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DE1269457B - Freiformschmiedepresse mit von Servomotoren oeffenbare Pressenventile - Google Patents

Freiformschmiedepresse mit von Servomotoren oeffenbare Pressenventile

Info

Publication number
DE1269457B
DE1269457B DEP1269A DE1269457A DE1269457B DE 1269457 B DE1269457 B DE 1269457B DE P1269 A DEP1269 A DE P1269A DE 1269457 A DE1269457 A DE 1269457A DE 1269457 B DE1269457 B DE 1269457B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
press
retraction
rel
valve
res
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1269A
Other languages
English (en)
Inventor
Matthias Arenz
Peter Billen
Helmut Robra
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schloemann AG
Original Assignee
Schloemann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schloemann AG filed Critical Schloemann AG
Priority to DEP1269A priority Critical patent/DE1269457B/de
Publication of DE1269457B publication Critical patent/DE1269457B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J9/00Forging presses
    • B21J9/10Drives for forging presses
    • B21J9/20Control devices specially adapted to forging presses not restricted to one of the preceding subgroups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Presses (AREA)

Description

  • Freiformschmiedepresse mit von Servomotoren öffenbare Pressenventile DieErfindung betrifft eineFreiformschmiedepresse, deren selbstschließendes Presseneinlaß- und deren selbstschließendes Pressenauslaßventil mittels wahlweise zu betätigender Schalter über elektromagnetisch betätigte Schieber von hydraulischen Servomotoren öffenbar sind, wobei das Presseneinlaßventil in Abhängigkeit von der Offenstellung des Pressenauslaßventils gesperrt ist, und deren selbstschließendes Rückzugeinlaß- bzw. Rückzugauslaßventil durch Zusammenwirken von ortsfesten Anschlägen mit den Pressenbewegungen folgenden Anschlägen über elektromagnetisch betätigte Schieber von hydraulischen Servomotoren öffenbar sind.
  • Bei diesen Freiformschmiedepressen werden immer raschere Bewegungen angestrebt, so daß die Pressen verhältnismäßig große Ventilquerschnitte erhalten müssen. Insbesondere wenn die Ventile selbsttätig in Abhängigkeit von der jeweilig erreichten Pressenstellung durch Servomotoren geöffnet oder geschlossen werden sollen, sind zur Erreichung bestimmter Pressenendstellungen rasche Ventilöffnungs-und Schließbewegungen erforderlich. Die Steuerung der Servomotoren in Abhängigkeit von der jeweilig erreichten Pressenstellung erfolgt auf elektrischem oder mechanischem oder hydraulischem Weg durch Zusammenwirken von ortsfesten Anschlägen mit Anschlägen, welche den Pressenbewegungen folgen.
  • Da aber die Widerstände, die sich der Pressenbewegung entgegenstellen, nicht immer gleich groß sind und da in der Steuerung unterschiedlich große Verzögerungen auftreten, ist nicht genau vorher bestimmbar, in welcher Stellung die Presse zum Stillstand kommt, wenn beim Durchfahren einer bestimmten Pressenstellung der Steuerimpuls durch Zusammenwirken der ortsfesten und beweglichen Anschläge ausgelöst wird. Der Stillstand erfolgt vielmehr innerhalb eines verhältnismäßig großen Streubereiches, der für viele Arbeiten größer als erwünscht ist. Dieser Streubereich könnte durch Verminderung der Ventilquerschnitte verringert werden, was aber den Nachteil sehr kleiner Preßgeschwindigkeiten zur Folge haben würde.
  • Zur Verminderung des Streubereiches ist es auch bekannt, Drosselventile zu verwenden. Diese haben aber im Hinblick auf die angestrebten Preßgeschwindigkeiten zu große Anlauf- und Bremszeiten. Den gleichen Nachteil hat auch eine ebenfalls bekannte Vorrichtung zur stufenweisen Drosselung der Pumpenleistung.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Presse der genannten Art den Streubereich zu vermindern, ohne auf große Preßgeschwindigkeiten zu verzichten. Die Erfindung besteht darin, daß in der Rückzugeinlaßleitung und in der Rückzugauslaßleitung je zwei parallele, in gleicher Weise über Anschlagschalter beim Abschließen nacheinander steuerbare Ventile vorgesehen sind, von denen je eines einen großen Querschnitt und das jeweils andere einen kleinen Querschnitt hat, wobei beide Ventile des Rückzugauslasses in Abhängigkeit von der Offenstellung der Rückzugeinlaßventile gesperrt sind.
  • Bei entsprechend geringer Bemessung des Querschnitts des kleinen Ventils kann der Streubereich sehr stark vermindert werden, so daß also der gewünschte Endpunkt der Pressenbewegung mit Sicherheit eingehalten wird. Die Verhältnisse können beispielsweise so gewählt werden, daß der Querschnitt des kleinen Ventils etwa 1/s0 bis 1/2oo des Querschnitts des großen Ventils beträgt.
  • Die gegenseitige Sperre zwischen den Rückzug einlaß- und Rückzugauslaßventilen kann hierbei ähnlich wie die bekannte Sperre zwischen dem Presseneinlaß- und dem Pressenauslaßventil ausgebildet sein.
  • Die Verteilung des Rückzugeinlasses und des Rückzugauslasses auf je zwei ungleichartig gesteuerte Ventile mit ungleichen Querschnitten bringt jedoch bei Einzelbetätigung der Ventile und infolge der Vielzahl der einzelnen steuerbaren Ventile die Gefahr von Fehlsteuerungen mit sich, die vermieden werden müssen, um die gestellte Aufgabe stets mit Sicherheit zu lösen. Hierbei handelt es sich nicht nur um Fehlsteuerungen, die durch eine falsche Reihenfolge der Handbetätigungen der Steuerknöpfe oder Steuerschalter entstehen können, sondern auch um Fehler, die infolge falscher Verlegung der elektrischen Steuer- Leitungen und um Störungen, die infolge unbeabsichtigten Kontakts zwischen diesen Leitungen entstehen können.
  • Die Erfindung bezieht sich deshalb auch auf Mittel zur Vermeidung solcher Fehlsteuerungen, die insbesondere in der Anordnung von Sperren an Pressenventilen bestehen, welche nur bei bestimmter Stellung anderer Pressenventile lösbar sind. Um zu verhindern, daß der Rückzugauslaß geöffnet wird, ehe die Druckwasserzufuhr abgesperrt ist, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Steuerflüssigkeit den Steuerschiebern der Rückzugauslaß-Servomotoren über die Zylinder beider Rückzugeinlaß-Servomotoren zuführbar, und zwar in der Stellung der Kolben der Servomotoren, die sie bei der bei geschlossenen Rückzugeinlaßventilen bestehenden Servomotorkolbenstellung einnehmen. Hierdurch wird erreicht, daß die Fehlschaltungen sich nicht auf die Betätigung der Ventile auswirken, da diese bei unvorschriftsmäßiger Betätigung der Steuerknöpfe oder Steuerschalter geschlossen bleiben.
  • Zur Vereinfachung des Steuersystems kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Presse so ausgebildet sein, daß das Pressenauslaßventil und das kleine Rückzugeinlaßventil gleichzeitig schließen, und zwar vorzugsweise mit Hilfe des Anschlagschalters. Das gleichzeitige Schließen bietet den Vorteil, daß die Presse genau nach Schließen des Rückzugeinlaßventils wieder betriebsbereit für den nächsten Hub eingestellt ist.
  • Wenn die Rückschlagventile in der Steuervorrichtung vermieden werden sollen, kann dies erfindungsgemäß dadurch geschehen, daß die Öffnungsbewegung des Servomotors des Presseneinlaßventils allein vom Servomotor des Rückzugauslaßventils großen Querschnitts während dessen Schließstellung gesperrt ist.
  • Diese Anordnung ist bei dem nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehen, obwohl bei dem Ausführungsbeispiel das Rückschlagventil R V eingezeichnet ist. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäß erreichten Steuervorgangs, F i g. 2 eine schematische Darstellung einer Presse mit Steuervorrichtung gemäß der Erfindung und F i g. 3 bis 6 schematische Darstellungen der Servomotoren und der Steuerschieber für die einzelnen Servomotoren in verschiedenen Betriebsstellungen, und zwar F i g. 3 bei Steuerstellung »Halt«, F i g. 4 bei Steuerstellung »Pressen«, F i g. 5 * bei Steuerstellung »Rückzug schnell« und F i g. 6 bei Steuerstellung »Rückzug langsam«.
  • Der Preßstempel 1 ist starr verbunden mit der Traverse 2 und dem Preßplunger 3, der in einem Zylinder 4 bewegbar ist. Der Zylinder 4 ist starr verbunden mit einer feststehenden Traverse 5, die durch Zuganker 6 mit einem nicht gezeichneten Fundamentholm verbunden ist. Die Traverse 2 ist über Stangen 7 starr mit einer Rückzugtraverse 8 verbunden, die einen Rückzugkolben 9 trägt, der in einen ortsfest angeordneten Rückzugzylinder 10 eintauchen kann. Die Rückzugtraverse 8 trägt eine Steuerschiene 11 mit einer Schrägfläche 11 a, die dazu dient, beim Rückwärtsgang der Traverse 8 nacheinander Schaltnocken 12 und 13 zu betätigen. Der Schaltnocken 12 betätigt seinerseits einen Schalter S/RES, der zum Schließen des Rückzugeinlaßventils RES dient. Der Schaltnocken 13 betätigt dagegen einen Schalter S/REL, der zum Schließen des Rückzugeinlaßventils REL dient. Der Öffnungsquerschnitt des Ventils REL beträgt einen Bruchteil, beispielsweise 1/loo des Öffnungsquerschnitts des Ventils RES, so daß durch das Öffnen des Ventils REL nur eine langsame Rückzugbewegung, durch das Öffnen des Ventils RES jedoch eine schnelle Rückzugbewegung erzielbar ist.
  • Die Traverse 2 trägt eine andere Steuerschiene 14, die eine Schrägfläche 14a besitzt und damit auf Schaltnocken 15 und 16 einzuwirken vermag, die zu Schaltern S/RAS und S/RAL gehören. Diese Schalter vermögen zwei Rückzugauslaßventile RAS und RAL zu steuern, von denen das eine Ventil RAS einen großen Querschnitt freigeben kann, während das andere Ventil RAL nur einen kleinen Querschnitt freizugeben vermag.
  • In den Rückzugzylinder 10 führt eine Druckleitung 17, die mit einer von einem nicht dargestellten Akkumulator oder einer anderen Druckquelle kommenden Druckleitung 18 über das Ventil RES verbindbar ist. Parallel zu dem Ventil mit dem großen Ventilquerschnitt RES ist zwischen die Leitungen 17 und 18 das Ventil mit dem kleinen Querschnitt REL geschaltet. Zwischen eine Abwasserleitung 19 und die Druckleitung 17 sind parallel nebeneinander die beiden Ventile RAS und RAL geschaltet.
  • Die Presseneinlaß- und Pressenauslaßventile PE und PA liegen zwischen der Leitung 20 einerseits und der Druckzuführleitung 18 bzw. der Abwasserleitung 19 andererseits. Die Ventile RES und REL können umgangen werden durch eine Umgehungsleitung 21 mit RückschlagventilRV, das die Leitung 17 mit der Leitung 18 so verbindet, daß Druckflüssigkeit aus der Leitung 17 in die Druckzuführungsleitung 18 zurückgeschoben werden kann, wenn bei geschlossenen Ventilen RES und REL Druckflüssigkeit in den Arbeitszylinder 4 eingeführt wird. Da der Kolben 3 im Arbeitszylinder 4 einen viel größeren Querschnitt als der Kolben 9 im Rückzugzylinder 10 hat, vermag nämlich der Kolben 3, wenn er von Druckflüssigkeit beaufschlagt wird, den Rückzugkolben 9 mit vorzuziehen, wobei der Kolben 9 dann die Druckflüssigkeit aus dem Rückzugzylinder 10 über die Leitung 17 durch das Rückschlagventil R V in die Druckleitung 18 hinüberschiebt. Mit DR ist ein Drosselventil zur Einstellung der Preßgeschwindigkeit bezeichnet.
  • Der Sinn der parallelgeschalteten Ventile RES und REL für die Rückzugbewegung bzw. RAS und RAL für die Vorschubbewegung wird verständlich an Hand des Diagramms gemäß F i g. 1. Auf der Abszisse x sind Wege aufgetragen, die die Presse zurücklegt, während auf der Ordinate y Preßgeschwindigkeiten aufgetragen sind. Wenn im Punkt Null die beiden parallelgeschalteten Rückzugeinlaßventile RES und REL geöffnet werden, so bewegt sich die Presse im Rückzugsinn mit allmählich zunehmender Geschwindigkeit. Anschließend bewegt sich die Presse auf dem Weg vom Punkt a zum Punkt b mit etwa konstanter Geschwindigkeit. Würden nun im Punkt b beide Einlaßventile RES und REL geschlossen oder wäre überhaupt nur ein einziges großes Rückzugeinlaßventil vorhanden, so würde die Presse nach einem kurzen Weg zum Stillstand kommen. Der Punkt, in dem die Presse tatsächlich zum Stillstand kommt, läßt sich aber infolge der Pressenreibungen nur ungenau bestimmen. Er wird in einem Streubereich liegen, der durch die beiden gestrichelten Geraden c angedeutet ist und unten auf der Abszisse x die Strecke a-g ergibt. Dieser Streubereich ist so groß, daß er für viele Arbeiten nicht brauchbar ist, und zwar insbesondere dann, wenn es sich um eine halb- oder vollautomatisierte Presse handelt, für deren Bewegungen stets gleiche Ausgangspunkte gegeben sein müssen. Es wird deshalb so vorgegangen, daß nach Erreichung des Punktes b lediglich das Rückzugeinlaßventil mit großem Querschnitt, RES, geschlossen wird. Die Schließbewegung ist dargestellt durch die Gerade, die mit RES bezeichnet ist, wenn die Geschwindigkeit genauso abklingt.
  • Sie kann aber auch in jeder anderen Lage zwischen den beiden gestrichelten Linien c liegen. Nach Erreichung des Punktes d wird die Presse nur noch eine langsame Bewegung ausführen, dargestellt durch die Gerade, welche den Punkt d mit dem Punkt f verbindet, da jetzt nur noch das Einlaßventil mit geringem Querschnitt, nämlich REL, geöffnet ist. Die Presse führt nach Erreichung des Punktes d einen Weg d-f aus, und zwar mit einer annähernd konstanten Geschwindigkeit, die durch den Querschnitt von REL bestimmt ist. Im Punkt f wird auch das Ventil REL durch den Schalter S/REL geschlossen. Selbstverständlich liegt auch nach dem Schließen des Ventils REL die endgültige Stellung der Presse innerhalb eines gewissen Streubereiches, doch wird dieser Streubereich verschwindend klein gehalten, wenn der Unterschied zwischen den Öffnungsquerschnitten der Ventile RES und REL groß, beispielsweise 50: 1 bis 200: 1, gewählt wird. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, wird bei der Bewegung der Presse jeweils das Ventil großen Querschnitts RAS bzw. RES zuerst geschlossen, während das zugehörige Ventil kleinen Querschnitts RAL bzw. REL später geschlossen wird. Bei der Öffnung der Ventile ist es umgekehrt, doch könnte die Anordnung auch gemäß der schematischen Darstellung (F i g. 1) so getroffen werden, daß die einander zugeordneten Ventile RES und REL gleichzeitig geöffnet werden.
  • Die F i g. 3 bis 6 erläutern die Erfindung weiterhin. In jeder der Figuren sind unten die Servomotoren dargestellt, deren Kolben bei Aufwärtsbewegung das nicht gezeichnete, zugehörige Ventil vollständig öffnen und dem Ventil bei der Abwärtsbewegung die Möglichkeit zum Selbstschluß freigeben. Oben auf jeder der F i g. 3 bis 6 sind die zugehörigen Steuerschieber dargestellt. Ganz links sind die Steuerorgane für das Presseneinlaßventil PE dargestellt. Es folgen nacheinander die Steuerorgane für das Pressenauslaßventil PA, für das Rückzugeinlaßventil kleinen Querschnitts REL, für das Rückzugeinlaßventil großen Querschnitts RES, für das Rückzugauslaßventil großen Querschnitts RAS und für das Rückzugauslaßventil kleinen Querschnitts RAL. Die Steuerkolben der Servomotoren sind jeweils mit 30 und dem zugehörigen Index PE-PA usw. bezeichnet. Jeder der Steuerkolben 30 ist in einem Steuerzylinder 31 (mit einem der Indices PE usw.) verschiebbar. Zu jedem Servomotor 30, 31 gehört eine Schiebersteuerung, im wesentlichen bestehend aus einem Kolbenschieber 32 und einem Kolbenschiebergehäuse 33 sowie einem Magneten 34, der den Schieberkolben 32 entgegen der Wirkung einer Feder 35 anzuheben vermag. Wird der Magnet 34 stromlos, so fällt der Kolbenschieber 32 in die gezeichnete Stellung wieder ab. Die Magneten 34 werden beeinflußt durch die Schalter S/RES, S/REL, S/RAS und SIRRAL sowie durch die nicht gezeichneten beiden weiteren Schalter für die Presseneinlaß- und -auslaßventile PA und PE.
  • Die Druckflüssigkeit zur Steuervorrichtung wird durch die Leitung 75 zugeführt. Sie kann von hieraus durch eine Öffnung 36 in den Servomotorenzylinder 31PE und durch eine Öffnung 37 in den Servomotorenzylinder 31PA eintreten. Die Druckflüssigkeit aus der Leitung 75 kann ferner durch die Leitung 38 in die Öffnungen 39 und 40 der Steuerzylinder 31 RES und 31 RAS sowie durch die Leitung 41 in die Öffnung 42 des Steuerzylinders 31RAL eintreten. Die Öffnung 76 des Zylinders 31RAL ist ständig abgesperrt. In der gezeichneten Stellung des Servomotorenkolbens 30PE tritt die Druckflüssigkeit aus der Öffnung 43 wieder aus und wird durch eine Leitung 44 dem Kolbenschieber 32PA zugeführt. In der gezeichneten Stellung ist der weitere Weg für die Druckflüssigkeit jetzt durch den Kolben 32PA versperrt.
  • Wird der Kolben 32PA durch Erregung des Magneten 34 PA angehoben, so kann die Druckflüssigkeit durch die Leitung 45 in die untere Öffnung 46a des Servomotorenzylinders 31 PA eintreten, den Kolben 30 PA anheben und das Pressenauslaßventil PA öffnen. Nach Erreichen der obersten Stellung des Kolbens 30PA wird dann der Weg für die Druckflüssigkeit durch die Öffnung 46 frei, so daß die Druckflüssigkeit über die Leitung 47 zu den beiden Steuerschiebergehäusen 33REL und 33RES vordringen kann.
  • Wird der Schieberkolben 32REL durch Erregung des Magneten 34 REL angehoben, so gelangt die Druckflüssigkeit aus dem Steuergehäuse 33 REL über die Leitung 48 zur unteren Öffnung 49 des Servomotorenzylinders 31 REL, hebt den Servomotorenkolben 30REL an und öffnet das Rückzugeinlaßventil REL. Wird der Steuerkolben 32RES durch Erregung des Magneten 34 RES angehoben, so fließt die durch die Leitung 47 zugeführte Druckflüssigkeit durch die Leitung 50 weiter und tritt durch die Öffnung 51 von unten in den Servomotorenzylinder 31 RES ein, hebt den Kolben 30 RES an und öffnet das Rückzugeinlaßventil RES.
  • Bei gleichzeitigem Schalten der Schieber 32REL und 32 RES kann erst in der oberen Stellung des Kolbens 30RES die Druckflüssigkeit, die bei 54 aus dem Zylinder 31REL austreten will, durch die öffnung 52 entweichen und wird von dort über die Öffnung 51 des Zylinders 31 RES über Steuerschieber 32RES in die Druckölleitung 47 abgeführt. Solange der Servomotorenkolben 30 REL sich in der unteren Stellung gemäß F i g. 3 befindet, kann die Druckflüssigkeit durch die Öffnung 55 und die Leitung 56 den beiden Steuervorrichtungen für den Rückzugauslaß zufließen, die aus den Steuerschiebern 32RAS und 32RAL sowie den Steuerschiebergehäusen 33 RA S und 33 RAL nebst Magneten 34 RA S und und 34RAL bestehen. Solange die Steuerschieberkolben 32RAS und 32RAL in der gezeichneten Stellung verharren, kann die Druckflüssigkeit nicht weiterfließen. Mit 63PE, 63PA usw. sind Abwasserleitungen bezeichnet, welche Steuerflüssigkeit aus den Gehäusen 33PE, 33PA usw: der Steuervorrichtungen in ein beliebiges Sammelgefäß abführen können.
  • Die F i g. 3 zeigt die Haltestellung, in welcher sämtliche Magneten 34 abgeschaltet sind. Wichtig ist, daß nach Abschaltung aller Magneten die Unterseiten aller Servomotorenkolben 30 an Abwasser 63 und die Oberseiten aller Servomotorenkolben an die Druckquelle 75 angeschlossen sind, so daß sich alle Servomotorenkolben 30 in der unteren Stellung befinden, und sämtliche Ventile geschlossen sind. Dies bedeutet, daß bei Stromausfall sofort sämtliche Ventile geschlossen werden, was für die Sicherheit einer ganz- oder halbautomatischen Pressensteuerung von erheblicher Bedeutung ist.
  • Mit den Bezugszeichen 45 bis 64 sind Leitungen und Zylinderbohrungen bezeichnet, die in der nachfolgenden Beschreibung der Steuervorgänge erwähnt und aus der Zeichnung ersichtlich sind.
  • Soll gepreßt werden, so werden die Magneten 34PE, 34RAL und 34RAS gleichzeitig von Hand unter Strom gesetzt. Hierdurch werden die Kolbenschieber 32PE, 32RAL und 32RAS gleichzeitig nach oben gezogen (vgl. F i g. 4). Es tritt nun Druckflüssigkeit aus der Leitung 75, 38 über die Bohrungen 39, 52, 54, 55, die Leitung 56 und die Steuerschiebergehäuse 33 RAS und 33 RAL in die Leitungen 57 und 64, von wo sie durch die Öffnung 58 unter den Servomotorenkolben 30RAS und von der Leitung 64 aus unter den Servomotorenkolben 30RAL gelangt und dabei die Rückzugauslaßventile RAS und RAL öffnet. In der oberen Stellung des Kolbens 30 RAS wird der Druckflüssigkeitsweg von der Bohrung 59 über die Druckleitungen 60 und 61 zur Bohrung 62 freigegeben, so daß die Druckflüssigkeit jetzt über das Steuerschiebergehäuse 33PE unter den Servomotorenkolben 30PE gelangt und diesen im Ventilöffnungssinn beaufschlagt. Hierbei wird PE geöffnet, und die Presse arbeitet mit einer durch ein Drosselventil DR einstellbaren Preßgeschwindigkeit.
  • Nach dem Auspressen werden die Ventile PE, RAS und RAL geschlossen und in ähnlicher Weise PA, RES und REL geöffnet (vgl. F i g. 5). Die Druckflüssigkeit gelangt aus der Leitung 75 über die Bohrung 36 und 43 in die Leitung 44 und nach öffnen des Steuerschiebers 32PA über die Leitung 45 und die Bohrung 46a unter den Servokolben 30PA, der nach Ausführung des Hubes die Bohrung 46 freigibt. Die Druckflüssigkeit gelangt dann über die Leitung 47, die Schieber 32REL und 32 RES, die Leitungen 48 und 50 und die Bohrungen 49 und 51 unter die Servokolben 30REL und 30RES. Beide Kolben fahren gleichzeitig an, bis der Kolben 30RES die Bohrung 52 überdeckt. Nun verharrt der Kolben 30REL so lange in seiner Zwischenstellung, bis die Hinterkante des Kolbens 30RES die Bohrung 52 wieder freigibt. Dann erst kann der Kolben 30REL seine Flüssigkeit aus dem Rückzugsraum über die Bohrung 54, die Leitung 53, die Bohrungen 52 und und 51, die Leitung 50 und dem Schieber 32RES in die Leitung 47 ausschieben.
  • Soll die Presse auf einen bestimmten Haltepunkt gefahren werden, dann muß kurz vor diesem Haltepunkt RES geschlossen werden; anschließend muß allein mit dem Ventil REL bis zum Haltepunkt gefahren werden. Um dies zu erreichen (vgl. F i g. 6), wird der Magnet 34RES abgeschaltet, was automatisch dadurch bewirkt wird, daß der Anschlag 11 den Schalter S/RES berührt, während der Schalter S/REL noch unberührt ist (F i g. 2). Nun fällt der Steuerschieberkolben 32RES ab, und der Servomotorenkolben 30RES geht infolgedessen nach unten, d. h., das Rückzugeinlaßventil mit dem großen Querschnitt RES schließt sich. Dadurch bekommt der Servomotorenkolben 30REL des Rückzugeinlaßventils mit dem kleinen Durchflußquerschnitt REL Druck von oben, kann aber noch nicht absinken, da der unter dem Kolben 30 REL befindliche Raum durch den Steuerschieberkolben 32REL noch nicht auf Abfluß 63 REL geschaltet ist. Die Presse läuft also mit der durch den Durchflußquerschnitt des Ventils REL bestimmten geringen Geschwindigkeit weiter, bis der Schieberkolben 32REL infolge Abschaltens der Steuerspannung des Magneten 34 REL durch Betätigung des Schalters S/REL absinkt. Das Schließen des Pressenauslaufventils PA erfolgt zweckmäßig zusammen mit dem Schließen des Rückzugauslaßventils kleinen Querschnitts REL, damit die Presse dann zum Verfahren vorbereitet ist.
  • Zur Vorschubbewegung der Presse mit Niederdruck werden die Magneten 34RAS und 34RAL erregt, was von Hand geschieht. Dadurch gehen die Steuerschieberkolben 32RAS und 32RAL nach oben, d. h., sie gestatten der Druckflüssigkeit auf die Servomotorenkolben 30RAS und 30RAL einzuwirken. Hierdurch heben sich diese beiden Kolben gleichzeitig an. Die Presse fährt jetzt schnell vor, bis der Anschlag 14 auf den Schalter S/RAS einwirkt und damit den Magneten 34RAS abschaltet. Infolgedessen geht der Steuerschieber 32 RAS in seine Normalstellung zurück und gibt den Abflußweg 63RAS frei, so daß der zugehörige Servomotorenkolben 30RAS ebenfalls abfällt und sich das Rückzugauslaßventil mit großem Querschnitt RAS schließt. Die Presse fährt jetzt mit geringer Geschwindigkeit weiter, da nur noch der Magnet 34RAL unter Strom steht und dementsprechend nur noch das Auslaßventil RAL geöffnet ist. Die Presse fährt infolgedessen langsam, bis der Anschlag 14 über den Schalter S/RAL den Magneten 34RAL stromlos macht und damit auch das Rückzugauslaßventil kleinen Querschnitts RAL schließt.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Freiformschmiedepresse, deren selbstschließendes Presseneinlaß- und deren selbstschließendes Pressenauslaßventil mittels wahlweise zu betätigender Schalter über elektromagnetisch betätigte Schieber von hydraulischen Servomotoren öffenbar sind, wobei das Presseneinlaßventil in Abhängigkeit von der Offenstellung des Pressenauslaßventils gesperrt ist, und deren selbstschließendes Rückzugeinlaß- bzw. Rückzugauslaßventil durch Zusammenwirken von ortsfesten Anschlägen mit den Pressenbewegungen folgenden Anschlägen über elektromagnetisch betätigte Schieber von hydraulischen Servomotoren öffenbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rückzugeinlaßleitung und in der Rückzugauslaßleitung je zwei parallele, in gleicher Weise über Anschlagschalter (S/REL, S/RES, S/RAL, S/RAS) beim Abschließen nacheinander steuerbare Ventile (RES und REL, RAS und RAL) vorgesehen sind, von denen je eines (RES und RAS) einen großen Querschnitt und das jeweils andere (REL und RAL) einen kleinen Querschnitt hat, wobei beide Ventile des Rückzugauslasses (RAS und RAL) in Abhängigkeit von der Offenstellung der Rückzugeinlaßventile gesperrt sind. 2. Freiformschmiedepresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerflüssigkeit den Steuerschiebern (33RAL und 33RAS) der Rückzugauslaß-Servomotoren (30RAS und 30 RAL) über die Zylinder (31 RES und 31 REL) beider Rückzugeinlaß-Servomotoren (30RES und 30REL) zuführbar ist, und zwar in der Stellung der Kolben der Servomotoren, die diese bei der bei geschlossenen Rückzugeinlaßventilen (RES und REL) bestehenden Servomotorkolbenstellung (30REL und 30 RES gemäß Fig.4) einnehmen. 3. Freiformschmiedepresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pressenauslaßventil (PA) und das kleine Rückzugeinlaßventil (REL) gleichzeitig schließen, und zwar vorzugsweise mit Hilfe des Anschlagschalters (S/REL). 4. Freiformschmiedepresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungsbewegung des Servomotors (30PE) des Presseneinlaßventils (PE) allein vom Servomotor (30RAS) des Rückzugauslaßventils großen Querschnitts (RAS) während dessen Schließstellung gesperrt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 948 573, 946 939; belgische Patentschrift Nr. 546 574; USA.-Patentschriften Nr. 2636346, 2443345, 2 266 415; Zeitschrift »Maschinenbautechnik«, 4. Jahrgang, Heft 11, 1955, S. 610; Zeitschrift »Metallkunde«, Heft 6, 1955, S. 408/409; Sonderdruck aus der Zeitschrift »Werkstattstechnik und Maschinenbau«, Heft 4, 1950, S. 6; Zeitschrift »Werkstattstechnik und Werksleiter«, Heft 2, 1937, S. 29.
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