 mit dem Gehäuse 16 ist lösbar, damit das Gehäuse
16 leicht abgenommen und ersetzt werden kann. Die Verbindung zwischen der Welle
27 und dem Exzenter 22 wird durch einfaches Herausziehen gelöst und kann durch Zusammenstecken
wieder hergestellt werden.
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Das Lager 28 befindet sich in einer Lagerplatte 32, die mit einem
nach oben weisenden Rand 33 versehen ist, welcher das eine Ende des Ständers 24
berührt und trägt. An der anderen Seite legt sich der Ständer gegen das eine Ende
einer Abstandshülse 34, die an ihrem anderen Ende an einer oberen Lagerplatte 35
anliegt. An der Unterseite der Lagerplatte 35 befindet sich in der Ausnehmung ein
Lager 36 für das obere Ende der Welle 27.
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Die Lagerplatten 32 und 35, die Abstandshülse 34 und der Ständer 24
werden durch Längsschrauben 37 zusammengehalten, die sich von der Lagerplatte 35
nach unten durch die Abstandshülse 34 und den Ständer 24 bis zur Lagerplatte 32
erstrecken. Der Anker 26, der in den Lagern 28 und 36 drehbar ist, wird oben und
unten durch je einen Bund 38 und 39 gegen Längsverschiebung gesichert.
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Die Lagerplatte 35 grenzt zusammen mit dem Ende des Universalmotors
eine Kammer 41 ab, an deren äußerem Umfang die Längsschrauben 37 und in deren
Mitte die Welle 27 verlaufen. In der Kammer 41 ist ein Kollektorring 42 auf der
Welle 27 befestigt, der von einer Lochscheibe 43 aus nichtleitendem Material umgeben
wird, auf welcher zwei Bürstenhalter 44 und 45 einander gegenüber angebracht sind.
Die Bürsten 46 und 47 sind in den Bürstenhaltern 44 und 45 geführt und werden durch
Federn 48 und 49 zur Mitte der Scheibe hin gedrückt, wo sie auf der
Oberfläche des Kollektorrings schleifen. Die Federn 48 und 49 gewährleisten einen
dauernden Kontakt der Bürsten mit dem Kollektorring trotz der Erschütterungen und
anderen Ursachen, welche die zeitweise Unterbrechung des Kontakts herbeizuführen
versuchen.
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Am Umfang der Lochscheibe 43 befinden sich halbkreisförmige
Ausschnitte 51, durch welche die Zuleitungskabel zum Motor hindurchgehen. Ferner
sind Winkelstücke 52, die auf dem Ständer 24 aufstehen, an der Unterseite der Scheibe
befestigt. Die Lochscheibe 43 und die Winkelstücke 52 sind mit fluchtenden Bohrungen
53 zum Durchgang der Längsschrauben 37 versehen. Die Lochscheibe 43 ist also gegen
Drehung gegenüber dem Kollektor 42 gesichert und fest mit dem Ständer 24 verbunden.
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Das obere Ende des Innenrüttlers 10, in welches das Kabel
11 eingeführt ist, wird durch eine Verschlußkappe 54 abgeschlossen, die bei
55 an die Oberseite der Hülse 15 angeschweißt ist. Die Verschlußkappe 54 setzt sich
in einem rohrförmigen Ansatz 56 fort, mit dem das eine Ende des Kabels 11 verbunden
ist und an dessen Außenseite eine Zugentlastungsfeder 57 angeordnet ist.
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Am unteren Ende der Verschlußkappe 54 befindet sich ein zylindrischer
Teil 58, der in das obere Ende der Hülse 15 hineinpaßt und an die Oberseite der
Lagerplatte 35 anstößt. Die Verschlußkappe 54 weist eine axiale Bohrung zur Einführung
der Leiter 12 in eine Kammer 60 oberhalb der Lagerplatte 35 auf. Die Leiter 12 sind
mit dem Motor innerhalb der Hülse 15 verbunden, wobei ein thermischer überlastungsschalter
59 zwischengeschaltet ist. Der überlastungsschalter 59 ist auf der Lagerplatte 35
so angebracht, daß er der im Lager 36 und in den Kammern 41 und 60 entwickelten
Wärme ausgesetzt ist. Bei einer Überhitzung oder einem Temperaturanstieg über einen
bestimmten Wert unterbricht der Überlastungsschalter 59 den Stromkreis und setzt
den Motor so lange außer Betrieb, bis die Temperatur abgesunken ist, woraufhin der
Stromkreis selbsttätig wieder geschlossen wird.
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Der thermische Überlastungsschalter 59 kann ebenso wie die Anschlüsse
des Motors in bekannter Weise gebaut sein.
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Der dargestellte Innenrüttler ist so aufgebaut, daß im Bereich des
Kollektors 42 ein Schwingungsknoten auftritt. Dies wird durch die Verwendung eines
konisch gestalteten Exzenters 22 erreicht. Durch die entsprechende Formgebung dieses
Exzenters verhält sich der Rüttler wie ein Pendel, dessen Schwingungsmittelpunkt
etwa in der Gegend des Kollektorrings und der Bürstenhalter liegt. Die Schwingungswirkungen
an dieser Stelle heben sich deshalb im wesentlichen auf, wodurch der Kollektor sehr
sicher arbeitet, da die Bürsten 46 und 47 keinen übermäßigen Schwingungen
ausgesetzt sind.
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Es wird ein Universalmotor für Gleich- und Wechselstrom verwendet.
Da er als Kollektormotor gebaut ist, kann er entweder mit Einphasenstrom oder mit
Gleichstrom betrieben werden. Der Motor hat eine hohe Drehzahl von etwa 28 000 Umdrehungen
je Minute ohne Belastung. Nach dem Zusammenbau mit dem Exzenter 22 und der
Verschraubung der Hülse 1,5 mit dem Gehäuse 16 beträgt die Drehzahl des Motors etwa
15 000 Umdrehungen je Minute. Beim Eintauchen in frischen Beton hat das Gerät eine
Drehzahl von mehr als 12 000 Umdrehungen je Minute. - --