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DE1143786B - Anheizverankerung fuer regenerativ gasbeheizte, batterieweise angeordnete OEfen zur Erzeugung von Gas und Koks - Google Patents

Anheizverankerung fuer regenerativ gasbeheizte, batterieweise angeordnete OEfen zur Erzeugung von Gas und Koks

Info

Publication number
DE1143786B
DE1143786B DEO6507A DEO0006507A DE1143786B DE 1143786 B DE1143786 B DE 1143786B DE O6507 A DEO6507 A DE O6507A DE O0006507 A DEO0006507 A DE O0006507A DE 1143786 B DE1143786 B DE 1143786B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
masonry
anchor
stand
gas
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO6507A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Hofmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr C Otto and Co GmbH
Original Assignee
Dr C Otto and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr C Otto and Co GmbH filed Critical Dr C Otto and Co GmbH
Priority to DEO6507A priority Critical patent/DE1143786B/de
Publication of DE1143786B publication Critical patent/DE1143786B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B29/00Other details of coke ovens
    • C10B29/08Bracing or foundation of the ovens

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Anheizverankerung für regenerativ gasbeheizte, batterieweise angeordnete Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks Die Erfindung bezieht sich auf regenerativ gasbeheizte, batterieweise angeordnete Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks mit liegenden Kammern und unterhalb derselben befindlichen, sich in der Kammerachse erstreckenden Regeneratoren (sogenannten Querregeneratoren), bei dem die Regeneratorwände aus einem Werkstoff geringerer Wärmeausdehnung aufgemauert sind als diejenige Partie des Mauerwerks, welche die Ofensohle bildet und die Ofenkammern umschließt, bei dem also beispielsweise das Regeneratormauerwerk aus halbsaurem Material, die Ofenwände selbst aus Silikamaterial bestehen. Beim Anheizen derartiger Öfen dehnt sich das halbsaure Material erheblich weniger als das Silikamaterial; das gilt besonders in dem Temperaturbereich bis 400° C aufwärts. Auch wenn die aus verschiedenem Material bestehenden Teile des Mauerwerks in einer ebenen Trennfuge aufeinanderliegen, besteht die Gefahr, daß das stärker dehnende Mauerwerk das schwächer dehnende mit sich reißt und in diesem sich Risse bilden, die Undichtigkeiten bezüglich der durch die Regeneratoren strömenden gasförmigen Verbrennungsmittel mit sich bringen.
  • Man hat der geringeren Dehnung der Regeneratorpa.rtie derartiger regenerativ beheizter Kammeröfen zur Erzeugung von Gas und Koks bereits dadurch Rechnung getragen, daß man vor die Längswände der Regeneratoren beiderseits Hilfsankerständer gesetzt und diese federnd gegenüber denjenigen Ankerständern verspannt hat, die über die ganze Mauerwerkshöhe durchlaufen. Damit allein ist es aber bisher nicht gelungen, eine gegenseitige Verschiebung der beiden Mauerwerksteile in genügendem Ausmaße während des Anheizens sicherzustellen. Das liegt daran, daß diese Hilfsankerständer sich gerade an einer Stelle gegen die Hauptankerständer abstützen, die unweit der größten Ausbiegung derselben liegt, wo sie also nicht in der Lage sind, besonders große Horizontalkräfte aufzufangen. In jedem Falle aber müssen Hilfsankerständer, die das schwächer dehnende Mauerwerk halten, vorhanden sein, wenn das Ziel der vorliegenden Erfindung erreicht werden soll, nämlich im ersten Teil der Anheizperiode das Mauerwerk der Ofenbatterie so abzustützen, daß sowohl das Silikamauerwerk als auch das halbsaure Mauerwerk sich ständig im erforderlichen Spannungszustand befinden, sich aber dennoch hinreichend unabhängig voneinander nur entsprechend den wirksamen thermischen Kräften bewegen können, wobei also eine gewisse Relativbewegung in Richtung der Ofenachse zwischen den oberhalb und unterhalb der ebenen Trennfuge liegenden, aus verschiedenem Material aufgebauten Mauerwerksteilen möglich sein soll.
  • Der besonders starken Beanspruchung, welcher über die ganze Mauerwerkshöhe durchlaufende Ankerständer gerade im mittleren Bereich ausgesetzt sind, hat man schon in verschiedener Weise Rechnung zu tragen versucht. So hat man die Kopfbewehrung für Koksöfen, bestehend aus Ankerständern und sich daran anlegendem, als geschlossener Bauteil ausgeführtem Türrahmen, so ausgebildet, daß im unbeheizten, noch spannungsfreien Zustand des Ofens der Türrahmen das Kopfmauerwerk nur in seiner waagerechten Mittelachse berührt und nach den untersten und obersten Rahmenquerkanten zu ein stetig wachsender Zwischenraum zwischen Rahmen und Kopfmauerwerk verbleibt. Dies konnte entweder durch ein Abschrägen des Ofenkopfmauerwerks nach oben und unten hin oder durch ein konvexes Ausbiegen des Ankerständers selbst erfolgen, bei dem er im spannungslosen Zustand der Verankerung nur in seiner Mittelachse gegen den Ofenkopf anliegt. Mit einer solchen Bewehrung hat man zwar den Türrahmen von dem Druck des wachsenden Mauerwerks entlastet, jedoch liegt hier der Punkt stärkster Spannungsaufnahme des Ankerständers erheblich über der Ofensohle; eine Relativbewegung der oberhalb und unterhalb der Trennfuge liegenden Mauerwerksschichten wird dadurch nicht erreicht.
  • Man hat auch bereits in waagerechte Kanäle, die unterhalb der Ofensohle in Kammerrichtung durchlaufen, z. B. in Starkgasverteilleitungen, nach der Rufmauerung des Ofens Anker eingeführt und verspannt und nach der ersten Anheizperiode entfernt. Dieses an sich brauchbare Verfahren, das Mauerwerk unter Spannung zu halten, ist auf dasjenige Temperaturintervall beschränkt, bei dem die eingeführten Anker noch nennenswerte Zugkräfte aufzunehmen in der Lage sind und noch nicht durch Hitze zerstört werden. Das Verfahren ist auch nicht anwendbar, wenn derartige »Kanäle« nicht vorhanden sind, der Ofen z. B. nach dem bewährter! Unterbrennerprinzip beheizt wird, gemäß dem die Starkgaszuführung von der Unterkellerung aus erfolgt, wo eine leicht zugängliche Regelung möglich ist.
  • Man hat schon statt eines in unverändertem Querschnitt über die ganze Mauerwerkshöhe durchlaufenden Ankerständers gesonderte Abstützungen für den oberen Mauerwerksteil einerseits und den unteren Mauerwerksteil andererseits benutzt und eine Schwenkmöglichkeit der beiden Abstützungen gegeneinander vorgesehen. Eine Schwenkbewegung wird aber der hier gestellten Aufgabe nicht gerecht, dem oberen Mauerteil eine stärkere Dehnung zu gestatten und den unteren Mauerteil derart festzuhalten, daß während des Anheizens eine Relativbewegung der Mauerwerksschichten längs der Trennebene möglich ist.
  • Man hat ferner zur Anpassung an die Maximalbeanspruchungen des Ankerständers im mittleren Teil horizontale Gitterträger benutzt und diese gegebenenfalls durch Druckstreben gegenüber dem tiefer liegenden Erdboden abgestützt, auch unter Zwischenschaltung von Federn angepreßt. Soweit dabei keine besonderen Hilfsankerständer zur Abstützung des schwächer dehnenden Mauerwerks Verwendung fanden, konnte diese Anordnung das Problem der Erfindung nicht lösen, nämlich eine Relativbewegung der unterschiedlich dehnenden Mauerwerksteile zuzulassen. Im übrigen müssen solche Gitterträger und Sprengwerke so stark ausgebildet werden, wenn sie der starken Beanspruchung des Ankerständers in waagerechter Richtung genügend entgegenwirken sollen, daß sie *aus praktischen Gründen nicht in Frage kommen.
  • Man hat schließlich eine Relativbewegung des oberen und unteren Teiles eines in der Mitte durchgeschnittenen Ankerständers in waagerechter Richtung vorgesehen und den unteren Teil des Ankerständers durch ein halbportalartiges Gerüst abgestützt, wobei das Halbportal aus einem waagerechten, mit seinem einen Ende an dem Ankerständer anliegenden und mit dem anderen Ende auf einer Pendelstütze ruhenden Kopfbalken und Sprengwerk besteht, das gelenkig einerseits mit dem Kopfbalken, andererseits mit dem unteren Ende des Ankerständers verbunden ist; ein solches Halbportal findet sich auch beschrieben im Zusammenhang mit einem Koksofen, der mit über die ganze Höhe durchlaufenden Ankerständern versehen ist. Das Sprengwerk dieses Halbportals besteht aus drei Rundeisen, die mit ihrem einen Ende in einem innerhalb des Portalraumes liegenden Blech gelenkig gelagert sind, während das andere Ende des einen Rundeisens am ofenseitigen Ende des Kopfbalkens, das zweite am ofenabgewandten Ende des Kopfbalkens, das dritte im unteren Teil des Ankerständers angreift. Das erstgenannte Rundeisen übt eine Zugwirkung, keine abstützende Wirkung auf den Ankerständer aus. Um diese Zugwirkung aufzuheben, müssen die beiden anderen Zugeisen erheblich stärker bemessen werden, als dem Andruck des Ankerständers entspricht, der erforderlich ist, um das Mauerwerk während der Dehnungsvorgänge unter genügender Spannung zu halten, und der bei Großraumkammeröfen der heute üblichen Bauart bei etwa 8 t liegt.
  • Wie bereits erwähnt, müssen die Querschnitte der Teile eines solchen Sprengwerks, wenn sie die beim Anheizen auftretenden Dehnungskräfte in genügender Weise aufzunehmen in der Lage sein sollen, so erheblich sein, daß unvertretbare Aufwendungen zur Herstellung des Sprengwerks erforderlich sind und die dabei wirksam werdenden Kräfte Gefahrenquellen für den Betrieb der Batterie darstellen. Im übrigen behindern solche voluminösen Sprengwerke die Unterbringung anderer, für den Betrieb der Koksofenbatterie erforderlichen Einrichtungen, z. B. der Einrichtungen zur Zufuhr und Abfuhr der Verbrennungsmittel, und beeinflussen die Zugänglichkeit des Ofens während des Betriebes nachteilig.
  • Demgegenüber ist es das Ziel der Erfindung, die Verankerung während der Anheizzeit derart zu gestalten, daß auf die oberhalb und unterhalb der Ma terialtrennfuge liegenden Mauerwerksschichten Druckkräfte von genügender Stärke einwirken,, um, trotz der hohen oberhalb der Trennfuge liegenden Lasten eine Relativbewegung der Schichten zuzulassen.
  • Bei einer Anheizverankerung für regenerativ gasbeheizte, batterieweise angeordnete Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks mit liegenden Kammern und unterhalb derselben angeordneten, sich in der Kammerachse erstreckenden Regeneratoren (sogenannten Querregeneratoren), bei denen die Längswände der Regeneratoren, die aus einem Werkstoff geringerer Wärmeausdehnung aufgemauert sind als das die Ofensohle und die Ofenkammer bildende Mauerwerk, durch Hilfsankerständer gehalten und diese federnd gegenüber den über die ganze Mauerwerkshöhe durchlaufenden Ankerständern verspannt sind, werden die erforderlichen Druckkräfte während der Anheizperiode gemäß der Erfindung erzeugt durch ein abnehmbares Sprengwerk, das sowohl am oberen und am unteren Ende jedes Ankerständers als auch mittels einer Druckstütze am mittleren Teil des Ankerständers dicht oberhalb der ebenen Trennfuge zwischen den beiden Mauerwerksteilen angreift. Der Angriff der Druckstütze an dem Ankerständer erfolgt dabei vorzugsweise über eine einstellbare Feder. Es werden ebensoviel Sprengwerke verwendet, wie Ankerständer vorhanden sind.
  • Es hat sich gezeigt, daß ein auch am oberen Ende des Ankerständers angreifendes Sprengwerk, um die gleichen Druckkräfte auf den Ankerständer auszuüben, mit einem Bruchteil desjenigen Querschnitts aufgebaut werden kann, der bei dem bekannten Sprengwerk erforderlich wäre, das man bei einer Abstützung durch ein halbportalartiges Gerüst benötigt, dessen Kopfbalken auf einer Pendelstütze ruht. Man erreicht also mit praktisch vertretbaren Dimensionen eine Unterstützung des Hauptankerständers dicht oberhalb derjenigen Stelle, an der er die Verspannungskräfte aufzunehmen hat, die an den oberen Enden der vor den Regeneratorwänden liegenden Hilfsankerständer auftreten. Da das Sprengwerk gemäß der Erfindung abnehmbar ist, hindert es die Zugänglichkeit des Ofens im Betrieb nicht. Auch die Unterbringung der Organe, die für die Zufuhr und Abfuhr der Verbrennungsmittel erforderlich sind, wird bei geeigneter Gestaltung des Sprengwerks nicht gestört. Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat das Sprengwerk die Form eines stumpfwinkligen Dreiecks, dessen längste Seite der durchlaufende Ankerständer bildet und bei dem im Scheitel des stumpfen Winkels ein. Knotenstück liegt; in einer Bohrung desselben ist die Druckstütze geführt, die dicht oberhalb der ebenen Trennfuge am durchlaufenden Ankerständer angreift. Zn diesem Knotenstück ist ferner drehbar das eine Ende eines oberen und auch eines unteren schwenkbaren Zugeisens gelagert, deren andere Enden in vorstehenden Laschen, die sich am oberen bzw. unteren Ende des Ankerständers befinden, gelagert sind. Die Zugeisen können als Paare mit Abstand parallelliegender Flacheisen ausgebildet sein. Da die Sprengwerke, die auf beiden Seiten der Ofenbatterie, und zwar je eines an jedem Ankerständer, vorzusehen sind, nur beim Anheizen der Batterie gebraucht und danach in der Regel abgenommen werden, besteht der Wunsch, sie so auszubilden, daß man sie den unterschiedlichen Höhen der Ofenkammern bzw. Ankerständer bei den einzelnen Batterien anpassen kann, um sie möglichst oft benutzen zu können. Diesem Umstand kann man bei einem wie vorstehend ausgebildeten Zugeisen dadurch Rechnung tragen, daß jedes Zugeisen aus einem Paar von zwei in Längsrichtung hintereinanderliegenden Flacheisen von im wesentlichen gleichem Querschnitt besteht; diese beiden Flacheisen sind an den einander zugekehrten Enden durch aufgesetzte Laschen derart miteinander verschraubbar, daß man das Zugeisen auf unterschiedliche Längen bringen kann.
  • Die Zeichnungen stellen die neue Abstützung der Verankerung an einem Unterbrenner-Regenerativkoksofen mit Zwillingsheizzügen dar, und zwar zeigt Abb. 1 einen Schnitt durch die Ofenbatterie parallel zu einer Kammermittelebene, und zwar im linken Teil durch die in Zwillinge aufgeteilte Heizwand, im übrigen Teil durch eine Ofenkammer, Abb. 2 in größerem Maßstab einen Ausschnitt aus Abb.1. Abb. 3 ebenfalls in einem Verhältnis zu Abb. 1 größeren Maßstab eine Ansicht eines Teiles der Batterie von einer Seite her, und zwar unter Fortlassung des in Abb. 1 vorgesehenen Sprengwerks, Abb. 4 einen waagerechten Schnitt durch in Abb. 3 erkennbare Teile der Verankerung in verschiedenen Höhenlagen entsprechend der Schnittlinie IV-IV in Abb. 3.
  • Unterhalb des in Abb.1 dargestellten Ofens, der auf den Säulen 10 ruht, befindet sich ein Kellerraum 11. In demselben liegt die Starkgasleitung 12, an die Verteilungsleitungen 13 und 14 angeschlossen sind, von denen sich ein Paar unterhalb jeder Heizwand befindet. Von diesen führen senkrechte Kanäle 15 zu den in Zwillinge aufgeteilten Heizzügen 16. Abwechselnd mit den Reihen senkrechter Starkgaskanäle liegen unterhalb der Ofenkammer 17 die Regeneratoren 18. Oberhalb der Heizzüge und Ofenkammern liegt die Ofendecke 19. Sowohl auf der Koksseite wie auf der Maschinenseite befindet sich ein Laufsteg 40, der auf den Stützen 41 ruht. Mit 20 ist eine waagerechte Trennebene bezeichnet; das oberhalb dieser Ebene liegende Mauerwerk der Ofensohle und der Heizwände besteht aus Silikamaterial. Das unmittelbar unterhalb der Trennebene 20 liegende Mauerwerk der Regeneratorwände besteht aus einem Material mit geringerer Wärmedehnung, beispielsweise aus halb-oder hochsaurem Material. Beim Anheizen wächst das Mauerwerk der Ofenbatterie, so daß sich die Ofenkammern und Regeneratoren nach beiden Seiten hin ausdehnen. Es ist die Aufgabe der Erfindung, das Mauerwerk der Batterie in allen Teilen während des Anheizens so zu halten, daß es ständig unter Spannung steht, keine Risse bildet und in erforderlichem Maße wachsen kann.
  • Zunächst seien diejenigen Verankerungsmittel beschrieben, die auch bisher schon vielfach Anwendung gefunden haben. Es sind dies die durchlaufenden Ankerständer 21, die sich bei den Ofenwänden sowohl auf der Koksseite als auch auf der Maschinenseite befinden und mittels in der Ofendecke 19 liegenden Ankern 22 und in der Betonplatte liegenden Ankern 23 zusammengehalten werden. Die Verspannung der Anker mit den Ankerständern erfolgt in bekannter Weise dadurch, daß die Enden der Anker mit Gewinden versehen sind, auf denen Muttern 24 verstellt werden können, die über Unterlegscheiben 25 auf die Ankerfedern 26 einwirken. Mittig zu den Heizwänden liegen vor den Regeneratortrennwänden 27 die Hilfsankerständer 28, die aus einem Flacheisen mit aufgesetzten Schenkeln 29 bestehen, auf deren äußeren Enden Querplatten 30 aufgesetzt sind. Auf diese wirkt über Federn 31 eine Verspannung ein, die sich an dem Außenflansch des als Breitflanschträger ausgebildeten durchlaufenden Ankerständers 21 unmittelbar oder mittelbar abstützt. Die obere Abstützung der Hilfsankerständer 28 ist in Abb. 3 mit B bezeichnet. Weitere Hilfsankerständer 32, bestehend aus einem 1-Eisen, befinden sich vor den Regeneratorzwischenwänden 33. Ihre Verspannung erfolgt mittels der Federn 34 über Traversen 35, die sich ebenfalls an den Hauptankerständern 21 abstützen. Die obere Abstützung der Hilfsankerständer 32 ist in Abb. 3 mit A bezeichnet. Wie Abb. 3 erkennen läßt, reichen die Hilfsankerständer 28 und 32 bis dicht unter die Trennebene 20 zwischen dem Silikamauerwerk und dem halbsauren Mauerwerk.
  • Es kommt nun darauf an, daß an den Verspannungsstellen A und B das Regeneratormauerwerk derart fest zusammengehalten wird, daß es dem Barüberliegenden Silikamauerwerk, welches in stärkerem Maße wächst, nicht zu folgen vermag. Der Widerstand, welchen die durchlaufenden Ankerständer 21 einer elastischen Verformung entgegenstellen, reicht nun nicht aus, um genügend große Druckkräfte an den Verspannungsstellen A und B zur Anwendung zu bringen. Der Widerstand der durchlaufenden Ankerständer 21 muß also gerade an dieser Stelle erheblich erhöht werden. Dies geschieht gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Sprengwerk, wie es aus Abb. 1 erkennbar und dessen mittlerer Teil in Abb. 2 genauer dargestellt ist. Dieses Sprengwerk besteht aus einem Knotenstück 36, einem oberen Zugeisen 37, einem unteren Zugeisen 38 und der Druckstütze 39. Jedes der beiden Zugeisen besteht aus zwei Paaren von Flacheisen 42 und 43, die in Längsrichtung hihtereinanderliegen und durch beiderseits aufgesetzte Laschenpaare 44 miteinander verschraubt werden.
  • Die dem Knotenstück 36 zugewandten Flacheisenpaare 43 beider Zugeisen sind mittels Bolzen 45 darin drehbar gelagert. Das Flacheisenpaar 42 des oberen Zugeisens 37 ist in einem Paar vorstehender Laschen 46, das am oberen Ende auf denAnkerständer 21 aufgesetzt ist, mittels eines Bolzens 47 drehbar gelagert; das Flacheisenpaar 42 des unteren Zugeisens 38 ist in einem entsprechenden Laschenpaar 48 am unteren Ende des Ankerständers 21 mittels des Bolzens 49 drehbar gelagert. Die Druckstütze 39 besteht aus einem nahtlosen Rohr 50, auf das nach der Seite zum Ofen hin axial ein Stift 51 aufgesetzt ist, während sich auf der entgegengesetzten Seite ein Gewindebolzen 52 befindet, der in eine Bohrung des Knotenstückes 36 hineinragt und auf dem eine Mutter 53 mit Unterlegscheibe 54 verstellbar angeordnet ist. Zum Halten der Druckstütze am Ankerständer ist auf dessen äußeren Flansch ein Keilstück 55 aufgesetzt, an dem sich ein dem Stift 51 entsprechender zylindrischer Ansatz 56 befindet. Auf die Stifte 51 und 56 ist die Schraubenfeder 57 aufgesetzt.
  • Durch Anziehen der Verspannung an den Stellen A (Hilfsankerständer 32), B (Hilfsankerständer 28) und Verstellen der Mutter 53 ist man bezüglich jeder einzelnen Ofenwand in der Lage, dem Druck auf das Regeneratormauerwerk einen solchen Wert zu geben, daß eine Mitnahme durch das darauf lastende Silikamauerwerk in der Trennebene 20 nicht stattfindet. Die praktischen Versuche mit der Abstützung der Verankerung gemäß der Erfindung bei einer ganzen Ofenbatterie haben erstmalig zu dem Ergebnis geführt, daß das Silikamauerwerk in der Trennebene 20 gegenüber dem Regeneratormauerwerk um einen Betrag auf beiden Seiten hinausgewachsen ist, der annähernd der unterschiedlichen thermischen Dehnung zwischen Silikamauerwerk und halbsaurem Mauerwerk entspricht. Ohne den durch das neue Sprengwerk erreichten Andruck würde das Regeneratormauerwerk durch das mit seiner Gewichtsbelastung darauf ruhenden Silikamauerwerk, dessen auf der Erwärmung beruhende Ausdehnung natürlich in keiner Weise zu unterbinden ist, mitgenommen, und in der oberen Partie des Regeneratormauerwerks entstünden Risse, die die Abdichtung der von den gasförmigen Heizmedien durchflossenen Räume in Frage stellen.
  • Wie Abb. 1 erkennen läßt, durchsetzt das obere Zugeisen 37 der Abstützung den Laufsteg 40. Während des Anheizens spielt dies keine große Rolle. Sobald das Mauerwerk eine Temperatur von über 400° C angenommen hat, wachsen das Silikamauerwerk einerseits und das halbsaure Mauerwerk andererseits etwa im gleichen Maße. Von diesem Zeitpunkt ab ist die zusätzliche Abstützung daher nicht mehr von großer Bedeutung. Sie kann jedenfalls vor der ersten Füllung der Öfen entfernt werden. Die zur Abstützung erforderlichen Einzelteile können beim Anheizen anderer Ofenbatterien Verwendung finden. Die an den Ankerständern angeordneten Laschen und Keilstücke können, falls dies gewünscht wird, entfernt werden, jedoch stören diese im' allgemeinen die Bedienung der Batterie nicht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anheizverankerung für regenerativ gasbeheizte, batterieweise angeordnete Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks mit liegenden Kammern und unterhalb derselben angeordneten, sich in der Kammerachse erstreckenden Regeneratoren (sogenannten Querregeneratoren), bei denen die Längswände der Regeneratoren, die aus einem Werkstoff geringerer Wärmeausdehnung aufgemauert sind als das die Ofensohle und die Ofenkammern bildende Mauerwerk, durch Hilfsankerständer gehalten und diese federnd gegenüber den über die ganze Mauerwerkshöhe durchlaufenden Ankerständern verspannt sind, gekennzeichnet durch je ein am oberen und am unteren Ende jedes Ankerständers (21) angreifendes, abnehmbares Sprengwerk, dessen Druckstütze (39) dicht oberhalb der ebenen Trennfuge (20) zwischen den beiden Mauerwerksteilen an dem Ankerständer angreift.
  2. 2. Anheizverankerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstütze (39) über eine einstellbare Feder (57) an dem Anker-. Ständer (21) angreift.
  3. 3. Anheizverankerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sprengwerk aus einem Knotenstück (36), einer in einer Bohrung desselben geführten Druckstütze (39) und einem oberen und einem unteren schwenkbar einerseits im Knotenstück (36), andererseits in vorstehenden Laschen (46, 48) am Ankerständer (21) gelagerten Zugeisen (37, 38) besteht.
  4. 4. Anheizverankerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugeisen (37, 38) als Paare mit Abstand parallel liegender Flacheisen (42, 43) ausgebildet sind.
  5. 5. Anheizverankerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Zugeisen (37, 38) aus einem Paar von zwei in Längsrichtung hintereinanderliegenden Flacheisen (42, 43) im wesentlichen gleichen Querschnitts besteht, die an den einander zugekehrten Enden durch aufgesetzte Laschen (44) derart miteinander verschraubbar sind, daß das Zugeisen (37, 38) auf unterschiedliche Länge gebracht werden kann. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 637 252, 679 872, 915687-. deutsche Patentanmeldung O 1393 V1 b110 a (bekanntgemacht am 10. 1. 1952); britische Patentschriften Nr. 362 544, 382 583, 440 009, 609 335; USA.-Patentschrift Nr. 2 641575.
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