DE1271070B - Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnfoermigem Textilgut - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnfoermigem TextilgutInfo
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/24—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics in roped form
- D06B3/26—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics in roped form in superimposed, i.e. stack-packed, form
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Description
- Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnförmigem Textilgut Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien, wie Säure- oder Laugenresten, aus fortlaufendem bahnförmigem Textilgut durch mehrmals sich wiederholendes Besprühen mit frischem Wasser und Abquetschen des Textilgutes, wobei die abgequetschte Flüssigkeit von dem Gut ferngehalten wird.
- Es ist bekannt, Textilbahnen oder Textilstränge nach dem Abquetschen mittels eines Quetschwalzenpaares von einer Seite zu besprühen und das feuchte Textilgut durch ein Wasserbad, vorzugsweise in Mäanderform, zu führen. Bei diesem Verfahren wird das Wasserbad ständig mit Chemikalien angereichert, so daß das Wasserbad kontinuierlich mit Frischwasser versorgt werden muß, damit keine Erhöhung der Konzentration des Bades mit Chemikalien erfolgt. Bei einer bekannten Vorrichtung zur Durchführung eines ähnlichen Verfahrens zum Reinigen von zu einem endlosen Ring aneinandergereihter Bekleidungsstücke in einem Bad kann die durch das Quetschwalzenpaar abgequetschte Seifenlauge aus dem Waschprozeß ausgeschieden werden. Schaum und aufschwimmende Schmutzteile können über eine überlaufrinne abgezogen werden.
- Bei den bekannten Verfahren, bei welchen das Auswaschen der Chemikalien oder des Schmutzes mit Hilfe eines Wasser- oder Laugenbades erfolgt, ist stets so viel neues Frischwasser, Lauge od. dgl. dem Bad zuzuführen wie dem Textilgut durch das Quetschwalzenpaar entzogen wurde, ohne daß hierdurch gewährleistet wäre, daß die Konzentration des Bades sich nicht doch ändert. Nur mit einem hohen Wasser- bzw. Laugenverbrauch ist die Sicherheit der Konstanthaltung der Badkonzentration gewährleistet.
- Es ist ferner eine Vorrichtung zum Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnförmigem Textilgut bekannt, bei der in Bewegungsrichtung des Textilgutes hinter einer Sprühdüse ein Quetschwalzenpaar angeordnet ist, hinter dem in Bewegungsrichtung des Textilgutes zwei Förderrollen und eine Platte zum vorübergehenden Abtafeln für den Längenausgleich des Textilgutes zwischen der Vorrichtung und einer gleichartigen nächsten Vorrichtung vorgesehen ist. Der Wascheffekt wird hierbei durch wiederholtes Besprühen mit Wasser und anschließendes Abquetschen des Textilgutes erzielt. Das abgequetschte Wasser kann hierbei von dem Quetschwalzenpaar entfernt werden.
- Die Erfindung bezweckt bei einem Verfahren der eingangs genannten Gattung die Erzielung eines hohen Reinigungs- und Auswascheffektes des Textilgutes unter Anwendung einer nur geringen Frischwassermenge. Die für die Durchführung des Verfahrens notwendigen Mittel sollen einfach und billig sein.
- Zur Erreichung dieses Ziels sieht die Erfindung bei einem Verfahren der genannten Art vor, daß das Textilgut jedesmal nach dem Besprühen mit Wasser längere Zeit in einem badfreien Speicher gelagert und erst im Anschluß daran abgequetscht wird. Das erfindungsgemäße Verfahren steht hiermit in deutlichem Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren, bei welchen der Reinigungseffekt durch einen Spülvorgang im Waschwasser erzielt wird. Die Erfindung geht davon aus, daß es zur Erzielung eines ausreichenden Reinigungseffektes genügt, das reichlich durchfeuchtete Textilgut in einem badfreien Speicher zu lagern, so daß den Säure- oder Laugenresten genügend Zeit zu einem Auflösungsvorgang in der dem Gut noch anhaftenden Feuchtigkeit gegeben ist.
- Die zur Durchführung des Verfahrens zur Anwendung gelangende Einrichtung, bei der in Bewegungsrichtung des bahnförmigen Textilgutes aufeinanderfolgend ein Quetschwerk, eine Sprühdüse und ein Speicher vorgesehen sind, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschwalzen in bekannter Weise waagerecht nebeneinander angeordnet sind, wobei das abgequetschte Wasser über an den Stirnseiten der beiden Walzen angeordnete Abstreifer abführbar ist.
- In weiterer Ausgestaltung der Einrichtung zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Quetschwerk mit seiner Quetschfuge oberhalb und in der Symmetrieebene des als Warenstiefel ausgebildeten Speichers gelegen.
- Sind bei der Einrichtung mehrere Quetschwerke, Sprühdüsen und Speicher vorhanden, so sind die in Längsrichtung der Einrichtung aufeinanderfolgenden Quetschwerke seitlich versetzt und in gleichem Abstand von der Längsmittelebene der Einrichtung angeordnet. Dem gleichen Ziel der Platzersparnis und damit einer kleinen Bauweise der Einrichtung dient das Merkmal, daß die Warenstiefel so angeordnet sind, daß die Durchlaufrichtung des Textilgutes parallel zu den Achsen der Quetschwalzen ist und seitlich versetzte Quetschwerke auch in Längsrichtung der Einrichtung versetzt sind.
- Die sich auf die Einrichtung beziehenden Merkmale sollen nur in Verbindung mit den Verfahrensmerkmalen Schutz genießen.
- Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung mit mehreren Quetschwerken und Warenstiefeln zur Durchführung des Verfahrens dar, und zwar zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf die Einrichtung, F i g. 2 einen senkrechten Längsschnitt und F i g. 3 einen senkrechten Querschnitt durch die Einrichtung.
- Das Textilgut gelangt in Pfeilrichtung über eine Transportwalze 1 in das erste Quetschwerk 2, 2', wird hiernach in einen quer zur bisherigen Förderrichtung gelegenen Warenstiefel und von dort in ein zweites Quetschwerk geleitet, um wiederum in einen zu dem ersten Warenstiefel parallelen Warenstiefel 4 zu einem weiteren Quetschwerk auf Höhe des ersten Quetschwerkes zu gelangen. Das Textilgut wird somit zickzackförmig durch die Einrichtung hindurchgeführt.
- Wie insbesondere aus F i g. 2 zu erkennen ist, ist kurz unterhalb jedes Quetschwerkes eine ovale Ringdüse 3 angeordnet, durch die das durchlaufende Textilgut mit Frischwasser intensiv besprüht wird. Die Wasserstrahlen dieser Düse können in Richtung und Stärke so bemessen sein, daß gleichzeitig ein starker Zug nach unten auf das Textilgut ausgeübt wird, wodurch das Ablösen des abgequetschten Textilgutes von den Quetschwalzen begünstigt wird.
- Nach Verlassen der Ringdüse, die kurz oberhalb des Warenstiefels angeordnet ist, gelangt das Textilgut in diesen Stiefel und wird dort in nassem Zustand für eine längere Verweilzeit gelagert, wobei der Stiefel badfrei bleibt. Diese Lagerzeit des Textilgutes ist notwendig, um durch einen diffusionsähnlichen Vorgang das Auflösen der Verunreinigungen oder der Säurereste im Kern der Faser mit dem aufgesprühten Frischwasser zu ermöglichen.
- Das aus dem Warenstiefel austretende Textilgut wird nun aufwärts geführt und gelangt zwischen die nächsten Quetschwalzen. Die Warenstiefel 4 besitzen nur Ablaufleitungen 4', durch welche das mit Chemikalien angereicherte und von dem Textilgut abgelaufene Sprühwasser ständig ablaufen kann.
- Zum Abführen des aus dem Textilgut gequetschten Wassers aus dem Spalt zwischen den in bekannter Weise waagerecht nebeneinander angeordneten Quetschwalzen weisen die beiden Quetschwalzen eines Quetschwerkes an den Stirnseiten angeordnete Abstreifer 7 auf. Von diesen wird das abgequetschte Wasser einer Rinne 8 zu- und von dieser abgeführt.
- Um ein Anhaften des Textilgutes an den Walzen nach Verlassen des Walzenspaltes zu verhindern, können an der Unterseite der Walzen Schaber 6 angeordnet sein. ° Die einzelnen Quetschwerke 2, 2' sind, wie insbesondere aus F i g. 1 und 2 zu erkennen ist, oberhalb und in der Symmetrieebene des Warenstiefels 4 gelegen. Mehrere aufeinanderfolgende Warenstiefel 4 sind so angeordnet, daß die Durchlaufrichtung des Textilgutes parallel zu den Quetschwalzenachsen verläuft, wie auch die Quetschwerke selbst sowohl seitlich im gleichen Abstand von der Längsmittelebene der Einrichtung als auch in Längsrichtung der Einrichtung versetzt angeordnet sind.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnförmigem Textilgut durch mehrmals sich wiederholendes Besprühen mit frischem Wasser und Abquetschen des Textilgutes, wobei die abgequetschte Flüssigkeit von dem Gut ferngehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilgut jedesmal nach dem Besprühen mit Wasser längere Zeit in einem badfreien Speicher gelagert und erst im Anschluß daran abgequetscht wird.
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der in Bewegungsrichtung des bahnförmigen Textilgutes aufeinanderfolgend ein Quetschwerk, eine Sprühdüse und ein Speicher vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschwalzen (2, 2') in bekannter Weise waagerecht nebeneinander angeordnet sind, wobei das abgequetschte Wasser über an den Stirnseiten der beiden Walzen angeordnete Abstreifer (7) abführbar ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Quetschwerk mit seiner Quetschfuge oberhalb und in der Symmetrieebene des als Warenstiefel (4) ausgebildeten Speichers gelegen ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3 mit mehreren Quetschwerken, Sprühdüsen und Speichern, dadurch gekennzeichnet, daß die in Längsrichtung der Einrichtung aufeinanderfolgenden Quetschwerke (2, 2') seitlich versetzt und im gleichen Abstand von der Längsmittelebene der Einrichtung angeordnet sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Warenstiefel so angeordnet sind, daß die Durchlaufrichtung des Textilgutes parallel zu den Achsen der Quetschwalzen gelegen ist, und seitlich versetzte Quetschwerke auch in Längsrichtung der Einrichtung versetzt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 932 546, 860 482, 292 000, 219 797, 7525,1025; deutsche Patentanmeldung H 23080 VII/8a (bekanntgemacht am 15.11. 1956); britische Patentschrift Nr. 542 413; USA.-Patentschriften Nr. 2 240 809, 2145 019, 1741338.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1271A DE1271070B (de) | 1957-03-07 | 1957-03-07 | Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnfoermigem Textilgut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1271A DE1271070B (de) | 1957-03-07 | 1957-03-07 | Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnfoermigem Textilgut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1271070B true DE1271070B (de) | 1968-06-27 |
Family
ID=5661243
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1271A Pending DE1271070B (de) | 1957-03-07 | 1957-03-07 | Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Auswaschen von Chemikalien aus fortlaufendem bahnfoermigem Textilgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1271070B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0534036A1 (de) * | 1991-09-23 | 1993-03-31 | Solipat Ag | Verfahren zur Nassbehandlung textiler Schlauchware und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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-
1957
- 1957-03-07 DE DEP1271A patent/DE1271070B/de active Pending
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