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Im Bereich der kurzen oder der noch kürzeren Wellen arbeitende übertragungsanlage
mit einem Sender und einem zum Empfang desselben bestimmten Empfänger Die Erfindung
bezieht sich auf eine im Bereich der kurzen oder der noch kürzeren Wellen arbeitende
Übertragungsanlage mit einem Sender und einem zum Empfang desselben bestimmten Empfänger,
der mit einer Sucheinrichtung zum Auffinden der Sendefrequenz und mit einer selbsttätigen
Frequenznachstelleinrichtung zur genauen Abstimmung bei gefundener Sendefrequenz
versehen ist und bei der außer dem die Informationen beinhaltenden Frequenzband
sendeseitig noch wenigstens zwei Schwingungen übertragen werden, die zueinander
einen konstanten Frequenzabstand haben und frequenzmäßig außerhalb des mit den Informationen
belegten Frequenzbandes liegen.
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In der F i g. 1 ist als Beispiel das Blockschaltbild des Empfängers
einer bekannten Übertragungsanlage dieser Art gezeigt und in der F i g. 2 das in
einer zwischenfrequenten Lage hierfür übliche Frequenzschema wiedergegeben. Diese
bekannte Einrichtung arbeitet mit Einseitenbandmodulation. Das ankommende Signal
wird im Empfänger, beispielsweise aus der 400-MHz-Lage, in die 35-MHz-Lage in einem
ersten Frequenzumsetzer 1 umgesetzt und nach einer Zwischenverstärkung in der Stufe
2 einem zweiten Frequenzumsetzer 3 zur Transponierung von der 35-MHz-Lage in die
2-MHz-Lage zugeführt. Das Frequenzschema in der 2-MHz-Lage hat, bezogen auf das
Empfangssignal, eine Form, wie es in der F i g. 2 gezeigt ist. über eine Gabelschaltung
4 wird das Signal in der 2-MHz-Lage einerseits einem Bandfilter 5 zugeführt, an
dessen Ausgang der Rückumsetzer 6 zur Transponierung des Nachrichtenbandes in die
Basisband-Frequenzlage angeschaltet ist. Diesem Rückumsetzer wird über die noch
eingezeichnete weitere Zuleitung die für die Rückumsetzung erforderliche Nullschwingung
zugeführt.
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Einem weiteren Anschluß des Gabelübertragers 4 wird über ein Bandfilter
7 die Nullschwingung einschließlich des Dienstgesprächs entnommen und einer zweiten
Gabelschaltung 8 eingespeist. Diese Gabelschaltung 8 speist einerseits das der Aussiebung
der Nullschwingung dienende Bandfilter 9, dessen Ausgang die Nullschwingung für
die Schwundregelung (AVC) entnommen wird. Die Nullschwingung wird weiterhin über
einen Amplitudenbegrenzer 11, ein Phasendrehglied 13, ein weiteres Nullschwingungsfilter
14 einer Gabelschaltung 15 zugeführt. Von der Gabelschaltung 15 aus wird einerseits
die Nullschwingung dem Basisbandumsetzer 6 und andererseits einem Nachstelldiskriminator
12 zugeführt. Außerdem wird noch die Ausgangsspannung des Begrenzers 11 direkt an
den zweiten Eingang des Diskriminators 12 gelegt. Der Phasendreher 13 wird so eingestellt,
daß bei der Mittenfrequenz des Filters 14 am Ausgang des Diskriminators die Spannung
Null entsteht. Von dem Nachstelldiskriminator 12 wird die Frequenznachstellung 16
des ersten überlagereroszillators 10 gespeist. Der zweite überlagereroszillator
17 ist quarzstabilisiert. Die Frequenznachstellung 16 kann beispielsweise eine motorische
Nachstellung sein.
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Die übertragungsbandbreite vor dem Frequenzumsetzer 1 ist relativ
groß, jedenfalls größer als das von der Information belegte Frequenzband. In der
35-MHz-Lage ist die Bandbreite ebenfalls noch wesentlich größer, beispielsweise
etwa 1 MHz. In den anschließenden Filtern wird aber eine derartige Frequenzbandbeschneidung
vorgenommen, daß eine relativ genaue Abstimmung des Empfängers erforderlich ist,
damit die einzelnen Schwingungen in die Durchlaßbereiche der jeweiligen Filter fallen.
Insbesondere kann die selbsttätige Pegelregelung und die selbsttätige Frequenzregelung
erst arbeiten, wenn die Nullschwingung in den Durchlaßbereich des sehr schmalen
Filters 9 bzw. 14 fällt.
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Damit ist bei Inbetriebnahme des übertragungssystems die Möglichkeit
gegeben, daß der Empfänger so weit gegen die tatsächlich gesendeten Frequenzen verstimmt
ist, daß die Frequenznachstelleinrichtung nicht in Tätigkeit treten kann. Um auch
in diesem Fall eine Abstimmung des Empfängers auf die Sollfrequenz zu erreichen,
sind bereits Anordnungen bekanntgeworden, bei denen der Empfängeroszillator im unstabilisierten
Zustand selbständig in einem Niederfrequenzrhythmus, z. B. unter Verwendung eines
Suchspannungsgenerators, so lange verändert
wird, bis die richtige
Abstimmfrequenz gefunden ist. Hierzu ist in der deutschen Patentschrift 846 421
der Vorschlag unterbreitet, zwei Pilotfrequenzen im Sendesignal vorzusehen, die
im Empfänger getrennt ausgewertet und einer Einrichtung zugeführt werden, die ähnlich
den Auswahlschaltungen bei Diversity-Empfang aufgebaut ist und eine Stabilisierung
der Empfängeroszillatorfrequenz auf einen der beide Pilote erlaubt. Der dort unterbreitete
Vorschlag hat zwar den Vorteil, daß der Empfängeroszillator auf einen beliebigen
der beiden Pilote stabilisiert werden kann, in welchem Fall jedoch die Suchschaltung
bereits abgeschaltet wird, wenn nur einer der beiden Pilote vorhanden ist. In der
anderen Variante ist dies bei Wegfall eines bestimmten der beiden Pilote ebenso
der Fall. Infolgedessen sind Fehlabstimmungen des Empfängers auf eine falsche Frequenz
immer noch nicht ganz ausgeschlossen.
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In der schweizerischen Patentschrift 229 996 ist der Vorschlag gemacht,
bei Empfängern ähnlicher Art wie den obengenannten, die Fehlabstimmung auf z. B.
eine Rauschspannung dadurch zu vermeiden; daß (bei übertragung ebenfalls zweier
Pilote) nur bei Empfang der Pilote mit wenigstens nahezu gleichen Pegeln die Abschaltung
der Suchspannung veranlaßt wird. Hierdurch wird also wiederum, z. B. bei zeitweiligen
selektiven Schwundeinbrüchen eine Anschaltung der Sucheinrichtung hervorgerufen,
was ebenfalls von Nachteil ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Abgabe eines neuen
Schaltungsprinzips die Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden.
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Diese Aufgabe wird bei einer im Bereich der kurzen oder der noch kürzeren
Wellen arbeitende übertragungsanlage mit einem Sender und einem zum Empfang desselben
bestimmten Empfänger, der mit einer Sucheinrichtung zum Auffinden der Sendefrequenz
und mit einer selbsttätigen Frequenznachstelleinrichtung zur genauen Abstimmung
bei gefundener Sendefrequenz versehen ist und bei der außer dem die Information
beinhaltenden Frequenzband sendeseitig noch wenigstens zwei Schwingungen übertragen
werden, die zueinander einen konstanten Frequenzabstand haben und frequenzmäßig
außerhalb des mit den Informationen belegten Frequenzbandes liegen, gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß in einem breitbandig ausgelegten Teil des Empfängers aus diesen
beiden Schwingungen eine Differenzschwingung gebildet wird, bei deren Auftreten
zunächst die Suchschaltung eingeschaltet wird, und daß in einem schmalbandigen Teil
des Empfängers ebenfalls die Differenzschwingung gebildet wird, bei deren Auftreten
die Suchschaltung abgeschaltet wird und nur die Frequenznachstelleinrichtung zur
genauen Abstimmung wirksam ist.
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Die Erfindung ist an sich bei beliebigen Modulationsarten des Senders
anwendbar. Bei einem System mit Einseitenbandmodulation, in dem außer der für die
Demodulation benötigten Nullschwingung noch eine tragende Trägerschwingung für einen
Dienstkanal in dem von Informationen freien Frequenzbereich insbesondere im Gebiet
des unterdrückten Seitenbandes übertragen wird, wird .die Erfindung jedoch vorteilhaft
in der Weise angewendet, daß das Nullschwingungssignal und das Trägerschwingungssignal
des Dienstkanals als die beiden für die Frequenznachstellung wirksamen Schwingungen
vorgesehen sind. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Empfängers für eine erfindungsgemäße
übertragungsanlage ist dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenznachstelleinrichtung
in eine Suchschaltung und die eigentliche Frequenznachstellung unterteilt ist und
daß bei Auftreten der Differenzfrequenz (Kriterium A) zunächst die Suchschaltung
auf Grund eines aus den beiden Schwingungen abgeleiteten Nachstimmkriteriums einen
überlagerungsoszillator des Empfängers, vorzugsweise den ersten, hin und her verstimmt,
bis der Abstimmfehler im wesentlich kleineren Fangbereich der Frequenznachstellung
liegt und dann unter Abschaltung der Suchschaltung ausschließlich die Frequenznachstellung
wirksam ist.
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Für einen derartigen Empfänger empfiehlt es sich fernerhin, daß die
Differenzfrequenzschwingung über einen Schalter die Suchschaltung in Betrieb setzt,
und daß jede der beiden Schwingungen für sich ausgesiebt wird, Ferner ist es vorteilhaft,
die Ausgangsspannungen der beiden Siebschaltungen in der Weise zu kombinieren, daß
bei gleichzeitigem Auftreten beider Ausgangsspannungen das weitere Kriterium für
die Abschaltung der Suchschaltung und den ausschließlichen Betrieb der Frequenznachstellung
abgegeben wird.
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Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
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In der F i g. 1 sind zusätzlich zu den an sich vorhandenen Aufbereitungsmöglichkeiten
für das Empfangssignal noch zwei Anschlüsse I und 1I vorgesehen, an die die Einrichtung
anzuschalten ist, die zur Realisierung der Lehre nach der Erfindung erforderlich
ist und für die ein Ausführungsbeispiel die F i g. 3 zeigt.
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Die in der F i g. 3 gezeigte zusätzliche Einrichtung nach der Lehre
der Erfindung besteht aus einem vom Anschluß I gespeisten Verstärker 18, der nichtlinear
sein soll und an dessen Ausgang ein schmales Bandfilter 19 angeschaltet ist, dessen
Durchlaßfrequenz der Differenzfrequenz zwischen den beiden erwähnten zusätzlichen
Frequenzen des Senders entspricht. Diese Differenzfrequenz wird einem Verstärker
20 zugeführt, in einem weiteren Schaltungsteil 21 gleichgerichtet und zur Betätigung
eines Schaltorgans 22, beispielsweise eines Arbeitsrelais, verwendet.
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Weiterhin wird vom Anschluß I über ein breiteres Bandfilter 23 das
Dienstgespräch mit dem Dienstgesprächsträger ausgesiebt und dem Dienstgesprächsanschluß
32 zugeführt. Über einen die Amplitude der übertragenen Schwingungen auf einen konstanten
Wert begrenzenden Verstärker 24 wird schließlich das Frequenzband des Dienstgespräches
bzw. wegen der Amplitudenbegrenzung praktisch nur der Dienstgesprächsträger einer
überlagerungsstufe 26 eingespeist. Diese überlagerungsstufe erhält von II her über
einen Zwischenverstärker 25 als überlagerungsschwingung noch die Nullschwingung.
Im Ausgang der überlagerungsstufe bildet sich damit die Differenz aus der Frequenz
des Dienstgesprächsträgers und der Nullschwingung. Bei Zugrundelegung eines Frequenzschemas
nach der F i g. 2 ist die Differenzfrequenz 60 kHz. Diese Differenz wird über ein
schmales Bandfilter 27 ausgesiebt, einem Verstärker 28 zugeführt und in einer Gleichrichteranordnung
29 zur Gewinnung einer Schaltspannung oder eines Schaltstromes gleichgerichtet.
Die Schaltspannung oder der Schaltstrom betätigen ein Relais 30, das ebenfalls ein
Arbeitsrelais sein kann.
Zweckmäßig erhält die Schalteinrichtung
29 über einen weiteren Weg noch eine zusätzliche Gleichspannung eingespeist, die
aus der Nullschwingung über den Gleichrichtertei131 gewonnen wird. Diese zusätzliche
Steuerspannung hat folgenden Grund. Bei sehr schwachem Empfang (Scatter-Strecken)
bzw. Hochregelung der Verstärkung des Empfängers (die Schwundregelung kann ja noch
nicht arbeiten!) läßt das »breite« Filter 5 noch ein so breites Rauschband durch,
daß die Rauschspannung die Dienstgespräch= trägeramplitude erreicht oder übersteigt.
Der Begrenzer 24 begrenzt jedoch die Summenspannung auf einen konstanten Wert; die
selektiv in 27 ausgewertete Dienstgesprächträgeramplitude ist also kleiner, als
dem Sollwert ohne Rauschen entspricht. Wenn trotzdem das Relais 30 ansprechen soll,
muß es sehr empfindlich gemacht werden. Damit besteht aber die Gefahr, daß Relais
30 auch anspricht, wenn nur Rauschen empfangen wird, oder bei ungestörtem Empfang
spricht Relais 30 schon an, wenn die Frequenz noch auf der Filterkante der Filter
9 und 14 liegt, wo die Dämpfung so groß ist, daß die Frequenznachstellung noch nicht
anläuft. Dies wird vermieden, indem in Weiterbildung der Erfindung die Schaltung
29 als Und-Gatter ausgebildet wird. An die Klemme 1I kommt auch bei starkem Rauschen
infolge der sehr schmalen Filter 9 und 14 nur dann ein Signal, wenn die Nullschwingung
im Durchlaßbereich der Filter liegt. Wenn also diese Spannung in richtiger Amplitude
vorhanden ist (die Frequenz also nicht an der Filterkante steht), wird das eine
Tor des Und-Gatters geöffnet, und nun genügt auch eine kleinere Spannung aus 28,
um das zweite Tor zu öffnen und damit das Relais sicher ansprechen zu lassen.
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Die Wirkungsweise eines erfindungsgemäß ausgestalteten übertragungssystems
kann man sich wie folgt vorstellen.
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Wird davon ausgegangen, daß als zusätzliche Schwingungen zu dem eigentlichen,
die Informationen beinhaltenden Frequenzband noch dessen Nullschwingung von z. B.
2 MHz Frequenz in der zwischenfrequenten Lage und die Dienstgesprächträgerschwingung
von z. B. 2,06 MHz frequenzmäßiger Lage im zwischenfrequenten Frequenzschema übertragen
werden, so bildet sich wegen der bewußt zugelassenen Nichtlinearität im Schaltungsteil
18 beispielsweise die Differenzfrequenz aus beiden Schwingungen, die 60 kHz beträgt.
Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, daß analog zu den nachfolgenden
Betrachtungen auch die Summenfrequenz aus beiden Frequenzen, beispielsweise also
die Frequenz 4,06 MHz auswertbar ist.
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Nimmt man beispielweise an, daß die Sendefrequenz noch außerhalb des
Fangbereiches der Frequenznachstellungsglieder 12 und 16 des ersten überlagerungsoszillators
10 (F i g. 1) ist, aber noch so weit innerhalb des vom Empfänger aufnehmbaren Frequenzbandes,
daß die beiden erwähnten Schwingungen, nämlich die Nullschwingung und die Dienstgesprächträgerschwingung,
wenn auch stark geschwächt, bis zur Klemme I durchkommen, so bildet sich im Verstärker
18 die Differenzfrequenz von 60 kHz aus den beiden erwähnten Schwingungen. Diese
wird so weit verstärkt, daß sie selbst bei ganz schwachem Einfall noch zu sicherem
Ansprechen des Relais 22 führt. Ist das Relais 22, wie beispielsweise angegeben,
ein Relais mit Arbeitskontakt, so kann das Anziehen und damit das Einschalten des
Relais 22 dazu ausgenutzt werden, den Empfängeroszillator 10 mit Hilfe der
motorischen Suchschaltung 16 so weit, vorzugsweise periodisch, zu verstimmen, bis
der Fangbereich der Frequenzregelung erreicht wird.
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Das hierfür erforderliche Kriterium wird aus dem Anziehen bzw. Inbetriebsetzen
des Relais 30 abgeleitet. Wird nämlich der erste überlagerungsoszillator 10 des
Empfängers mittels der motorischen Suchschaltung 16 so weit nachgestimmt, daß der
Sender innerhalb des Fangbereichs der Frequenzregelung des Empfängers liegt, so
kommt über den Anschluß II die Nullschwingung von beispielsweise 2,0 MHz zur Wirkung
und wird dem Frequenzumsetzer 26 über den Verstärker 25 zugeführt. Da der Frequenzumsetzer
26 in diesem Fall über die Schaltungsteile 23, 24 ständig den Dienstgesprächsträger
mit einer beispielsweisen Frequenz von 2,06 MHz erhält, kann im Ausgang der überlagerungsstufe
26 eine Differenzfrequenz oder eine Summenfrequenz vorgegebenen Wertes, beispielsweise
die Differenzfrequenz von 60 kHz, nur dann auftreten, wenn die Abstimmung des Empfängers
auf den Sender so genau ist, daß die Nullschwingung über die Filter 9 bzw. 14 übertragen
werden kann. Dieses Kriterium der Übertragung der Nullschwingung ist aber gleichbedeutend
dem Fall, daß der Empfänger bereits hinreichend genau auf den Sender abgestimmt
ist, und zwar so hinreichend genau, daß die Frequenznachstimrnung des Empfängers,
die selbsttätig erfolgen soll, in Betrieb gesetzt werden kann.
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Ist also dieser Zustand erreicht, so wird im Ausgang der überlagerungsstufe
26 beispielsweise aus den überlagerungsschwingungen mit Hilfe des Filters 27 die
Differenzfrequenz von 60 kHz ausgesiebt und nach Verstärkung im Verstärker 28 einem
Und-Gatter 29 zugeführt. Dieses Gatter bringt das Relais 30 zum Ansprechen, weil
gleichzeitig auch über 31 eine Gleichspannung angelegt wird. Das Ansprechen des
Relais 30, das beispielsweise einen Ruhekontakt beim Anziehen öffnet, der in den
Stromkreis des Nachstellmotors 16 eingeschleift ist, hat zur Folge, daß die motorische
Nachstimmung des ersten überlagerungsoszillators 10 abgeschaltet wird. Gleichzeitig
kann mit dieser Abschaltung der motorischen Suchschaltung des überlagerungsoszillators
10 die automatische Frequenznachstellung des Empfängers auf die Sendefrequenz
wirksam gemacht werden. Dies kann beispielsweise so wie in der F i g. 4 schematisch
angedeutet erfolgen. In den Speisestromkreis des Motors 16 für die Frequenznachstellung
ist ein Umschaltekontakt 34 eingefügt, der bei. Ansprechen lediglich des
Relais 22 den Motor an den Anschiuß 33 der Suchspannungsquelle anschaltet bzw. beim
Ansprechen sowohl des Relais 22 als auch des Relais 30 auf die Nachstellspannung
vom Ausgang des Nachstelldiskriminators 12 umschaltet. Der Umschaltekontakt 34 kann
dabei entweder ein Umschaltekontakt eines getrennten Relais sein, das von den Relais
22, 30 gesteuert wird, oder kann durch die Kontaktfedersätze der Relais 22, 30 gebildet
werden.
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Eine Vereinfachung dieser Relaisschaltung ist noch in der Weise möglich,
daß, wie in der F i g. 5 angedeutet, der Frequenznachstelldiskriminator 12 mit seiner
Ausgangsspannung gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Verstärkers ständig
auf die motorische Frequenznachstellung 16 aufgeschaltet ist.
Auf
die Verbindung des Nachstelldiskriminators bzw. seines Verstärkers mit der Nachstelleinrichtung,
z. B. des Nachstellmotors 16, wird parallel über eine Relaissteuerung 22', 30' abhängig
von dem Empfangssignal die Suchspannung zur frequenzmäßig periodisch erfolgenden
Durchstimmung des überlagerungsoszillators 10 gegeben. Die Suchspannung liegt hierbei
gleichartig wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der F i g. 4 an den Anschlußklemmen
33, die mit der Nachstelleinrichtung 16 über einen Arbeitskontakt 22' und einen
Ruhekontakt 30' in Verbindung steht. 22' ist dabei der Arbeitskontakt des Relais
22, und 30' ist der Ruhekontakt des Relais 30. Spricht nur das Relais 22 an, in
I7bereinstimmung mit dem Fall, daß der Empfänger zwar noch nicht richtig abgestimmt
ist, aber bereits die Differenzbildung im Teil 18 der F i g. 3 eintritt, so wird
der Stromkreis für die Suchspannung an den Klemmen 33 an den Nachstellmotor 16 bzw.
die Nachstimmeinrichtung gelegt, die damit den ersten Überlagerungsoszillator
10 periodisch innerhalb eines größeren Frequenzbereiches durchstimmt. Spricht
nun wegen der bei der Durchstimmung eintretenden Übereinstimmung der Empfangsfrequenz
mit der Sendefrequenz das Relais 30 an, so tritt zusätzlich zu dieser Suchspannung
auch eine Frequenznachstellspannung im Ausgang des Diskriminators 12 auf. Damit
diese Nachstellspannung allein wirksam wird, öffnet der Ruhekontakt 30' des Relais
30 in diesem Fall und schaltet die Suchspannungsquelle 33 von der Nachstelleinrichtung
16 ab. Die Nachstimmung des überlagerungsoszillators 10 erfolgt damit ausschließlich
über den Nachstimmdiskriminator 12 und das daran angeschaltete Nachstellorgan 16.
Die gleichzeitige Beaufschlagung des Regelspannungsausgangs des Nachstelldiskriminators
12 stört bei den meisten Diskriminatorschaltungen nicht.
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Für die Bemessung der Regelbereiche ist folgendes zu beachten. Der
Frequenzvariationsbereich bei der Wobbelung bzw. Grobregelung der Abstimmfrequenz
des überlagerungsoszillators 10 und damit der Empfangsfrequenz des Empfangsüberlagerers
1 muß gleich dem maximal möglichen Frequenzfehler aller im Sender und Empfänger
für die übereinstimmung von Sendefrequenz und Empfangsfrequenz maßgebenden Oszillatoren
sein. Er soll sogar ein klein wenig größer sein als dieser maximal mögliche Fehler.
Damit das Kriterium der Differenzfrequenzbildung aus den beiden Schwingungen nicht
aus einer Schwingung des die Informationen enthaltenden Nachrichtenbandes und der
Nullschwingung entstehen kann, muß der Frequenzabstand des Dienst gesprächträgers
einen größeren Abstand von der Nullschwingung haben als den halben Frequenzbereich,
den die Suchschaltung überstreicht. Die üblichen Suchschaltungen, mit denen man
die Nullschwingung in den Durchlaßbereich der Filter 9 und 14 bringen könnte, um
damit die Frequenznachstellung wirksam werden zu lassen, würden ohne die erfindungsgemäß
vorgesehene zweite Schwingung aus folgendem Grund versagen. Der Suchbereich muß
meist viel größer als der Abstand der Nullfrequenz vom Nachrichtenband sein. Damit
besteht die Gefahr, daß fälschlich eine Schwingung des Nachrichtenbandes in Filter
9, 14 gelangt und somit eine falsche Demodulation der Nachricht entsteht. Wenn erfindungsgemäß
eine zweite Schwingung in Verbindung mit der Nullschwingung ausgewertet wird, deren
Frequenzabstand größer als der halbe von der Suchschaltung überstreichbare Frequenzbereich
ist, ist dies mit Sicherheit vermieden; denn es kann dann nie eine Schwingung des
Nachrichtenbandes in die Filter 9, 14 und gleichzeitig die Nullschwingung oder eine
andere Schwingung in das Filter 5 gelangen. Damit ist sichergestellt, daß die Suchschaltung
trotz der Schwingung in den Filter 9, 14 weitersucht. Um Schwankungen der Amplitude
der Nullschwingung auf Grund von Schwankungen der übertragungsdämpfung auszugleichen,
ist die Einschaltung des Amplitudenbegrenzers 11 vorteilhaft, weil dann das Nullschwingungsfilter
14 praktisch mit konstanter Amplitude gespeist wird und somit nur bei axakter Lage
der Nullschwingung innerhalb des Durchlaßbereiches des Nullschwingungsfilters 14
die entsprechenden Vorgänge in der Auswertungsschaltung nach der F i g. 3 ausgelöst
werden.
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Die erfindungsgemäße Verwendung von wenigstens zwei einen konstanten
Frequenzabstand aufweisenden Schwingungen bringt wesentliche Vorteile im Vergleich
zu den bekannten Schaltungen dieser Art. Selbst wenn die Nullschwingung und die
zweite Schwingung (z. B. der Dienstgesprächsträger) wegen des erforderlichen breiten
Durchlaßbereichs, z. B. des Filters 7, bei schlechten übertrag ungsbedingungen oder
in der Verstärkung hochgeregeltem Empfänger scheinbar im Rauschen untergehen, kommt
die Differenzschwingung aus beiden Schwingungen hinter dem schmalen Differenzschwingungsfilter
19 noch deutlich zum Vorschein. Das beruht darauf, daß im Gegensatz zu den statistisch
verteilten Rauschschwingungen die Differenzschwingung aus zwei kontinuierlichen
Trägerschwingungen gebildet wird. Es ist daher auch für ein sehr schwaches Empfangssignal
z. B. bei Scatter-Empfang ein sicheres Einschalten der Sucheinrichtung gewährleistet.
Man kann also den Suchbereich sehr weit wählen "und durch entsprechende Schmalbandigkeit
(die nur durch die Frequenzkonstanz der elektrischen Bauelemente begrenzt ist) die
Differenzschwingung gegenüber dem Rauschen genügend hervorheben.