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DE1273264B - Vorrichtung zur Steuerung eines Sicherheitsventils fuer einen Turbolader - Google Patents

Vorrichtung zur Steuerung eines Sicherheitsventils fuer einen Turbolader

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Publication number
DE1273264B
DE1273264B DEG31297A DEG0031297A DE1273264B DE 1273264 B DE1273264 B DE 1273264B DE G31297 A DEG31297 A DE G31297A DE G0031297 A DEG0031297 A DE G0031297A DE 1273264 B DE1273264 B DE 1273264B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
safety valve
valve
outlet
supercharger
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG31297A
Other languages
English (en)
Inventor
Alexander Nmi Silver
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Garrett Corp
Original Assignee
Garrett Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Garrett Corp filed Critical Garrett Corp
Publication of DE1273264B publication Critical patent/DE1273264B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/18Control of the pumps by bypassing exhaust from the inlet to the outlet of turbine or to the atmosphere
    • F02B37/183Arrangements of bypass valves or actuators therefor
    • F02B37/186Arrangements of actuators or linkage for bypass valves
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D17/00Regulating or controlling by varying flow
    • F01D17/10Final actuators
    • F01D17/105Final actuators by passing part of the fluid
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Supercharger (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Steuerung eines Sicherheitsventils für einen Turbolader Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Sicherheitsventils in der Umgehungsleitung für den Antrieb eines Turboladers einer Brennkraftmaschine, mit einer auf das Verhältnis des Auslaßdrucks zum Einlaßdruck am Lader ansprechenden Regelvorrichtung.
  • Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist die Verwendung der Einlaß- bzw. Auslaßdrücke des Turboladers zur Betätigung des in der Umgehungsleitung liegenden Sicherheitsventils. Eine Vorrichtung, bei der diese Drücke unmittelbar auf das Sicherheitsventil einwirken, ist bisher nicht bekanntgeworden. Dabei spielt es eine Rolle, daß die hier in Betracht kommenden Drücke eine sehr niedrige Größenordnung aufweisen, besonders wenn man sie mit den hydraulischen Drücken vergleicht, die bei ähnlicher Gelegenheit verwendet worden sind.
  • Wichtig ist fernerhin, daß eine sehr hohe Betriebssicherheit beim Schließen des Sicherheitsventils gewährleistet sein muß.
  • Aus der österreichischen Patentschrift 223 706 ist eine Steuerung für das Sicherheitsventil der Umgehungsleitung einer Abgasturbine bekannt, die dafür Sorge tragen soll, daß die Zylinder der Brennkraftmaschine ihre Abgase möglichst weitgehend ausstoßen können und dabei tunlichst vom Strömungswiderstand entlastet werden, den die Abgasturbine in ihrem Betrieb erzeugt. Zu diesem Zweck wird das Sicherheitsventil bei jedem Auslaßtakt in der Nähe des darauffolgenden Totpunktes des betreffenden Kolbens kurzzeitig betätigt. Es sei hier gleich hervorgehoben, daß von einer im wesentlichen konstanten Einstellung auf die im jeweiligen Betriebszustand vorliegenden Verhältnisse bei dieser bekannten Vorrichtung keine Rede sein kann.
  • Die Steuerung des Ventils wird bei dieser bekannten Vorrichtung in Abhängigkeit vom Lieferdruck des Turboladers bewirkt. Wesentlich ist aber, daß es bei dieser bekannten Vorrichtung auf die dynamischen Wirkungen ankommt.
  • Aus der USA.-Patentschrift 2 374 708 ist des weiteren eine Steuervorrichtung für Turbolader bekannt; doch ist bei der dort beschriebenen Anlage eine Umgehungsleitung mit einem darin angeordneten Sicherheitsventil nicht vorgesehen. Hier mündet die Abgasleitung in das Düsengehäuse der Turbine, an das auch eine Leitung mit einer Drosselklappe zwecks Regelung der Turbine angeschlossen ist. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird von den Abgasen keine ein Ventil öffnende Kraft hervorgerufen; die erwähnte Drosselklappe kann vom Druck der Abgase weder in ihre Offen- noch in ihre Schließstellung gebracht werden.
  • Es wurde auch bereits vorgeschlagen (vgl. das ältere deutsche Patent 1203 537), bei einer Steuervorrichtung für einen Abgasturbolader einer Brennkraftmaschine mit einer Umgehungsleitung, durch welche die Abgase an der Turbine vorbeigeführt werden können und die ein Umgehungsventil enthält, dieses mit einer unter Druck stehenden Arbeitsflüssigkeit derart zu betätigen, daß sich beim Anwachsen des Druckes in der Arbeitsflüssigkeit das Ventil schließt, wobei der Druck der Arbeitsflüssigkeit durch ein Steuerventil in Abhängigkeit vom Druck des Verdichters mittels einer Vorrichtung gesteuert wird, in der der Verdichterdruck auf Membranen einwirkt, die eine Kammer in drei Abschnitte unterteilen, von denen zwei über eine Drosseleinrichtung miteinander verbunden sind; dabei ist der erste Kammerabschnitt mit dem Verdichterauslaß, der dritte Kammerabschnitt mit dem Verdichtereinlaß und der zweite Kammerabschnitt mit dem dritten Kammerabschnitt über eine Drosselöffnung verbunden, und die Membranen sind mit dem Steuerventil derart gekuppelt, daß eine zum dritten Kammerabschnitt hin gerichtete Bewegung der Membranen das Steuerventil öffnet und den Druck der Arbeitsflüssigkeit verringert, so daß das Umgehungsventil geöffnet wird.
  • Es wurde oben bereits erwähnt, daß eine solche hydraulische Arbeitsflüssigkeit verschiedene bei solchen Steuerungen auftretende Probleme sehr wesentlich erleichtert, insbesondere wenn es sich um eine Maschinenanlage handelt, die in sehr verschiedenen barometrischen Höhen arbeiten soll. Dies ist in dem genannten älteren Patent in den ersten drei Absätzen der Beschreibungseinleitung gesagt, und auch bei der vorliegenden Erfindung ist an gleichartige Verhältnisse gedacht.
  • Nach der Erfindung soll die Vorrichtung so ausgebildet sein, daß die Regelvorrichtung einen über eine Drosselöffnung mit dem Laderauslaß verbundenen Raum mit einem Entlüftungsventil aufweist, welches den Luftauslaß aus dem Raum in Abhängigkeit von dem genannten Laderdruckverhältnis steuert, daß der Raum von einer ersten Steuermembran begrenzt ist, welche mit dem Sicherheitsventil so verbunden ist, daß sie bei Ansteigen des Drucks in dem Raum das Sicherheitsventil zu schließen bestrebt ist, und daß das Sicherheitsventil in seiner öffnungsrichtung durch zwei Kräfte vorgespannt ist, von denen die eine dem Einlaßdruck vor der Turbine und die andere dem Laderauslaßdruck proportional ist.
  • Zweckmäßig ist es ferner, die Vorrichtung nach der Erfindung so auszubilden, daß die in öffnungsrichtung auf das Sicherheitsventil einwirkende, dem Laderauslaßdruck proportionale Kraft mittels einer, vom Laderauslaßdruck beaufschlagten zweiten Steuermembran erzeugt wird, deren wirksame Fläche kleiner ist als die der ersten Steuermembran, die unter der Wirkung des Laderauslaßdrucks das Sicherheitsventil zu schließen sucht.
  • Bei einer Vorrichtung nach der Erfindung werden demzufolge verschiedene Schließkräfte und verschiedene Öffnungskräfte am Sicherheitsventil in der Umgehungsleitung wirksam. In Schließrichtung wirken dabei folgende Kräfte: 1. die Kraft einer Feder, 2. der Steuerdruck, der auf die große Oberfläche der ersten Steuermembran einwirkt und vom , Verdichterauslaßdruck beeinflußt wird, der über eine Drosselöffnung wirksam wird, sowie von der Wirkung des Entlüftungsventils abhängt, 3. der atmosphärische Druck, der auf die kleine Fläche einer zweiten Steuermembran einwirkt. , Demgegenüber setzen sich die Öffnungskräfte des Sicherheitsventils wie folgt zusammen: 1. Der Turbinen-Einlaßdruck, der sich auf die Oberfläche des Sicherheitsventils auswirkt, 2. der Verdichterauslaßdruck, der auf der kleinen Fläche der zweiten Steuermembran wirksam ist, 3. der atmosphärische Druck, der die große Fläche der ersten Steuermembran beaufschlagt.
  • Wesentlich ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, daß nach der Erfindung ein Entlüftungsventil vorgesehen ist, welches den Luftauslaß aus dem Raum in Abhängigkeit von dem Laderdruckverhältnis steuert und so mittelbar auf die Betätigung des Sicherheitsventils einwirkt. Dieses Entlüftungsventil wird in Abhängigkeit vom Verdichterdruckverhältnis betätigt und ist bei keiner der bisher bekanntgewordenen, vergleichbaren Steuervorrichtung vorgesehen.
  • Das vorstehend erwähnte Entlüftungsventil wird in Abhängigkeit von dem Laderdruckverhältnis gesteuert, und dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zweckmäßig ist es, eine Vorrichtung nach der Erfindung so auszubilden, daß das durch eine Feder in seine Schließstellung gedrängte Entlüftungsventil von einer Vorrichtung betätigt wird, die eine erste Hilfsmembran enthält, auf welche eine von einem luftleeren Balg erzeugte Kraft und außerdem Kräfte einwirken, die dem Ladereinlaßdruck bzw. Laderauslaßdruck entsprechen.
  • Hierbei ist mit Vorteil im Abstand von der erwähnten ersten Hilfsmembran eine zweite Hilfsmembran angeordnet, wobei die zwischen ihnen gebildete Kammer über eine Drossel mit dem Ladereinlaßdruck verbunden ist, der auch auf die Außenfläche der zweiten Hilfsmembran einwirkt, während der Laderauslaßdruck der Außenseite der ersten nachgiebigen Wandung zugeführt wird, wobei die Einrichtung derart getroffen ist, daß beim Ansteigen des Laderauslaßdrucks die erste zur zweiten Hilfsmembran hinbewegt wird, bis sich beide berühren, worauf sie gemeinsam entgegen der Wirkung der Feder das Entlüftungsventil öffnen.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung eines auf der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels hervor.
  • F i g.1 zeigt schematisch eine Brennkraftmaschine mit Vorverdichtung und einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Steuervorrichtung; F i g. 2 zeigt die Steuervorrichtung für das Sicherheitsventil nach F i g. 1 im Querschnitt.
  • Die Maschinenanlage nach F i g. 1 besteht aus einer Brennkraftmaschine 1, beispielsweise einem Dieselmotor, mit Einlaßleitung 2 und Auslaßleitung 3. Die Brennkraftmaschine ist mit einem Turbolader 4 ausgestattet, der von einem Verdichter 5 gebildet wird, welcher über eine Welle 6 von einer Turbine 7 antreibbar ist. Der Einlaßkanal des Verdichters 5 steht über eine Leitung 8 und ein Filter 9 mit der Außenluft in Verbindung. Die Auslaßleitung des Verdichters 5 ist mit dem Einlaßrohr 2 der Brennkraftmaschine verbunden. Der Einlaß der Turbine 7 ist über eine Leitung 11 mit der Auspuffleitung 3 der Brennkraftmaschine und der Auslaß der Turbine mit einer Auslaßleitung 12 verbunden. Um die Turbine 7 führt eine Umgehungsleitung, die aus den Rohren 13 und 14 gebildet wird, zwischen denen ein Sicherheitsventil eingeschlossen ist, dessen Ventilteller 15 einen Schaft 16 aufweist und mit einem Ventilsitz 17 zusammenwirkt, um die Umgehungsleitung abzuschließen. Der Ventilteller 15 ist mittels einer Steuervorrichtung 18 bewegbar, deren Einlaßöffnung 19 über ein Rohr 21 mit der Leitung 2 verbunden ist, so daß der am Auslaß des Verdichters 5 herrschende Druck der Steuervorrichtung zugeführt wird. Eine Auslaßöffnung 22 der Steuervorrichtung steht über ein Rohr 23 mit der Leitung 8 in Verbindung, so daß der an der Einlaßseite des Verdichters herrschende Druck der Steuervorrichtung zuführbar ist.
  • F i g. 2 zeigt die Steuervorrichtung im Mittellängsschnitt und in größerem Maßstab; die Vorrichtung besteht aus einem auf das Laderdruckverhältnis ansprechenden Teil 24, der die Bewegung eines Sicherheitsventils steuert. Das Gehäuse der Steuervorrichtung 18 besteht aus mehreren Abschnitten, nämlich einem Hauptteil 26, zwei auf beiden Seiten dieses Hauptteils liegenden Zwischenteilen 27 und 28 sowie den Deckelteilen 29 und 31. Zwischen den einander zugewandten Flächen des Zwischenteiles 28, des Hauptteiles 26 und des Deckelteiles 29 sind- Hilfsmembranen 32 bzw. 33 angeordnet, die Kammern 34, 35 und 36 begrenzen.
  • Im Innern der Kammer 36 befindet sich ein von Luft entleerter Balg 37, der starr an der Innenfläche des Deckelteiles 31 befestigt ist. Das freie Ende des Balgs 37 ist. mittels eines durch die erste Hilfsmembran 33 hindurchgeführten Zapfens 38 mit dieser Membran verbunden; der Zapfen 38 ragt ferner durch eine starre Platte 39 hindurch, mit deren Hilfe die erste Hilfsmembran 33 mittels einer Mutter 41. gegen das Ende des Balgs 37 festgeklemmt werden kann. Die zweite Hilfsmembran 32 ist mit einem tassenförmigen Teil 42 verbunden, und zwar vermittels eines halsartig eingeschnürten Zapfens 43, der durch die zweite Hilfsmembran 32 hindurchgeführt ist und eine solche Stellung einnimmt, daß er mit dem Ende des Zapfens 38 zusammenwirken kann. Der tassenförmige Teil 42 ist mittels eines Fingers 44, der in einen Schlitz 45 des Hauptkörpers 26 eingreift, so geführt, daß er sich in Längsrichtung verstellen, jedoch nicht drehen kann.
  • An der Innenseite des tassenförmigen Teiles 42 befindet sich ein Ansatz 46, in den der Schaft 47 eines Entlüftungsventils 48 eingeschraubt ist; das Ventil wirkt mit einem Sitz 49 zusammen, um den im Hauptteil 26 vorgesehenen Kanal 51 abzuschließen. Das rechte Ende des Kanals 41 ist mit einem Dichtungsglied 52 verschlossen, das jedoch den Schaft 47 unter Belassung eines Spaltes umgibt. Mit dem Dichtungsglied 52 einerseits und dem Ansatz 46 andererseits ist luftdicht ein nachgiebiger gewellt ausgeführter Balg 53 verbunden, der für gewöhnlich das Entlüftungsventil 48 in seine Schließlage drückt. Der Schaft 47 weist einen im Durchmesser größeren Führungsabschnitt 54 auf, der jedoch mit einer Nut od. dgl. 55 versehen ist, durch die das Arbeitsmittel in das Innere des Balgs 53 eintreten kann, so daß die von dem Arbeitsmittel auf das Ventil 48 ausgeübten Kräfte einander ausgleichen.
  • Die Auslaßseite des Entlüftungsventils 48 steht über einen Kanal 56 mit der Kammer 34 in Verbindung, die ihrerseits über einen Kanal 57 mit der Auslaßöffnung 22 verbunden ist, an der niedriger Druck herrscht. Ein enger Kanal 58 verbindet die Kammer 35 mit einem Kanal 59, der in den Kanal 57 einmündet. Die Kammer 36 andererseits ist über einen Kanal 61 mit dem Einlaß 19 verbunden, an dem hoher Druck herrscht.
  • Zwischen den beiden Endflächen des Zwischenteiles 27 einerseits und dem linken Deckelteil 29 sowie dem Hauptteil 26 sind nachgiebige Wandungen in Form von Steuermembranen 63 und 62 vorgesehen, die den von den genannten Gehäuseabschnitten bestimmten Raum in drei Kammern 64, 65 und 66 unterteilen. Die Kammer 66 erfaßt auch das Innere eines kappenartigen Teiles 67, gegen dessen äußere Bodenfläche die zweite Steuermembran 62 mittels einer starren Platte 68 und eines Gewindezapfens 60 am Ende des Ventilschaftes 16 sowie mit Hilfe einer auf den Zapfen aufschraubbaren Mutter 70 gepreßt wird. Der rechte Teil der Kammer 66 steht mit dem Kanal 51 des Entlüftungsventils über eine Bohrung 69 in Verbindung. Die vordere öffnung im Entlüftungsventil ist gegenüber der Kammer 66 durch eine Platte 71 abgeschlossen. Eine Feder 72 legt sich einerseits gegen die Bodenfläche des tassenartigen Teiles 67 und andererseits gegen den Hauptteil 26, so daß der Schaft 16 und das Sicherheitsventil 15 in die Schließlage gedrückt werden. Die linke Kammer 64 steht unmittelbar mit der Einlaßöffnung 19 der Steuervorrichtung in Verbindung. Der im Kanal 61 herrschende hohe Druck wird durch eine enge Öffnung 73 auch der Kammer 66 zugeführt. Die mittlere zwischen den Steuermembranen 62 und 63 liegende Kammer 65 steht über eine enge Entlüftungsöffnung 74 mit der Auslaßöffnung 22 in Verbindung, in der der niedrige Druck herrscht. Der tassenartige Teil 67 hat einen äußeren Flansch 75, gegen den die erste Steuermembran 63 mittels einer Platte 76 geklemmt ist; diese Platte wird durch mehrere über ihren Umfang verteilte Schrauben 77 gesichert.
  • Ist die Maschine außer Betrieb, so befinden sich sowohl das Sicherheitsventil 15 als auch das Entlüftungsventil 48 in ihren Schließstellungen, d. h., sie liegen auf ihren Sitzen 17 bzw. 49; das Sicherheitsventil 15 wird in diese Schließstellung mittels einer Feder 72 gedrückt und das Ventil 48 durch den Federbalg 53 in seiner Schließstellung gehalten. Ist die Brennkraftmaschine 1 in Gang gesetzt worden, so läuft die Turbine 7 um und bewirkt einen Druckanstieg vom Einlaß des Verdichters bis zum Auslaß des Verdichters an der Einlaßleitung 2 der Brennkraftmaschine. Der an der Auslaßseite des Verdichters herrschende Druck wird durch die Leitung 21. der Einlaßöffnung 19 der Steuervorrichtung 18 vermittelt, so daß dieser am Auslaßende des Verdichters herrschende Druck auch im Kanal 61 herrscht. Der Druck setzt sich sofort bis in die Kammer 64 links neben der zweiten Steuermembran 62 und durch die enge Öffnung 73 bis in die Kammer 66 fort. Da der Kanal 69 durch das Steuerventil 48 verschlossen ist, wird sich der volle, an der Auslaßseite des Verdichters herrschende Druck sowohl in der Kammer 66 als auch in der Kammer 64 bilden. Da aber die wirksame Oberfläche der ersten Steuermembran 63 größer ist als diejenige der zweiten Steuermembran 62, wirkt sich der am Auslaß des Verdichters herrschende und in den Kammern 64 und 66 vorhandene Druck in der Weise aus, daß er die Kraft noch verstärkt, mit der das Tellerventil 15 in seiner Schließlage gehalten wird. Der in den Leitungen 3 und 13 herrschende Druck der Auspuffgase der Brennkraftmaschine hat das Bestreben, das Sicherheitsventil 15 zu öffnen; diese Öffnungskraft wird von dem Druck gebildet, den die Auspuffgase auf die Stirnfläche des Ventiltellers ausüben.
  • Das in der Abgasleitung vorgesehene Sicherheitsventil ist demnach vier verschiedenen Kräften ausgesetzt, und zwar zwei Schließkräften, die einerseits von der Feder 72 und andererseits von der auf die erste Steuermembran 63 ausgeübten, dem Auslaßdruck des Verdichters entsprechenden Kraft gebildet werden, und zwei Öffnungskräften; letztere werden von dem Auslaßdruck des Verdichters, der auf der zweiten Steuermembran 62 lastet, und derjenigen Kraft gebildet, die der Druck der Auspuffgase der Brennkraftmaschine auf die Stirnfläche des Sicherheitsventils 15 ausübt.
  • Der Teil 24 der Steuervorrichtung regelt die Stellung des Entlüftungsventils 48 in folgender Weise: Die erste Hilfsmembran 33 wird infolge der Druckdifferenz, die sich auf den luftleeren Balg 37 auswirkt, nach rechts (F i g. 2) gedrückt. Die Kammer 36 steht mit der Druckauslaßseite des Verdichters 5 in Verbindung, während die Kammern 34 und 35 mit der Druckeinlaßseite des Verdichters verbunden sind. Der im Innern der Kammer 36 herrschende Druck wirkt sich in zweifacher Weise aus; die eine Kraft wirkt auf den, Balg 37 ein und hat das Bestreben, die erste Hilfsmembran 33 nach rechts zu verstellen; die andere Kraftkomponente wirkt auf den größeren Flächenbereich der Hilfsmembran und hat das Bestreben, sie nach links (F i g, 2) zu verstellen. Wenn der auf der ersten Hilfsmembran 33 lastende Druck des Arbeitsmittels größer wird als die vereinigten Kräfte des elastischen Balgs 37 einerseits und jener Kraft andererseits, die auf den luftleeren Balg durch den in der Kammer 36 herrschenden Druck ausgeübt wird, so bewegen sich die erste Hilfsmembran 33 und die mit ihr verbundenen `feile nach links, bis das Ende des Zapfens 38 mit dem Zapfen 43 in Eingriff kommt; es. wird dann die zweite Hilfsmembran 32 entgegen der Wirkung des Balgs 53 nach links bewegt. Damit wird das Entlüftungsventil 4$ in seine Offenstellung überführt und die Kammer 66 über die Kanäle 69, 51"56, die Kammer 34 und den Kanal 57 mit der Eiulaßseite des Verdichters in Verbindung gebracht. Da die Kammer 66 über die verengte Öffnung 73 mit der Druckseite in Verbindung steht, wird durch das öffnen des Entlüftungsventils 4$ der Druck in dieser Kammer sehr stark absinken und damit die auf der ersten Steuermembran 63 lastende Kraft geringer werden.
  • Die Kxäfte, die auf die Stirnfläche des Ventils 15 durch die Auspuffgase und auf die zweite Steuermembran 62 durch den Auslaßdruck des Verdichters des Turboverdichters ausgeübt werden, bewegen< das Sicherheitsventil 15 nunmehr in die Stellung, in der die Auspuffgase durch die Umgehungsleitung geführt werden; die Ventilverstellung wird entgegen der Wir- ; kung der Feder 72 und der Rückstellkraft der ersten Steuermembran 63 bewirkt.
  • Wenn die Auspuffgase um die Turbine 7 herumgeführt werden, so hat dies einer Herabsetzung der Umlaufgeschwindigkeit der Turbine und damit eine , Verringerung des Verhältnisses zwischen den am Auslaß und am Einlaß des Verdichters herrschenden Drücken zur Folge. Sobald dieses Druckverhältnis einen vorherbestimmten niedrigen Wert erreicht hat, bewegt sich die zweite Hilfsmembran 33 nach rechts, so daß das Entlüftungsventil 48 unter der Einwirkung des Balgs 53 in seine Schließstellung gelangen kann, Ist das Ventil 48 geschlossen, so steigt erneut der Druck in der Kammer 66 an mit der Folge, daß die erste Steuermembran 63, der tellerförmige Teil 67 und der Ventilschaft 16 sich nach links bewegen und das Sicherheitsventil 15 in Richtung auf seine Schließlage oder in die Schließstellung selbst überführt wird. Diese Steuerwirkung des Ventils 15 hält während der ganzen Dauer des Maschinenbetriebes an; infolgedessen wird das Verhältnis der Drücke am Einlaß und am Auslaß des Turbovorverdichters ständig auf dem vorher eingestellten Wert gehalten, der bestimmt ist durch das Verhältnis der wirksamen Flächenbereiche der ersten- Hilfsmembran 33 und des Balgs 37 und abhängig ist von dem elastischen Druck, den der Balg 37 auf die Hilfsmembran 33 ausübt, Da der Regel- bzw, Steuerteil 24 in Abhängigkeit von dem Verhältnis zwischen den Drücken an der Auslaß- und der Einlaßseite des Turboladers arbeitet, wird er selbsttätig Höhenschwankungen kompensieren, da die Kammer 35, die mit der Druckeinlaßseite des Verdichters in Verbindung steht, immer abhängig ist von der Betriebshöhe der Brennkraftmaschine. Der an der Einlaßseite des Verdichters herrschende Druck wird immer dem Druck entsprechen, der in der jeweiligen Betriebshöhe herrscht abzüglich der in der Verdichterleitung und im Filter 9 entstehenden Verluste. Der entsprechend den jeweiligen Druckverhältnissen arbeitende Teil 24 der Einrichtung ist also abhängig von dem erhöhten Druck im Verdichter 5, ganz unabhängig von dem Druck, der in jener Höhe herrscht, in der der Verdichter betrieben wird.
  • Das in der Umgehungsleitung liegende Sicherheitsventil 15 gemäß der Erfindung wird für gewöhnlich in der Schließlage gehalten und bleibt in dieser Lage weiterhin gesichert durch den im Verdichterauslaß herrschenden Druck; es wird stets einwandfrei arbeiten, auch wenn die. verschiedenartigsten Fehler auftreten sollten, von denen einige nachstehend erwähnt seien: Läßt der Druck am Verdichterauslaß plötzlich nach, so ist die einzige Kraft, die in der Schließrichtung auf das Ventil 15 einwirkt, die Kraft der Feder 72; das Ventil wird wie ein Entlastungs- oder Sicherheitsventil plötzlich geöffnet werden, wenn die von den Auspuffgasen oder vom Druck des Turbneueinlaß auf die Stirnfläche des Ventils ausgeübte Kraft die Kraft der Feder übersteigt. Bricht die zweiteSteuermembran 62, so gelangt der am Verdichterauslaß herrschende Druck in die Kammer 65; in dieser Kammer wird der Druck ansteigen, da aus ihr nur eine verengte Öffnung 74 herausführt; der Druckanstieg wird sich auf den großen Flächenbereich der ersten Steuermembran 63 auswirken, und zwar im Sinne einer Ventilöffnung. Sollte die erste Steuermembran 63 versagen, so erreicht der in der Kammer 66 herrschende Druck den Druck am Verdichtereinlaß, und zwar unter Vermittlung der Kammer 65 und des Kanals 74; in diesem Zusammenhang ist wiederum darauf hinzuweisen, daß der am Verdichterauslaß herrschende Druck der Kammer 66 durch die verengte Öffnung 73 zugeführt wird. Bei einem Versagen der ersten Hilfsmembran 33 wird der Druck in der Kammer 35 ansteigen, und zwar wegen der verengten 'O' ffnung 58, so daß das Ventil 48 durch die unmittelbar auf die zweite Hilfsmembran 32 ausgeübte Kraft geöffnet wird. Versagt die zweite Hilfsmembran 32, so hat dies keine besondere Wirkung, denn die Kammern 34 und 35 haben wegen der Druckausgleichöffnung 58 den gleichen niedrigen Druck.
  • Während bei der dargestellten Ausführungsform der Auslaß des Entlüftungsventils und die Bohrung 74 in die Einlaßseite des Verdichters münden, können diese auch mit der Außenluft unmittelbar in Verbindung stehen, wenn die Möglichkeit des Eindringend von Fremdstoffen verhindert wird.
  • Aus vorstehendem ist zu erkennen, daß das in der Umgehungsleitung vorgesehene Sicherheitsventil 15 gemäß, der Erfindung für gewöhnlich durch eine Feder in der Schließlage gehalten wird, so daß beim Inbetriebsetzen der Brennkraftmaschine 1 sämtliche Verbrennungsgase durch die Leitungen 3 und 11 der Turbine 7 zugeführt werden, so daß diese rasch auf Touren kommt. Die Arbeitsweise des Sicherheitsventils: ist im übrigen unabhängig von irgendwelchen -Drücken, abgesehen von dem im Verdichterauslaß herrschenden Druck; schließlich ist darauf hinzuweisen, daß das Sicherheitsventil unter allen Umständen richtig arbeitet, selbst wenn einzelne Teile des Ventils versagen sollten. Durch das Zusammen-. fassen von Entlüftungs- und Sicherheitsventil ist der Einbau dieser Ventile in die Leitungen vereinfacht und die Gefahr, daß Leckstellen od. dgl. entstehen, auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Da die Stirnfläche des Sicherheitstellerventils dem im Turbineneinlaß herrschenden Druck (bzw. dem in der Auspuffleitung der Brennkraftmaschine herrschenden Druck) zugewandt ist, wird bei irgendwelchen Störungen das in der Auspuffleitung vorgesehene Sicherheitsventil aufspringen, wie ein unter Federlast stehendes Entlastungsventil, bei Turbineneinlaßdrücken, die innerhalb der zulässigen Grenzen liegen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Steuerung eines Sicherheitsventils in der Umgehungsleitung einer Abgasturbine für den Antrieb eines Turboladers einer Brennkraftmaschine, mit einer auf das Verhältnis des Auslaßdrucks zum Einlaßdruck am Lader ansprechenden Regelvorrichtung, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die Regelvorrichtung einen über eine Drosselöffnung (73) mit dem Laderauslaß verbundenen Raum (66) mit einem Entlüftungsventil (48) aufweist, welches den Luftauslaß aus dem Raum (66) in Abhängigkeit von dem genannten Laderdruckverhältnis steuert, daß der Raum (66) von einer ersten Steuermembran (63) begrenzt ist, welche mit dem Sicherheitsventil (15) so verbunden ist, daß sie bei Ansteigen des Drucks in dem Raum (66) das Sicherheitsventil (15) zu schließen bestrebt ist, und daß das Sicherheitsventil (15) in seiner öffnungsrichtung durch zwei Kräfte vorgespannt ist, von denen die eine dem Einlaßdruck vor der Turbine (7) und die andere dem Laderauslaßdruck proportional ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Öffnungsrichtung auf das Sicherheitsventil (15) einwirkende, dem Laderauslaßdruck proportionale Kraft mittels einer vom Laderauslaßdruck beaufschlagten zweiten Steuermembran (62) erzeugt wird, deren wirksame Fläche kleiner ist als die der ersten Steuermembran (63), die unter der Wirkung des Laderauslaßdrucks das Sicherheitsventil (15) zu schließen sucht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das durch eine Feder (53) in seine Schließstellung gedrängte Entlüftungsventil (48) von einer Vorrichtung (24) betätigt wird, die eine erste Hilfsmembran (33) enthält, auf welche eine von einem luftleeren Balg (37) erzeugte Kraft und außerdem Kräfte einwirken, die dem Ladereinlaßdruck bzw. Laderauslaßdruck entsprechen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand von der erwähnten ersten Hilfsmembran (33) eine zweite Mlfsmembran (32) angeordnet ist, wobei die zwischen ihnen gebildete Kammer (35) über eine Drossel (58) mit dem Ladereinlaßdruck verbunden ist, der auch auf die Außenfläche der zweiten Hilfsmembran (32) einwirkt, während der Laderauslaßdruck der Außenseite der ersten Hilfsmembran (33) zugeführt wird, wobei die Einrichtung derart getroffen ist, daß beim Ansteigen des Laderauslaßdrucks die erste (33) zur zweiten Hilfsmembran (32) hinbewegt wird, bis sich beide berühren, worauf sie gemeinsam entgegen der Wirkung der Feder (53) das Entlüftungsventil (48) öffnen. In Betracht gezogene Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 123 706; USA.-Patentschrift Nr. 2 374 708. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1203 537.
DEG31297A 1960-01-04 1961-01-03 Vorrichtung zur Steuerung eines Sicherheitsventils fuer einen Turbolader Pending DE1273264B (de)

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