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DE1271348B - Hyperbolisch gekruemmte Stahlbetonschale - Google Patents

Hyperbolisch gekruemmte Stahlbetonschale

Info

Publication number
DE1271348B
DE1271348B DEP1271A DE1271348A DE1271348B DE 1271348 B DE1271348 B DE 1271348B DE P1271 A DEP1271 A DE P1271A DE 1271348 A DE1271348 A DE 1271348A DE 1271348 B DE1271348 B DE 1271348B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shell
reinforced concrete
curved
section
shells
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1271A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Ernst Haeussler
Dipl-Ing Wilhelm Jo Silberkuhl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP1271A priority Critical patent/DE1271348B/de
Publication of DE1271348B publication Critical patent/DE1271348B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B7/00Roofs; Roof construction with regard to insulation
    • E04B7/08Vaulted roofs
    • E04B7/10Shell structures, e.g. of hyperbolic-parabolic shape; Grid-like formations acting as shell structures; Folded structures
    • E04B7/102Shell structures

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Forms Removed On Construction Sites Or Auxiliary Members Thereof (AREA)

Description

  • Hyperbolisch gekrümmte Stahlbetonschale Die Erfindung betrifft eine hyperbolisch gekrümmte, mit einer Zugarmierung versehene, randsteglose Stahlbetonschale von im wesentlichen gleichbleibender Dicke, die in ihrer geometrischen Form einem Ausschnitt aus einem Rotationshyperboloid entspricht, wobei die unterstützten Ränder zur Rotationsachse parallel verlaufen.
  • Bekannte, doppelt gekrümmte Stahlbetonschalen, die insbesondere als Dachschalen von Hallenbauwerken Verwendung finden, sind entweder als gekrümmte Plattenbalken ausgebildet, d. h. von einem im wesentlichen mittig verlaufenden, der Krümmung folgenden Balken kragt beidseits die Schale vor, oder sie sind durch balkenartige, mit Stahleinlagen bewehrte Randstege verstärkt, die man im übrigen auch bei einfach gekrümmten Stahlbetonschalen im allgemeinen vorsieht.
  • Die Ausbildung von doppelt gekrümmten Stahlbetonschalen als -ekrümmte Plattenbalken und die Anordnung von balkenartigen Randstegen wird aus statischen Gründen für notwendig erachtet, um einerseits die aus dem Schaleneigengewicht und andererseits die aus Fremdlasten, wie Dachlasten, resultierenden Kräfte aufzunehmen und um außerdem die durch das Problem gegebenen Randbedingungen zu erfüllen. Die Stahlbetonschale selbst soll nämlich membranartig und von Biegespannungen möglichst frei sein, so daß die bewehrten Randbalken erforderlich sind, um die Schale ihre Form beibehalten zu lassen. Diese nach dem Stand der Technik für erforderlich erachteten, an der Ober- oder Unterseite der Schalen als Randstege angeordneten oder als Balken mittig verlaufenden Verstärkungen sind in mancher Beziehung, z. B. beim Betonieren, beim Transport sowie bezüglich der Armierung und aus architektonischen Gesichtspunkten nachteilig, so daß die bekannten, doppelt gekrümmten Betonschalen in ihrer Anwendung dadurch begrenzt sind.
  • Im übrigen ist vorgeschlagen worden, bei Zylinderschalen Binderscheiben zur Querversteifung der Stahlbetonschalen zu benutzen, was ebenfalls aufwendig und im übrigen in gleicher Weise nachteilig ist wie die Anordnung von balkenartigen Randstegen. Tatsächlich lassen sich hier die Binderscheiben statisch als derartige Randstege auffassen.
  • Im übrigen sind hyperbolisch gekrümmte Strukturelemente aus Blech bekannt, die als Dachhäute eingesetzt werden sollen und frei von Randstegen od. dgl. sind. Diese Konstruktionen lassen sich jedoch auf Stahlbeton nicht übertragen.
  • In einem älteren Patent (deutsche Patentschrift 1053 762) ist auch angegeben, wie bei einer hyper-C bolisch gekrümmten Stahlbetonschale auf Randstege verzichtet werden kann, und zwar gelingt dies dadurch, daß die doppelt gekrümmte Stahlbetonschale, die in ihrer Form einem Ausschnitt aus einem Rotationshyperboloid entspricht, mit geraden oder annähernd geraden Erzeugenden und mit über ihre gesamte Erstreckung im wesentlichen gleichmäßiger Stärke ausgeführt sowie durch einen oder mehrere an sich bekannte Zugbänder querversteift ist. Hier erfüllen die Zugbänder neben ihrer üblichen, in Längsrichtung der hyperbolisch gekrümmten Schalen wirksamen aussteifenden Funktion eine quer aussteifende Funktion. Zwar besteht bei dieser Konstruktion die Möglichkeit, die Zugbänder als Spannstähle in die Schale, die aus geometrischen Gründen diagonal verlaufende gerade Erzeugende hat, in Richtung dieser Erzeugenden einzulegen, nichtsdestoweniger würde es einen erheblichen Fortschritt bedeuten, wenn bei derartigen Schalen auf die Anordnung von Spannstählen überhaupt verzichtet werden kann. Letzteres liegt der Erfindung als Aufgabe zugrunde.
  • Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung bei einer hyperbolisch gekrümmten, randsteglosen Stahlbetonschale der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß der Sattelpunkt der Schale etwa in Höhe der Schwerpunkte der beiden Schalenrandquerschnitte gelegen ist und die Zugarmierung aus einer schlaffen Bewehrung besteht, die im unteren Querschnittsbereich der Schale angeordnet ist. Nach Lehre der Erfindung wird also auf sonst erforderliche Spannstähle und deren mittige Anordnung im Schalenquerschnitt verzichtet.
  • Die Erfindung geht von der bisher übersehenen (vgl. britische Patentschrift 472 233, S. 2 linke Spalte oben) Erkenntnis aus, daß Betonschalen der beschriebenen Art unter Eigengewicht und Last in bezug auf ihre Krümmung quer zur Längserstreckung entweder die Tendenz haben, sich zu öffnen oder zu schließen, so daß insoweit stets formaussteifende Maßnahmen, nämlich nach dem Stand der Technik balkenartige Randstege bzw. Ausbildung als Plattenbalken, oder nach dem älteren Patent Anordnung von Spannstählen erforderlich sind, jedoch ist gemäß der Erfindung ferner erkannt worden, daß es eine stabile Zwischenlage gibt, bei der der Sattelpunkt der hyperbolisch aekrümmten Betonschale etwa in Höhe der Schwerpunkte der beiden Schalenrandquerschnitte gelegen ist, so daß in diesem Fall auf balkenartige Randstege und Zugbänder verzichtet werden kann, wenn die Schale aus Beton mit Zugarmierung im unteren Querschnittsbereich des Schalenkörpers gefertigt, d. h. zur Aufnahme spezieller Spannungsverteilungen in der Lage ist. Hierbei übernimmt die Schale selbst die Forinaussteifung, für die bisher zusätzliche Elemente als erforderlich angesehen worden sind, Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß bei der erfindungs-,-emäßen hyperbolisch gekrümmten Betonschale sowohl auf Randstege als auch auf Zugbänder bzw. auf eine plattenbalkenartige Ausbildung verzichtet werden kann, so daß die erfindungsgemäßen Betonschalen im Ergebnis einfache, glatte Schalen darstellen. Dabei erfüllt die Schale selbst infolge ihrer geoinetrischen Gestaltung und ihrer Ausbildung in bezug auf die Aufnahme von Zugspannungen die formaussteifendi# Wirkung, die bei bekannten Konstruktionen von balkenartigen Randstegen, Zugbändern od. dgl. aufgenommen werden muß.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine doppeltgekrümmte Schale mit positiver Gaußscher Krümmung, F i g. 2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach F i g. 1, F i g. 3 eine doppelt gekrümmte Schale mit iiegativer Gaußscher Krümmung, F i 1-. 4 einen Schnitt in Richtung B-B durch den Gegenstand nach F i g# 3, F i g. 5 eine andere, Ausführungsform einer doppelt gekrümmten Schale mit negativer Gaußscher Krümmung, F i g. 6 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 5, F i g. 7 einen Schnitt in Richtung C-C durch den Gegenstand nach F i g. 5 bzw. 6 und F i g. 9 zugeordnet der F i g, 7 die Spannuna.,sverteilung in dem Gegenstand nach den F i g. 6 bis 7. Betrachtet man eine Schale 1, wie sie in den F i g. 1 und 2 dargestellt ist, mit rechteckigem Grundriß bei an sich bekannter doppelt gekrümmter Ausführung, welche an zwei einander gegenüberliegenden Rändern 2, 3, wie in der Figur angedeutet., gestützt, d. h. auf Auflager 4, 5 aufgelegt ist, so ändert sich der Spannungszustand in einem Schnitt quer zur Stützrichtung mit sich veränderndem Krümmungsmaß in der Richtung der Stützweite. Betrachtet man eine solche Schale mit positiver Gaußscher Krümmung, wobei die Krümmungen in beiden senkrecht aufeInanderstehenden Richtungen als konvex angenommen sind, so herrschen, wie in der F i 1-. 2 angedeutet ist, in Querrichtung zur Stützweite in der Schale durch. Pfeile angedeutete negative Momertte 8, d# h., die beiden freien Ränder 6, 7 der Schale wollen sich, auseinander und nach unten bewegen; die Schale, 1 hat die Tendenz aufzuklappen. Die gleiche Tendenz, wenn auch in abgeschwächter Form, bleibt auch bestehen, wenn die Krümmung in Längsrichtung der Auflager 4, 5 zu Null wird. Kehrt sich das Vorzeichen der Krümmung um, so schwächen sich auch im allgemeinen die Momente 8 weiterhin ab, bis sich bei einem ganz bestimmten Krümmungsmaß die Vorzeichen umkehren, um dann bei größer werdender negativer Gaußscher Krümmung beachtlich anzuwachsen. Letzteres ist in den F i g. 3, 4 angedeutet. Die Schalenränder 6, 7 wollen sich jetzt nach oben und gegeneinander hinbewegen; die Schale 1 hat die Tendenz zuzuklappen.
  • Gemäß der Erfindung ist erkannt worden, daß es eine ganz bestimmte Schalenform gibt, die bezüglich der Schalenmomente besonders günstig ist, da sich für die gleichmäßig belastete Schale 1 ein praktisch momentenfreier Spannungszustand ergibt. Diese besonders günstige Schalenfonn ist durch eine negative Gaußsche Krümmung ausgezeichnet, wobei infolge der beschriebenen Momentenverhältnisse die Mög- lichkeit besteht auf eine Randstegausbildung am Schalenrand 6, 7 zu verzichten. Diese Ausführungsform ist in den F i g. 5 bis 8 weiter verdeutlicht.
  • Eine besondere Fläche negativer Gaußscher Krümmung ist das einschalige Rotationshyperboloid, dein beispielsweise als Ausschnitt die Schalen der F i g. 3, 4 und 5 bis 7 entsprechen sollen. Dieses Rotationshyperboloid hat die Besonderheit, daß es hergestellt werden kann durch Rotation zweier sich kreuzender Geraden um eine bezüglich dieser Geraden windschiefen Achse. Für ein solches Rotationshyperboloid stellt sich heraus, daß die besonders günstige Form für die Beanspruchung in einer solchen Schale 1 unter Gleichflächenlast dann gegeben ist, wenn die beiden sich in der Mitte der Schale schneidenden Erzeugenden 9, 10 (F i g. 6) die beiden unterstützenden Ränder 6, 7 der Schale 1 etwa in der Schwerlinie dieses Schalenquerschnitts durchstoßen. In F i g. 7 ist der Schwerpunkt 11 eines Schalenquerschnitts zur Verdeutlichung eingetragen. In allgemeiner Formulierung, wenn also beispielsweise kein Rotationshyperboloid vorliegt, wird man versuchen, diese als ideal erkannten Verhältnisse zu approximieren. Mit diesen Angaben ist zugleich auch in etwa die Form der Schale 1 mit dem geringsten technischen Aufwand festgelegt, da dieser geringste technische Aufwand entscheidend von den Biegemomenten im Schalenquerschnitt beeinflußt wird. Für die günstigste Schalenform werden die Quermomente ein Minimum, was bedeutet, daß die Schale 1 mit minimaler Schalenstärke, gleichgültig aus welchem Werkstoff, ausgeführt werden kann.
  • Aus den F i g. 5 bis 7, insbesondere aus dem Schalenquerschnitt nach F i g. 7, sowie aus der Lage der durch den Schwerpunkt 11 gehenden Querlinie dieses Querschnitts ist ohne weiteres ersichtlich, daß die, dem äußeren Moment das Gleichgewicht haltenden inneren Spannungen Druckspannungsspitzen an den freien Rändern, 6, 7 der Schale 1 aufweisen. Ein Spannungsdiagramm gemäß F i g. 8 neben dem Schalenquerschnitt erläutert diesen Zustand.

Claims (1)

  1. Patcntanspruch-Hyperbotisch gekrümmte, mit einer Zugarmierung versehene, randsteglose Stahlbetonschale von im wesentlichen gleichbleibender Dicke, die in ihrer geometrischen Form einem Ausschnitt aus einem Rotationshyperboloid entspricht, wobei die unterstützten Ränder zur Rotationsachse parallel verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß der Sattelpunkt der Schale (1) etwa in Höhe der Schwerpunkte der beiden Schalen-Randquerscheibe gelegen ist und die Zugarmierung aus einer schlaffen Bewehrung besteht, die im unteren Querschnittsbereich der Schale (1) angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften. Deutsche Patentschrift Nr. 692 495; britische Patentschrift Nr. 472 233; Zeitschrift »Beton & Stahlbetonbau«, H. 3, 1955, S.93/94. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1053 762.
DEP1271A 1958-03-03 1958-03-03 Hyperbolisch gekruemmte Stahlbetonschale Pending DE1271348B (de)

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DE1271348B true DE1271348B (de) 1968-06-27

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB472233A (en) * 1935-03-14 1937-09-16 Bernard Laffaille Improvements in and relating to sheet-like structural elements suitable for use in the construction of roofs, walls and the like
DE692495C (de) * 1935-05-18 1940-06-20 Bernard Laffaille Raumabschliessendes Tragwerk, insbesondere Dach, aus Metallblechen
DE1053762B (de) * 1957-01-05 1959-03-26 Silberkuhl Wilhelm Johannes Doppeltgekruemmte Schale aus Stahlbeton, insbesondere Dachschale

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB472233A (en) * 1935-03-14 1937-09-16 Bernard Laffaille Improvements in and relating to sheet-like structural elements suitable for use in the construction of roofs, walls and the like
DE692495C (de) * 1935-05-18 1940-06-20 Bernard Laffaille Raumabschliessendes Tragwerk, insbesondere Dach, aus Metallblechen
DE1053762B (de) * 1957-01-05 1959-03-26 Silberkuhl Wilhelm Johannes Doppeltgekruemmte Schale aus Stahlbeton, insbesondere Dachschale

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