DE1274552B - Verfahren und Vorrichtung zum Ausbessern der Heizwaende von Verkokungsoefen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ausbessern der Heizwaende von VerkokungsoefenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B29/00—Other details of coke ovens
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Ausbessern der Heizwände von Verkokungsöfen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausbessern der Heizwände von Verkokungsöfen während des Betriebes unter Verwendung von in die Ofenkammern eingeschobenen wärmeisolierenden Platten.
- Das Ausbessern der Heizwände von Verkokungsöfen, beispielsweise bei eingedrückten Wandsteinen, erfolgte bisher im allgemeinen im kalten Zustand der Ofenwand. Zu diesem Zwecke wurden die benachbarten Heizzüge kaltgefahren, um die Ofenkammer begehen zu können. Durch das Schwinden der Wände beim Erkalten besteht aber die Gefahr der Bildung von Rissen im Mauerwerk, die sich auch bei sorgfältiger Handhabung der allmählich abnehmenden Zufuhr der Heizmittel und Verspannung der Ankerständer, insbesondere bei älteren Ofenbatterien, nicht ganz vermeiden lassen.
- Ein weiterer Nachteil ist der Produktionsausfall, der durch das Kaltfahren während eines Zeitraumes von etwa 8 Tagen und durch das Aufheizen nach dem Ausbessern der Wand während eines Zeitraumes von etwa 6 Tagen entsteht.
- Es ist auch schon mehrfach vorgeschlagen worden, in die Ofenkammern einschiebbare wärmeisolierende Platten zu verwenden, die die Wärmeabgabe der in Betrieb gehaltenen, der auszubessernden Heizwand benachbarten Heizwände an die beiden durch die auszubessernde Heizwand voneinander getrennten Ofenkammern so weit herabsetzen sollen, daß diese begehbar sind. Bei einem dieser Vorschläge ist vorgesehen, die auszubessernde Heizwand völlig, die benachbarten Heizwände durch Drosselung der Heizgaszufuhr auf 815° C abzukühlen. Ein anderer Vorschlag sieht vor, die Temperatur der benachbarten Heizwände auf normaler Höhe zu halten, die auszubessernde Heizwand aber wiederum völlig abzukühlen. Dabei kann zusätzlich zur Kühlung dienende Luft in die Ofenkammern eingeblasen werden.
- Die beiden bekannten Arbeitsweisen unterscheiden sich also im wesentlichen nur dadurch voneinander, daß im ersteren Fall vier, im letzteren dagegen lediglich zwei Ofenkammern für die Kokserzeugung ausfallen. In beiden Fällen aber erfolgt eine völlige Abkühlung der auszubessernden Heizwand mit den eingangs erwähnten schwerwiegenden Nachteilen.
- Um nun diese Nachteile zu vermeiden, schlägt die Erfindung vor, daß die Temperatur der auszubessernden Heizwand nur auf einen Wert (etwa 600 bis 800° C) abgesenkt wird, der oberhalb der Temperatur liegt, bei der bei Abkühlung der Heizwand deren Kontraktion beginnt, und in die der auszubessernden Seite der Heizwand benachbarte Ofenkammer ein aus wärmeisolierenden Platten zusammengesetzter, an beiden Enden offener, begehbarer Schutzkasten eingeschoben wird, dessen Länge gleich der Länge der Ofenkammer ist und der an der im eingeschobenen Zustand der auszubessernden Stelle der Heizwand entsprechenden Stelle seiner Seitenwand mit einer Aussparung versehen ist.
- Durch die Erfindung wird einmal erreicht, daß die bei dem bisherigen Kaltfahren entstehenden Risse im Mauerwerk nicht mehr auftreten können. Zum anderen wird die Abkühlzeit und die zum Wiederaufheizen erforderliche Zeit wesentlich verkürzt, so daß auch erhebliche Ersparnisse durch Vermeiden größeren Produktionsausfalls erzielt werden. Beispielsweise beträgt bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise der Produktionsausfall infolge der Temperaturabsenkung und des Vollaufheizens nur 4 Tage gegenüber 15 Tagen beim völligen Kaltfahren der auszubessernden Heizwand.
- Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienende Vorrichtung ist für Ofenkammern verschiedener Breite und Länge verwendbar. Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung die Querversteifung der Rahmenkonstruktion des Schutzkastens verstellbar ausgebildet.
- Weiterhin ist vorgesehen, daß der Schutzkasten mit einer Zuführung für Kühlluft versehen ist.
- Ferner besteht nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Schutzkasten aus mehreren Schüssen. Dadurch wird auch das Einbringen in die Ofenkammer mit einer Länge von etwa 12 bis 13 m erheblich erleichtert.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines für das Begehen der Ofenkammer geeigneten Schutzkastens dargestellt.
- F i g. 1 ist ein senkrechter Querschnitt durch eine Ofenkammer mit Schutzkasten; F i g. 2 ist eine Seitenansicht eines Teiles des gesamten Schutzkastens.
- Der in die Ofenkammer 1 einzuschiebende Schutzkasten 2 besteht aus einzelnen Schüssen, die nacheinander in die Ofenkammer eingeschoben werden und etwa eine Länge von je 2 m haben. Die Schüsse sind, gleichartig ausgebildet und bestehen z. B. aus dicken, die Seitenwände bildenden Asbestplatten 3, die in halber Höhe der Seitenwand gegen den waagerecht liegenden Steg eines T-Eisens 4 stoßen, dessen Flansch nach innen liegt. An den Enden ist der Steg 5 mit einem außenliegenden Flacheisen 6 durch Schweißen verbunden, so daß die beiden Platten 3 verklammert sind.
- Gegen die oberen und unteren Enden der Platten 3 liegen Winkel- oder U-Eisen 7 an, die durch Querversteifungen 8 miteinander verbunden sind. Die Querversteifungen 8 sind zweiteilig und verstellbar ausgebildet, so daß sie der jeweiligen Breite der Ofenkammer 1 entsprechend eingestellt werden können. Die Winkeleisen 7 sind mit den Enden von senkrechten, gegen die Stirnkanten der Platten 3 anliegenden Winkeleisen 9 verschweißt. Der eine Schenkel des Winkeleisens 9 liegt gegen die Innenseite der Platte 3 an.
- Die Wandplatten 3 sind oben und unten mit Asbestplatten 10 abgedeckt, über die an den Enden U-Klammern 11 gestülpt sind, die die Platten 3 umgreifen.
- Wie hieraus ersichtlich, liegen nur die die Verklammerung bewirkenden Metallteile, nämlich die Klammern 11 und die Flacheisen 6, außen im unmittelbaren Bereich der heißen Kammerwände, so daß die Wärmeleitung durch die metallische Rahmenkonstruktion auf einem Minimum gehalten wird.
- In den Schuß der Schutzkammer 2, der in dem Bereich der auszubessernden Stelle der Heizwand liegt, werden die Deckenplatte 10 durchsetzende Kühldüsen 12 eingeführt, die mit einer Kühlluftleitung 13 verbunden sind. Mit 14 ist schließlich die Aussparung in der Seitenwand des Schutzkastens bezeichnet, die im eingeschobenen Zustand des Schutzkastens vor der auszubessernden Stelle der Heizwand liegt.
Claims (4)
- Patentansprüche: - -1. Verfahren zum Ausbessern -der Heizwände von Verkokungsöfen während des Betriebes unter Verwendung von in die Ofenkammern eingeschobenen wärmeisolierenden Platten, d a d u r c h gekennzeichnet, daß die Temperatur der auszubessernden Heizwand nur auf einen Wert (etwa 600 bis 800° C) abgesenkt wird, der oberhalb der Temperatur liegt, bei der bei Abkühlung der Heizwand deren Kontraktion beginnt, und in die der auszubessernden Seite der Heizwand benachbarte Ofenkammer ein aus wärmeisolierenden Platten zusammengesetzter, an beiden Enden offener, begehbarer Schutzkasten eingeschoben wird, dessen Länge gleich der Länge der Ofenkammer ist und der an der im eingeschobenen Zustand der auszubessernden Stelle der Heizwand entsprechenden Stelle seiner Seitenwand mit einer Aussparung versehen ist.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querversteifung der Rahmenkonstruktion des Schutzkastens in Anpassung an die Kammerbreite verstellbar ausgebildet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzkasten mit einer Zuführung für Kühlluft versehen ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzkasten aus mehreren Schüssen besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung K 1282 VIb/10 a (bekanntgemacht am 30. Oktober 1952); britische Patentschrift Nr. 535 427.
Priority Applications (3)
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Also Published As
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