-
Stapelvorrichtung zum selektiven Abwerfen von aufeinanderfolgenden
plattenförmigen Werkstücken, insbesondere von Lederhäuten Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Stapeln von Lederhäuten und ähnlichen weichen Werkstücken mit
einem Rahmen, in welchem zwei in Abstand voneinander angeordnete Zugmittel in einer
etwa viereckigen Bahn in senkrechter Ebene umlaufen und dabei an einem Zuförderer
für die Werkstücke vorbeigeführt werden, wobei zwischen den Zugmitteln eine Vielzahl
von Tragorganen angeordnet ist, sowie mit einer auf dem Rahmen angeordneten Abwurfvorrichtung
über einer Ablagestelle.
-
Eine aus der USA.-Patentschrift 2855 089 bekannte Vorrichtung dieser
Art dient dazu, aufeinanderfolgende Lederhäute od. dgl. von einem Transportband
abzunehmen und auf eine einzige Aufnahmevorrichtung zu stapeln.
-
Bei der Herstellung von Leder, insbesondere von Lederhäuten ist es
in der Regel notwendig, die verschiedenen Häute zu klassifizieren und zu sortieren,
wobei die Einstufung in einzelne Klassen von einer Vielzahl von Eigenschaften der
Lederhäute abhängt.
-
Diese Eigenschaften sind beispielsweise die Größe der Haut, ihre Dicke,
die Qualität des Leders, wie etwa die Anzahl und Größe von Fehlstellen und auch
die Qualitätsverbesserung, die während der Behandlung des Leders erreicht worden
ist. Es ist bisher üblich gewesen, das Klassifizieren und Sortieren am Ende des
Herstellungsprozesses von Hand durchzuführen. Hierzu wurde eine große Zahl von Arbeitern
benötigt, die durch langjährige Übung die zum Beurteilen und Klassifizieren der
Häute notwendige Erfahrung gesammelt hatten und entsprechend der erfolgten Klassifizierung
die Häute zu mehreren Ablagestellen trugen. Da diese Tätigkeit außer der erforderlichen
Erfahrung und Geschicklichkeit auch einen beträchtlichen Aufwand an Körperkraft
und Zeit erforderte, hat ein Arbeiter in einer Zeiteinheit nur eine geringe Anzahl
von Lederhäuten derart behandelt.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
durch die die beim Sortieren und Stapeln erforderliche Handarbeit durch mechanische
Mittel ersetzt wird, so daß von einem der in der Beurteilung der Lederhäute erfahrenen
Arbeiter in der Zeiteinheit eine wesentlich größere Anzahl von Häuten ohne besonderen
Kraftaufwand sortiert werden kann.
-
Die Erfindung besteht hauptsächlich darin, daß mehrere Ablagestellen
und Abwurfvorrichtungen hintereinander angeordnet sind und die Abwurfvorrichtungen
durch Fernbedienung mit Speicherung der von einem Begutachter eingegebenen Steuerimpulse
aus ihrer Ruhestellung in ihre Arbeitsstellung bewegbar sind.
-
Das Ablegen von Stückgut nach Sorten an Ablege-bzw. Empfangsstelle
mittels Fernbedienung ist zwar bekannt. Bei dieser Fernbedienung werden von einem
Begutachter über Drucktasten an die jeweilige Empfangsstelle Steuerimpulse zu deren
Tätigwerden eingegeben. Bei einer Vorrichtung der eingangs aufgeführten Art zum
Stapeln und Sortieren von Lederhäuten u. dgl. sind derartige Maßnahmen jedoch neu.
-
Auch sind die bekannten Fernbedienungsmaßnahmen bei dieser Vorrichtung
nicht ohne weiteres verwendbar.
-
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung an Hand
der Zeichnung erläutert, in der F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer zum
Auflegen von Lederhäuten auf Transportgestelle dienenden Ausführungsform der Vorrichtung,
Fig. 2 in schematischer Darstellung die Arbeitsweise der in F i g. 1 dargestellten
Vorrichtung, F i g. 3 einen auszugsweisen Längsschnitt der Vorrichtung nach Fig.
1, F i g. 4 eine auszugsweise Draufsicht auf eine Abwurfvorrichtung, F i g. 5 einen
Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4,
F i g. 6 einen Schnitt nach
der Linie 6-6 der Fig. 4, F i g. 7 eine Draufsicht auf die Steuervorrichtung, Fig.
8 eine Seitenansicht nach der Linie 8-8 der Fig. 7, F i g. 9 eine Ansicht von der
entgegengesetzten Seite nach der Linie 9-9 der F i g. 7 und F i g. 10 das Schaltbild
der in F i g. 7 dargestellten Steuervorrichtung zeigt.
-
In F i g. 1 ist ein Bandförderer 20 dargestellt, der dazu dient,
Gegenstände zu der Sortier- und Stapelvorrichtung 25 zu transportieren. Der Bandförderer
20 besitzt ein endloses Band 21, das um eine Umlenkrolle 22 geführt ist, die wiederum
in einem Unterrahmen 23 drehbar gelagert ist. Das Ende des Bandförderers 20 befindet
sich in einer gewissen Höhe über dem Flur in unmittelbarer Nähe des aufwärts gerichteten
Teiles der Stapelvorrichtung 25.
-
Die Stapelvorrichtung 25 besteht aus einem Rahmen 26, der im wesentlichen
aus U-Profilen gebildet ist, von denen die äußeren als Führungen für ein Paar endloser
Ketten 28 und 29 dienen. Die Ketten 28 und 29 sind in einem horizontalen Abstand
voneinander angeordnet und haben beide den gleichen Verlauf. Der Verlauf der Ketten
umfaßt einen aufwärts gerichteten Aufnahmeteil, an den sich ein im wesentlichen
waagerechter erhöhter Abwurfteil anschließt und darauf verlaufen die Ketten im wesentlichen
senkrecht abwärts bis etwa zur Flurhöhe und daran anschließend im wesentlichen waagerecht
in Flurhöhe zurück. Die Ketten 28 und 29 werden über eine Anzahl von Kettenrädern
30, 31 geführt und von einem Paar von Kettenrädern 32, 33 angetrieben, die durch
eine Welle 34 miteinander verbunden sind, die wiederum mit einem zum Antrieb dienenden
Elektromotor 35 über einen Antriebsriemen 36 und über eine elektrisch betätigte
Kupplung, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, angetrieben ist.
-
Das Transportmittel 38 besteht bei der beschriebenen Ausführungsform
aus einer Anzahl von Stäben, deren Enden mit gegenüberliegenden Gliedern der endlosen
Ketten 28 und 29 verbunden sind. In der dargestellten, zum Transport von Lederhäuten
dienenden Ausführungsform hat es sich als zweckmäßig erwiesen, je Transportmittel
38 drei Stäbe zu verwenden. Der erste Stab 39 ist von einem im Verhältnis kleineren
Durchmesser und fest zwischen den Ketten 28 und 29 angebracht. Die zwei entgegengesetzt
zur Laufrichtung der Kette folgenden Stäbe 40 und 41 sind in gleichmäßigen Abständen
angeordnet und zwischen den Ketten drehbar angebracht Sie besitzen einen etwas größeren
Durchmesser als der erste Stab 39.
-
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Stäbe 39 bis 41 eines
jeden Transportmittels 38 in Mittenabständen von je 9" angeordnet, und die aufeinanderfolgenden
Sätze von Stäben sind an den Ketten 28 und 29 in Abständen von 5t/2 Fuß angebracht.
-
Unterhalb des oberen Abwurfteiles der Stapelvorrichtung 25 sind in
gleichmäßigen Abständen eine Anzahl von Ablagestellen 44 angeordnet. Die Abstände
der einzelnen Ablagestellen 44 sind die gleichen wie die der Transportmittel38 auf
den endlosen Ketten 28 und 29, so daß im dargestellten Fall die Ablagestellen Abstände
von 51/2 Fuß aufweisen.
-
Da sämtliche Ablagestellen wie auch sämtliche Abwurfvorrichtungen,
die sich oberhalb der Ablagestellen befinden, im wesentlichen gleich ausgebildet
sind, sind ähnliche innerhalb der Vorrichtung mehrfach vorhandene Teile mit den
gleichen Bezugszeichen versehen und durch zusätzliche Buchstaben a bis f voneinander
unterschieden, beginnend von der Seite, die dem Bandförderer 20 am nächsten liegt.
-
Bei der dargestellten Ausführungsform der Ledersortier- und Stapelvorrichtung
werden als Ablagestellen bewegliche Traggestelle 45 verwendet. Es hat sich als ausreichend
erwiesen, sechs solcher Traggestelle 45a bis 45f vorzusehen, jedoch kann selbstverständlich
eine größere oder kleinere Anzahl von Traggestellen vorhanden sein.
-
Jedes der Traggestelle 45 ist mit Rädern46 versehen, die in aus Winkeleisen
gebildeten Schienen 47 und 48 laufen. Die Schienen 47 und 48 sind innerhalb des
Rahmens 26 der Stapelvorrichtung befestigt. Auf diese Weise findet jedes der Traggestelle
45 seinen bestimmten Aufstellungsort.
-
-Oberhalb der Ablagestellen 44a bis 44f ist eine Anzahl von Abwurfvorrichtungen
51 a bis 51f angebracht. Zu jeder der Abwurfvorrichtungen gehört eine Druckvorrichtung51,
die mit den jeweils auf den Transportmitteln 38 befindlichen Lederhäuten oder sonstigen
plattenförmigen Gegenständen in Berührung tritt, um sie von den Transportvorrichtungen
abzurollen. Wie in den F i g. 3 bis 6 erkennbar ist, besteht jede der Druckvorrichtungen
aus einer rechteckigen Platte 53, die aus Sperrholz oder einem ähnlichen Material
besteht und an der ein Paar parallel verlaufender Leisten 54 an den Längskanten
der Unterseite angeleimt oder auf andere Weise befestigt ist. Jede der Druckvorrichtungen
52 ist in Längsrichtung zwischen den Ketten 28 und 29 angeordnet, so daß die Leisten
54 parallel zu den Ketten verlaufen. Jede der Abwurfvorrichtungen 51 wird von einem
Paar von Querstäben 55 und 56, die am Rahmen 26 der Stapelvorrichtung befestigt
sind, in ihrer Lage gehalten.
-
Eine jede der Druckvorrichtungen 52 ist in vertikaler Richtung beweglich,
und es sind Mittel, z. B.
-
Druckluftzylinder 57, vorgesehen, um diese Bewegung zu bewirken. Vorzugsweise
werden vier Zylinder 57, von denen jeder an einer der Ecken der Druckvorrichtung
52 angeordnet ist, verwendet. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist jeder der Zylinder
am Rahmen der Druckvorrichtung 52 befestigt, während die Kolben mit Flanschen 58
verbunden sind, die ihrerseits an den betreffenden Querstäben 55 und 56 befestigt
sind. Die Druckluftzylinder 57 wirken derart, daß sie, sobald ihnen Druckluft zugeführt
wird, die Druckvorrichtung 52 anheben. Beim Ablassen der Druckluft aus den Zylindern
fällt die Druckvorrichtung52 durch ihr Eigengewicht hinab in eine Stellung, in der
die Leisten 54 mit den auf den größeren Rollen 40 und 41 eines der Transportmittel
38 liegenden Lederhäuten od. dgl. in Berührung kommen. Auf diese Weise werden bei
abgesenkten Druckvorrichtungen 52 die Lederhäute von den Transportmitteln38 abgerollt
und auf die jeweils darunter befindlichen Ablagestellen 44 abgelegt.
-
Wie aus den F i g. 1 und 3 erkennbar ist, ist eine Druckluft-Verteilung
59 vorgesehen, die aus einer nicht dargestellten Druckluftquelle gespeist wird
und
die Druckluft einer Vielzahl von Magnetventilen 60a bis 60f zuleitet, von denen
jedes einer der Abwurfvorrichtungen 51 a bis Slf zugeordnet ist. Von jedem einzelnen
der Ventile 60 wird die Luft durch ein Rohr 61 zu einem Verteiler 62 geleitet, der
oberhalb einer jeden der Druckvorrichtungen 52 angeordnet ist und von dem die Luft
durch getrennte Rohre 63 einem jeden der Druckluftzylinder 57 zugeführt wird. Zur
Steuerung der Magnetventile 60a bis 60f dient eine Steuervorrichtung, die später
beschrieben wird.
-
In der Nähe eines jeden der Traggestelle 45a bis 45f und etwas höher
als diese ist je eine Leitrolle 66a bis 66f angeordnet. Die Leitrollen 66 sind drehbar
am Rahmen 26 der Stapelvorrichtung befestigt.
-
Sie dienen im wesentlichen dazu, den Transport der Lederhäute od.
dgl. über die jeweils benachbarten Traggestelle 45 hinweg zum nächsten Traggestell
zu erleichtern und außerdem dazu, diejenigen Lederhäute, die von den Transportvorrichtungen
38 abgerollt werden, so auszubreiten, daß sie mittig auf die jeweils ihnen zugeordneten
Traggestelle 45 auffallen.
-
Die Wirkungsweise der Leitrollen 66 kann aus den F i g. 2 und 3 ersehen
werden.
-
Wie bei der bekannten Vorrichtung (USA.-Patent 2 837 198) werden
die Lederhäute von dem Förderband 20 in gleichförmiger Weise auf die Transportmittel
38 aufgelegt, wobei in Richtung nach vorn ein Drittel und in Richtung nach hinten
zwei Drittel der Länge der Lederhäute hinabhängen. Eine in der Zeichnung nicht dargestellte,
bekannte fotoelektrische Vorrichtung kann mit dem Förderband 20 und dem Antriebsmotor
35 der Stapelvorrichtung so zusammenwirken, daß die Ketten 28 und 29 jeweils dann
ein Transportmittel38, das sich etwa in der Höhe des Förderbandes 20 befindet, aufwärts
bewegen, wenn etwa ein Drittel der Länge einer Lederhaut über das Transportmittel
hinübergeschoben worden ist. Schließlich kann eine bekannte Rechenvorrichtung, (USA.-Patent
2 837 198) im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung verwendet
werden, um die Stapelvorrichtung 25 so zu betreiben, daß die Lederhäute von den
Transportvorrichtungen 38 in der gewünschten Weise aufgenommen werden. In jedem
Fall wird die Stapelvorrichtung üblicherweise intermittierend betrieben, und zwar
so, daß jeweils dann, wenn ein Gegenstand vom Förderband 20 übernommen worden ist,
die Stapelvorrichtung so weit fortbewegt wird, wie es dem Abstand zwischen jeweils
zweien der Aufnahmestellen 44 a bis 44f entspricht. Diesem Abstand entspricht außerdem
der Abstand zwischen der dem Förderband gegenüberliegenden Aufnahmestelle und einer
Stellung oberhalb der Leitrolle 46 a.
-
Auf diese Weise wird, wenn die Stapelvorrichtung betätigt ist, bei
jedem Arbeitsschritt ein Transportmittel 38, ob beladen oder nicht, in eine Stellung
gebracht, aus der der auf ihm befindliche Gegenstand auf eines der Traggestelle
45a bis 45f während des nächsten Arbeitsschrittes abgeworfen werden kann.
-
Da mit der Erfindung das Ziel verfolgt wird, den Bedienungsmann in
die Lage zu versetzen, die aufeinanderfolgenden Lederhäute oder sonstigen Gegenstände
zu jeweils bestimmten Ablagestellen 44a bis 44f zu leiten, ist am Arbeitsplatz des
Bedienungsmannes in der Nähe des Förderbandes 20 eine Bedienungstafel 70 angeordnet.
Der Bedienungsmann
kann jede Lederhaut bzw. jeden anderen Gegenstand begutachten,
ehe er von der Stapelvorrichtung 25 aufgenommen wird, und an der Bedienungstafel
70 diejenige Ablagestelle bestimmen, auf die der Gegenstand abgelegt werden soll.
-
Die Steuervorrichtung 71, mit deren Hilfe die Stapelvorrichtung 25
gesteuert wird, ist vorzugsweise innerhalb der Bedienungstafel 70 angeordnet und
in den Fig. 7 bis 9 dargestellt. Die Steuervorrichtung 71 enthält tÇbertragungs-,
Speicher- und Empfangsvorrichtungen für Signale zur Steuerung der Abwurfvorrichtungen
51 a bis 51f. Sie ist eine mechanische Speichervorrichtung, die mit der Kette 29
der Stapelvorrichtung verbunden ist, und zwar vorzugsweise über eine Antriebskette
72, die um ein größeres Kettenrad 73 und ein kleineres Kettenrad 74 läuft, wobei
das letztere Kettenrad 74 mit dem Kettenrad 31 der Stapelvorrichtung 25 verbunden
ist. In der Steuervorrichtung 71 ist ein Paar Nockenwellen 76 und 77 angeordnet.
Die Nockenwellen 76 und 77 sind in Lagern 78, 79 bzw. 80, 81 drehbar.
-
Diese Lager sind an der Grundplatte 82 befestigt.
-
Die Nockenwelle 76 ist mit dem Kettenrad 73 verbunden, das in seinem
Verhältnis zu dem Kettenrad 74 so gewählt ist, daß eine ganze Umdrehung der Nockenwelle
76 einem Arbeitsschritt der Stapelvorrichtung 25 entspricht. Dies bedeutet, daß
eine Umdrehung der Nockenwelle 76 um 3600 einem Bewegungsfortschritt der Ketten
28 und 29 von 51/2 Fuß entspricht.
-
Die Nockenwelle 77 dagegen wird bei jeder vollen Umdrehung der Nockenwelle76
intermittierend nur um einen Bruchteil einer Umdrehung weiterbewegt.
-
Die Bewegung der Nockenwelle 77 erfolgt über eine Ratsche 84 und eine
Schaltklinke 85, die auf der Nockenwelle77 angeordnet sind, wobei die Schaltklinke
mit einem Zapfen 86 an einer Schubstange 87 befestigt ist, die von einer Scheibe
88 betätigt wird, die ihrerseits an demjenigen Ende der Nockenwelle 76 angebracht
ist, die dem in Fig.8 dargestellten Kettenrad 73 gegenüberliegt. Der Umfangswinkel,
um den jeweils die Nockenwelle77 weitergeschaltet wird, hängt von der Anzahl der
vorhandenen Ab lagestellen44 ab und ist so gewählt, daß die Nockenwelle 77 eine
volle Umdrehung erfährt, in der Zeit, die erforderlich ist, daß ein bestimmtes Transportmittel
38 von der Annahmestelle, die dem Förderband 20 gegenüberliegt, sich bis zu der
am weitesten entfernten der Ablagestellen 44 bewegt. Bei der dargestellten Ausführungsform,
bei der sechs Traggestellte 45 a bis 45f vorhanden sind, beträgt der Umfangswinkel
450, so daß acht Fortschaltungen für eine volle Umdrehung der Nockenwelle 77 erforderlich
sind.
-
Wie aus F i g. 8 zu entnehmen ist, besteht die Schubstange 87 aus
zwei teleskopartig gegeneinander verschiebbaren Teilen 90 und 91, die an ihren Außenenden
mit der Schaltklinke 85 bzw. der Scheibe 88 verbunden sind. An dem dünneren, inneren
Teleskopteil 91 ist ein Anschlag 92 angebracht, durch den die Minimallänge der Schubstange
87 gegeben ist. Des weiteren sind zwei Zugferdern 93 und 94 vorgesehen, durch die
die Schubstange aus ihrer kürzesten Länge gehalten wird. Wenn jedoch die Nockenwelle
77 blockiert wird, werden die teleskopartigen Teile 90 und 91 gegen die Wirkung
der Federn 93 und 94 auseinandergezogen, und die Scheibe 88 und die Nockenwelle
76 setzen ihre
Drehbewegung fort. Auf dem stärkeren der beiden teleskopartigen
Teile 90 ist ein Schalter 95 angeordnet, der durch den dünneren Teil 91 dann geschlossen
wird, wenn die beiden Teile 90 und 91 sich auseinanderbewegen. Durch das Schließen
des Schalters 95 wird dann ein Signal ausgelöst, das den Bedienungsmann darauf aufmerksam
macht, daß die Anlage nicht funktionsfähig ist.
-
Der Schalter 95 und die meisten der im folgenden beschriebenen Schalter
sind vorzugsweise federbelastete, schnellschaltende Mikroschalter.
-
Entlang der Nockenwelle 76 sind eine Anzahl von Schaltern angeordnet,
die von den auf der Nockenwelle befindlichen Nocken betätigt werden. In F i g. 7
sind diese fünf Schalter von rechts nach links mit den Bezugszeichen 97 bis 101
versehen. Sie sind in einer Reihe auf einer Befestigungsplatte 102 befestigt, so
daß sie kurzzeitig aufeinanderfolgend durch eine Reihe von Nocken 104 betätigt werden
können, die auf einer auf der Nockenwelle 76 befestigten Manschette 105 angeordnet
sind.
-
Die Schalter 97 bis 101 sind parallel zueinander an die einzelnen
Kontakte eines Vielfachumschalters gelegt, wodurch, wie im folgenden näher beschrieben
wird, die Möglichkeit geschaffen wird, zu bestimmten einstellbaren Zeiten die Abwurfvorrichtungen
51 zu betätigen.
-
Außerdem sind in der Nähe der Nockenwelle 76 auf einem Haltestück
106 zwei Steuerschalter 107 und 108 befestigt, die kurzzeitig von getrennten Nocken
109 bzw. 110 (s. Fig.9) betätigt werden.
-
Der Schalter 107, der normalerweise geschlossen ist, wird kurzzeitig
geöffnet und setzt eine Reihe von Wahlknöpfen auf der Bedienungstafel 70 unter Spannung.
Der Schalter 108, der normalerweise offen ist, setzt, wenn er geschlossen wird,
sämtliche der Magnetventile60a bis 60f unter Spannung, so daß Luft in die Druckluftzylinder
57 eintritt und die Abwurfvorrichtungen 51 angehoben werden.
-
Als Folge der in verschiedenen Stellungen angeordneten Nocken auf
der Nockenwelle76 und der ihnen zugeordneten Schalter ergibt sich während einer
vollen Umdrehung der Nockenwelle 76 die folgende Schaltfolge: 1. Die Betätigung
der Schalter 97 bis 101 durch die mit Nocken versehene Manschete 105; 2. die Weiterbewegung
der Nockenwelle77 über die Schubstange 87, die Schaltklinke 85 und die Ratsche 84;
3. die Betätigung des Schalters 107 durch den Nocken 109 und schließlich kurz vor
Beendigung einer vollen Umdrehung der Nockenwelle 76; 4. die Betätigung des Schalters
108 durch den Nocken 110.
-
Auf der Nockenwelle 77 ist eine Anzahl von Stiftscheiben 113 a bis
113 e befestigt. Die Scheiben 113 a bis 113 e dienen als Signalspeicher zur Betätigung
zweier Stromkreise, durch die die Abwurfvorrichtungen 51a bis 51e wahlweise betätigt
werden, um mit den Lederhäuten od. dgl., die sich auf demTransportmittel 38 befinden,
in Berührung zu kommen.
-
Normalerweise ist nur eine Anzahl von Stiftscheiben erforderlich,
die um eine geringer ist als die Anzahl der Abwurfvorrichtungen, da die letzte Abwurfvor-
richtung
51f ohne Nachteil bei jedem Arbeitsschritt der Stapelvorrichtung betätigt werden
kann. Jede der Stiftscheiben besitzt in der Nähe ihres Umfanges acht parallel zur
Scheibenachse verlaufende Bohrungen, in denen eine entsprechende Anzahl von Stiften
114 angeordnet sind. Die Bohrungen und damit auch die Stiftell4 sind in Abständen
von 450 gleichmäßig auf den Umfang einer jeden der Stiftscheibenll3a bis 113 e verteilt,
so daß bei jeder Weiterschaltung der Welle 77 ein jeweils folgender Stift 114 die
gleiche Lage einnimmt, die vor der Weiterschaltung der vorhergehende Stift 114 besaß.
-
Jeder der Stifte 114 ist wesentlich länger, als die Stiftscheiben
113 stark sind. Außerdem besitzt jeder der Stifte an einem seiner Enden einen ringförmigen
Nocken 115 und an seinem anderen Ende einen Anschlagring 116, so daß verhindert
wird, daß der Stift aus seiner Bohrung in der Stiftscheibe 113 hinausfällt. Die
Wirkungsweise der Stifte ist die, daß einem beliebigen Stift ein Signal dadurch
aufgegeben werden kann, daß dieser Stift in bezug auf die übrigen Stifte der Scheibe
verschoben wird.
-
Im Bereich einer jeden der Stiftscheiben 113a bis 113 e ist ein zugehöriger
Schalter 118 a bis 118 e angeordnet. Die Schalter 118a bis 118 e sind an Haltestücken
119 a bis 119 e angeordnet, die ihrerseits an der Grundplatte 82 befestigt sind.
Die Schalter 118 dienen dazu, von den Stiftscheiben 113 Signale zu empfangen, und
zwar durch Vermittlung derjenigen Stifte 114, die verschoben worden sind.
-
Wie aus F i g. 7 und 9 erkennbar ist, sind die Schalter 118a bis 118
e in Abständen von 450 um die Nockenwelle 77 herum angeordnet. Wie in Fig.9 erkennbar
ist, ist der Schalter 118 a entgegen dem Uhrzeigersinn um 450 gegen den unteren
Totpunkt verschoben, und die übrigen Schalter 118 a bis 118 e sind, von diesem Punkt
ausgehend, entgegen dem Uhrzeigersinn gestaffelt. Die Schalter 118 a bis 118! sind
zwischen ihren jeweiligen Haltestücken 119 und den Stiftscheiben 113 so angebracht,
daß sie von dem ringförmigen Nocken 115 eines jeden der Stifte 114 betätigt werden,
der in Richtung auf das Haltestück 119 so weit wie möglich verschoben ist, wenn
sich der Stift durch die Fortschaltung der Nockenwelle 77 im Bereich des Schalters
befindet Außerdem sind einer jeden der Stiftscheiben 113 a bis 113 e Hebel 121a
bis 121 e zugeordnet, die um Bolzen 122a bis 122e schwenkbar sind. Diese Bolzen
122 wiederum sind an einer Halteplatte 124 befestigt, die ihrerseits mit der Grundplatte
82 über eine Reihe von Abstandsbolzen 120 verbunden ist.
-
Jeder der Hebel 121 ist so angeordnet, daß er mit dem dem Anschlagring
tragenden Ende desjenigen Stiftes 114 zusammenwirkt, der sich in der Stellung des
unteren Totpunktes einer jeden Stiftscheibe 113 befindet. Die Hebel 121 sind durch
Zugfedern 123 a bis 123 e so belastet, daß sie normalerweise außer Berührung mit
den Stiften 114 sind. Jeder der Hebel 121 ist so schwenkbar, daß er einen Stift
gegen die zugehörige Stiftscheibe 113 in Richtung auf das Haltestück 119 so verschieben
kann, daß sein ringförmiger Nocken 115 mit dem zugehörigen Schalter 118 in Berührung
kommen kann. Die Betätigung der Hebell21 erfolgt durch die Anker 125 a bis 125 e
der diesen jeweils zugeordneten Elektromagneten 126 a bis 126 e. Die Elektromagneten
126 a bis 126 e können, wie in Fig.7 bis 9 dargestellt, an einem Winkeleisen 127
befestigt sein, das wiederum an der
Stützplatte 124 befestigt ist.
Der Anker 125 eines jeden Elektromagneten 126 ist mit dem ihm zugehörigen Hebel
121 durch einen verhältnismäßig langen Stift 130 verbunden. Sobald einer der Elektromagneten
126 unter Spannung gesetzt wird, so daß der zugehörige Anker 125 bewegt wird, um
einen Stift 114 in der zugehörigen Stiftscheibe 113 zu verschieben, schließt der
verlängerte Teil des Stiftes 130 einen Schalter 131, dessen Wirkung später erläutert
wird. Aus dem Vorangegangenen läßt sich erkennen, daß die Hebel 121 und die Elektromagneten
126 als diejenigen Mittel dienen, durch die einer jeden der Stiftscheiben 113 ein
Signal aufgegeben werden kann.
-
Jeder Stiftscheibe 113 ist je ein schräg verlaufender Nocken 133
a bis 133 e zugeordnet, der an dem jeweiligen der Stiftscheibe benachbarten Haltestück
119a bis 119 e befestigt ist und dazu dient, diejenigen Stifte 114, die sich in
einer verschobenen Stellung befinden, während des letzten kleinsten Teiles der Umdrehung
der Stiftscheibe kurz vor Erreichen des unteren Totpunktes in die Ruhestellung zu
bringen.
-
Ein weiterer nockenbetätigter Schalter 135 ist im Bereich der Nockenwelle
77 indirekt an der Grundplatte 82 in der Nähe des Lagers 81 befestigt. Dieser Schalter
wird, wie in F i g. 8 erkennbar, durch die Aufwärtsbewegung eines Schwenkhebels
137 betätigt, der auf einem gezahnten Rad 139, das an der Nockenwelle 77 befestigt
ist, aufliegt. Das gezahnte Rad 139 besitzt auf seinem Umfang in Abständen von je
450 acht Einkerbungen 141 und ist auf der Nockenwelle 77 so befestigt, daß der Hebel
137 jeweils dann in einer der Einkerbungen 141 ruht und somit seine niedrigste Stellung
erreicht hat, wenn die Nockenwelle 77 sich in Ruhe befindet. Dies hat zur Folge,
daß der Schalter 135 nur während der Zeit geschlossen wird, während der sich die
Nockenwelle 77 bewegt, so daß der Arm 137 angehoben wird. Wie weiter unten beschrieben
wird, hat das Schließen des Schalters 135 zur Folge, daß die Elektromagneten 126a
bis 126 e abgeschaltet werden und während der Bewegung der Nockenwelle 77 nicht
unter Strom gesetzt werden können. Hierdurch wird verhindert, daß die Hebel 121
a bis 121 e zwischen den Stiften 114 der jeweiligen Stiftscheiben 113a bis 113 e
eingeklemmt werden können.
-
Im folgenden wird die Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung
an Hand des in Fig. 10 dargestellten Schaltbildes erläutert.
-
Es ist vorauszuschicken, daß, wie bekannt, das Förderband 20 von
einer nicht dargestellten unabhängigen Kraftquelle ständig in Bewegung gehalten
wird, während die Stapelvorrichtung 25 intermittierend bewegt wird, und zwar mit
Hilfe einer ebenfalls nicht dargestellten Vorrichtung, z. B. einer fotoelektrischen
Vorrichtung, die in der Lage ist, die Anwesenheit eines Gegenstands am Ende des
Förderbandes 20 wahrzunehmen und dann die Kupplung des elektrischen Antriebsmotors
35 zu betätigen.
-
Wie aus Fig. 10 entnommen werden kann, werden die Steuervorrichtung
71 und die Magnetventile 60a bis 60e über die Bedienungstafel 70 mit der erforderlichen
elektrischen Energie, beispielsweise 110 Volt Wechselstrom, versorgt. In Fig. 10
sind zwei Zuleitungsdrähte, 144 und 145, dargestellt. Mit den beiden Zuleitungsdrähten
ist eine Signallampe
146 verbunden, die die Anwesenheit von Spannung anzeigt. Weiterhin
sind mit den beiden Leitungen 144 und 145, hintereinandergeschaltet, ein Störungsschalter
95 und die Magnetspule eines Relais 147 verbunden. Einer der Kontakte des Relais
147 ist normalerweise geschlossen und bildet einen Teil der Leitung 145. Der zweite
Kontakt des Relais 147 ist in Reihe mit einem akustischen Signal 148 an die beiden
Leitungen 144 und 145 angeschlossen, so daß ein hörbares Signal ertönt, wenn der
Störungsschalter 95 in Tätigkeit tritt.
-
Derjenige Stromkreis, der zur Betätigung der Kupplung des zum Antrieb
der Stapelvorrichtung dienenden Motors 135 dient, ist ebenfalls an die Leitungsdrähte
144 und 145 angeschlossen. Zu diesem Stromkreis gehört die Spule 149 eines Arbeitsmagneten,
der zur Betätigung der Kupplung dient.
-
Diese Spule 149 ist in Reihe geschaltet mit dem zur Betätigung der
Stapelvorrichtung dienenden Steuerorgan. Außerdem liegt in Reihe mit der Spule 149
zwischen den Leitungsdrähten 144 und 145, und zwar parallel mit dem Steuerorgan,
ein Schalter 151 der von Hand betätigt werden kann und es erlaubt, die Stapelvorrichtung
unabhängig von dem Steuerorgan um jeweils einen Arbeitsschritt fortzubewegen.
-
Eine Reihe von sechs Auswahldruckknöpfen A, B, C, D, E, F sind mit
einer Leitung 153 verbunden, die wiederum über den normalerweise geschlossenen Schalter
154 des Relais 155 mit der Hauptleitung 144 verbunden ist. Ein jeder der Schalter
A bis E verbindet, wenn er betätigt wird, den ihm zugeordneten Elektromagneten 126
a bis 126 e mit der Leitung 153, so daß der betreffende Elektromagnet 126 über die
vorgenannten Schaltwege und über eine Leitung 157 mit den Hauptleitungen 144, 145
verbunden ist und somit Spannung erhält.
-
Wie im Zusammenhang mit Fig. 7 dargestellt wurde, wird dann, wenn
einer der Elektromagneten 126 Spannung erhält, sein Anker herabgezogen und bewegt
den zugeordneten Hebel 121 in der Weise, daß der jeweils vor dem Hebel im unteren
Totpunkt befindliche Stift 114 in der zugehörigen Stiftscheibe 113 verschoben wird.
Wenn der Bedienungsmann jeweils dann, wenn ein Gegenstand am Ende des Förderbandes
20 erscheint, nach Begutachtung dieses Gegenstandes seine Wahl trifft und den seiner
Wahl entsprechenden der Druckknöpfe A bis F drückt, so hat dies zur Folge, daß der
Steuerungsvorrichtung 71 ein Signal angegeben wird, das zu gegebener Zeit die der
Wahl entsprechende Abwurfvorrichtung 51 a bis 51f lösen wird. Eine besondere Steuerung
der letzten Abwurfvorrichtung 51f ist, wie bereits gesagt worden ist, nicht unbedingt
erforderlich, da ohnehin ein jeder Gegenstand, der diese Stelle erreicht, abgeworfen
werden muß. Aus diesem Grund kann die Druckvorrichtung52f bei jedem Arbeitsschritt
der Stapelvorrichtung 25 auf und ab bewegt werden.
-
Da die Steuervorrichtung 71 bei jedem Arbeitsschritt der Stapelvorrichtung
nur ein Signal erhalten soll, sind Vorkehrungen getroffen, daß die Wahldruckknöpfe
A bis F von der Spannungsquelle getrennt werden, sobald durch Drücken eines der
Knöpfe die Wahl getroffen worden ist. Hierzu dienen die Schalter 131 a bis 131 e,
die dann betätigt werden, wenn einer der Anker der Magnetspulen 126 a bis 126 e
herabgezogen wird. Wie in Fig. 10
erkennbar ist, sind die Schalter
131a bis 131 e parallel zueinander so angeordnet, daß sie die Leitungen 159 und
160 miteinander verbinden. Die Leitung 159 ist mit der Hauptleitung 144 verbunden,
während die Leitung 160 über die Spule des Relais 155 mit der Hauptleitung 145 verbunden
ist. Dies hat zur Folge, daß dann, wenn durch Niederdrücken eines der Wahldruckknöpfe
eine der Spulen 126 a bis 126 e unter Spannung gesetzt wird, mit Hilfe des betreffenden
Schalters 131 eine Verbindung hergestellt wird, durch die die Spule des Relais 155
unter Spannung gesetzt wird, was zur Folge hat, daß sich der Schalter 154 öffnet.
Das Öffnen des Schalters 154 wiederum unterbricht die Verbindung zwischen den WahldruckknöpfenA
bis F und der Hauptleitung, so daß es unmöglich ist, einen weiteren der Elektromagneten
126 unter Spannung zu setzen.
-
Eine weitere Folge der Betätigung des Relais 155 ist das Schließen
bzw. das Öffnen der Schalter 162 bzw. 163. Beide Schalter 162 und 163 sind über
eine Leitung 164 und über dem Schalter 107 mit der Hauptleitung 144 verbunden. Der
Schalter 107 wird von dem auf der Nockenwelle 76 befindlichen Nocken 109 betätigt.
Der Schalter 107 ist normalerweise geschlossen und öffnet sich erst während des
letzten Teiles eines Arbeitsspieles der Stapelvorrichtung. Dies hat zur Folge, daß
dann, wenn das Relais 155 unter Spannung steht und der Schalter 162 geschlossen
ist, eine Signallampe 165 erhält und anzeigt, daß die Auswahldruckknöpfe abgeschaltet
sind.
-
Durch das Schließen des Schalters 162 wird außerdem ein Haltestromkreis
hergestellt, der über die Leitung 167 verläuft und die Spule des Relais 155 so lange
unter Spannung hält, bis der Schalter 107 für eine kurze Zeit betätigt wird.
-
Eine weitere Signallampe 168 ist zwischen dem Schalter 163 und der
Hauptleitung 145 angeordnet.
-
Diese Lampe leuchtet auf, sobald das Relais 155 abschaltet und der
Schalter 163 geschlossen wird und zeigt damit an, daß an den Wahldruckknöpfen A
bis F Spannung liegt und diese betätigt werden können.
-
Wie bereits gesagt wurde, ist es erforderlich, daß die Wahldruckknöpfe
A bis F von der Spannungsquelle abgeschaltet werden, solange die Nockenwelle 77
fortgeschaltet wird. Im Zusammenhang mit F i g. 7 ist erläutert worden, daß dies
mit Hilfe des Schalters 135 erreicht wird, der von dem gezahnten Rad 139 betätigt
wird. Wie aus dem in Fig. 10 dargestellten Schaltbild entnommen werden kann, ist
der Schalter 135 zwischen die Hauptleitung 144 und die Spule des Relais 155 geschaltet,
und zwar mit Hilfe der Leitungen 170 und 171. Dies hat zur Folge, daß während der
Zeit, während der die Nockenwelle77 weitergeschaltet wird und der Schalter 135 geschlossen
ist, die Spule des Relais 155 Spannung erhält, den Schalter 154 öffnet und damit
die Stromzufuhr zu den Wahldruckknöpfen A bis F unterbricht.
-
Weiterhin kann aus Fig. 10 entnommen werden, daß der Wahldruckknopf
F zugleich einen zweiten Schalter F betätigt, der direkt zwischen der Hauptleitung
144 und der Spule des Relais 155 liegt. Dies hat zur Folge, daß dann, wenn der Druckknopf
F betätigt wird, die Spule des Relais 155 Spannung erhält und die Stromzufuhr zu
den Wahldruckknöpfen unterbrochen wird.
-
Wenn durch Niederdrücken eines der Wahldruckknöpfe bis F der betreffende
Elektromagnet 126 erregt worden ist, der zugehörige Hebel 121 bewegt worden ist
und den betreffenden Stift 114 in der Stiftscheibe 113 verschoben hat, wird dieser
Stift mit der Stiftscheibe mitgedreht und erreicht nach einem oder mehreren Arbeitsschritten
des Staplers und der Steuerungsvorrichtung den betreffenden der Schalter 118a bis
118 e und schließt diesen. Das Schließen des betreffenden Schalters 118 erfolgt
dann, wenn der Gegenstand, nach dessen Besichtigung die Wahl getroffen worden ist,
über derjenigen der Abwurfstellen 44 a bis 44f angekommen ist, die von dem Bedienungsmann
durch Niederdrücken des Wahldruckknopfes gewählt worden ist. Wie aus Fig. 10 hervorgeht,
wird dann, wenn einer der Schalter 118 geschlossen wird, eine Verbindung hergestellt
zwischen der Leitung 173, an der sämtliche Schalter 118a bis 118 e angeschlossen
sind, und der betreffenden der Spulen 174a bis 174 e der Magnetventile 60a bis 60
e. Die Spulen 174 sind außerdem sämtlich über die Leitung 175 an die Hauptleitung
145 angeschlossen. Die Leitung 173 wiederum ist mit der Hauptleitung 144 über einen
mehrstelligen Umschalter 177 verbunden, durch den ein jeder der Schalter 97 bis
101 in Reihe mit den Schaltern 118 geschaltet werden kann.
-
Da die Schalter 97 bis 101 bei der Bewegung der Nockenwelle76 in
gestaffelter Reihenfolge betätigt werden, und zwar entgegengesetzt zu der Reihenfolge
ihrer Bezugszeichen, so wird durch die jeweilige Einstellung des Schalters 177 eine
Zeitverzögerung für die Auslösung der Abwurfvorrichtungen 51 a bis 51f erreicht.
Die jeweils wirksame Stiftscheibe 113 schließt nämlich den zugehörigen Schalter
118 so lange, wie sich die Nockenwelle 77 in Ruhe befindet. Während dieser Zeit
ist für das Schließen des Stromkreises zu den Spulen 174a bis 174f der Magnetventile
nur noch das Schließen eines der Schalter 97 bis 101 erforderlich, und zwar desjenigen
dieser Schalter, der durch die Stellung des Umschalters 177 bestimmt ist. Diese
Verzögerungsvorrichtung ist deshalb von Vorteil, weil die abgeworfenen Lederhäute
oder sonstigen Gegenstände beim Abwurf des öfteren nicht völlig mittig auf die ihnen
zugeordneten Traggestelle 45 fallen, sondern dazu neigen, mit einem größeren Teil
ihrer Länge auf derjenigen Seite des Traggestells hinabzuhängen, die dem Förderband
20 zugekehrt ist. Durch eine kurze Verzögerung des Niedergehens der Druckvorrichtung
52, die durch eine entsprechende Einstellung des Umschalters 177 gewählt werden
kann, läßt sich dem außermittigen Auffallen der Lederhäute auf die Traggestelle
in einfacher Weise begegnen.
-
Die Magnetventile60 enthalten außer der Spule 174 jeweils eine weitere
Spule 179, die, wenn sie unter Spannung gesetzt wird, das Ventil so betätigt, daß
den Druckluftzylindern 57 Druckluft zugeführt wird. Sämtliche Spulenl79a bis 179f
sind parallel zueinander mit den Leitungen 180 und 181 verbunden. Parallel zu den
Spulen 179 ist außerdem die Spule eines Arbeitsmagneten 183 geschaltet, die dazu
dient, die Kupplung, die durch Betätigung der Spule 149 eingerückt wird, auszurücken.
Die Leitung 181 ist mit der Hauptleitung 145 verbunden, während die Leitung 180
mit der Hauptleitung 144 über einen Schalter 108 verbunden ist, der kurzzeitig kurz
vor Beendigung eines Arbeitsschrittes durch den auf
der Nockenwelle
76 befindlichen Nocken 110 betätigt wird. Auf diese Weise werden kurz vor Beendigung
eines Arbeitsspieles der Stapelvorrichtung sämtliche Spulen 179 a bis 179f sowie
die zum Ausrücken der Kupplung dienende Spule 183 für kurze Zeit unter Spannung
gesetzt, so daß Druckluft in die Druckluftzylinder 57 eintritt, was zur Folge hat,
daß die Druckvorrichtungen 52a bis 52f angehoben werden und die Stapelvorrichtung
von ihrem Antriebsmotor 35 entkuppelt wird.
-
Weiterhin sind Zähiwerke 185 a bis 185f vorgesehen, die jeweils einem
der Schalter 118 a bis 118 e bzw. dem WahldruckknopfF zugeordnet sind. Die Zählwerke
185 a bis 185f haben eine gemeinsame Rückleitung 186, die mit der Hauptleitung 145
verbunden ist. Andererseits sind die Zählwerke 185 a bis 185 e mit denjenigen Leitungen
verbunden, die die Spulen 174 a bis 174 e mit den ihnen zugehörigen Schaltern 118
a bis 118 e verbinden. Dies hat zur Folge, daß dann, wenn die Druckvorrichtungen
52 a bis 52e abwärts bewegt werden, das jeweilige Zählwerk 185 betätigt wird und
die Summe der auf die betreffende Abwurfstelle abgeworfenen Gegenstände anzeigt.
Das Zählwerk 185f ist direkt über die Leitung187 mit dem Wahldruckknopf F verbunden.
-
Diese Anordnung ist deshalb erforderlich, weil die Spule 174f über
die Leitung 173 direkt mit dem Umschalter 177 verbunden ist und deshalb bei jedem
Arbeitsschritt betätigt wird, gleichgültig, ob ein Gegenstand abgeworfen wird oder
nicht. Das Zählwerk 185 wird nur dann betätigt, wenn der Wahldruckknopf F niedergedrückt
wird, und zeigt deshalb die tatsächliche Anzahl der Gegenstände an, die an der betreffenden
Stelle abgeworfen worden sind.
-
Am Ende eines jeden Arbeitsspiels der Stapelvorrichtung kommt, wie
bereits gesagt, die Nockenwelle 77 zum Stillstand, und der Hebel 137 ruht in einer
Einkerbung 141 des gezahnten Rades 139. Dies hat zur Folge, daß der Schalter 135
in seiner normalen offenen Stellung ist. Wenn nun die Nockenwelle 76 eine volle
Umdrehung beendet, wird durch den Nocken 109 der Schalter 107 kurzzeitig geöffnet
und damit der noch geschlossene Haltestromkreis der Spule des Relais 155 unterbrochen.
Hierauf kehrt der Schalter 154 in seine geschlossene Ruhestellung zurück und stellt
die Verbindung zu den WahldruckknöpfenA bis F wieder her. Die Signallampel68 leuchtet
auf, sobald der Schalter 107 in seine geschlossene Stellung zurückfällt. Sobald
dies geschehen ist, kann nach Begutachtung desjenigen Lederstückes oder sonstigen
Gegenstandes, das sich am Ende des Förderbandes 21 befindet, erneut der gewünschte
Wahldruckknopf A bis F niedergedrückt werden, je nachdem, welche der Abwurfstellen
44 a bis 44f für dieses Stück ausgewählt wird. Die Betätigung eines der Wahldruckknöpfe
A bis F hat zur Folge, daß der betreffende Elektromagnet 126 a bis 126f unter Strom
gesetzt wird und der zugehörigen Stiftscheibe 113a bis 113f durch Verschieben eines
Stiftes 114 gegen die Scheibe ein Signal mitteilt. Ein Arbeitsspiel der Stapelvorrichtung
ist dann beendet, wenn der auf der Nockenwelle 76 befindliche Nocken 110 kurzzeitig
den Schalter 108 schließt und damit sämtliche Spulenl79a bis 179f der Magnetventile
60a bis 60f unter Spannung setzt, so daß Druckluft in sämtliche Druckluftzylinder
57 eintritt und alle Druckvorrichtungen 52a bis 52f angehoben werden.
-
Zur gleichen Zeit bewirkt das Schließen des Steuer-
schalters 108 die
Spannungszufuhr zu der Spule 183, durch die die Kupplung ausgerückt wird, so daß
die Ketten 28 und 29 der Stapelvorrichtung zum Stillstand kommen.
-
Der Beginn eines neuen Arbeitsspiels der Stapelvorrichtung kann wie
bei den bekannten Vorrichtungen dadurch bewirkt werden, daß durch Betätigung von
Hand der Schalter 151 geschlossen wird. In diesem Fall wird die Spule 149 unter
Spannung gesetzt, was zur Folge hat, daß die Kupplung einrückt und die Ketten 28
und 29 der Stapelvorrichtung angetrieben werden, was eine erneute volle Umdrehung
der Nockenwelle 76 zur Folge hat. Sobald die Nockenwelle 76 sich wieder zu drehen
beginnt, schließen die Nocken 104, die sich auf der Manschette 105 befinden, kurzzeitig
einen jeden der Kontakte 97 bis 101. Bei Betätigung desjenigen der Schalter 97 bis
101, mit dem der Umschalter 177 vom Bedienungsmann je nach der jeweils erreichten
Stapelhöhe verbunden worden ist, wird Spannung jeweils einer Seite eines jeden der
Schalterll8a bis 118 e zugeführt. Zur gleichen Zeit wird die Spule 174f des Magnetventils
60f unter Spannung gesetzt, wodurch die Luftzufuhr zu den Druckluftzylindern 57
der Druckvorrichtung 52f unterbrochen wird, so daß diese abgesenkt wird. Zur gleichen
Zeit wird einer der Schalter 118 a bis 118 e durch einen der Stifte 114 auf einer
der Stiftscheiben 113 a bis 113 e, der bei einem vorhergegangenen Arbeitsspiel verschoben
worden war, geschlossen. Demzufolge wird zu einer der Spulen 174 a bis 174 e ein
geschlossener Stromkreis hergestellt, was zur Folge hat, daß die betreffende Druckvorrichtung
abgesenkt wird.
-
Kurz darauf wird die Nockenwelle 77 durch die Wirkung der Schubstange
87, der Schaltklinke 85 und der Ratsche 84 um 450 weitergeschaltet. Während des
Zeitraumes der Weiterschaltung bleibt der Schalter 135 geschlossen und setzt die
Spule des Relais 155 unter Spannung, wodurch der Schalter 154 geöffnet und die Stromzufuhr
zu den Wahldruckknöpfen A bis F unterbrochen wird. Wie bereits erwähnt wurde, wird
die Spule des Relais 155 außerdem über die Schalter 131 a bis 131 e dann unter Spannung
gesetzt, wenn eine der Magnetspulen 126 a bis 126 e unter Spannung steht. Wenn also
einmal die Spule des Relais 155 auf einem der beiden genannten Wege unter Spannung
gesetzt worden ist, wird sie über den normalerweise geschlossenen Schalter 107 und
die Relaiskontakte 162 unter Spannung bleiben, bis der Schalter 107 geöffnet wird.
-
Kurz ehe die Nockenwelle76 eine volle Umdrehung beendet, wird der
Schalter 107 geöffnet und die Stromzufuhr zur Spule des Relais 155 unterbrochen,
was das Schließen des Schalters 154 und damit die erneute Stromzufuhr zu den Wahldruckknöpfen
A bis F zur Folge hat. Kurz darauf wird der Schalter 108 erneut kurzzeitig geschlossen,
was zur Folge hat, daß die Druckplatten 52 angehoben werden und der zum Auskuppeln
der Kupplung dienende Magnet 183 unter Strom gesetzt wird, so daß der Antrieb der
Ketten 28 und 29 der Stapelvorrichtung unterbrochen wird.